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Full text of "Jahrbücher für classische Philologie"

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JAHRBÜCHER 



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classisehe Philologie. 



Herausgegeben 



Ton 



Alfred Fleckeisen. 




ZWANZIGSTER SUPPLEMENTBANI). 

Mit zwei Karten und zwei Tafeln. 



Leipzig, 1894. 

Druck und Verlag von B. G. Tenbner. 



Inhaltsverzeichnis. 

Seite 

1. Philotas, Eleitos, KaUisthenes. Beiträge zur Gescliichte 
Alexanders des Grofsen. Von Friedrich Cauer .... 1—79 

2. Das römische Strafsennetz in Norddeutschland. Mit 

3 Karten. Von E. Dtimelmann 81—141 

8. Eustathios als kritische Quelle für den lliastext. Mit 
einem Verzeichnis der Lesarten des Eustathios. Von 

Max Neumann 143-340 

4. De Flavii losephi elocutione observationes criticae. scripsit 
Guüelm'os Schmidt 341—550 

5. Beiträge zur Ciris. Von Carl Ganzenmüller 551 — 657 

6. Die Puteolanische Bauinschrift sachlich erläutert. Mit 
fünfzehn Figuren im Text und zwei Tafeln. Von Theodor 
Wiegand 659—778 

7. Untersuchungen über Florus. Von Fr. Schmidinger . . 779 — 816 



PHILOTAS, 
KLEITOS, KALLISTHENES. 



BEITRAGE 



ZUR 



GESCHICHTE ALEXANDERS DES GROSSEN. 



VON 



FRIEDRICH CAÜER. 



Jalixi». 1 das«. FhiloL Suppl. Bd. XX. 1 



Wer es unternimmt, die Geschichte Alexanders des Grofsen 
zu erforschen, hat mit zwei entgegengesetzten Schwierigkeiten zu 
kämpfen. Auf der einen Seite schweigen die Quellen über viele 
Punkte, die er kennen müfste, um die Regenten thätigkeit dieses 
Königs richtig zu würdigen, von seiner Persönlichkeit gar nicht zu 
reden. Andrerseits widersprechen sich manche Nachrichten, und es 
ist nicht leicht zu ermitteln, wo sich in jedem Falle die bessere Über- 
lieferung erhalten hat. 

Allerdings besitzen wir in Arrians Werke eine Darstellung, die 
aus den Berichten von zwei Begleitern Alexanders zusammengearbeitet 
ist. Aber diese Berichte scheinen sich in der Hauptsache auf die 
Kriegsgeschichte beschränkt zu haben. Fast alle Ereignisse und Zu- 
stände, die nicht militärischer Natur sind, kennt Arrian wie die 
übrigen Alexanderhistoriker nur aus Quellen von zweifelhaftem Werte. 
Um die Glaubwürdigkeit dieser Quellen richtig abzuschätzen, wäre 
es von Vorteil, wenn sie sich mit Sicherheit oder Wahrscheinlichkeit 
auf ihren letzten Ursprung zurückführen liefsen. 

Die verlorenen Bearbeitungen der Alexandergeschichte aus den 
erhaltenen herzustellen, ist eine Aufgabe, an die in den letzten Jahr- 
zehnten viel Fleifs und Scharfsinn gewendet worden ist. Wenn die 
mühevollen Untersuchungen über diese Frage auch nicht eben viel 
unumstöfsliche Ergebnisse geliefert haben, so haben sie doch den 
Weg gezeigt, auf dem die Forschung zu dem Ziele, das überhaupt 
erreichbar ist, gelangen kann. 

Schon eine oberflächliche Lektüre zeigte, dafs gegenüber der 
aus Ptolemaios und Aristobul geschöpften Hauptmasse von Arrians 
Darstellung Diodor, Curtius und Justin eine jüngere und schlechtere 
Stufe der Überlieferung vertreten. Da femer in die Augen fiel, wie 
genau einzelne Fragmente E[leitarch8 mit Stellen von Diodor und 
Curtius übereinstimmen, so lag die Vermutung nahe, die Verwandt- 
schaft zwischen Diodor, Curtius und Justin beruhe auf Kleitarch, 
dieser habe die nüchternen Berichte der Augenzeugen, auf die Arrian 
zurückgriff, durch rhetorische Erzählungen verdrängt. Lange hatte 
die Kleitarchhypothese den Beifall der Forscher gehabt, ehe sie durch 
Karl Baun (De Clitarcho Diodori Curtii Justini auctore. Bonnae 
1868) eine eingehende Begründung erfuhr. Aber eben diese Be- 
gründung hatte zur Folge, dafs ihre Schwächen mehr beachtet wurden. 



4 Friedrich Cauer: 

Man zog in Betracht, 1) dafs Kleitarch, wo er zu Grunde liegt, mittel- 
bar benutzt sein konnte, 2) dafs Diodor, Curtius und Justin an man- 
chen Stellen auch von einander abweichen, 3) dafs andrerseits Arrian 
und Curtius an manchen Stellen übereinstimmen. Nur einen Teil 
dieser Anstöfse beseitigte Rudolf Petersdor ff durch seine Modi- 
fikation der Kleitarchhypothese; er entwickelte in seiner Dissertation 
(Diodorus, Curtius, Arrianus quibus ex fontibus expeditiones ab 
Alexandro in Asia usque ad Darii mortem factas hauserint. Begi- 
mont. 1870) die doppelte Annahme, Curtius hätte neben Kleitarch 
auch andere Quellen, Arrian neben seinen Hauptquellen auch Kleitarch 
benutzt. 

Eine radikale Lösung des Problems versuchte Schöne in seinen 
Analecta philologica historica. Er lenkte sein Augenmerk auf das 
Verhältnis zwischen Arrian und Plutarch und kam zu der Ansicht 
(S. 54), dafs beide ihre ganze Alexaudergeschichte aus einem Sammel- 
werke geschöpft hätten. Für möglich hält es Schöne, dafs Diodor, 
Curtius und Justin dasselbe Sammelwerk benutzt haben. Schönes 
Hypothese hatte die Annehmlichkeit, dafs sie flir alle Widersprüche 
und Übereinstimmungen eine gleich befriedigende Erklärung bot* 
Denn aus einem reichhaltigen Sammelwerke, wie es sich Schöne 
dachte, konnten unsere Alexanderhistoriker Leben einander wider- 
sprechende und gleichlautende Nachrichten schöpfen. Dazu bewies 
Schöne S. 42 — 47, dafs Arrian mehrere Citate aus Ptolemaios und 
Aristobul nicht direkt genommen haben kann, da er sie in Exkursen 
mitteilt, die mit Exkursen bei Curtius und Plutarch genau überein- 
stimmen. Indessen wenn Arrian auf einige Stellen seiner Haupt- 
quellen erst durch andere Historiker aufmerksam geworden ist, so 
• geht daraus keineswegs hervor, dafs er diese Hauptquellen überhaupt 
nicht unmittelbar benutzt habe. Auch heute kann es vorkommen, dafs 
ein Philologe durch einen Kollegen veranlafst wird, auf diese oder 
jene Stelle eines antiken Autors zu achten, und man dürfte deshalb 
nicht ohne weiteres behaupten, dafs er diesen Autor vorher nicht 
im Zusammenhange gelesen hat. Aber wenn selbst stärkere Gründe 
für Schönes Hypothese vorlägen, so würden ihr gewichtige Bedenken 
entgegenstehen. Ein Sammelwerk, in dem alles registriert wäre, was 
wir bei den erhaltenen Historikern über Alexander den Grofsen lesen, 
würde in der antiken Litteratur völlig isoliert dastehen, und wenn 
selbst das Dasein eines solchen Sammelwerkes erwiesen wäre, so 
würde damit das Problem nur verschoben, nicht gelöst sein. Denn 
es bliebe inuner die Frage zu beantworten, woher der Verfasser des 
Sammelwerkes seine Nachrichten hatte und wie seine Gewährsmänner 
sich zu einander verhielten. 

So ist es nicht zu verwundern, dafs Schöne, so bedeutend er die 
Forschung gefördert hatte, doch wenige Anhänger gefunden hat. 
Schäfer (Flecks. Jahrb. 101,433—446) und Kaerst (Beiträge zur 
Quellenkritik des Q. Curtius Rufus. Gotha 1877) nahmen seine 



Fhilotas, Eleitos, Kallisthenes. 5 

Hypothese zwar an, jedoch nur unter starken Einschränkungen, An- 
dere versuchten es lieher, die seh wehenden Fragen zu lösen, indem 
sie künstliche StammhSume von verlorenen Quellen konstruierten. 
B. Köhler (Eine Quellenkritik zur Geschichte Alexanders des Grofsen. 
Leipzig 1879) nahm die Eleitarchhjpothese auf und erklärte die 
Abweichungen zwischen Diodor, Curtius und Justin durch die An- 
nahme, keiner von diesen drei Historikern hätte Eleitarch unmittel- 
bar, sondern jeder in einer verschiedenen Bearbeitung benutzt Ab- 
weichend von allen Vorgängern bestritt Lau dien (Über die Quellen 
zur Geschieht« Alexanders des Grofsen bei Diodor, Curtius und 
Flutarch S. 19), dafs Diodor einer einzigen Quelle folge, da die ver- 
schiedenen Abschnitte seiner Alexandergeschichte einen wesentlich 
verschiedenen Charakter trügen. Andrerseits legt er (a. a. 0. S. 17 
bis 19) Gewicht auf die Übereinstimmungen Plutarchs mit Diodor 
und Curtius, die vor ihm wenig beachtet worden waren. Diese Über- 
einstimmungen führt er S. 33 — 35 auf Kallisthenes und Onesikritos 
zurück, während er die Kleitarchhypothese S. 35 fg. verwirft. Die 
Abweichungen zwischen Plutarch, Diodor und Curtius erklärt Laudien 
durch die Annahme, Plutarch hätte die Originalquellen, Diodor und 
Curtius verschiedene Bearbeitungen vor Augen gehabt. 

Alle bisher genannten Forscher hatten ihre Theorieen auf eine 
Reihe einzelner Stellen aufgebaut, keiner eine Probe gemacht, ob 
seine Ansicht allen Beobachtungen gerecht würde, die sich bei einer 
vollständigen Prüfung des Quellenmaterials ergaben. Diese Schwäche 
seiner Vorgänger hat Fränkel (Die Quellen der Alexanderhistoriker. 
Breslau 1883) überwunden. Er hat alle Quellen durchgearbeitet, 
alle Stellen verglichen, die sich irgend vergleichen liefsen. Wenn 
trotzdem auch er keine endgültigen Ergebnisse gefunden hat, so liegt 
es daran, dafs die Aufgabe, die er sich gestellt hat, nicht lösbar 
ist. Aus den Übereinstimmungen, die sich zwischen den erhaltenen 
Alexanderhistorikem finden, schliefst Fränkel, dafs diese alle ihre 
Quellen getreu benutzt haben. Wo sie dann von einander abweichen, 
müssen sie seiner Ansicht nach aus verschiedenen Quellen schöpfen. 
Diese verschiedenen Quellen müssen aber ihrerseits gemeinsame 
Quellen gehabt haben, da sie ihren Benutzem übereinstimmende 
Nachrichten bieten konnten. Wenn einmal durch solche Argumenta- 
tion eine Reihe von verlorenen Geschichtswerken erschlossen ist, so 
fällt es nicht schwer, für die Verfasser Namen zu finden. So ersteht 
unter Fränkels Händen eine Geschichte der Alexanderüberlieferung. 

Sein ganzer Bau steht und föUt mit dem Grundsteine. Das ist 
der Schlufs, die erhaltenen Historiker hätten ihre Quellen getreu 
benutzt. Und eben dieser Schlufs ist anfechtbar. Wenn verlorene 
Historiker ihre Quellen teilweise genau wiedergeben, teilweise mehr 
oder weniger abändern konnten, warum soll das den erhaltenen nicht 
ebenso gut möglich gewesen sein? Und wenn selbst genau fest- 
stünde, wer in jedem Falle abgeändeii; hat, so würde damit für das 



6 Friedrieb Caaer: 

Verständnis der Überlieferung wie der Ereignisse wenig gewonnen 
sein. Die entscheidende Frage ist die, durcb welcbe Motive die an- 
tiken Darsteller der Alexandergeschichte bestimmt wurden, die ur- 
sprünglichen Berichte bald in diesem bald in jenem Sinne umzu- 
gestalten. 

Diese Frage zu beantworten, hat Kaerst unternommen (For- 
schungen zur Geschichte Alexanders des Grofsen), der die Mängel 
von Fränkels kritischer Methode treffend hervorhebt (S. 70) und in 
seiner eigenen von Gutschmid angeregten Arbeit glücklich vermeidet. 
So findet er die beiden wichtigen Ergebnisse, l) dafs Curtius und 
Justin mit einander genauer übereinstimmen als mit Diodor und ins- 
besondere eine stark alexanderfeindliche Färbung gemeinsam haben, 
2) dafs Curtius mehrfach widersprechende Nachrichten mit einander 
verschmilzt. Den vollen Gewinn aus diesen Ergebnissen zu ziehen, 
wird Kaerst jedoch dadurch verhindert, dafs auch er wohl zu sehr 
^ dahin neigt, die erhaltenen Geschichtswerke ganz oder doch in grofsen 
Abschnitten aus benannten Quellen herzuleiten. So betrachtet er es 
(S. 75) als ausgemacht, dafs die verschiedenen Traditionen, die Cur- 
tius verbindet, überall dieselben seien, nämlich eine, die mit Arrian 
übereinstimme und auf die officiösen makedonischen Historiker zurück- 
gehe, und eine andere, die auch durch Diodor vertreten sei und von 
Kleitarch herstamme. Bei Arrian die aus Ptolemaios geschöpften 
Stücke von den aristobulischen zu sondern, erklärt Kaest S. 92 mit 
Eecht für unmöglich. Aber auch darauf achtet er nicht, ob Arrian 
an einer Stelle, die er aus einer seiner Hauptquellen hat, oder an 
einer anderen mit Curtius übereinstimmt. Und doch macl^ es einen 
grofsen Unterschied, ob auch Curtius gute oder ob auch Arrian 
minder gute Quellen benutzt. Dafs Curtius neben den von Arrian 
und Diodor vertretenen Traditionsmassen irgend eine selbständige 
Quelle benutzt habe, erklärt Kaerst S. 53 für ausgeschlossen. Und 
doch wäre ein so abschliefsendes Urteil erst dann gerechtfertigt, 
wenn man jede einzelne curtianische Angabe mit Sicherheit auf ihren 
Ursprung zurückführen könnte. Insbesondere behauptet Kaerst 
(S. 97), die alexanderfeindliche Tendenz, die bei Curtius hervortritt, 
habe nur in ungünstigen Urteilen, nicht aber in Erfindung histo- 
rischer Details ihren Ausdruck gefunden, der alexanderfeindliche 
Historiker, dem Curtius und Justin folgen, habe seinen ganzen Stoff 
entweder aus Kleitarch allein oder aus Kleitarch und den von Arrian 
benutzten Quellen genommen (a. a. 0. S. 123). 

Diese Ansicht hat eine weitgehende Konsequenz für die mora- 
lische und politische Würdigung Alexanders. Wenn bei den erhal- 
tenen Historikern nichts steht, was aus Hafs gegen Alexander er- 
funden ist, während Arrian manches aus Schonung für Alexander 
unterdrückt, so dürften wir keine Geschichte, die auf den König ein 
schlechtes Licht wirft, deshalb verwerfen, weil Arrian darüber 
schweigt, müfsten vielmehr Arrians Bericht zu Ungunsten Alexanders 



Phüotas, Eleitos, Eallistlienes. 7 

aus den übrigen Quellen ergänzen. Diese Konsequenz zog Gutschmid 
im Vorworte zu Kaersts Forschungen. Gerade entgegengesetzt ur- 
teilte Droysen. Ihm schien es (AI. II 388), dafs selbst Ptolemaios 
und Aristobul der Gröfse des Königs noch nicht voll gerecht werden. 
Deshalb geht er in Parteinahme für Alexander noch über Arrian 
hinaus. 

Gutschmids Widerspruch gegen dies Verfahren Droysens ist 
unstreitig berechtigt. Arrian ist so sehr eingenommen für Alexander, 
wie einem gewissenhaften Historiker nur irgend möglich. Er be- 
dauert Alexander, dafs er noch keinen würdigen Verktinder seines 
Buhmes gefunden hat, und will es versuchen, diesem Mangel nach 
Kräften abzuhelfen. Und doch gab es Alexandergeschichten vor 
Arrian genug; aber keine von diesen verherrlichte seinen Helden so, 
wie es Arrian gerecht schien. Deshalb ist es von vorn herein wahr- 
scheinlich, dafs er sich in der Auswahl des Stoffes durch seine Vor- 
liebe wird haben leiten lassen. Der Verdacht, dafs Ptolemaios oder 
Aristobul, seine Hauptgewährsmänner, die Wahrheit ausdrücklich 
entstellt haben, ist ja nur in wenigen Fällen dringend. Aber schief 
wurde ihre Darstellung, indem sie fast nur von den militärischen 
Ereignissen berichteten, in denen Alexanders Gröfse unbestritten war, 
und die politischen höchstens flüchtig berührten, in denen sein Cha- 
rakterbild von der Parteien Gunst und Hafs verwirrt ward. 

Eine andere Frage ist, wie weit es angeht, die einseitige Auf- 
fassung, die sich aus Arrians Hauptquellen ergiebt, durch Erzäh- 
lungen zu berichtigen, die aus den von Arrian nebenbei, von den 
übrigen erhaltenen Alexanderhistorikern vorzugsweise benutzten ge- 
ringeren Quellen geflossen sind. Die Verfasser dieser Quellen standen 
den Ereignissen femer als Ptolemaios und Aristobul und kamen 
ihnen an militärischem wie an politischem Urteile nicht gleich. Trotz- 
dem konnten ihnen Thatsachen bekannt werden, die Ptolemaios und 
Aristobul verschwiegen. Aber die Gefahr lag nahe, dafs der that- 
sächliche Gehalt durch Klatsch und Erfindungen überwuchert wurde. 
Selbst wenn wir alle Nachrichten, die Arrian, Plutarch, Diodor, Cur- 
tius und Justin aus minder lauteren Quellen geschöpft haben, bis 
auf ihren ersten litterarischen Vertreter zurückführen könnten, so 
würde immer noch die Frage offen bleiben, wie viel an diesen Nach- 
richten wahr ist. Diese Frage wird sich mit Sicherheit wohl niemals 
beantworten lassen. Um sie der Beantwortung wenigstens anzunähern, 
ist der einzige gangbare Weg, dafs man über jedes Ereignis alle 
Angaben zusammenstellt und daraufhin prüft, welche wirkliche 
Kunde ihnen zu Grunde liegen kann, welche Faktoren wirksam ge- 
wesen sein können, die Wahrheit zu entstellen. 

Einen Versuch in dieser Eichtung enthalten die folgenden 
Blätter. Ich bin darauf gefafst, dafs mit dem Erfolge wenige zu- 
frieden sein werden. Denn es ist mir nicht gelungen, viele sichere 
Ergebnisse zu gewinnen, auch nur von negativem Charakter. Indem 



8 Friedrich Ganer: 

ich bemüht war, drei grofse Katastrophen, durch welche Alexander 
alten Freunden entfremdet wurde, genauer zu erforschen, konnte ich 
in der Hauptsache nur feststellen, wie unsicher und widerspruchsvoll 
die Überlieferung ist, welcher Vorsicht sich daher jede neuere Dar- 
stellung zu befleifsigen hat. Auch wo ich mich für oder wider 
entschieden habe, bin ich mir wohl bewuTst, dafs es sich nur um 
Wahi'scheinlichkeit, nicht um Gewifsheit handelt. Wenn es einem 
glücklicheren Nachfolger gelingt, deutlichere Anzeichen des Echten 
und Falschen aufzufinden, als ich sie zu entdecken vermochte, so 
werde ich der erste sein, der sein Verdienst anerkennt. Vorläufig 
hoffe ich, dafs alle, denen es in der historischen Wissenschaft um 
die Wahrheit und nur um die Wahrheit zu thun ist, bewufiste Un- 
sicherheit einer eingebildeten Gewifsheit vorziehen werden. 

A. PMlotas. 

Arrians kurzer Bericht (m 26, 7) über Philotas und sein Ende 
ist aus Ftolemaios geschöpft, für den Anfang wird auch Aristobul 
als Zeuge angeführt. Schon in Ägypten erfuhr Alexander von den 
Umtrieben des Philotas, schenkte dem aber keinen Glauben wegen 
der alten Freundschaft, sowie wegen der Auszeichnungen, die er 
Parmenion erwiesen hatte, und wegen des Vertrauens, das er in 
Philotas selbst setzte. Erst als Alexander in der Hauptstadt der 
Zarangaier rastete, erhielt er eine Meldung, die ihn veranlafste, 
Philotas vor der Versammlung der Makedonier anzuklagen. Seine 
Bede war heftig, Philotas verteidigte sich selbst. Die Denuncianten 
seiner Schuld wurden vorgeführt; unter den gegen ihn vorgebrachten 
Indicien schlug vor allem durch, dafs er, wie er selbst zugab, von 
einem Anschlage gegen Alexander einfahren, seine Kenntnis aber 
Verschwiegen hatte, obgleich er zweimal täglich das Zelt des Königs 
betrat. Philotas und die übrigen Teilnehmer der Verschwörung 
wurden von den Makedonien! niedergeschossen. Parmenion wurde 
auf Befehl des Königs von den ihm untergebenen Offizieren getötet, 
sei es, weil es zweifelhaft war, ob er nicht an der Verschwörung 
seines Sohnes geheimen Anteil genommen hatte, sei es, weil er nach 
dem Tode des Philotas auf jeden Fall vermöge des Ansehens, das 
er beim ganzen Heere genofs, geföhrlich schien. 

In dieser Erzählung fallen vor allem zwei Momente für Alexander 
ins Gewicht: Die Schuld des Philotas wird als erwiesen angesehen; 
sein Tod erfolgt durch rechtskräftiges Urteil der makedonischen 
Mannschaften. Wesentlich anders erscheint der Sachverhalt nach den 
dürftigen Angaben Justins (XII 5). Alexander beginnt, nicht mit dem 
Hasse eines Königs, sondern mit dem eines Feindes gegen die Seinen 
zu wüten. Insbesondere ist er unwillig über den Vorwurf, er habe 
die Sitten seines Vaters Philipp und seines Vaterlandes untergraben. 
Aus diesem Grunde wird auch der greise Parmenion mit seinem 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 9 

Sohne Philotas getötet, nachdem üher heide zuvor Untersuchungen 
stattgefunden haben. Daher entsteht im ganzen Lager allgemeines 
Murren; man jammert um die unschuldig Getöteten und erwartet, 
dafs es anderen ebenso gehen werde. Um zu verhüten, dafs diese 
Stimmung sich in die Heimat verbreite, giebt Alexander vor, er 
wolle Boten nach Hause senden, und fordert die Soldaten auf, diesen 
Briefe an ihre Angehörigen mitzugeben. Bevor die Sendung abgeht, 
iSfst er sich die Briefbündel bringen und liest, was jeder geschrieben 
hat. Aus denen, die hart über ihn gem-teilt haben, bildet er ein be- 
sonderes Regiment, am sie entweder durch den Dienst aufzureiben 
oder in den entferntesten Gegenden als Kolonisten unschädlich zu 
machen. 

Weniger gehässig als bei Justin, aber nicht minder deutlich 
tritt die Feindschaft gegen Alexander bei Plutarch hervor (AI. 48. 49). 
Wie Arn an kennt er einen Gegensatz zwischen Philotas und Alexander 
schon bald nach der Schlacht bei Issos; aber dieser Gegensatz äufsert 
sich nur in Worten, nicht in verbrecherischen Plänen, imd während 
bei Arrian der König der Denunciation gegen Philotas keinen Glauben 
schenkt, läfst er ihn bei Plutarch genau beobachten. Philotas war 
angesehen wegen seiner Tapferkeit und Leutseligkeit, aber nicht 
populär, da er durch sein protzenhaftes Wesen und seine üppige Lebens- 
weise sich Verdacht und Neid zuzog. Sein Yater Parmenion selbst 
soll ihn einst gewarnt haben. Als Damaskos erobert wurde, fiel 
Philotas eine schöne, aus Pjdna stammende Sklavin, mit Namen 
Antigene zu. Gegen diese führte er in verliebten Stunden beim 
Weine prahlerische Beden, in denen er fttr sich und seinen Vater 
alles Verdienst in Anspruch nahm; Alexander sei ein Knabe, der nur 
durch ihre Gunst den Namen König geniefsen dürfe. Diese Beden 
wurden Krateros hinterbracht, der Antigene heimlich zu Alexander 
führte. Der befahl ihr, Philotas weiter seine intimen Gedanken zu 
entlocken und ihm alles zu melden. Philotas that auch weiter über 
Alexander hochfahrende Aufserungen, der König aber hielt an sich, 
sei es, dafs er auf die Freundschaft Parmenions baute, sei es, dafs 
er das Ansehen und die Macht der beiden fürchtete. 

Während der Anfang von Plutarchs Erzählung für Philotas 
nicht eben günstig lautet, stellt er sich im Hauptteile entschieden 
auf seine Seite. Ein Makedonier mit Namen Limnos (= Dimnos bei 
Diodor und Curtius) stellte Alexander nach und zog seinen Geliebten 
Nikomachos ins Geheimnis. Dieser lehnte die Teilnahme ab und 
meldete seinem Bruder Balinos (oder Kebalinos, wie bei Diodor und 
Curtius), was er erfahren hatte. Kebalinos begab sich zu Philotas und 
bat ihn, sie beide beim Könige einzuführen, da er eine dringende und 
wichtige Mitteilung zu machen habe. Philotas liefs sie aus einem 
Grunde, den Plutarch als ungewifs hinstellt, nicht vor, da der König 
Wichtigeres vorhabe. Und das that er zweimal. Da schöpften die 
Brüder Verdacht, liefsen sich durch einen anderen bei Alexander ein- 



10 Friedrich Cauer: 

führen, brachten zunächst ihre Anzeige gegen Limnos vor und 
meldeten dann, dafs sie sich zweimal vergebens an Philotas gewandt 
halten. Dies erbitterte Alexander sehr. Er gab Befehl, Limnos zu 
verhaften, der setzte sich aber zur Wehr und wurde von dem Häscher 
selbst getötet. So entging dem Könige der Hauptzeuge der Ver- 
schwörung. Da er gegen Philotas erbost war, zog er dessen alte 
Feinde zu Rate. Die sagten ganz offen, es sei Leichtsinn vom Könige, 
zu meinen, Limnos habe für sich allein ein solches Wagnis unter- 
nommen; er sei nur ein Werkzeug gewesen in den Händen derer, 
denen es so sehr daran gelegen habe, diesen Anschlag geheim zu halten. 
Da der König solchen Reden und Verdächtigungen sein Ohi* öffnete, 
brachten sie zahllose Verleumdungen gegen Philotas vor. Er wurde 
verhaftet und in Gegenwart seiner Kameraden gefoltert, während 
Alexander hinter einem Vorhange zuhörte. Als Philotas klägliche 
Rufe ausstiefs und an Hephaistion und Genossen Bitten richtete, 
soll der König gesagt haben: „Ein so unmännlicher Weichling wie 
du hat sich an so gewaltige Pläne gewagt?*' Als Philotas sein Leben 
verloren hatte, liefs Alexander auch Parmenion in Medien ermorden. 
Diese That flöfste vielen seiner Freunde Furcht vor Alexander ein, 
vor allem Antipatros. 

In Plutarchs Bericht sind vornehmlich zwei Punkte für Alexander 
ungünstig, die den beiden günstigen Momenten Arrians entsprechen. 
Plutarch erwähnt weder einen sicheren Beweis für den Hochverrat 
noch ein rechtskräftiges Urteil gegen Philotas. Wohl ein gültiges 
Urteil, aber keinen zwingenden Schuldbeweis kennt Diodor (XVH 
79. 80). In der Hauptstadt von Drangiana hat Alexander ein be- 
trübendes Erlebnis, das seiner guten Natur widerstrebt. Einer unter 
den Freunden des Königs mit Namen Dimnos, der ihm aus irgend 
einem Grunde grollte, zettelte eine Verschwörung gegen ihn an und 
bat seinen Geliebten Nikomachos, ihn bei seinem Plane zu unter- 
stützen. Dieser teilte die Sache seinem Bruder Kebalinos mit, und 
der beschlofs, den Plan so bald wie möglich dem Könige anzuzeigen. 
Im Vorzimmer des Königs traf er Philotas, teilte ihm die Sache mit 
und bat ihn, sie schleunigst dem Könige zu melden. Philotas, sei 
es, dafs er zu den Verschworenen gehörte, sei es auch, dafs er die 
Sache leicht nahm, erzählte Alexander nichts von dem, was Keba- 
linos gesagt hatte, obgleich er sich lange bei ihm aufhielt. Als er 
wieder zu Kebalinos herauskam, sagte er, er habe keine geeignete 
Gelegenheit gefunden, seine Meldung anzubringen, und versprach, er 
werde am nächsten Tage den König allein treffen und ihm dann 
alles mitteilen. Als es Philotas am nächsten Tage ebenso machte, 
begann Kebalinos zu fürchten, der König könne durch andere ge- 
warnt werden und dann er selbst in Gefahr kommen. Deshalb 
wandte er sieb au einen der königlichen Pagen, erzählte ihm alle 
Einzelheiten und bat ihn, sie schleunigst dem Könige zu melden. 
Der Page verbarg Kebalinos in der Waffenkammer, suchte den König 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 11 

im Bade auf, erzählte ihm, was er gehört hatte, und dafs er Keba- 
linos bei sich bewachte. Der König erschrak, liefs sofort Dimnos 
verhaften und, nachdem er alles erfahren hatte, Kebalinos und Phi- 
lotas vor sich laden. Im Laufe der Untersuchung tötete sich Dimnos. 
Philo tas bekannte seine Fahrlässigkeit, leugnete aber jede ver- 
brecherische Absicht ab; so überliefs Alexander das Urteil über ihn 
den Makedonien!. Nachdem viele Reden gehalten worden waren, 
verurteilten diese Philotas und die übrigen Angeklagten, darunter 
auch Parmenion, der in dem Verdacht stand, er habe durch seinen 
Sohn die Verschwörung angezettelt. Philotas wurde zunächst ge- 
foltert, dann, nachdem er seine Schuld gestanden hatte, zusammen 
mit den anderen Verurteilten getötet. Nach ihm wurde auch der 
Lynkestier Alexander, der sich seit drei Jahren wegen Hochverrats 
in Haft befand, vor das Gericht der Makedonier gestellt und, da or 
bei seiner Verteidigung nichts zu sagen wufste, getötet. Alexander 
schickte Leute auf Dromedaren nach Medien und liefs, ehe das Ge- 
rticht von der Bestrafung des Philotas dorthin gelangt war, Par- 
menion umbringen. Dann bildete der König aus allen denen, die 
sich mündlich oder schriftlich ungünstig über ihn geäufsert hatten, 
femer aus denen, die über Parmenions Tod entrüstet waren, ein 
besonderes Korps, das er didKTUüv TaTlua nannte; so wollte er ver- 
hüten, dafs durch ihren Freimut die übrige Menge der Makedonier 
angesteckt würde. 

Während Arrian entschieden für, Justin und Plutarch gegen 
Alexander Partei nehmen, steht Diodor in der Mitte. Er zweifelt, 
ob Philotas schuldig war oder nicht. Vielleicht erklärt sich dieser 
Zweifel daraus, dafs Diodor, mittelbar oder unmittelbar, verschiedene 
Quellen benutzt hat. Dafür sprechen zwei Umstände. Nachdem alle 
Angeklagten rechtskräftig verurteilt worden sind, wird noch von 
Philotas ein Geständnis auf der Folter erprefst. Nach dem Urteil 
war ein Geständnis überflüssig, während es vorher Wert habeu 
konnte, um das Urteil zu beeinflussen. Und obgleich auch gegen 
Parmenion ein rechtskräftiges Urteil vorliegt, wird doch sein Tod 
als Mord bezeichnet. Noch bestimmter läfst sich der Einflufs ver- 
schiedener Quellen bei Curtius (VI 7 — VH 2) nachweisen, obgleich 
die abweichenden Berichte mit grofser Sorgfalt in einander ge- 
arbeitet sind. 

Alexander lag seit 9 Tagen in Drangiana im Quartier, da 
wurde er das Ziel eines verbrecherischen Planes. Dimnos, der beim 
Könige nicht eben in Ansehen oder Gunst stand, erklärte seinem 
Geliebten Nikomachos unter vier Augen, er habe ihm ein wichtiges 
Geheimnis mitzuteilen, und verlangte einen Eid, dafs Nikomachos 
nichts ausplaudern wollte. Nikomachos, der nicht ahnte, in welchen 
sittlichen Konflikt er durch den verlangten Eid kommen könnte, 
schwur bei den Göttern des Tempels, in dem sich beide befanden. 
Dann eröffnete Dimnos, auf den dritten Tag sei ein Anschlag gegen 



12 Friedrich Cauer: 

des Königs Leben festgesetzt, und in diesem Plane sei er mit 
tapferen und vornehmen Männern einverstanden. Darauf erklärte 
Nikomachos, kein Eid könne ihn verpflichten, einen solchen ver- 
brecherischen Plan geheim zu halten. Mit Bitten, Versprechungen und 
Drohungen brachte es Dimnos endlich dahin, dafs Nikomachos nicht 
nur Schweigen, sondern auch Hülfe vei*sprach. Indessen hatte sich 
seine ursprüngliche Absicht nicht geändert; durch sein scheinbares 
Einverständnis wollte er nur die Namen der Verschworenen erfahren. 
Dimnos nannte ihm den Leibwächter Demetrios, femer Peukolaos, 
Nikanor, Aphobetos, loleos, Dioxenos, Archepolis, Amyntas. 

Was er gehört hatte, erzählte Nikomachos sofort seinem 
Bruder Kebalinos. Beide beschlossen, Nikomachos sollte in seinem 
Zelte bleiben, damit es nicht den Verschworenen auffiele, wenn sie 
ihn auf dem Wege zum Könige sähen. Kebalinos erschien, da er 
das Innere nicht betreten durfte, vor dem Eingange des königlichen 
Zeltes. Dort wartete er, bis einer aus der Umgebung erschiene, der 
ihn einfuhren könnte. Zufällig waren alle übrigen bereits entlassen 
und nur Philotas im Vorzimmer anwesend. Diesem erzählte Keba- 
linos verwirrt und aufgeregt, was er erfahren hatte, und bat, es 
dem Könige ohne Verzug zu melden. Philotas lobte ihn und begab 
sich sofort zu Alexander; mit ihm unterhielt er sich über mancherlei, 
sagte aber kein Wort von der soeben erhaltenen Meldung. Als er 
gegen Abend herauskam, trat ihm im Vorzimmer Kebalinos wieder 
entgegen und fragte, ob er seinen Auftrag ausgerichtet habe. Phi- 
lotas antwortete, der König habe für seine Mitteilung keine Zeit ge- 
habt. Als er sich am folgenden Tage zum Könige begab, war Keba- 
linos wieder zur Stelle und erinnerte ihn an seine gestrige Meldung. 
Philotas versicherte, er denke daran, erzählte aber dem Könige 
wieder nichts. Nun schöpfte Kebalinos Verdacht. Daher schlug er 
einen anderen Weg ein und berichtete Metron, einem Pagen, der 
die Aufsicht über die Waffenkammer führte, was für ein Verbrechen 
im Werke wäre. Metron versteckte ihn in der Waffenkammer und 
suchte sofort den König auf. Er fand ihn im Bade und trug ihm 
die Sache vor. 

Der König sandte sogleich Trabanten, um Dimnos zu verhaften. 
Er selbst betrat die Waffenkammer, um Kebalinos auszufragen. Als 
sich dabei herausstellte, dafs Kebalinos schon vor zwei Tagen die- 
selbe Anzeige an Philotas erstattet hatte, brach der König in 
Thränen aus, und klagte, dafs ein Freund, der ihm einst der liebste 
gewesen wäre, ihm mit so schnödem Undank lohnte. Inzwischen 
wurde Dimnos vorgeführt. Da er den Grund seiner Verhaftung so- 
fort durchschaute, hatte er sich selbst eine schwere Wunde bei- 
gebracht. Der König rief ihn an: „Was habe ich gegen dich ver- 
brochen, dafs dir Philotas der Herrschaft würdiger schien als ich!" 
Dimnos konnte nicht mehr antworten und gab seinen Geist auf. 
Nun liefs der König Philotas zu sich befehlen und forderte ihn auf, 



Philotas, EleitoB, EallistheneB. 13 

sein Verhalten zu erklären, versprach ihm ein wohlwollendes Urteil. 
Philotas behauptete, er habe Kebalinos nicht geglaubt und ge- 
fürchtet, sich nur lächerlich zu machen, wenn er die Prahlereien 
eines Liebhabers mitteilte. Er gab zu, der Tod des Dimnos be- 
weise, dafs er Unrecht gethan hätte zu schweigen. Aber er bat den 
König, mehr sein ganzes Leben als seine einmalige Fahrlässigkeit 
anzusehen. Der König nahm diese Entschuldigung an und reichte 
Philotas zum Pfände der Versöhnung seine Rechte. Curtius läfst es 
dahingestellt, ob er ihm glaubte oder Glauben heuchelte. 

Nun wurde ein geheimer Kronrat berufen, zu dem man Philo- 
tas nicht zuzog. Dort wiederholte Nikomachos die Meldung, die er 
dem Könige erstattet hatte. Krateros, ein persönlicher Feind des 
Philotas, welcher wufste, dafs er den König oft durch Prahlereien 
verletzt hatte, hielt diese Gelegenheit für günstig, seinen Gegner zu 
stürzen. Er kleidete seinen Hafs in das Gewand der Königstreue 
und stachelte Alexander an, die Begnadigung zu widerrufen. Die 
übrigen schlössen sich seiner Ansicht an. Es wurde beschlossen, 
die Untersuchung gegen Philotas zu eröffnen, damit er gezwungen 
würde, seine Mitschuldigen zu nennen. Der König entliefs die Ver- 
sammlung, nachdem er das Amtsgeheininis eingeschärft hatte. Für 
den nächsten Tag wurde Ordre gegeben, aufzubrechen, damit nie- 
mand ahnte, was bevorstand. Zum Nachtessen wurde Philotas vom 
Könige eingeladen, der sich sogar freundschaffclich mit ihm unter- 
hielt. Um Mittemacht in tiefer Finsternis kam eine kleine Schar 
im königlichen Zelte zusammen, darunter aus dem Gefolge Hephai- 
stion, Krateros, Koinos und Erygios, von Offizieren Perdikkas und 
Leonnatos. Durch diese wurde Befehl gegeben, die Wachen vor 
dem Königszelt sollten in Waffen treten. Schon waren an allen 
Ausgängen des Lagers Reiter postiert, um die Wege zu beobachten, 
damit niemand zu Parmenion entkommen könnte. Atharrias mit 
dreihundei-t Mann sollte Philotas verhaften; auf die übrigen Ver- 
schworenen wurden 10 Trabanten und 100 Mann verteilt. Atharrias 
erbrach mit 50 Mann die Thür zu Philotas' Wohnung, während die 
übrigen die Wohnung umgaben, um einen etwaigen geheimen Aus- 
gang zu verlegen. Philotas lag in tiefem Schlafe, sei es wegen 
seines guten Gewissens, sei es aus Müdigkeit. Atharrias hatte 
Mühe, ihn wach zu rütteln. Als ihm die Fesseln angelegt wurden, 
sagte er: „Über deine Güte, o König, hat die Gehässigkeit meiner 
Feinde gesiegt." Am folgenden Tage befahl der König, dafs alle 
in Waffen zusammenkämen. Es kamen ungefähr 6000 Soldaten, 
aufserdem eine Menge von Trofsknechten. Philotas wurde durch die 
Schar, die ihn verhaftet hatte, verdeckt, damit er nicht eher von 
der Menge erblickt würde, als bis der König eine Ansprache an die 
Soldaten gerichtet hätte. Kapitalsachen gehörten nach makedoni- 
schem Herkommen im Frieden vor das Gericht des Volkes, im 
Kriege vor das des Heeres. Zunächst wurde der tote Dimnos in 



14 Friedrich Cauer: 

die Versammlung getragen; die meisten ahnten nicht, was er vor- 
gehabt hatte und weshalb er umgekommen war. 

Der König trat mit traurigem Gesichte vor die Versammlung, 
auch die Mienen seiner Freunde liefsen etwas Besonderes erwarten. 
Nach längerem effektvollem Schweigen begann Alexander, von einem 
Verbrechen zu erzählen, dem er durch die Gnade der Götter ent- 
gangen wäre. Wehrufe der Soldaten unterbrachen seine Rede, allen 
traten Thränen in die Augen. Nach dunklen Andeutungen nannte 
Alexander Philotas und Parmenion als Hauptschuldige, neben ihnen 
Peukolaos, Demetrios und Dimnos, auf dessen Leichnam er wies. 
Da erhob sich unwilliges und entrüstetes Geschrei in der ganzen 
Versammlung. Nun traten Nikomachos, Kebalinos und Metron vor 
und wiederholten ihre Aussagen. Da keiner von ihnen Philotas 
nannte, legte sich die Entrüstung, und alles verstummte. Durch 
eine rhetorische kunstvolle Argumentation sucht Alexander den Ver- 
dacht auf Parmenion und Philotas zu lenken. Das einzige thatsäch- 
liche Verdachtsmoment, welches die von Curtius mitgeteilte Eede ent- 
hält, ist ein Brief Parmenions, in dem es heifst: „Sorget zuerst für 
euch, dann für die Euren!'* Aufserdem warf Alexander Philotas vor, 
er sei mit seinen alten Feinden, Amyntas und Attalos, befreundet 
gewesen und habe den Spruch Ammons, der ihn unter die Götter 
erhob, offen bedauert. Die Rede hatte nicht den gewünschten Er- 
folg; denn als an ihrem Schlüsse Philotas in kläglichem Aufzuge 
vorgeführt wurde, wurden alle von Mitleiden mit Vater und Sohn 
ergriffen. Daher versuchten es Amyntas und Koinos, durch erneute 
Anklagen die Entrüstung wieder zu beleben. Koinos, der Schwager 
des Angeklagten, erhob schliefslich einen Stein, wie die meisten 
glaubten, um Philotas durch einen sofortigen Tod den Qualen der 
Folter zu entziehen. '^Alexander jedoch verlangte, er sollte sich zuvor 
verteidigen. Sei es aus Schuldbewufstsein, sei es aus Furcht, fiel 
Philotas in Ohnmacht. Als er wieder zur Besinnung kam, fragte 
ihn der König, ob er in makedonischer Sprache reden wollte. Da 
Philotas darauf bestand, griechisch zu reden, wie auch Alexander 
gethan, benutzte letzterer diesen Umstand, um ihn bei den zum Ur- 
teile berufenen Makedoniern weiter zu verdächtigen. Bevor Philotas 
begann, verliefs er die Versammlung. 

Die von Curtius mitgeteilte Verteidigungsrede ist mit grofser 
dialektischer Gewandtheit gearbeitet, enthält aber an Thatsachen 
nichts Neues. Durch einen gehässigen Zwischenruf wurde Philotas 
veranlafst, zu schliefsen. Dann führten ihn die Wachen wieder ab. 
Bolon, ein Veteran, der von der Pike auf gedient hatte, verstand es, 
das Selbstgefühl des gemeinen Mannes gegen den vornehmen und 
hochfahrenden Offizier zu erregen. Der Ruf wurde laut, man solle 
den Schuldigen auf der Stelle zerreifsen. Philotas hörte das nicht 
ungern, da er schwerere Strafen fürchtete. Der König jedoch, der 
in die Versammlung zurückkehrte, verschob das Urteil auf den fol- 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 15 

genden Tag, sei es, um zuvor eine genauere Untersuchung vor- 
zunehmen, sei es, nm Philotas noch auf die Folter zu spannen. 
Gegen Abend trat wieder der Erobrat zusammen. Die Mehrzahl 
war dafür, den Angeklagten nach makedonischer Sitte zu steinigen. 
Nur Hephaistion, Krateros und Eoinos verlangten, man solle die 
Wahrheit auf der Folter ermitteln. Hephaistion, Krateros und 
Koinos übernahmen es, die Tortur auszuführen. Der König gab eine 
Instruktion, deren Inhalt nicht bekannt geworden ist, und zog sich 
dann in das Innere seiner Wohnung zurück, um dort bis tief in die 
Nacht hinein den Ausgang der Tortur abzuwarten. Als Philotas die 
Marterwerkzeuge erblickte, bekannte er sich als schuldig. Krateros 
verlangte jedoch, er solle dies Geständnis auf der Folter wieder- 
holen. Vergebens rief Philotas göttliche und menschliche Rechte an. 
Die Folterqualen hielt er anfangs standhaft aus. Schliefslich aber 
versprach er, er werde alles Gewünschte mitteilen, wenn ihm Kra- 
teros und Genossen einen Eid leisteten, dafs die Folter zu Ende sei, 
und die Folterknechte entfernten. Als er beides erreicht hatte, bat 
er Krateros, ihm zu sagen, was er sagen solle. Als Krateros zornig 
wurde und die Folterknechte zurückrief, erbat er sich Zeit, um sich 
zu erholen; dann wolle er alles mitteilen. 

Nach einem makedonischen Gesetze wurden die Angehörigen 
der Hochverräter zusammen mit diesen selbst getötet Diesem Ge- 
setze suchten sich viele Verwandte Parmenions teils durch Selbst- 
mord, teils durch die Flucht zu entziehen; um die allgemeine 
Bestürzung zu beschwichtigen, hob der König das fragliche Ge- 
setz auf. 

Ob Philotas ein wahres oder ein erlogenes Bekenntnis abgelegt 
habe, läfst Curtius dahingestellt. Er erzählte, er und sein Vater 
seien durch ihren gefallenen Freund Hegeloch os angestachelt worden, 
die Makedonier vom Joche des Ammonsohnes zu befreien; sie hätten 
beschlossen, den Tod des Dareios abzuwarten; an den Plänen des 
Dimnos leugnete Philotas noch immer jede Mitschuld. Krateros und 
Genossen erneuerten die Tortur und griffen mit zu, bis Philotas 
auch sein Einverständnis mit Dimnos zugab. Bis zuletzt versicherte 
er, sein Vater habe von diesem Verbrechen nichts gewufst. Damit 
begnügten sich die Freunde des Königs und meldeten ihm, was sie 
erreicht hatten. 

Am folgenden Tage wurde das erprefste Geständnis vor der 
Heeresversammlung verlesen. Philotas, den man hatte zur Stelle 
tragen müssen, erkannte alles an. Dann wurde Demetrios, der der 
Mitschuld angeklagt war, vorgeführt. Er leugnete standhaft und 
erklärte sich bereit, sich der Folter zu unterwerfen. Da rief Phi- 
lotas einen gewissen Kalis zu sich heran und fragte ihn : „Kannst du 
dulden, dafs Demetrios lügt und ich von neuem gemartert werde?" 
Kalis erblafste. Anfangs meinte man, Philotas wolle Unschuldige 
in sein Schicksal verstricken. Aber Kalis bekannte, er und Demetrios 



16 Friedrich Caner: 

seien beide schuldig. Danach wurden alle, die Nikomachos ge- 
nannt hatte, gesteinigt Alexander war nicht blos gerettet, son- 
dern auch vor der öffentlichen^ Meinung gerechtfertigt; denn Fhi- 
lotas und Parmenion hätten, wenn sie nicht offenkundig schuldig 
gewesen wären, nicht ohne allgemeine Erbitterung verurteilt werden 
können. So lange Philotas leugnete, schien seine Tortur grau- 
sam; durch sein Geständnis büFste er selbst die Sympathie seiner 
Freunde ein. 

Als Philotas tot war, regte sich das Mitleiden mit ihm und 
seinem nunmehr kinderlosen Vater. Meuterische Äufserungen wurden 
dem Könige hinterbracht. Er liefs alle vor seine Wohnung zur Ver- 
sammlung berufen. Zweifellos auf Verabredung forderte Atharrias, 
der Lynkestier Alezander, der seit zwei Jahren in Haft gehalten 
wurde, sollte nun endlich angeklagt werden. Alexander wurde vor- 
geführt, wufste aber zu seiner Verteidigung so gut wie nichts zu 
sagen. Daher war die Überzeugung von seiner Schuld allgemein, 
und die Umstehenden töteten ihn mit Speeren. Nun wurden die 
Brüder Amyntas und Simmias vorgeführt; der jüngste Bruder Pole- 
mon war entflohen. Eben diese Flucht verstärkte den Verdacht gegen 
alle drei; aufserdem führte Alexander dreierlei an; erstens waren 
die Brüder mit Philotas eng befreundet gewesen und durch ihn be- 
günstigt worden; noch am Tage vor seiner Verhaftimg waren sie 
mit ihm allein gewesen; zweitens hatte Amyntas an demselben Tage 
sich barsch geweigert, dem Intendanten der Beiterei, Antiphanes, 
einige von seinen Pferden zum Ersatz für gefallene Pferde zu über- 
lassen ; drittens hatte schon längst Olympias ihren Sohn vor Amyntas 
gewarnt. Amyntas hielt seine Verteidigungsrede mit Erlaubnis des 
Königs bewaffnet und ohne Fesseln. Mindestens die Gestalt, in der 
wir sie lesen, hat diese Rede erst durch Curtius erhalten. Interessant 
ist, wie Amyntas darin die Abneigung der Olympias erklärt, er sei, 
als er mit der Aushebung beauftragt war, seiner Instruktion ent- 
sprechend, rücksichtslos vorgegangen, auch gegen solche, die Olym- 
pias in ihrem Hause versteckt hielt. 

Während Amyntas noch sprach, wurde Polemon in Fesseln zü- 
geschleppt, der auf seiner Flucht verfolgt und gefangen worden war. 
Die Versammelten waren nahe daran, ihn sofort zu steinigen. Er 
aber wufste ihre Rührung zu erregen, auch der König wurde um- 
gestimmt. Nur sein Bruder blieb zornig, da er ihn in Gefahr gesetzt 
hatte. Aber mit Thränen und Bitten wurde der König bestürmt, 
bis er alle Brüder begnadigte und ihnen empfahl, sich unter einander 
zu versöhnen. 

Auf diese rührselige Scene folgt bei Curtius eine Unterredung 
von sehr anderem Charakter. Alexander liefs Polydamas, den näch- 
sten Freund Parmenions, zu sich rufen imd trug ihm auf, den Befehl 
zu Parmenions Tode so schnell und geheim wie möglich an die Par- 
menion untergebenen Offiziere zu überbringen. Die jugendlichen 



Philotas, Eleitos, KallistheneB. 17 

Brüder des Boten hafteten für seinen Gehorsam. Polydamas ent- 
ledigte sich seines Auftrages noch eifriger, als Alexander verlangt 
hatte. In zehn Tagen legte er als Araber verkleidet den Weg nach 
Ekbatana zurtlck. Gegen Morgen langte er an und übergab seine 
Briefe an Kleandros, mit dem er das Weitere verabredete. Nach 
Tagesanbruch suchte er Parmenion im Parke auf, umgeben von seinen 
Offiziereu. Die beiden Freunde begrtifsten sich herzlich. Dann tiber- 
gab Polydamas zwei Briefe, einen von Alexander, einen mit dem 
Siegel des Philotas. Eifrig durchlas Parmenion den Brief des Königs, 
da er lange nichts von seinem Herren gehört hatte. Als er den zweiten 
Brief erbrochen hatte, erhielt er von Kleandros den Todesstofs. Dem 
Leichnam brachten die übrigen noch weitere Wunden bei. Der Tod 
Parmenions wurde von seinen Leuten mit Unwillen aufgenommen, sie 
verlangten, Polydamas und die übrigen Mörder sollten ihnen aus- 
geliefert werden. Kleandros liefs eine Deputation von Soldaten ein 
nnd las ihr ein Schreiben des Königs vor. Danach legte sich der 
Aufruhr, wenn auch nicht die Erbitterung. Die meisten verliefen 
sich; nur einige blieben zurück, um sich wenigstens den Leichnam 
zur Bestattung auszubitten. Auch diese Bitte zögerte Kleandros zu 
gewähren, aus Furcht vor dem Könige. Endlich überliefs er den 
Leuten, um sie zu beruhigen, den Rumpf; das Haupt sandte er an 
den König. Curtius knüpft einen rühmenden Nekrolog auf Parmenion 
an, in dem er es jedoch zweifelhaft läfst, ob er des Hochverrates 
schuldig war oder nicht. 

Alle, die ihren Unwillen über Parmenions Tod freimütig ge- 
äufsert hatten, wurden in einem besonderen Begimente vereinigt; 
das Kommando erhielt Leonidas, der wie Polydamas mit Parmenion 
einst nahe befreundet gewesen war. Seine Leute waren so ziemlich 
dieselben, gegen die der König schon sonst etwas hatte, und die 
ihren Kampfesüberdrufs brieflich ausgesprochen hatten. Alexander 
hatte nämlich die Soldaten aufgefordert die Briefe an ihre Angehö- 
rigen seinen Boten zu übergeben. Lidern er ihre nur ftlr private 
Augen bestimmten Ergüsse durchlas, erfuhr er, wer gutwillig war 
und wer nicht. Das Strafregiment, welches von den anderen sorg- 
fältig femgehalten wurde, um sie vor Ansteckung zu bewahren, be- 
währte sich im Kampfe vorzüglich. 

Es war nötig, die Erzählung des Curtius in solcher Ausführ- 
lichkeit mitzuteilen, um einen Gesamteindruck zu geben, ehe wir ihn 
im einzelnen mit den anderen Quellen vergleichen. Wichtig ist es 
vor allem, sich klar zu machen, dafs die meisten Details eben nur 
aus Curtius bekannt sind, mithin aus guter Überlieferung stammen 
können, aber nicht zu stammen brauchen. Ln übrigen zeigt sich auf 
den ersten Blick, dafs der curtianische Bericht dem diodorischen 
näher steht als irgend einem anderen. Die Übereinstimmung tritt 
vor allem in der Reihenfolge der Ereignisse hervor: erste Versamm- 
lung, Tortur, zweite Versammlung, Verurteilung des Lynkestiers 

Jahrb. f. olaas. Philol. Snppl. Bd. XX. 2 



18 Friedrich Cauer: 

Alexandros, Tod Parmenions, Bildung der Straf kompaguie. Auch 
viele Einzelheiten berühren sich auffallend nahe: Philotas schweigt 
zwei Tage hinter einander, Eebalinos wird in der Waffenkammer 
versteckt, Dimnos tötet sich selbst, Philotas gesteht, der Lynkestier 
weifs nichts zu sagen. Vor allem aber neigt Curtius wie Diodor seine 
Sympathie bald dem Könige bald den Angeklagten zu, and seine 
Nachrichten über einzelne Vorgänge sind nicht frei von Wider- 
sprüchen. Kebalinos wünscht erst zum Könige geführt zu werden 
und ihm seine Meldung persönlich zu überbringen; sobald er aber 
Philotas erblickt hat, erzählt er diesem die ganze Geschichte und 
beauftragt ihn, sie dem Könige mitzuteilen (VI 7, 17. 18). Im ersten 
Kronrate wiederholt Nikomachos die Anzeige, die er dem Könige 
erstattet hat (VI 8, l); vorher ist nicht gesagt, dafs Nikomachos 
dem Könige etwas gemeldet habe. Alezander ist erst enttäuscht 
über den Undank eines intimen Freundes (VI 7, 28); nachher er- 
fahren wir, dafs zwischen ihm und Philotas seit lange ein Mifsver- 
hältnis besteht (VI 8, 3). Im Kronrate wird beschlossen, eine Unter- 
suchung gegen Philotas zu eröffnen, um von ihm die Namen seiner 
Mitschuldigen zu erfahren (VI 8, 15); statt dieser Untersuchung 
folgt erst die Anklage vor der Heeresversammlung, dann die Tortur, 
deren Zweck es nur ist, von Philotas selbst ein Geständnis zu er- 
pressen. In seiner Anklagerede bringt Alezander eine Eeihe be- 
lastender Indicien vor, von denen im Kronrate nicht die Bede ge- 
wesen ist, darunter einen Brief Parmenions, von dem wir nicht 
erfahren, wie ihn der König in seine Hände bekommen hat (VI 9, 
13. 14). Koinos will erst seinen Schwager Philotas steinigen, bevor 
dieser sich hat verteidigen können (VI 9, 31); nachher gehört er zu 
denen, die von sofortiger Ezekution abraten und zuvor die Tortur 
empfehlen (VI 11, 10). Am Schlüsse seiner Eede wird Philotas ab- 
geführt (VI 10, 37); trotzdem hört er, was weiter in der Versanun- 
lung gerufen wird (VI 11, 8). Bevor die Tortur beginnt, bekennt 
Philotas sich schuldig (VI 11, 14); Krateros verlangt keine genaueren 
Angaben, sondern nur, dafs er dies Geständnis auf der Folter wieder- 
hole. Nachdem die Tortur begonnen hat, dauert es längere Zeit, bis 
Philotas auch nur ein Wort (a. a. 0. 16) sagt, obgleich er annehmen 
mufs, dafs die blofse Wiederholung seines Geständnisses den Qualen 
ein Ende machen wird; und nachdem schliefslich seine Widerstands- 
kraft gebrochen ist, weifs er sofort, dafs Krateros mit dem blofsen 
Geständnisse nicht zufrieden ist, sondern weitere Angaben verlangt 
(a. a. 0. 18. 19). Bei Mitteilung des Geständnisses zweifelt Gurtins 
(a. a. 0. 21), ob Philotas schuldig war, nachher läfst der Zuruf an 
Kalis und dessen Bekenntnis keinen Zweifel an der Schuld übrig 
(a. a. 0. 36. 37). 

Vielleicht würde sich der Einflufs widersprechender Quellen noch 
an anderen Stellen nachweisen lassen, wenn nicht im ganzen die ver- 
schiedenartigen Bestandteile mit grofser Kunst verarbeitet wären. 



Philotas, Kleitos, Eallisthenes. 19 

Das zeigt sieb vornehmlich in einem Punkte, wo Curtius von Diodor 
abweicht. Während bei Diodor die Tortur vorgenommen wird, nach- 
dem das Heer sein Urteil bereits gesprochen hat, wird bei Curtius 
(VI 11, 9) die erste Versammlung, auf welche die Tortur folgt, ab- 
gebrochen, bevor ein Urteil zu stände gekommen ist. Andere Ab- 
weichungen zwischen Diodor und Curtius sind nicht minder be- 
deutend. Dimnos tötet sich bei Curtius (VI 7, 29) bei, bei Diodor 
erst nach seiner Verhaftung. Philotas wird bei Curtius (VI 7, 35) 
zunächst begnadigt, bei Diodor sofort den Makedonien! zur Abur- 
teilung überwiesen. Bei Diodor wird auch Pannenion verurteilt, 
bei Curtius nur Philotas, letzterer in der Form (die in der That 
bei den makedonischen Heeresgerichten üblich gewesen zu scheint), 
daf? das Urteil nicht erst gefunden und verkündigt, sondern in primi- 
tiver Weise von der Versammlung vollzogen wurde. Die Soldaten, 
die über Parmenions Tod entrüstet sind, und die übrigen Mifsver- 
gnügten erscheinen bei Curtius (VII 2, 36) als identisch, bei Diodor 
als verschieden von einander. 

Nicht zwei von den Historikern, welche des Ende des Philotas 
erzählen, stimmen so genau überein, dafs man behaupten dürfte: 
beide haben dieselbe Quelle ohne Änderung wiedergegeben. Am 
engsten ist die Verwandtschaft zwischen Diodor und Curtius; aber 
auch zwischen diesen bleiben Abweichungen, die wenigstens zum Teil 
zu grofs sind , als dafs man sie auf Mifsverständnisse und Versehen 
zurückführen könnte. In welchem Verhältnisse Diodor und Curtius 
zu einander stehen, läfst sich nicht bestimmen. Möglich wäre es, 
dafs beide aus demselben Quellenmaterial eine verschiedene Aus- 
wahl getroffen haben und zwar Curtius eine weitaus reichere. Aber 
ebenso gut ist es möglich, dafs neben den gemeinsamen Nachrichten 
Curtius (oder auch beide) noch besondere vor Augen gehabt hat. 

Es hat keinen grofsen Wert, die Wege zu verfolgen, auf denen 
die erhaltenen Nachrichten an ihre jetzige Stelle gelangt sein können. 
Wichtiger ist es, diese Nachrichten in den entscheidenden Punkten 
zu vergleichen und auf ihren sachlichen Gehalt zu prüfen. Es wird 
sich dabei vornehmlich um vier Fragen handeln: 1) Waren Philotas, 
Parmenion und die übrigen Angeklagten des Hochverrates schuldig 
oder nicht? 2) Welches Verfahren wurde gegen die Angeklagten 
beobachtet? 3) Welches war die Stimmung der Makedonier gegen 
Alexander und die Angeklagten? 4) Worin bestand ein Gegensatz 
zwischen Alexander einerseits, Philotas und Parmenion andrerseits? 

Dafs überhaupt eine Verschwörung gegen Alexander im Werke 
war, wird von Arrian (III 26, 2), der auf Ptolemaios fufst, Plutarch 
(AI. 49), Diodor (XVII 79, l) und Curtius (VI 7, 6) als Thatsache 
hingestellt. Als Teilnehmer nennen Plutarch, Diodor und Curtius 
Dimnos (oder Limnos) ; die weiteren Namen, die wir allein bei Cur- 
tius (VI 7, 15; 11, 36. 37) lesen, könnten erfunden sein; da jedoch 
die Verdächtigen öffentlich angeklagt und verurteilt wurden, so ist 

2» 



20 Friedrich Cauer: 

es recht gut möglich, dafs sie anch solchen Berichterstattern be- 
kannt wurden, die dem König und seiner Umgebung fern standen, 
und durch diese auf spätere Historiker gelangten. Ob Philo tas in die 
Verschwörung verwickelt war, darüber sind die erhaltenen Quellen 
nicht einig; Aristobul und Ptolemaios (Arrian HI 26, 1) stellen seine 
Schuld, Justin (XI 5, 2) und Plutarch (AI. 49) seine Unschuld als 
zweifellos hin. Diodor (XVII 79, 2) äufsert sich zweifelhaft, Curtius 
schwankt in seinen Angaben. An mehreren Stellen scheint auch er 
zu zweifeln (VI 8, 21 Illum sive securitate animi sive fatigatione 
resolutum somnus oppresserat. VI 9, 32 Philotas sive conscientia 
sceleris sive periculi magnitudine amens. VI 11, 21 Philotas verone 
an mendacio liberare se a cruciatu voluerit, anceps coniectura est); 
an anderen aber ist er von der Schuld überzeugt (VI 11, 39 Magno 
non salütis, sed etiam invidiae periculo liberatus erat Alexander: 
quippe Parmenio et Philotas, nisi palam sontes, sine indignatione 
totius exercitus non potuissent damnari. VII 1, 1 Philotam sicut 
recentibus sceleris eins vestigiis. VII 1, 13 Nam pridie qnam detegere- 
tur Philotae scelus vgl. VI 7, 33 Philotas haud sane trepidus, si 
animus vultu existimaretur). Curtius deutet selbst an, dafs dies 
Schwanken in den widersprechenden Ansichten älterer Historiker 
seinen Grnnd hat (VII 2, 34 Haec impulerint illum ad regni cupi- 
ditatem an tantum suspectum fecerint, ambigi potest, quia Philotas 
ultimis cruciatibus victns verane dixerit, quae facta probari non 
poterant, an falsis tormentorum petierit finem, re quoque recenti, 
cum magis posset liquere, dubitatum est). 

Auch Ptolemaios und Aristobul konnten ihre Ansicht nur aus 
dem Beweismaterial gewinnen, das gegen Philotas vorlag. So nahe 
sie also auch den Ereignissen standen, so hat ihre Ansicht doch 
nur den Wei-t eines Schlusses, nicht den eines Zeugnisses, und der 
moderne Historiker ist berechtigt, ihren Schlufs zu prüfen. Ein Ge- 
ständnis führen sie nicht als beweisend an; dagegen wissen Curtius 
(VI 11, 21) und Diodor (XVII 80, 2) von einem Geständnisse zu 
erzählen, das Philotas auf der Folter abgeprefst wurde; nach Curtius 
(VI 11, 18) bekannte sich sogar Philotas schon schuldig, als er die 
Marterwerkzeuge erblickte. Wenn Philotas ein solches Geständnis 
abgelegt hätte, so würde es so gut wie nichts beweisen. Das haben 
auch einige der Historiker gewufst, welche von dem erprefsten Ge- 
ständnisse berichten (Curtius VII 2, 34), z. B. der, nach welchem 
Philotas zuvor fragte: Cratere die, quid me velis dicere(Curt. VI 11, 18). 
Aber es ist mindestens zweifelhaft, ob Philotas ein solches Geständ- 
nis abgelegt hat. Plutarch (AI. 49) erzählt die Tortur, ohne ein 
Geständnis zu erwähnen. Arrian sagt von der ganzen Tortur kein 
Wort. Nun könnte man ja meinen, dafs Ptolemaios und Aristobul 
die Tortur verschwiegen, um dem Könige das Odium dieser Barbarei 
zu ersparen (Grote Gr. G. VI 519 der deutschen Übersetzung). 
Aber wenn Alexander so gedacht hätte, dafs er die Erbitterung, die 



Philotas, Eleitos, EallistheneB. 21 

seine Bohheit heryorrufen konnte, nicht so sehr fürchtete, wie er 
auch von einem erzwungenen Geständnis ho£Pfce, dafs es sein Voi:- 
gehen vor der öffentlichen Meinung rechtfertigen würde, so würden 
seine offiziösen Historiker diese Ansicht vermutlich geteilt haben. 
Sie werden keinen Schuldbeweis verschwiegen haben, dem sie irgend 
ein Gewicht beilegten; und so nichtig uns ein erzwungenes Geständ- 
nis erscheint and bereits Curtius erschien, so schwerwiegend war es 
in den Augen der Griechen. Dafs Aristobul und Ptolemaios eine 
Aussage nicht deshalb verschwiegen, weil sie auf der Folter zu stände 
gekommen war, sehen wir da, wo sie die Angabe der gefolterten 
Edelknaben, sie seien durch Kallisthenes zu ihrem Mordplane auf- 
gereizt worden (Arrian IV 14, 1) als belastend gegen diesen vor- 
bringen. Wenn sie also von Philotas kein Geständnis erwähnen, so 
können sie kein Geständnis gekannt haben. Und obgleich von den 
Historikern, auf denen Curtius mittelbar oder unmittelbar fufst, 
einige der Zeit der Ereignisse sehr nahe standen (Curt. VII 2, 34), 
so geht aus dem Schweigen der bestunterrichteten Gewährsmänner 
hervor, dafs ihr Bericht erfunden ist, teils um detailhungrige Leser 
zu befriedigen, teils vielleicht, um Beweise zu liefern, die man 
vermifste. 

Noch sicherer erfunden ist ein indirektes Geständnis, das nur 
Curtius (VI 11, 3d. 37) kennt. Wenn es wahr wäre, dafs Philotas 
kurz vor seinem Tode einem der Verschworenen einen Wink gab und 
dieser darauf ein freiwilliges Geständnis ablegte, so würde daraus 
unumstöfslich hervorgehen, dafs Philotas über die Verschwörung 
unterrichtet, mithin eingeweiht war; es würde darin der einzige 
zwingende Beweis seiner Schuld liegen. Aber eben weil dieser Be- 
weis für Alexander und die auf seiner Seite stehenden Historiker 
von unvergleichlichem Werte sein würde, so können sie sich ihn nur 
deshalb haben entgehen lassen, weil er ihnen nicht bekannt, mithin 
nicht vorhanden war. Es bleibt also dabei, dafs das Todesurteil 
gegen Philotas sich weder auf ein freiwilliges noch auf ein er- 
zwungenes Geständnis stützte. 

Ebenso wenig wie ein Geständnis lag eine Zeugenaussage oder 
eine Urkunde vor. Dafs Philotas von Dimnos nicht unter den Ver- 
schworenen genannt wurde, sagt allerdings nur Curtius (VI 7, 15; 
9, 7) ausdrücklich, da er der einzige ist, der überhaupt weitere 
Namen nennt. Aber der curtianische Bericht wird von allen anderen 
indirekt bestätigt, da Eebalinos sich nicht gerade an Philotas ge- 
wandt haben würde, wenn er ihm als mit verschworen bekannt ge- 
wesen wäre. Als urkundlichen Beweis könnte man allenfalls den 
von Curtius (VI 9, 13. 14) erwähnten Brief Parmenions betrachten; 
aber die aus diesem Briefe herausgehobene Stelle ist erstens, wie 
Curtius selbst bemerkt, ziemlich nichtssagend, und dann lesen wir 
von dem ganzen Briefe nur bei dem allerdings ausführlichsten, aber 
auch — abgesehen von Justin — unzuverlässigsten Historiker. 



22 Friedrich Cauer: 

Somit beschränkt sich der ganze Schuldbeweis auf Indicien, wie 
Arrian nach Ptolemaios (III 26, 2) ausdrücklich anerkennt. Als 
entlastendes Judicium hat man vielleicht angeführt, dafs Philotas in 
der Nacht seiner Verhaftung vorzüglich geschlafen haben soll (Cur- 
tius VI 8, 21), aber diese Angabe ist weder sicher richtig noch von 
grofser Bedeutung. Belastende Indicien hat es nach Ptolemaios 
a. a. 0. mehrere gegeben; angeführt wird von diesen nur eins, offen- 
bar das stärkste. Zugestandener Mafsen hatte Philotas von einer 
Verschwörung gegen Alexander Kenntnis gehabt, es aber unter- 
lassen, sie dem Könige anzuzeigen. Um die Beweiskraft dieses In- 
diciums zu beurteilen, müTsten wir wissen, wie genau Philotas unter- 
richtet war, wie glaubwürdig ihm seine Quelle erscheinen muTste 
und womit er sein Schweigen begründete. Über all das scheint 
Ptolemaios, dem Arrian folgt, nichts gesagt zu haben. Bei Plutarch 
und Diodor finden wir widersprechende Angaben; von den Quellen, 
die Curtius benutzt, stimmt die eine mit Plutarch, diejenige, der er 
hauptsächlich folgt, mit Diodor überein. Nach Plutarch (AI. 49 vgl. 
Gurt. VI 7, 17) erfährt Philotas überhaupt nicht, dafs es sich um 
eine Verschwörung handelt; Kebalinos bittet ihn nur, ihn beim Könige 
einzuführen, da er ihm eine wichtige Sache mitzuteilen habe. Nach 
Diodor (XVII 79, 2) und Curtius (VI 7, 18) übernimmt es Philotas, 
Alexander den ganzen, ihm von Kebalinos mitgeteilten Plan der 
Verschworenen anzuzeigen. Nur wenn der letztere Bericht der 
Wahrheit entspricht, bedurfte sein Schweigen überhaupt einer Recht- 
fertigung. Nach Curtius behauptete er (VI 7, 13; 10, 16 — 17), der 
Angeber sei ihm unglaubwürdig erschienen. Ob Philotas das wirk- 
lich behauptet hat und ob er diese Behauptung irgendwie begründen 
konnte, ob ihm vielleicht Dimnos, von dem alle Kenntnis stammte, 
als Renommist bekannt war, dem es wohl zuzutrauen war, dafs er 
die beiden Knaben zum besten hatte, alles das ist zweifelhaft. Als 
wahr läfst sich nur das negative Ergebnis hinstellen, dafs die zu- 
verlässig überlieferten Thatsachen keinen ausreichenden Beweis der 
Schuld enthalten. 

Noch weniger Grund hat man, an eine Mitschuld Parmenions 
zu glauben. Der einzige, der überhaupt etwas beibringt, was wie 
ein Beweis gegen Parmenion aussieht, ist Curtius. Aber auch nach 
Curtius (VI 11, 33) hat Philotas bis zuletzt beteuert, sein Vater sei 
in die Verschwörung des Dimnos nicht verwickelt. Derselbe Curtius 
teilt ja allerdings jenes Geständnis mit, wonach Parmenion und seine 
Söhne früher den Tod des Königs geplant haben (VI 11, 29), und 
führt einen Brief an, den Alexander als Beweis gegen Parmenion 
verwertet haben soll (VI 9, 13). Aber wenn irgend eins dieser Be- 
weismittel vorhanden gewesen wäre, so würden Arrians Quellen nicht 
verfehlen, davon Gebrauch zu machen. Nach Arrian aber (in 26, 4) 
wurde Parmenions Tod mit nichts gerechtfertigt als einem vagen 
Verdacht, ebenso nach Diodor (XVII 80, 1). Justin (XII ö, 2) ist 



Philotas, EleitoB, Kallisthenes. 23 

von seiner Unschuld überzeugt, Plutarch (AI. 49) erzählt seinen 
Tod als eine Gewaltthat, nicht als einen Akt der Strafjostiz. Curtius 
erklärt allerdings an einer Stelle (VI 11, 39) den greisen Feldherm 
für schuldig. An zwei anderen aber äufsert er sich zweifelhaft 
(VI 11, 21; Vn 2, 34). Jeder moderne Richter würde zweifellos 
Farmenion von der Anklage des Hochverrats freigesprochen haben. 

Wenn es sicher ist, dafs Parmenion, nnd wahrscheinlich, dafs 
auch Philotas nach den Grundsätzen einer strengen Rechtspflege 
nicht hätten verurteilt werden können, so drängt sich die Frage auf, 
welches das Verfahren war, äurch das Philotas und seine Leidens- 
gefährten den Tod fanden. Plutarch (AI. 49) und Justin (XII ö, 3. 4) 
erzählen das Ende des Vaters und des Sohnes so, dafs man an- 
nehmen mnfs, es sei auf Befehl des Königs erfolgt. Alle anderen 
stimmen darin überein, dafs das Todesurteil vom Heere ausging. 
Nach Diodor (XVII 80) wurde das üi-teil erst gefällt, später voll- 
zogen. Arrian und Curtius unterscheiden nicht zwischen Verur- 
teilung und Strafvollzug. Sobald die Soldaten sich von der Schuld 
des Angeklagten überzeugt hatten, töten sie ihn nach Arrian (IH 26, 3) 
durch Speerwürfe, nach Curtius (VI 11, 38 vgl VI 9, 33; 11, 6) 
durch Steinigung. Alle drei stimmen darin überein , dafs denselben 
Tod wie Philotas die übrigen erlitten, welche wegen der Verschwö- 
rung des Dimnos angeklagt worden waren (Arrian. Diodor. Curt. 
a. a. Ö.). Nur Dimnos selbst entging diesem Schicksal, indem er sich 
entweder selbst tötete (Diodor XVH 79, 6. Curt. VI 7, 29) oder von 
seinem Häscher getötet wurde (Plut. AI. 49). Ein Nachspiel erlebte 
dies Urteil in zwei Anklagen, gegen den Lynkestier Alexandres und 
gegen die Söhne des Andromenes. Der Lynkestier wurde, wie Diodor 
(Xivn 80) und Curtius (VII 1, 9) übereinstimmend berichten, ohne 
vorhergegangenes Urteil getötet, sobald die Soldaten sich von seiner 
Schuld überzeugt hatten, und zwar, wie Curtius zufdgt, durch Speer- 
würfe. Das Verfahren gegen die Söhne des Andromenes nahm einen 
für die Angeklagten glücklichen Ausgang. Nach Arrian (HI 27,1 — 3) 
liefsen sich die Makedonier von ihrer Unschuld überzeugen; nach 
Curtius (VII 2, 8) zog der König die Anklage zurück. Es kann kein 
Zweifel sein, dafs Arrians Bericht den Vorzug verdient. Die cur- 
tianische Erzählung ist stark rhetorisch gefärbt, auf empfindsame 
Gemüter berechnet. Dann erscheint bei Curtius Alexander in glänzen- 
dem Lichte, als grofs herziger Spender der Gnade; das hätten sich 
Arrians Quellen nicht entgehen lassen, wenn es wahr gewesen wäre. 
Es ist bemerkenswert, dafs Curtius neben der alexanderfeindlichen 
Tradition auch eine solche benutzt hat, die im Alexanderkultus über 
Ptolemaios und Aristobul hinausging. 

In ähnlicher Gefahr wie diese Freunde des Philotas befemd sich 
seine ganze Sippe. Denn es gab, wie Curtius erzählt (VI 11, 20), 
ein makedonisches Gesetz, welches die Verwandten der Hochverräter 
mit dem Tode bedrohte. Wir haben keinen Grund, diese Angabe 



24 Friedrich Cauer: 

zu bezweifeln. Nach primitiven Rechtsanschauungen war der König, 
auch wenn er jemanden mit Fug und Recht getötet hatte, der Blut- 
rache des Geschlechts ausgesetzt. Dagegen konnte er sich nur sichern, 
wenn er über alle den Tod verhängte, die zur Blutrache berufen ge- 
wesen wären. Derselbe Brauch bestand bei den Skythen (Herodot 
IV 69 vgl. Gutschmid Kl. Seh. III 427). Wir wissen nicht, welche 
Reste der Blutrache zu Alexanders Zeit etwa noch in Makedonien 
bestanden. Sicherlich aber war die Monarchie damals so erstarkt, 
dafs sie den Schutz eines solchen Gesetzes entbehren konnte. So 
werden wir Curtius auch die weitere Angabe glauben dürfen , dafs 
Alexander das fragliche Gesetz aufhob, um sich einen unnötigen Ver- 
lust von tapfern Männern zu ersparen. 

Die bisher erörterten Differenzen der Quellen haben geringe 
Bedeutung im Vergleich zu den Widersprüchen, die wir über Par- 
menions Tod finden. Dafs Plutarch und Justin ihn nur auf den 
Willen des Königs zorückführen , ist selbstverständlich. Aber auch 
Arrian (III 26, 3) und Curtius erzählen von keinem Urteile des 
Heeres, das den König berechtigt hätte, dem Leben seines ältesten 
Generals ein Ende zu machen. Nur Diodor (XVII 80, 1) nennt 
Parmenion unter denen, welche zusammen mit Philotas verurteilt 
wurden. Diese isolierte Nachricht ist wenig glaubwürdig. Sie würde 
Alexanders Vorgehen eine rechtliche Unterlage geben, die ihm nach 
der Aussage der ältesten und für ihn eingenommenen Zeugen fehlte, 
Arrian würde eine Verurteilung Parmenions sicher nicht unerwähnt 
lassen, wenn er sie bei Ptolemaios oder Aristobul erwähnt gefunden 
hätte. So finden wir hier bei Diodor die Spur einer Überlieferung, 
welche bedenkliche Thatsachen entstellt, die von den Historikern 
aus des Königs Umgebung höchstens beschönigt werden. 

Eine andere Frage ist, ob auch das von Curtius erwähnte Detail 
über Parmenions Tod, das Alexanders Handlungsweise möglichst 
perfide erscheinen läfst, der Wahrheit entspricht (VII 2, 11 — 34). 
Der König läfst den Todesbefehl durch den intimsten Freund Par- 
menions überbringen. Dadurch erreicht er zweierlei: erstens wird 
Parmenion in Sicherheit gewiegt, und dann besorgt der Freund seinen 
Auftrag mit besonderem Eifer, weil er fürchten mufs, durch die ge- 
ringste Lässigkeit in den Verdacht zu kommen, er stehe auf Parme- 
nions Seite. Die Möglichkeit, dafs Alexander die menschliche Er- 
bärmlichkeit als Werkzeug seiner Gewaltthat benutzt habe, wird 
jeder zugeben. Und damals so wenig wie zu anderen Zeiten wird 
es an Leuten gefehlt haben, die sich von dem Schicksale eines unter- 
gehenden Freundes dadurch losmachten, dafs sie als die ersten bei 
seinem Untergange halfen. Aber mehr läfst sich über Curtius nicht 
sagen, als dafs seine Erzählung nichts enthält, was an sich unmög- 
lich oder unwahrscheinlich wäre. Denn möglich- bleibt es immer, 
dafs sie von einem Historiker, der die Menschen gut kannte, aber 
sich nicht genau an die Quellen hielt^ erfunden ist. 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 25 

Auf jeden Fall ist Farmenion nicht hingerichtet, sondern er- 
mordet worden. Alle übrigen Angeklagten wurden in einer etwas 
tumultuarischen, aber darum doch gesetzmäfsigen Weise verurteilt. 
Dem urteile gingen Verhandlungen vor der Heeresversammlung 
voran. Von den Verhandlungen über Fhilotas erzählt Arrian 
(m 26, 2) nur, dafs Alexander heftig anklagte und dafs Fhilotas 
sich selbst verteidigte, noch weniger weifs Diodor zu berichten 
(XVII 80, 1). Nur Curtius teilt ausführliches Detail mit (VI 9 — 11). 
Der König hält eine effektvolle Bede, die durch Vorführung der 
Zeugen und Verlesimg eines Briefes von Farmenion unterbrochen 
wird. Erst nach dieser Bede erscheint Fhilotas selbst vor der Ver- 
sammlung. Zunächst mufs er die Beden des Amyntas und Koinos 
anhören. Dann erst wird er von Alexander veranlafst, sich zu ver- 
teidigen. Der König erschwert ihm die Verteidigung, indem er ver- 
langt, Fhilotas solle makedonisch reden, und da er sich dessen 
weigert, dies benutzt, um ihn weiter zu verdächtigen. Bevor Fhilotas 
spricht, verläfst Alexander die Versammlung, aus welchem Gründe, 
wird nicht angegeben. Sobald Fhilotas fertig ist, wird er wieder 
abgeführt. In seiner Abwesenheit hält Bolen gegen ihn eine heftige 
Bede, nach der alle geneigt sind, ihn sofort umzubringen. Da aber 
kehi*t der König zurück und verschiebt das Urteil auf den folgenden 
Tag. An diesem werden keine Verhandlungen mehr gepflogen, 
sondern nur noch die inzwischen gesammelten Beweise verlesen und 
dann das Urteil zugleich gefällt und vollzogen. 

Das Verfahren geg.^n den Lynkestier Alexandres unterschied 
sich, wie Curtius (VII 1, 1) angiebt, von dem gegen Fhilotas und 
Genossen darin, dafs nicht der König selbst, sondern Atharrias die 
Anklage erhob. Die Verteidigung kam in diesem Falle, wie Curtius 
(a. a. 0. Vn 1, 8) und Diodor (XVII 80, 2) übereinstimmend er- 
zählen, dadurch in Wegfall, dafs der Lynkestier nichts zu sagen 
wufste. 

Dagegen wurden die Söhne des Andromenes wieder von Ale- 
xander selbst belangt. So erzählt wenigstens Curtius, dem Arrian 
(11127,1) darin nicht widerspricht. Beide stimmen auch darin 
überein, dafs Amyntas sich energisch verteidigte. Sie weichen nur 
darin von einander ab^ dafs nach Arrian diese Verteidigung genügte, 
um seine Freisprechung zu bewirken, während nach Curtius (VII 2, 6) 
die Bückkehr des entflohenen Bruders und die rührende Scene, die 
sich danach abspielte, die Versammlung und den König umstimmt. 
Als etwas Besonderes erzählt Curtius (Vn 1, 18), dafs Amyntas 
seine Bede ohne Fesseln und bewa&et hielt. 

Eine eigentliche Beweisaufnahme konnte in stürmischen Ver- 
sammlungen nicht stattfinden. Sollte eine schwebende Sache unter- 
sucht werden, so mufste das vor oder zwischen den öffentlichen Ver- 
handlungen in engerem Kreise geschehen. Von einer gegen Fhilotas 
geführten Untersuchung erzählen Justin, Flutarch, Diodor und 



26 Friedrich Caner: 

Curtius. Justin (XII 5, 3) berichtet keinerlei Detail. Wie'Curtias 
mehrfach betont, war es vornehmlich Erateros, der die Untersuchung 
betrieb und darauf drang, dabei die Folter anzuwenden (VI 8, 4; 
11, 10. 11. 14. 17 — 19). Dazu stimmt es, wenn nach Plutarch 
(AI. 49) der König von den persönlichen Feinden des Angeklagten 
bewogen wurde, eine peinliche Untersuchung einzuleiten. Aber 
während bei Plutarch der König absichtlich diese parteiischen Rat- 
geber beruft, scheint es bei Curtius an einigen Stellen, als werde 
Alexander von ihnen weiter gedrängt, als er ursprünglich beab- 
sichtigte. Dafs Philotas von der Verschwörung des Dimnos unter- 
richtet gewesen ist, stellt sich ganz zufWig zur Überraschung des 
Königs heraus (VI 7, 25 — 28). Alexander erklärt sich bereit, jede 
irgend plausible Entschuldigung anzunehmen (VI 7, 32), und da er 
ihm zunächst verzeiht, hält Curtius es für möglich, dafs er das auf- 
richtig meint (VI 7, 35). Erst durch Krateros wird er umgestimmt. 
Dafs der König überhaupt Philotas ein Zeichen der Versöhnung ge- 
geben habe, widerspricht der Erzählung Diodors (XVH 79, 6) und 
zwar in einem für Alexander ungünstigen Sinne. Denn es ist wenig 
königlich, ein bereits verziehenes Verbrechen vor Gericht zu ziehen, 
mag selbst die Verzeihung übereilt gewesen sein. Vollends wirft 
es auf Alexander ein gehässiges Licht, wenn es heifst, er habe 
Philotas kurz vor seiner Verhaftung eingeladen und sich freund- 
schaftlich mit ihm unterhalten. 

Über den Verlauf der Tortur berichtet Diodor (XVII 80, 1) 
nur das eine, Philotas habe auf der Folter gestanden. Plutarch er- 
zählt, Philotas habe vor Schmerzen gestöhnt; ob Qr ein Geständnis 
abgelegt hat, sagt er nicht (AI. 49). Es fragt sich, ob das Zufall 
ist oder ob es eine Tradition gab, wonach Philotas zwar der Folter 
unterworfen, aber zu keinem Geständnisse gebracht wurde. Nach 
Curtius hat Philotas zwar vieles gestanden, aber eins nicht, was von 
besonderem Werte gewesen wäre. Bis zuletzt bestreitet er, dafs 
Parmenion in die Verschwörung des Dimnos verwickelt gewesen sei 
(VI 11, 34). Und wenn überhaupt eine Tortur stattgefunden hat, so 
ist ihr Zweck am besten darin zu suchen, dafs es galt, einen Beweis 
gegen Parmenion zu beschaffen. Dafs eine Tortur zu diesem Zwecke 
vorgenommen wurde, ist recht wohl möglich, obgleich es sich ge- 
zeigt hat, dafs kein Geständnis erprefst worden ist. Denn warum 
sollte nicht Philotas sich standhaft gehalten haben? Das Schweigen 
von Arrians Quellen beweist in diesem Falle nichts. Denn so wenig 
sich Ptolemaios und Aristobul gescheut haben würden, von einer 
Tortur zu erzählen, die mit einem Geständnisse endete, so peinlich 
mufste es ihnen sein, dieselbe Mafsregel zu beschreiben, wenn sie zu 
keinem Ergebnisse führte. Also bleibt für diejenigen, welche gern 
so viel von der Überlieferung festhalten, als ihr kritisches Gewissen 
ihnen irgend erlaubt, die Annahme offen, dafs Alexander Philotas 
foltern liefs, um Material zu einem Verfahren gegen Parmenion zu 



j 



Philotae, Eleitos, EaUistheneB. 27 

bekommen, jedoch keine Aussage zu erzwingen yermochte. Auf eine 
Überlieferung, wonach die über Philotas verhängte Tortur ihre Spitze 
gegen Parmenion richtete, weist auch die Curtiusstelle (VI 8, 15), 
wonach die gegen Philotas eingeleitete Untersuchung den Zweck 
hatte, seine Mitschuldigen zu ermitteln. Welchen Wert diese Über- 
lieferung hat, bleibt natürlich dahingestellt. Sicher ist nur das eine, 
was früher festgestellt wurde, dafs gegen Parmenion überhaupt kein 
Schuldbeweis und gegen Philotas wenigstens kein Geständnis vorlag. 
Je schwächer das Beweismaterial war, mit dem man gegen 
Philotas vorging, je stürmischer das Verfahren, durch das er belangt 
wurde, desto deutlicher zeigt sich, dafs die Masse der Soldaten gegen 
"^ ihn und für den König eingenommen war. In der That behauptet 
nur Justin (XII 5, 4), die Soldaten seien über den Tod des Philotas 
erbittert gewesen. Plutarch, der sonst Justin am nächsten steht, 
hat einige Angaben (AI. 48), welche darauf schliefsen lassen, dafs 
Philotas von jeher bei den Makedoniern wenig beliebt war. Philotas 
soll zwar freigiebig gewesen sein, aber in seiner Freigiebigkeit so 
protzenhaft, in seinem Stolz so ohne Anmut und vornehme Form, 
dafs es selbst seinem Vater Parmenion bedenklich war. Nach der- 
selben Richtung weist die Schilderung, die bei Curtius in die Bede 
Bolons verflochten ist (VI 11, 2 — 4). DanEich hat Phitotas seine 
Kameraden aus ihren Quartieren vertrieben, um für seine Sklaven 
Platz zu schaffen. Seine Wagen waren mit Gold und Silber be- 
schwert. Nicht einmal in der Nähe seines Quartiers durfte irgend 
ein Kamerad herbergen, damit seine Maitresse auch nicht durch das 
leiseste Geräusch gestört würde. Über seine bäurischen Landsleute, 
die er Paphlagonier und Phrygier nannte, machte er sich lustig. 
Eine ähnliche Bedeutung hat es, wenn Philotas dadurch Anstofs 
gegeben haben soll, dafs er sich weigerte seine Verteidigungsrede 
inmakedonischerSprachezuhalten(VI9,34— 36; 10,22.23; 11,4). 
Auch sonst heifst Phüotas verhafst (VI 9, 25. VE 1, l). Während 
der Verhandlungen selbst schwankt bei Curtius die Stimmung des 
Heeres beständig von einem Extrem zum anderen. Bei den ersten 
Andeutungen über den verbrecherischen Plan, die die Soldaten hören, 
werden Klagen und Ausbrüche des Unwillens laut (VI 9, 3. 6). 
Da Philotas von keinem der vorgeführten Zeugen als mitschuldig 
genannt wird, entsteht tiefes Schweigen (a. a. 0.). Durch den kläg- 
lichen Aufzug des Angeklagten und den Gedanken an seinen greisen 
Vater werden die Leute erschüttert und zum Mitleiden gestimmt 
(VI 9, 25. 27.28). Erst nachdem Philotas gesprochen hat, macht 
sich wieder die Entrüstung über ihn bemerkbar (VI 10, 36). Vor 
allem durch Bolon wird die Wut gegen Philotas geschürt (VI 11, 8). 
Nachdem er auf der Folter gestanden hat, wird ihm jede Schlechtig- 
keit zugetraut (VI 11, 37), und selbst seine Freunde haben kein 
Mitleid mehr mit ihm. Nach seinem Tode wird die Sympathie fUr 
ihn wieder lebendig (VII 1, 1. 2). 



28 Friedrich Cauer: 

Wie viel an diesen Schwankungen Wahres ist, mufs dahingestellt 
bleiben. Sicher ist nur das eine, was Diodor (XVII 80, l) und vor 
allem Arrian (in 26, 3) erzählt, dafs die Soldaten den Tod aller 
Angeklagten beschlossen haben. Auch gegenüber dem Lynkestier 
Alexandres konnte sich der König auf seine Makedonier stützen 
(Diodor XVII 80, 2. Gurt. VE 1. 9). Die Söhne des Andromenes 
wurden allerdings nach Arrians glaubwürdiger Erzählung von den 
Soldaten freigesprochen (m 27, 2). Aber darin liegt keine Partei- 
nahme gegen Alexander, da die Freisprechung erst erfolgte, nachdem 
Amyntas, der älteste der Brüder, ihre Unschuld überzeugend be- 
wiesen hatte; vorher war die Masse gegen sie eingenommen (Arrian 
11127,2). Wir können von der dramatischen Erzählung, die wir bei 
Curtius lesen, wenigstens so viel als richtig festhalten, dafs es den 
Brüdern gelang, sich in einer auch den König befriedigenden Weise 
zu rechtfertigen (VII 2, 1. 3. 7). 

Es bleibt also dabei, dafs während der Verhandlungen gegen 
Philotas und Genossen der König die Zuneigung der Soldaten durch- 
aus für sich hatte, dafs mithin eine starke Verstinmiung gegen ihn 
damals noch nicht herrschte. Allerdings wird erzählt, dafs schon vor 
der Katastrophe des Philotas das alte Verhältnis zwischen Alexander 
und seinen Leuten sich in mehr als einer Hinsicht getrübt hatte. 
Diodor (XVn 74, 3), Curtius (VI 2, 15— 17) und Justin (XII 3, 2) 
berichten, nach dem Tode des Dareios sei die Sehnsucht nach der 
Heimat mächtig hervorgetreten. Aber alle, Justin eingeschlossen, 
stimmen darin überein, dafs es dem Könige gelang die E[ampfeslu8t 
neu zu entfachen (Diodor a. a. 0. Curt. VI 2, 18 — 4, 1. Justin Xu 
3, 3), und Plutarch (AI. 47) bestätigt diese Nachricht. Einzelne 
Mifs vergnügte mögen geblieben sein, und so kann richtig sein, was 
Curtius (VI 9, 29) behauptet, dafs es Alexander nicht gern hörte, 
wenn auf das Ende des Kriegs hingewiesen wurde. 

Als nachhaltiger wird der Verdrufs geschildert, den Alexanders 
Hinneigung zu orientalischem Wesen erregt haben soll. In den 
schwärzesten Farben malt Justin (XII 3, 8 — 12). Alexander nimmt 
Tracht und Diadem der Perserkönige an, als ob er sich die Sitten 
der Besiegten aneignete. Auch seinen Freunden befiehlt er ein langes, 
purpurnes, mit Gold gesticktes Oewand anzulegen. Um auch die 
Üppigkeit seiner Vorgänger nachzuahmen, hält er sich einen Harem 
voll der schönsten Frauen und schwelgt in den Genüssen der Tafel 
ohne zu denken, dafs Macht durch solche Mittel verloren, nicht er- 
worben wird. Die Erbitterung im Heere ist allgemein; man schilt 
ihn entartet (a. a. 0. 4, 1). Solche Beden kommen dem Könige zu 
Ohren und versetzen ihn in derartige Wut, dafs er gegen die Un- 
zufriedenen, vor allem gegen Philotas und Parmenion, mit wahn- 
sinnigem Hasse wütet (a. a. 0. 5, 1 — 3). In andrer Weise bringt 
Curtius die orientalische Lebensweise Alexanders mit den Hod^- 
ven^atsprozessen in Zusammenhang. Wie er (VI 2, 3. 4) behauptet, 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 29 

wurden thatsKchlich Anschläge auf den König geplant, weil man 
zürnte, dafs er die alte Zucht zerstört hatte. Alexander hrachte Tag 
und Nacht auf Gelagen und mit Weihern zu (VI 2, 2) und liefs sich 
weichliche Melodieen vortragen (a. a. 0. 5). Er verlangte die An- 
betung, wie sie den persischen Königen zukam (VI 6, 1 — 5), trug 
ein Diadem, wie es Dareios gehabt hatte, und ein persisches Gewand 
(a. a. 0. 4), brauchte den Bing des Dareios (a. a. 0. 6), führte einen 
Harem von Weibern und Eunuchen mit sich herum (a. a. 0. 3). Im 
Umgänge wurde er hochfahrend (a. a. 0. 5) und verlangte auch von 
seiner Umgebung, dafs sie sich persisch kleidete fa. a. 0. 7). Die 
Entrüstung über diese Umwälzung gab sich im Heere offen kund 
(a. a. 0. 9. 10). Durch Preigiebigkeit suchte sie Alexander zu be- 
schwichtigen, aber, wie Curtius vermutet (nicht berichtet), ohne Er- 
folg (a. a. 0. 11). 

Aus Diodor (XVII 78, l) ist nicht ersichtlich, ob nach seiner 
Ansicht des Königs Geschenke ihren Zweck erreichten. Jedenfalls 
schildert er die Verstimmung zwar als verbreitet, aber nicht als all- 
gemein, und die Veränderungen, in denen sie ihren Grund hatte, 
erscheinen bei ihm als weit weniger bedeutend. Alexander nahm 
allerdings persische Hofsitte und persische Tracht an, hielt sich auch 
nach Art der Ferserkönige einen Harem, aber alles nur von Zeit 
zu Zeit; für gewöhnlich blieb er dem Herkommen der Väter treu 
(a. a. 0. 77). Dafs Alexander persisches Wesen nur allmählich und 
vorsichtig einführte, erzählt auch Plutarch (AI. 45); und wie er be- 
hauptet, sahen die Soldaten diese Wandlung zwar mit Bedauern, 
aber ohne Groll geschehen. An einer anderen Stelle Flutarchs (AI. 
40. 41) erscheint sogar der König als Verteidiger der strengen 
heimischen Zucht gegenüber der Erschlaffung seiner Offiziere. Wäh- 
rend diese dem Einflusse asiatischer Üppigkeit erliegen, hält er bei 
sich und anderen darauf, dafs die gewohnte Einfachheit und Ent- 
haltsamkeit der Lebensweise bewahrt werden. Dadurch zieht er sich 
manche Abneigung zu. Die Leute, bei denen Alexanders Strenge 
Anstofs erregt, sind nach Flutarchs Schilderung nicht unter der 
Masse der Soldaten, sondern in der oberen Schicht zu suchen. Dafs 
aber Alexander überhaupt an Beliebtheit verlor, können wir gerade 
aus Flutarch mit Bestimmtheit entnehmen. Wer in Alexanders 
Strenge den Grund sah, warum sich manche von ihm abwandten, 
stand sicher auf seiner Seite. Und wenn ein Anhänger des Königs 
zugiebt, dafs er sich unbeliebt machte, so müssen wir das glauben, 
während wir zweifeln dürfen, ob er in der Erklärung nicht parteiisch 
ist. Ebenso parteiisch können freilich nach der anderen Seite die 
Historiker sein, welche Alexanders Entartung als Ursache der ein- 
getretenen Entfremdung hinstellen. Als sicher können wir nur so 
viel festhalten, dafs es schon vor der Hinrichtung des Fhilotas im 
makedonischen Heere Feinde des Königs gab, dafs diese aber unter den 
gemeinen Soldaten über keine irgend nennenswerte Partei verfügten. 



30 Friedrich Cauer: 

Mehr Boden gewann die Opposition gegen Alexander erst durch 
den Tod Parmenions. So bereitwillig die Soldaten Philotas verurteilt 
hatten, so viel böses Blut setzte die Ermordung seines greisen Vaters. 
Justins Versicherung (XII 5, 4), dafs Parmenions Tod allgemein Er- 
bitterung erregte, hat freilich wenig zu bedeuten, da er dasselbe 
von Philotas sagt, und wenn Plutarch erzählt, die Mordthat gegen 
den vornehmsten General habe vielen Freunden Furcht vor Alexaiider 
eingejagt, so läfst sich daraus nicht entnehmen, was der gemeine 
Mann darüber dachte. Aber Arrian (III 26, 4) betont ausdrücklich, 
dafs Parmenion beim ganzen Heere geachtet und beliebt war. und 
dies Zeugnis verschafft Diodor und Curtius Glauben, wenn sie er- 
zählen, dafs der Tod des verehrten (Gurt. VI 8, 7. VII 2, 33) Feld- 
herm mit grofsem Unwillen aufgenommen wurde. Am stärksten 
war dieser Unwille natürlich bei denen, die unmittelbar unter Par- 
menions Befehl gestanden hatten. Sie waren zunächst willens, an 
seinen Mördern Rache zu nehmen (Gurt. VII 2, 28. 29). Als sie er- 
fuhren, dafs der Mord auf Befehl des Königs geschehen war, legte 
sich zwar der Aufruhr, aber nicht die Erbitterung (a. a. 0. 31). Die 
Kühnsten bestanden darauf, dafs ihnen der Leichnam des Erschlagenen 
zur Bestattung ausgeliefert werde, und setzten auch durch, dafs sie 
wenigstens den Rumpf feierlich bestatten durften (a. a. 0. 32). 

Aber die Anhänglichkeit an Parmenion beschränkte sich nicht 
auf seine unmittelbaren Untergebenen. Auch in den von Alexander 
persönlich geführten Heeresteilen gab es nach Parmenions Tode 
manche Unzufriedene (Diodor XVII 80, 4. Gurt. VH 2, 35). Aufser 
diesen gab es nach Diodor solche, welche schriftlich oder mündlich 
sich nicht so geäufsert hatten, wie es den Wünschen des Königs ent- 
sprach. Nach Gurtius (a. a. 0. 36) waren beide Klassen von Mifs- 
vergnUgten identisch. Beide Historiker stimmen darin überein, dafs 
der König aus den Mifsvergnügten ein Strafregiment bildete, um die 
übrigen ihrem aufhetzenden Einflüsse zu entziehen. Die Bildung des 
Strafregimentes erzählt auch Justin (Xu 5, 8), bezeichnet es aber 
dabei als Alexanders Absicht, die unbequemen Elemente durch Stra- 
pazen aufzureiben oder in abgelegenen Kolonieen anzusiedeln. Vom 
Erfolge dieser Mafsregel berichtet nur Gurtius; er behauptet (a. a. 0. 
38), das Strafregiment habe sich durch doppelten Eifer ausgezeichnet. 

Je weniger Parmenions Tod geeignet war, die Königstreue der 
Soldaten zu befestigen, desto lebhafter drängt sich die Fi*age auf, 
was Alexander zu dieser Gewaltthat bewogen hat. Und auch das 
Vorgehen gegen Philotas verlangt eine Erklärung. War er schuldig, 
so fragt es sich, welche Absicht er bei seiner Verschwörung ver- 
folgte. War Philotas unschuldig, so verlangt es uns zu wissen, wo- 
durch er Alexander so gefährlich schien, dafs er ihn nicht unter den 
Lebenden sehen mochte. Ptolemaios und Aristobul behaupteten 
(Arrian m 26, 1), Philotas sei schon in Aigypten wegen hochver- 
räterischer Umtriebe verdächtigt worden, Alexander habe aber der 



Philotaa, Eleitos, Eallisthenes. 31 

Denunciation keinen Glauben geschenkt. Der Wert dieser Nachricht 
ist zweifelhaft, obgleich sie anf die beiden bestunterrichteten Bericht- 
erstatter zurückgeht. Denn beide sind fUr Alexander und gegen seine 
Gegner parteiisch. Aber auch andere Nachrichten weisen darauf 
hin, dafs schon vor der Katastrophe ein Gegensatz zwischen Par- 
menion und Alexander bestand, der je nach dem Parteistandpunkt 
verschieden aufgefafst wurde. Plutarch erzählt (AI. 48), Philotas 
habe durch protzenhafte Freigiebigkeit und breitspuriges Wesen von 
jeher Anstofs gegeben und den Verdacht des Königs vor allem da- 
durch auf sich gelenkt, dafs er gegenüber einer Maitresse prahlerische 
Äufserungen that, in denen er sich und seinem Vater alles Verdienst 
zuschrieb und selbst den König herabsetzte. Eine ähnliche Ansicht 
liegt zu Grunde, wenn es heifst (Gurt. VI 8, 2. 3), Philotas sei dem 
Könige oft durch seine renommistischen Reden zur Last gefallen, 
und wenn Bolen schildert (Gurt. VI 11, 2 — 4), wie mafslose An- 
sprüche Philotas für sich und seine Dienerschaft machte. Alexander 
wirft ihm bei Gurtius (VI 9, 11) vor, er strebe über die Stellung 
eines Privatmannes hinaus. Die Anhänger des Hingerichteten wiesen 
solche Vorwürfe als Verleumdungen zurück (Plut. AI. 49). Manche 
stellten es so dar, als sei das Verhältnis zwischen ihm und dem 
Könige bis zur Katastrophe völlig ungetrübt gewesen. Bei Gurtius 
kann sich Alexander gar nicht fassen, dafs gerade Philotas ihm das 
anthun mufste (Cnrt. VI 7, 28). Philotas selbst bittet, gegenüber 
der Fahrlässigkeit, deren er sich schuldig bekennen mufs, sein ver- 
gangenes Leben in Anschlag zu bringen (Gurt. VI 7, 34). In seiner 
Verteidignngsrede bestreitet Philotas, dafs er sich irgendwie bemüht 
habe, sich eine Partei zu bilden (Gurt. VI 10, 22). 

Indessen wurde auch die Feindschaft zwischen Philotas und 
Alexander aus Ursachen erklärt, die auf Philotas keinerlei Makel 
warfen oder geradezu ehrenvoll fUr ihn waren. Alexander beschwert 
sich bei Gurtius (VI 9, 17 — 19), dafs Philotas mit seinen alten 
Feinden Amjntas und Attalos in Verbindung gestanden habe. Philo- 
tas (a. a. 0. 24. 25) giebt seine Freundschaft mit Amyntas zu, be- 
streitet aber, von seinen Umtrieben Kenntnis gehabt zu haben. Wenn 
unmittelbar nach seinem Tode der Lynkestier Alexandres vor Ge- 
richt gestellt wurde, so lag dem vielleicht der Verdacht zu Grunde, 
Philotas habe mit diesem Prätendenten in geheimem Einverständ- 
nisse gestanden. Günstig für Philotas erschien seine Opposition 
gegen Alexander, wenn sie, wie wiederholt von Gurtius angedeutet 
wird, sich gegen die Ansprüche richtete, die Alexander auf göttliche 
Ehren erhob. Alexander macht gegen Philotas geltend (VI 9, 18. 19), 
dafs Philotas die Nachricht von dem Götterspruch, der Alexander 
für einen Sohn Ammons erklärte, mit einem Briefe beantwortet hat, 
in dem er diejenigen bedauerte, die unter einem das Menschliche 
überragenden Herrscher leben müfsten. Philotas (VI 10, 26. 27) 
gesteht diese Äufsenmg zu und rechtfertigt sie damit, dafs ihm 



32 Friedrich Cauer: 

Alexander würdiger erschien, sich seines göttlichen Vaters im stillen 
zu freuen als viel Lärm tlber ihn zu schlagen. In seinem Geständ- 
nisse erzählt Philotas (VI 11, 23 — 26), Hegelochos habe ihn und 
seinen Vater aufgereizt, zu verhüten, dafs die Makedonier Knechte 
eines Herrn würden, der mit der Würde eines Königs nicht zufrieden 
wäre und sich göttliche Ehren anmafste. Ähnlich fafst Justin den 
Gegensatz anf, wenn er (XII 5, 2) Philotas zu denen rechnet, die über 
die Entartung des Königs entrüstet waren. Bemerkenswert sind nocli 
einige Andeutungen, die Curtius in die Verhandlungen über die Söhne 
des Andromenes einflicht. Danach erinnert sich Alexander, dafs seine 
Mutter Olympias ihn schon vor längerer Zeit vor diesen Freunden 
des Philotas gewarnt hat (VII 1, 11. 12). Amyntas erklärt diese 
Warnung daraus, dafs er mehrere Dienstpflichtige, die sich durch 
die Protektion der Königin-Mutter der Aushebung hätten entziehen 
wollen, ohne Erbarmen zur Fahne gerufen habe. 

Vielleicht ist an allen in den Quellen vertretenen Ansichten 
etwas Richtiges. Philotas mochte sich durch seine Erfolge und den 
auf dem Feldzuge erworbenen Reichtum ein Selbstgefühl angenom- 
men haben, das sich nicht gerade liebenswürdig äufserte und vor allem 
dem Könige unbequem wurde. Er mochte es als nahe stehender 
bitter empfinden, wie sich zwischen Alexander und seinen Leuten 
eine immer weitere Kluft aufthat, während die Masse der Soldaten 
noch in alter Treue an ihrem Könige hing. Und er wie seine thaten- 
stolzen Freunde mochten mit Günstlingen des Königs und seiner 
Mutter gelegentlich in Konflikt geraten. Die Spannung konnte sich 
im Laufe der Zeit so verschärfen, dafs der König bereit war, Philotas 
das Schlimmste zuzutrauen. 

Eine andere Frage ist, weshalb Alexander seinen bewährtesten 
Feldherrn nicht länger unter den Lebenden sehen mochte. Es ist 
möglich, dafs auch er über die Abkehr des Königs von makedonischer 
Art (Justin XII 5, 2. 3) und insbesondere über seine Ansprüche auf 
göttliche Ehre (Gurt VI 11, 23—25) sich scharf geäufsert hat Aber 
eine offenkundige Spannung kann daraus nicht entstanden sein. Denn 
wie wir gesehen haben, hingen alle Soldaten mit warmer Verehrung 
an Parmenion, diese Anhänglichkeit war aber ihrer Treue gegen 
den König durchaus nicht im Wege. Nach Arrian (m 26, 4) fürch- 
tete Alexander, Parmenion könnte sein Ansehen im Heere benutzen, 
um den Tod seines Sohnes zu rächen. Aber Philotas gegenüber 
hatten ja die Soldaten auf Alexanders Seite gestanden, und erst 
durch Parmenions Ermordung entfremdete er sich einen Teil des 
Heeres. Politische Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Könige 
und seinem ersten Diener waren mehrfach hervorgetreten, vor allem 
als Parmenion riet, sich mit den Ländern westlich vom Euphrat zu 
begnügen. Aber diese Differenzen hatten nicht verhindert, dafs 
Alexander weiter in die Fähigkeiten und in die Treue Parmenions 
ein unbegrenztes Vertrauen setzte und ihn stets auf die wichtigsten 



Philotas, Eleitos, EalliBthenes. 33 

Posten stellte. In allen diesen Verhältnissen kann die Ursache von 
Parmenions Tode nicht gelegen haben. Vielleicht gelingt es, auf 
einem Umwege dem Ziele näher zu kommen. 

Parmenion galt unbestritten als der erste nach Alexander (Diod. 
XVn 80, 1 TTapjLieviiüv 6 TrpiIiToc elvai boKfSit täv 'AXeHdvbpou 
cpiXiüv. Plut. AI. 49 TTapjueviuiva ävbpa TioWd jn^v OiKiTTTitü cut- 
KaTepTacAjLievov, jiiövov bk f\ jndKicra tujv TrpecßuT^piuv qpiXiuv 'AX^- 
Eavbpov elc 'Aciav dHop|Lir|cavTa biaßfjvai. Gurt VI 8, 7 Parmenio- 
nem, tanti ducem exercitus et inveterata apud milites auctoritate 
haud multum infra magnitudinis tuae fastigium positum. VII 1, 3 
Primus Asiam aperuerat regi: omnium periculorum eins particeps 
semper altermn in acie cornu defenderat, Philippo quoque ante omnes 
amicus et Alexandre tam fidus, ut occidendi Attalum non alio mi- 
nistro uti mallet). Ja es gab eine Ansicht, nach der Parmenion mehr 
gethan hatte als der König selbst (Gurt. Vn 2, 33 Hie exitus Par- 
menionis fuit, militiae domiqne clari viri. Multa sine rege prospere, 
rex sine illo nihil magnae rei gesserat. Felicissimo regi et omnia 
ad fortunae suae exigenti modum satisfecit. LXX natus annos iuve- 
nis et saepe gregai'ii militis munia explevit: acer consilio, mann 
strenuus, carus principibus, Yulgo militum acceptior). 

Durch Parmenions Ruhm fühlte sich Alexander beleidigt. Wenn 
man Curtius (VI 9, 4) glauben darf, sah er in den Auszeichnungen, 
die er und sein Vater auf Parmenion gehäuft hatten, nicht den 
schuldigen Dank, sondern Beweise königlicher Gnade. Das eine ist 
sicher, dafs man dem Könige einen Gefallen that, wenn man Par- 
menions Verdienste herabsetzte. Es gab Historiker, welche behaup- 
teten, Parmenion hätte sich während der Schlacht bei Gaugamela 
schlaff und matt gezeigt (Plut. AI. 32) und dadurch Alexanders Zorn 
erregt (a. a. 0. 33). Zu diesen Historikern gehörte Kallisthenes, der 
Neffe des Aristoteles, der Alexander begleitete, um seinen wahren 
und unwahren Ruhm zu verkündigen. Dieser Biedermann, der sich 
später als Märtyrer der Freiheit aufspielte, damals aber noch jede 
Lüge verbreitete, durch die er den Lippen des Herrschers ein wohl- 
gefälliges Lächeln abgewinnen konnte, hatte die Stirn zu erzählen, 
Parmenion hätte bei Gaugamela aus gemeinem Neid gegen Alexander 
seine Schuldigkeit nicht gethau. Aus Arrians zuverlässiger Erzäh- 
lung wissen wir, wie sinnlos dieser Vorwurf ist. So entschieden 
Ptolemaios und Aristobul für Alexander eingenommen waren, so 
hatten sie doch zu viel Gewissen, vielleicht auch nur zu viel Takt, 
um der Wahrheit so dreist ins Gesicht zu schlagen. Sie wufsten, 
dafs nach dem von Alexander entworfenen Schlachtplane Parmenion 
mit seinem Defensivflügel einen schweren Stand hatte und sich nicht 
behaupten konnte, wenn ihm nicht Alexander mit dem von ihm ge- 
führten Offensivflügel zu Hülfe kam. Aber Lügen, die der Hof- 
historiograph Kallisthenes verbreitete, können Alexander nicht un- 
willkommen gewesen sein. In minder plumper Weise zeigt sich das 

Jahrb. f. oUas. FhiloL Sappl. Bd. XX. 8 



34 Friedrich Gaaer: 

Streben, Parmenion etwas am Zeuge zu flicken, auch an einzelnen 
Stellen bei Arrian. Mehrfach werden Alexander und Parmenion 
einander gegenüber gestellt; dabei ist der Vorteil nicht immer anf 
derselben Seite. Wenn Parmenion mahnt, die persichen Eönigspal&ste 
zu schonen (III 19| 11), so kann ihm das ja nur Ehre machen. 
Wenn er vor der Schlacht am Oranikos Vorsicht anempfiehlt (I 13, 
3 — 6) und wenn er nach der Schlacht bei Issos rät, die Friedens- 
anerbietungen des Dareios anzunehmen (m 25, 2), so dient aller- 
dings seine Bedächtigkeit als Folie für die Kühnheit des Königs; 
aber es ist keine Schande, weniger kühn zn sein als Alezander. 
Wenn jedoch bei Milet der erfahrene Feldherr den unglaublich 
thörichten Bat giebt, eine Seeschlacht zu wagen (1 18, 6 — 9), und 
wenn er vor der Schlacht bei Gaugamela den ebenso verfehlten Vor- 
schlag eines nächtlichen Überfalls macht (m 10), so hat es der Er- 
zähler offenbar darauf abgesehen, Parmenions militärisches Urteil 
neben dem des jugendlichen Königs lächerlich zu machen. Wahr 
sind diese Geschichten auf keinen Fall. Einem Feldherm, der auf 
so verkehrte Einfälle kam, hätte Alexander nicht beständig die 
schwersten Aufgaben stellen dürfen. Die Erfinder solcher Anekdoten 
können bei der für Parmenion eingenonunenen Öffentlichen Meinung 
nur Entrüstung hervorgerufen haben; sie müssen des königlichen 
Dankes gewifs gewesen sein. 

Alexander ist nicht der einzige König gewesen, der den wohl- 
erworbenen Ruhm eines Mitarbeiters mit scheelen Augen ansah. 
Wie stark der Neid gegen seinen ältesten und verdientesten General 
mit der Zeit geworden ist, das auszumalen, bleibt der Phantasie 
überlassen. Da gerade in grofsen Naturen auch kleinliche Gefühle 
mit leidenschaftlicher Gewalt aufzutreten pflegen, so ist es möglich, 
dafs es dem Könige schliefslich unerträglich wurde, Parmenion neben 
sich zu sehen. Die Methode, unbequeme Diener durch Orden, Titel 
und andere Ehren kalt zu stellen, wai* damals noch nicht erfunden. 
Ein gestürzter Würdenträger war ein gefährlicher Feind des Herr- 
schers. Wenn Parmenion aus seiner hohen Stellimg entfernt und 
zugleich unschädlich gemacht werden sollte, so blieb nichts übrig 
als seinem Leben ein Ende zu machen. 

Vielleicht wird mancher Leser enttäuscht sein über den geringen 
Ertrag an sicherem Wissen, den die vorstehende Untersuchung er- 
geben hat, und es eine eitle Mühe finden, die Widersprüche von 
Quellen, deren Angaben zum grofsen Teile nachweislich falsch und 
nur zum kleinen Teile gegen jeden Zweifel geschützt sind, bis ins 
einzelne zu verfolgen. Aber eine genaue Prüfung der Tradition war 
nötig, um die Grenzen zuverlässiger Kenntnis zu bestimmen. Wie 
stark diese Grenzen bisher schwankten, wird sich zeigen, wenn wir 
zusehen, wie weit die namhaftesten neueren Darstellungen, von Grote 
und Droysen, den gewonnenen Resultaten entsprechen. 

Beiden gemeinsam ist der Grundirrtum, dafs sie (Grote VI 521 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 35 

der deutschen Übersetzung, Drojsen Alexander IE 21) die Berichte 
von Flutarch, Biodor, Curtius als identisch betrachten, ohne die 
Unterschiede zu beachten, die nicht allein in Nebenpunkten, sondern 
auch in den Hauptfragen hervortreten. Dabei ist Droysen insofern 
vorsichtiger, als er es dahingestellt sein läfst, wie viel von der über- 
lieferten Erzfthlung wahr ist, während Grote ausdrücklich erkl&rt, 
dafs er die Überlieferung für richtig hält. Im einzelnen begründet 
er (a. a. 0. 521), weshalb er die Tortur glaubt, und nimmt die von 
Curtius mitgeteilten Beden als wirklich gehalten in seine Darstel- 
lung auf. In der Wiedergabe der überlieferten Nachrichten ist er 
genau. Nur wo die Quellen etwas zweifelhaft lassen, legt er sie so 
aus, dafs Alexander möglichst schlecht wegkommt (a.a. 0. 517. 518). 

Dagegen erhält man bei Droysen von dem, was die Quellen 
sagen, einen falschen Begriff, da seine allgemeinen Ansichten auf 
das einzelne der ISrzählung einwirken. Nach seiner Meinung kam 
in der Verschwörung des Philotas die Opposition zum Ausbruch, 
welche, wie er für sicher hält, durch des Königs Verhältnis zu den 
Orientalen im ganzen Heere hervorgerufen worden war (Alexander 
11 21). Dem entsprechend legt er Dimnos einige Äufserungen in 
den Mund, die weder Curtius noch sonst irgend eine Quelle über- 
liefert hat: die Mifsstimmung sei allgemein, der König allen verhafst 
und im Wege. Umgekehrt übergeht er (a. a. 0. 25) den von Curtius 
ezählten Streit, ob Philotas sich in griechischer Sprache verteidigen 
darf, da die hier von Philotas gestellte Forderung nicht zu seiner 
Auffassung stimmt, wonach Philotas das urwüchsige Makedoniertum 
vertritt. 

Andere Eigentümlichkeiten von Droysens Erzählung erklären 
sich aus seiner prinzipiellen Vorliebe für Alexander. Wenn er (a. a. 0. 
22) abweichend von Plutarch, Diodor und Curtius, Philotas am 
zweiten Tage mehrfach mit Alexander zusammen sein läfst, so kann 
er sich auf Arrian berufen, nach dem Philotas täglich zwei Mal dem 
Könige Meldung zu erstatten hatte. Aber S. 23 verschweigt er, dafs 
die treuen Freunde, die Alexanders Mifstrauen wachriefen, sich nach 
Plutarch und Curtius von persönlichem Hasse gegen Philotas leiten 
liefsen. Ebenso sagt Droysen kein Wort von der besonderen Freund- 
lichkeit, die Alexander gegen Philotas kurz vor der Verhaftung ge- 
zeigt haben soll, und beseitigt dadurch einen Umstand, durch den 
bei Curtius das Verhalten des Königs als besonders perfide erscheint. 
Femer läfst Droysen (a. a. 0. 24) aus Alexanders Anklagerede die 
sophistische Deduktion weg, durch die bei Curtius Alexander be- 
gründet, weshalb Philotas nicht von Dimnos unter den Verschworenen 
genannt ist. Allerdings macht dieses Advokatenkunststück einem 
Bhetor mehr Ehre, als es einem Könige machen würde. In derselben 
Bede fehlt bei Droysen, was bei Curtius Alexander über den Brief 
sagt, in dem Philotas den Ammonspruch bedauert. Diese Weglas- 
sung ist von grober Bedeutung, da sie einen Zog aus der Über- 

8* 



36 Friedrich Cauer: 

lieferung streicht, der auf den Charakter des Angeklagten ein gün- 
stiges, auf den des Königs ein ungünstiges Licht werfen würde. 
Dagegen flicht Droysen manches in Alexanders Bede ein, was bei 
Curtius fehlt: Detail über Attalos, die von Plutarch erzählten Prah- 
lereien des Philotas gegen die Maitresse Antigone, die Warnungen 
Parmenions, die von Rallisthenes behauptete Pfiichtversäumnis Par- 
menions in der Schlacht bei Gaugamela. In den Warnungen Par- 
menions vermischt Droysen zwei Angaben, die in den Quellen keinerlei 
Zusammenhang haben. Einerseits erzählt Plutarch, Parmenion habe 
als sittenstrenger Vater seinen Sohn wegen seiner mafslosen Ver- 
schwendung getadelt, andrerseits gesteht Philotas bei Curtius, sein 
Vater habe die Verschwörung seit lange geplant, aber auf einen 
geeigneten Moment verschoben. Danach läfst Droysen den König 
sagen: „seine zweideutige Freigebigkeit, seine zügellose Verschwen- 
dung, sein wahnsinniger Hochmut hätten selbst den Vater besorgt 
gemacht und denselben zu der häufigen Warnung, sich nicht zu früh 
zu verraten, veranlafst/^ Die Verteidigungsrede des Angeklagten 
(a. a. 0. 25) ist stark verkürzt und gerade wirkungsvoller Momente 
entkleidet. Die Verurteilung Parmenions, die nur Diodor erzählt, 
erwähnt Droysen (a. a. 0. 26) als sicher bezeugte Thatsache, wäh- 
rend er im übrigen den Bericht der minderen Quellen als proble- 
matisch hinstellt. Als Grund, warum Alexander die Versammlung 
verläfst, bevor Philotas zu reden beginnt, giebt Droysen (S. 24) an, 
Alexander habe die Freiheit der Verteidigung nicht beeinträchtigen 
wollen. Curtius sagt nicht, weshalb der König verschwindet. In 
der Verteidigungsrede, die er Philotas in den Mund legt, fafst er 
Alexanders Abwesenheit jedenfalls nicht als einen Beweis unpar- 
teiischer Rechtspflege auf. 

Jeder moderne Historiker hat das Recht, von den Angaben der- 
selben Quelle ^ie eine für sicher zu halten und die andere für zweifel- 
haft, auch das fernere Recht, fehlende oder falsche Quellenangaben 
durch Hypothesen zu ersetzen. Niemand kann Droysen einen Vor- 
wurf daraus machen, dafs er dies Recht ausgeübt hat, und man kann 
verschiedener Ansicht darüber sein, ob in einem erzählenden Werke 
der Ort ist, um Glauben, Zweifel und Vermutungen bis ins einzelne 
zu begründen. Aber ein Bedenken gegen Droysens Verfahren bleibt 
doch bestehen. Es ist fdr den Leser wichtig, genau zu erfahreUf 
was in den Quellen steht, zumal wenn der Verfasser, wie Droysen 
an dieser Stelle, seine eigene Darstellung nicht als wahr oder wahr- 
scheinlich, sondern als quellenmäfsig giebt. Aus diesem Grunde ist 
es nicht überflüssig, auch einige Ungenauigkeiten von Droysens Er- 
zählung zu beachten, die mehr nebensächlicher Natur sind. 8. 21 
sagt Droysen, Nikomachos sei zu scheu gewesen, dem Könige die 
Mitteilungen des Dimnos selbst zu überbringen, während Curtius be- 
richtet, Nikomachos habe deshalb seinen Bruder Kebalinos geschickt, 
weil dieser auch sonst zuweilen die Vorräume des königlichen Zeltes 



\ 



Philotas, Kleiios, Eallisihenes. 37 

bewachte und deslialb weniger auffiel als Nikomachos, wenn er sich 
dorthin begab. Zu Beginn seiner Anklagerede sagt Alexander bei 
Drojsen (S. 23), er habe das Heer nach makedonischer Sitte zu 
Gericht berufen; bei Cnrtius sieht in Alexanders Bede kein Wort 
Yon makedonischer Sitte. Bei Droysen (S. 23) legen erst Niko* 
machos, Kebalinos, Metron ihr Zeugnis ab, dann bezeichnet der König 
Parmenion und Philotas als Häupter der Verschwörung; bei Curtius 
nennt Alexander die beiden vornehmsten Angeklagten, ehe die Zeugen 
vorgeführt werden. Bei Droysen (S. 25) schliefst die erste Ver- 
sammlung damit, dafs alle Angeklagten verurteilt werden; so erzählt 
allerdings Diodor; aber Curtius berichtet ausdrücklich, dafs der König 
das Urteil verschob. 

Vielleicht liefsen sich noch ähnliche kleinliche üngenauigkeiten 
in Droysens Darstellung nachweisen. Aber schon aus dem Vorstehen- 
den ist deutlich, dafs der Verlauf der Ereignisse, wie ihn Droysen 
erzählt, weder genau den Quellen entspricht noch an sich wahrschein- 
lich ist. Wer es in Zukunft versuchen wollte, das Ende des Philotas 
zu erzählen, der müfste allerdings auf den Schmuck eines bunten 
Details verzichten oder wenigstens das meiste Detail als zweifelhaft 
hinstellen. Und auch in manchen Hauptfragen liefse sich keine 
sichere Entscheidung fällen. 

Eine Spannung zwischen Alexander und einem Teile seiner 
Umgebung hat zweifellos bestanden. Sie hatte ihren Grund in dem 
durch Ruhm und Beichtum gesteigerten Selbstgefühle der makedo- 
nischen Offiziere, dem der König teils mit berechtigter Strenge ent- 
gegentrat teils mit Ansprüchen, die aus dem Stolze des Siegers und 
dem Herrschergefühl des asiatischen Sultans entsprangen. Offen- 
kundig wurde dieser Gegensatz, als eine an sich unbedeutende Ver- 
schwörung angezeigt wurde, über die Philotas seit mehreren Tagen 
unterrichtet war und in auffallender Weise geschwiegen hatte. Sei 
es dafs Alexander gegen Philotas voreingenommen war und ihm 
deshalb leicht das Schlimmste zutraute, sei es dafs ihm diese Gelegen- 
heit geeignet schien, sich eines unbequemen Offiziers zu entledigen, 
Alexander erhob vor den makedonischen Soldaten die Anklage des 
Hochverrates und vertrat sie in heftiger Bede. Die Makedonier standen 
damals noch so fest zu Alexander, dafs sie alle Angeklagten durch 
Speerwürfa töteten, obgleich gegen Philotas wohl ein Verdacht, aber 
kein Beweis vorlag. Die übrigen Angeklagten waren als Verschwörer 
denunciert worden. 

Während Philotas kraft richterlichen Urteiles starb, wurde 
Parmenion auf Befehl des Königs ermordet. Politische Differenzen 
zwischen Alexander und seinem ersten Feldherrn waren seit lange 
vorgekommen; sie hatten Alexanders Vertrauen nicht erschüttert. 
Wohl aber scheint der König mit Eifersucht den Buhm eines Mannes 
betrachtet zu haben, dessen Erfolge sich auch neben den seinen 
sehen lassen konnten, der ihm an Alter und Erfahrungen überlegen 



38 Friedrich Caaer: 

war. Diese Eifersucht mochte mit der Zeit zur Leidenschaft ange- 
wachsen sein. Nun konnte die vom Heere anerkannte Schuld des 
Sohnes eine Handhabe bieten, auch den Vater zu Grunde zu richten. 
Vielleicht hat der König versucht, durch die Tortur von Philotas 
Aussagen zu erpressen, die er gegen Parmenion hätte verw^en 
können. Auf jeden Fall ist es ihm nicht gelungen, irgend etwas zu 
ermitteln, wodurch sich die Soldaten hätten bestimmen lassen, ein 
Todesurteil gegen den verehrten Feldherm auszusprechen. So blieb 
nichts übrig als eine Gewaltthat, die Alexander vermutlich mit der 
politischen Notwendigkeit rechtfertigte; er mochte sagen, er könne 
sich auf Parmenions Treue nach dem Tode seines Sohnes nicht mehr 
verlassen. Polydamas, vielleicht ein alter Frennd Parmenions, wurde 
beauftragt, den Mordbefehl zu überbringen. Von einem der Offi- 
ziere, die ihm untergeben waren, erhielt der greise Feldherr den 
Todesstofs. 

Nur mühsam wurden die Soldaten beruhigt, die bis dahin unter 
seinem Befehle gestanden hatten. Auch unter den Mannschaften, 
die Alexander persönlich befehligte, setzte die Nachricht von Par- 
menions Ermordung böses Blut. Alle Unzufriedenheit, die etwa 
sonst bestand, kam in der Entrüstung über diesen Mord zum Aus- 
druck. Die Bewegung schien Alexander so bedenklich, dafs er ans 
denen, von welchen ihm irgend oppositionelle Äufserungen bekannt 
waren, ein besonderes Regiment bildete, um die übrigen vor An- 
steckung zu bewahren. 

B. Eleitos. 

Die Entschlüsse, welche Philotas und Parmenion den Tod 
brachten, fafste Alexander nach kalter Überlegung; seinen Freund 
Eleitos erschlug er in einer Aufwallung des Augenblickes, die ihm 
jede Besinnung raubte. Diodors Bericht über das Ende ist in der 
grofsen Lücke, welche das siebzehnte Buch zerreifst, ausgefallen. So 
sind wir auf Arrian, Plutarch, Curtius und Justin angewiesen. Justins 
Erzählung (XII 6) ist kurz, enthält aber trotz ihrer Kürze manches 
Bemerkenswerte. 

Nachdem Alexander die Unterwerfung von Baktrien und Sog- 
diana vollendet hat, lädt er seine Freunde zu einem Gelage. Wie 
der Wein schon seine Wirkung gethan hat, kommt das Gespräch 
auf Philipps Thaten. Da erhebt sich Alexander über seinen Vater, 
rühmt seine eigenen Erfolge; die Mehrzahl der Gäste spendet ihm 
Beifall. Im Vertrauen auf des Königs Gunst , in der er hoch steht, 
tritt Kleitos, einer der Älteren, für das Gedächtnis Philipps ein und 
lobt seine Verdienste; dadurch verletzt er den König dermafsen, dafs 
dieser einem Trabanten eine Waffe entreifst und Kleitos während 
des Gelages niederstöfst. Über diesen Totschlag jubelnd wirft er 
noch dem Erschlagenen seinen für Philipp bewiesenen Eifer vor. 



Philotas, Eleitos, KalliBthenes. 39 

Nachdem sich der König beruhigt hat und Überlegung an Stelle des 
Zornes getreten ist, überkommt ihn Schmerz über seine That, mag 
er nun die Person des Erschlagenen oder den Anlafs des Todes be- 
denken. Er sagt sich, dafs er über das Lob seines Vaters so zornig 
geworden ist, wie er nicht einmal über dessen Beschimpfung hätte 
werden dürfen und dafs er einen alten, makellosen Freund beim 
Mahle getötet hat. In der Rene packt ihn dieselbe Leidenschaft wie 
vorher im Zorn; er wünscht zu sterben. Zuerst umarmt er weinend 
den Toten, gesteht ihm sein Unrecht; befühlt seine Wunden. Dann 
ergreift er die Waffe und kehrt sie gegen sich selbst; seine Freunde 
hindern ihn, die That auszuftihren. Sein Lebensüberdrofs hält 
mehrere Tage an. Am meisten schmerzt ihn der Gedanke an seine 
Amme, die Schwester des Eleitos; er ermifst, wie schlecht er ihr 
die Nahrung gedankt hat, die sie ihm geboten. Er überlegt femer, 
in welchen Ruf er bei seinem Heere und den unterworfenen Völkern 
kommen wird, wie ihn seine Freunde förchten und hassen werden. 
Endlich kommen ihm Parmenion und Philotas, sein Vetter Amyntas, 
seine Stiefmutter und Brüder, Attalos, Eurylochos, Pausanias und 
alle anderen, die er ums Leben gebracht hat, in den Sinn. In dieser 
Stimmung bleibt der König vier Tage lang ohne Speise. Zuletzt 
läÜBt er sich durch die Bitten des ganzen Heeres erweichen, nicht 
aus Schmerz um den Tod eines einzigen alle zu Grunde zu richten, 
da sie am äufsersten Ende des Babarenlandes unter feindseligen 
Stämmen ohne ihn verloren sein würden. Von heilsamem Einflüsse 
sind auch die Vorstellungen des Philosophen Kallisthenes. 

Wesentlich anders als Justin erzählt Plutarch (AI. 50 — 52) 
die Ursachen und die Folgen der Katastrophe; das läfst sich fest- 
stellen, obgleich wir nicht wissen können, wie in Justins Vorlage 
das Detail dargestellt war, um das Plutarch reicher ist als Justin. 
Nicht lange, nachdem Philotas und Parmenion ihren Tod gefunden 
hatten, kam Kleitos ums Leben. Das begab sich folgendermafsen. 
Der König erhielt vom Meere her eine Sendung griechischen Obstes. 
Erfreut über die Frische und Schönheit der Früchte rief er Kleitos, 
um sie ihm zu zeigen und davon abzugeben. Eleitos verliefs das 
Opfer, mit dem er gerade beschäftigt war; die Opferschafe folgten 
ihm. Das teilte der König den Sehern Aristandros und Kleomantis 
mit. Beide erkannten darin ein böses Vorzeichen und rieten 
Alexander, schleunigst für Kleitos zu opfern. Der König selbst 
hatte am dritten Tage einen seltsamen Traum; er sah Klei tos mit 
den Söhnen Parmenions in schwarzen Kleidern sitzen. Ehe jedoch 
Eleitos für sein Heil geopfert hatte, kam er zum Gelage, nachdem 
der Eönig den Dioskuren ein Opfer dargebracht hatte. Beim Weine 
trug man Spottgedichte eines gewissen Pranichos oder, wie andere 
sagen, Pierion vor, in denen die kürzlich von den Barbaren besiegten 
Feldherm dem Gelächter preisgegeben werden. Die älteren ver- 
droüs das, sie schalten den Dichter und den Sänger. Alexander aber 



40 Friedrich Cauer: 

und seine Leute wurden sehr vergnügt und wünschten mehr zu 
hören. Da fuhr Kleitos auf, schon trunken und dazu von Natur 
hitzig; es sei nicht schön, unter Barbaren und Feinden Makedonier 
zu verhöhnen, die weit besser seien als die Lacher. Alexander er- 
widerte, Eleitos verteidige sich selbst und nenne Unglück, was Feig> 
heit heifsen sollte. Da stand Eleitos auf: „Und doch hat diese Feig- 
heit den Göttersohn gerettet, als er schon seinen Bücken vor dem 
Haupte des Spithridates beugte. Durch das Blut und die Wunden 
der Makedonier bist du so grofs geworden, dafs du dich von Ammon 
adoptieren läfst und Philipp verstöfst.'' 

Erbittert schalt Alexander: „Meinst du, du schlechter Kerl, 
dafs dn Freude davon haben wirst, wenn du beständig solche Beden 
führst und die Makedonier aufhetzest?^' Eleitos erwiderte: „Auch 
jetzt, Alexander, haben wir keine Freude an dem Ziel, das wir mit 
unseren Mühen erreicht haben, and preisen die glücklich, die ge- 
storben sind, ehe sie sehen mufsten, wie wir Makedonier mit modi- 
schen Buten gepeitscht werden und Meder bitten müssen, um beim 
Eönige Zutritt zu erhalten.'^ Während Eleitos solche Beden führte 
und Alexanders Freunde ihm antworteten und ihn schalten, suchten 
die Älteren den Tumult zu stillen. Alexander aber wandte sich an 
Xenodochos aus Eardia und Artemios aus Eolophon: „Scheinen euch 
nicht die Hellenen uiiter den Makedoniern wie Halbgötter unter 
Tieren einherzu wandeln?" Eleitos gab nicht nach, sondern rief: 
„Sage laut, was dir beliebt, oder lade nicht mehr freie und frei- 
mütige Männer zur Tafel, sondern lebe mit Barbaren und Sklaven, 
die deinen persischen Gürtel und dein weifses Eleid anbeten.'^ Da 
hielt Alexander nicht mehr an sich, sondern warf mit einem Apfel 
nach Eleitos und traf ihn. Dann suchte er seinen Dolch. Aristo- 
phanes, einer der Leibwächter, hatte ihn weggetragen, die anderen 
umdrängten ihn und suchten ihn zu beruhigen. Alexander aber 
sprang auf, rief auf makedonisch nach den Hypaspisten (das war 
das Zeichen eines grofsen Tumultes) und befahl dem Trompeter, 
Alarm zu blasen; als dieser zögerte zu gehorchen, schlug ihn der 
Eönig mit der Faust; später dankte er es ihm, dafs er einen Auf- 
ruhr im Lager verhütet hatte. Eleitos, der nicht still werden wollte, 
wurde von seinen Freunden mit Mühe aus dem Saale gestofsen. Zu 
einer anderen Thür trat er kühn wieder ein und deklamierte die 
Verse aus der Andromache des Euripides: „0 weh, wie schlechtes 
Becht gilt doch in Hellas." Da ergriff Alexander einen Speer und 
durchbohrte Eleitos. Dieser fiel stöhnend zu Boden und gab sofort 
seinen Geist auf. Als der Eönig zu sich kam und seine Freunde 
schweigend stehen sah, zog er den Speer aus der Wunde und machte 
den Versuch, sich selbst am Halse zu treffen. Aber die Leibwächter 
hielten ihm die Hände fest und brachten den Leichnam mit Gewalt 
in das Schlafgemach des Toten. 

Die Nacht brachte Alexander unter Thränen und Wehklagen 



Philotas, Eleiios, Eallisthenes. 41 

zu. Am folgenden Tage lag er vor Ermattung sprachlos da und 
stiefs nur noch einzelne Seufzer ans. Die Stille machte seine Freunde 
besorgt; sie drangen mit Gewalt ein. Ihre Vorstellungen blieben 
fruchtlos; nnr auf den Seher Aristandros hörte er, als dieser ihn an 
die Vorzeichen erinnerte und ihm bewies, dafs dies Ereignis seit 
lange vorherbestimmt gewesen wäre. Deshalb wurden die Philo- 
sophen Kallisthenes und Anaxarch zum König geführt. Kallisthenes 
versuchte es, Alexander durch ethische Reflexionen zn beruhigen, 
Anaxarch rief gleich bei seinem Eintritte aus: „Das also ist Alexander, 
auf den jetzt die Welt blickt; und er liegt weinend am Boden wie 
ein Sklave, der sich vor Gesetz und Tadel der Leute fürchten mufs, 
während es ihm selbst zukäme, den Menschen ein Gesetz und ein 
Mafsstab des Rechtes zu sein; denn um zu herrschen und zu gebieten 
hat er gesiegt, nicht, um sich vor einem leeren Scheine beherrschen 
zu lassen.^^ „Weifst du nicht^^, sagte er, „dafs Zeus Dike und Themis 
neben sich sitzen hat, damit alles, was er thut, vor Göttern und 
Menschen gerecht sei?" Durch solche Reden besänftigte Anaxarch 
die Leidenschaft des Königs, verdarb aber seinen Charakter; sich 
selbst setzte er in Gunst und verdrängte Kallisthenes, der Alexander 
wegen seiner Strenge nicht zusagte. 

Das Ende des Kleitos wird wie das des Philotas von Plutarch 
in alexaDderfeindlichem Sinne erzählt. Kleitos wird zu seinen ver- 
letzenden Äufserungen vom Könige provociert, vor allem durch den 
ungerechten und empörenden Vorwurf der Feigheit (a. a 0. 50); was 
Kleitos selbst gesagt, ist geeignet, ihm die Sympathieen eines für 
Manneswürde begeisterten Lesers zu verschaffen. In der Vorge- 
schichte beider Katastrophen folgt Plutarch Historikern, die geneigt 
wareu, Alexanders Thun zu rechtfertigen oder doch zu entschuldigen. 
Über das Vorleben des Philotas macht er Angaben, die, falls sie der 
Wahrheit entsprächen, auf die Königstreue des Angeklagten in der 
That einen starken Verdacht werfen würden. Dem Tode des Kleitos 
schickt er (a. a. 0. 50) die Erzählung eines göttlichen Wahrzeichens 
voraus, nach dem Alexanders Blutthat wie ein unentrinnbares Ver- 
hängnis erscheint, das den Menschen der Verantwortung überhebt. 

Ob auch in Justins Quelle von dieser abergläubischen Erklärung 
etwas gestanden hat, können wir aus seinem dürftigen Auszuge nicht 
entnehmen. Trotz ihrer Kürze machen Justins Angaben es uns mög- 
lich, zwei wesentliche Abweichungen zwischen seinem Berichte und 
dem Plutarchs festzusellln. Bei Justin (Xu 6, 2) knüpft sich der 
Wortwechsel an Philipps Namen und bewegt sich um die gröfseren 
oder geringeren Verdienste Alexanders und seines Vaters. Bei 
Plutarch regen Spottlieder auf makedonische Feldherm den Streit 
an, und er dreht sich um das Verhältnis Alexanders zu den Make- 
donien!. Seiner selbstquälerischen Reue ein Ende zu machen, be- 
stimmen Alexander bei Justin (a. a 0. 15 — 17) die Bitten des ganzen 
Heeres und insbesondere des Kallisthenes, bei Plutarch (AI. 52) die 



42 Friedrich Oaner: 

schmeichlerischen Vorstellungen des ßehers Aristandros und des 
Philosophen Anazarch. Von den Spottgedichten, die des Königs 
Beifall gefunden haben sollen, hat Plutarch in verschiedenen Quellen 
gelesen, die den Namen des Verfassers verschieden angeben. 

Die Historiker, denen Justin und Plutarch folgen, scheinen 
Arrian neben einander vorgelegen zu haben, daneben aber noch 
mehrere andere. Arrian (IV 8. 9) erzählt das Ende des Eleitos 
aufserhalb der zeitlichen Reihenfolge. An einem Tage, der eigentlich 
dem Dionysos heilig war und von Alexander sonst regelmäfsig durch 
ein Dionysosopfer gefeiert wurde, opferte der König durch irgend 
einen Zufall statt Dionysos den Dioskuren. Als das Trinkgelage 
»ich in die Länge zog (denn schon hatte Alexander auch beim 
Trinken barbarische Art angenommen), kam das Gespräch auf die 
Dioskuren und die Sage, die ihnen Zeus zum Vater gab. Da meinten 
einige unwürdige Schmeichler, wie sie einem Könige niemals gefehlt 
haben und niemals fehlen werden, man könne die Dioskuren in keiner 
Weise Alexander an die Seite setzen. Auch vor Herakles schraken 
sie nicht zurück; nur dem Neide gaben sie Schuld, dafs die Lebenden 
nicht die verdienten Ehren erhielten. 

Kleitos war seit lange unwillig über Alexanders Hinneigung zu 
barbarischem Wesen und über die Beden seiner Schmeichler. Jetzt 
war er vom Weine erhitzt und widersprach den gotteslästerlichen 
Worten, welche die Thaten der Heroen herabsetzten, um Alexander 
einen widerwärtigen Gefallen zu thnn; Alexanders Thaten seien gar 
nicht so besonders grofs und wunderbar; dazu habe er sie nicht 
allein vollbracht, das Hauptverdienst gebühre den Makedoniem. 
Schon diese Bede verdrofs Alexander. Da fingen einige an, Ale- 
xander zu Gefallen von Philipps Thaten mit Geringschätzung zu 
reden. Nun verlor Kleitos die Herrschaft über sich selbst, erhob 
Philipp und schalt Alexander. Schon berauscht hielt er Alexander 
unter anderem vor, dafs er ihn in der Schlacht am Granikos gerettet 
hatte. Er hob stolz seine Rechte empor und sagte: „Diese Hand, 
Alexander, hat dich damals gerettet.^^ Jetzt konnte Alexander des 
Kleitos trunkenen Übermut nicht länger mit anhören, sondern sprang 
zornig auf ihn los; die ümsitzenden hielten ihn fest. Kleitos liefe 
von seinen dreisten Beden nicht ab. Alexander schrie nach den 
Hypaspisten; als keiner auf ihn hörte, rief er, es sei mit ihm schon 
ebenso weit gekommen wie mit Dareios, als er von Bessos und Ge- 
nossen gefangen geführt wurde und von seiner königlichen Würde 
nur noch den Namen übrig hatte. Die Kameraden vermochten 
Alexander nicht länger festzuhalten; er sprang auf, entrifs einem 
der Leibwächter nach einigen Quellen eine Lanze ^ nach anderen 
eine Sarissa und erstach Kleitos. Aristobul sagt nichts über den 
Beginn des Tumultes. Jedoch giebt er Kleitos die ganze Schuld; 
als Alexander wütend aufgesprungen war, um ihn zu töten, hätten 
ihn seine Freunde zur Thür hinaus geführt, bis er jenseits von 



Philotas, KleitoB, Kallisthenes. 43 

Mauern und Graben der Bnrg in den Schutz des Leibwächters 
Ptolemaios kam; er aber hätte keine Buhe gehabt, wäre wieder um- 
gekehrt und Alexander, als er Kleitos rief, mit den Worten ent- 
gegengekommen: „Hier hast du Eleitos^^; da hätte ihn die Sarissa 
getroffen und getötet. 

Sofort nach seiner Blutthat wurde Alexander von Reue er- 
fafst. Nach einigen Quellen stützte der König die Sarissa gegen die 
Mauer, um sich hineinzustürzen. Die meisten Historiker sagen davon 
nichts. Sie erzählen, Alexander habe weinend auf seinem Bette 
gelegen und £[leitos sowie seine Schwester Lanike mit Namen ge- 
rufen, sich vorwerfend, einen wie hen-lichen Lohn er ihr für die 
Nahrung gezahlt hätte, die sie ihm einst als Amme gereicht hatte; 
man erzählt, Alexander hätte drei Tage ohne Speise und Trank und 
ohne jede Pflege seines Körpers ausgehalten. 

Da kamen einige Seher darauf, die Ursache des traurigen Vor- 
falles in dem unterlassenen Dionjsosopfer zu suchen. Mühsam liefs 
sich Alexander von seinen Kameraden bestimmen, etwas Speise zu 
sich zu nehmen und das Notdürftigste für seinen Körper zu thun. 
Er holte das Dionysoaopfer nach, da auch er damit einverstanden 
war, lieber den Zorn des Gottes als seine Schlechtigkeit für das 
Unglück verantwortlich zu machen. 

Nach einigen Quellen wurde der Sophist Anaxarch zu Alexander 
berufen, um ihn zu trösten. Als er ihn am Boden liegend und 
stöhnend fand, lachte er und sagte, der König wisst nicht, weshalb 
die alten Weisen die Dike zur Beisitzerin des Zeus gemacht hätten, 
nämlich, auf dafs alles, was Zeus thut, rechtmäfsig geschehen sei. 
Und so müsse auch alles, was ein grofser König thut, als gerecht 
gelten, zuerst bei ihm selbst, demnächst bei den übrigen Menschen. 
Durch solche Reden soll Anaxarch den König beruhigt haben. 

Nach seiner ausdrücklichen Aussage hat Arrian mehrere Quellen 
benutzt. Zu diesen Quellen gehörte Ptolemaios nicht. Da Arrian 
Aristobul für das wenige, was er aus ihm entnommen hat, ausdrück- 
lich citiert (IV 8, 9), so würde or auch Ptolemaios nennen, wenn er 
irgend eine Angabe durch seine Autorität bekräftigen könnte. Bei 
Aristobul las Arrian , Kleitos sei unter die Obhut des Ptolemaios 
gebracht worden. Diese Angabe mufste durch den eigenen Bericht 
des Ptolemaios, wenn er überhaupt den Vorfall erzählte, entweder 
widerlegt oder bestätigt werden. Arrian würde nicht verfehlen, 
seinen Widerspruch oder seine Zustimmung anzumerken, wenn er 
bei ihm irgend welches Detail gefunden hätte. Wir dürfen aus 
Arrians Schweigen schliefsen, dafs Ptolemaios auf das Ende des 
Kleitos nicht näher eingegangen ist. (Karst, Forschungen zur Ge- 
schicht.e Alezanders des Grofsen S. 45.) Auch Aristobul ist an dieser 
Stelle äufsersi dürftig; wesentliche Fragen, vor allem, wie der Streit 
entstanden ist, läfst er unbeantwortet; das wenige, was er erzählt, 
ist bestimmt, den König zu entschuldigen. Aristobul und Ptolemaios 



44 Friedrich Caner: 

mufsten beide Rlhlen, dafs der Tod des Kleitos nicht dazu beitragen 
konnte, Alexanders Ruhm zu erhöhen. So gingen sie über dies Er- 
eignis möglichst kurz hinweg. 

Da seine beiden Hauptquellen versagten, so war Arrian auf 
minderwertige Nachrichten angewiesen, die er auTserhalb des zeit- 
lichen Zusammenhanges in einem Exkurse einflocht. Einige unter 
den Historikern, die ihm (IV 9, 2) mittelbar oder unmittelbar zu- 
gänglich waren, berichteten, Alexander habe versucht, sich das Leben 
zu nehmen. Da von Arrian als Waffe, die der König gegen sich ge- 
kehrt haben soll, eine Sarissa genannt wird, so werden diese Histo- 
riker zu denen gehört haben oder auch mit denen identisch sein, 
nach denen Alexander seinen Freund mit einer Sarissa durchbohrt 
hatte, während er nach anderen eine Lanze schwang (IV 8, 8). 
Auf jeden Fall war der Selbstmordversuch nur in der Minderheit 
von Arrians Quellen erzählt; die von Plutarch (AI. 51) und Justin 
(XII 6, 8) benutzten Berichte gehörten zu dieser Minderheit. In der 
Mehrzahl seiner Quellen fand Arrian (IV 9, 3. 4) nur die mehrtägige 
Reue des Königs in ergreifenden Zügen geschildert. Ob jene Min- 
derheit in dieser Mehrheit enthalten war oder sich mit ihr kreuzte, 
sagt Arrian nicht Auf jeden Fall gehörte Plutarchs Quelle nicht 
zu der Gruppe, der Arrian an dieser Stelle folgt. Erstens bemifst 
er (AI. 52) die Dauer der Reue nur auf einen Tag, nicht, wie Arrian 
(IV 9, 4) auf drei Tage; dann liegt der König bei Plutarch (AI. 52) 
anfangs weinencf und schreiend, zuletzt sprachlos da, während er bei 
Arrian (IV 9, 3) die Zeit unter beständigen Selbstanklagen verbringt. 
Näher stehen sich an dieser Stelle Arrian und Justin. Über die 
Dauer der Reue weicht freilich auch dieser Historiker ein wenig 
von Arrian ab. Nach Justin (XII 6, 15) blieb Alexander vier Tage, 
nach Arrian drei Tage ohne Speise. Alexanders Verhalten während 
dieser Tage schildern jedoch beide übereinstimmend. Er erinnert 
sich an Lanike, die Schwester des Toten, seine Amme, und macht 
sich Vorwürfe, wie schlecht er ihr ihre Liebe gelohnt hat, da die, 
welche ihr zunächst standen, teils für ihn teils durch ihn umge- 
kommen sind. (Justin XH 6, 10. 11; Arrian IV 9, 3. 4.) Er denkt 
an die Freunde, denen er früher das Leben genommen hat. 

Diese Details müssen Justin, oder vielmehr Trogus Pompeias 
und Arrian mittelbar oder unmittelbar aus derselben Quelle ge- 
nommen haben. Die Art, wie Alexander beruhigt wurde, erzählt 
Arrian (IV 9, 5 — 8) übereinstimmend mit Plutarch (AI. 52), nicht 
mit Justin (Xu 6, 15 — 17). Unter den Kameraden, die in sein Zelt 
eindringen, brauchen wir freilich nicht notwendig die von Plutarch 
erwähnten Freunde zu verstehen; es könnten allenfalls anch die 
Soldaten insgesamt gemeint sein, deren Bitten bei Justin der Reue 
ein Ende machen. Aber den Ausschlag geben bei Arrian wie bei 
Plutarch die Seher und Sophisten. Dieser Trost der Seher lautet 
allerdings bei Arrian etwas anders als bei Plutarch. Bei Arrian 



Philotas, EleitoB, Eallisthenes. 45 

erinnern sie an das unterlassene Dionysosopfer, bei Plutarch an die 
Vorzeichen, die Kleitos Unheil ankündigten. Indessen ist es nicht 
unmöglich, dafs Arrian und Plutarch aus derselben Quelle ver- 
schiedenes Detail nahmen. Es ist fast wahrscheinlich, dafs Plutarch 
in seiner Quelle oder in einer seiner Quellen auch vom Zorn des 
Dionysos erzählt fand. Denn er berichtet, das Gelage, auf welchem 
Eleiix)s erschlagen wurde, habe sich an ein den Dioskuren darge- 
brachtes Opfer angeschlossen; und dafs Alexander den Dioskuren 
opfert an einem Dionysos heiligen Tage , das ist der Frevel , der bei 
Arrian den Zorn des Gottes hervorruft. Auch Diodor hatte, wie 
die Inhaltsangabe zeigt, in dem verlorenen siebenundzwanzigsten 
Kapitel des siebzehnten Buches diesen Frevel erzählt. Auf jeden 
Fall folgen Arrian und Plutarch derselben Überlieferung, wenn sie 
berichten, Anaxarch habe den König getröstet, aber dabei durch 
niedrige Kriecherei seinen Charakter verdorben. Plutarch (AI. 52) 
ist etwas ausführlicher als Arrian (IV 9, 7. 8), aber was Arrian mit- 
teilt, stimmt mit Plutarch überein. Bei Justin (XII 6, 17) ist es 
Anaxarchs Gegner Kallisthenes , der neben den Soldaten Alexander 
tröstet und aufrichtet. 

Es hat sich gezeigt, dafs Arrian bald der durch Plutarch bald 
der durch Justin vertretenen Überlieferung folgt. Anklänge an beide 
Traditionen finden wir auch in dem Abschnitte, der erzählt, auf 
welche Weise der Streit zwischen Alexander und Kleitos entstanden 
ist. In der Hauptsache stimmt hier Arrian (IV 8, 3 — 7) mit Justin 
(Xn 6, 2. 3) überein. Allerdings knüpft bei ihm das Gespräch an 
das Dioskurenopfer an, von dem wir bei Justin nichts lesen. Aber 
sofort dreht sich die Unterhaltung um die Gröfse Alexanders und 
geht zu einem Vergleiche zwischen ihm und seinem Vater Philipp 
über. Darin giebt Arrian dieselbe Auffassung wie Justin wieder. 
Nur zwei Zusätze stimmen mit Plutarchs Darstellung überein; das 
Verhältnis zwischen Kleitos und Alexander ist schon vorher getrübt 
durch Alexanders Annäherung an orientalische Sitten (IV 8, 4), 
während bei Justin (XII 6, 3) Kleitos in der Gunst des Königs un- 
erschüttert war, und Kleitos (IV 8, 5) hält Alexander vor, die 
Hauptsache hätte nicht er gethan, sondern sein Heer. Beide Zusätze 
sind so in die übrige Erzählung verflochten, dafs sie an sich recht 
wohl aus derselben Quelle stammen könnten wie diese. Da wir je- 
doch bei Arrian und Plutarch eine verschiedene Auffassung vom 
Verlaufe des Streites gefunden haben, und da die fraglichen Zusätze 
mit Plutarchs, die übrige Erzählung mit Justins Auffassung über- 
einstimmen, so liegt die Annahme nahe, dafs Arrian die verschiedenen 
Bestandteile seiner Darstellung verschiedenen Berichten entnommen 
hat, von denen der eine dem Justins, der andere dem Plutarchs 
gleich oder ähnlich lautete. 

Dafs Arrian überhaupt mehrere Quellen verarbeitet hat, steht 
durch seine eigene Aussage fest. Teilweise oder auch ganz dieselben 



4G Friedrich Caner: 

Historiker finden wir bei Cnrtius benutzt. Die Art, wie ihre An- 
gaben hier verwertet sind, unterscheidet sich wesentlich von der 
Arrians. Curtius (VIII 1, 19—2, 12) erzählt den Tod des Kleitos 
nicht in einem Exkurse, sondern im Zusammenhange der Ereignisse. 
Während der Kämpfe in Baktrien und Sogdiana rastete Alexander 
ftir einige Tage in Marakanda. Dort bat der greise Artabazos, ihm 
seine Satrapie Baktrien zu nehmen. Alexander übertrug das er- 
ledigte Amt seinem bewährten Freunde und Diener E^leitos. Am 
Tage, bevor er aufbrechen sollte, wurde Kleitos zu einem feierlichen 
Gelage eingeladen. Vom Weine erhitzt und vom BewuTstsein seiner 
eigenen Gröfse durchdrungen begann der König seine Thaten zu ver- 
herrlichen; dadurch fiel er auch denen zur Last, die zugeben mufsten, 
dafs er sich mit Recht rllhmte. Indessen schwiegen die Älteren still, 
bis der König begann, an Philipps Thaten zu mäkeln und den Sieg 
bei Chaironeia für sich in Anspruch zu nehmen. Er behauptete, er 
hätte Philipp mit seinem Schilde geschützt, während er verwandet 
dalag uad mit seiner Hand die Scharen zu Boden gestreckt, die auf 
ihn einstürmten. Das hätte sein Vater niemals bereitwillig aner- 
kannt, da er nur nngem seinem Sohne seine Bettung verdankte. 
Daher hätte er nach dem Siege über die Illyrier, den er später allein 
gewann, an seinen Vater geschrieben, die Feinde seien aufs Haupt 
geschlagen und kein Philipp sei irgendwo zugegen gewesen. Ruhm 
verdienten nicht die, welche die Weihen von Samothrake besuchten, 
während es ihre Pflicht gewesen wäre, Asien zu verwüsten, sondern 
die, welche Unglaubliches vollbracht hätten. 

Diese und ähnliche Worte hörten die Jungen mit Vergnügen. 
Den Älteren klangen sie verletzend, vornehmlich mit Rücksicht auf 
Philipp, unter dessen Regierung der Hauptteil ihres Lebens gefallen 
war. Da deklamierte Kleitos, ebenfalls nicht mehr ganz nüchtern, 
zu seinen Tischnachbam gewandt einige euripideische Verse, in 
leisem Tone, sodafs der König die Worte nicht verstehen konnte; 
diese Verse besagten, es sei bei den Griechen ein schlechter Brauch, 
dafs auf den Siegesdenkmälern nur die Namen der Könige verzeichnet 
würden; denn damit nähmen sie einen Ruhm fUr sich in Anspruch, 
der mit fremden Blute erworben wäre. Der König ahnte, dafs das 
Gespräch eine boshafte Wendung genommen hatte. Daher fragte er 
die Umsitzenden, was sie von Kleitos gehört hätten. Während sie 
beharrlich schwiegen, erzählte Kleitos mit immer lauterer Stimme 
von Philipps Thaten und seinen griechischen Kriegen; alles erhob 
er über die 'Gegenwart. Da entspann sich ein Streit zwischen den 
Jungen u£d den Alten. Der König hörte anscheinend ruhig zu, wie 
Kleitos seinen Ruhm herabsetzte; in der Stille kochte in ihm eine 
gewaltige Wut. Indessen schien es, er werde sich beherrschen, wenn 
nur Kleitos das heikle Gespräch abbräche; da er nicht von diesem 
Thema abliefs, wurde Alexander weiter erbittert. Schon wagte 
Kleitos, auch Parmenion zu verteidigen und stellte Philipps Sieg 



Philotas, Eleitos, Kallisthenea. 47 

über die Athener hoher als die Zerstörung von Theben; nicht nur 
der Wein, sondern auch seine gereizte Stimmung trieben ihn dazu. 
Zuletzt sagte er: „Wenn es gilt, für dich zu sterben, so ist Eleitos 
der erste; aber wenn du die Verdienste abschätzest, so kommen die 
am besten weg, die am dreistesten das Andenken deines Vaters mit 
FüTsen treten. Mir vertraust du Sogdiana an, eine Provinz, die sich 
beständig empört und überhaupt nicht dauernd unterwerfen läfst 
Zu wilden Tieren werde ich geschickt. Doch was mich angeht, lasse 
ich beiseite; Philipps Soldaten verachtest du; du vergifst, dafs wir 
noch bei Halikamafs stecken würden, wenn nicht dieser greise 
Atharrias die Jungen, die aus der Schlacht wichen, zurückgerufen 
hätte. Wie also hast du eigentllich Asien mit diesen jungen Leuten 
unterworfen? Es ist richtig, was, wie du weifst, dein Oheim in 
Italien gesagt hat, dafs er auf Männer gestofsen ist, du auf Weiber/' 
Von allen anbedachten und vorlauten Äufserungen hatte keine 
den König so verletzt, wie die ehrenvolle Erwähnung Parmenions. 
Indessen bezwang er seinen Verdrufs und begnügte sich, anzuordnen, 
Eleitos sollte das Gelage verlassen. Nur noch das eine fügte er zu, 
vielleicht würde Eleitos, wenn er noch länger geredet hätte, ihm 
vorgehalten haben, wie er sein Leben gerettet hätte; denn dieser 
That hätte er sich oft trotzig gerühmt. Während Eleitos noch 
zögerte aufzustehen, packten ihn seine Tischnachbarn nnd suchten 
ihn unter Scheltworten und Ermahnungen wegzuführen. Während 
Eleitos fortgezogen wurde , kam zur bereits vorhandenen Heftigkeit 
ein neuer Zorn. Er rief, durch seine Brust sei des Eönigs Bücken 
verteidigt worden , jetzt, da die Zeit eines solchen Verdienstes ver- 
gangen wäre, sei ihm auch die Erinnerung daran verhafsi Auch 
den Tod des Attalos warf er Alexander vor; zuletzt verhöhnte er 
das Orakel Ammons, den Alexander für seinen Vater ausgäbe, und 
sagte, er sei aufrichtiger gegen den Eönig gewesen als sein 
Vater. Schon loderte im Eönige eine solche Wut, wie sie kaum ein 
Nüchterner hätte in der Gewalt behalten können. Da sein Sinn 
längst vom Weine bezwungen war, sprang er plötzlich von seinem 
Buhebette auf. Bestürzt warfen die Freunde ihre Becher weg und 
traten zusammen, gespannt, vrie die Sache ablaufen würde, die 
Alexander mit solcher Leidenschaft begann. Er nahm einem Sol- 
daten seine Lanze weg und versuchte Eleitos, der immer weiter 
tobte, zu durchbohren^ wurde jedoch von Ptolemaios und Perdikkas 
zurückgehalten. Sie packten ihn fest und stemmten sich ihm ent- 
gegen, als er auf seinem Vorsatze beharrte; Lysimachos und Leon- 
natos trugen ihm auch die Lanze weg. Er flehte die Treue seiner 
Soldaten an, erklärte, er werde wie kürzlich Dareios von seinen 
nächsten Freunden verhaftet, und befahl, mit der Trompete das 
Signal zu geben, dalB die Leute bewa&et bei der Burg zusammen- 
kämen. Da warfen sich ihm Ptolemaios und Perdikkas zu FüljBen 
und flehten, er möchte nicht übereilt im Zorne handeln und seinem 



48 Friedrich Cauer: 

Gemüte Zeit lassen, sich zu herohigen, am folgenden Tage würde 
er alles richtiger ausführen. Aber der Zorn hatte die Ohren ver- 
schlossen. Daher lief er, von seiner Leidenschaft beherrscht, in die 
Vorhalle der Burg, entrifs einem Posten seinen Speer und stellte 
sich an dem Ausgange auf, den alle Gäste passieren mufsten. Die 
übrigen waren weggegangen. Zuletzt schritt Kleitos ohne Licht zur 
Thür hinaas. Der König fragte ihn, wer er wäre. Aus seiner 
Stimme klang die grause That heraus, die er vorhatte. Kleitos dachte 
nicht an seinen, sondern an des Königs Zorn und sagte, er sei 
Kleitos und verlasse das Gelage. Während er dies sprach, durch- 
bohrte ihm Alexander die Seite und rief dem Sterbenden zu, 
während er von seinem Blute bespritzt warde: „So geh zuParmenion, 
Philipp und Attaloe.** 

Sobald der Zorn des Königs sich gelegt, sein Bausch sich zer- 
streut hatte, überlegte und ermafs er zu spät, was für eine furcht- 
bare That er gethan hatte. Er sah nun, dafs er einen Mann ge- 
tötet hatte, der sich allerdings zu einer mafslosen Offenheit ver- 
stiegen, sich aber sonst im Kriege ausgezeichnet und, wenn er sich 
nicht schämte es zu gestehen, ihm das Leben gerettet hatte. Das 
verächtliche Amt eines Henkers hatte der König übernommen, die 
Freiheit des Woi*tes, die er dem Weine zu gute halten konnte, durch 
einen abscheulichen Totschlag gerächt. Li der ganzen Vorhalle troff 
das Blut des Gastes; die Wachen hielten sich bestürzt und starr in 
der Feme; Alexander war einsam, während er sich freier seiner 
Reue hingab. Schon hatte er den Speer aus der Leiche gezogen 
und gegen sich gekehrt, als die Wachen zusprangen, dem Könige, 
der sich vergebens widersetzte, den Speer aus der Hand rissen, ihn 
emporhoben und in sein Zelt trugen. Dort lag er am Boden, sein 
klägliches Stöhnen erfüllte die ganze Burg. Dann zerrifs er sein 
Gesicht mit den Nägeln und bat die umstehenden, sie möchten ihn 
nicht eine solche Schmach überleben lassen. Unter solchen Bitten 
ging die ganze Nacht hin. Als er überlegte, ob er durch den Zorn 
der Götter zu einer so furchtbaren That getrieben worden sei, fiel 
ihm ein, dafs er dem Vater Dionysos sein Jahresopfer nicht zur 
rechten Zeit dargebracht hatte. Da er den Totschlag beim Weine 
begangen hätte, so hätte sich der Zorn des Gottes handgreiflich 
kundgegeben. Mehr jedoch wurde er dadurch erschüttert, dafs er 
alle Freunde bestürzt sah; niemand werde es in Zukunft wagen, sich 
mit ihm zu unterhalten; er werde in einer Wüste leben müssen wie 
ein wildes Tier, das einige erschreckt, andere fürchtet. Mit Tages- 
anbruch befahl er, den Leichnam, der noch blutig dalag, ins Zelt 
zu bringen. Als er vor ihm lag; begann er unter Thränen: „Das 
ist der Dank, den ich meiner Amme erwiesen habe. Zwei ihrer 
Söhne haben bei Milet für meinen Ruhm den Tod erlitten, dieser 
Bruder, ihre einzige Stütze in ihrer Verlassenheit, ist von mir beim 
Mahle erschlagen worden. Wohin soll sich die Unglückliche jetzt 



Philotaa, Eleitos, KallistheneB. 49 

begeben? Denn von allen bin ich noch allein übrig, den sie mit ruhigen 
Augen nicht wird sehen können. Und ich, der Mörder meiner Wohl* 
thäter, werde in mein Vaterland zurückkehren und meiner Amme 
nicht einmal die Hand geben können, ohne dafs ich sie an ihr Un- 
glück erinnere." Als die Thränen und Klagen kein Ende nahmen, 
wurde auf Befehl der Freunde der Leichnam weggetragen. Sobald 
die Soldaten und Leibwächter merkten, dafs der König zum Tode 
entschlossen war, drangen sie alle zusammen in sein Zelt ein and 
bewogen ihn nach anhaltendem Sträuben durch inständige Bitten, 
Speise zu sich zn nehmen. Und damit er sich seines Totschlages 
weniger zu schämen brauchte, beschlossen die Makedonier, Kleitos 
sei mit Recht getötet worden; sie wollten ihm ein ehrliches Begräb- 
nis versagen, aber der König befahl, ihn zu bestatten. 

Wie in der Geschichte des Philotas so können wir auch in der 
des Kleitos beobachten, wie Cnrtius vom Berichte einer Quelle zu 
einer anderen überspringt. Alexander hat durch geringschätzige 
Äufserungen über seinen Vater die älteren Offiziere verletzt (VIII 1, 
23 — 26). Der Verstimmung giebt Kleitos Ausdruck, indem er 
(VlJi 1, 29) einige euripideische Verse citiert, in denen bedauert 
wird, dafs die Könige allein den Ruhm von den Siegen ernten, 
welche die Völker mit ihrem Blute erkämpfen. Diese Verse hatten 
nur Sinn, wenn Alexander sich im Vergleiche mit seinem Heere, 
nicht, wenn er sich im Vergleiche mit seinem Vater Überhoben hatte; 
denn sie handeln vom Gegensatze zwischen König und Volk, nicht 
von dem zwischen Vater und Sohn. Plutarch hat in seiner Quelle 
dasselbe Citat gefunden; allerdings hat er nur den ersten Vers auf- 
genommen, aber in passenderem Zusammenhange (AI. 51); denn bei 
ihm hat Alexander den Stolz seiner Soldaten gekränkt. Bei Curtius 
ist das Citat aus diesem Zusammenhange gerissen und in eine Er- 
zählung verwoben, in der es keinen angemessenen Platz hat 

Mindestens zwei Quellen sind auch verwertet, wo Curtius den 
Tod des Kleitos erzählt (Kaerst Forschungen zur Geschichte Ale- 
xanders des Grofsen S. 57). Wie Arrian (IV 8, 8) angiebt, wurde 
Eleitos nach einigen Quellen mit einer Sarissa, nach anderen mit 
einer Lanze durchbohrt Wie Curtius (VIII 1, 45—52) erzählt, er- 
griff der König zunächst eine Lanze, diese wurde ihm aber von 
seinen Freunden entwunden; dann vollbrachte er die Blutthat mit 
einem Speer (hasta). Was bei Arrian Angaben verschiedener Quellen 
über dieselbe Begebenheit sind, hat sich bei Curtius in zwei auf 
einander folgende Akte verwandelt. Von diesen mufste der erste 
gegen den Bericht der Quelle, aus der er stanmit, verändert werden ; 
denn wenn Kleitos mit einem Speere getötet werden sollte, durfte 
er nicht vorher vou einer Lanze durchbohrt worden sein. 

Diese Art, parallele Nachrichten zu verarbeiten, ist grundver- 
schieden von derjenigen, deren sich Arrian befleifsigt. Wo letzterer 
in seinen Quellen Widersprüche iGlndet, notiert er sie; wo er die 

Jahrb. f. olast. PhiloL Suppl. Bd. XX. 4 



50 Friedrich Cauer: 

Angaben verschiedener Quellen kombiniert, sind es solche, die recht 
wohl oder doch seiner Ansicht nach neben einander richtig sein 
können und deshalb nicht verändert zu werden brauchen, am zu 
einem Berichte verschmolzen zu werden. Curtius dagegen nimmt 
alles auf, was ihm interessant und effektvoll scheint, dabei verbindet 
er widersprechende Nachrichten zu einem Ganzen und ftndert sie, 
um sie mit einander verträglich zu machen, nach Belieben ab. Viel- 
leicht dürfen wir auch in der Art, wie Alexander und Eleitos bei 
Curtius zusammentreffen, den Einflufs verschiedener Quellen er- 
kennen. Erst wird Kleitos auf Befehl des Königs von seinen Freun- 
den weggeführt (VIII 1, 38—41), nachher (Vm 1, 50) verläfet er 
als letzter den Saal. Allerdings wird ei-zählt, dafs Kleitos sich seinen 
Freunden widersetzte, und nicht gesagt, dafs sie diesen Widerstand 
überwanden. Aber wenn wir bedenken, dafs in anderen Quellen 
Kleitos aus dem Saale geschafft wurde und erst nachträglich zurück- 
kehrte, dürfen wir wohl annehmen, dafs bei Curtius ein ähnlicher 
Bericht verwertet ist. Auch die Worte, mit denen Bleitos (VJIl 1, 52) 
dem Könige seinen Namen nennt, klingen ähnlich wie die, mit denen 
er ihm bei Aristobul (Arrian IV 8, 9) entgegentritt. Aber ganz 
abweichend von Aristobul wie von allen übrigen Quellen lesen wir 
bei Curtius (VIII 1, 49), dafs Alexander am Ausgange des Palastes 
lauerte, bis Kleitos herauskam. Diese Nachricht ist geeignet, Ale- 
xanders That als besonders grausig erscheinen zu lassen. Wenn er 
während der ganzen Zeit, wo die Gäste auseinandergingen, bei seinem 
blutigen Vorsatze blieb, so verliert die Entschuldigung, die in der 
Aufwallung des Momentes lag, an Gewicht. Im übrigen ist der 
curtianische Bericht für Alexander eher günstig als ungünstig. Das 
zeigt sich vornehmlich, wenn wir ihn mit Plutarch vergleichen. Bei 
Plutarch (AI. 50) wird Kleitos von Alexander provoziert, ihn an 
seine Lebensrettung zu erinnern. Bei Curtius (ViU 1, 38. 39) hört 
Alexander mehrere verletzende Äufserungen geduldig an und sagt 
nur, er fCLrchte, Kleitos könne wieder auf sein beliebtes Thema 
konmien, wie er ihm das Leben gerettet habe. Kleitos hat also, 
indem er häufig an seine That erinnerte, es selbst verschuldet, wenn 
bei Alexander die Dankbarkeit erlosch. 

Gewisse Anstöfse und Widersprüche der curtianischen Erzählung 
lassen darauf schliefsen, dafs sie aus mehreren Quellen geflossen ist. 
Welches diese Quellen waren und wie sie sich zu den übrigen er- 
haltenen Berichten verhielten, läfst sich nicht feststellen. Starke 
Anklänge an Justin und Arrian sind im einzelnen kenntlich. Hit 
Justin (XII 6, 2) stimmt es überein, dafs Alexander durch Eigenlob 
die älteren Of&ziere verletzt, während es bei Arrian (IV 8, 3. 5) 
Schmeichler sind, die ihn über seinen Vater erheben. Selbst im 
Wortlaute kommt Curtius Arrian nahe, wo Kleitos für den Buhm 
Philipps eintritt (Curt. VIII 1, 30 Philippi acta bellaque in Graeda 
gesta commemorat, omnia praesentibus praoferens -» Arrian IV 8, 6 



Philotas, Kleitos, EallistheneB. 51 

TTpecßeueiv jLifev rd toO ^iXittttou, KataßdXXeiv bk *AX^Havöpov Kai 
Tä TOUTOU fpTOi). Mit Sicherheit hat Eaerst (Forschungen zur 
Geschichte Alezanders des Grofsen S. 56) eine wörtliche Überein- 
stimmung zwischen Arrian und Curtius an der Stelle nachgewiesen, 
wo Kleitos sich seiner Lebensrettung rühmt. Nur sind bei Curtius 
(VIII 1, 39 exprobraturum sibi fuisse vitam a semet ipso datam: 
hoc enim süperbe saepe iactasse) dem Könige Worte in den Mund 
gelegt, die Arrian (lY 8, 6 Kai ttoXuv elvai ÖoveibiZovra, 6ti irpöc 
auToC äpa ^cu)8ti) als Berichterstatter gebraucht. Beide (Curtius 
YIII 1, 43 Arrian IV 8, 7) knüpfen auch an die Erwähnung von 
Kleitos' That den Ausbruch von Alexanders Zorn, der sich bis dahin 
beherrscht hat, nun aber vom Lager aufspnugt; bei Plutarch (AI. 51) 
folgt erst noch ein weiterer Wortwechsel. Übereinstimmend be- 
richten Arrian (IV 8, 7), Plutarch (AI. 51) und Curtius (VEI 1,46.46), 
dafs Alexander von seinen Freunden festgehalten wurde und sich an 
die Soldaten (Arrian und Plutarch nennen die Hypaspisten) wandte. 
Nur Plutarch und Curtius wissen, dafs Alexander befahl, Alarm zu 
blasen, nur Arrian und Curtius, dafs er sich mit dem gefangenen 
Dareios verglich. Curtius allein nennt von den Freunden, die den 
König zu beschwichtigen suchten, einige mit Namen. 

Den Selbstmordversuch, der der That folgte, hat Curtius 
(VIII 2, 4) gemeinsam mit Justin (XH 6, 8), Plutarch (AL 52) und 
der Minderzahl von Ariians Quellen (IV 9, 2). Dafs der König, 
nachdem die Freunde den Selbstmord verhindert hatten, am Boden 
lag, berichten aufser Curtius (VIII 2, 5) Arrian (IV 9, 3) und Plu- 
tarch (AI. 52). Von den Gedanken, die Alexander während seiner 
Beue quälten, hat Curtius (Vlll 2, 7) die Besorgnis, die Freunde 
würden die Nähe des Mörders fUrchten, mit Justin (XU 6, 12. 13), 
den Vorwarf des Undankes gegen die geliebte Amme (VIII 2, 8. 9) 
mit Justin (XII 6, 10. 11) und Arrian (IV 9, 3. 4) gemeinsam. Diese 
Amme nennt Curtius (Vm 1, 21) Hellanike, Justin und Arrian 
Lanike. Die Vorwürfe, die sich der König ihr gegenüber macht, 
giebt nur Cartius in direkter Bede wieder. In dieser direkten Bede 
finden sich aber einige wörtliche Anklänge an Ausdrücke Justins 
und Arrians (Curt. VIII 2, 8 hanc nutrici meae gratiam rettuli = 
Justin Xn 6, 11 tam foedam illi alimentorum suorum gratiam red- 
ditam «= Arrian IV 9 , 3 ibc KaXd fipa auT^ TpoqpeTa d7roT€TiKU)C 
eXx]. Curt. a. a. 0. cuius duo filii apud Müetum pro mea gloria occu- 
buere mortem, hie f rater, unicum orbitatis solatium, a me inter 
epulas occisus est = Arrian a. a. 0. 4 f^ T€ touc iikv iraiöac touc 
^airrflc öir^p auroO jnaxoM^vouc direibev diroOavövTac, töv dbeX- 
qpöv bk aurf^c aÖTÖc auroxeipiiji fKxeive). Die Dauer der Beue giebt 
Curtius (a. a. 0. 10) übereinstimmend mit Arrian auf drei Tage an. 
Auf Justins (Xn 6, 16. 16) Seite tritt Curtius (Vni 2, 11) gegen- 
über Plutarch (AI. 52) und Arrian (FV 9, 6— 8) durch die Angabe, 
dafs die Bitten der Soldaten es waren, die Alexander bestimmten, 

4* 



52 Friedrich Caner: 

wieder Speise zu sich zu nehmen (a. a. 0. 11). Allein steht er mit 
dem Zusätze (a. a. 0. 12), dafs das Heer beschlofs, Kleitos sei mit 
Becht getötet worden. Von dem Einflasse des Kallisthenes, auf den 
Justin (Xn 6, 17) Gewicht legt, weifs Curtius nichts. An einer 
anderen Stelle folgt auch er dieser hier nur nur durch Justin ver- 
tretenen Überlieferung; sach der Hinrichtung des EaHisthene» heifst 
es (Curt. Vin 8, 22): Itaque nullius caedes maiorem apud Graecos 
Alexandro excitavit invidiam, quod praeditmn optimis moribus arti- 
busque, a quo revocatus ad yitam erat, quum, interfecto 
Clito, mori perseveraret, non tantum occiderit, sed etiam torserit, 
indicta quidem causa. 

Eine Beihe mehr oder minder genauer Übereinstimmungen 
zwischen Curtius und andern Historikern liefs sich nachweisen. Wie 
eng in jedem einzelnen Falle die Verwandtschaft ist und welche 
Zwischenglieder sie vermitteln, ist eine Frage, die sich nicht beant- 
worten l&fst. Wenn es schon da, wo parallele Berichte zur Ver- 
gleichung vorliegen, unmöglich ist, die gemeinsame Herkunft zu be- 
stimmen, so ist es vollends ein fruchtloses Beginnen, Angaben, die 
vereinzelt dastehen, auf ihren Ursprung zurückzuführen. Wie un- 
kenntlich die Nachrichten verschiedener Quellen werden, wenn ein 
jüngerer Historiker sie zu einem Gesamtbilde verarbeitet, können 
wir ermessen, wenn wir Droysens Darstellung der Kleitoskatastrophe 
mit der der antiken Historiker vergleichen. Wenn wir die von 
Droysen (Alexander 11 70 — 73) benutzten Berichte nicht vor 
Augen hätten, so würde es uns unmöglich sein zu sagen, woher er 
die verschiedenen Angaben genommen und was er kraft eigener 
Kombination dazugethan hat. und doch bezeichnet Droysen (a. a. 0. 
64) den Hergang, wie er ihn erzählt, ausdrücklich als überliefert 
und unterscheidet ihn von dem wirklichen Verlaufe, auf dessen Er- 
mittelung er verzichtet. 

Droysen beginnt mit den von Arrian (IV 8, 1. 2) und Plutarch 
(AI. 50) berichteten Vorzeichen; dabei stellt er das unterlassene 
Dionysosopfer voran, obgleich dies Opfer eben am Tage der Kata- 
strophe hätte stattfinden sollen, während die übrigen, nur von Plutarch 
erzählten Vorzeichen einige Tage älter sind. Den Beginn des 
Streites erzählt Droysen (a. a. 0. 71) nach An-ian (IV 8, 3 — 6). 
Dabei fügt er aber ohne Anhalt in den Quellen zu 1) dafs der in 
Kleitos angesammelte Unwille sich gegen die übergrofse Bewunde- 
rung der Jüngeren sowie gegen die hellenischen Sophisten richtete 
(bei Arrian (IV 8, 4) ist Kleitos unzufrieden, dafs der König persische 
Art annimmt, sowie über die Beden der Schmeichler), 2) dafs Ale- 
xander Kleitos vor allen ausgezeichnet hatte, 3) dafs der Streit, 
schon ehe das Gespräch auf Philipp kam, lauter wurde, 4) dafs be- 
hauptet wurde, Philipps Buhm sei, Alexanders Vater zu heilsen. 
In Kleitos' Scheltrede flicht Droysen aus Plutarch (AI. 51) die 
medischen Buten, aus Curtius (VIII 1, 33. 38) das Lob Parmenions 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 53 

und der alten Feldherm ein. Den von Plutarch (AI. 51) berichteten 
höhnischen Vergleich zwischen Hellenen und Makedoniern und den 
Versuch der Älteren, den Tumult zu stillen, der ebenfalls bei Plu- 
tarch (AL 51) verausgeht, schiebt Drojsen vor der letzten Beleidigung 
ein, die Alexander zum Äufsersten reizt; diese Beleidigung selbst 
setzt sich zusammen aus der Erinnerung an die Lebensrettnng , die 
bei Arrian (IV 8, 7) Alexanders Zorn zum Ausbruch bringt, und der 
Aufforderung, Barbaren und Sklaven einzuladen, die bei Plutarch 
(AI. 51) diese Stelle einnimmt. Was der König in seiner ersten 
Wut that und redete, erz&hlt Droysen (a. a. 0. 72), etwas ungenau, 
nach Plutarch (AI. 51), schiebt aber aus Arrian (IV 8, 8) den Ver- 
gleich mit dem gefangenen Dareios ein und fügt einen Satz zu , den 
er aus keiner Quelle nehmen konnte: „und der ihn verrate, das sei 
dieser Mensch, der ihm alles verdanke, dieser Eleitos^'. Die von 
' ihm selbständig zugefügten Worte haben für Droysen den Wert, 
dafs sie den Übergang vermitteln zu der Angabe Aristobuls (Arrian 
IV 8, 9), wonach Kleitos in den Saal zurückkehrte, als Alexander 
seinen Namen rief; und daran schliefsen sich ohne Schwierigkeit die 
euripideischen Verse, die er nach Plutarch (AL 51) bei dieser Ge- 
legenheit deklamierte. Über den Tod des Kleitos schliefst sich 
Droysen an Plutarch (AI. 51), über den Selbstmordversuch am 
meisten an Arrian (IV 9, 2) an; nur läfst er den König die Sarissa 
gegen den Boden stemmen, nicht, wie Arrian, gegen die Wand. 
Dafs Aexander in sein Gemach getragen wurde, nimmt Droysen aus 
Curtius (Vm 2, 4) und Plutarch (AL 51). Seine Selbstanklagen 
giebt er zunächst nach Arrian (IV 3. 4) wieder, dann fügt er Par- 
menion aus Justin (Xll 6, 14) zu. Die dreitägige Dauer der Reue 
hat Droysen (a. a. 0. 72. 73) aus Arrian (IV 8, 4) und Curtius 
(Vni 2, 10), die nur von einzelnen Seufzern unterbrochene Sprach- 
losigkeit des Jammers aus Plutarch (AI. 52). Den Beschlufs des 
Heeres berichtet er nach Curtius (VIII 2, 11. 12); vorher läfst er 
die Strategen ins Zelt eindringen; bei Curtius (Vlll 2, 11) und 
Justin (XU 6 , 75) thun das die Soldaten insgesamt, bei Arrian 
IV 9, 5), die Ixaipoi, bei Plutarch (AL 52) die qpiXoi. Aus Arrian 
IV 9, 5) wird die Nachholung des unterlassenen Dionysosopfer ein- 
gefügt. 

Droysens Darstellung ist so aus den Quellen zusammengesetzt, 
dafs kein beachtenswerter Zug der Tradition verloren geht; aber 
sie giebt weder einen überlieferten noch einen an sich wahrscheinlichen 
Hergang wieder. Genauer als Droysen »spricht sich Grote (Gr. G. 
VI 531) über sein Verhältnis zu den Quellen aus. Er folgt im all- 
gemeinen Arrian, nimmt jedoch aus den anderen Quellen einzelne 
Züge auf. In der Auswahl dieser Züge läfst er sich natürlich durch 
seine prinzipiellen Ansichten, vor allem durch sein ungünstiges Ur- 
teil über Alexander, bestimmen. So tritt er für die beiden curtia- 
nischen Angaben ein, dafs Alezander der erste gewesen sei, der sich 



[ 



54 Friedrich Oaaer: 

im Vergleich mit der Vergangenheit überhob (VJH 1, 22 — 26), und 
dafs er nachher vornehmlich durch das Lob Parmenions gekrftnkt 
worden sei (VUUL 1, 38). Aber Grote ist doch zu kritisch, auch gegen 
sich selbst, um einfach alles zu glauben, was ihm als Bestfttigung 
seiner vorgefafsten Ansicht willkommen sein könnte. Zum Beispiel 
verkennt er nicht, wie unwahrscheinlich Plutarchs Darstellung (A1.50) 
ist, nach welcher der König der Ehre seines Lebensretters zu nahe 
tritt, ehe dieser irgend ein bitteres Wort gesagt hat. Trotz dieser 
Vorsicht kommt auch Grote nicht darüber hinaus, Quellennachrichten, 
die ihrem Gehalte und Ursprünge nach von sehr verschiedenem 
Werte sind, zu einem Ganzen zu vereinigen. Bis zu einem gewissen 
Grade wird der Historiker inmier auf dies Verfahren angewiesexi 
bleiben. Denn es wird niemals gelingen, bis ins einzelne zu ent- 
scheiden, was von gewissenhaften Berichterstattern überliefert, was 
von ausschmückenden Erzählern erfanden ist Es ist mehr Sache 
des Taktes als des Urteils, welche Nachrichten man aufnimmt und 
wie man sie kombiniert. Aber in einigen Hauptfragen ist es doch 
möglich, das Für und Wider nach Gründen abzuwägen. Und gerade 
in diesen Hauptfragen scheint es mir, dafs Grote und Droysen das 
Richtige nicht getroffen haben. Mit mehr als Wahrscheinlichkeit 
werden sie sich ja freilich nie entscheiden lassen. Aber eben um 
das Wahrscheinliche zu ermitteln, bietet die eingehende Prüfung der 
Quellen doch vielleicht einige neue Handhaben. 

Grote und Droysen, so weit sie in der Beurteilung Alexanders 
und seiner Gegner auseinandergehen, stimmen doch darin überein, 
dafs sie in Eleitos einen Verteter der urwüchsigen Makedonier sehen« 
die seit längerer Zeit entrüstet sind, dafs der König sich ihrem 
Volkstume entfremdet (Grote a. a. 0. 519, Droysen a. a. 0. 73). 
Diese Auffassung hat in einigen, aber keineswegs in allen Quellen 
eine Grundlage. Arrian (IV 8, 4) erzählt. Kleitos sei offenbar seit 
lange unwillig gewesen toO T€ 'AXeEdvöpou tQ de tö ßapßapiKdire- 
pov |Li€TaKiWic€i Kai TÄv KoXaKeuövTwv auTÖv Toic XÖYOic. Aber 
Plutarcb sagt nichts von einer vorher bestehenden Spannung zwischen 
Kleitos und Alexander, Justin behauptet, Eleitos habe beim Könige 
in hohem Ansehen gestanden (XU 6, 3 itaque cum unus e senibus, 
Clitos, fiducia amicitiae regiae, cuius palmam tenebat, memoriam 
Philippi tueretur). Und Curtius berichtet gar, Alexander habe^us 
besonderem Verfxauen und als besondere Auszeichnung die Satrapie 
des Artabazos an Kleitos übertragen, und das Gelage, auf dem 
Kleitos erschlagen wurde, sieht bei ihm fast aus wie ein Abschieds- 
fest für den neuemannten Satrapen (VHI 1, 19 — 22 acceptaque 
aetatis excusatione ab Artabazo provinciam eius destinat Clito. 
Hie erat, qui apud Granicum nudo capite regem dimicantem clypeo 
suo texit et Rhosacis manum capiti regis iniminentem gladio ampu- 
tavit: vetus Philippi miles multisque bellicis operibus clarus. Hel- 
lanice, quae Alexandrum educavorat,' soror eius, haud secus quam 



Philotas, Eleitos, KalliBthenes. 56 

mater a rege diligebatur. Ob bas causas yalidissimam imperii par- 
tem fidei eius tatelaeque commisit. lamque iter parare in posterum 
iuBsas sollemni et tempestivo adhibetur convivio). 

Den yerscbiedenen Ansichten über das Verhältnis zwischen 
Eleitos und Alexander entsprechen verschiedene Angaben über den 
Anlafs des Streites. Nach Plutaroh (AI. 50). sind es Spottlieder anf 
die von den Barbaren besiegten Feldherm, die von Alexander mit 
Beifall aufgenommen werden, Kleitos dagegen veranlassen, den König 
daran zu erinnern, was er einem Heere verdankt nnd wie schlecht 
er seinen Treuen gelohnt hat. Das ganze Mifsverhältnis zwischen 
König und Volk, die persische Tracht und Hofsitte, der Ansprach 
auf irpoCKUVTicic, der Oegensatz zwischen den gebildeten griechischen 
Höflingen und den rohen makedonischen Kriegern kommen dabei 
zur Sprache (a. a. 0. 52). SchliefsHch deklamiert Kleitos einige 
enripideische Verse (Andromache 693 — 702), in denen sich eine 
stark demokratische und königsfeindliche Gesinnung kundgiebt: 
OtjLioi Ka6' 'eXXdb' ibc KaKUic vo|i(Z€Tai. 
Srav Tpoiraia iroXeiLiiujv CTTJcri ctpardc, 
QU TdüV TrovoüvTiüV ToöpTOV fiToOvrai töÖ€, 

dXX' 6 CTpaTTlTÖC Tf|V bo'KT)ClV fipVUTttl, 

öc elc |li€t' fiXXiüV |Liup(u)v ttoXXoIv bopu 
oubtv TrX^ov bpujv ivoc Ixei nXeiu) Xdfov. 
ccjLivoi b' ^v dpxaic ^juevoi xard tttöXiv 
qppovoöci br\iio\) jueiCov, 8vt€c oöb^vec* 
o\ b* elciv auTUüv jLiupdjp coqpaiTepoi, 
€t TÖXjLia irpocT^voiTO pk)ijXr)c(c 6* ä|ia. 
Auch Cnrtius flicht diese Verse ein, freilich an recht unpassender 
Stelle (Vm 1, 28. 29). Und wenn im weiteren Verlaufe des Wort- 
wechsels der Name Parmenion von besonderer Bedentong ist (a. a. 0. 
33. 52), so liegt darin vielleicht ebenfalls ein Hinweis auf die 
zwischen König und Volk eingetretene Entfremdung. Bei Arrian 
(IV 8, 5) behauptet Kleitos, an Alexanders Siegen hätten die Make- 
donier mehr Verdienst als er selbst. 

In allen diesen Stellen spricht sich die Ansicht aus, dafs Kleitos 
der Mifsstimmung Ausdruck gegeben habe, die Alexander durch den 
Ansprach auf die Stellung eines persischen GroCskönigs bei den 
Makedonien! erregt hatte. Justin hat eine andere Ansicht, die auch 
bei Curtius und Arrian überwiegt. Bei Justin (XII 6, 3) setzt Ale- 
xander die Verdienste seines Vaters herab, und Kleitos tritt für den 
Ruhm des verstorbenen Königs ein. Bei Arrian (IV 8, 3 — 6) dreht 
sich das GesprSlch um die Gröfse Alexanders im Vergleiche erst mit 
den Heroen der Sage, dann mit seinem Vater. Bei Curtius (Vm 
1, 23 — 26) nimmt Alexander den Ruhm von Philipps That.en für 
sich in Anspruch. Kleitos stellt Philipps Verdienste über die Ale- 
xanders (a. a. 0. 80) und macht diesem den Vorwurf, dals er das 
Andenken seines Vaters mit Fttfsen treten lasse (a. a. 0. 34). 



56 Friedrich Gaaer: 

Wenn Eleitos die Vergangenlieit gegenüber der Oegenwart 
herausstrich, so braucht er nicht notwendig die Mehrzahl der An- 
wesenden für sich gehabt zu haben. Es werden vielleicht alle die- 
jenigen gegen ihn gewesen sein, welche stolz waren, wie herrlich 
weit sie's gebracht hatten. Justin behauptet ausdrücklich (XII 6, 2), 
die meisten Anwesenden hätten Alexander Beifall gespendet. Über- 
einstimmend berichten Justin und Curtius, daTs das Heer den Tod 
des Eleitos weniger bedauerte als der König. Bei Justin (XII 6, 
15. 16) bitten die Soldaten, er möchte sie nicht aus Schmerz über 
den Tod eines einzigen alle zu Grunde richten und mitten unter den 
Barbaren feindlichen Stämmen preisgeben. Bei Curtius (VIEI 2, 1 1 . 1 2) 
dringen die Massen ins Zelt ein, bestimmen Alexander mit Bitten, 
Speise zu sich zu nehmen, und beschliefsen zuletzt, Eleitos sei mit 
Becht getötet worden; ja sie wollen ihm die Ehre der herkömm- 
lichen Bestattung entziehen. 

Durch ganz andere Mittel wird Alexander bei Arrian und Plu- 
tarch beruhigt. Beide legen Gewicht auf die bösen Vorzeichen. 
Die Seher reden dem Eönige ein, seine That sei der Wüle der Götter 
gewesen (Plut. AI. 52. Arrian IV 9, 5). An das unterlassene Diony- 
sosopfer erinnert er sich auch bei Curtius (vill 2, 6), findet jedoch 
in diesem Gedanken keine Beruhigung. Neben den Sehern nennen 
Plutarch (Ai 52) und einige Quellen Arrians (FV 9, 7) den Philo- 
sophen Anaxarch als denjenigen, der durch servile und geradesu 
frevelhafte Beden Alexander dahin brachte, sich die moralischen 
Bedenken aus dem Sinne zu schlagen. 

Wir können zwei verschiedene Auffassungen der £[leito8kata- 
Strophe durch die Quellen verfolgen. Nach der einen ist Eleitos 
verstimmt, weil Alexander sich aus einem makedonischen Volkskönig 
in einen asiatischen Grofskönig verwandelt; er giebt diesem lange 
verhaltenen Ingrimm beim Weine Ausdruck; im Zorne erschlägt ihn 
Alexander und kann sich über diese Blutthat nur beruhigen, indem 
er sich immer mehr dem verhängnisvollen Wahne hingiebt, sein Wille 
sei ein höheres Gesetz als die Gebote der Moral. Nach der anderen 
Auffassung ist Eleitos einer der ersten in des Eönigs Gunst; vom 
Weine erhitzt gerät er mit ihm über eine Frage in Streit, die durch- 
aus keine politische Bedeutung hat; da Alexander den freimütigen 
Freund in einer Aufwallung des Momentes erschlagen hat, bedauern 
die Makedonier mehr die vernichtende Wirkung, die diese That auf 
das C^müt ihres Eönigs ausübt, als den Verlust eines der ersten 
Offiziere. 

Es fragt sich, welche von beiden Auffassungen mehr Wahr- 
scheinlichkeit ftLr sich hat. Schon einige Details müssen bei der 
Tradition, nach welcher Eleitos als Verfechter politischer Freiheit 
unterging. Bedenken erregen. Übereinstimmend mit Justin (XII 6, 2) 
und Curtius (Vm 1, 27. 31) berichtet auch Plutarch (AI. 50), dafs 
die Älteren für Eleitos, die Jüngeren für Alexander Partei nahmen. 



Philotas, EHeitoB, Kallisthenes. 57 

Diese Partei bildong verstehen wir besser, wenn es sich um das An- 
denken eines Mannes handelt, den die Alten als den Helden ihrer 
besten Jahre verehrten, die Jungen als eine überwundene Gröfse 
mifsachteten. Dann deklamiert Eleitos bei Plntarch und Curtius 
enripideische Verse, die im Munde eines unter den Waffen ergrauten 
uMikedonischen Haudegens befremden müssen. Indessen könnte man 
solche Details preisgeben und doch an der Orundausicht festhalten, 
zu deren Ausschmückung sie dienen. Aber zwei Momente sprechen 
entschieden dagegen, dafs dem Tode des Eleitos eine politische Be- 
deutung beizumessen sei: Erstens war Eleitos erst wenige Tage vor 
seinem Tode zum Satrapen ernannt worden; und zweitens war Ale- 
xander über seinen Verlust tief betrübt. 

Dafs Eleitos an Stelle des greisen Artabazos zum Satrapen 
von Baktrien ernannt worden sei, erzählt allerdings nur Curtius 
(Vni 1, 19). Aber wir haben durchaus keinen Grund, diese Nach- 
richt für erfunden zu halten. Curtius erzählt den Tod des Eleitos 
in eben dem Zeitpunkte^ wo auch nach Arrian (IV 17, 3) Artabazos 
von seiner Satrapie enthoben wurde. Da £[leitos sein Amt niemals 
angetreten hat, so konnte Arrian seine Ernennung leicht übergehen, 
zumal er vou seinem Tode nicht an dieser Stelle, sondern aufserhalb 
des zeitlichen Zusammenhanges berichtet. Mit einem Manne aber, 
dem er eben erst eine der schwierigsten Satrapieen übertragen hatte, 
konnte Alezander nicht über grundlegende politische Fragen, vor 
allem über das Verhältnis zu den Orientalen, verschiedener Meinung 
sein. Dafs Alexander nach seiner That eine an Wahnsinn grenzende 
Beue empfand, berichten alle Quellen in seltener Einstimmigkeit. 
Es ist unmöglich und ist auch niemals versucht worden, an dieser 
Angabe zu zweifeln. Wir haben gesehen, dafs Alexander sich wenig 
daraus machte, einen hochverdienten General umzubringen, der ihm 
unbequem schien. Wenn er über den Tod des Eleitos sich so mafs- 
lose Vorwürfe machte und so untröstlich war, so mufste er in ihm 
einen Diener verlieren, den er als zuverlässigen und ergebenen Helfer 
besonders schätzte. 

Für die Beurteilung von Alexanders Charakter macht es viel- 
leicht wenig Unterschied, ob er in der Hitze des Weines einen un- 
bequemen Feind oder einen treuen Freund umgebracht hat. Wenn 
wir jedoch im Anschlüsse an die bessere Überlieferung annehmen, 
dafs Alexander durch seine Ansprüche auf eine übergesetzliche Ge- 
walt weder verleitet wurde, Eleitos zu töten, noch sich über die 
geschehene That beiuhigen liefs, so wird die Ehre eines Mannes 
gerettet, der von unlauteren Historikern als ein unwürdiger Eriecher 
hingestellt worden ist und unter diesem Vorwurfe noch heute 
leidet, obgleich kundige Forscher ihn mit wuchtigen Gründen ver- 
teidigt haben (L u z a c Lectiones atticae 186—189. G o m p e r z 
Commentationes in honorem Theodori Mommseni 476). Der Philo- 
soph Anaxarch wird bei Arrian (IV 9 , 7. 8) und Plutarch (AI. 50) 



58 Friedrich Cauer: 

beschuldigt, er habe Alezander ans seiner Beue gerissen, indem er 
ihm vorhielt, dafs Zeus deshalb die Dike neben sich habe, weil alles 
Recht sei, was er thue, und dafs ein grofser König ein ähnliche 
Macht habe wie Zeus. Daüis er diese Beschuldigung in minderwertigen 
Quellen fand, giebt Arrian ausdrücklich an; dals sie, wie andere An- 
griffe auf Anaxarch nachweislich, ihren Ursprung bei peripatetischen 

N Anekdotenki-ämem hat, macht L uz ac (a.a.O. 188) aufserordentlich 
wahrscheinlich. Wie diese Peripatetiker Anaxarch verleumdeten, so 
haben sie Kallisthenes , den Neffen ihres Meisters, als Märtyrer ge- 

j feiert. Wie dieser sich nach^ dem Tode des £[leitos verhalten hat, 
und was von der Nachricht Justins (Xu 6,17; vgL Gurt VIII 8, 22) zu 
halten ist, wonach gerade .er Alexander aufgerichtet hat, mnfs dahin- 
gestellt bleiben. Die Überlieferung über seine Ende vedient eine 
eingehende Prüfdng. 

C. EaUistlienes. 

Den Sympathieen, deren sich Kallisthenes bei seinen historischen 
und philosophischen Kollegen erfreute, haben wir es zu danken, dafs 
auch aufserbalb der eigentlichen Alexanderüberlieferung sich Nach- 
richten über ihn erhalten haben. Aber von den vielen Angaben 
über seine Katastrophe, die uns vorliegen, gehen nur wenige auf 
Gewährsmänner ersten Banges zurück, und selbst diese wenigen sind 
nicht frei von Widersprüchen. 

Was Diodor von Kallisthenes erzählt hat, ist in der Lücke des 
siebenten Buches ausgefallen. Justins kurzer Bericht (XII 7, 1 — 3) 
lautet für den König so ungünstig, für Kallisthenes so günstig wie 
möglich. Alexander verlangte, man solle ihn nicht mehr grüfsen, 
sondern anbeten. Dem widersetzten sich manche, am heftigsten Kalli- 
sthenes. Diese Opposition wurde ftlr ihn und viele yomehme Make- 
donier unheilvoll; sie alle wurden unter der falschen Beschuldigung 
einer Verschwörung getötet. Indessen drang die Anbetung nicht 
durch, und es blieb bei der bisherigen Art, den König zu grüfsen. 

Arrian (IV 10—14) und Plutarch (AI. 63—65) haben beide 
Nachrichten von recht verschiedener Herkunft zusammengestellt. 
Was Plutarch über die Vorgeschichte des Konfliktes erzählt, läfst 
den Philosophen als einen charaktervollen und freimütigen Mann 
erscheinen. Er macht sich bei den übrigen Sophisten und Schmeich- 
lern verhafst, weil die Jugend sich wegen seiner Beden um ihn 
schart, während die Alten ihn wegen seiner Sittenstrenge nnd seines 
Patriotismus hochschätzen; denn, wie man sagt, hat er sich Alexander 
angeschlossen, um die Herstellung seiner Vaterstadt Olynth zu er- 
wirken. Seinen Neidern und Verleumdern giebt er Waffen in die 
Hände, indem er Einladungen meist ablehnt und, wo er Gelage mit- 
macht, seiner Unzufriedenheit durch mürrisches Schweigen Ausdruck 
giebt. Dagegen richtet sich Alexanders Wort: „Den Weisen hass' 



Philotas, EleitOB, Kallisthenes. 59 

ich, der für sich nicht Klugheit hat/' Einmal erntet er, wie Her- 
mippos erzählt, durch eine Lobrede auf die Makedonier allgemeinen 
Beifall. Der König meint, es sei keine grofse Kunst, zu rühmen, 
was des Buhmes wert ist; Kallisthenes solle seine Knnst beweisen, 
indem er die Makedonier herabsetze. Nun beginnt Kallisthenes eine 
Bede voll heftiger Angriffe gegen die Makedonier, in der er yor 
allem behauptet, nur die Zwietracht der Griechen sei die Ursache 
von Alexanders Erfolgen gewesen. Dadurch erbittert er die Zu- 
hörer, und Alexander erklärt, er habe nicht von seiner Kunst, son- 
dern von seinem Makedonierhafs eine Probe abgelegt. Diesen Vor- 
fall berichtet Stroibos, der Vorleser des Kallisthenes, an Aristoteles. 
Nachdem Kallisthenes die Entfremdung des Königs gemerkt hat, 
sagt er zwei oder drei Mal zu sich: „Auch Patroklos mufste sterben 
und war mehr als du/* 

Zustimmend erwähnt Plutarch eine angebliche oder wirkliche 
Äufserung des Aristoteles, Kallisthenes hätte zwar eine grofse Bede- 
gabe besessen, aber keinen Verstand. Über seine Opposition gegen 
die irpoCKUVilcic erzählt er zweierlei: Ohne Nennung der Quelle be- 
richtet er, Kallisthenes habe allein offen ausgesprochen, was die 
ältesten und besten von den Makedoniem alle dachten, habe durch 
seinen erfolgreichen Widerspruch gegen die TTpocKUVTicic die Hellenen 
und vor allem Alexander selbst vor grofser Schande bewahrt, sich 
selbst aber ins Verderben gebracht, da er Alexander mehr zu zwingen 
als zn überreden schien. Ausführlicher ist die Darstellung, die 
Plutarch aus Chares genommen hat. Alexander trinkt bei einem 
Oelage einem Freunde vor. Dieser erwidert den Trunk, fällt vor 
dem Könige nieder und erhält einen Kufs. Alle schliefsen sich ihm 
an. Da die Beihe an Kallisthenes kommt, will er ohne Kniefall den 
König, der gerade nicht acht giebt, küssen. Aber Demetrios mit 
Beinamen Pheidon macht Alexander darauf aufmerksam, dafs Kalli- 
sthenes den Kniefall unterlassen hat. Nun weist der König den Kufs 
zurück. Kallisthenes begiebt sich auf seinen Platz, wobei er laut 
ruft: „So gehe ich um einen Kufs ärmer weg." Nach diesem Kon- 
flikt findet zunächst Hephaistion Glauben mit der Behauptung, Kalli- 
sthenes habe sich im voraus zur TTpocKUVricic bereit erklärt und 
nachher die Verabredung gebrochen, dann verbreiten Lysimachos 
und Hagnon, Kallisthenes gebärde sich als Freiheitsheld und ver- 
sammle die Jugend um sich. 

Ob auch die letzten Angaben Chares geliefert hat, ist nicht 
völlig sicher. In indirekter Bede erzählt Plutarch nur den Konflikt 
selbst, nicht die Folgen. Jedenfalls ist zweifelhaft, aus welchen 
Quellen geflossen ist, was Plutarch vom Hochverrate der Pagen er- 
zählt. Nachdem die Verschwörung des Hermolaos entdeckt worden 
ist, werden Beschuldigungen gegen Kallisthenes gläubig aufgenoni- 
men; man behauptete, er hätte Hermolaos auf die Frage, wie man 
berühmt werden könnte, geantwortet: „Wenn man den berühmtesten 



60 Friedrich Caaer: 

tötet*^; in direkter Bede erzählt Plutarch, Eallisthenes habe Her- 
molaos vor der That ermahnt, sich nicht yor dem goldenen Bette 
zu fürchten, sondern daran zn denken, dafs der Mensch, den er an- 
greife, Krankheiten und Wunden ausgesetzt sei. Andrerseits be- 
hauptet Plutarch, dafs auch unter den ärgsten Folterqualen keiner 
der Pagen etwas gegen Eallisthenes ausgesagt hat. Dafür bemft 
er sich auf Briefe Alexanders an Erateros, Attalos und Alketas, 
worin es heifst, die Enaben hätten erklärt, dafs sie die Mordthat 
allein unternommen und niemanden ins Vertrauen gezogen hätten. 
In einem späteren Briefe des Eönigs an Antipatros wird Eallisthenes 
beschuldigt: „Die Pagen sind von den Makedonien! gesteinigt wor- 
den; den Sophisten will ich selbst bestrafen und die, welche ihn aas- 
gesandt haben und die, welche meine Feinde in ihren Städten anf- 
nehmen." Über den Tod des Eallisthenes teilt Plutarch eine drei- 
fache Version mit. Nach der einen wird er von Alexander erhängt, 
nach der zweiten stirbt er in Fesseln an einer Erankheit Für die 
dritte Version wird Chares als Gewährsmann genannt. Nach diesem 
wurde Eallisthenes 7 Monate in Fesseln gehalten, um später in Gegen- 
wart seines Oheims Aristoteles vor Gericht gestellt zu werden, starb 
aber, während Alexander in Indien kämpfte an Fettleibigkeit und 
Läusesucht. 

Zum Teil dieselben Mosaikstücke wie bei Plutarch sind bei 
Arrian zusammengesetzt; aber die Fugen sind bei ihm weniger deut- 
lich zu erkennen. Dafs Arrian die Entfremdung zwischen Alexander 
und Eallisthenes nach minderwertigen Quellen ei'zählt, deutet er 
mehrfach an (IV 8, 9 Xötoc kqt^x^i, IV 10, 1 etirep dXrjefi Hurr^- 
TpaTTiai, rv 10, 3 €ici hk di Kai reibe dv^TP«Vctv, IV 10, ö Kai 
TOiöcbe Kar^x^i Xöyoc). Die Verfasser der Quellen, denen er die 
nachstehenden Angaben entnommen hat, nennt er nicht. 

Alexander beanspruchte göttliche Anbetung, da er als Sohn 
Ammons gelten wollte, und legte seine Bewunderung für persische 
und modische Art durch die veränderte Tracht und sonstige Lebens- 
weise an den Tag. Auch darin bestärkten ihn Schmeichler, vor 
allem Anaxarch und der Argiver Agis. Eallisthenes mifsbilligte dies 
Treiben. Nicht nur dadurch erregte er Anstofs, sondern auch, in- 
dem er mit der Macht seiner Feder prahlte. Er behauptete, er sei 
nicht nach Asien gekommen, um bei Alexander Buhm zu erwerben, 
sondern um Alexander berühmt zu machen; ob Alexander für einen 
Gott gelte, hänge nicht von den Lügen seiner Mutter ab, sondern 
von dem, was er in seinem Geschichtswerke verbreite. Einst fragte 
ihn Philotas, wer seiner Ansicht nach im Staate der Athener die 
höchsten Ehren erhielte; er antwortete: „Harmodios und Aristo- 
geiton, weil sie den einen von den beiden Tyrannen töteten und die 
Tyrannis sttlrzten.^^ Da fragte Philotas weiter, ob ein Tyrannen- 
mörder überall in Hellas eine Zuflucht f&ade. Eallisthenes antwor- 
tete: „Auf jeden Fall kann er sich nach Athen retten; denn die 



Philotas, EleitoB, Eallisthenes. 61 

Athener haben gegen Enrystheus, der damals über Hellas herrschte, 
für die Kinder des Herakles Krieg geführt/^ 

Als Alezander die TTpocKUVTicic einzuftlhren wünschte, hatte er 
mit seinen Sophisten und mit den angesehensten Persem and Medem 
aus seiner Umgebung verabredet, sie sollten die Sache beim Gelage 
anregen. Anaxarch brachte das Gespräch auf den Gegenstand; 
Alezander verdiene göttliche Verehrung mehr als Herakles und 
Dionysos; er habe gröfsere Thaten vollbracht als diese Heroen und 
sei desselben Stammes wie Herakles; nach seinem Tode werde er 
zweifellos göttliche Ehren erhalten; da sei es ihm zu gönnen, dafs 
er sie schon im Leben geniefse. Nach diesen Worten Anazarchs 
Sufserten diejenigen, die im voraus einverstanden waren, ihren Bei- 
fall und wollten schon mit der TTpoCKUVricic beginnen. Die Mehrzahl 
der Makedonier aber widersetzte sich schweigend. Kallisthenes er- 
widerte: „Alezander verdient alle Ehren, die einem Menschen ge- 
bühren. Aber in vielen Stücken haben die Menschen göttliche Ehren 
von menschlichen unterschieden. Nur den Göttern werden Tempel 
erbaut, BildsSnlen errichtet, Haine geweiht. Auf die Götter singen 
wir Hymnen, auf Menschen Buhmeslieder. So können auch nur die 
Götter Anbetung beanspruchen. Menschen umarmen wir, wenn wir 
ihnen unsere Liebe beweisen wollen. Die Gottheit wohnt irgendwo 
in der Höhe, und sie zu berühren ist Frevel. Deshalb sinkt man 
vor ihr auf die Kiiiee, tanzt den Göttern Reigen und singt Paiane. 
Und das ist kein Wnnder, da ja auch die verschiedenen Götter ver- 
schiedene Ehren erhalten und wieder Heroen andere als Götter. 
Da ziemt es sich nicht, alle Grenzen zu verwischen, die Menschen 
durch übermäfsige Ehren über den Platz zu erheben, der ihnen ge- 
bührt, und die Götter herabzusetzen, indem man ihnen Menschen 
gleichstellt. Auch Alezander würde es nicht dulden, dafs irgend 
ein Privatmann sich durch eine ungebührliche Abstimmung könig- 
liche Ehren anmafste. Noch mit weit höherem Rechte haben die 
Götter Ursache zu zürnen, wo Menschen sich in göttliche Ehren ein- 
drängen oder sich göttliche Ehren aufdrängen lassen« Alezander ist 
ohne Frage der tapferste der Tapferen, der fürstlichste unter den 
Fürsten, der gröfste unter den Feldherrn. Und dn, Anazarch, hättest 
80 sehr wie nur irgend ein anderer diese Gedanken Alezander nahe 
legen und die entgegengesetzten bekämpfen müssen, da du als ein 
Vertreter der Weisheit und Bildung mit Alezander verkehrst. Auf 
jeden Fall hättest du nicht diesen Vorschlag anregen dürfen, sondern 
dich daran erinnern sollen, dafs du nicht mit Kambyses oder Xerzes 
verkehrst, sondern mit dem Sohne Philipps, dem Nachkommen des 
Herakles und Aiakos, dessen Vorfahren aus Argos nach Makedonien 
kamen und bis heute nicht mit Gewalt, sondern nach dem Gesetze 
über die Makedonier geherrscht haben. Übrigens hat auch Herakles 
selbst bei Lebzeiten keine göttlichen Ehren von den Griechen er- 
fahren und anch nach seinem Tode nicht eher, als bis das delphische 



62 Friedrich Offner: 

Orakel den Befehl gegeben hatte, Herakles als Oott zu ehren. Wenn 
man aber deshalb, weil wir im Barbarenlande verhandeln, auf bar- 
barische Anschauungen Bücksicht nehmen mnfs, so fordere ich dich, 
Alexander, auf, an Hellas zu denken, am dessen willen dieser ganze 
Zug unternommen worden ist, auf dafs Asien mit Hellas yereinigt 
würde, und nun überlege, ob du nach deiner Büokkehr auch die 
freiheitsstolzen Hellenen zur Anbetung zwingen willst, oder, während 
du die Hellenen schonst, den Makedoniem diesen Schimpf anthun, 
oder ob du die Abstufung der Ehren, die du von den verschiedenen 
beanspruchst, so treffen willst, dafs du dich von den Hellenen 
menschlich und hellenisch ehren läfst und von den Barbaren allein 
barbarisch. Wenn aber von Ejros, dem Sohne des Eambjses, ge- 
sagt wird, er sei zuerst von allen Menschen angebetet worden und 
deshalb haben die Perser und Meder diese Niedrigkeit beibehalten, 
so müssen wir bedenken, dafs jenen Eyros die Skythen zur Yernunfb 
brachten, arme und unabhängige Männer, den Dareios ebenfalls Sky- 
then, den Xerxes die Athener und Spartaner, den Artaxerxes Elearch, 
Xenophon und ihre Zehntausend, und den letzten Dareios Alexander, 
der sich damals noch nicht anbeten liefs.^^ 

Solche Worte verletzten Alexander tief, während sie den Make- 
doniem aus dem Herzen gesprochen waren. Da Alexander das 
merkte, liefs er den Makedoniem verbieten, weiterhin von der An- 
betung zu reden. Als alles still geworden war, stand von den ältesten 
Persem einer nach dem anderen auf und fiel vor Alexander auf die 
Eniee. Leonnat hatte den Eindruck, dafs einer von den Persern 
dabei ungeschickte Bewegungen machte, und lachte über die ernie- 
drigende Haltung des Persers. Darüber zürnte Alexander anfangs, 
versöhnte sich aber nachher wieder mit ihm. 

Ferner wird erzählt, wie Alexander seinen Freunden aus einer 
goldenen Schale vortrank, zunächst denen, mit welchen er die irpoc- 
KUVT^cic verabredet hatte. Einer nach dem anderen trank die Schale 
aus, fiel auf die Eniee und erhielt vom Eönige einen Eufs. Als die 
Beihe an Eallisthenes kam, stand er zwar auf und trank die Schale 
aus, wollte aber ohne Eniefall seinen Eufs holen. Da Alexander 
gerade mit Hephaiston sprach, so achtete er nicht darauf, ob Ealli- 
sthenes auch die TTpocKuvricic verrichtet hatte. Demetrios, der Sohn 
des Pythonax, machte ihn auf die Unterlassung aufmerksam. Da 
verweigerte Alexander den Eufs. Und Eallisthenes sagte: „So gehe 
ich um einen Eufs ärmer weg.'* 

Während Arrian diese ganzen Vorgänge in indirekter Bede er- 
zählt hat, setzt er mit direkter Bede ein, sobald er (lY 12, 7) zur 
Verschwörung der Pagen übergeht. Aber bald genug fällt er in die 
indirekte Bede zurück. Unbedingten Glauben scheint er also auch 
den Angaben, die er über die Eatastrophe des Hermolaos mitteilt, 
nicht oder doch nur teilweise zu schenken. Seit Philipp bestand die 
Sitte, dafs die heranwachsenden Söhne der vornehmsten Makedonier 



Philotas, EleitoB, Eallisihenes. 68 

zum persönlichen Dienste beim Könige auserlesen wurden. Zu diesen 
gehörte Hermolaos, der Sohn des Sopolis, der Eifer für Philosophie 
und Verehrung für Kallisthenes an den Tag legte. Weshalb Her- 
molaos einen Groll gegen Alezander hatte, erzählt Arrian (Xu 13, 2) 
mit Vorbehalt; auf der Eberjagd soll er dem Könige zuvorgekommen 
sein und einen Eber erlegt haben, der auf Alexander losstürzte; 
aus Verdrufs darüber soll Alexander ihn vor den Augen der anderen 
Pagen züchtigen und ihm sein Pferd haben nehmen lassen. 

Hermolaos erzählte seinem Altersgenossen und Liebhaber Amjn- 
tas, was für ein Schimpf ihm angethan und wie ihm das Leben 
ohne Bache fortan unerträglich wäre. Amjntas liefs sich ohne Mühe 
zur Teilnahme an diesem Werke überreden. Weiterhin wurden zu- 
gezogen Antipatros, der Sohn Asklepiodors, Epimenes der Sohn des 
Arseas, Antikles der Sohn Theokrits und Philotas der Sohn des 
Thrakiers Karsis. Auf die Nacht, in welcher Antipatros Wache zu 
halten hatte, ward die Mordthat verabredet. 

Über die umstände, die den Anschlag vereitelten, kennt Arrian 
(XII 13, 5. 6) zwei widersprechende Angaben. Nach der einen war 
es Zufall, dafs Alexander bis in den Tag hinein beim Trinkgelage 
blieb. Nach Aristobul dagegen liefs sich der König von einer 
syrischen Wahrsagerin, die freien Zutritt bei ihm hatte, bestimmen, 
die ganze Nacht hindurch beim Becher auszuhalten. Die Entdeckung 
des Hochverrates und die Untersuchung gegen die Pagen erzählt 
Arrian ohne Vorbehalt in direkter Bede. Epimenes, der Sohn des 
Arseas, verrät den Mordplan seinem Liebhaber Charikles, dem Sohne 
des Menandros. Der erzählt die Sache Eurjlochos, dem Bruder des 
Epimenes. Eurjlochos begiebt sich zum königlichen Zelte und meldet 
alles dem Leibwächter Ptolemaios, Ptolemaios hinterbringt die Mel- 
dung dem Könige. Alezander läfst alle, deren Namen Eurjlochos 
genannt hat, verhaften. Diese gestehen auf der Folter und nennen 
noch einige als mitschuldig. 

Über den Prozefs und die Hinrichtung der Pagen teilt Arrian 
Nachrichten mit, denen er offenbar (IV 14, 2) keinen unbedingten 
Glauben schenkt. Hermolaos hält vor versammelten Makedoniem 
eine grofse Bede. Nachdem er seine Schuld gestanden hat, erklärt 
er, ein freier Mann könne Alezanders Tjrannei nicht mehr ertragen, 
und erinnert den König an sein ganzes Sündenregister, Philotas, 
Parmenion, Kleitos, die modische Tracht, die geplante und noch 
nicht aufgegebene Trpociojviicic, Alexanders Gelage und Langschlä- 
ferei; das alles sei ihm unerträglich gewesen, und deshalb habe er 
sich und andere davon befreien wollen. Dann werden Hermolaos 
und die mit ihm Verhafteten von den Anwesenden gesteinigt. 

Über die Mitschuld und das Ende des Kallisthenes haben Arrian 
widersprechende Angaben vorgelegen. Ptolemaios und Aristobul 
(Arrian IV 14, 1) erzählten, die Pagen hätten auf der Folter aus- 
gesagt, daljs Kallisthenes sie zu ihrem Vorhaben angestachelt habe. 



64 Friedrich Ganer: 

Die meisten Historiker bestritten das und behaupteten, Alexander 
hätte aus Hafs gegen Eallisthenes und wegen seiner Freundschaft 
mit Hermolaos ihm das Schlimmste zugetraut. Über das Ende des 
Philosophen widersprechen sich sogar Ptolemaios und Aristobal> 
(Arrian IV 14, 3). Ptolemaios berichtete, er sei gefoltert und auf- 
gehängt worden, Aristobul, er sei in Fesseln mit dem Heere umher- 
geführt worden und an einer Krankheit gestorben. 

Was Arrian über Eallisthenes mitteilt, ist nur ein Teil Yon 
dem, was er in seinen Quellen fand (IV 14, 4). Die von ihm ge- 
troffene Auswahl rechtfertigt er nicht mit der gröfseren Glaub- 
würdigkeit der aufgenommenen Nachrichten, sondern nur damit, 
dafs diese hinreichend seien. Einen grofsen Wert mifst er also auch 
dem, was er erzählt, nicht bei. unter den Quellen, die er benutzt 
hat, sind ihm manche mit Plutarch gemeinsam. Über den offenen 
Widerspruch, den Eallisthenes gegen die irpocKUVricic erhoben haben 
soll, giebt Arrian (IV 10, 5 — 12, l) ausführlich wieder, was Plutarch 
(AI. 54) nur kurz andeutet. Leonnats Spott über die unwürdige 
Emiedriguug eines vornehmen Persers kann Arrian (FV 12, 2) aus 
derselben Quelle haben wie die oppositionelle Bede des Eallisthenes. 
Dagegen geht die von Eallisthenes unterlassene irpocKUVricic und 
der von Alezander verweigerte Eufs zweifellos auf eine andere Quelle 
(IV 12, 3 — 5) und zwar, wie die Übereinstimmung mit Plutarch 
(AI. 54), beweist, auf Chares zurück. Über die Verschwörung der 
Pagen geht Plutarch (AI. 55) so kurz hinweg, dafs es nicht möglich 
ist, das Verhältnis seiner Gewährsmänner zu denen Arrians fest- 
zustellen. Die Briefe des Eönigs, die Plutarch (AI. 55) als Beweise 
für und gegen die Mitschuld des Philosophen anführt, scheint Ar- 
rian nicht gekannt zu haben, da er (IV 14, l) von allen Zeugen 
über diesen Punkt nur Ptolemaios und Aristobul mit Namen nennt, 
mithin nicht wohl urkundliche Zeugnisse vor Augen gehabt haben 
kann. Über das Ende des Philosophen finden wir die Angaben von 
Arrians beiden Hauptquellen (IV 14, 3) bei Plutarch (AI. 55) ohne 
Namennennung wieder. Was Plutarch auch an dieser Stelle nach 
Chares berichtet, hat Arrian nicht gekannt oder doch nicht auf- 
genommen. 

Wenn es schon bei einem gewissenhaften Berichterstatter wie 
Arrian nur stellenweise möglich ist, den Ursprung seiner Nachrichten 
über Eallisthenes anzugeben, so dürfen wir uns nicht wundem, 
dafs unter der rhetorischen Überarbeitung eines Curtius die wider- 
sprechenden Auffassungen der älteren Historiker vollends unkennt- 
lich geworden sind. Indessen ermöglichen es die Anklänge an Plu- 
tarch und Arrian, auch bei Curtius (V 5, 5 — V 8, 9) den Einfluüii 
verschiedener Quellen nachzuweisen. 

Als Alexander alles zum Feldzuge nach Indien vorbereitet 
hatte, hielt er für reif, was er in seiner Verblendung längst vor- 
hatte, und überlegte, durch was f^r Mittel er göttliche Ehren für 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 65 

sich durchsetzen könnte. Als Sohn des Zeus wollte er nicht nur 
anerkannt werden, sondern auch gelten, als ob er dem Verstände 
ebenso gebieten könnte wie der Zunge; daher sollten die Makedonier 
nach persischer Art vor ihm zu Boden fallen. Diesen Absichten 
gegenüber hielten die Makedonier insgesamt an der hergebrachten 
Art fest. Aber unter den griechischen Litteraten fianden sich Leute, 
die die Pläne des Königs in unwürdiger Weise unterstützten. Der 
Epiker Agis aus Argos und Eleon aus Sicilien sowie Leute ähnlichen 
Schlages, die der König vor seinen Verwandten und selbst vor den 
Yomehmsten Offizieren bevorzugte, öffneten ihm den Himmel und 
erhoben den neuen Gott über Herakles, Bakchos und die Dioskuren. 

um sein Vorhaben ins Werk so setzen, liefs Alexander die 
ersten unter den Makedonien!, Griechen und Persern zu einem grofs- 
artigen Gelage laden. Während der Mahlzeit entfernte er sich. In 
seiner Abwesenheit begann Kleoo, der Verabredung gemäfs, eine 
Bede über seine Vorzüge. Als den einzig würdigen Dank für seine 
Verdienste bezeichnete er es, wenn man ihn offen für einen Gott er- 
klärte. Die Sitte der Perser, ihren Königen göttliche Ehren zu er- 
weisen, fand er zugleich fromm und klug; denn die Erhabenheit der 
Herrschaft sei der Schutz des Reiches. Er erinnerte an Herakles 
nnd Bakchos, die auch erst den Neid ihrer Zeitgenossen hätten über- 
winden müssen, ehe sie als Götter anerkannt wurden. Er erklärte, 
er werde vor dem Könige den Kniefall thun, wenn er zurückgekehrt 
wäre, und forderte die anderen, in erster Linie die durch Weisheit 
Ausgezeichneten auf, sich ihm anzuschliefsen. Diese Aufforderung 
richtete sich deutlich an Kallisthenes , dessen Würde und Freimut 
dem Könige verhafst waren, da es schien, als ob er allein die Make- 
donier von der ersehnten Huldigung zurückhielte. 

Kallisthenes erwiderte: „Wenn der König deine Rede angehört 
hätte, so wäre jede Antwort überflüssig; denn er selbst würde ver- 
langen, du solltest ihn nicht zwingen, zu fremden und ausländischen 
Gebräuchen herabzusteigen, und nicht durch derartige Schmeichelei 
den Neid gegen seine Erfolge wachrufen. In seiner Abwesenheit 
antworte ich dir, dafs die frühreife Frucht sich niemals lange hält 
und dafs du göttliche Ehren dem Könige nicht giebst, sondern 
nimmst. Denn damit jemand für einen Gott gehalten werde, ist ein 
Abstand nötig, und immer haben grofse Männer diesen Dank erst 
von ihren Nachkommen erhalten. Ich wünsche unserem Könige Un- 
sterblichkeit erst für eine späte Zukunft, damit sein Leben lang und 
seine Erhabenheit ewig sei. Dem Menschenleben folgt zuweilen die 
Würde eines Gottes, sie begleitet es niemals. Du zähltest Herakles 
und Bakchos als Beispiele von solchen auf, die man zu Göttern ge- 
weiht hatte. Meinst du, sie wären durch den Beschlufs eines ein- 
zigen Gastmahles zu Göttern gemacht worden? Ehe sie ihr Ruf in 
den Himmel erhob, wurde erst ihr körperliches Dasein den Menschen 
entzogen. Sollen vielleicht ich und du, Kleon, Götter machen? Soll 

Jahrb. f. olftti. PhUol. Sappl. Bd. XX. 5 



66 Friedrich Caner: 

YOD uns der König die Würde seiner Gottheit empfangen? Hast du 
Lust, deine Macht zu versuchen: so mache jemanden zum Könige, 
wenn du ihn zum Gotte machen kannst. Oder ist es leichter, den 
Himmel zu verschenken als ein Reich? Möchten die Götter gn&dig 
ohne Zorn angehört haben, was Kleon gesagt hat, und dem Schick- 
sale seinen bisherigen Lauf weiter lassen. Möge es ihr Wille sein, 
dafs wir unseren heimischen Sitten trea bleiben. Ich schäme mich 
nicht meines Vaterlandes und habe keine Lust, von den Besiegten 
zu lernen, auf welche Weise ich meinen König verehren soIL Ich 
müfste sie ja als Sieger anerkennen, wenn wir von ihnen die Ge- 
setze, nach denen wir leben sollen, annähmen.'^ 

Beifällig wurde Kallisthenes augehört, wie ein Anwalt der Yolks- 
freiheit, vornehmlich von den Älteren. Rede und Gegenrede hatte 
der König vernommen, da er hinter dem Vorhange stand, den er 
vor sein Ruhebett gezogen hatte. Daher schickte er an Agis nnd 
Kleon, sie sollten die Diskussion abbrechen und, wenn er eingetreten 
wäre, es geschehen lassen, dals nur die Barbaren nach ihrer Art 
den Kniefall verrichteten. Bald darnach suchte er die Gesellschaft 
wieder auf, als ob er ein wichtiges Geschäft erledigt hätte. Die 
Perser begannen ihn anzubeten; einen von ihnen, der den Boden 
mit dem Kinn berührte, forderte Polysperchon, der neben dem KGnig 
lag, im Spotte auf, er solle es noch stärker auf die Erde schlagen. 
Damit brachte er den Zorn zum Ausbruch, den Alexander schon 
längst nicht mehr beherrschen konnte. Er sagte: „Du also willst 
mich nicht verehren? dir allein scheine ich Spott zu verdienen?^' 
Polysperchon antwortete, weder verdiene der König Spott noch er 
Verachtung. Da rifs ihn der König von seinem Polster und stieTiB 
ihn zu Boden. Als er kopfüber hingefallen war, sagte er: „Siehst 
du, dafs du dasselbe gethan hast, worüber du dich eben erst bei 
einem anderen lustig machtest?^' Dann liefs er ihn verhaften nnd 
brach das Gelage ab. Später verzieh er Polysperchon, nachdem er 
ihn lange genug gestraft hatte. 

Gegen Kallisthenes, der längst oppositioneller Gesinnung ver- 
dächtig war, hielt der Zorn des Königs länger an. Ihn zu befrie- 
digen, fand sich bald die Gelegenheit. 

Es war Sitte, dafs die vornehmen Makedonier ihre eben er- 
wachsenen Söhne dem Könige zu Diensten übergaben, die sich nicht 
sehr von denen der Sklaven unterschieden. Sie mit Schlägen zu 
züchtigen stand dem Könige allein zu. Diese Schar war bei den 
Makedonien! gewissermafsen eine Pflanzstätte von Feldherm und 
Offizieren. Aus ihr sind die Könige der folgenden Generationen 
hervorgegangen . 

Hermolaos, ein Angehöriger dieses Pagencorps, hatte einen 
Eber erlegt, den der König für sich selbst ausersehen hatte. Daftlr 
bekam er auf Befehl des Königs Schläge. Seinen Unwillen über 
diese Kränkung schüttete er gegen seinen Kameraden Sostratos aoSi 



Philotas, Kleitos, Eallisthenes. 67 

der in ihn verliebt war. Dieser, der vielleicht schon vorher aus 
irgend einem andern Grnnde den König hafste, verschwor sich mit 
ihm, den König zu töten. Beide Pagen zogen Nikostrotos, Autipatros, 
Asklepiodor und Philotas ins Vertrauen; durch diese wurden Antikles, 
Elaptonios und Epimenes gewonnen. Daroh Abtauschungen von 
Nachtwachen brachten sie es mühsam dahin, dafs sie nach 32 Tagen 
alle in derselben Nacht Dienst hatten. 

In der verhängnisvollen Nacht standen sie alle, stolz auf ihre 
gegenseitige Zuverlässigkeit, an der Thür des Hauses, in dem der 
König speiste, um ihn nach der Mahlzeit in sein Gemach zu ge- 
leiten. Das Glück des Königs und die Laune der Gäste voran- 
lafsten alle, länger beim Weine auszuhalten; mit Trinkspielen wurde 
die Zeit hingebracht. Die Verschworenen waren bald froh, dafs 
der König bei ihrem Angriffe trunken sein würde, bald besorgten 
sie, das Gelage könnte sich bis zum Morgen hinziehen. Denn mit 
Tagesanbruch wurden sie von anderen im Dienste abgelöst; sie 
selbst kamen erst nach sieben Tagen wieder an die Reihe und 
durften nicht hoffen, das Geheimnis werde sich bis dahin wahren 
lassen. Als schon der Tag graute, löste sich die Gesellschaft auf; 
die Verschworenen nahmen den König in ihre Mitte, froh, dafs ihnen 
die Gelegenheit, ihr verbrecherisches Vorhaben auszuführen, noch 
geboten wurde. Da stürzte ein Weib, das als wahnsinnig galt und 
als Wahrsagerin beim Könige aus und einging, ihm entgegen, warf 
sich ihm in den Weg und bat ihn mit aufgeregten Mienen und 
Blicken, zum Gelage zurückzukehren. Er folgte ihrem Bat, rief 
seine Freunde zurück und zog das Gelage bis zur zweiten Stunde 
nach Sonnenaufgang hin. Schon war die Ablösung eingetroffen, 
aber noch standen die Verschworenen auf ihren Plätzen. Der König 
redete sie freundlicher als sonst an und entliefs sie, damit sie der 
Buhe pflegen könnten. Er schenkte jedem 50 Sesterzen und lobte 
sie, dafs sie ihren Dienst noch nach Eintreffen der Ablösung fort- 
gesetzt hätten. 

Enttäuscht gingen alle nach Hause. Die übrigen hatten vor, 
ihre nächste Nachtwache abzuwarten. Epimenes, der sich entweder 
durch die Freundlichkeit des Königs hatte gewinnen lassen oder in 
dem Scheitern des ersten Planes den Willen der Götter erkannte, 
teilte seinem Bruder Eurylochos mit, was im Werke war. Allen 
stand der Tod des Philotas vor Augen. Daher fafste Eurylochos 
seinen Bruder bei der Hand und ging mit ihm zur Wohnung des 
Königs. Dort versetzte er die Leibwächter in Unruhe, denen er er- 
zählte, er überbringe eine Nachricht, von der das Leben des Königs 
abhänge. Die ungewöhnliche Zeit und die verstörten Mienen machten 
Ptolemaios und Leounatos aufgeregt. Sie öffneten die Thür und 
weckten den König. Dieser kam allmählich zu sich und fragte, was 
es g^be. Ohne zögern wies Eurylochos auf seinen Bruder, der sich 
mit auf einen verruchten Plan eingelassen hätte, ihn aber nun be- 

6* 



68 Friedrich Caner: 

reute und anzeigte. Dann berichtete Epimenes alles ausführlich, 
auch die Namen der Verschworenen. Eallisthenes war nicht als 
mitschuldig genannt, aber es stand von ihm fest, dafs er den auf- 
sässigen Reden der Pagen gern sein Ohr lieh. Nach einigen Quellen 
hatte er zu Hermolaos, als dieser über die ihm vom Könige ver- 
ordneten Schläge klagte y gesagt, sie müfsten daran denken dafs sie 
schon Männer seien; dabei war es zweifelhaft, ob er trösten oder 
aufreizen wollte. 

Nachdem der König den Schlaf abgeschüttelt und sich die OröCse 
der Gefahr, der er entronnen war, klar gemacht hatte , schenkte er 
Eurylochos 50 Talente und das Vermögen eines gewissen Tyridates 
und verzieh seinem Bruder, bevor er noch für dessen Leben bat. 
Die Schuldigen, unter ihnen KaJlisthenes, liefs er verhaften; sobald 
diese in seiner Wohnung angelangt waren, begab er sich für den 
Rest des Tages und die folgende Nacht zur Rahe. 

Am folgenden Tage berief der König eine zahlreiche Versamm- 
lung; auch die Väter und Angehörigen der Angeklagten, die nach 
makedonischem Gesetze für ihr eigenes Leben fürchten mufsten, 
wurden zugezogen. Der König liefs die Verschworenen aufser Kalli- 
sthenes vorführen; ohne Zögerang gestanden sie ihr Vorhaben. Unter 
allgemeinen Kundgebungen des Unwillens fragte sie der König, 
womit er eine solche That verdient hätte. 

Alle waren verblüfft; nur Hermolaos antwortete: „Da du fragst, 
als ob du nichts wüfstest, so will ich es dir sagen: wir haben be- 
schlossen, dich zu töten, da du angefangen hast, uns nicht wie Freie 
zu beherrschen, sondern wie Sklaven zu knechten." Da stand zu- 
erst von allen sein Vater Sopolis auf, schalt ihn einen Vatermörder, 
hielt ihm den Mund zn und verlangte, man sollte ihn nicht weiter 
hören. Der König hielt Sopolis zurück und befahl Hermolaos, zu 
sagen, was er von seinem Meister Kallisthenes gelernt hätte. Nun 
beginnt Hermolaos, alle aufzuzählen, die Alexander ums Leben ge- 
bracht hatte. Darüber entsteht von neuem allgemeiner Unwille, 
Sopolis will seinen Sohn durchbohren, wird aber vom Könige 
daran verhindert; dieser befiehlt Hermolaos, fortzufahren, und bittet^ 
ihn ruhig anzuhören. Statt für diese Toleranz dankbar zu sein, 
beschwert sich Hermolaos, dafs nicht auch Kallisthenes vor der Ver- 
sammlung reden darf, und wirft dem Könige vor, dafs er allein den 
Gewinn von Siegen ernte, die seine Leute teuer bezahlen. Er be- 
hauptet, der allgemeinen Stimmung Ausdruck zu geben und bittet 
schliefslich, die Väter der Schuldigen zu schonen. 

Die Antwort des Königs kennzeichnet sich als rhetorisches 
Machwerk vor allem dadurch, dafs er, statt gegen den Geständigen 
eine Strafe zn verhängen, sich eingehend gegenüber den erhobenen 
Vorwürfen rechtfertigt. Diese Vorwürfe sind zum Teil so sinnlos, 
dafs ihre Widerlegung nicht eben schwierig ist. Wenn er wirklich 
solche Invektiven geduldig angehört hätte, wie sie Hermolaos bei 



Philotas, Eleitos, Eallisthent s. 69 

Curtius äuTsert, so hätte er damit den Vorwurf der Zwingherrschaft 
stillschweigend widerlegt. Einem Rhetor wurde es nicht schwer, 
auch Parmenion, Philotas, Attalos, den Lynkestier und Eleitos so 
zu erwähnen, dafs Alexander gut dabei wegkam. Der Vorwurf der 
Kargheit ist gegenüber dem freigiebigen Könige so hinfällig, dafs 
er Hermolaos nur in den Mund gelegt worden zu sein scheint, um 
Alexander Gelegenheit zu einer wirkungsvollen Entgegnung zu geben. 
Das Entgegenkommen gegen die Asiaten stellt er als zugleich billige 
und politisch klnge Bücksicht dar. Dem Ammonsorakel gegenüber, 
das ihm göttliche Würde verliehen hat, spielt er sich als gewissen- 
haften Beobachter heiliger Gebote auf.. Gegenüber der Bitte, die 
Angehörigen zu schonen, weist er auf das im Philotasprozesse be- 
obachtete Verfahren hin. Dafs er Kallisthenes keine öffentliche Ver- 
teidigung gestattet hat, rechtfertigt er mit dem Mangel der make- 
donischen Nationalität, der allein der Vorzug eines öffentlichen Ver- 
fahrens zustehe. 

Während die Beden viel Raum einnehmen, erzählt Curtius den 
Vollzug der Strafe in gedrängter Kürze. Nach Schlufs seiner Bede 
entliefs Alexander die Versammlung. Die Verurteilten übergab er 
ihren Kameraden. Diese suchten ihre Treue durch die Grausamkeit 
zu beweisen, mit der sie die Unglücklichen zum Tode brachten. 
Auch Kallisthenes wurde gefoltert und getötet. An der Verschwörung 
gegen den König hatte er keine Schuld; aber er wufste sich nicht 
in höfisches Wesen und die Art der Schmeichler zu schicken. Daher 
hatte sein Tod Alexander den Griechen mehr verhafst gemacht als 
irgend eine andere Blutthat, da er in ihm, wie man behauptete, einen 
Mann von Geist und Charakter, von dem er nach dem Tode des Kleitos 
aufgerichtet worden war, ohne gerichtliche Untersuchung nicht nur 
getötet, sondern auch gefoltert hatte. Dieser Grausamkeit folgte 
eine späte Beue. 

Auch in der vorstehenden Darstellung finden sich einzelne 
Unebenheiten, wie sie bei Curtius so häufig begegnen. Die von 
Alexander berufene Versammlung wird als consilium bezeichnet 
(VII 6, 28). Die Bedner und das Publikum benehmen sich dann 
ganz wie in der Heeresversammlung, vor die Philotas gestellt wurde. 
Das Ende entspricht weder dem Charakter eines Staatsrates noch 
dem einer Heeresversammlung. Die eine wie die andere Versamm- 
lung würde aufgefordert werden, sich in irgend welcher Weise zu 
äufsern. Gegen Hermolaos wird kein Beschlufs gefafst, kein Antrag 
gestellt. Nachdem Alexander die Versammlung entlassen hat, wird 
der Angeklagte (VIII 8, 20) plötzlich als verurteilt bezeichnet. Wer 
ihn verurteilt hat, erfahren wir nicht. 

Solche Unebenheiten zeigen, dafs Curtius hier wie sonst parallele 
Berichte verarbeitet hat. Aber sie geben keine Möglichkeit, die ur- 
sprünglichen Berichte herzustellen. Weiter fUhren die Überein- 
stimmungen mit Plutarch und Arrian. Kleon nimmt neben Agis 



70 Friedrich Cauer: 

aus Argos bei Curtius (VII 5, 8) denselben Platz ein wie Anaxarch 
bei Arrian (IV 9, 9). Die Eede, in der KleoD vorschlägt, Alexander 
als Gott zu verehren (Curtius VIII 5, 10 — 12), stimmt bis ins einzelne 
mit der überein, in der bei Arrian (IV 10, 6. 7) Anaxarch denselben 
Vorschlag motiviert Vor allem steht bei beiden der Vergleich mit 
Herakles und Bakchos im Vordergrunde. Die Bede, in der Kallisthenes 
die Vergötterung bekämpft (Curtius VII 5, 14 — 19), unterscheidet 
sich im allgemeinen von der entsprechenden Arrians (IV 11). In- 
dessen werden zwei Punkte sachlich übereinstimmend hervorgehoben, 
erstens, dafs niemand vor seinem Tode zu göttlichen Ehren gelangen 
könne (Curtius a. a. 0. 15. 16. Arrian a. a. 0. 7), zweitens, dafs 
AlexEtnder Ursache habe, die hellenischen Gefühle zu schonen (Cur- 
tius a. a. 0. 19. Ajrrian a. a. 0. 7 fg.). Diese sachlichen Überein- 
stimmungen bei völliger Abweichung der Wortlaute lassen darauf 
schliefsen, dafs eine gemeinsame Vorlage von verschiedenen Autoren 
verschieden überarbeitet worden ist 

Den Ei^folg, den Kallisthenes erzielte, berichten alle Quellen, 
Justin (XII 7, 3), Plntarch (AI. 54), Arrian (IV 12, 1) und Curtius 
(Vm 5, 21), ohne Widerspruch so, dafs der König gegenüber der 
mit Beifall aufgenommenen Opposition seinen Plan aufgab. Die 
Übereinstimmung zwischen Arrian und Curtius läfst sich noch weiter 
dahin verfolgen, dafs Alexander seine Willensänderung durch eine 
Botschaft kundgiebt. Den Konflikt des Königs mit einem vorlauten 
Granden erzählt aufser Curtius (VIII 5, 22—24) nur Arrian (IV 12, 2). 
Dabei weichen sie in einigen Nebenpunkten von einander ab; vor 
allem nennt Arrian Leonnatos, Curtius Poljsperchon. 

Was Arrian und Plntarch nach Chares erzählen, kennt Curtins 
nicht; er weifs nichts von dem Versuche Hephaistions und anderer 
Freunde, die irpocKUVTicic bei einem Gelage ohne Debatte einzu- 
schmuggeln, und von dem passiven Widerstände, den Kallisthenes 
diesem Versuche leistete. Die Opposition gegen Agis und Kleon ist 
es bei ihm (VIII 6, 1) allein, die Alexander zn dem Entschlüsse be- 
stimmt, Kallisthenes aus der Welt zu schaffen. Wie Plntarch (AI. 55) 
und Arrian verknüpft er seine Katastrophe mit der Verschwörung 
der Pagen. Da diese aufser Curtius nur Arrian ausführlich erzählt, 
so bietet an dieser Stelle nur er Anhaltspunkte dar, um den Charakter 
der curtianischen Tradition zu beurteilen. Im ganzen fällt die Über- 
einstimmung mehr auf als die Abweichungen, unter den Ver- 
schworenen nennt Curtius (VIII 6, 9) zwei, die bei Arrian (IV 13, 4) 
fehlen.*) Die übrigen Namen sind beiden gemeinsam. Recht charak- 
teristisch fUr Curtius ist die Art, wie in seiner Erzählung Alexander 
beim Gelage festgehalten wird. Arrian (IV 13, 5) stellt den Bericht 
Aristobnls, wonach eine syrische Wahrsagerin Alexander bestimmte, 



1) Aufserdem wird Asklepiodor, den Arrian als Vater eines Ter- 
schworenen erwähnt, von Curtius zum Mitverschworenen gemacht. 



Philotas, Eleitos, EalliBthenet. 71 

beim Werne anszuhalten, einem anderen gegenüber, wonach ihn der 
Zufall schützte. Curtins (VIII 6, 14—17) stellt den Verlauf so dar, 
dafs Alexander zunächst aas Zufall das Gelage ausdehnt und dann, 
da er schou aufgebrochen ist, von der Wahrsagerin bewogen wird 
umzukehren. Offenbar hat, wie Eärst, Forsch, zur Gesch. Alex. 
S. 61 treffend darlegt, Curtius hier ähnlich wie beim Tode des 
Kleitos in zwei auf einander folgende Vorgänge verwandelt^ was 
Arrian korrekt als zwei verschiedene Versionen desselben Vorganges 
registriert. 

Weniger deutlich in ihren Ursachen ist eine andere Abweichung. 
Bei Arrian (IV 13, 7) entdeckt Epimenes den Plan der Verschworenen 
seinem Liebhaber Charikles, und dieser befördert die erhaltenen Mit- 
teilungen weiter an Eurylochos, den Bruder des Verräters. Bei 
Curtius (Vni 6, 20) macht Epimenes seine Enthüllungen seinem 
Bruder Eurylochos direkt. Über das Verfahren gegen die Ver- 
schworenen haben, wie aus Arrians Worten (IV 14, 1. 2) und aus 
den Unebenheiten der curtianischen Erzählung hervorgeht, beide 
mehrere Quellen benutzt. Unter diesen ist mindestens eine beiden 
gemeinsam-, denn die Philippika des Hermolaos, deren Inhalt Arnan 
(IV 14, 2) kurz angiebt, wird von Curtius (VIII 7) ausführlich mit- 
geteilt. Über die Mitschuld und den Tod des Eallisthenes finden 
wir bei Curtius (Vlli 8, 20 — 23) statt der alexanderfreundlichen 
Angaben Arrians einige Aussagen, die möglichst gehässig gegen den 
König lauten. 

Die Prüfung der Berichte über Kallisthenes hat ergeben, dafs 
wir nur zum kleinsten Teile die erhaltenen Nachrichten auf ihren 
Ursprung zurückführen und danach ihre Glaubwürdigkeit bemessen 
können. So war es unvermeidlich, dafs auf die Auswahl und Be- 
urteilung, die das Quellenmaterial in den neueren Geschichts werken 
gefunden haben, Zuneigung oder Abneigung gegen Alexander ihren 
Einflufs ausübten. In Grotes Darstellung (Gr. G. VI 634—538) 
tritt die antimakedonische, in Droysens (Alexander II 90 — 94) eine 
makedonische Tendenz auf Schritt und Tritt hervor. In einigen 
Punkten indessen ist doch vielleicht der Versuch berechtigt, zwischen 
den Widersprüchen der Quellen eine Entscheidung zu treffen, die 
von persönlicher Sympathie und Antipathie unabhängig ist. Auf 
drei Fragen scheint es mir möglich, in dieser Weise eine Antwort 
zu geben, die wenigstens eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sich 
in Anspruch nehmen kann: worin die Entfremdung zwischen Ealli- 
sthenes und Alexander ihre Ursache hatte, ob Eallisthenes an der 
Verschwörung der Pagen irgendwie mitschuldig war, endlich, auf 
welche Weise Kallisthenes ums Leben gekommen ist. 

Über den Bruch zwischen Kallisthenes und Alexander haben 
wir drei Berichte, von denen nur zwei die Ursache in dem Verbalten 
gegenüber der TTpocKUViicic sehen. Der dritte, den Hermippos dem 
Peripatetiker Stroibos, dem Sekretär des Kidlisihenes, verdankte, 



72 Friedrich Cauer: 

ist uns nur aus Plutarch bekannt; Stroibos erzählte die Entstehung 
des Zwiespaltes in einer Weise, die für Eallisthenes sehr viel weniger 
ehrenvoll ist. Der Philosoph hat auf einem Trinkgelage mit einer 
Lobrede anf die Makedonier lebhaften Beifall geemtet. Halb im 
Scherz fordert ihn der König auf, seine Kunst noch glänzender zu 
zeigen, indem er die Makedonier tadle. Nun hält Kallisthenes eine 
zweite Rede, in der er die Thaten der Makedonier und insbesondere 
Philipps nach Möglichkeit herabsetzt, und durch diese zweite Bede 
wird der König bitter verstimmt. Gesetzt, dafs Alexander wirklich 
Kallisthenes für ernst nahm und nachtrug, was Kallisthenes nur als 
rhetorisches Bravourstück gemeint hatte, so würde das freilich nicht 
gerade zu seinem Ruhme beitragen. Aber auch Kallisthenes würde 
mit Unrecht als ein Märtyrer seines Freimutes gepriesen, wenn er 
sich die Ungnade des Königs durch eine Handlungsweise zugezogen 
hätte, deren Folgen er nicht vorauswufste , und die er unterlassen 
haben würde, wenn ihm die Konsequensen bekannt gewesen wären. 
Und auf das Ansehen, das er bei Hofe genofs, würde es nicht eben 
ein glänzendes Licht werfen, wenn man ihm zumutete, das Gegen- 
teil von dem zu beweisen, was er unmittelbar vorher behauptet hatte. 
Die beiden anderen Berichte stimmen darin überein, dafs 
Kallisthenes durch seinen mannhaften Widerstand gegen die irpoc- 
KUVTicic den Unwillen des Königs erregt, gehen aber in der Art, 
wie sie ihn diesen Widerstand äufsem lassen, weit auseinander. 
Allen zur Vergleichung vorliegenden Autoren ist eine Überlieferung 
bekannt, wonach Kallisthenes den von anderer Seite in Abwesenheit 
des Königs gemachten Vorschlag der irpocKUViicic in ausführlicher 
Rede bekämpfte und dadurch den König bestimmte, auf die geplante 
TipocKÜVTicic zu verzichten (Justin XII 7, 2. 3. Plut AI. 54. Arrian 
IV 10, 5—12, 1. Cuit. Vm 5, 20, 21; 6, l). Nur Arrian (IV 12, 
3 — 5) und Plutarch (AI. 54, 5) kennen daneben eine andere Tra- 
dition, wonach die TrpocKuviicic ohne vorhergehende Debatte von 
einigen Freunden Alexanders insceniert wurde und Kallisthenes bei 
dieser Gelegenheit es versuchte, den Kniefall unbemerkt zu unter- 
lassen, wegen seiner Unehrerbietigkeit dem Könige denunziert und 
von diesem durch Verweigerung des den anderen gewährten Kusses 
gestraft wurde. Beide Traditionen schliefsen sich aus; denn Kalli- 
sthenes konnte nicht hoffen, unbemerkt durchzuschlüpfen, wenn er 
schon vorher durch offenen Widerspruch die Aufmerksamkeit auf 
sich gelenkt hatte. Ich will kein Gewicht darauf legen, ob der Zu- 
satz Plutarchs, Hephaistion hätte Kallisthenes vorgehalten, dafs er 
sich bei einer vertraulichen Vorbesprechung zur TipocKUVTicic bereit 
erklärt hätte, ob dieser Zusatz aus derselben Quelle wie die ganze 
Nachricht, d. h. aus Chares, geflossen ist. Auch wenn wir uns an 
das halten, was nur Arrian mitteilte, ist die Erzählung allein ver- 
ständlich, wenn man im voraus von Kallisthenes erwartete, er werde 
die TTpocKUViicic ohne Anstand verrichten. 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 73 

Während die beiden Versionen über die verweigerte TrpocKUvricic 
sich unter einander ausschliefsen, ist jede von ihnen mit der Erzählung 
von dem rhetorischen Bravourstück und seinem unbeabsichtigten 
Erfolge recht wohl vereinbar. Es fragt sich also 1) welche von 
den beiden ^Erzählungen über die Verweigerung der TipocKÜVTicic 
wahrscheinlicher ist, 2) ob diese Erzählung mit der vom rhetorischen 
Bravourstück zu kombinieren, vor letzterer zu bevorzugen oder hinter 
ihr zurückzusetzen ist. Man kann diese Fragen nicht beantworten, 
ohne sich über die ganze Persönlichkeit des Eallisthenes klar zu sein. 

Wenn Gr ote (Gr. G. VI 535) und andere Historiker Eallisthenes 
als einen charaktervollen Mann hinstellen, dem seine Manneswürde 
mehr galt als das Leben, so geben sie die Anschauung wieder, die 
in der nichthistorischen Litteratur des Altertums vorherrscht. Diese 
Anschauung ist ein Ausflufs der Sjmpathieen, die dem Philosophen 
sein unglückliches Ende beim litterarischen Publikum gewonnen 
hatte (Cicero pro Babir. Post. 9, 23. Seneca Nat. quaest. VI 23. Plut. 
Moral. 65 E. Lukian. DiaL Moii;. Xm 6. Dio Chrysost. Or. 64, 598. 
Themist. VII 94. X 130. Xm 175. Tatian. adv. Graec. 2), und viel- 
leicht überall mehr oder weniger bestimmt durch das Buch, das 
Theophrast dem Andenken seines peripatetischen EoUegen gewidmet 
hatte (Diog. Laert. V 44. Cic. Tusc. disp. HI. 10, 21. V 9, 25). Für 
den modernen Forscher können solche allgemeine Äufserungen der 
Bewunderung oder Entrüstung nicht als Zeugnisse in Betracht 
kommen. 

Im einzelnen wird an Eallisthenes sein sittenstrenger Lebens- 
wandel und seine Lebensweisheit gerühmt (Plut. AI, 53. Curt. VIII 
5, 13. Plut. Moral. 454 E. 623 F. 624). Gesetzt, alles, was iu dieser 
Richtung behauptet wird, wäre richtig — und da eine diesbezügliche 
Angabe auf Chares (Fr. 7) zurückgeht, so verdient es immerhin 
einige Beachtung — , so wäre damit für die entscheidende Frage so gut 
wie nichts gesagt. Denn es kann jemand sehr korrekt und mäfsig 
leben, auch von moralischer Weisheit triefen und dabei doch den 
Mächtigen gegenüber eine klägliche Figur abgeben. Schwerer fällt 
ins Gewicht, dafs Eallisthenes schon vor dem verhängnisvollen Eon- 
flikte durch seinen Freimut Anstofs gegeben haben (Curt. VUI 5, 13 
vgl. 8, 21), ja schon von seinem Oheim Aristoteles ermahnt worden 
sein soll, seine Zunge mehr im Zaume zu halten, als es in seiner 
Natur lag (Diog. Laert. Vi, 4. 6. Val. Max. VII 2, 11. Ammian 
Marceil. XVII 3, 7). Aber auch diese Aussagen genügen nicht^ um 
Eallisthenes als einen freimütigen und charaktervollen Mann zu er- 
weisen; dazu ist ihre äufsere Beglaubigung zu gering. 

Die Billigkeit erfordert es, auch den ungünstigen Nachrichten 
über Eallisthenes keinen grofsen Wert beizulegen. Aristoteles soll 
gesagt haben, er sei zwar gewaltig im Xö^oc, besitze aber keinen 
voOc (Plut. AI. 54). Wir können nicht wissen, ob in diesem Aus- 
druck mit XÖYOC BedegabOi mit voOc Verstand, oder mit XÖTOC die 



74 Friedrich Caaer: 

Klugheit des Gelehrten, mit voGc die des geschmeidigen Weltmannes 
gemeint ist. Ähnlich steht es, wenn Aristoteles die Anfserung bei- 
gelegt wird, Kallisthenes besitze zwar den TiepiTTOC voOc, habe aber 
den dvGpOüTTivoc verloren (Joh. Lyd. de mens. III 36 p. 4ö), Es 
giebt Menschen, denen jede Klugheit als tlberfltissig erscheint, die 
ihrem Inhaber keine äufseren Vorteile yerscha£Ft; andrerseits aber 
giebt es einen Scharfsinn, der in der That wertlos ist, da er sich 
nur in leeren Spielereien ergeht und die Erkenntnis der Wirklich- 
keit, auch die theoretische Erkenntnis, um nichts fördert. So kann 
man nicht sagen, ob Kallisthenes in der von Johannes Lydns be- 
richteten Aufserung ein Lob nach der Seite seines Charakters oder 
einen Tadel nach der Seite seines Urteils erhalten soll. 

Aristoteles wird auch von Diogenes Laertios (V 2, 39) als Zeuge 
über Kallisthenes angeführt; er soll erklärt haben, Theophrast be- 
dürfe des Zügels, Kallisthenes des Sporns. Das hat gar nichts zu be- 
deuten. Denn derselbe Ausspruch ist von anekdotenhaften Historikern 
mehr als einem berühmten Lehrer berühmter Schüler in den Mund 
gelegt worden. Ebenso schlecht bezeugt ist eine Aufserung, die 
Kallisthenes selbst nach einer der Nebenquellen Arrians (IV 10, 2) 
gethan haben soll, imd in der er als eitler, gegen die Wahrheit 
gleichgültiger Renommist erscheint: er sei nicht nach Asien gekommen, 
um durch Alexander berühmt zu werden, sondern um Alexander be- 
rühmt zu machen, und seiner göttlichen Herkunft verschafften nicht 
die Lügen seiner Mutter, sondern die Erzählungen seines Biographen 
Glauben. 

Da die Überlieferung sich als geringwertig erwiesen hat, so 
hängt das Urteil über den Charakter des Kallisthenes von den Frag- 
menten seines Geschichts Werkes ab. Und diese geben nach der un- 
günstigen Seite den Ausschlag. Kallisthenes erzählte (Fr. 25), das 
Meer sei vor Alexander bei seinem Marsche an der pamphylischen 
Küste zurückgewichen, da es in ihm seinen Hen'scher erkannt hätte 
und ihm seine Anbetung hätte darbringen wollen (iva ^v Tip öiTO- 
KupToGcOai TTUJC öokt) TTpocKUVeiv). Zur Ammonsoase wurde Alexander 
nach Kallisthenes (Fr. 36) von Baben geleitet, welche in ihrer Für- 
sorge für die Pilger so weit gingen, dafs sie Versprengte und Ver- 
irrte nachts anriefen und auf den richtigen Weg zurückbrachten. 
Während der Schlacht bei Arbela liefs Kallisthenes den König die 
Hände erheben und die Götter anflehen, wenn er wirklich der Sohn 
des Zeus wäre, ihm beizustehen. Und in der Schilderung derselben 
Schlucht gab sich Kallisthenes dazu her, Alexander zu Gefallen den 
greisen I'armenion zu verdächtigen. 

Diese Proben seiner Wahrheitsliebe beweisen, dafs Kallisthenes 
sich zu jeder Kriecherei bereit fand, die der König von ihm verlangte, 
dafs er insbesondere auch dessen Ansprüchen auf göttliche Ehren 
eifrig entsprach. Dafs er derselben Tendenz, der er sich in seinem 
Werke dienstbar machte, im Leben offen und mannhaft entgegen- 



Philotafl, Eleitos, Eallisthenes. 75 

getreten sein sollte, ist unmöglich. Von den drei Erzählungen über 
das Ereignis, das Kallisthenes in Ungnade brachte, ist daher diejenige 
jedenfalls zu verwerfen, welche ihn den Vorschlag der irpocKiivricic 
in ausführlicher Eede bekämpfen läfst. Die beiden anderen haben 
das gemeinsam, dafs Kallisthenes die Folgen seiner Handlungsweise 
nicht voraussieht; in der einen erregt er den Zorn des Königs mit 
einer Rede, für die er Lob za ernten gehofft hatte; in der anderen 
hofft er, da Alexander gerade in ein Gespräch veiüeft ist, auch ohne 
TrpocKUVTicic einen Kufs zu erhalten, wird aber dem Könige denunziert. 
Beide werden auf Teilnehmer des Alexanderzuges zurückgeführt, die 
eine auf Stroibos, den Sekretär des Kallisthenes, die andere auf 
Chares, den eicaTT^^^^c des Königs. Welche von beiden besser 
beglaubigt sei, ist unter diesen Umständen schwer zu sagen. Recht 
wohl können beide der Wahrheit entsprechen. Und so viel läfst 
sich wohl als sicher hinstellen: dafs Kallisthenes nicht als Vorkämpfer 
der Freiheit in Ungnade gefallen ist, sondern, weil er es trotz seines 
Servilismus nicht immer verstanden hat, Alexanders Launen zu 
genügen. 

Damit ist nicht gesagt, dafs er die Rolle eines Freiheitshelden 
niemals gespielt haben könne. Zweifellos war die Eitelkeit bei ihm 
das treibende Motiv. So lange er konnte, suchte er sich und anderen 
als Günstling des Königs zu gefallen. Als dieser ihm seine und 
damit auch des Hofes Gunst entzogen hatte, konnte er nur noch bei 
solchen auf Sympathie und Bewunderung hoffen, die aus irgend 
welchen Gründen verstimmt oder mifsvergnügt waren. Wenn er 
den Beifall und die Anhänglichkeit von Knaben zu gewinnen suchte, 
so beweist das entweder, dafs er von Männern allgemein gering ge- 
schätzt wurde, oder, dafs eine nennenswerte Opposition gegen 
Alexander damals noch nicht bestand. Wie weit sich Kallisthenes 
mit den unzufriedenen Pagen eingelassen, und insbesondere, ob er 
sich irgendwie des Hochverrates schuldig gemacht hat, bedarf einer 
näheren Untersuchung. 

Vermutlich nach Chares erzählt Plutarch (AI. öö), Lysimachos 
und Hagnon hätten behauptet, dafs Kallisthenes sich nach dem Streit 
um die Trpociojviicic als Tyrannenfeind und Befreier gebärdete. Da 
diese Angabe äufserlich gut beglaubigt ist, so haben wir keinen 
Grund, sie zu bezweifeln. Mit ihr befinden sich Arrian und die 
Mehrzahl seiner Gewährsmänner in Einklang, wenn sie (IV 13, 2; 
14, 1) als Thatsache erzählen, dafs Hermolaos und Kallisthenes be- 
freundet waren. Weiter geht er schon, wo er (VIII 6, 24 vgl. 7, 3; 8, 19) 
als sicher hinstellt, dafs Kallisthenes oft zuhörte, wenn die Pagen 
ihrem Unmate gegen den König Luft machten. Einige der von 
Curtius benutzten Quellen wufsten sogar zu berichten (Vill 6, 25), 
Kallisthenes habe Hermolaos, als er über die erhaltenen Schläge 
klagte, ermahnt, sie müfsten sich bewufst sein, dafs sie schon Männer 
wären. Noch deutlicher spricht er die Aufforderung zum Königsmorde 



76 Friedrich Cauer: 

in einer Plutarch (AI. 55) bekannten Erzählung aus, wo er Hermolaos 
verspricht, er werde berühmt werden, wenn er den berühmtesten 
Mann töte, und ihm einschärft, er solle sich nicht vor dem goldenen 
Bette fürchten, sondern daran denken, dafs er einem Menschen 
gegenüberstehen werde, der gegen Wunden und Krankheit nicht 
gefeit sei. 

In den zuletzt erwähnten Erzählungen wird Eallisthenes ein 
mehr oder weniger bedeutender, mehr oder weniger nachweisbarer 
Anteil an der Verschwörung der Pagen zugeschrieben. Arrian scheint 
ihnen keinen Wert beigelegt zu haben. Wenn er (IV 2, 7), die 
Leute, welche Eallisthenes beschuldigten, dafs er um das Vorhaben 
der Pagen gewufst oder sie gar dazu angestachelt habe, hätten bei 
Alexander Glauben gefunden, so ist damit freilich nicht notwendig 
gesagt, dafs er selbst ihnen keinen Glauben schenkt; aber noch 
weniger ist jedenfalls das Gegenteil gesagt. Ausdrücklich für un- 
schuldig wird Kallisthenes von Justin (XII 7, 2) und Curtius (vlll 
6, 1; 8, 21 vgl. 7, 8; 8, 19), sowie von der Mehrzahl der Arrian 
(IV 14, 1) bekannten Historiker erklärt. 

Zweifellos haben seine angeblichen Äufserungen keinerlei Ge- 
währ. Wie leicht solche Anekdoten erfunden wurden, können wir 
zum Glück noch feststellen. Auch Philotas soll von Kallisthenes 
zum Tyrannenmorde ermutigt worden sein. Wie Arrian (IV 10, 3) 
in einigen seiner Nebenquellen fand, richtete Philotas an Kallisthenes 
die Frage, wer seiner Ansicht nach von der Stadt der Athener am 
meisten geehrt würde; er antwortete: die Tyrannenmörder Harmodios 
und Aristogeiton ; da fragte Philotas, ob ein Tyrannenmörder überall 
in Hellas eine Zuflucht fände; Kallisthenes antwortete: in Athen 
auf jeden Fall. Zufällig haben wir ein Fragment, worin Kallisthenes 
sich bemüht, Parmenions Verdienste zu verkleinern. Er nahm also 
in dem Konflikte zwischen Alexander und Parmenion für den König 
Partei und bewährte sich in der Katastrophe des Philotas, bei der 
dieser Konflikt ausbrach, als königstreu. Mithin kann er nicht 
damals schon und gerade zu Philotas auii'ührerische Eeden geführt 
haben. Das hat auch Droysen (AI. 11 93) bemerkt. Er hält deshalb 
ftLr möglich, dafs der von Kallisthenes aufgereizte Philotas nicht 
der Sohn Parmenions, sondern der Sohn des Karsis, einer der Mit- 
verschworenen des Hermolaos, gewesen sei. Aber diese Annahme 
hat nur den Zweck, eine unhaltbare Überlieferung zu retten, und 
keinerlei innere Wahrscheinlichkeit. 

Aber nicht allein wertlose Anekdoten, auch zwei Zeugen ersten 
Ranges sagen gegen Kallisthenes aus. Ptolemaios und Aristobul 
behaupteten beide, die Pagen hätten auf der Folter erklärt, dafs 
Kallisthenes sie zu ihrem Wagnis aufgereizt habe (Arrian IV 14, 1). 
Dies Zeugnis zweier zuverlässiger Zeitgenossen würde wohl allge- 
meinen Glauben gefimden haben, wenn ihm nicht eine Äufserung 
gegenüberstünde, die auf Alexander selbst zurückgeführt wird. In 



Philotas, Eleitos, Eallisthenes. 77 

Briefen Alexanders an Erateros, Attalos und Alketas biefs es, die 
Pagen hätten auf der Folter erklärt, dafs sie selbst schuldig wären 
und kein anderer um ihr Vorhaben gewufst hätte (Flut. AI. 55). 

Die Autorität dieser Briefe wird etwas abgeschwächt durch 
einen Brief Alexanders an Antipatros (Flut. a. a. 0.), worin er an- 
kündigt, er werde den Sophisten bestrafen, dessen Schuld also als 
erwiesen betrachtet. Aber ehe eins von beiden Zeugnissen als Be- 
weismittel verwandt werden kann, mufs erst die Vorfrage beantwortet 
werden, ob Alexanders Briefe überhaupt als authentische Urkunden 
gelten dürfen. Ohne Zweifel waren von den Briefen, die unter 
Alexanders Namen umgingen, manche unecht (Droysen AL II 
399 — 405). und gegen die beiden, die in der Eallisthenessache 
angeführt werden, hat Karst noch besondere Verdachtsgründe vor- 
gebracht (Forsch, zur Gesch. Als. 109. 110. 114. 115). Ihre Echt- 
heit ist also zum mindesten höchst zweifelhaft, und sie können gegen 
eine Aussage von Ptolemaios und Aristobul nicht aufkommen. 

Es bleibt also dabei, dafs nach dem Zeugnisse der beiden zu- 
verlässigsten Berichterstatter die Pagen Eallisthenes als mitschuldig 
bezeichnet haben. Nnn ist es ja möglich, dafs diese Berichterstatter 
Alexander zu Liebe die Unwahrheit erzählen. Es ist auch möglich, 
dafs die Enaben durch die Folterqualen sich eine falsche Aussage 
haben abpressen lassen. Aber ebenso gut ist es möglich, dafs 
Eallisthenes in der That Äufserungen gethan hat, in denen man 
eine Aufforderung zum Eönigsmorde finden konnte. Es wäre recht 
wohl denkbar, dafs Beden über Mannesmut und unwürdige Eoiecht- 
schaft, die bei ihm nichts als rhetorische Tiraden waren, von den un- 
reifen Enaben ernst genommen wurden. Auf jeden Fall scheint ihn 
Alexander nicht für ungefährlich gehalten zu haben; denn sonst hätte 
er sich wohl kaum so grofse Mühe gegeben, ihn unschädlich zu machen. 

Auf welche Weise der Eönig Eallisthenes dem Verkehr mit 
Menschen entzogen hat, ist wiederum fraglich. Nach einigen Quellen 
hat er ihn hinrichten lassen, nach anderen nur in strenger Haft 
gehalten. Justin (XII 7,2) und Curtius (VIII 8, 21) berichten, 
Eallisthenes sei eines gewaltsamen Todes gestorben, wobei Curtius 
hinzufügt, dafs er zuvor auf die Folter gespannt worden sei. Plutarch 
(AI. 55) stellt zwei widersprechende Angaben gegenüber. Nach der 
einen Gruppe von Gewährsmännern fand Eallisthenes seinen Tod durch 
Henkershand, nach der anderen starb er im Gefängnis an einer Erank- 
heit. Zur zweiten Gruppe gehörte Chares; er erzählte, Eallisthenes sei 
sieben Monate lang in Haft gehalten worden und sei dann um die Zeit, 
wo Alexander in der Stadt der Maller verwundet wurde, an Fettleibig- 
keit und Läusesucht gestorben. Arrian scheint diese Nachricht des 
Chares nicht gekannt zu haben. Er beruft sich (IV 14, 3) nur auf 
Ptolemaios und Aristobul, von denen ersterer berichtete, Eallisthenes 
sei gefoltert und erhängt worden, letzterer, er sei eines natürlichen 
Todes gestorben. 



78 Friedrich Caaer: 

Das Schicksal des unglücklichen Peripatetikers erregte so all- 
gemeine Teilnahme, dafs es auch aufserhalh der Alexanderüber- 
lieferung mehrfach berührt wird. Strabo (XI 5 17) erwähnt, daljB 
er in der baktrischen Stadt Kariatai verhaftet wurde. Dafs er in 
einem Käfig gefangen gehalten wurde, behaupten Ovid (Ibis 521. 2), 
Diogenes Laertios (V 1, 4. 5) und eine der beiSuidas (v. KaXXicG^viic) 
erhaltenen Traditionen. Über seinen Tod wird mancheriei gefabelt. 
Plutarch (Sulla 36) und Soidas (v. KaXXicO^vric) erzählen Chares nach, 
er sei an der Läusesucht gestorben, an der er auch nach Diogenes 
Laertios (V 1, 4. 5) litt. Nach einer anderen Quelle des Suidas- 
artikels wurde Kallisthenes zusammen mit Nearch (?) getötet. Da- 
gegen weifs Justin (XV 3, 3 — 6), dafs er gemartert wurde, bis 
Lysimachos ihm aus Erbarmen Gift reichte, damit er seinen Qualen 
ein Ende machen könnte, Seneca (Suasor. I 6), dafs er von Alezander 
mit einer Lanze durchbohrt, Diogenes Laertios (Y 1, 4. 5), dafs er 
einem Löwen vorgeworfen wurde. 

Alle Details über den Tod des Kallisthenes haben nur als Aus- 
geburten einer mehr erfindungsreichen als geschmackvollen Phantasie 
Interesse. Als Zeugen über sein Ende kommen nur Ptolemaios, 
Aristobul und Chares in Betracht. Von diesen berichten Chares 
und Aristobul, er sei eines natürlichen Todes gestorben, Ptolemaio8| 
er sei hingerichtet worden. Wo zeitgenössische und im ganzen gut 
unterrichtete Gewährsmänner sich so stark widersprechen, da mufs 
einer (bezüglich zwei) von ihnen die Wahrheit entweder nicht er- 
fahren oder absichtlich entstellt haben. Dafs Personen aus der 
Umgebung des Königs falsch berichtet waren, war nur möglich, wenn 
der König ein Interesse daran hatte, die Wahrheit zu verheimlichen; 
und dafs ein sachkundiger und dem Könige nahestehender Historiker 
log, konnte nur dem Könige zu Liebe geschehen. Alexander aber 
hatte nicht die geringste Ursache, den wahren Sachverhalt zu ver- 
tuschen, wenn Kallisthenes sich nur in Untersuchungshaft befunden 
hatte und eines natürlichen Todes gestorben war. Es ist daher die 
Annahme gerechtfertigt, dafs nicht auf diese Weise, sondern durch 
Henkershand seinem Leben ein Ende gemacht wurde. 



Die vorstehenden Untersuchungen haben es in mehr als einem 
Falle als wahrscheinlich ergeben, dafs Alezander einen Diener, Freund 
oder Günstling in der Aufwallung des Augenblickes oder nach reif- 
licher Überlegung ums Leben gebracht hat. In keinem dieser Fälle 
liefs es sich nachweisen, dafs der dem Tode Geweihte an einer 
starken, dem Könige feindseligen politischen Partei einen Rückhalt 
gehabt, dafs Alezander mit seiner That einen politischen Zweck 
grofsen Stiles verfolgt hätte. Die grofsen Gegensätze, die Neuere 
in den Katastrophen des Philotas, Kallisthenes und Kleitos ausge- 
drückt finden, haben bestanden und haben sicherlich den Gang der 



Philotas, Eleiios, EaHisthenes. 79 

Ereignisse vielfach bestimmt. Aber der Stand der Überlieferung 
erlaubt es uns nicht, ihre Wirksamkeit zu erkennen, wenigstens nicht 
vor dem indischen Feldzuge. Es ist schlimm, dafs wir, abgesehen 
von den kriegerischen Ereignissen, sehr viel mehr Unwesentliches 
als Wesentliches aus Alexanders Regierung wissen. So war es un- 
vermeidlich, dafs Forscher, die in die Tiefe zu dringen suchten, das 
Wesentliche im Unwesentlichen zu erkennen bemüht waren. Wahr- 
scheinlich haben sie ihre Kombinationen nicht gemacht. Wem es 
nicht darum zu thun ist, möglichst interessante und wichtige Ergeb- 
nisse zu Tage zu fürdem, sondern nur, der Wahrheit ein wenig näher 
zu kommen, der wird nach kritischer Prüfung der Einzelheiten ge- 
stehen müssen, dafs die drei grofsen Katastrophen vielleicht geeignet 
sind, zur Kenntnis von Alexanders Charakter beizutragen, aber jeden- 
falls nicht, auf die Maximen seiner Politik ein Licht zu werfen. 



DAS 



RÖMISCHE STEASSENNETZ 



IN 



NORDDEUTSCHLAND. 



VON 



Db. e. dünzelmann. 



MIT 3 KABTEN. 



Jahrb. 1 oIms. PhUol. Sappl. Bd. XX. 6 



Die wiederholten, stets von Mifserfolg begleiteten Versuche auf 
Grund der taciteischen Berichte die Orte zu bestimmen, wo die Ent- 
scheidungsschlachten zwischen Germanen und Bömem geschlagen 
wurden, haben in weiten Kreisen die Meinung hervorgerufen, als 
ob jede fernere Untersuchung in dieser Bichtung verlorene Mühe 
sei. Nicht mit Unrecht. Die Wissenschaft hat hier wie so oft ein 
Problem mit unzureichenden Mitteln zu lösen unternommen. Nor 
einem glücklichen Zufall wäre es zu verdanken, wenn man auf die 
bisher beliebte Weise zu einem befriedigenden Ergebnis gelangte. Die 
Forschung hat vielmehr einen andern Weg einzuschlagen. 

Es ist selbstverständlich und wird zudem ausdrücklich bezeugt, 
dafs die Kämpfe an den von den Bömem benutzten Strafsen statt- 
fanden. Wären uns diese bekannt , so eröffnete sich uns die Aus- 
sicht auch die Schlachtfelder mit einiger Wahrscheinlichkeit nach- 
weisen zu können. Allein wie dtLrfen wir hoffen nach fast zwei 
Jahrtausenden eine solche Kenntnis zu gewinnen? 

Tacitus erzählt, dafs die Germanen dem Cäcina auf Bichtwegen 
vorausgeeilt seien, um ihn an den pontes longi zu erwarten. Sie 
wufsten also mit Sicherheit, dafs von dem Orte, wo sie Cäcina ver- 
lassen hatten, nur ein einziger für ein römisches Heer gangbarer 
Weg nach dem Bheine führte und zwar über die pontes longi. An 
andern Stellen wird berichtet, Armin habe den Kampfplatz ausge- 
wählt. Diese Bemerkung ist nur verständlich, wenn Armin im 
voraus berechnen konnte, dafs der Weg, auf dem die Bömer heran- 
rückten, sie unfehlbar an den ausgesuchten Platz führen müsse. 
Mit andern Worten, es gab eine beschränkte Anzahl von Heerstrafsen, 
die sich allein für den Marsch römischer Truppenmassen eigneten. 

Welcher Art waren nun diese Strafsen? Wie beschaffen immer 
die germanischen Wege gewesen sein mögen, der römischen Krieg- 
führung konnten sie unmöglich genügen. Die Germanen hatten 
ebenso wenig wie andere barbarische Völker das Bedürfnis nach 
kunstvollen Strafsen noch die Fähigkeit sie anzulegen. Hätten aber 
die Bömer wagen dürfen ohne Militärstrafsen, auf denen sich ein 
grofses Heer mit Sicherheit und Schnelligkeit bewegen konnte, tief 
in ein sumpfiges, waldreiches, von kriegerischen Völkerschaften be- 
wohntes Land einzudringen? Und wenn sie, wie wir hören, inmitten 
unseres Vaterlandes Kastelle errichteten, so wäre es unverantwortlich 

6* 



84 ^' Dünzelmann: 

gewesen Besatzungen bineinznlegen, ohne für eine genügende Ver- 
bindung mit dem Rheine Sorge zu tragen. 

Ist es somit in hohem Grade wahrscheinlich, dafs die Römer 
auch in Norddeutschland ihre Militärstrafsen angelegt haben, so ist 
es doch seltsam, dafs von ihnen so wenig die Rede ist. Während 
am Rhein Römerstrafsen bekannt genug sind, hört man zwischen 
Ems und Elbe wohl von Bohl wegen, die dnrchs Moor führen, aber 
von sonstigen Römerstrafsen weifs man wenig oder nichts. 

Der einzige, der mit unermüdlichem Eifer thiltig gewesen ist 
den alten Strafsen Norddeutschlands nachzuspüren, ist Herr Professor 
Schneider. Seine Forschungen haben aber aus Gründen, die weiter 
unten zu besprechen sind, wenig Beachtung oder lebhaften Wider- 
spruch erfahren, und wenn ich in der Hauptsache gleiobfidls anderer 
Meinung bin, so halte ich es doch für meine Pflicht auszusprechen, 
daÜB ich seinen Schriften die erste Anregung und manchen wertvollen 
Wink verdanke. 

I. 

Wer die Heiden unserer norddeutschen Tiefebene zu durch- 
wandern Veranlassung hat, wird hie und da auf aufsergewöhnlioh 
breite, schnurgrade Sandwege stofsen, die scheinbar geflissentlich 
Dörfer und Städte vermeiden und zuweilen stundenlang keine gröfsere 
Ansiedlung berühren. Erkundigt man sich nach ihrem Namen, so 
hört man nicht selten allerlei altertümliche Benennungen wie Erieger- 
pfad, Beuterweg, Hessenweg, Earlsweg u. a., gewöhnlich werden sie 
aber als alte Postwege bezeichnet. Sie sind stets in derselben Weise 
angelegt^ ob man sie nun in Westfalen oder in Hannover und Olden- 
burg antrifft. Charakteristisch ist ihre auf serordentliche, überall 
gleiche Breite von 11 Meter, ihre auf weite Strecken (oft eine Stunde 
Weges und länger) schnurgrade Richtung, der scharfe Winkel, in 
dem sie Biegungen machen. Die beigefügte Karte verzeichnet die 
bis jetzt von mir gefundenen, die, wie man sieht, eine stattliche 
Anzahl ergeben. 

Fragt man nach der Zeit^ aus der sie stammen, so drängt sich 
zunächst der Gedanke auf, dafs sie von Napoleon I. herrühren 
möchten, dem Deutschland ja eine Reihe breiter und grader Chausseen 
verdankt. Das ist jedoch schon deswegen völlig unmöglich, weil sie 
bereits gröfstenteils auf Karten des vorigen Jahrhunderts als Post- 
wege verzeichnet sind. Erweist sich aber diese Vermutung als hin- 
fällig, in welches Jahrhundert soll man dann ihren Ursprung ver- 
legen? Da die ältesten Städte Norddeutschlands, die Bisohofsst&dte 
Münster, Osnabrück, Paderborn, Minden, Bremen an den Strafsen 
liegen, so könnte man meinen, sie seien gebaut, um diese wichtigen 
Mittelpunkte des Verkehrs mit einander zu verbinden. Von den 
Städten selbst kann aber die Anlage nicht herrühren. Auch in den 
Zeiten ihrer gröfsten Macht dehnte sich ihr Herrschaftsgebiet nicht 
weit über die nächste Nachbarschaft aus. Wir hören, wie die Bürger 



Das römische Strafsennetz in Norddeutschland. 85 

vor den Thoren der Stadt Steinwege anlegen, wie sie mit benach- 
barten Fürsten ein Abkommen treffen auf kiElrzere Strecken neue 
Wege herzustellen^); auf weite Entfernungen aber, wie etwa von 
Osnabrück nach Frankfurt oder von Meppen nach Celle breite Strafsen 
zu bauen, dazu reichten ihre Mittel nicht aus. Unc} wie wSre es 
bei der Zersplittemng Deutschlands möglich gewesen mit all den 
Fürsten, deren Gebiet berührt wurde, und die unter einander and mit 
den StSdten in steter Fehde lebten, eine Einigung zu erzielen? Aus 
demselben Grunde können aber auch die Fürsten nicht die Erbauer 
der Strafsen gewesen sein. Wollte man sich jedoch über diese 
Bedenken hinwegsetzen, so müfsten die Strafsen zu sehr verschiedenen 
Zeiten gebaut sein, und wie liefse sich dann ihre gleichmäüsige An- 
lage erklären? Grade ihre überall gleiche Beschaffenheit beweist, 
dafs sie nicht von einzelnen lokalen Gewalten, sondern durch eine 
umfassendere Macht, etwa das deutsche Kaisertum, hergestellt sind. 
Für diese Annahme spricht, dafs die Heerstrafsen des Mittelalters 
als yiae regiae, Königswege, bezeichnet werden. 

Fragen wir nach der Periode ihres Ursprungs, so hat die Zeit 
seit dem Untergang der Staufer, in der die Kaiser sich so wenig 
um Norddeutschland kümmerten und die Macht der Fürsten schon 
erstarkt war, die geringste Wahrscheinlichkeit für sich. Auch die 
Staufer kommen kaum in Betracht; eher könnte man an die säch- 
sischen oder salischen Kaiser denken. In der That lassen sich einige 
der Strafsen bis in das 11. Jahrhundert zurückverfolgen. In einer 
Urkunde bei Adam von Bremen (I. 13), welche die Grenzen der 
bremischen Diöcese beschreibt, werden zwei Straüsen erwähnt, der 
Folcweg und der Hesseweg. Von dem Folcweg wird bemerkt, dafs 
er den Dervegau von dem Lorgau trenne. Aus dem Zusammenhange 
ergiebt sich, dafs er in der Nähe von Nienburg an der Weser begann ; 
von dort lief er nach Adams Angabe bis zur Hunte. Heutigen Tages 
ist er, wie es scheint, völlig verschwunden. Aber es kann nicht 
zweifelhaft sein, dafs er sich an den noch jetzt zum Teil wohl er- 
haltenen Weg anschlofs, der von Meppen nach Goldenstedt a. d. Hunte 
führt. Da später die Grenze der bremischen und mindenschen Diö- 
cese etwas weiter nordwärts lief, so mufs man annehmen, dafs sie 
aus einer uns unbekannten Veranlassung zu Gunsten Mindens ver- 
legt ist. Jedoch ist auch eine andere Erklärung nicht ausgeschlossen. 



1) In einer Urkunde von 1311 (Bremisches ürkb. IL N. 115) ver- 
pflichten sich die Grafen von Delmenhorst den Weg von ihrem Schlosse 
Delmenhorst bis zum Dorfe Huchtingen, Bremen den Weg von der Stadt 
bis Hachtingen in Stand zu setzen und zu erhalten. Obligavimus quod 
stratam communem, c^ua eatur de Castro Delmenhorst usque villam, que 
dicitur Huchtinghe, smgalis annis habilem curribus et carrucis et sin- 
gnlis transeuntibus parabimus in perpetuum nostris laboribus et ezpen- 
sis . . . Fraeterea consules ac universitas civitatis Bremensis viam, qua 
itor a dvitate eorum usque ad villam Huchtinghe predictam modo simili 
se &cere et conservare in perpetuum obligarunt. 



86 S> Dänzelmann : 

Die Urkunde, die von Karl dem Grofsen im Jahre 788 ausgeätellt 
sein will, ist anerkauntermafsen eine Fälschung.^) Es wäre nicht 
unmöglich, dafs der Fälscher die Grenze des bremischen Sprengeis 
zu weit nach Süden vorgerückt hätte in der Absicht später auf 
Grund der Urkunde ein gröfseres Gebiet für Bremen in Anspruch 
zu nehmen. 

Der zweite der erwähnten Wege, der Hesseweg, der den Sturm- 
gau vom Lorgau schied, mufs dem Zusammenhange nach nordwärts 
von Nienburg zwischen der Weser und den Mooren und Bruch- 
ländereien, die sich im Nordosten Nienburgs ausdehnen, gesucht 
werden, d. h. es ist der Weg, der streckenweise gut erhalten von 
Nienburg über Drakenburg, Gadesbünden, Änderten nach Vissel- 
hövede und von da weiter nach Harburg lief. 

Wäre die von Adam aufgenommene Urkunde echt, so wäre die 
Existenz der alten Heerstrafsen , um die es sich hier handelt, schon 
für das 8. Jahrhundert erwiesen. So ergiebt sich wenigstens, dafs 
sie im 11. Jahrhundert vorhanden waren. Soll man nun annehmen, 
dafs sie von den sächsischen Kaisern angelegt seien? Der Folcweg 
und der Hesseweg bildeten die Grenze zweier Otaue, Es leuchtet 
ein, dafs sie nicht an den schon bestehenden Grenzen entlang geführt 
worden sind, sondern dafs umgekehrt die vorhandenen Wege zugleich 
als Gaugrenzen benutzt wurden. Mit andern Worten die Wege 
sind älter als die Abgrenzung der Gaue, und da die Gaueinteilung 
in Sachsen mindestens auf Karl den Grofben — vermutlich in noch 
viel ältere Zeit zurückgeht — , so wäre man berechtigt die Entstehung 
der Wege in die Periode des grofsen Frankenkönigs zu verlegen und 
diesem selbst ihre Erbauung zuzuschreiben. 

Und dafür läfst sich auch sonst mancherlei anführen. Einige 
dieser alten Wege heifsen Karlswege und werden von der Sage 
auf Karl den Grofsen zurückgeführt^, andere in Ostfriesland Con- 
rebberswege, d. h. König-Radbods-Wege.*) „Unter den dieses Amt 
(Emden) durchschneidenden Wegen ist der Conrebbersweg der merk- 
würdigste. Er fängt bei Doodshörn an der westlichen Grenze des 
alten Amts an und geht fast in grader Linie auf 1^^ Stunden Länge 
bis auf einige Minuten vom Hinter Tief, wo er sich südwärts nach 
Emden wendet. Der Name, die ansehnliche Breite und grade Rich- 
tung in Vergleich gegen die sehr schmalen, durchgängig krummen 
Marschwege, und die Lage deuten schon an, dafs dieser Weg kein 



1) Aus dem Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts. S. Eopp- 
mann, die ältesten Urkunden des Erzbistums Hambnrg-Br^men. 

2) Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen. 1870, 
S. 427. 

8) Friedrich Arends, Erdbeschreibung des Fürstentums Ostfries- 
land und des Harlingerlandes. S. 587. Schon im Jahre 1824, wo dies 
Buch erschien, war über die Conrebberswege wenig Sicheres mehr zu 
ermitteln. 



Das römische StraXBennetz in Norddeutschlaud. 87 

gemeiner Fahrweg ist, sondern einer jener uralten Wege, die den 
allgemeinen Namen von Badbod erhalten, und diesem zugeschrieben 
werden."^) (Arends, S. 281.) Eine Menge von Ortschafben, die bei 
den Sachsenzügen Karls des Orofsen erwähnt werden, liegen un- 
mittelbar an den Strafsen oder in nächster Nähe, so vor allem 
Eresburg, Paderborn, Osnabrück, Minden. Auch die Bichtung der 
Strafsen, die teils von Süden (Frankfurt), teils von der Lippemündung 
her kommen, fällt ins Gewicht. Aus alle dem ergiebt sich, dafs Karl 
auf diesen Wegen ins Sachsenland gezogen ist. Allein der Annahme, 
dafs sie auch von ihm erbaut seien, stehen gewichtige Bedenken 
gegenüber. Ein Teil der Strafsen geht von Orten aus (wie Meppen 
und Lingen), von wo die Franken ihre Züge nicht können begonnen 
haben. In manche Gegenden, die sich durch ein Gewirr von Strafsen 
auszeichnen, wie die Umgebung von Hnuteburg, sind die Franken 
unseres Wissens nur vorübergehend, in das Gebiet zwischen Lingen, 
Bheine und Osnabrück gar nicht gekommen. Auch versteht man 
nicht, wozu ihnen ein weit verzweigtes Straf sennetz dienen sollte, 
da doch einige Hauptlinien genügt haben würden. Und wie wäre 
es ihnen während der Feldzüge selbst in den wenigen Sommer- 
monaten möglich gewesen eine so umfangreiche Aufgabe zu lösen? 
Dafs aber das ganze Land dauernd von den Franken besetzt worden 
sei, wird nicht berichtet. Die von Karl angelegten Festungen liegen 
vielmehr alle im südlichen Teile Sachsens, so die Eresburg, Sigiburg, 
Karlsstadt a. d. Lippe, desgleichen die Orte, wo er Winterquartiere 
bezog, wie Schieder und Herstelle. Endlich waren die späteren 
Bischofsstädte wie Osnabrück, Münster, Paderborn, Minden bereits 
lange vor Karl dem Grofsen als heidnische Kultusstätten und Ver- 
sammlungsplätze berühmt. Die Vermutung liegt nahe, dafs sie diese 
Bedeutung eben ihrer Lage an dem Kreuzungspunkt alter Strafsen 
verdankten. 

Ist es somit wenig wahrscheinlich, dafs die Strafsen, auf denen 
Karl ins Sachsenland eindrang, von ihm selbst hergestellt sind, so 
können sie nur von den Bömem stammen. Und an einem Beispiel 
wenigstens läfst sich der Beweis ihres römischen Ursprungs mit 
Sicherheit erbringen. Bei Marsberg am linken Ufer der Diemel giebt 
es einen \ Stunden weit durch den Felsen getriebenen Weg, der 
seiner ganzen Anlage nach nar römisch sein kann nnd als solcher 
lange bekannt ist.') Seine Fortsetzungen nach Norden und Süden 
bilden die alte Frankfurter Heerstraf se, die über Paderborn nach 
Osnabrück zieht. (S. d. Karte.) Für den römischen Ursprung der 
aufgefundenen Wege spricht schliefslich nicht zum wenigsten der 
Umstand, dafs sie zum Teil von Vetera (Xanten) oder der unteren 
Ems ausgehen, d. h. von den Orten, die wiederholt den Ausgangs- 
punkt der römischen Kriegszüge bildeten. 

1) urkundlich schon im J. 1447 erwähnt. Ostfr. Urkdb. I, S. 580. 

2) HfiUeobeck, das römische Kastell Aliso, S. 176. 



88 B- Dünzelmann: 

Somit wären die römischen HeerstraTsen in Norddeutschland, 
deren Existenz wir vermuteten, bis auf den heutigen Tag erhalten; 
allerdings nur in ihren Resten. Mit schnellen Schritten geht das 
alte römische Strafsennetz grade in der Gegenwart seinem Unter- 
gänge entgegen, und immer gröfser wird die Schwierigkeit die 
römischen Wege als solche zu erkennen. Denn wenn sie sich allein 
durch ihre ungewöhnliche Breite nnd ihren auf weite Strecken 
graden Lauf auszeichnen, so begreift man, dafs da, wo sie an ihrer 
Breite verloren haben oder auf bedeutende Entfernungen unter- 
brochen sind, das vomehmlichste Erkennungszeichen fehlt. Nur 
selten sind sie so gut erhalten, wie der sogenannte Fürstenauer Weg 
zwischen Osnabrück und Fürstenau, oder gar wie der Weg von 
Freren nach Westerkappeln, der auf jeder leidlich guten Specialkarte 
durch seine auTserordentlich grade Richtung auffallen wird. Fast 
überall, wo der Weg dnrch Kulturland geht, pflegt er durch Ab- 
pflügen auf die Breite eines gewöhnlichen Feldweges zusammenzu- 
schrumpfen, und da, wo in einiger Entfernung eine neue Chaussee 
angelegt ist, er also seine Bedeutung verloren hat, verschwindet er 
häufig, namentlich bei Verkoppelungen, völlig. In der Nähe der 
Dörfer ist er gewöhnlich verlegt oder unkenntlich geworden, unter 
Umständen auf weite Strecken unterbrochen. So sind von dem 
Wege, der von Meppen nach Ooldenstedt a. d. Hunte lief, nur noch 
Bruchstücke vorhanden. Das eine zwischen Ermcke und Osterlindem 
heifst der „Eriegerpad" ^) , ein anderes südlich von Eloppenbnrg 
„Herzog-Erichs-Weg", während auf zwei Stellen südwärts von Vis- 
beck der Name „Reuterweg*^ erscheint. Anderswo sind Teile der 
Römerstrafsen zu Chausseen ausgebaut und entbehren dann der 
charakteristischen Merkmale. Am besten erhalten zeigen sie sich 
auf der Heide, auch wohl im Walde, wenngleich die nenere Forst- 
verwaltung sie für überflüssig breit hält und daher durch An- 
pflanzungen einengt. 

Aus diesen Beobachtungen erklärt sich die Methode, nach der 
die Wege als römisch in Anspruch genommen and in die Karte ein- 
getragen worden sind. Bei Beginn meiner Untersuchungen habe ich 
die Wege oft stundenlang verfolgt. Sie aUe in derselben Weise zu 
begehen, würde so viel Zeit erfordern, wie sie einem einzelnen nicht 
leicht zu Oebote steht, und überdies überflüssig sein. In vielen 
Fällen genügt es den Anfang und das Ende eines noch jetzt völlig 
vorhandenen Weges in Augenschein zu nehmen. Erweisen sich diese 
als römisch, so mufs auch das dazwischen liegende Stück römisch 
sein. Anderswo fehlen grade die Anschlüsse. So führt der schon 
erwähnte Weg von Freren nur bis Westerkappeln. Da aber von 
Osnabrück eine Reihe römischer StraCsen aasgehen, so wird man 
unbedenklich annehmen dürfen, dab auch jener Weg einst eine Fort- 



1) von Alten, Bohlwege, S. 38. 



Das römische Strafsennetz in Norddeutschland. 89 

sebsung bis Osnabrück hatte, wenngleich nach den Karten zu urteilen 
jetzt jede Spur von ihm yerschwunden ist. Auf der beigefügten Karte 
ist in solchen Fällen die mutmafsliche Richtung durch eine punktierte 
Linie bezeichnet. Doch ist hierbei Vorsicht geboten; wenigstens 
habe ich bei einer Strafse gefunden, dafs sie nicht zu Ende gebaut 
war, vermutlich weil der Ausbruch des Aufstandes die Vollendung 
hinderte. Sie zweigt in der Nähe von Büthen vom Haarweg ab und 
sollte vermutlich den Anschlufs an Marsberg vermitteln, hört aber 
etwas südlich von Kneblinghausen auf und ist im Mittelalter nach 
Brilon weitergeführt. 

Manchmal sind die Unterbrechungen so grofs, dafs über die 
Zwischenglieder Zweifel entstehen können. Am wenigsten wohl bei 
dem Wege von Meppen nach Goldenstedt. Das Stück von Meppen 
nach Sögel ist noch vollständig erhalten. Die als Kriegerpad, 
Herzogs-Erichs-Weg und Beuterweg bezeichneten Bruchstücke halten 
so sehr dieselbe Richtung inne, dafs es kein Bedenken hat, sie als 
Reste desselben Weges anzusehen. Etwas anders liegt es schon bei 
folgendem Beispiel, das zugleich zeigt, auf welche Weise die Wege 
aufgefunden worden sind. Rheine an der Ems war als ein wichtiger 
Knotenpunkt römischer Strafsen erkannt. Unmöglich konnte eine 
Verbindung mit Vetera gefehlt haben. Der Weg von Ochtrup über 
Nienburg nach Ahaus, der auf der Beymannschen Karte als breiter 
Sandweg verzeichnet stand, erwies sich als nichtrömisch. Die 
Strafsen, die sich sonst in der Gegend finden, sind moderne Chausseen; 
sie au&nsuchen war unnütz. Nur an einer Stelle nordwärts von 
Burgsteinfurt zeigte die Karte den Rest eines alten breiten Weges, 
der von Maxhafen ausgehend in die Chaussee Wetterin gen- Burg- 
steinfnrt mündet und alter Postweg genannt wird. Eine Besichtigung 
an Ort und Stelle liefs sofort die Eigentümlichkeiten römischer Wege 
erkennen. Ein weiteres sehr bedeutendes Stück, das seiner graden 
Richtung wegen schon nach der Karte die Vermutung römischen 
Ursprungs erweckte und sich in der That als römisch erwies, geht 
in der Mitte der Chaussee Coesfeld-Gescher in südwestlicher Richtung 
ab nach Velen und weiter über Borken nach Brünen. Es kann kein 
Zweifel sein, dafs dies die Reste der Römerstrafse von Vetera nach 
Rheine sind. 

Die Angabe mutmafslicher Verbindungen ist jedoch mit mög- 
lichst grofser Vorsicht erfolgt, und es erscheint förderlicher hierin 
zu wenig als zu viel zu thun. Der Weg z. B., der von Froren nach 
Hopsten führt, hat vielleicht in südlicher Richtung Anschlufs nach 
Bevergem hin gehabt. Da aber das Mittelstück nicht mit Sicherheit 
als römisch gelten kann, so ist auf der Karte keine Verbindung 
angegeben. Der Weg, der von Hunteburg nach Bramsche führt, 
ist möglicherweise mit der Chaussee bis zum Fürstenauer Weg, 
ebenso der Weg von Bramsche nach Vörde weiter nach Damme 
gelaufen. 



90 ^* Danzelmann: 

Die hier vorgetragenen Ansichten weichen wesentlich von denen 
Schneiders ab. Dieser selbst hat seine Anschauungen im Laufe der 
letzten Jahre völlig geändert. Im ersten Hefte seiner Heer- und 
Handelswege (S. 1 flf.) beschreibt er einen Weg, der vom Bhein bei 
Neuwied ausgeht und bei der Mündung der Weser endet. Er hält 
ihn für römisch und begründet seine Meinung folgendermafsen: „Be- 
trachten wir die Führung dieser Strafse auf einer so langen 
Strecke und über ein so mannigfaltig gestaltetes Terrain, 
so läfät sich bald erkennen, dafs eine solche Anlage nur von 
einem des Strafsenbaues vollkommen kundigen Volke 
(d. h. den Bömern) herrühren kann, und daher schon von vorne 
herein die Annahme eines germanischen oder mittelalterlichen Ur- 
sprungs ausgeschlossen bleibt." 

Dagegen sagt er im 6. Heft (S. 12) von demselben Wege, den 
er nunmehr von Marseille ausgehen und über Neuwied nach der 
Wesermündung laufen läfst: „Die Länge der Strafse von Marseille 
bis zur Wesermündung beträgt c. 170 Meilen. Wenn aber ein 
Weg eine so lange Strecke durch Gegenden der ver- 
schiedensten Bodenbeschaffenheit, über Berge und durch 
Thäler, durch Wald und Flur, in Heide- und Moorgegend stets 
nach ein und derselben Richtung seinen Lauf nimmt und 
mit sehr geringen Unterbrechungen in dieser Bichtung ohne jede 
Bücksicht auf die politischen Verhältnisse der Länder, welche er 
durchschneidet, noch jetzt verfolgt werden kann, wie es bei dieser 
Strafse der Fall ist, so liegt die Vermutung nahe, dafs wir 
es mit einer uralten Handels- oder Völkerstrafse zu thun 
haben. Eine Bestätigung liefert uns ferner der Nachweis, dafs 
diese Strafse in ihrem gröfseren Teile schon bei den Bömern als 
Heer weg im Gebrauch und zu diesem Zweck kunstgemäfs erneuert 
worden war." 

Schneider unterscheidet jetzt also zwischen vorrömischen und 
römischen Wegen. Jene will er daran erkennen, dafs sie auf weite 
Strecken stets dieselbe Bichtung einschlagen. Ob dies Merkmal 
genügt eine derartige Annahme zu begründen, kann hier füglich 
unerörtert bleiben. Bömischen Ursprung verraten sie nach Schneider 
aber dann, wenn sie kunstgemäfs ausgebaut sind, d. h. wenn sie 
„aus einem beiderseits von je einem Graben und Wall begleiteten 
Erddamme bestehen". Läfst man dies Kriterium gelten, so sind in 
Norddeutschland zwischen Bhein und Elbe nur so verschwindend 
kümmerliche Beste römischer Heerstrafsen vorhanden, dafs es sich 
kaum lohnt Zeit und Mühe auf ihre Erforschung zu verwenden. 
Der ursprünglich von Schneider für eine Bömerstrafse gehaltene 
Weg von Neuwied nach der Nordsee z. B. würde von der Lippe an 
nordwärts, d. h. auf der für die römischen EriegszÜge wichtigsten 
Strecke, gar keinen kunstgemäfsen Bau zeigen und erst ganz am 
Schlufs bei Ronneförde als Bohlweg erscheinen. Ein anderer Weg 



Das römische StraTsennetz in Norddeutschland. 91 

von Genua zur Eibmündung, den Schneider für uralt hält, weist 
nordwärts vom Vogelsberg nirgends mehr römische Spuren auf 
auTser kurz vor dem Übergang Über die Weser bei Herstelle; dies 
Stück gehört aber nach Schneider einer andern Strafse an. Mit den 
übrigen Strafsen, die Schneider im 6. Hefte beschreibt, steht es ähn- 
lich. Der einzige Weg, der sich auf eine weite Strecke als Bömer- 
weg verfolgen liefse, würde der von Xanten nach Rheine a. d. Ems 
sein, der aber nicht derselbe ist, wie der von mir aufgefundene. 

Allein das Kriterium selbst ist sehr anfechtbar. Im 8. Heft 
(S. 25) heifst es: „Der Bau der (römischen) Strafse richtet sich 
durchaus nach dem Bedürfnisse. Im Flachland ragt der Strafsen- 
dämm nur wenig über die Umgebung hervor. Auf ebener kahler 
Heide sind deshalb die Spuren der alten Strafsen am schwersten zu 
verfolgen. In welligem Gebiet bestand die Strafse aus einem 2 — 2,5 m 
hohen, auf der Krone 4 — 4,5 m breiten Erdwalle. Dieser war beider- 
seits durch in der Sohle 1 — 1,3 m breite Gräben begrenzt, und auf 
diese folgten Wälle, die noch jetzt vielfach eine Breite von 1,9 m 
haben." 

Im 2. Heft (S. 2) wird aber über die sogenannte Landwehr bei 
Lohne in Oldenburg folgen derma fsen berichtet: „Wenn man die Rich- 
tung des Bohlweges nach Westen hin verfolgt, so trifft man, wo das 
Moor aufhört, genau in der Verlängerung den Strafsendamm mit 
den Seitengräben und darauf folgenden Seitenwällen in einer Höhe 
von ca. 2 m und 4 — 5 m oberer Breite so wohl erhalten, wie es in 
Rheinland und Westfalen nur mehr selten der Fall ist." 

Nach der vorhin erhobenen Forderung soll der Strafsendamm 
2 m hoch und 4 — 4,5 m breit sein, während hier diese Mafse von 
den begleitenden Seitenwällen gelten. Es müfsten also die Erd- 
dämme als zwei parallel laufende Heerstrafsen angesehen werden, 
dann fehlen aber die verlangten Seitenwälle. Hält man aber das 
zwischen ihnen liegende Land für die Strafse, so widerspricht dem, 
dafs sie nicht erhöht ist, und dafs die Wälle nicht nur auf der inneren, 
sondern auch auf der äufseren Seite Gräben haben; auch beträgt der 
Abstand der Wälle nach Knoke^) etwa 25 Schritt, nach von Altens 
zu hoch gegriffener Angabe gar 42 — 43 m. 

Fehlt es somit bei Schneider an einem sicheren Mafsstab für 
die Beurteilung, so. hat schon Hölzermann ^) sich überhaupt gegen 
die Annahme ausgesprochen, als ob die römischen Militärstrafsen 
aus blofsen Erddämmen bestanden hätten. Er sagt: „Da der Oberst- 
lieutenant Schmidt angiebt, dafs die Römerstraf sen am Niederrhein 
aus Flufskies gebaut seien, weil dort das Steinmaterial fehlt, haben 
spätere Forscher oft die mit Kies belegten Landwehren für derartige 



1) Die Eriegszügo des Qermanicus, S. 267. 

2) Lokaluntersnchungen die Kriege der Römer und Franken be- 
treffend, S. 69. 



92 ^* DOnzelmanD: 

MilitärstradBeii angesehen, obgleich es für letztere charakteristiBch 
ist, dafs der Flnfskies durch Mörtel stets zu einer festen Masse ver- 
bunden wurde, welche selbst der Spitzhane noch jetzt Widerstand 
entgegensetzt. 

£ine ähnliche Verwechslung ist in neuerer Zeit auch weit bftofiger 
bei den Landwehren der rechten Rheinseite vorgekommen, seitdem 
die Ansicht Platz gegriffen bat, die RömerstraGsen des rechten Rhein- 
ufers hätten ans blofsen Erdw&Uen bestanden. Ja letztere, auf 
mangelhafte Beobachtung beruhende Behauptung hat bei einzelnen 
Forschem eine formliche Begriffsverwirrung erzeugt, aus welcher 
eine Menge falscher Angaben hervorgegangen sind. Die Landwehr 
bei Schermbeck z. B. wurde schon von Fiedler* irrtümlicher Weise 
für eine MilitSrstrafse angesehen welcher Ansicht später Schmidt, 
der Verfasser der Römerstrafsen (C. v. M.), Fahne und Schneider 
zustimmten ohne die Richtigkeit näher zu prüfen.^' 

Dieser Streit lenkt unsem Blick auf die technische Beschaffen- 
heit der römischen Straüsen. Darüber hat Bergier wertvolle ünter^ 
suchungen in Italien und der Provence angestellt. Da mir sein 
Werk^) nicht zugänglich ist, so citiere ich nach Paulys Real-Encj- 
klopädie VI, 2547 ff.: „Was die Richtung und Anlage der Straften 
betrifft, so suchte man ihnen soviel als möglich eine ganz grade 
Richtung zu geben und alle Biegungen zu vermeiden . . . War die 
Richtung der Strafse bestimmt, so wurde ihre Breite auf jeder Seite 
durch eine Furche angegeben. Man grub dann zwischen diesen 
Furchen die lockere Erde auf, bis man auf einen festen Boden kam. 
Die dadurch entstandene Aushöhlung wurde mit einem festen Material 
so viel aus- und aufgefüllt, bis sie die nötige Höhe der Strafte er* 
halten hatte . . . Man legte, damit weder von unten noch von d«r 
Seite Nässe eindringen konnte, verschiedene Schichten von Sand, 
Steinen und Kalk über einander, die Oberfläche wurde auch so gut 
befestigt, dafs weder die Witterung noch das Fuhrwerk sie leicht 
beschädigen konnte. Bergier hat mehrere Überreste römischer 
Strafse n untersucht und bei der einen die Ausfüllung in folgwider 
Weise gefunden. Der ausgefüllte Graben war 3' tief. Unten lag 
eine 1 Zoll dicke Schicht eines Cements von Kalk und Sand, darttber 
eine andere Schicht 10 Zoll hoch, von platten Steinen, so fest mit 
Mörtel verbunden, dafs man kaum ein Stück losbrechen konnte, dann 
eine 10 Zoll hohe Schicht von rundlichen Steinen, von denen der 
kleinste eine Faust grofs war. Sie waren mit Scherben, zerbrodienen 
Ziegeln und Schutt vermischt und so fest zusammengefügt, dafs man 
in einer Stunde kaum einen Zentner schwer loshauen konnte. Die 
folgende 1 Fufs dicke Schicht bestand aus einem Cement von fettem, 
kreideartigem Sande. Die Oberfläche war nicht gepflastert, sondern 
mit Kies belegt . . . Die Oberfläche der Strafsen war in der Mitte 

1) Histoire des grands chemins de l'empire Romain. 



Das römische Strafsennetz in Norddentschland. 93 

immer etwas höher und gewölbt, nnd jede der beiden Seiten etwas 
niedriger gelegt, damit das Regen wasser ablaufen konnte und der 
Weg immer trocken blieb. . . Die gewöhnlichste Art die Oberfläche 
der Strafsen zu befestigen bestand darin, dafs man sie mit Ries 
überstreute. . . Der Kies wurde aber nicht trocken aufgelegt, sondern 
auf der oberen Schicht des inneren Strafsenbaus in Kalk geschüttet 
und dann festgestampft, damit die Steine sich fest mit einander ver- 
binden und zu einer ganzen Masse werden konnten. Die Breite be- 
trug nach Bergiers Untersuchungen gewöhnlich 60 Fufs. Diese 
Breite war in 3 Teile geteilt. Der mittelste etwas erhöhte oder 
gewölbte Weg betrug 20 Fufs, ebensoviel Fufs Breite hatte dann 
jeder der beiden Seitenwege. Bei andern Strafsen hatten die Seiten- 
wege nur die Hälfte der Breite des mittleren und waren von diesem 
noch durch eine Schicht oder Reihe von etwas hervorragenden 
Steinen abgesondert. Auch kamen Strafsen vor mit einer Breite 
von nur 14 FufS; so dafs zwei Wagen bequem einander ausweichen- 
konnten.*' 

Von diesen Angaben sind zunächst die über die Breite von 
Interesse. Die Strafsen Norddeutschlands würden danach der zweiten 
Ordnung mit einer Breite von 40 Fnfs (ca. 11 m), angehören. Genau 
dieselbe Breite zeigen die römischen Chausseen der grofsen Walachei, 
die Schuchhardt beschreibt.^) Dafs der Bau der norddeutschen 
Strafsen in derselben oder auch nur in ähnlicher Weise erfolgt sei, 
ist wenig wahrscheinlich. Schon der Mangel an Steinen liefs das 
meistens nicht zu. Andererseits ist kaum anzunehmen, dafs die 
Römer sich mit einem blofsen Durchholzen der Wälder^) oder einem 
einfachen Planieren auf der Heide sollten begnügt haben. Wenigstens 
glaube ich bemerkt zu haben, dafs auch in sumpfigen Gebieten die 
Römerstrafsen sich noch jetzt vielfach durch ihre Trockenheit aus- 
zeichnen, während sie da, wo sie durch leichten Sandboden laufen, 
gröfsere Festigkeit zeigen. Wie weit diese Erscheinung auf der 
ursprünglichen Anlage, wie weit sie auf modemer Aufschüttung be- 
ruht, mufs weiterer Prüfung vorbehalten bleiben. Nur soviel läfst 
sich sagen, dafs, wenn die Oberfläche der Strafsen auch bei uns 
ehemals aus einer Mischung von Kies und Kalk bestand, doch das 
Klima und die jahrhundertelange Benutzung die Wege derart zer- 
stören mufste, dafs von der ursprünglichen Anlage des oberen Teils 
heute nichts mehr zu bemerken ist. 



1) Archäologisch-epigraphische Mitteilungen IX. S. 228. 

2) Das war das nächste, was geschah. Tac. Ann. I, 50: Caecina 
cum expeditis cohortihns praeire et obstantia silvarum amoliri iubetur. 
YergL Frontin. Strateg I, 8, 10: Imperator Caesar Domitianus Augastus, 
com Germani more sao e saltibus et obscuris latebris anbinde impa- 
gnarent nostros tatumque regressum in profunda silvanmi haberent, limi- 
tibus per centum viginti milia passnum actis non mntavit tantum statom 
belli, sed et subiecit dicioni snae hostes, quorum refugia nndaveiat. 



94 £. Dünzelmann: 

IL 

Die in den norddeutschen Mooren neuerdings häufig gefundenen 
Bohlwege, um deren Erforschung sich namentlich von Alten ^) grofse 
Verdienste erworben hat, hält man gewöhnlich für Beste römischer 
Heerstrafsen, deren Fortsetzung auf der Geest zu suchen sei. Als 
Beweis für diese Auffassung könnte man den Bohlweg zwischen 
Hunteburg und Damme anführen. Hunteburg ist ein Knotenpunkt 
römischer Militärstrafsen. Von hier läuft ein Bohlenweg durchs 
Moor nach Damme, von Damme ein Bömerweg nach Wildeshausen. 
Etwas anders verhält es sich schon mit dem Bohlweg durch die 
Tinner Dose nördlich von Meppen. Auch er trifft in seiner Ver- 
längerung bei Sögel auf eine Bömerstrafse, die östlich weiter durch 
die Eloppenburger Geest führt. Allein die eigentliche Militärstrafse 
geht von Meppen aus, so dafs der Bohl weg durch die Tinner Dose 
nur als ein Rieht weg erscheint. Dasselbe Verhältnis ergiebt sich 
ganz deutlich bei den verschiedenen Bohl wegen durch das Diepholzer 
Moor. Sie stellen eine Verbindung her zwischen der Strafse west- 
lich des Moores mit den Gebieten im Osten, wo vielleicht ebenfalls 
eine Strafse lief. Von einer Fortsetzung dieser Bohlwege nach Ost 
und West findet sich keine Spur. Ganz ähnlich liegt es, glaube 
ich, bei den übrigen Bohlwegen Nordwestdeutschlands. Schon ihre 
geringe Breite von etwa 3 m gegenüber den 11 m breiten Militär- 
strafsen beweist, dafs sie nicht als deren Bruchstücke aufzufassen 
sind. Welche Schwierigkeiten und welche Verzögerungen wären 
entstanden, wenn das in breiten Kolonnen marschierende Heer durch 
das Moor auf so viel schmaleren Wegen hätte ziehen sollen. Man 
hätte dann mindestens vier derartige Bohlwege neben einander an- 
legen müssen, wie es zwar an einer Stelle im Diepholzer Moor, aber 
keineswegs durchgängig der Fall ist. Auch wäre es für die Ger- 
manen ein Leichtes gewesen diese Wege durch Entfernung einer 
Anzahl von Bohlen für den Marsch unbrauchbar zu machen und so 
den Rückzug zu gefährden. Bemerkenswert ist, wie die Römer die 
gef^rlichen MoorbrUcken durch Befestigungen der Zugänge zu 
sichern suchten. Über den Bohlweg in der Tinner Dose heifst es 
bei von Alten S. 31: „Unten am Fufse des Hengstberges laufen zwei 
durch eine Niederung sich hindurchziehende Sanddämme > welche 
noch als solche deutlich zu erkennen, der eine aus Südwest, der 
andere aus Nordwest kommend, in einander und ziehen sich dann 
vereint zur Brücke hin«'' Ähnliche Befestigungen fanden sich oder 
finden sich noch jetzt bei Schobrink, Damme und Hude. Ich halte 
daher die Bohlwege für römische Strafsen niederen Ranges, die ent- 
weder als Richtwege dienten und namentlich in Friedenszeiten be- 



1) Die Bohlenwege im Flofsgebiet der Ems und Weser im 6. Heft 
der Berichte des Oldeuburger LandesvereinB fQr Altertumskunde. Olden- 
burg 1889. 



Das rOmisohe StraTsennetz in Norddeutechland. 95 

nutzt wurden, oder vielleicht ein seitab von der Strafse gelegenes 
Kastell mit dieser verbanden. Eeinenfalls darf man, wozu von Alten 
geneigt ist, die verschiedenen Bohlwege zu Stralsenzügen vereinigen 
wollen. 

Wiederholt werden von den alten Schriftstellern römische 
Kastelle im Innern Deutschlands erwähnt. Es w&re für die Frage, 
wie weit Norddeutschland militärisch bereits in den Händen der 
Römer war, von grofser Bedeutung, wenn sich feststellen liefse, wo 
diese Kastelle lagen. Von den vielen alten Befestigungen^), die 
sich über das ganze Gebiet zerstreut finden, sind bald diese, bald 
jene mit mehr oder minder guten Gründen als römisch in Anspruch 
genommen worden. Allein an einem sichern Kriterium fehlte es bis 
jetzt. Neuerdings hat Dr. Schuchhardt es unternommen die römischen 
Kastelle zunächst in der Provinz Hannover festzustellen. Die erste 
Befestigung, die von ihm untersucht wurde, war die Wittekindsburg 
bei Osnabrück. Der Bericht über die Ausgrabungen findet sich in 
den Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde von 
Osnabrück, Band XV, S. 369 flf. Drückt er sich hier noch vorsichtig 
über den Ursprung aus, so hält er jetzt, nachdem neue Untersuchungen 
der Wekenborg bei Meppen, der Aseburg bei Löningeu, der Witte- 
kindsburg bei Rüssel erfolgt sind ^), sowohl diese als auch die Witte- 
kindsburg bei Osnabrück (Rulle) teils auf Grund von Fxmden, teils 
wegen charakteristischer Kennzeichen für unzweifelhaft römisch. 
Weitere Nachgrabungen im Auftrage der historischen Vereine von 
Hannover und Osnabrück stehen in Aussicht. Wir dürfen somit 
erwarten über die römischen Kastelle in einem grofsen Teile Nord- 
deutschlands in den nächsten Jahren gründlich unterrichtet zu werden. 
Dann wird sich auch ein Urteil gewinnen lassen über das System, 
nach dem die Kastelle angelegt sind. Einige Resultate aber ergeben 
sich schon bei dem unvollkommenen Material, das bis jetzt vorliegt. 
Zunächst ist die Meinung aufzugeben, als seien die römischen Be- 
festigungen Norddeutschlands Marschlager gewesen. Es mag ja sein, 
dafs sich hier und da auch von ihnen Überreste erhalten haben. 
Aber der geringe Umfang der meisten Befestigungen oder gar das 
Vorkommen einer Mauer in dem Wall widerspricht dieser Annahme. 
Was sodann das Verhältnis der Kastelle zu den Militärstrafsen be- 
trifft, so liegt keins unmittelbar am Wege, aber alle in nicht zu 
grofser Entfernung. Die Wekenborg ist etwa 3 Kilom. von dem 
Wege ^Teppen- Sögel entfernt, die Burg bei Rüssel etwa 2 Kilom. 
von Ankum, das an dem Wege Rheine-Quakenbrück liegt, die Witte- 
kindsburg bei Rulle endlich befindet sich wenige Minuten von der 
Strafse Osnabrück-Hunteburg. Etwas seitab von Löningen liegt die 

1) S. von Oppermann, Atlas vorgeschichtlicher Befestigungen in 
Niedersachsen. 

2) Schuchhardt, drei Römerkastelle an der Hase. Mitteilungen des 
historischen Vereins bu Osnabrück, B. XVI, S. 815 ff. 



96 S- Danzelmann: 

Aseburg, wenn nicht etwa ein Bohlweg durchs Eblinenmoor die Ver- 
bindung mit dem Wege Lingen-Fürstenau-Quakenbrück herstellte.^) 
Ich könnte noch hinzufügen die Wittekindsburg bei Wildeshausen, 
die Düsselburg bei Rehburg, die Monsilie bei Beverstedt, die in ihrer 
Anlage grofse Ähnlichkeit mit den von Schuchhardt untersuchten 
Kastellen zeigen, und die ich deshalb für römisch halte. Vielleicht 
sind auch hierher zu rechnen die Listruper Burgen nordwärts von 
Rheine, die Hartmann in den Mitteilungen des Osnabrücker Vereins, 
B. XV, S. 1 ff. beschreibt. Auch diese liegen alle nicht unmittelbar 
an, aber doch in nächster Nähe der Römerstrafsen. Meistens sind 
sie auf drei Seiten von Wasser oder Sumpf umgeben und auf einer 
vorspringenden Landzunge angelegt. 

Weit verbreitet ist die Ansicht, als ob die römischen Kastelle 
in der gleichmäfsigen Entfernung eines Tagemarsches von einander 
lägen. Auch Schuchhardt nimmt eine römische Strafse an, die von 
der Wekenborg über Aselage nach Rüssel geführt haben soll. Allein 
Spuren davon zeigen sich nirgends. Vielmehr liegen die drei von 
ihm besprochenen Kastelle an drei verschiedenen Strafsen. Überall 
da, wo die römischen Strafsen auf weite Strecken wohl erhalten 
sind, müfsten sich auf den ausgedehnten Heiden, sollte man denken, 
die Reste der alten Kastelle, jedesmal einen Tagemarsch von einander 
entfernt, auch jetzt noch finden. Das ist aber keineswegs der Fall, 
Begreiflich genug; die gleichförmigen Ebenen boten kein geeignetes 
Terrain für die Anlage eines Kastells. Die römischen Kastelle Nord- 
deutschlands sollten weder die Strafsen sperren, noch marschierenden 
Heeren Aufnahme gewähren, sondern sie dienten dazu die unter- 
worfenen Gebiete militärisch zu beherrschen. Um dieser Aufgabe 
zu genügen nnd vor etwaigen Angriffen möglichst gesichert zu sein, 
suchte man die von Natur festesten Punkte aus. Während die 
Strafsen, um die grade Richtung innehalten zu können, mitten über 
die hohe Geest geführt wurden, finden sich die Kastelle am Rande 
der Geest, wo Flüsse oder sumpfige Gründe auf drei Seiten Deckung 
boten. 

m. 

Nach diesen Erörterungen wende ich mich zu der Frage, wie 
weit es auf Grund der Quellenberichte möglich ist die Strafsen nach- 
zuweisen, auf denen die Kriegszüge der Römer erfolgten. Ich be- 
ginne mit dem Zuge des Germanicus vom Jahre 15. 4 Legionen 
führt Germanicus selbst über das Meer in die Ems, die Reiterei zieht 
durch das Land der Friesen, während Cäcina mit 4 Legionen aus 
Vetera (Xanten) aufbricht. An der Ems treffen die drei Heeres- 
abteilungen zusammen. Da von Xanten zwei Römerwege zur Ems 



1) V. Alten, Bohlenwege, S. 43 hält diesen Bohlweg nicht für 
römisch, sondern für einen mittelalterlichen Kirch weg, aus unzureichenden 
Gründen, wie mir scheint. 



Das römische Stra&ennetz in Norddentsohland. 97 

laufen, der eine über Münster, der andere über Burgsteinfurt nach 
Rheine, so vereinigten sich die Legionen entweder bei Rheine oder 
unterhalb Rheine etwa bei Meppen oder, falls die Flotte soweit 
stromaufwärts fahren konnte, nordwärts von Münster. Wo immer 
die Vereinigung stattfand, das Natürlichste würde sein, wenn sich 
Germanicus sofort ostwärts gegen die Cherusker gewandt hätte, und 
manche Schriftsteller haben das unbedenklich angenommen. Allein 
dem widerspricht Tacitus Ann. 1, 60: Ductum inde agmen ad Ultimos 
Bructerorum, quantumque Amisiam et Luppiam amnes inter vasta- 
tum. Das bedeutet: auf dem Zuge, der sich bis zu den entferntesten 
Brukterern ausdehnte, ynirde das ganze Gebiet zwischen Ems und 
liippe verwüstet. Knoke, der sich mit Recht gegen die Erklärer 
wendet^), die ohne Rücksicht auf Tacitus das römische Heer von 
dem Vereinigungspunkte an der Ems sogleich ostwärts ziehen lassen, 
ist der Meinung, Germanicus sei von Rheine eine Strecke am linken 
Emsufer etwa bis Greven stromaufwärts marschiert und habe sich 
dann zu den äufsersten Wohnsitzen der Brukterer in der Nähe von 
Iburg gewandt.^) Abgesehen davon, dafs dieser kurze Marsch an 
der Ems schwerlich selbst bei dem rhetorisch übertreibenden Tacitus 
die Worte quantum Amisiam et Luppiam amnes inter vastatum recht- 
fertigen würde, so führt weder von Rheine nach Greven, noch von 
Greven nach Iburg eine Römerstrafse. Der einzige Römerweg 
zwischen der Ems und mittleren Lippe ist, wie die Karte zeigt, der 
über Münster nach Hamm. Wenn man nun überhaupt den Worten 
des Tacitus Bedeutung beimifst, so können sie nur den Sinn haben, 
dafs Germanicus auf diesem Wege zur Lippe nach Hamm gezogen 
ist. Wollte er von hier aus gegen die Cherusker vordringen, so 
mufste er noch etwas weiter nach Süden marschieren bis Unna, wo 
er den Haarweg erreichte, der ihn über Paderborn zu den Feinden 
führte. Gegen eine solche Annahme erheben sich jedoch ernste Be- 
denken. Man erwäge. Nach einer weiten, gefahrvollen Seereise, 
nachdem er einen grofsen Teil der Ems hinaufgefahren war und 
dann noch mindestens zwei Tagemärsche gemacht hatte, gelangte 
Germanicus endlich an einen Punkt, den er von Xanten aus in zwei 
bis drei Tagen hätte erreichen können. Solche Irrfahrten wird man 
einem Feldherm wie Germanicus nicht zutrauen. 

Tacitus führt Ann. II, 5 die Gründe an, die den römischen 
Befehlshaber veranlafsten, im Jahre 16 seine Operationsbasis vom 
Rhein nach der Ems zu verlegen. Er glaubte, die Unternehmungen 
der Römer seien trotz der gewonnenen Schlachten gescheitert wegen 
der weiten Märsche, wegen des kurzen Sommers und früh eintretenden 
Winters, vor allem wegen der Schwierigkeit ein grofses Heer genügend 
mit Lebensmitteln zu versorgen. Wenn Germanicus im Jahre 15 



1) Die Eriegszüge des Germanikus, S. 60. 

2) S. 63. 142. 

Jahrb. f. dasi. Philol. Snppl. Bd. XX. 



98 E. Dönxelmann: 

wenigstens einen Teil seines Heeres zu Schiff in die Ems führte, so 
erkennt man darin die Absicht mit ungeschwächten Kräften und mit 
ausreichendem Proviant dem Kriegsschauplatz möglichst nahe zu 
kommen. Dieser Gewinn ging aber durch einen Marsch zur Lippe 
völlig, verloren. Selbst wenn der Wasserreichtum der Ems den 
Schiffen erlaubte bis in die N&he Münsters hinau&ufahren, war man 
in Unna der Flotte nicht wesentlich näher als dem Rhein bei Vetera; 
Rheine aber oder gar Meppen lagen sehr viel weiter entfernt. 

Die Hoffnung mit HfUfe der aufgefundenen Römerstrafsen eine 
klarere Anschauung über den Weg zu gewinnen, den Grermanicus im 
Jahre 15 einschlug, erweist sich mithin, so scheint es, als trügerisch. 
Vielmehr sind die Schwieiigkeiten, die von jeher bestanden, dadurch 
wesentlich vermehrt, dafs man die Römer nicht mehr wie bisher in 
jeder beliebigen Richtung marschieren lassen kann. Aber soviel 
wird man sagen dürfen: Ein Zug, der Germanicus von der Ems zur 
Lippe führte, kann unmöglich von vorne herein beabsichtigt gewesen 
sein. Lassen sich nun triftige Gründe dafür geltend machen, dafs 
Germanicus durch unvorhergesehene Ereignisse bestimmt wurde 
seinen Marsch nach Süden zu richten? Tacitus^) berichtet, die Bruk- 
terer, die ihre Habe verbrannten, wären von Stertinius geschlagen 
worden. Die Brukterer wohnten der herrschenden Ansicht nach nörd- 
lich der Lippe bis zur Ems etwa bis Rheine und bis zu den Ab- 
hängen des Teutoburger Waldes. Fand nun die Vereinigung der 
römischen Heere bei Rheine oder gar bei Meppen statt, so lag für 
die Römer, die ostwärts zu den Cheruskern zogen, gar keine Ver- 
anlassung vor die südwärts wohnenden Brukterer anzugreifen, noch 
für die Brukterer ihr Land zu verwüsten. 

Wie aber wenn die römischen Heere in der Nähe von Münster 
zusammentrafen, Cäcina also über Dülmen mitten durch das Gebiet 
der Brukterer gezogen war? Zunächst ist auffällig, dafs sich die 
Brukterer während des Durchmarsches ruhig verhalten, um erst in 
dem Augenblick, als die Feinde im Begriff standen ihr Land zu ver- 
lassen, sich zu erheben. Man könnte vermuten, sie seien durch den 
Zug des Cäcina überrascht worden oder hätten absichtlich die Römer 
ungehindert durch ihr 'Gebiet ziehen lassen, um sie im Rücken an- 
zugreifen und desto sicherer zu verderben. Dann würden sie ähnlich 
verfahren haben, wie die Angrivarier, von denen Tacitus^) berichtet: 
Als Germanicus ein Lager aufschlug, wird ihm der Abfall der Angri- 

1) Ann. 1, 60: BmcteroB sua urentis expedita cum manu L. Ster- 
tinius missu Germanici fudit; interque caedem et praedam repperit unde- 
vicesimae legionis aquilam cum Varo amissam; ductum inde agmen ad 
Ultimos Bructerorum quantumque Amisiam et Luppiam amnes inter va- 
statum. 

2) Ann. 11, 8: metanti castra Caesari Angrivariornm defectio a tergo 
nuntiatur; missus ilico Stertinius cum eqnite et armatura leyi, igne et 
caedibuB perfidiam ultus est. 



Das römische Sizalseiuietz in Norddentschland. 99 

yarier im Rücken gemeldet. Allein wie es dort heifst: Sofort wurde 
Stertinius mit Reiterei und Leichtbewaffneten abgeschickt und be- 
strafte die Treulosigkeit mit Mord und Brand, so wird auch hier 
Stertinius mit einer Schar gegen die Brukterer entsandt: Bructeros 
sua urentis expedita cum manu L. Stertinius missn Germanici fudit. 
Ein zwingender Grund mit der gesamten Heeresmacht umzukehren 
oder den Angriffsplan gegen die Cherusker wegen der Unruhen im 
Bruktererland zu ändern lag nicht vor. Auch bei Tacitus findet sich 
davon nicht die leiseste Andeutung. Nachdem sich Flotte, Reiterei 
und Landheer an der Ems getroffen haben, ziehen sie vereint gegen 
die Cherusker, die aufständischen Brukterer werden durch Stertinius 
geschlagen, das Heer bis zum Luppias geführt, das Teutoburger 
Schlachtfeld besucht Man gewinnt bei Tacitus den Eindruck, als 
ob der nächste Weg von der Ems zu den Cheruskern durch das 
Gebiet der Brukterer und über den Luppias führe. Sollte nun Ta- 
citus eine so mangelhafte geographische Anschauung gehabt haben, 
dafs er glaubte, die Lippe fliefse zwischen der Ems und dem Cherusker- 
land, oder ist der Luppias gar nicht die Lippe, sondern ein Flufs 
östlich der Ems, der parallel mit ihr fliefst? 

Es wurde vorhin nachgewiesen, dafs es unmöglich von vorne 
herein im Plan des Germanicus gelegen haben könne von der Ems 
über die Lippe zur Weser zu ziehen, es wurde ferner nachgewiesen, 
dafs kein zwingender Grund zu der Annahme vorliege, dafs Ger- 
manicus gegen seine ursprüngliche Absicht diesen Weg eingeschlagen 
habe, es zeigt sich jetzt, dafs sich Tacitus den Luppias nicht süd- 
wärts, sondern im Osten der Ems denkt, dürfen wir unter diesen 
Umständen bezweifeln, dafs der Luppias des Tacitus nicht unsere 
Lippe ist? Wir dürfen das um so weniger bei der ausdrücklichen 
Angabe des Strabo^): Nach derselben Richtung wie die Ems (von 
Süd nach Nord zum Meere) fliefsen die Weser und der Luppias, der 
vom Rhein etwa 600 Stadien entfernt ist und durch das Gebiet der 
kleinen Brukterer strömt. Ich habe schon vor einigen Jahren in 
einer kleinen Schrift „der Schauplatz der Varusschlacht", gestützt 
auf Strabo, die Ansicht vertreten, dafs der Luppias nicht die Lippe, 
sondern die Hunte sei, ohne damit viel Beifall gefunden zu haben. 
Freilich habe ich auch nicht bemerkt, dafs durchschlagende Gründe 
dagegen vorgebracht wären. Da ich inzwischen durch die Aufdeckung 
des römischen Strafsennetzes und durch andere Beobachtungen in 
meiner Meinung bestärkt bin, so stelle ich nunmehr zusammen, was 
sich gegen die Lippe und für die Hunte anführen läfst. 



1) VII, 1, 3: *£id xainä bi xCf» 'Aviadqi (ßmö vötou irp6c ßoß^av kqI 
TÖv 'ÖKeayöv) cp^povrai B{coupT(c t€ kqI Aouiriac iroraiLiöc, bt^un^ *P/|vou 
TTCpl ^HaKodouc craöCouc, ^^ujv 5id BpouKT^puiv täv ^Xarröviuv. 



100 E. DüDzelmann: 



IV. 



Bei der geographischen Beschaffenheit Norddeutschlands er- 
scheint es als das Natürlichste, wenn die Römer, um von Vetera aus 
an die mittlere Weser zu gelangen, die Lippe aufwärts zogen. Diese 
Annahme erweckte um so weniger Bedenken, als sich an den üfem 
des Flusses alte Befestigungen finden, die man ftir römisch hält. 
Allein es zeigt sich nun, dafs die Lippe entlang gar keine Bömer- 
strafsen laufen. Die alten Helwege zu beiden Seiten des Flusses 
sind germanisch. Schon der umstand, dafs sie allen Krümmungen 
des Flusses folgen, hätte hindern sollen sie für römisch anzusehen. 
Erst einige Meilen südwärts der Lippe zieht mit ihr parallel die 
alte Römerstrafse, der Haarweg, während auf dem rechten Ufer der 
Bömerweg in der Nähe von Haltern das Lippegebiet verläfst und 
sich nordostwärts nach Münster wendet. Damit fällt die Theorie, 
wonach längs der Lippe in gleichen Abständen römische Befestigungen, 
Etappen oder Posten, zu suchen seien, die sich bis nach Aliso hin 
erstreckt hätten^) und durch Militärstrafsen verbunden gewesen 
wären. Ich lasse dahingestellt, welche von den Befestigungen, die 
man für römisch erklärt hat, wirklich römischen Ursprungs sind. 
Hier hat nur die Frage nach der Lage Alisos Interesse. Da es an 
einer Militärstrafse oder wenigstens in ihrer Nähe gelegen haben 
mufs, so werden wir es in erster Linie da suchen müssen, wo die 
römischen Strafsen die Lippe kreuzen, d. h. bei Dorsten, Hamm oder 
Paderborn. Dorsten kann wohl als dem Rhein zu sehr benachbart 
kaum in Frage kommen. Dagegen hat die Meinung, dafs Aliso bei 
Hamm oder in der Nähe Paderborns bei Elsen oder Nenburg zu 
suchen sei, wiederholt entschiedene Vertreter gefunden, denen dann 
freilich ebenso entschieden widersprochen worden ist. Ich gehe auf 
die oft erörterte Frage nicht weiter ein und bemerke nur, wenn Dio 
Cassins mit aller nur wünschenswerten Deutlichkeit erklärt, Aliso 
habe am ZusammenfluTs des Elison und des Luppias gelegen, wenn 
ferner die Zahl der Nebenflüsse, die in Betracht kommen, eine ver- 
schwindend geringe ist, und gleichwohl trotz eifrigen Suchens das 
Kastell nicht hat aufgefunden werden können, so ist das der beste 
Beweis, dafs in den Voraussetzungen irgend ein Fehler steckt. Dieser 
Fehler liegt in der Annahme, der Luppias sei die Lippe. 

Versuchen wir jetzt Aliso an der Hunte aufzufinden. Römische 
Heerstrafsen kreuzen die Hunte bei Oldenburg, Wildeshausen, Golden- 
stedt und Hunteburg. Kein Punkt aber lenkt so sehr unsere Auf- 
merksamkeit auf sich wie Hunteburg, wo von den verschiedensten 
Richtungen her die Strafsen zusammentreffen. Und doch erforderte 
das Terrain keineswegs grade hierhin die Strafsen zu legen. Hunte- 
burg ist kein natürlicher Pafs, vne etwa Rheine, Osnabrück oder 



1) So neuerdings von Veith in den Bonner Jahrbüchern LXXXIV, S. 7 ff. 



•1 •• ••• ••• • • 

• . • • • » t • 



Das römische Strafsennetz in Norddentschland. 101 

Minden. Viehnehr liegt es abseits von den Hauptverkehrsstrafsen, 
so zu sagen in einem verschollenen WinkeL Aber schwer zugäng- 
lich und von allen Seiten von Sumpf und Moor eingeschlossen war 
der Ort wie kein anderer zur Anlage eines E^astells geeignet, für 
das er eine fast absolute Sicherheit bot. In Hunteburg mufs ein 
Kastell gelegen haben, ein Kastell, das sich von den andern wesent- 
lich unterschied. Diese finden sich, wie oben bemerkt, gewöhnlich 
seitab der Strafse. Hunteburg bildet den Knotenpunkt mehrerer 
sich kreuzender Strafsen, oder besser diese Strafsen sind erst des 
Kastells wegen angelegt. Dies Kastell, es mag geheifsen haben, wie 
es will, war für die römische Kriegführung von hervorragender Be- 
deutung. Aber wenn nicht alles trügt, so haben wir in ihm Aliso 
gefunden. Oder wäre es nur ein neckisches Spiel des Zufalls, dafs 
das FlüTschen, das bei Hunteburg in die Hunte fliefst, den Namen 
Else trägt, d. h. den Namen des Flusses, den man an der Lippe seit 
lange vergeblich gesucht hat? 

Lag Aliso bei Hunteburg, so würden sich auch die zahlreichen 
Münzfunde in jener Gegend erklären. Es ist begreiflich, dafs sich an 
einem Elreuznngspunkt so vieler Heerstrafsen, die zugleich als Handels- 
strafsen dienten, römische Münzen häufiger finden als anderswo. 
Ferner mufste der Jahre lang dauernde friedliche Verkehr zwischen 
Römern und Germanen, der auch für das Innere Deutschlands bezeugt 
wird ^), grade in der Nähe eines grofsen Kastells Münzen in gröfserer 
Zahl in die Hände der Umwohnenden bringen, vor allem hören wir, 
dafs bald nach der Varusschlacht ein Teil der in Aliso eingeschlos- 
sfnen Mannschaften, Frauen und Kinder bei ihrem Versuche nach 
dem Bhein zu entkommen, angegriffen und hart bedrängt wurden, 
und dafs alle ihr Leben eingebüfst hätten, wenn nicht die Germanen 
durch ihre Beutegier an eifriger Verfolgung gehindert wären. ^) Also 
nicht in der Niederlage des Varus selbst, wie Mommsen annimmt, 
sondern in einem Nachspiel dazu, in dem Kampf bei Aliso würden 
jene Münzfunde ihre Erklärung finden. 

Es wäre der Mühe wert durch Nachgrabungen in Hunteburg 
über die angeregten Fragen zur Gewifsheit zu gelangen. Zwar das 
mit Wall und breitem Graben umgebene Viereck, das. noch jetzt bei 
Hunteburg sich findet, ist mittelalterlich und trug ein Schlofs der 
Osnabrücker Bischöfe. Allein die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, 
dafs, wie so häufig, der spätere Bau den älteren benutzte. Als der 
jetzige Eigentümer des Terrains vor etwa 6 Jahren ein neues Vieh- 
haus aufführte, stiefs man beim Ausgraben des Bodens auf Funda- 
mente alten Mauerwerks, eines viereckigen Turmes, vor dem ein mit 
Pallisaden besetzter Graben lief. Die so gefundenen Steine wurden 
als willkommenes Material für den Neubau benutzt, leider ohne dafs 



1) Bio Cassius 56, 18. 

2) Die Gassins 66, 22. 



102 E. Dünzebnann: 

jemand untersucht hätte, oh die Befestigungen römischer Zeit oder 
dem Mittelalter angehörten. Wie versichert wird, stecken aber noch 
mehr Überreste im Boden, die weitere Aufschlüsse zu geben geeignet 
wären. 

Damit ist jedoch die Beihe der Ghünde, die wahrscheinlich 
machen, dafs unter Luppias die Hunte zu verstehen sei, noch nicht 
erschöpft. 

Nach Velleius Paterculus 11, 105 hat Tiberius im Jahre 4 n. Chr. 
mitten in Deutschland an den Quellen des Luppias ein Winterlager 
bezogen. Allerdings hat die Handschrift ad caput luliae, allein da 
von einem solchen Flusse nichts bekannt ist, so ist die Konjektur 
von Lipsius, der für luliae Lupiae zu lesen vorschlug, sehr einleuch- 
tend und fast allgemein angenommen. An der Lippe hat freilich 
bisher das Lager nicht nachgewiesen werden können. Sieht man 
aber in dem Luppias die Hunte, so bietet sich ganz ungesucht eine 
Erklärung. An den Quellen der Hunte befinden sich umfangreiche 
Befestigungen, die Oppermann in seinem Werke ^) dargestellt und 
beschrieben hat. Er hält sie ftlr einen Hauptsammelplatz sächsischer 
Heere in den Kriegen Karls des Grofsen. Leider ist unsere Kenntnis 
noch nicht so weit vorgeschritten, dafs wir aus der Anlage derartiger 
Befestigungswerke mit Sicherheit auf ihre Entstehungszeit schliefsen 
könnten. Hoffentlich wird Schnchardt auch diese interessanten Werke, 
wie er beabsichtigt, in nächster Zeit eingehender untersuchen. 

Für meine Auffassung sie als römisch anzusehen geben folgende 
Erwägungen den Ausschlag. Li unmittelbarer Nähe des Lagers läuft 
eine Bömerstrafse, der alte Postweg von Melle nach Essen, eme 
andere am Nordostrande des Gebirges auf der Höhe von KaJbsiek 
bis Osterkappeln. Vielleicht ist auch der Weg, der aas dem Lager 
durch Battinghausen auf diesen Weg führt, gleichfalls römischen 
Ursprungs. Aufserdem führen verschiedene römische Strafsen von 
dem Hauptwege auf der Höhe in die Thäler von Wehrendorf, Essen, 
Hüsede. Diese selbst, wenigstens das von Wehrendorf und Hüsede, 
werden durch Befestigungen gesperrt, die nach Lage der Dinge 
kaum etwas anderes als römisch sein können. Kurz, wir haben 
es hier mit einer grofsartigen römischen Anlage zu thun, die das 
gesamte Gebiet von den Quellen der Hunte bis Osterkappeln und 
Essen militärisch sicherte. Sollten wir Bedenken tragen hierhin das 
Winterlager des Tiberius zu verlegen? 

Wenn sodann Tacitus (Ann. II, 7) von einem an dem Luppias 
liegenden Kastell redet und darunter höchst wahrscheinlich ein an- 
deres als das in demselben Kapitel erwähnte Aliso meint, so ist 
darunter vermutlich die Wittekindsburg bei Wildeshaosen zu ver- 
stehen. 



1) Atlas vorgeschichtlicher Befestigungen in Niedersaohsen. 



Das römiflche Strafseimetz in Norddentschland. 103 

Endlich habe ich schon früher^) darauf aufiuerksam gemacht, 
dafs die Nachricht des Tacitus') über die Befestigungen zwischen 
Aliso und dem Bhein völlig unverständlich bleibt, wenn man Aliso 
an die Lippe verlegt. Denn welchen Nutzen konnte es haben die 
Lippelinie zu befestigen, während die Römer von der unteren Ems 
zur Weser marschierten und auf demselben Wege zurückkehrten? 
Dagegen ist der Zweck der Mafsregel sofort einleuchtend, wenn Aliso 
an der Hunte lag, denn diesen Flufs mufste Germanicus auf seinem 
Marsch überschreiten. 

Bei der einschneidenden Bedeutung, welche die Annahme, mit 
dem Luppias sei die Hunte gemeint, für die Auffassung und das 
Verständnis der römischen Eriegszüge haben würde, stelle ich noch 
einmal kurz zusammen, was gegen die bisherige und für meine Er- 
klärung spricht. 

Hält man den Luppias für die Lippe, so ist 

der Zug des Germanicus vom Jahre 15 rätselhaft, 
der Bericht desTacitus unklar, namentlich die Worte: quan- 
tumque Amisiam et Luppiam amnes inter vastatum, die vielmehr 
auf einen im Osten der Ems, parallel mit ihr laufenden Flufs schliefsen 
lassen. 

3) Es läfst sich nirgends mit einiger Wahrscheinlichkeit Aliso, 

4^ ebensowenig das Winterlager des Tiberius nachweisen. 

5) Man gerät in Widerspruch mit der ausdrücklichen Angabe 
Strabos. 

6) Die vom Germanicus angeordnete Befestigung des Gebiets 
zwischen Aliso und Bhein ist unverständlich. 

Dagegen wird die Hunte empfohlen 

1) durch Strabo. 

2) Für Hunteburg als Aliso spricht das bei Hunteburg in die 
Hunte fliefsende Flüfschen Else. 

3) An den Quellen der Hunte findet sich ein römisches Be- 
festigungswerk. 

4) In der Wittekindsburg bei Wildeshausen ist das castellum 
Luppiae flimiini adpositum zu erkennen. 

5) Der Zug des Germanicus vom Jahre 15 kann, wie es das 
Natürlichste ist, von der Ems aus sogleich nach Osten erfolgen. 

Für die Lippe spricht aufser Pomponius Mela') gar nichts als 
die Ähnlichkeit des Namens. 



1) Der Schauplatz der Yarusschlacht, S. 7. 

2) Ann. 11^ 7: cuncta inter castellum AUsonem ac Rhenum Dovis 
limitibus aggenbusque permunita. 

3) 111, 3, 80: amnium in alias gentes ezeuntium Danubius et Rho- 
danus, in Rhenam Moenis et Lupia, in oceanum Amissis, Visurgis et 
Albis clarisaimi. Will man einen Irrtum bei Mela nicht zugeben, so 
bleibt immer noch der Ausweg, dafs es zwei Flüsse des Namens Luppias 
gegeben habe, nämlich die Hunte und die Lippe. 



104 B2. Dünzelmann: 



V. 

Schon in den ältesten Kommentarien zu Tacitus wird der Luppia 
ohne weitere Erörterung als die Lippe erklärt. Aher grade dsSs 
man diese Gleichstellung als selbstverständlich annahm, beweist, 
dafs nicht sachliche Gründe die Herausgeber bestinmit haben, son- 
dern die zufällige Übereinstimmung des Namens. Nun ist ja ohne 
Frage für jeden, der zwei Dinge verschiedener Zeiten zu identificieren 
unteiTiimmt, der Nachweis des gleichen Namens von hervorragender 
Bedeutung. Welche Mühe hat man sich nicht gegeben, um in den 
verschiedenen Nebenflüssen der Lippe den Namen Elison wieder zu 
erkennen? Sollen auch wir in gleicher Weise nach Namen der 
Hunte suchen, die an Luppia anklingen? Ich fürchte, es ist ein hoff- 
nungsloses unternehmen, und wende mich lieber zu den mancherlei 
Bedenken, die gegen die sachliche Erklärung erhoben werden könnten, 
und die ich im einzelnen zu beseitigen versuche. 

Da ist zunächst der Bericht des Dio Cassius ^): Drusus ging über 
den Bhein, unterwarf die Usipeter, schlug eine Brücke Über den 
Luppias, fiel in das Land der Sigambrer ein und drang durch das- 
selbe ins Gebiet der Cherusker bis zur Weser vor. Er konnte dies 
aber thun, weil die Sigambrer unwillig über die Chatten, die allein 
von den Nachbarn ihnen im Kampfe nicht hatten helfen wollen, mit 
der gesamten Mannschaft gegen sie zu Felde gezogen waren, und in 
diesem Augenblick ging er unbemerkt durch ihr Land. Wenn man 
die Sitze der Sigambrer, wie es gewöhnlich geschieht, zwischen Sieg 
und Lippe verlegt, so scheint diese Stelle den schlagenden Beweis 
zu liefern, dafs der Luppias die Lippe sein müsse. Drusus kommt 
vom rechten Ufer des ünterrheins, er zieht gegen die Sigambrer, 
die südwärts der Lippe wohnen, was ist natürlicher, als dafs er die 
Lippe überschreitet, bei der Gelegenheit eine Brücke über den Flufs 
schlägt und dann weiter ins Gebiet der Cherusker dringt? 

Zunächst ist zu bemerken, dafs es mindestens zweifelhaft ist, 
ob die erwähnten Ereignisse nicht blofs zeitlich, sondern auch so 
zu sagen geographisch zusammenhangen. Kurz zuvor berichtet Dio 
Cassius, Drusus sei im vorhergehenden Jahre durch das Gebiet der 
usipeter gezogen, habe dann das Gebiet der Sigambrer verwüstet, sei 
darauf den Rhein hinab zu den Friesen gefahren u. s. w. Wer würde 
auf den Gedanken kommen, alle diese Züge verliefen in derselben 
Richtung? Und doch werden die beiden nach ganz verschiedenen 



1) 64, 88 : TÖv T€ 'Pfjvov ^irepatubOr) kqI touc Oöcnr^Tac KaTCCTp^axo, 
TÖv T€ Aoim(av il€vle xal k ti?|v tOöv CuT<4MßP^v ^v^ßoXe, kqI bC aörrjc 
xal ^c Tf|v XcpoucKiba irpoexubpiice M^xpi toO OöicoOptou. /iftuvVjOri bi toOto 
iroifjcai, ÖTi oi COtafißpoi toOc XdxTouc, fiövouc tuiv irpocodouv |Lif| ^d€X/|- 
cavrdc ccpia cu^^oxftcal, ^v öpTtl cxövtcc iravbiml ^ir' aÖTOuc ^HecTpdxeu- 
cav, Kdv Till Kaip(|) toOtiii ^a6€ ti^v x^pav aC»Tuiv bieHeXOidv. 



Das römische Strafsennetz in Norddentschland. 105 

Gegenden gerichteten Züge mit einem einfachen T€ verknüpft.^) 
Warnm soll nicht auch an unserer Stelle mit dem: tov T€ AouTiiav 
^levle eine neue Unternehmung beginnen? Im ersten Fall bewahrt 
uns unsere Kenntnis der geographischen Verhältnisse vor einem 
Fehlschlufs, wie wenn unsere mangelnde Kenntnis uns im zweiten 
zu einem Irrtum verleitete? 

Aber zugegeben selbst, die von Dio Cassius erwähnten Züge 
ständen auch geographisch in engem Zusammenhang, was folgt 
daraus? Wenn Drusus vom Unterrhein über die Lippe zu den Si- 
gambrem ziehen wollte, so war es anumgänglich, dafs er eine Brücke 
über den Flufs schlug. Und eine solche so selbstverständliche Sache 
sollte Dio Cassius besonders erwähnt haben? Man bemerke wohl, Dio 
Cassius geht mit seiner Erzählung nicht ins einzelne, er berichtet 
nicht von einer Schlacht am Flosse, bei der ein Brückenbau eine 
bedeutende Eolle spielen könnte, nein er zählt ganz summarisch 
die Hauptereignisse auf, Unterwerfung der Usipeter, Zug durchs 
Sigambrerland, Einfall ins Gebiet der Cherusker. Wie lächerlich in 
gleiche Linie damit den Bau einer Brücke, und sei es auch eine feste, 
zu stellen. Wie ganz anders nimmt sich der Bericht aus, wenn er 
so lautet: Drusus unterwarf die Usipeter, zog dann — sagen wir 
zur Hunte, über die er eine Brücke schlug, ging durchs Gebiet der 
Sigambrer und fiel endlich ins Land der Cherusker ein. Kurz, der 
Lnppias darf nicht auf dem Wege zwischen Usipetem und Sigambrem 
gelegen haben, wenn die Erwähnung des Brückenbaus einen Sinn 
haben soll, es kann nicht die Lippe, es mufs ein anderer Flufs ge- 
wesen sein. 

Man nimmt gewöhnlich an, dafs Drusus vom Lande der Usipeter 
in südöstlicher Bichtung gradeswegs über die Lippe ins Land der 
Sigambrer gezogen sei. Ehe das zugegeben werden kann, müfste 
man zuvor die Heerstrafse nachweisen, auf der der Marsch ei*folgte. 
Soweit ich das Strafsennetz ermittelt habe, besteht kein solcher Weg. 
Es geht wohl eine Strafse ostwärts bis Rheine und Bevergem, und 
diese müfste Drusus gezogen sein, um sich dann südwärts zur Lippe 
zu wenden, oder er hätte auf dem linken Bheinufer bis Vetera zurück- 
marschieren und dann bei Dorsten die Lippe überschreiten müssen. 
Auf alle Fälle erfolgte der weitere Marsch auf dem Haarweg nach 
Paderborn und von dort entweder direkt oder über Bielefeld auf 
einem bisher von mir noch nicht festgestellten Wege an die mittlere 
Weser. Südwärts vom Haarweg kann der Zug nicht gegangen sein. 
Das eigentliche Ziel war das Cheruskerland, und nur weil die Si- 
gambrer grade im Felde standen, wagte es Drusus durch ihr Gebiet 
zu ziehen. Warum sollte er unnötigerweise tief ins Innere vor- 
gedrungen sein, wenn der nördliche Weg ihn ebenso sicher zum Ziele 



1) ^irl Ti?|v CutaiLißpiba ^KdOev ^mirapeXOibv cuxvA iiröpdiicev. äc re 
t6v ibK€av6v b\ä toO 'Pi?|vou KaTairXeOcac toOc t€ Opidouc i|)K€t((icaTo. 



106 E. Dfinzelmann: 

führte? Nach beendigtem Kriege mit den Cheruskern gelangt Drusiis 
zum Luppias. Will man darunter die Lippe verstehen, so hätte er 
auf demselben Wege zurückkehren müssen, auf dem er gekommen 
war. Grade das ist aber durch Dio Cassius völlig ausgeschlossen. 
Er erzählt ausdrücklich, dafs nur wegen der Abwesenheit der 
Sigambrer der Marsch durch ihr Land möglich war, ^) woraus folgt, 
dafs Drusus auf dem Bückzuge nicht wagt ihr Gebiet zu berühren. 
Dann blieb aber für ihn kein anderer Weg übrig als über die Hunte 
(s. die Karte), und dann ist das Kastell Aliso, das er anlegt, 
Hunteburg. 

Man würde sich also den Verlauf der Ereignisse im Jahre 11 
so zu denken haben: Von den üsipetem zieht Drusus ostwärts über 
Eheine, Osnabrück zur Hunte, um eine Brücke zu bauen, die ent- 
weder, wie ich früher vermutete, den Bückzug aus dem Cherusker- 
lande sichern sollte oder überhaupt in das Wegesjstem gehörte 
Von der Hunte dringt er auf dem Wege Osnabrück-Bielefeld-Pader- 
bom ins Gebiet der Sigambrer, um sich dann gegen die Cherusker 
zu wenden. Dafs die Sigambrer soweit nach Norden wohnen sollen, 
braucht kein Bedenken zu erregen. Die Angaben der antiken 
Schriftsteller sind viel zu unbestimmt gehalten, als dafs wir auf 
Gi-und derselben die Wohnsitze, die zudem in jener Zeit häufigem 
Wechsel unterworfen waren, mit einiger Sicherheit begrenzen 
könnten.^ Aber warum marschierte Drusus nicht direkt von der 
Hunte zur Weser? Offenbar war damals das Gebiet der oberen Hunte 
noch nicht in das Strafsennetz aufgenommen; noch war Aliso nicht 
erbaut. Es fehlte also eine Verbindung mit der Weser, und da man 
hörte, dafs die Sigambrer nicht zu Hause seien, schien es bequemer 
die dort vorhandene Strafse ins Land der Cherusker zu* benutzen. 
Oder aber man suchte die Feinde zu täuschen, indem man den An- 
schein erweckte, als wolle man von der Hunte aus angreifen, während 
man thatsächlich von Süden her eindrang, oder was sonst für Gründe 
obgewaltet haben mögen. 

Wenn man sich mit dem Gedanken in dem Luppias die Hunte 
zu sehen erst einigermafsen vertraut gemacht hat, wird man auch 
Tacitus Hist. V, 22 unbedenklich finden: praetoriam triremem flu- 
mine Luppia donum Veledae traxere. Warum sollen die Germanen 
das erbeutete Admiralschiff nicht die Hunte aufwärts der Veleda 
zum Geschenk gebracht haben? Glaubt man etwa die Germanen 
wären nicht imstande gewesen den Weg zu finden vom Bhein durchs 
Meer zur Hunte? Oder ist die Anschauung zu fest eingewurzelt, dafs 
die Brukterer — und Veleda war vom Stamme der Brukterer — 
durchaus an der Lippe gesessen haben müssen? 



1) Kdv Tip KatptJL) toOtiü ^aOe Tf|v x^pav aCiTuiv öicHeXGiüv. 

2) 8. unten was über oie Brukterer gesagt ist 



Das römiBcbe Strafsennetz in Nordeutschland. 107 



VI. 

Nahe bei den Chatten, so berichtet Tacitus in der Germania, 
begegnen am Ufer des Bheins die üsipeter and Tenkterer, neben 
ihnen ehemals die Brnkterer, jetzt sollen Chamaven und Angriyarier 
eingewandert sein, an der Mündung des Bheins längs des Oceans 
wohnen die Friesen, an diese schliefsen sich die Chauken an, deren 
Gebiet so grofs ist, dafs es sich bis zum Lande der Chatten ausdehnt 
und alle ebengenannten Völkerschaften umspannt, zur Seite der 
Chatten und Chauken endlich finden sich die Cherusker. Diese Worte 
gewähren ein klares und im allgemeinen gewifs richtiges Bild. Aber 
sobald man versucht im einzelnen die Grenzen zu bestinmien und 
die Nachrichten des Tacitus mit denen des Ptolemäus zu kombinieren, 
machen sich grofse Schwierigkeiten geltend, und das liegt nicht 
nur an der beständigen Bewegung, in der die Völkerschaften be- 
griffen sind. Bei der allgemeinen Unsicherheit glaubte man in Ta- 
citus Ann. I, 60, wonach die Brukterer zwischen Lippe und Ems 
wohnten, wenigstens einen festen Anhaltspunkt gewonnen zu haben. 
Auf Grund dieser Thatsache wurden dann die andern Völkerschaften, 
die bei Ptolemäus erwähnt sind, bei Tacitus aber zum Teil fehlen, 
mit gröfserer oder geringerer Wahrscheinlichkeit gruppiert. Nach 
unseren bisherigen Untersuchungen sind wir gezwungen die Bruk- 
terer zwischen Ems und Hunte zu versetzen, und die weitere Auf- 
gabe besteht nun darin, nachzuweisen, dafs diese Anordnung sowohl 
mit Ptolemäus als mit Tacitus vereinbar ist. 

Wir haben keinen Gnind auf die verwickelten Fragen, die sich 
im einzelnen an die Angaben des Ptolemäus knüpfen, näher einzu- 
gehen. Für uns kommen nur einige Hauptvölkerschaften des nord- 
westlichen Deutschlands in Betracht Am Rhein im Norden, so 
lesen wir, wohnen die kleinen Bmkterer und Sigambrer, südwärts 
von ihnen die Sueben (p\ Courißoi ol AaYToßotpboi), dann die Tenk- 
terer. Längs der Küste nordwärts der Brukterer die Friesen bis 
zur Ems, auf sie folgen die kleinen Chauken bis zur Weser, dann 
bis zur Elbe die grofsen Chauken. Zwischen den kleinen Chanken 
und den Sueben wohnen die grofsen Brukterer, zwischen den grofsen 
Chauken und den Sueben die Angrivarier. Versetzt man die Bruk- 
terer zwischen Ems und Lippe, so würden sie sich auf dem linken 
Emsufer bis zu den Friesen ausgedehnt, die kleinen Chauken von 
der Nordsee ganz bis in die Nähe von Münster oder jedenfalls bis 
zur Linie Bheine-Osnabrück erstreckt haben. Dafs das letztere sehr 
wahrscheinlich sei, wird man kaum behaupten wollen. Verlegt man 
aber die Wohnsitze der grofsen Brukterer zwischen Ems und Hunte, 
so würden die Chauken etwa bis zur Linie Leer-Oldenburg zu suchen 
sein, dann folgten südwärts die grofsen Brukterer etwa bis Bheine, 
an die sich im Westen jenseits der Ems die kleinen Brukterer an- 



108 E. Dfinselmaim: 

schlössen. Zu dieser Anordnung stimmt sehr gut Strabos*) Nach- 
richt von einer Schlacht, die Drusus zu Schiff auf der Ems den 
Brukterem lieferte. 

Wenn femer Ptolemäus die grofsen Brukterer zwischen den 
kleinen Chauken und den Sueben, die Angrivarier gleichfalls zwischen 
den Sueben und den grofsen Chauken wohnen läfst, so folgt daraus, 
dafs die Angrivarier die östlichen Nachbarn der Brukterer waren. 
Derselben Meinung ist Tacitus^): Neben den Tenkterem begegneten 
ehemals die Brukterer, jetzt sollen Chamaven und Angrivarier ein- 
gewandert sein. Wenn die Brukterer an der Lippe wohnten, wie 
war es möglich, dafs die weitentfemten Angrivarier in ihr Oebiet 
einwanderten? Wohnten dagegen die Brukterer bis zur Hunte, jen- 
seits derselben die Angrivarier, so erheben sich keine Schwierigkeiten. 

Die Angrivarier waren die nördlichen Nachbarn der Cherusker 
und grenzten zugleich an die Chauken, sie müssen also zwischen 
Hunte und Weser, etwa in der ehemaligen Grafschaft Hoya gewohnt 
haben. Die Dor&amen dieser Gegend zeichnen sich nun durch die 
häufige Wiederkehr der charakteristischen Endung inghausen aus. 
Eins der nördlichsten Dörfer dieser Art ist Bablinghausen bei Bremen. 
Eine grofse Menge von Beispielen bietet Hodenbergs Hoyer ür- 
kundenbuch, aber auch jede gute Spezialkarte. Aber diese Endung 
ist nicht auf die Grafschaft Hoya beschränkt, in breitem Strom lassen 
sich die Ortsnamen auf inghausen südwärts bis Paderborn und weiter 
verfolgen, bis sie in der Umgegend von Soest und im Euhrgebiet 
in überraschender Fülle begegnen. Arnold hat darauf aufmerksam 
gemacht, dafs sich aus dem Vorkommen derartiger charakteristischer 
Endungen in weit von einander liegenden Landstrichen auf eine 
Wanderung des Stammes, dem sie ursprünglich eigen waren, schlieiÜBen 
lasse, und das bestätigt sich auch in unserem Falle. Die Angrivarier 
der Bömerzeit, die auf das Gebiet zwischen Hunte und Weser be- 
schränkt waren, erscheinen im 8. Jahrhundert als Engem, als der 
dritte Teil des gesamten Sachsenvolkes. Über ihre letzte Aosdehnnng 
haben wir beglaubigte Nachrichten durch Beda.') Ln Jahre 694 
eroberten die Sachsen, d. h. die Engem, das Land der Brukterer, 
die damals im Gau Boroctra zwischen Lippe und Buhr wohnten. 
Aus dieser Eroberung erklären sich die Ortsnamen auf inghausen 
in jenen Gegenden. Wenn, beiläufig bemerkt, Arnold, Deutsche Ge- 
schichte I, 162 erklärt: Das Hauptvolk der Westfalen sind ohne 
Zweifel die nach Süden vorgedrungenen Chauken, so begreift man, 
wie die Brukterer aus ihren nördlichen Sitzen südwärts der Lippe 
gelangt sind. Wann und bei welcher Gelegenheit die Angrivarier 
die Gebiete zwischen ihrer ursprünglichen Heimat und der Gegend 

1) VII, 1, 8: ^v tCji *A)uiaci<ji ApoOcoc BpouKT^pouc KaT€vau|LidxilC€. 

2) Germania 38: luxta Tenoteros Bructeri olim occurrebant, nunc 
Chamavos et Angrivarios immigrasse narratur. 

8) Hist. eccl. Angl. V, 12. 



Das römische Strafsennetz in Norddeutschland. 109 

von Paderborn gewonnen haben, darüber fehlt jede sichere historische 
Kunde. Es ist sehr wohl möglich, dafs sie sich schon im ersten 
Jahrhundert einen Teil des Chemskerlandes aneigneten, als sich 
dieses Volk, geschwächt und uneinig weiter nach Osten zurückzog. 
Für die Fragen, die uns hier interessieren, ist ihre Ausdehnung nach 
Westen von Bedeutung. Auch hier finden sich westlich vom Dümmer 
bis nach Fürstenau eine beträchtliche Anzahl von Dörfern auf ing- 
hausen. Wie wenn die Besiedlung durch die Angrivarier nach der 
Niederlage — Tacitus sagt fälschlich nach dem Untergange — der 
Bnikterer erfolgt wäre, die Chamaven das Land von der Ems bis 
Fürstenau eingenommen hätten? Das wäre der südliche Teil des 
Bruktererlandes, während der nördliche ihnen verblieb. Nicht als 
ob die Ortschafken schon damals ihre Namen erhalten hätten — nach 
Arnold fallen die Namen auf hausen erst in die Zeit vom 5. bis 
8. Jahrhundert — , aber wenn das Land den Angrivariern gehörte, 
so wurden auch hier neue Ansiedlungen in ihrer Weise bezeichnet. 
Ich beschlief se nunmehr die Erörterung über die Frage, welcher 
Flnfs unter dem Luppias zu verstehen sei. Mich dünkt, soweit 
überhaupt in einer so schwierigen Sache ein sicheres Ergebnis zu 
erzielen ist, so ist es hier der Fall. Strabo, Tacitus, Ptolemäus, 
Dio Cassius, Strafsen und Befestigungen der Bömer, Ortsnamen, alles 
verlangt, dafs der Luppias die Honte sei. Ein blofses Ablehnen ist 
diesen Zeugen gegenüber nicht am Platze. Wer leugnen will, mufs 
beweisen, und ich warte auf diesen Beweis. 

vn. 

Nach den mancherlei Exkursen kehren wir zum Zuge des 
Germanicus vom Jahre 15 zurück. Es giebt an der Ems drei Punkt«, 
von denen Strafsen zur Hunte laufen, Bheine, Lingen und Meppen. 
An einem dieser Orte mufs die Vereinigung der drei Heeresab- 
teilungen stattgefunden haben. Bheine ist von vorne herein aufzu- 
geben, da Cäcina zum Vereinigungspunkte per Bructeros marschiert, 
das Gebiet der Brukterer aber schwerlich über Bheine südwärts 
hinausreichte. Und selbst wenn es der Fall wäre, so müfsten doch 
alle Strafsen, die nach Osnabrück führen, ausgeschlossen werden, 
da der Zug ad Ultimos Bructerorum, d. h. zu den entferntesten, im 
äufsersten Nordosten wohnenden Brukteren unternommen wird. So- 
mit bleiben nur die Strafsen Lingen-Fürstenau-Essen, Meppen-Sögel- 
Goldenstedt und event. die von Bheine nordostwärts laufende. Da 
die erste und dritte für Cäcina nicht viel näher, für Germanicus ein 
weiter Umweg gewesen wäre, so spricht die gröfsere Wahrschein- 
lichkeit für die mittlere. Eine andere Erwägung führt zu demselben 
Ergebnis. Wenn Germanicus seine Operationsbasis dem Kriegs- 
schauplatz möglichst nahe zu legen wünschte, so geschah das ohne 
Zweifel in erster Linie aus Eücksicht auf die leichtere Verprovian- 
tierung. Nun war aber die Hase wie geschaffen die Transportschiffe 



110 E. Düszelmann: 

tief ins Innere Deutschlands zu bringen, und schon aus diesem Grunde 
wird die Flotte bei Meppen geankert haben. Auf alle Fftlle ge- 
langten die Römer auf ihrer Heerfahrt ad Ultimos Bructerorom in 
die Oegend von Wildeshaosen, Goldenstedt, Yechta. Hier wandelte 
den Germanicus die Lust an das Schlachtfeld aufzusuchen, auf dem 
Varus mit den Legionen vernichtet war. Er verliefs also den bisher 
eingeschlagenen Weg, der ihn über Goldenstedt zur Weser geführt 
haben würde. Dafs er sich nordwärts gewandt habe, wird wohl 
keiner behaupten; es bleibt also nur der südliche Weg übrig, der 
über Yechta uach Damme geht. Auch dieser wurde bald verlassen 
und Cäcina voraufgeschickt, ut pontes et aggeres humido paludum 
et fallacibus campis imponeret. Diese Sümpfe können nur ostwärts 
der Strafse gesucht werden, es ist das grofse Diepholzer Moor, und 
hier finden sich noch heute eine Anzahl von Bohlwegen, die zum Teil 
dem Cäcina, meine ich, ihren Ursprung verdanken. Geht man in 
derselben Richtung, den diese Bohlwege einschlagen, auf dem festen 
Sandboden weiter, so stöfst man nordwärts von Diepholz bei Feiste- 
hausen auf eine nur halb erhaltene, alte Befestigung von bedeuten- 
dem umfangt), auf das von Germanicus gesuchte Lager des Varus. 
(prima Vari castra bei Tac. Ann. I, 61). 

Der Platz ist ähnlich gewählt wie bei Aliso. Er liegt auf 
einem Sandrücken, der im Osten und Westen von gewaltigen Mooren 
und Bruchländereien umschlossen wird und an den schmälsten Stellen 
rur 10 — 15 Minuten breit ist. Nordwärts von Diepholz dehnt sich die 
Geest in einer beträchtlichen Breite aus, um dann wieder bei Bamstorf 
eingeengt zu werden. Hier liefs sich das Gebiet gegen Norden leicht 
verteidigen, und hier finden sich nach von Altens Angaben mehrere 
Erdwälle, Landwehren.^) Da ich sie nicht selbst gesehen habe, so 
vermag ich nicht anzugeben, ob sie römisch sein können. Im Süden 
bildet der Paus von Lemförde einen Abschlufs, während zugleich 
Aliso im Rücken als Deckung lag. Sperrte man die Zugänge im 
Norden und Süden, so bot dies Land eine Sicherheit, wie man sie 
nicht besser wünschen konnte. Allerdings, wenn es den Germanen 
gelang in dies Gebiet siegreich einzudringen, so gereichte den Römern 
der Engpafs von Diepholz bis Lemförde, der sie schützen sollte, zu 
sicherem Verderben. Dank der Sorglosigkeit des Varus haben die 
Germanen ihren Weg in dies inselartig abgeschlossene Gebiet ge- 
fanden, und nun ereilte die Römer ihr Verhängnis. Armin und 
seine Bundesgenossen trieben die Feinde von Norden vor sich her 
in den Engpafs hinein. An ein Ausweichen nach rechts oder links 
war nicht zu denken, auch lag Aliso, wo man Rettung hoffen durfte, 



1) S. Zeitschr. des bist. Vereins für Niedersachsen, 1870, S. 892. 
Die beigefügte Karte giebt ein falsches Bild von dem Befestigangswerk ; 
es ist keineswegs rnnd, sondern eckig. 

2) S. Bohlen wege Vn und die dort beigefügte Karte. 



Das römische StralseimetK in Norddentschland. 111 

im Süden. Aber es war nicht möglich nach dem etwa 4 Meilen 
entfernten Kastell durchzudringen. Man muTste gegen Abend ein 
Lager aufschlagen. Auch dies ist wider alles Vermuten erhalten. 
Südlich von Diepholz bei Burlage findet sich eine von Wall und 
Graben umgebene viereckige Befestigung unmittelbar am Dümmei', 
die ich für das zweite Lager halte, von dem Tacitus^) sagt, dafs 
man an dem halb eingestürzten Wall und dem niedrigen Graben 
erkannt habe, dafs dort die stark gelichteten Überreste des Heeres 
gelagert hätten. Noch einmal brachen die Legionen auf, aber nur 
um nach kurzem Vorrücken auf der Höhe von Marl, einem breiten 
Hügel, der sich zum Schlachtfeld vortrefflich eignet^), bis auf geringe 
Beste völlig niedergehauen zu werden.^) 

Bis zum Beweise des Gegenteils darf man beide Lager ihrer 
Gestalt wegen für römisch halten, aber beide unterscheiden sich von 
den vorher erwähnten Kastellen an der Hase und bei Osnabrück- 
sehr wesentlich. Keins von beiden liegt auf einem in eine sumpfige 
Niederung oder in ein Flofsthal vorspringenden Landrücken, sondern 
das gröfsere mitten auf der Geest, das kleinere stöfst zwar mit der 
einen Seite fast unmittelbar an den Dümmer, liegt aber nur unbe- 
deutend höher als der Spiegel des Sees, beides ein Beweis, dafs wir 
es bei diesen Befestigungen nicht mit Kastellen zu thun haben. 

Die Lokalität pafst, wie wir sahen, durchaus zu dem Bilde, 
das Tacitus mit wenig Strichen von dem Verlauf der Katastrophe 
entwirft; es fragt sich, ob auch zu den Berichten des Velleius, Florus 
und Dio Cassius. Nach Florus IV, 12 ist Vams, der trotz der 
Warnungen des Segest an einen Verrat der Germanen nicht glauben 
wollte, in seinem Lager angegriffen und — so wird meistens an- 
genommen — hinausgedrängt. Sehen wir auch von der rhetorischen 
Wendung: cum ille — o securitas — ad tribunal citaret, ab und 
nehmen wir an, dafs es den Germanen gelang ungehindert bis vor 
das Lager zu rücken, so bleibt es doch im höchsten Grade auffällig, 
dafs drei Legionen nicht sollten imstande gewesen sein sich in einem 
mit hohem Wall umgebenen Lager gegen die Angreifer zu halten. 
Doch was rede ich von Verteidigung, die Überlegenheit des römischen 
Heeres zeigte sich vor allem in der offenen Feldschlacht, in der sie 
schon so oft selbst einen an Zahl weit überlegenen Feind besiegt hatten. 



1) Ann. I, 61 : dein semiruto vallo , hnmili fossa accisae iam reü - 
qniae consedisse intellegebantur. 

2) Näheres hierüber, sowie über die merkwürdigen Sagen, die sich 
an das ganze besprochene Terrain knüpfen, s. in meinem „Schanplatz 
der VamsBchlacht" S. 18 ff. Ich fQge hinzu, dafs nach der Zeitschrift 
des historischen Vereins für Niedersachsen, 1870, S. 894, eine Sage be- 
richtet, dafs von den Schanzen bei Stöttinghausen nahe Twisfaringen 
„der General Benecke" (nach andern Becker), „den General Hunteburg*' 
in der . Hflnenburg belagert und vertrieben habe. 

3) Medio campi alj^ntia ossa, ut fugerant, ut restiterant, disiecta 
▼el agge^ta. 



112 E. Dünzelmann: 

Warum wagten sie n^cbt eiDen Kampf vor den Thoren, zumal das 
Terrain in der Nähe des Lagers dafür keineswegs ungeeignet war? 

Aus Velleius IE, 119 ergiebt sich, dafs die Lagerpräfekten 
Eggius und Ceionius die Verteidigung leiteten, nicht Varus. Dieser 
mufs also das Lager schon verlassen haben. Dafs die Römer aber 
aus dem festen Lager hinausgedrängt wären und doch einen Lager- 
präfekten zurückgelassen hätten, ist ein Widerspruch, vollends un- 
glaublich, dafs Varus nach erfolgtem Angriff in den gefährlichen 
Engpafs sollte hineingezogen sein, während das Lager noch in seinen 
Händen war. Es kann nur so gewesen sein, dafs Varus bereits auf- 
gebrochen war, als die Germanen auf ihn und zugleich auf das 
Lager, wo ein Teil der Soldaten als Besatzung zurückgeblieben war, 
einen Angriff unternahmen. Da Varus die Gefahr kannte, die ihm 
in dem Engpafs drohte, so suchte er möglichst rasch den verderb- 
lichen Ort zu passieren und bestrafte die Soldaten, die durch ihr 
Kämpfen einen Aufenthalt herbeiführten, auf das härteste.^) 

Das Sommerlager überliefs er seinem Schicksal, entweder aus 
Besorgnis für sein und seiner Soldaten Leben, oder da er nicht 
eigentlich feige war, weil er die Besatzung für stark genug hielt 
sich selbst zu schützen. Allein der Umfang der für drei Legionen 
errichteten Befestigung war zu grofs, als dafs die zurückgebliebene 
Mannschaft sich hätte behaupten können. Zwar Eggius verteidigte 
sich tapfer, aber nach seinem Tode verzweifelte Ceionius daran sich 
zu halten und ergab sich.^) Beide Momente, der Untergang der 
Legionen auf dem Marsch und die Bestürmung des Lagers treten 
bei Velleius deutlich hervor, während sie sich bei Florus zwar auch, 
aber nicht mit derselben Schärfe erkennen lassen. 

Da sich die Ereignisse auf engem Baume abspielen, so mufste 
Armin, um erfolgreich zu kämpfen, alle Vorbereitungen auf das sorg- 
Mtigste getroffen haben. Kam er mit seinen Germanen wenige 
Stunden zu spät, so zog Varus ungehindert oder mit geringen Ver- 
lusten durch den Engpafs, wurde sein Plan einige Stunden zu früh 
entdeckt, so blieben die Bömer im Lager, und die Germanen würden 
einen Angriff entweder gar nicht gewagt oder vergeblich untemonunen 
haben. Wie erklärt sich nun, dafs alles den Wünschen Armin« ge- 
mäfs verlief? Darauf erteilt Dio Cassias eine durchaus glaubwürdige 
Antwort.^) Zuerst machen einige entfernt wohnende Völkerschaften 
verabredetermafsen einen Aufstand, damit Varus, wenn er gegen 



1) Velleins II, 119: castigatis etiam quibusdam gravi poena, qui 
Bomanis et armis et animis usi faissent. 

2) Vell. II, 119: qui cum louge maximam partem absomeisaet acies, 
auetor deditionis supplicio quam proelio mori malnit. 

8) 66, 19: ^iravicTavTaf tiv€C irpuiToi täv äinwOcv aÖToO oIkoövtiwv 
^K TrapacK€uf)c, öiruic in* aÖToOc ö Oöapoc öpfn/jcac eOoXubTepöc cq>iav bf 
Tf) TTop€(qi ii)C Kttl b\ä (piXiac biubv, fivryrax ^Y\bä ilai(pvr]c irdvruiv d^a 
iToX€|iUj0^VTUJV aÖTiu qpuXaxriv riva Troir|CT]Tai. 



Das römisohe Strafsennetz in Norddeutschland. 113 

sie aufbräche, leichter auf dem Marsche überwältigt werden könnte, 
indem er durch Freundesland zu ziehen glaubte, und damit er keine 
Vorsichtsmafsregeln träfe, wenn sich plötzlich alle zu gleicher Zeit 
gegen ihn erhöben. 

Armin durfte es nicht dem Zufall überlassen, welchen Weg die 
Bömer beim Aufbruch aus dem Lager einschlagen würden. Zogen 
sie aus irgend welchen Gründen nordwärts über Bamstorf, so war 
sein Plan nicht ausführbar. Wartete er, bis die Römer beim 
Herannahen des Wintei*s aus eigenem Antrieb ihr Sommerlager 
aufgaben, so wuchs mit jedem Tage die Gefahr der Entdeckung und 
damit des Mifslingens. Vielleicht spielte auch die Erwägung eine 
Rolle, dafs bei dem regelmäfsigen Aufbruch im Herbst die gesamte 
Mannschaft abzog, während bei einem früheren Abmarsch vermutlich 
ein Teil im Lager zurückblieb, die geteilten Truppen also um so 
leichter überwältigt werden konnten. 

Von einem Angriff auf das Lager weifs nun Bio Cassius nichts, 
um so ausführlicher berichtet er über den Marsch. Schon bevor 
die Germanen erschienen, bereitete der Trofs den Römern grofse 
Schwierigkeiten. Dazu kam, dafs der Regen den Boden schlüpfrig 
machte und die durch den Sturm herabgeschleuderten Äste und 
Zweige den Weg sperrten. In diesem Augenblick der Verwirrung 
griffen die Germanen, die durch das Dickicht des Waldes auf Fufs- 
pfaden herbeieilten, an.^) Die Römer wehren sich nicht, ^iracxov 
jLiiv TToXXd, dvT^bpiuv bk o\)blv. Darauf schlagen sie ein Lager auf, 
bei Tacitus als das zweite bezeichnet. Hier verbrennen sie, was an 
Wagen und Gepäck überflüssig war, und gelangen am nächsten Tage 
in besserer Ordnung ^c ipiXöv Ti x^piov, d. h. zu dem campus, der 
bei Tacitus als das eigentliche Schlachtfeld erscheint. Dio Cassius 
sagt nur: ou jLi^VTOi Kai dvaiiaiJUTi dtrriXXaHav. Die Schlufskata- 
strophe erfolgt bei ihm erst in einem Engpafs, indem Varus und 
die angesehensten Führer sich selbst den Tod geben und darauf 
auch die übrigen jeden Gedanken an Widerstand fahren lassen und 
sich entweder selbst töten oder töten lassen. 

Durch die letzten Worte des Dio Cassius geht uns erst das 
volle Verständnis des entsprechenden taciteischen Berichtes auf: 
lucis propinquis barbarae arae, apud quas tribunos ac primorum 
ordinum centuriones mactaverant. Et cladis eins superstites, pu- 
gnam aut vincula elapsi, referebant, hie cecidisse legatos; illic raptas 
aquilas; primum ubi vulnus Varo adaotum; ubi infelici deztra et 
suo ictu mortem invenerit. Nicht auf dem Schlachtfelde selbst, dem 
campus, hat Varus den Tod gefunden, sondern in einiger Entfernung 
in einem Engpafs. 

1) Sie müssen wider Vermuten der Römer durch das Moor in 
in die Nähe des Lagers gekommen , vielleicht schon einige Zeit in^ den 
Wäldern verborgen gewesen sein; daher sprechen die Quellen von einem 
Hinterhalt. 

Jahrb. f. oUss. PbUoL Snppl. Bd. XX. 8 



114 E. Dünzelmann: 

Noch anschaulicher werden die Quellenberichte, wenn wir die 
Sagen zu Bäte ziehen, die sich an die einzelnen wichtigen Orte des 
ausgedehnten Kampfgebietes knüpfen. Nach ihnen, auf Grund 
unserer Quellen und der noch vorhandenen Befestigungen werden 
wir uns etwa folgendes Bild von dem Verlauf des Kampfes zu machen 
haben. (S. die Karte.) 

Varus war durch die Nachricht von dem Aufstand einer ent- 
fernten Völkerschaft yeranlafst aus seinem Sommerlager bei Feiste- 
hausen in südlicher Bichtung aufgebrochen. Die Spitzen des Heeres 
mochten ein bedeutendes Stück über Diepholz hinaus sein, während 
die Nachhut sich dem Passe näherte, als plötzlich die Germanen, 
die in den Wäldern abseits der Strafse bei St. Hülfe und Heede im 
Hinterhalt gelegen hatten, im Bücken der Bömer erschienen. Andere 
Scharen umringten das Sommerlager, das nach tapferer Gegenwehr 
in ihre Hände fiel. An eine Umkehr des marschierenden Heeres 
war bei den Terrainverhältnissen nicht zu denken. So zog man 
weiter unter beständigen Angriffen, die um so kecker wurden, je 
weniger die Bömer sich verteidigten. Nach schweren Verlusten 
langte man endlich am Abend des ersten Tages in Burlage an, wo 
man unmittelbar am Dümmer ein Lager aufschlug und das Gepäck 
verbrannte. Möglicherweise bewahrt die Sage selbst an dies Ereignis 
eine wenn auch verworrene Erinnerung, wenn sie meldet, dafis Karl 
der Grofse ein Tannengehölz, in das sich die Bauern retiriert hätten, 
habe anzünden lassen, und dafs dadurch der Dümmer entstanden sei. 

Von hier ging der Zug am nächsten Tage, jetzt in geordneter 
Weise, zum Marler Felde, auf dem Tacitus noch die bleichenden 
Gebeine der in der Schlacht Gefallenen sah. Dann verengte sich 
das Teirain wieder, und hier bei Lem forde am Fufs des Stemmer- 
berges erfolgte die Katastrophe, der Untergang des Varus und der 
letzten Beste des Heeres. Nur wenigen gelang es in dem nahen 
Aliso Schutz und Bettung zu finden. 

Hier bei Lemförde war es auch, wo der römische Adlerträger 
sich mit seinem Legionsadler im blutigen Sumpfe verbarg.^) Es 
dürfte schwer sein sich in einem Moore zu verstecken, aber sehr 
wohl ist es möglich an den schilfreichen Ufern eines Sees, wie der 
Dümmer ist. Dafs ein solcher See als palus bezeichnet wird, hat 
nichts Auffälliges; heifst doch beiLivius 22, 6 sogar der trasimenisohe 
See palus. 

Die Darstellung von dem Verlauf der Schlacht, wie sie oben 
versucht wurde, entspricht nicht nur bis in die Einzelheiten den 
Quellen, sie stützt sich auch auf die unverächtlichen Zeugnisse noch 
vorhandener Befestigungen und charakteristischer Sagen. Nur in 



1) Florus IV, 12, 38: tertiam (aquilam) signifer jprios quam in manoB 
hostium veniret evolsit mersamqne intra b^tei* su latebras gerena in 
Omenta palude sie latnit. 



Das römische Strafsennetz in Norddeutschland. 115 

einem Punkte ist Dio Cassius so völlig unvereinbar mit der hier 
vertretenen Ansicht, dafs sie, wenn er Recht hfitte, als durchaus 
irrig zurückgewiesen werden müfste. Er berichtet nämlich, dafs der 
Marsch der Bömer durch schluchtenreiche Gebirge gegangen sei. 
Freilich er allein. Die andern Schriftsteller reden nur von Wäldern 
und Stlmpfen. Inclusus silvis, paludibus, insidiis (Vell.). Nihil illa 
caede per paludes perque Silvas cruentius (Plorus). Tacitus spricht 
zwar vom saltus Teutoburgiensis, wo die Leichname der Römer un- 
beerdigt liegen sollten, aber er sagt nicht, dafs die Römer durch 
dies Waldgebirge gezogen seien, und wir sahen, dafs in der That 
nahe bei dem Schlachtfeld, nämlich bei Lemförde, ein wenn auch 
nicht grade bedeutendes Gebirge sich erhebt. 

Wird schon durch das Schweigen der übrigen Quellen des 
Dio Cassius Bericht in diesem Punkt verdächtig, so erscheint es 
völlig unglaubwürdig, dafs die Römer sich bereits vor dem Angriff 
in einem schluchtenreichen Gebirge sollten befunden haben, wo sie 
nur mit Mühe durch Brückenbauten den Weg gangbar machten. 
Wohl liefse es sich begreifen, wenn sie durch einen plötzlichen An- 
fall der Feinde von der Heerstrafse ab- und in unwegsame Gebirge 
hinein gedrängt wurden. Dafs sie aber von vorneherein auf unge- 
bahnten Wegen marschierten, mufs bei dem ausgedehnten römischen 
Strafsennetz in Norddeutschland als unglaublich bezeichnet werden. 
Wie läfst sich nur dieser Irrtum des Dio Cassius erklären? Er be- 
richtet, dafs an dem Zuge des Varus auch viele Frauen und Kinder 
teilgenommen hätten, eine Angabe, die schon Mommsen^) als mit 
den Gewohnheiten der römischen Kriegsverwaltung unvereinbar be- 
anstandet hat. Was aus ihnen geworden ist, erzählt Dio nicht. 
Es wird weder erwähnt, dafs sie etwa im zweiten Lager zurück- 
gelassen wären, ttoch dafs sie unterwegs getötet wurden. 

Dagegen spricht Dio Cassius Kap. 22 bei der Belagerung Alisos 
gleichfalls von Weibern und Kindern, die mit einem Teil der Soldaten 
zugleich zu entkommen suchten. Ob es schon damals der Besatzung 
eines Elastells in Friedenszeiten erlaubt war ihre Frauen zu sich 
kommen zu lassen, mag unentschieden bleiben. Jedenfalls scheint 
hier der Punkt zu sein, wo eine Verwechselung stattgefunden hat. 
Ich nehme an, dafs Dio die Angaben seiner Quelle über den Kampf 
bei Aliso, d. h. den Zug der Frauen und Kinder durch das Gebirge 
fälschlich in den Bericht über die Varusschlacht verwoben hat. Die 
Germanen hielten nach Zonaras X, 37 die Strafsen bei Aliso besetzt 
(täc 6bouc In^pouv.) Es ist sehr wohl möglich, dafs die Flücht- 
linge, um den Germanen zu entgehen, die gebahnten Wege verliefsen 
und sich durch das Osnabrücker Bergland zerstreuten. So würden 
sich, wie schon oben bemerkt wurde, am leichtesten die zahlreichen 
Münzfunde westwärts von Hunteburg erklären. 



1) Die örtlicbkeit der Varusschlacht, S. 7 ff. 

8* 



116 E. DünBelmann: 

vni. 

Der nächste Weg von Lemförde ins Innere des Cheruskerlandes 
führte über Bahden nach Minden. Wenn nun Tacitus bemerkt, 
Germanicus sei dem Armin in unwegsame Gebiete (in avia) gefolgt, 
so ist die Gegend südwärts von Lemförde, wo sich mehrere römische 
Strafsen finden, ausgeschlossen; ebenso südlich der Strecke Bahden- 
Minden die sumpfige Niederung der Bastau, in die sich Germanicus 
schwerlich hat locken lassen. Wahrscheinlich hat die Schlacht, von 
der Tacitus Ann. I, 63 spricht, ostwärts der Strafse nach der Weser 
zu stattgefunden. Weitere Anhaltspunkte sind mir allerdings nicht 
bekannt. 

Wichtiger ist die Frage, wo die pontes longi zu suchen sind. 
Als man im Jahre 1818 im Bourtanger Moore Bohlwege von un- 
gewöhnlicher Länge entdeckte, glaubte man unzweifelhaft die pontes 
longi gefunden zu haben. Lizwischen sind in Norddeutschland eine 
ganze Reihe solcher Moorbrücken aufgedeckt, die man ohne allen 
Grund vielfach als pontes longi bezeichnet. Über das Verhältnis 
der Bohlwege zu den eigentlichen Militärstrafsen wurde schon früher 
gesprochen. Die pontes longi des Tacitus können keine beliebigen 
Bohlwege gewesen sein, sie müssen einen Teil einer römischen Heer- 
strafse gebildet haben, die vom Bhein ins Innere Deutschlands führte; 
denn sonst wäre es unbegreiflich, wie Armin dazu kam grade hier den 
Cäcina zu erwarten. Es können aber die langen Brücken überhaupt 
keine Bohlwege gewesen sein^), denn da diese fest auf dem Boden 
liegen, so würden die gegen sie geleiteten Gewässer ihnen nicht ge- 
schadet haben, vielmehr mufs darunter ein Erddamm verstanden 
werden, den die Strömung unterspülte und wegschwemmte.^ Wir 
werden also nicht die verschiedenen Bohlwege, sondern die Teile der 
römischen Strafsen, die durch sumpfige Gebiete führen, daraufhin zu 
untersuchen haben, ob sie den Angaben des Tacitus entsprechen. 

Germanicus führt das Heer zur Ems zurück, die Legionen 
kehren auf demselben Wege, auf dem sie gekommen waren, zu Schifif 
zurück, während ein Teil der Reiterei längs der Meeresküste an den 
Rhein zieht Cäcina erhielt, obgleich er auf bekannten Wegen heim- 
kehrte, die Weisung möglichst rasch die langen Brücken zu passieren.^) 
Die Frage ist, ob Germanicus und Cäcina zusammen zur Ems zurück- 
kehrten oder schon vorher getrennte Wege einschlugen. Zogen sie 
zusammen, so werden sie die Ems bei dem Ausgangspunkt der 
Unternehmung, also bei Meppen, Lingen oder Rheine erreicht haben. 

1) S. Neue philologiBche Bondschau, 1889^ N. 7, S. 110. 

2) Tac. 1^ 64: mersaque humo et obmto quod effectum operis dupli- 
catus militi labor. 

3) Tac. Ann. I, 68: Moz redncto ad Amisiam exercitu legiones 
classe, ut advezerat, reportat, pars equitom litore Oceani petere Rhenum 
iüssa; Caecina, qni Buum militem dncebat, monituB quamquam nötig 
itineribuB regrederetur, pontes longOB quam matorrime superare. 



Das römische Strafsennetz in Norddentschland. 117 

Auf alle Falle mufste Cäcina über Bheine marschieren. Von hier 
führen zwei Wege zum Rhein, der eine über Bentheim, der andere 
über Burgsteinfurt nach Xanten. Abgesehen davon, dafs der erste 
Weg nicht nach Vetera läuft, — und dort war die Bheinbrücke, 
wo Agrippina den CScina erwartete — , findet sich an dieser Strafse 
auch kein dem Bericht des Tacitus entsprechender Ort. Der zweite 
Weg über Burgsteinfurt ist ausgeschlossen, weil auf ihm Cäcina zur 
£)ms gezogen war, er also schon anf dem Heimwege den Verfall der 
pontes longi bemerkt haben würde. 

Somit müssen sich Germanicus und Cäcina schon bald nach 
der Schlacht getrennt haben. Zog Germanicus etwa über Golden- 
stedt nach Meppen, so bleibt immer noch für den Marsch des Cäcina 
ein aufserordentlich weiter Spielraum. Doch werden die mancherlei 
Möglichkeiten durch folgende Erwägungen auf wenige Fälle ver- 
mindert. Das Ende der Brücke, das die Römer zuerst erreichten, 
befand sich in hügeligem, bewaldetem Terrain.^) Damit sind die 
sumpfigen Niederungen der Hnnte von vorneherein ausgeschlossen. 
Dagegen pafst die Beschreibung des Tacitus in mancher Hinsicht 
gut auf das Thal der Hase oder Else, eines Nebenflusses der Werra. 
Namentlich der Punkt, wo die Strafse Osnabrttck-Fürstenau die Hase 
trifft, bietet dem Beschaner ein Bild, das mit dem von Tacitus ent- 
worfenen wohl übereinstimmt. Nur fehlen die rivi. Und auch der 
Ausweg, dafs die Hase in alten Zeiten in vielen Armen sich durch 
das Thal ergossen habe, würde nichts nützen. Denn man wird doch 
dem Tacitus oder seinem Gewährsmann wohl zutrauen, dafs er einen 
in mehrere Arme sich teilenden Flufs von Bächen zu unterscheiden 
gewufst habe. Auch die übrigen Orte, die etwa in Betracht kommen 
könnten, habe ich geprüft und gefunden, dafs sie alle bis auf einen 
mit Tacitus unvereinbar sind. Und dieser eine läfst sich aus einem 
andern Gesichtspunkte mit ziemlicher Sicherheit bestimmen. Dafs 
Cäcina aus der Gegend von Minden südwärts über Paderborn und 
den Haarweg nach Vetera gezogen sein sollte, darf wohl des weiten 
Umwegs halber als unwahrscheinlich bezeichnet werden. Weswegen 
sollte er diese Strafse, die ihn zu den gefährlichen pontes longi 
führte, eingeschlagen haben, wenn sich ihm ein viel näherer und 
sicherer über Osnabrück darbot? Von den Wegen aber, die über 
Osnabrück oder weiter nordwärts laufen, sind alle diejenigen, die 
nach Rheine führen, aus dem vorher erwähnten Grunde auszuschliefsen. 
Somit bleibt nur der Weg Osnabrück-Münster-Dülmen-Xanten. Und 
auf dieser Strecke ist der einzige Punkt, der die Anforderungen des 
tadteischen Berichtes erfüllt, Dülmen. 

In betreff der allgemeinen Terrainverhältnisse verweise ich auf 
einen Aufsatz des Generals von Veith in den Bonner Jahrbüchern 



1) Tac. Ann. I, 68: circum silv^, paullatim adclives, quas tum 
AnniniuB implevit. 



11g E. Dünzelmann: 

84, S. 4 ff., dem eine Karte beigegeben ist. Zwischen den Höhen- 
zügen von Coesfeld und Dülmen einerseits und dem gegenüber- 
liegenden Hügelland von den Borkenbergen bis Beken und Velen 
erstreckt sich eine aus Mooren und Bruchländereien bestehende 
Niederung in einer Längenausdehnung von mehr als 3 Meilen von 
Nordwest nach Südost, die gröfste Breite betrögt etwa 1% Meilen. 
Die schmälste Stelle befindet sich bei Dülmen, und diese hatten die 
Römer gewählt, um ihre Strafse dnrch das Sumpfland zu fuhren. 
Die heutige Chaussee läuft direkt auf Dülmen selbst, das in einer 
Einbuchtung liegt, während im Norden und Süden die Berge vor- 
springen. Es ist wahrscheinlich, dafs die Bömerstrafse nicht dieselbe 
Richtung wie die Chaussee einschlug, sondern die rechts und links 
vortretenden Hügel zu erreichen suchte. Leider läfst sich darüber 
mit Sicherheit nichts bestimmen, weil auf der Seite von Dülmen, 
wie es scheint, jede Spur des alten Römerweges verschwunden ist, 
während er auf der westlichen Seite noch heute bis unmittelbar an 
die Niederung hinanreicht. Es ist daher einstweilen nicht möglich 
der Beschreibung des Tacitus in alle Einzelheiten zu folgen. Die 
Hauptzüge sind aber unverkennbar. Zunächst finden sich hier die 
vastae paludes; im Norden der Strafse ausgedehnte Moore, während 
sie selbst durch sumpfiges Land mit Kleiboden lief. Die Worte 
cetera limosa, tenacia gravi caeno, locus uligine profunda u. s. w. 
sind lauter Ausdrücke, die trotz des Widerspruchs von Ejioke 
(S. 229) grade auf sumpfigen Kleiboden anwendbar sind. Die 
Niederung wird von zahlreichen Bächen durchzogen, von denen die 
bedeutendsten Heubach, Halappe, Kettbach, Mühlbach heifsen. Man 
wird annehmen dürfen, dafs sie vor der Kultivierung in vielen Rinnen 
das Gebiet durchflössen (rivis incerta). 

Was thaten nun die Römer, um durch solch ein Sumpfland einen 
Weg anzulegen? Führten sie etwa einen mehrere Fufs hohen Erd- 
damm auf, wie das heute zu geschehen pflegt? Ich habe dergleichen 
bei den Römerstrafsen Norddeutschlands nie gesehen, sondern immer 
gefunden, dafs sie auf demselben Niveau, wie das angrenzende Land 
liegen. Wäre es aber geschehen, so hätten sie, um den vielen kleinen 
Wasserläufen freien Durchgang zu gewähren, eine Menge Brücken 
nötig gehabt. Einfacher war es oberhalb des Weges quer durch 
das Land einen Graben zu ziehen, der die kleinen Gewässer alle in 
sich aufnahm, so dafs man nur einer einzigen Brücke bedurfte. Da- 
durch wurde der fdr den Weg in Aussicht genommene Landstreifen 
trocken gelegt, man brauchte dann nur die alten Flufsläufe auszu- 
füllen und konnte in herkömmlicher Weise die Strafse bauen ^ ohne 
mit vieler Mühe einen Erddamm aufzuwerfen. Die pontes longi 
liefen also, wie auch sonst die Römerstrafsen in den Stlmpfen und 
Marschen Norddeutschlands, zu ebener Erde. 

Allein war auch ein solcher Weg in geringerem Mafse der Zer- 
störung durch das Wasser ausgesetzt, als ein erhöhter Damm, ver- 



Das römiflche Strafsennetz in Norddeutschland. 119 

schont blieb doch auch er nicht. Durch die winterlichen Fluten 
wurde das ganze Gebiet überschwemmt, bei öfterer Wiederholung 
die römischen Anlagen nach und nach vernichtet, der Graben ver- 
schlammte, die Gewässer suchten ihre gewohnten Wege wieder auf 
und brachen sich auch durch die Strafse Bahn. Kurz, die alten 
Verhältnisse traten wieder ein, und in diesem Zustand fand Cäcina 
die pontes longi. Es galt nun die in die Strafse gerissenen Lücken 
wieder auszufüllen. Allein die Germanen leiteten nachts anf die 
eben hergestellten Teile die rings auf den Höhen entspringenden 
Gewässer. Die Worte: quantum aquarum circum surgentibus iugis 
oritur, vertere in subiecta machen Schwierigkeiten. Es kann un- 
möglich gemeint sein, dafs die Bäche, deren natürlicher Lauf nach 
Osten gerichtet war, künstlich nach der westlichen Abdachung ge- 
lenkt wurden. Das wäre allenfalls in der Nähe der Quellen möglich, 
dann aber wegen der geringen Wassermenge bedeutungslos. Je 
weiter nach unten die Ableitung vorgenommen wurde, desto erfolg- 
reicher, aber auch schwieriger und zeitraubender war sie. Ich ver- 
stehe also die Stelle so, dafs die auf weitem Gebiet zerstreuten 
Gewässer der Niederung, die an sich schon nach einer Richtung 
flössen, in einem Bette vereinigt und so gegen einen bestimmten 
Punkt der Strafse gelenkt wurden. Das ist nun auf dem Sumpf- 
gebiet von Dülmen sehr wohl möglich, während die Annahme, dafs 
die Germanen den Lauf der nach Osten fliefsenden Bäche nach 
Westen veränderten, wenig Wahrscheinlichkeit hat. Ebensowenig 
ist der weiten Entfernung wegen daran zu denken, dafs etwa der 
Berkelflufs bei Coesfeld oder die Bewer und Aa bei Velen in eine 
südliche Richtung gedrängt wären. 

Einen grofsen Erfolg haben die Germanen mit ihrer Unter- 
nehmung jedenfalls nicht erreicht. Zwar hatten die römischen Sol- 
daten doppelte Mühe, (duplicatus militi labor), aber sie setzten den 
Weg wenigstens leidlich in stand, so dafs der Marsch fortgesetzt 
werden konnte. Cäcina bestimmte, dafs die erste Legion auf dem 
hergestellten Wege voraufgehen, die Verwundeten und das Gepäck 
folgen und die zwanzigste Legion den Beschlufs machen sollte, 
während er rechts von der Strafse der fünften, links der einund- 
zwanzigsten Legion ihren Platz anwies. Diese Aufstellung war 
möglich, nam medio montium et paludum porrigebatur planities, quae 
tenuem aciem pateretur. Das kann nicht bedeuten, dafs sich zur 
Seite des Weges eine Ebene befand, die parallel mit ihm lief, denn 
sonst wäre unverständlich, warum die Römer diesen, wie man an> 
nehmen mufs, etwas höher gelegenen und deswegen trockeneren 
Landstreifen nicht zur Anlage der Strafse benutzt hätten, sondern 
die Ebene kann nur als die Strafse schneidend gedacht werden. Die 
Absicht des Cäcina war nun, dafs die auf beiden Seiten der Strafse 
aufgestellten Legionen die in der Flanke zu erwartenden Angriffe 
der Germanen so lange abwehren sollten, bis die erste Legion, die 



120 S. Dunkelmann: 

Verwundeten und das Gepäck glücklich drüben angekommen wären. 
Allein dieser Plan wurde durch die Fui'cht oder den Ungehorsam 
der Soldaten vereitelt; sie verliefsen ihre Stellung und gewannen 
das feste Land jenseits des Sumpfes. Dadurch wurden die Seiten 
entblöfst und den feindlichen Angriffen preisgegeben. Aber noch 
zögerte Armin; erst als die Wagen in den Gräben, das sind die 
durch die Strafse laufenden Wasserrillen, die also nicht alle beseitigt 
waren, und im Schlamm, wahrscheinlich neben der Strafse, wo man 
besser über die Gräben zu kommen hoffte, stecken blieben, erst da 
brach er mit seinen Germanen durch die Beihen der Römer, die auf 
der Strafse sich mühsam fortbewegten (scindit agmen). 

Es wäre erwünscht, wenn die beiden Lager, die diesseits und 
jenseits der Niederung aufgeschlagen wurden, sich noch erhalten 
hätten. Von Befestigungen bei Dülmen ist mir bis soweit nichts 
bekannt geworden, dagegen erweckte der schon erwähnte Aufsatz 
von Yeiths in den Bonner Jahrbüchern die Hoffnung wenigstens auf 
der Westseite ein römisches Lager anzutreffen. Leider wurde ich 
in dieser Hoffnung getäuscht. Wo von Veith dem Hause Dülmen 
gegenüber ein viereckig geschlossenes Lager von 600 m Seitenlänge 
findet, konnte ich nur unregelmäfsige Dünenbildungen erkennen. 
Und selbst wenn hier künstliche Befestigungen vorliegen sollten, 
würde ihre ungemeine Ausdehnung nicht für ein Marschlager des 
Cäcina sprechen. Jedoch ist es nicht unmöglich, dals die Dünen 
die Überreste eines römischen Lagers verdecken. 

IX. 

In das Jahr 16 fallen die beiden letzten grofsen Schlachten 
von Idistaviso und am Angrivarierwall. Das gesamte Heer fuhr 
diesmal durch die Nordsee in die Ems. Der Bericht des Tacitus 
über die Landung und den Aufbruch von der Ems giebt zu mancherlei 
Deutungen Anlafs, auf die ich um so weniger eingehe, als Enoke 
darüber ausführlich gesprochen hat. Hier handelt es sich um den 
Weg, auf dem die Römer gegen die Cherusker marschierten. 

Unterhalb der uns schon bekannten Strafse, die von Meppen 
aus über die Eloppenbnrger Geest lief, führte von der Ems aus nur 
ein Römerweg ostwärts. Es ist der von der Knock ausgehende 
sogenannte Konrebbersweg nordwärts von Emden. Man nimmt 
nicht ohne Wahrscheinlichkeit an, dafs er die Richtung auf Aurich 
innegehalten habe. Ob er von Aurich aus östlich Anschlufs an die 
Strafse Oldenburg- Je ver gewann, steht dahin. Selbst wenn es der 
Fall wäre, würden die Römer diesen Weg nicht eingeschlagen haben, 
da es bei diesem Kriegszug ihre Absicht war weite Märsche möglichst 
zu vermeiden. Eher könnte man daran denken, dafs sie etwa von 
Leer aus nach Oldenburg oder noch besser über Stickhausen, Barssel, 
Friesojthe gezogen wären. Nun ging wohl in alter Zeit von Leer 
ein Konrebbersweg nach Norden, aber weder in östlicher noch in 



Das römische Strafseimetz in Norddentschland. 121 

südöstlicher Richtung habe ich trotz wiederholter Bemühungen 
Spuren einer Bömerstrafse entdecken können. Auch machen die 
Terrainverhältnisse die Anlage einer solchen höchst unwahrscheinlich. 

Gesetzt aber auch, es hätte in den bezeichneten Gegenden 
römische Heerstrafsen gegeben — und es gilt hier alle Möglichkeiten 
zu erwägen — , so würden diese Wege doch schlief slich in die 
Hauptstrafse Meppen- Gold enstedt-Nienburg eingemündet sein, ent- 
weder südwärts von Eloppenburg oder Wildeshausen oder ganz am 
Ende bei Nienburg. Mit andern Worten, welchen von den genannten 
Wegen auch immer die Eömer benutzt haben, der nördlichste Punkt, 
an dem sie die Weser erreichten, kann nur Nienburg, der südlichste 
nur Petershagen gewesen sein. 

Eine Landung oberhalb Meppens ist völlig ausgeschlossen, 
wenn die Lesart erratumque in eo, quod non subvezit richtig ist, 
denn mit einer grofsen Flotte noch viel weiter hinaufzufahren war 
kaum zulässig. Will man aber das Wort subvezit streichen, so ver- 
bietet doch die Erwähnung der Flut und der Unfälle, die sie herbei- 
führte, an einen Platz oberhalb der Hasemündung zu denken. Alle 
diese Erwägungen sprechen dafür, dafs Germanicus bei Meppen die 
Ems verlassen hat und über Goldenstedt zur Weser gezogen ist. 
Vielleicht ist ein Teil des Heeres bei Lathen auf Bohlwegen, von 
denen einer entdeckt ist, durch die Tinner Dose gegangen, und hier 
würden sich dann bei steigender Flut die Scenen abgespielt haben, 
die Tacitus beschreibt.^) 

Als Germanicus sich der Weser näherte und ein Lager auf- 
schlug, erhielt er die Nachricht von dem Aufstand der Angrivarier.*) 
Da ihre Wohnsitze zwischen Hunte und Weser zu suchen sind, so 
befanden sie sich in der That, wie Tacitus bemerkt, im Bücken des 
Germanicus. 

Wir stehen nun vor der Frage, wo die Schlacht von Idistaviso 
geliefert wurde. Tacitus bezeichnet das Schlachtfeld als campus. 
Darunter kann an sich das etwa 5 oder mehr Meter hoch gelegene, 
aber nicht gebirgige Uferland der Weser verstanden werden. Dann 
wären mit den von den Cheruskern besetzten Höhen (Cherusci iuga 
insedere) die eigentlichen Berge gemeint, also oberhalb Mindens das 
Wesergebirge, unterhalb Höhenzüge, wie etwa die Rehburger Berge. 
In der That fassen die meisten Erklärer den Tacitus in diesem Sinne 
auf. Allein wenn der Name Idistaviso, wie allgemein angenommen 
wird, als letzten Bestandteil das Wort Wiese enthält, so kann Idista- 
viso nur Marschland gewesen sein. Solche Marschländereien begleiten 
den Flufs auf der Strecke, die hier in Betracht kommt, von Minden 
bis Nienburg zum Teil in beträchtlicher Breite, heutigen Tages finden 
sie sich namentlich auf dem linken Ufer. Da die eigentlichen Berge 



1) Ann. II, 8. 

2) Ann. II , 8. 



122 E. DanEelmann: 

nirgends bis unmittelbar an den FluTs und seine Marschen hinan- 
treten, so kann Tacitus unter den iugis nur die Teile des zwischen 
Flufs und Berg liegenden üferlandes gemeint haben, die sich zu 
einer beträchtlichen Höhe erheben. Der einzige Funkt unterhalb 
Mindens auf dem rechten Ufer, wo das geschieht, liegt Schlttsselburg 
gegenüber in südlicher Richtung, und hier mufs Idistaviso gesucht 
werden. Auf diesen Ort passen die Worte: Is medius inter Yisurgim 
et coUes, ut ripae fluminis cedunt, aut prominentia montium resistunt, 
inaequaUter sinuatur.^) Wenn es dann weiter heifst: Pone tergum 
Insurgebat silya, editis in altum ramis, et pura humo inter arborum 
truncos, so ist, da die Römer von Norden heranrückten, damit der 
Hochwald gemeint, der südwärts an und auf den Höhen von Neuhof 
bis Heimsen sich erhob. In der Ebene und am Abhang der Hügel 
hatten sich die übrigen Germanen aufgestellt, während allein die 
Cherusker die Höhen selbst innehielten. (S. die Karte.) 

Die Römer marschierten in folgender Ordnung:^) Voraufzogen 
die gallischen und germanischen HülfsYölker, hinter ihnen die Bogen- 
schützen zu Fufs, dann 4 Legionen, darauf Germanicus mit zwei 
prätorischen Kohorten und auserlesener Reiterei. Ihnen folgten 
weitere 4 Legionen und Leichtbewafl&iete, Bogenschützen zu Pferde 
und die übrigen Kohorten der Bundesgenossen. In derselben Reihen- 
folge rückten sie in die Schlachtlinie ein, so dafs die gallischen und 
germanischen Hülfsvölker den äufsersten linken Flügel bildeten, 
während die berittenen Bogenschützen mit den Bundesgenossen an 
die Weser stiefsen. Das ergiebt sich aus zwei Bemerkungen. Einmal 
wird berichtet, Armin habe sich auf die Bogenschützen gestürzt, um 
durchzubrechen, sei aber von den Kohorten der Rätier, Vindelicier 
und Gallier gehindert worden.^ Bei dieser Gelegenheit hätten die 
Chauken ihn erkannt, aber entkommen lassen. Da Armin auf der 
rechten Seite des germanischen Heeres kämpfte, so folgt, dafs ihm 
gegenüber die Gallier und Germanen auf dem linken römischen 
Flügel gestanden haben müssen. Die Bogenschützen, von denen 
Tacitus spricht, sind also die pedites sagittarii, während die equites 
sagittarii — und das ist das zweite — auf dem rechten Flügel in 
der Ebene ihren Platz hatten, wo sie allein Verwendung finden 
konnten. 

Sicher haben aber nicht die Bogenschützen mit den gallischen 
und germanischen Hülfsvölkem allein den Kampf mit den Cheruskern 
aufgenommen, neben ihnen standen vielmehr 4 Legionen, so dafs 
sich die Schlacht auf zwei getrennten Gebieten abspielte; 4 Legionen 
kämpften in der Ebene, 4 auf den bewaldeten Höhen. Germanicus 
schickte nun die Reiterei, d. h. den delectus eques und die equites 

1) Ann. II, 16. 

2) Ann. II, 16. 

8) Ann. II, 16: incubaeratqne sagittariis illa rupturus, ni Raetorum 
Vindehcommque et Gallicae cohortes signa obiecissent. 



Das römische StralseDnetz in Norddentschland. 123 

sagittarii längs der Weser in die Flanke und den Rücken der feind- 
lichen Aufstellung. Indem zugleich das römische Fufsvolk mit Er- 
folg vorrückte, geschah was Tacitus als mir um dictu bezeichnet; 
von den beiden feindlichen Heereshaufen wich der eine aus der Ebene 
in den Wald zurück, während der andere vom Walde in die Ebene 
floh. Aber noch fehlt ein Zug in dem Bilde des Tacitus. Auch 
die Cherusker verliefs an diesem Tage das Glück; sie wurden von 
den Hügeln hinabgedrängt, nicht rückwärts, sondern seitwärts, so 
dafs sie mitten in die teils nach dem Wald, teils nach der Ebene 
Fliehenden gerieten. (Medii inter hos Cherusci collibus detrude- 
bantur.) 

Es könnte auffällig erscheinen, dafs Armin zum Kampfplatz 
eine baumlose Ebene aussuchte, während er doch wufste, dafs grade 
auf solchem Terrain die römischen Legionen den Germanen entschieden 
überlegen waren. Doch bot die von ihm gewählte Gegend manche 
Vorteile. Das üferland, auf dem die römische Heerstrafse von 
Nienburg bis Leese angelegt ist, wird auf der einen Seite von der 
Weser, auf der andern von sumpfigen Niederungen begrenzt. Es 
ist jedoch nicht so schmal, dafs es den Bömem gröfsere Schwierig- 
keiten bereitete, noch gewährte es andererseits den Germanen be- 
sonders günstige Stellungen. Erst südwärts von Leese ändert sich 
der Charakter der Landschaft. Die Sümpfe im Osten verschwinden, 
statt dessen erscheinen die höheren Berge von Rehburg. Die üfer- 
landschaft erhebt sich zu bewaldeten Höhen, an die sich nach der 
Weser zu tiefliegendes Marschland anschliefst. Stellten sich die 
Germanen hier auf, so boten hier der Flufs, dort die Berge Deckung, 
zudem befanden sie sich den aus der Ebene heranrückenden 
Römern gegenüber auf den Höhen in vorteilhafter Stellung. Für 
die Römer war es ungünstig, dafs sie ihre Legionen teilen mufsten. 
Mit der einen Hälfte galt es die von den Hügeln herab kämpfenden 
Germanen zurückzudrängen und das Platean zu gewinnen, und noch 
dazu in einem, wie man annehmen darf, mit Unterholz bestandenen 
Walde. Nur so haben die Worte, mit denen Germanicus vor der 
Schlacht seine Soldaten anfeuert, Bedeutimg: Nicht nur das offene 
Feld sei den römisehen Soldaten für den Kampf günstig, sondern, 
wenn man verständig sei, auch Wald und Gebirge. Denn die mäch- 
tigen Schilde der Barbaren und ihre gewaltigen Lanzen liefsen sich 
zwischen den Baumstämmen und dem niedrigen Gebüsch nicht ebenso 
gut gebrauchen wie die Wurfspeere und Schwerter und die dicht 
am Körper liegenden Schilde.^) 

Die vier andern Legionen, die in der Ebene kämpften, hatten 



1) Tac. Ann. 11, 14: Non campos modo militi Romano ad proelinm 
bonos, sed si ratio adsit silvas et saltüs. Nee enim immensa barbarorum 
Bcuta, enormis hastas, inter truncos arborum et enata hnmo virgnlta 
perinde haben, quam pila et gladios et haerentia corpori tegmina. 



124 £. Dünzelmann: 

eine leichtere Aufgabe, allein sie konnten ihre Überlegenheit wegen 
des beschränkten Baumes nicht völlig zur Geltung bringen. Man 
kann einwenden, dafs die Wiese, die sich unterhalb Neuhof zur 
Weser erstreckt, überhaupt für eine Schlacht, an der vier Legionen 
beteiligt waren, viel zu klein ist. Das ist zugegeben, wenn auch 
im allgemeinen die Neigung besteht die Schlachtfelder in den römisch- 
germanischen Kriegen zu weit auszudehnen. Im vorliegenden Falle 
hindert aber nichts anzunehmen, dafs die Weser vor zwei Jahr- 
tausenden einen andern Weg weiter nach Westen eingeschlagen 
habe, um so weniger als die Neigung der deutschen Flüsse bekannt 
ist ihren Lauf nach Osten zu verschieben. Nur wird man gut thun 
sich das Marschland nicht zu breit vorzustellen, da das Schlachtfeld 
für die Römer um so günstiger war, je breiter es sich aasdehnte, 
und man nicht voraussetzen darf, dafs Armin einen Kampfplatz 
ausgesucht habe, der fdr die Eigenart der römischen Kriegftlhrung 
wie geschaffen war. 

Wo das der Schlacht von Idistaviso voraufgegangene Beiter- 
trefifen stattgefunden hat, ist von geringem Interesse. Doch ent- 
spricht die Gegend im Osten und Südosten von Nienburg, wo sich 
ausgedehnte Waldungen und Höhenzüge finden, den Angaben des 
Tacitus. 

Ob Germanicus nach der Schlacht von Idistaviso noch weiter 
vorgedrungen ist oder alsbald den Bückzug angetreten hat, wird 
sich auf Grund des taciteischen Berichtes weder mit Sicherheit be- 
haupten noch verneinen lassen. Auch erledigt sich diese Frage 
von selbst, sobald es gelingt auch das zweite Schlachtfeld des 
Jahres 16 zu bestimmen. Nun ist bei keinem Kampfplatze der 
Baum, auf dem er gelegen haben kann, so eng begrenzt, wie bei 
dem AngrivarierwalL Wir hören, dafs diese Befestigung als Schutz- 
wehr gegen die Cherusker diente. Da diese südwärts von den 
Angrivariem wohnten, so lag der Wall an ihrer Südgrenze. Freilich 
wissen wir nicht genau, wie weit sich die Cherusker nordwftrts aus- 
dehnten; aber es ist eine oft gemachte Beobachtung, dafs natürliche 
Verkehrshindernisse, wie breite Wälder oder ausgedehnte Sümpfe 
die einzelnen Völkerschaften von einander schieden. Damach wird 
man annehmen dürfen, dafs das Wietingsmoor, die Moore bei Bahren- 
burg oder etwas südlicher bei üchte die Grenze gebildet haben und 
falls, wie es wahrscheinlich ist, die Angrivarier auch auf dem rechten 
Weserufer das anliegende Land besafsen, würde hier zwischen Nien- 
burg und Stolzenau etwa die Grenze gelaufen sein. Fassen wir nun 
die Bömerstrafsen ins Auge, die von der Weser ausgehen, und an 
denen doch der Angrivarierwall gelegen haben mufs, so fällt von 
den drei Armen, in die sich die Strafse bei Suhlingen teilt, der nörd- 
liche Nienburger, der Folcweg weg, da er die Bedingungen, die 
Tacitus stellt, nicht erfüllt. Es fehlt hier vor allem an einem Fluüs. 
Die beiden andern zeigen bei Bahrenbui'g, üchte und Steyerberg 



Das römische Stralsexmetz in Norddentscbland. 125 

die erforderlichen Flüsse und Sümpfe, dazn würde noch, wenn man 
glaubt unter flamen die Weser verstehen zu dürfen, an der rechts- 
seitigen Weserstrafse die Gegend von Leese kommen, und hierhin 
verlegt Enoke die Schlacht. 

Wir dürfen uns den Angrivarierwall gewifs nicht als eine Be- 
festigung von meilenweiter Ausdehnung denken, sondern als eine 
Landwehr, wie sie sich noch jetzt zahlreich in Norddeutschland 
finden, von Moor zu Moor quer über einen Geestrücken laufend. War 
der Angrivarierwall eine solche Landwehr, so kommt auch die 
Gegend von Steyerberg in Wegfall, wo die Heisterberge einen zu 
breiten Baum einnehmen. Es handelt sich also jetzt darum, welcher 
von den übrig bleibenden Orten völlig oder am meisten der Be- 
schreibnng bei Tacitus entspricht. Da zeigt sich nun aufs neue, 
dafs die Angaben dieses Schriftstellers, selbst wenn sie scheinbar 
so charakteristisch sind wie hier, für sich allein entfernt nicht ge- 
nügen, um nach ihnen den beschriebenen Ort bestimmen zu können. 
Postremo deligunt locum, flumine et silvis clausum, arta intus pla- 
nitie et humida: siWas quoque profunda palus ambibat, nisi quod 
latus unum Angrivarii lato aggere extulerant, quo a Chemscis diri- 
merentur (Ann. II, 19). Der Ort, den Knoke für die Schlacht in 
Anspruch nimmt, stimmt in der That in der Hauptsache mit Tacitus 
überein, wenn ich auch nicht glaube, dafs dieser die Weser einfach 
als flumen bezeichnet haben würde, und andererseits der Meinung 
bin, dafs der Ausdruck arta planities auf die breite Ebene südwärts 
von Leese nicht pafst. Aber auch bei üchte und Bahrenburg findet 
sich eine arta planities, eingeschlossen von Flufs und Wäldern, und 
um die Wälder zieht sich gleichfalls ein Moor. 

Versucht man nun sich im einzelnen ein Bild von dem Kampf- 
platz oder von dem Verlauf der Schlacht zu entwerfen, sei es ohne 
eine bestimmte Ortlichkeit im Auge zu haben, sei es indem man 
eine der drei bezeichneten Gegenden zu Grunde legt, so stöfst man 
auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Der Wall hatte nur dann 
Wert, wenn er, wie oben bemerkt wurde, den Geestrücken sperrte, 
also sich unmittelbaj: bis an den Sumpf erstreckte, wie auch Tacitus 
angiebt. Wie kamen dann aber die Germanen, nachdem sie vom 
Wall herabgedrängt waren, in die Wälder diesseits des Walles und 
des Sumpfes? Sie konnten sich doch nur in der von den Römern 
abgewandten Bichtung, d. h. in allen drei hier in Betracht kommenden 
Fällen, nordwärts zurückziehen, nicht aber seitwärts abschwenken 
und durch das Moor in die Wälder gelangen. Femer warum 
marschierte ein Teil der Bömer in die seitwärts liegenden Wälder? 
Fanden sich dort Feinde vor? Tacitus sagt: Hie (in aggere) pedes 
adstitii Die Beiterei hielt sich südwärts des Walles in benachbarten 
Hainen verborgen, um den Bömem, wenn sie in die Wälder zögen, 
in den Bücken zu MLen. Allein was beabsichtigten die Bömer in 
den Wäldern? Eine Umgehung des Walles war unmöglich^ da hinter 



126 B. Dünzelmann: 

den Wäldern ein tiefer Sumpf sich ausdehnte. Nimmt man aber an, 
dafs auch im Walde Germanen standen und Tacitus sieh nur nicht 
ganz klar ausgedrückt habe, so würden ja die Truppen der Ger- 
mauen von einander getrennt worden sein, sobald der Wall erstürmt 
wurde; der eine Teil wäre in nördlicher Richtung zurückgedrängt, 
während der andere südwärts des Walles zurückblieb und der Ver- 
nichtung ausgesetzt war. 

Diesen Schwierigkeiten gegenüber ist es von geringer Bedeu- 
tung, dafs nach Hodenberg, Hoyer ürkundenbuch I, 686. V, 45 
ehemals bei Uchte eine Landwehr war. Wir werden daher gut thun 
uns nach einem Platze umzusehn, der besser als die angegebenen 
den Forderungen des Tacitus entspricht. In der That ist noch eine 
Möglichkeit vorhanden. Der Weg, der von Minden über Bahden nach 
Hunteburg oder über Twiehausen läuft, geht gewifs zum gröfsten 
Teil durch cheruskisches Gebiet, aber irgend wo im Westen mufs 
die Grenze sein. Nun sollte man allerdings nach der Terrain- 
beschaffenheit vermuten, dafs etwa bei dem Passe von LemfÖrde 
das Cheruskerland vom Gebiet der Angrivarier sich geschieden 
habe; aber sicher ist das nicht. Die Strafse wird an mehreren 
Stellen von Flüssen durchschnitten; unsere Aufmerksamkeit lenkt 
sich aber vor allem auf den Platz, wo die kleine Aue in der Nähe 
von Levem die Strafse kreuzt. Hier finden sich noch jetzt bedeu- 
tende Beste alter Schanzen. Eine sehr gute Karte der Gegend mit 
Angabe der Befestigungen hat Oppermanns Atlas (XV), auf die ich 
verweise. Ich bemerke nur, dafs an die nördliche Ecke der nord- 
westlichen Schanzen auf dem Steinbrink sich in östlicher Richtung 
Wälle und Gräben anschliefsen, die auf der Karte nicht verzeichnet 
sind. Über die Bedeutung der Befestigungen und das Terrain über- 
haupt äufsert sich Oppermann folgendermafsen : 

„Der trockene Geestrücken, welcher vom Dümmersee her nach 
Südost über die Hügel von Sundern, Stift von Levem und Destel 
bis zum Gebirgsfufs bei Lübbecke sich erstreckt, wird auf beiden 
Seiteu von Niederungen, Wiesen, Sümpfen und Mooren begleitet, 
welche das Überschwemmungs-Gebiet der vom Wiehengebirge her- 
fiief senden Hunte und Grofsen Aue bilden und erst seit dem 16. Jahr- 
hundert entwässert, aber noch jetzt auf grofsen Strecken ungangbar 
sind. In vorgeschichtlicher Zeit bot dieser Geestrücken zweifellos 
die einzige Möglichkeit, um vom Dümmersee her das Wiehengebirge 
bei Lübbecke und längs desselben die Weser auf dem kürzesten Wege 
zu erreichen, und die vorhandenen uralten Wallringe und Landwehren 
kennzeichnen sich als Überreste ausgedehnter Verteidigungs- Anlagen 
zur Sperrung dieses langgestreckten Engpasses. Leider sind die 
Gelände -Verhältnisse durch Kultur im Laufe von Jahrhunderten zu 
sehr verändert, um über den besonderen Zweck der einzelnen An- 
lagen, ihren Zusammenhang und namentlich ihre Flügelsicherang 
gegen Umgehung ein sicheres Urteil zu bilden; die sehr bedeutenden 



Das rOmisclie Stralsennetz in Norddeutsoliland. 127 

Überreste lassen im allgemeinen den grofsen Wert erkennen, welcher 
ehedem dieser Wegesperrung zugemessen war/^ 

Nehmen wir an, dafs hier die Grenze zwischen Angrivariem 
und Cheruskern war, so haben wir ein landschaftliches Bild, das 
mit der Schilderung des Tacitus übereinstimmt imd zugleich bisher 
dunkle Partieen der Schlachtbeschreibung deutlich macht. Indem 
die Römer von Osten heranrückten, kamen sie in der Nähe von 
Levem auf einen schmalen Geestrücken, über den ohne Zweifel wie 
noch jetzt die Strafse führte (bei Butenbohm). Allein nicht hier 
war der Weg gesperrt, sondern weiter im Westen. Ich nehme an, 
dafs die noch vorhandenen Schanzen Beste des Angrivarierwalls sind, 
der sich vermutlich weiter nach Süden erstreckte; die Bingwälle 
würden einer späteren Zeit zuzuschreiben sein. Die arta planities 
et humida sind die sumpfigen Wiesen der Aue. Das Land zwischen 
Butenbohm und den Schanzen ist noch jetzt vielfach mit Wald be- 
standen. Südwärts der Wälder dehnt sich die sumpfige Niederung 
der Hunte aus. Die Germanen hatten sich so aufgestellt, dafs ein 
Teil den Wall besetzt hielt, ein Teil in den südwärts liegenden Wäl- 
dern stand — denn nur so ist es zu verstehen, dafs Germanicus nach 
Eroberung des Walls einen Angriff auf die Wälder macht — , wäh- 
rend in den Hainen im Süden des Lever Teiches zwischen den dort 
befindlichen Schanzen sich die Reiterei verborgen hielt, um den 
Legionen in den Rücken zu fallen, sobald sie in die Wälder ein- 
drangen. Der germanischen Reiterei gegenüber hatte der Legat 
Tubero mit seinen Reitern Aufstellung genommen. Die römischen 
Legionen marschierten zum Teil in die Wälder südwärts von Sündern, 
zum Teil unter Germanicus' Führung gegen den Wall. Nachdem 
die Geimanen vom Wall vertrieben waren und sich südwärts zurück- 
gezogen hatten, um die Fühlung mit ihren Kampfgenossen in den 
Wäldern und der Reiterei nicht zu verlieren, hatten sie in der That 
den Sumpf im Rücken, während hinter der Schlachtreihe der Römer 
teils der Flufs, teils Berge (die Sundemschen Hügel) sich befanden. 

Es empfiehlt sich dieses Terrain einmal dadurch, dafs hier eine 
Aufstellung der germanischen Reiterei möglich war, wie sie Tacitus 
verlangt, nämlich getrennt von den übrigen Germanen in Hainen, 
die scharf von den Wäldern geschieden werden, gegen die Germanicus 
zuletzt seinen Angriff richtet. Vor allem aber wird es an dieser 
Stelle klar, wie der Wall im allgemeinen als Wegsperrung diente 
und es den Germanen gleichwohl möglich war im Süden desselben 
sich zu bewegen. Denn es befanden sich, wie die E^arte zeigt, 
zwischen den sumpfigen Gebieten Sandstreifen, über die Truppen, 
wenn auch unter Schwierigkeiten, marschieren konnten. Wodurch 
man sich gegen eine Umgehung im Norden sicherte, bleibt, wie 
schon Oppermann bemerkt, einstweilen ungewifs. 



128 S. DüDKelmann: 

X. 

Ann. I, 50: At Romanus agmine propero silvam Caesiam limi- 
temque a Tiberio coeptum scindit. castra in limite locat, frontem 
ac tergum vallo, latera concaedibus munitus. Unter dem limes des 
Tiberius versteht man vielfach ein dem bekannten limes in Süd- 
deutschland ähnliches Befestigungswerk, das etwa aus zwei paral- 
lelen Wällen bestanden hat. ^) Diese Wälle, so meint man, benutzte 
Germanicus auf dem Zuge gegen die Marser für die Vorder- und 
Rückseite seines Lagers, während er die Flanken durch Verhaue 
sicherte. Die Versuche freilich unter den mancherlei ausgedehnten 
Erddämmen Westfalens diesen oder jenen als den limes Tiberii nach- 
zuweisen haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Und doch könnte 
ein solches Werk nicht verschwunden sein, wenn es auch nur einige 
Ähnlichkeit mit dem süddeutschen limes gehabt hätte. 

Man wird die angeführte Stelle des Tacitus kaum von einer 
andern Ann. II, 7 trennen können: Et cuncta inter castellum Aliso- 
nem et Rhenum novis limitibus aggeribusque permunita. Wenn 
Mommsen hier limes als Fahrstrafse erklärt^), so wird auch an der 
ersten Stelle limes in demselben Sinne zu fassen sein. Schon Lipsius 
dachte an agger et via. Dafs die Römer auf einer bereits bestehenden 
Strafse marschierten, ergiebt sich aus dem Ausdruck agmine propero. 
Es kann daher silvam scindere nicht bedeuten: einen Weg durch 
den Wald bahnen, sondern nur den Wald durchziehen. Ich erkläre 
also silvam Caesiam limitemque scindit: Er zieht durch den Caesischen 
Wald auf der von Tiberius hergestellten Strafse.^) 

In derselben Bedeutung findet sich limes in der schon oben 
citierten Stelle Frontin. Strateg. I, 3, 10: Imperator Caesar Domi- 
tianus Augustus cum Germani more suo e saltibus et obscuris late- 
bris subinde impugnarent nostros tutumque regi'essum in profunda 
silvarum haberent, limiUbfiS per centum viginti milia passuum actis non 
mutavit tantum statum belli, sed subiecit dicioni suae bestes, quorum 
refugia nudaverat. 

Sehr bemerkenswert ist, dafs bei der römischen Ackerteilung 
die Hauptstrafse 40 Fufs breit angelegt wird, also genau die Breite 
hat, wie die römischen Heerstrafsen in Norddeutschland. Limitibus 
latitudines secundum legem et constitutionem divi Augusti dabimus, 
decimano maximo pedes XL.^) Es kann daher kein Zweifel sein, 
dafs die Römerwege Norddeutschlands als limites bezeichnet wurden. 

Agger wird nach Isidor ^) genannt media stratae eminentia co- 



1) Hölzermann, LokalontersuchungeD, S. 71. 

2) Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst 1886, S. 46. 

3) So auch Bachmann, Jahresbericht des Ljceums zu Wernigerode 
1861/62: De limite a Tiberio coepto, S. 7. 

4) Gromatici veteres ez rec. Lachmanni I, S. 194. 
6) Grom. vet. I, S. 870. 



Das römiBche StraTsennetz in Norddentschland. 129 

aggeratis lapidibus, quod historici viam militarem vocant. Es würde 
also ein gepflasterter Weg sein. Ist die Erklärung Isidors richtig 
und hat Tacitus agger in demselben Sinn gebraucht, so hätte es auch 
zwischen Rhein und Hunte solche SteinstraTsen gegeben. Nun finden 
sich gelegentlich Nachrichten, aus denen das Vorhandensein römischer 
gepflasterter Wege im Osten des Rheins geschlossen werden könnte, 
allein sie sind so unsicher, dafs einstweilen damit nicht viel an- 
zufangen ist. Ich führe an, was mir gelegentlich entgegengetreten 
ist. Von Alten, ßohlenwege S. 31 erwähnt einen gepflasterten Weg 
in der Radde (beschrieben Zeitschr. des histor. Vereins f. Nieders. 
1868, S. 394)^), den er aber nicht habe wieder finden können. Arends, 
Ostfriesland S. 160: „Vom Kloster (Hopels) geht . . ein alter Weg 
nach Osten. An einigen Stellen, wo solcher aufgegraben, zeigt sich 
in ohngei^hr einem halben Fufs Tiefe eine dünne Lage Steinschutt, 
und einen Fufs tiefer eine zweite dickere Lage. Wozu dieser Weg 
diente, läfst sich nicht angeben, noch weshalb man ihn in den 
moorigen Grund legte, wo er sich mit der Zeit senkte und deshalb 
erneuert werden mufste, da fester Sandboden ganz nahe dabei be- 
findlich." S. 554 : „Es soll von Thedinga nach Kloster Barthe durch 
das Moor eine mit Feldsteinen gepflasterte Strafse geführt haben, 
deren Überreste sich auf dem Moore noch zeigen. Von dieser Strafse 
ist jetzt keine Spur mehr zu sehen. Ein sehr glaubwürdiger Mann 
in der Gegend hat mir versichert, dafs er wohl dreifsigmal das Moor 
von da bis Holtland und Hesel durchstrichen, aber nichts bemerkt 
habe, auch von andern nichts darüber vernommen. Demohngeachtet 
darf man Iherings Anführung nicht so geradezu widersprechen, da 
er, wie aus seiner Schrift hervorgeht, sich überall sehr genau er- 
kundigte, und überdem noch jetzt bei Hopels Spuren eines solchen 
Steinweges sich flnden. Wie aber die Steine ohne Unterlage von 
Holz sich halten konnten, ohne in den Sumpf zu versinken, bleibt 
unerklärlich, es wäre denn, dafs man einige Lagen Rasen unter- 
gelegt hätte." 

Der von Oberstlieutenant Schmidt für eine Römerstrafse ge- 
haltene Weg zwischen Dolberg und Liesbom nordwärts der Lippe 
zeigte Kiesreste. Allein wenn Schmidt die Fortsetzung, die sogen. 
Heidestrafse, als deutlich erkennbare Römerstrafse bezeichnet und 
angiebt, sie habe die Richtung auf die Westenholter Mühle, so er- 
klärt Hölzermann das für unrichtig und behauptet, sie laufe in fast 
schnurgrader Richtung auf Mettinghausen. (Hölzermann S. 52.) 

Hölzermann berichtet S. 84 über eine römische Steinstrafse, die 
sich mehrere Fufs unter dem Boden bei Neuenheerse befinde. Nach 
Schneider, Heft 8, S. 5 wäre es jetzt erwiesen, dafs diese alte Stein- 

1) Das Material, soweit es bis jetzt hat untersucht werden können, 
besteht ans einem weifsgrauen, stark mit Quarzsand durchkneteten Mörtel, 
der steinhart geworden ist. Die Strafse selbst ist zur Zeit tief vom 
Moor überwachsen, nnd somit ist ihre Ausdehnung schwer zu bestimmen. 

Jahrb. f. olati. Fhilol. Sappl. Bd. XX. 9 



130 £• DüDzelmann: 

schtittung keiner Römerstrafse angehöre. Worauf sich diese Be- 
hauptung gründet, weifs ich nicht. Man sieht aus diesen Angaben, 
wie wenig Sicheres bis jetzt über römische Steinstrafsen auf dem 
rechten Rheinufer bekannt ist. 

Welches war nun der limes a Tiberio coeptus, die von Tiberius 
hergestellte Militärstrafse? Unter den drei von Yetera auslaufenden 
Strafsen — und von Vetera war Germanicus aufgebrochen — kann 
die mittlere als von Domitius gebaut nicht in Betracht kommen; 
ebenso wenig die nach Rheine führende, da die Marser als Nachbarn 
der Chatten unmöglich so weit nach Norden gewohnt haben können. 
Somit bleibt nur der Haarweg. Auf dieser Strafse marschierte Ger- 
manicus, verliefs sie aber und bahnte sich, um die Feinde zu über- 
raschen, durch den Wald in südlicher Richtung einen neuen Weg. 
Auf eine genauere Bestimmung verzichte ich, glaube aber die Wohn- 
sitze der Marser weiter ostwärts verlegen zu sollen als Enoke, also 
an die obere Ruhr und in das Gebiet der Diemel. 

Ist der Haarweg von Tiberius, also 8 — 7 v. Chr. oder gar erst 
4 — 5 nach Chr., der Weg über Dülmen von Domitius etwa 6 v. Chr. 
angelegt, so mufs der Weg nach Rheine in frühere Zeit fallen, also 
eine der ältesten römischen Strafsen sein. Das ergiebt sich aus der 
Notwendigkeit von vorne herein eine Verbindung zwischen Vetera 
und dem Innern Deutschlands zu besitzen, sodann aus der Beschaffen- 
heit des Terrains. Ehe man den geföhrlichen Damm durch die 
Sümpfe von Dülmen baute, wird man auf festem Boden nordwärts 
die Niederung umgangen haben. Aus den Zügen des Drusus aber 
in den Jahren 12 und 11 v. Chr., die von der insula Batavorum aus 
gegen die Usipeter und die weiter im Innern wohnenden Germanen 
gerichtet waren, läfst sich schliefsen, dafs die Strafse, die vom ünter- 
rhein ostwärts nach Rheine führt, damals hergestellt ist Unter 
diesen Umständen gewinnt die Frage, was Tacitus mit den Worten: 
Et cuncta inter castellum Alisonem ac Rhenmn novis limitibus ag- 
geribusque permunita hat sagen wollen, erhöhte Bedeutung. Die 
Hauptstrafsen zwischen Hunteburg und dem Rhein, d. h. die Strafsen 
Osnabrück-Rheine-Rheindelta, Osnabrück-Rheine-Xanten und Osna- 
brück-Münster-Xanten müssen im Jahre 15 n. Chr. bestanden haben, 
und es ist nicht einzusehen, welche neue Linien auf diesen Strecken 
hätten angelegt werden können. 

Fassen wir zunächst das Gebiet zwischen Ems und Honte ins 
Auge, so ist es schwer das System zu entdecken, nach dem ein Teil 
der dortigen Strafsen erbaut ist. Zwar erkennt man die Bedeutung 
der Hauptwege leicht. Mehrere von ihnen stellen eine Verbindung 
zwischen Rheine und Lingen einerseits, Osnabrück andererseits her, 
ein anderer ist eine Verlängerung des Weges Xanten-Rheine bis zur 
ELase bei Essen und weiter bis zum Wege über die Eloppenburger 
Geest oder die kürzeste Linie zwischen Osnabrück und Hunteburg. 
Weniger klar ist es, weswegen der Weg von Löningen nordwärts 



Das römische StraTsennetz in Norddentschland. 131 

angelegt wurde oder der Weg von Himteburg nach Bramsche und 
und der von Bramsche nach Yörde und weiter nordwärts nach Essen 
laufende. Nehmen wir nun au, dafs im Jahre 16 die Transport- 
schiffe der Römer die Hase aufwärts fuhren, um die Lebensmittel 
möglichst weit ins Innere Deutschlands zu befördern, so würden 
einige jener Wege ihre Erklärung finden. Sie würden entweder 
dazu gedient haben von der Hase aus eine unmittelbare Verbindung 
mit der über die Eloppenburger Geest marschierenden Heere her- 
zustellen und ihm die Lebensmittel auf möglichst kurzem Wege 
zuzuführen, wie der Löninger Weg oder eine Verbindung der Hase 
mit Hunteburg zu schaffen. Hunteburg wäre dann das Centraldepot 
für Lebensmittel geworden, von wo das zur Weser ziehende Heer 
etwa über Diepholz und nachher auf dem Bückmarsch versorgt wurde. 

Das Gebiet ostwärts von Rheine kenne ich nicht genug, um 
sagen zu können, wie weit auch hier die Nachricht des Tacitus von 
den neuen limites und aggeres begründet ist. Auch kommt es mir 
nur darauf an zu zeigen, dafs bei eingehenderem Studium die Mög- 
lichkeit nicht ausgeschlossen ist mit einiger Sicherheit die allmäh- 
liche Entstehung des Strafsennetzes nachzuweisen. Mit ein paar 
Worten versuche ich im folgenden die Hauptgesichtspunkte hervor- 
zuheben. 

Eine der ältesten Strafsen wird die sein, die aus der Gegend 
von Frankfurt durchs Chattenland über Paderborn nach Osnabrück 
läuft. Hier schlofs ein anderer Weg an, der vom ünterrhein her 
über Rheine kam, so dafs es möglich war von Mainz aus quer durch 
Germanien zur insula Batavorum zu marschieren. Diese Wege be- 
nutzt Drusus auf seinen ersten Feldzügen (12 — 10). Auf dem 
vierten Zuge dringt er bis zur Elbe, und damals mufs ein wahr- 
scheinlich von Minden nach Osten laufender Weg gebaut sein, den 
festzustellen mir noch nicht gelungen ist. Während seiner ersten 
Anwesenheit in Deutschland (8 — 7) hat Tiberius sich darauf be- 
schränkt die dem Rhein benachbarten Völkerschaften zu bekämpfen 
und vielleicht damals den Haarweg (limes Tiberii) angelegt. Ihm 
folgt Domitius Ahenobarbus, von dem die pontes longi bei Dülmen 
und — so darf man hinzusetzen — überhaupt der Weg von Vetera über 
Münster nach Osnabrück herstammt. Als Tiberius zum zweiten Male 
den Oberbefehl übernahm (4 n. Chr.), hat er unter andern die ßruk- 
terer besiegt; spätestens damals wird, also vermutlich der Weg von 
Rheine quer durchs Bruktererland in nordöstlicher Richtung her- 
gestellt sein. Im Jahre 5 überwinterte er an den Quellen der Hunte. 
Aus jener Zeit stammen die römischen Strafsen, die sich in der Nähe 
befinden, wahrscheinlich auch die Strafse von Essen nach Minden. 
In den Jahren 6 u. folg. herrscht tiefer Friede, und diese Zeit der 
Ruhe werden die Römer benutzt haben das Strafsennetz auszubauen. 
Mit dem Jahre 9 erfolgt der Znsammenbruch der römischen Herr- 
schaft. Erst unter Germanicus beginnen aufs neue die Züge, und 

9* 



132 S* DünzelmaDn: 

neue Strafsen, wie Tacitus bezeugt, werden notwendig, die vor allem 
zwischen Hunte und Ems zu suchen sind. Die Strafsen weiter im 
Norden und Osten, also in Ostfriesland, im nördlichen Oldenburg und 
in der Gegend zwischen Weser und Elbe sind teils zu wenig er- 
forscht, teils werden jene Länder von den Schriftstellern zu selten 
erwähnt, als dafs es möglich wäre über ihre Entstehimgszeit näheres 
anzugeben. 

Überblickt man die aufserordentliche Ausdehnung des römischen 
Strafsennetzes in Norddeutschland and erwägt, dafs es erst zum Teil 
aufgedeckt ist, erwägt man femer, dafs zahlreiche Kastelle, deren 
Reste zum Teil noch jetzt vorhanden sind, das ganze Gebiet mili- 
tärisch beherrschten, so erkennt man erst die ungeheure Gefahr, 
aus der Deutschland durch die Klugheit und den Mut Armins er- 
rettet wurde. 

XL 

Den Schlafs mögen einige topographische Bemerkimgen bilden, 
die jedoch nur dann Wert haben können, wenn eine genaue Spezial- 
karte wie etwa die Reymannsche, oder für Oldenburg die von Schrenkh, 
für Hannover die von Pape zur Verfügung stehen. Am besten eignet 
sich zur Auffindung der Römerstrafsen die ältere Auflage der Rey- 
mannschen Karte, einmal weil sie noch die alten Postwege angiebt, 
die jetzt zum Teil verschwimden sind, sodann weil sie breite Sand- 
wege, wie es die Römerstrafsen sind, sowohl von modernen Chausseen, 
als auch von schmaleren Landwegen gut unterscheidet. Für die 
Osnabrücker Gegend empfiehlt sich die im Verlage von Pillmeyer er- 
schienene Spezialkarte, die durch dicke schwarze Striche die Römer- 
wege, freilich auch andere breite Wege kennzeichnet. 

Ich beginne mit dem südlichsten der drei von Xanten auslaufen- 
den Wege. Bis Dorsten scheint jede Spur zu fehlen. Unmittelbar 
ostwärts aber von Dorsten, da wo die den Südrand der Lippe be- 
gleitende Strafse abzweigt, zeigt sich ein Römerweg, der über die 
Marler Heide bis Marl und weiter, wie ich annehme, bis Reckling- 
hausen läuft. Ob die Fortsetzung über Heimichenburg, wo die Karten 
einen breiten Weg verzeichnen, in der Richtung nach Dortmund oder 
mehr nördlich in die Gegend von Unna ging, habe ich nicht fest- 
stellen können. Doch wird man nicht irre gehen, wenn man den 
Haarweg als Fortsetzung betrachtet. Wie weit nach Westen dieser 
noch heute erhalten ist, lassen die Karten zweifelhaft; es scheint, 
dafs er sich bis in den Süden von Unna erstreckt. Den Östlichen 
Teil des Haarweges habe ich selbst in Augenschein genommen. 
Nordwärts von Ruthen teilt er sich. Der Hauptarm geht von Drewer 
über Hemmern nordwärts von Büren nach Paderborn, von dem Seiten- 
arm, der die Richtung nach Brilon einschlägt, ist nur ein Stück 
westwärts von Kneblinghansen erhalten. Ein ehemaliger, jetzt durch 
Verkoppelung aufgehobener Weg, den Reymann als „stumpfen Weg*' 



Das rGmiflche Stralflennetz in Norddentsohland. 133 

bezeichnet, stellte wahrscheinlich die Verbindung mit dem Haarweg 
her. Der Kneblinghauser Weg hört etwas süilich von dem Punkte, 
wo ihn der von Ringelstein heraufkommende Weg triflFfc, als Römer- 
strafse auf und geht in einen unregelmäfsigen, mittelalterlichen Weg, 
die alte Briloner Strafse, über. Man darf voraussetzen, dafs die 
Römer die Absicht hatten nach Marsberg zum Anschlufs an die 
Strafse Frankfurt-Paderborn weiter zu bauen. 

Der mittlere Weg Xanten -Münster ist erst bei Wulfen, nord- 
östlich von Dorsten zu erkennen, von wo er wohl erhalten bis un- 
mittelbar vor Haus Dülmen zieht. Er wird als Römerweg bezeichnet 
und war von Napoleon bestimmt als Chaussee ausgebaut zu werden.-^) 
Die Fortsetzung nach Münster beruht auf Vermutung. Nördlich von 
Münster links von Haus Hawichthorst zweigt von der Chaussee 
Münster-Lengerich ein Weg nach Greven ab, die alte Römerstrafse, 
die von Greven bis Saerbeck der Chaussee zum Opfer gefallen ist, 
von Saerbeck bis Bevergem aber als breiter Sandweg erscheint. 
Sie geht noch nordwärts über Bevergem hinaus, ob aber nur bis 
zum Wege Rheine-Osnabrück, oder wie es nach der Rejmannschen 
Karte den Anschein hat, bis Dreierwalde, d. h. bis zum Wege Rheine- 
Qnakenbrück, habe ich nicht untersucht. 

Von dem erwähnten Grever Weg zweigt rechts eine Strafse ab, 
die bei dem Orte „an der Schiffahrt'^ über die Ems gegangen sein mufs. 
Jetzt ist sie hier unterbrochen, aber etwas östlich wird sie als 
Römerstrafse erkennbar und führt an einem ehemaligen Wirtshaus, 
dem Strickerbaum auf der Rejmannschen Karte, vorbei in nord- 
östlicher Richtung, bis sie auf den Weg Lengerich-Erptenbeck-West- 
bevem triflFt. Dieser selbst mufs von Burlage bis zur Lengericher 
Chaussee ein Römerweg sein, wenngleich die Strecken, die ich von 
Btirlage oder von Lengerich aus besichtigte, das nicht mit Sicherheit 
erkennen liefsen. Von Lengerich bis Osnabrück habe ich keine 
Spuren gefunden. 

Südwärts von Münster führt die Römerstrafse über die Lodden- 
heide nach Albersloh und Drensteinfurt, dort verschwindet sie, mufs 
aber nach Hamm weiter gelaufen sein. 

Von dem dritten Wege Xanten-Rheine habe ich den mittleren 
Teil begangen. Er beginnt bei Borken, zieht in nordöstlicher Rich- 
tung, anfangs zusammen mit dem Wege nach Merfeld-Dülmen, gebt 
dann aber über die Berge nach Velen, hier ist er auf kurze Zeit 
unterbrochen, um dann als breiter grader Weg dieselbe Richtung aufs 
neue einzuschlagen, bis er in* die Chaussee Coesfeld-Goscher mündet. 
Hier hört er auf; doch werden sich weiter nordwärts, wie ich glaube, 
noch Spuren finden. Mit Sicherheit ist er erst wieder bei Burg- 
steinfurt zu erkennen, wo er etwa zwei Kilometer nördlich der Stadt 
von der Chaussee als alter Postweg nach Maxhafen abzweigt. Von 



1) S. Bonner Jahrbücher LXXXIV, 8. 11 nnten. 



134 ^- DOnzelmann: 

der Strecke Borken-Brünen habe ich keine eigene Kenntnis, doch 
möchte ich glauben, dafs auch dieser Weg zum gröfsten Teil römischen 
Ursprungs ist. 

Den Weg von Rheine nach Westen habe ich über Ohne bis 
Bentheim verfolgt. Näheres über diese Strecke findet man bei 
Schneider, alte Heer- und Handelswege, Heft 4, S. 6. 

Nördlich von Rheine auf dem linken Emsufer ist von Salzbergen 
an eine Römerstrafse zu erkennen, die ich bis Leschede verfolgt habe. 
Wie weit sie flufsabwärts gelaufen ist, mufs ich dahingestellt sein 
lassen. Auf dem rechten Ufer bin ich den direkt nach Norden füh- 
renden Weg nach Lingen so weit gegangen, dafs ich ihn mit Sicher- 
heit als römisch in Anspruch nehmen kann. Der letzte Teil von 
Plantlünne an, vielleicht schon vorher, ist infolge von Chaussee- 
bauten, wie es scheint, vernichtet. 

Den Weg Rheine -Quakenbrück hat Schneider Heft 3, S. 7 in 
seiner ersten Hälfte bis Halverde und Voltlage beschrieben; doch 
irrt er, wenn er ihn von dort an Bersenbrück vorbei nach Gehrde 
laufen läfst. Vielmehr führt er, wie ich mich überzeugt habe, von 
Voltlage westwärts an Merzen vorbei, wohlerhalten nach Ankum und 
weiter rechts von der Chaussee durch Druchhorn etwa y^ Meilen 
nördlich zur Bauerschaft Suttrup, wo er aufhört. 

Der Fürstenauer Weg ist bis da, wo er den Weg Schwagstorf- 
Voltlage schneidet, chaussiert, dann folgt mehrere Stunden der unver- 
sehrte Römerweg, der in der Nähe von Neuenkirchen in die Chaussee 
mündet, diese aber da, wo sie sich ostwärts nach Bramsche wendet, 
verläfst und in südöstlicher Richtung zur Hase läuft. In der Nähe 
des Flusses ist der Weg seit einiger Zeit aufgehoben, wird aber 
auf dem andern Ufer bei Niehaus wieder sichtbar und erreicht nach 
etwa 2 Stunden bei der Haster Mühle die Osnabrücker Chaussee. 

Ebenso gut und vielleicht noch besser scheint sich der Weg 
erhalten zu haben, der von Freren nach Westerkappeln führt. Ich 
kenne ihn aber nicht in seiner ganzen Ausdehnung, sondern habe 
mich begnügt von Freren aus eine Strecke zu besichtigen, und 
ebenso bin ich nur ein Stück von dem Wege Freren-Hopsten ge- 
gangen. Die Fortsetzung von Hopsten bis Hörstel habe ich wieder 
gesehen, aber nicht die Überzeugung gewonnen, dafs sie in ihrer 
jetzigen Gestalt römischen Ursprungs ist. 

Nur sehr kümmerliche Reste sind von dem Wege Rheine-Osna- 
brück vorhanden. Nordöstlich vom Bahnhof Hörstel nämlich ver- 
läfst der alte Postweg, d. h. die Römerstrafse, die Chaussee, kreuzt 
die Eisenbahn und trifft nach einiger Zeit wieder die Chaussee bei 
Püsselbüren. Der weitere Lauf ging wahrscheinlich über Ibbenbüren. 
Die Fortsetzung ist fraglich. Die Angaben Schneiders Heft 4, S. öf. 
beruhen auf seiner falschen Theorie von den dammartig erhöhten 
Römerstrafsen. 

Geht man von Freren nach Nordwesten, so trifft man bei dem 



Das römische Strafsennetz in Norddeutschland. 135 

Windmühlenberg auf eine Bömerstrafse, die parallel mit der Chaussee 
westwärts bis Münnichburen läuft und Holländerweg heifst. Sie läfst 
sich noch ein Stück ostwärts vom Windmtihlenberg durch den Wald 
verfolgen, ist dann unterbrochen und erscheint erst nach der Karte 
zu urteilen bei Hone aufs neue, von wo sie nach Fürstenau geht. 
Von Fürstenau nach Schwagstorf ist Chaussee, aber in einiger Ent- 
fernung von diesem Orte ist die Bömerstrafse links von der Chaussee 
wieder sichtbar und läuft in nordöstlicher Richtung nach Basum. 
Bald nachher mufs sie sich mit der von Ankum kommenden Strafse 
vereinigt haben. Ihre Fortsetzung findet sich bei Essen a. d. Hase, 
nordwestlich von dem Orte, wo das Ackerland aufhört. Von dort 
geht ein Weg nach Warnstedt. Wie er weiter lief, kann ich weder 
aus eigener Anschauung sagen, noch lassen es die Karten mit Wahr- 
scheinlichkeit vermuten; doch mufs er bald in den Herzog-Erichs- 
Weg gemündet sein. 

Der Herzog-Erichs- Weg, im Volksmund Ossenträde, d. h. Ochsen- 
pfad genannt, beginnt etwas nordöstlich des Punktes, wo die Kloppen- 
burger Chaussee sich in die Löninger und Essener trennt, und zieht 
südwärts Kloppenburg in östlicher Bichtung bis Dingel. Er ist nur 
ein Überrest des grofsen Weges von Meppen nach Goldenstedt. Ein 
anderes Stück — Kriegerpad geheifsen — findet sich westlich vom 
Herzog-Erichs- Weg zwischen Osterlindem und Ermke. Dieser Krieger- 
pad geht eine Strecke durchs Moor, nicht auf Bohlwegen, son- 
dern über den hochgelegenen trockenen Bücken. Etwaige Überreste, 
die sich zwischen Osterlindern und Sögel finden könnten, habe ich 
nicht untersucht, dagegen kenne ich aus eigener Anschauung den 
Anfang des Weges, der nordöstlich von Meppen bei der Herren- 
mühle die Chaussee verläfst und in grader Bichtung nach Sögel 
zieht, östlich vom Herzog-Erichs- Weg zeigt sich die Bömerstrafse 
an zwei Stellen als Beuterweg, zunächst im Osten der Eisenbahn- 
station Schneiderkrug von Hagstedt an, hier ist er mir bis zu der 
alteu Heerstrafse Vechta -Visbeck bekannt; er geht dann noch eine 
Strecke weiter, wird unterbrochen und taucht südöstlich von Wösten- 
döllen wieder auf, von wo er die Bichtung nach Goldenstedt ein- 
schlägt, ohne diesen Ort zu erreichen. Diesen Teil des Beuterweges 
habe ich nicht begangen. 

Die Fortsetzung von Goldenstedt bis Nienburg beruht auf Ver- 
mutung. Doch kann, wie oben bemerkt wurde, kein Zweifel sein, 
dafs hier ehemals der Folcweg lief. Von ihm haben sich, wie es 
scheint, keine Überreste erhalten, wenn nicht die geringen Spuren 
eines alten Heerweges, über die Studienrat Müller in der Zeitschrift 
des historischen Vereins für Niedersachsen, 1870, S. 394 berichtet, 
ihm angehören. Dagegen zeigt sich eine wohl erhaltene Bömer- 
strafse etwas westlich von Suhlingen, die in südlicher Bichtung bis 
Bahrenburg verfolgt werden kann. Ihre Fortsetzung über Uchte 
nach Petersbagen ist chaussiert, so dafs sich darüber mit Sicherheit 



136 ^* Dünzelmann: 

nichts sagen ISfst. Eine andere Abzweigung . geht von Borstel an 
der Suhlingen -Nienburger Chaussee über die Heisterberge nach 
Steyerberg; von da lief sie vermutlich bis zur Weser bei Stolzenau. 

Von Nienburg ostwärts bis zur Leine zeigen die Karten keine 
alten breiten Wege; erst von Esperke findet sich wieder eine Römer- 
strafse, die über Wieckenberg nach Celle geht, deren letzter Teil 
aber vernichtet zu sein scheint. Am besten erreicht man diesen 
Weg von Hope, einer Station der Eisenbahn Hanno ver-Visselhövede. 

Über Celle hinaus nach Osten haben sich meine Untersuchungen 
nicht ausgedehnt. Dagegen bin ich eine Strecke auf dem alten Heer- 
wege, der von Hamburg nach Celle führt, gegangen. Von Celle bis 
Bergen ist er zu einer Chaussee benutzt, die von da nach Soltau 
weiter läuft. Die alte Strafse geht von Bergen in nördlicher Rich- 
tung über Wietzendorf nach Emmingen, Station an der Bahn Lang- 
wedel'Ülzen. Ich habe mich auf dieser Strecke, die teilweise auch 
schon chaussiert ist, überzeugt, dafs hier ein Römerweg vorliegt. 
Nach den Karten zu urteilen sind weiter nordwärts noch grofse 
Stücke in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. In der Nähe des 
ehemaligen Klosters Ramelsloh ist der alte Wege infolge neuerer 
Anlagen fast ganz zu Grunde gegangen. 

Ein anderer Weg führt von Harburg direkt nach Nienburg. 
Von diesem kenne ich ein Stück südlich von Visselhövede bis Vethem 
in der Nähe von Kirchboitzen, sodann die Strecke Nienburg-Draken- 
burg, die westwärts der Chaussee läuft, und endlich ein Stück nord- 
östlich der Station Rohrsen, wo der Weg über Gadesbünden und 
Änderten in der Richtung nach Rethem und Kirchboitzen zieht. 

Die Wege der Lüneburger Heide haben mehr Krümmungen als 
die im Westen, da sie durch zahllose Bäche nnd Flüfschen gehindert 
werden die grade Richtung auf weite Strecken inne zu halten. 

Der Weg von Harburg geht in südlicher Richtung über Nien- 
burg weiter nach Minden. Er zeigt sich östlich von Estorf, dann 
von der Landesbergener Windmühle an auf ziemlich weite Entfer- 
nung im Osten von Landesbergen, bis er etwas nordwärts von Leese 
in die Chaussee einläuft. Südwärts von diesem Ort und in der Nfthe 
desselben ist er durch Verkoppelung vernichtet, doch kann nach alten 
Karten über seinen weiteren Lauf nach Minden kein Zweifel sein. 
Vielleicht haben sich hier und da noch Überreste erhalten. 

Über die Wege zwischen Minden und Osnabrück ist folgendes 
zu bemerken. Südwärts von Rahden unmittelbar westwärts der 
grofsen Aue treffen zwei Römerstrafsen zusammen, von denen die 
eine in südwestlicher Richtimg bei der Chaussee Fiestel-Levem auf- 
hört, die andere in ihrer ursprünglichen Gestalt nur auf einer kurzen 
Strecke erscheint, während die Fortsetzung über T wiehausen neuer- 
dings chaussiert ist. östlich von Osnabrück geht bei Lüstringen ein 
Römerweg in nordöstlicher Richtung nach Schiedehausen, der kurz 
vor diesem Ort und hinter ihm bis Krevinghausen als Chaussee aus- 



Das römische Strafseimetz in Norddeutsohland. 137 

gebaut ist, dann aber als breiter Sandweg bis auf die Höhen ober- 
halb Essen weiter läuft. Er kreuzt hier einen Eömerweg, der in 
der Richtung des Gebirgszuges auf der Höhe entlang von Kalbsiek 
im Osten über Wehrendorfer Berg bis Osterkappeln im Westen sich 
verfolgen läfst. Die alten Wege, die von dort in die Thäler führen, 
scheinen zum Teil gleichfalls römisch zu sein, sicherlich der alte 
Essener Postweg, um dessentwillen ganz gegen mittelalterliche Ge- 
wohnheit an der Stelle, wo er in die Chaussee einläuft, ein grofses 
Sttück vom Felsen abgesprengt ist. Hier mufs nun irgendwo die 
Verbindung mit dem obenerwähnten Wege, der aus der Gegend von 
Rahden in südwestlicher Richtung zieht, stattgefunden haben. Wahr- 
scheinlich ging er über Lashorst, wo vor einigen Jahren ein grofser 
Münzfund gemacht wurde ^), über Wimmer, Wittiage nach Essen, 
oder er erreichte den Qüerweg weiter Östlich bei Kalbsiek oder 
Hüsede. 

Die östliche Fortsetzung, die ich nicht gesehen habe, nehme 
ich nach der Karte so an, wie Schneider, Heft 4, S. 8 sie beschreibt, 
abzweigend von der Chaussee Rahden-Diepenau über Nordhemmern 
nach Hahlen, wo sie die Chaussee erreicht. Bei Hahlen habe ich 
den Weg eine Strecke nach Nordhemmem zu verfolgt, allein da er 
hier durch Kulturland geht, hat er seine ursprüngliche Breite und 
damit seine charakteristische Eigenschaft verloren. Es kann frag- 
lich erscheinen, ob dieser Weg von Minden über Nordhemmern nach 
Rahden und weiter nach Hunteburg gegangen ist, wie Schneider 
annimmt, oder ob er nicht vielmehr lediglich als Fortsetzung des 
Twiehauser und des Lashorster Weges zu betrachten ist. In letzterem 
Falle wäre die nördliche Führung der Strafse anfällig und würde 
sich nnr aus Terrainschwierigkeiten erklären. War dagegen der 
Weg Minden -Rahden -Hunteburg schon vorhanden, so suchte der 
Lashorster Weg diesen möglichst rasch fast im rechten Winkel zu 
erreichen. 

Schwierigkeiten macht es die westliche Fortsetzung des Twie- 
hauser Weges zu bestimmen. Hatte er Anschlufs nach Hunteburg 
und war schon ein Weg von Huntebnrg direkt nach Rahden vor- 
handen, so begreift man nicht, weswegen unmittelbar neben ihm ein 
zweiter angelegt wurde. Gab es keinen Weg von Hunteburg nach 
Rahden, so erhebt sich die Frage, warum man statt der direkten 
Verbindung den Umweg an Levern vorbei vorzog, der durch die 
Terrainverhältnisse nicht geboten war. Nimmt man aber an, der 
Twiehauser Weg sei über Bohmte nach Osnabrück gegangen, so hat 
man auch da wieder zwei unmittelbar nebeneinander laufende Strafsen. 
Nun finden sich allerdings auch sonst derartige Fälle, wie bei dem 
Fürstenauer und Frerener Weg, allein da sich bis jetzt keine Spuren 
einer Verbindung zwischen Osnabrück und dem Twiehauser Weg 



1) S. Mitteilungen des bist. Vereins von Osnabrück B. 14, S. 882 ff. 



138 E. Dünselmann: 

gefunden haben, so dürfte man nur im Notfalle zu einem solchen 
Ausweg greifen. In dieser Verlegenheit ist eine Bemerkung Hart- 
manns sehr erwünscht. Er schreibt in den Mitteilungen des histo- 
rischen Vereins von Osnabrück, B. 14, S. 382 Anmerk. 3: „Der 
Strafsendamm in Schwagstorf (nordöstlich von Osterkappeln) , der 
früher 20 Minuten lang in grader Richtung von Nordwest nach 
Südost, also in der Richtung vom Lutterdamm nach Bohmte verläuft, 
ist noch 123 Schritte lang erhalten und 11 Meter breit" 

Die giade Richtung und die uns bekannte Breite von 11 Metern 
macht es wahrscheinlich, dafs wir es hier mit einer Römerstrafse zu 
thun haben, die dann nichts andres wäre als die gesuchte Fortsetzung 
des Twiehauser Weges über Bohmte znm Lutterdamm. Der Lutter- 
damm ist der bei Lutter zwischen Bramsche und Hunteburg nacli 
Nordwesten abzweigende Weg, eine alte Römerstrafse. Das Bedenken, 
das die scheinbar aus der graden Richtung Lutter-Bohmte liegende, 
allzu südliche Führung der Strafse bei Schwagstorf erwecken könnte, 
erledigt sich wohl durch die Notwendigkeit die nördlich gelegenen 
Moore und Sümpfe zu umgehen. Der Lutterdamm läfst sich noch eine 
bedeutende Strecke über die Chaussee Bramsche- Vörden in fast nörd- 
licher Richtung verfolgen, dann verschwindet er in der Bauerschaft 
Lage, mufs aber in der Nähe von Stickteich die RömerstraliBe er- 
reicht haben, die von Vörden her in nordwestlicher Richtung zieht, 
anfangs chaussiert ist, bei Stickteich aber auf eine längere Strecke 
als breiter Weg erhalten ist und teilweise die Grenze zwischen Olden- 
burg und der Provinz Hannover bildet. Sie mündet bei Kl. Drehle 
in die Chaussee, wird aber bei Gehrde vorbei geführt und in der 
Nähe von Quakenbrück den Weg, der von Rheine kommt, getroffen 
haben. Dafs er hier sollte aufgehört haben, ist nicht sehr wahr- 
scheinlich. Um nämlich aus der Gegend von Quakenbrück zur Ems 
nach Meppen zu gelangen, hätte man den Weg, der von Rheine bis 
in die Nähe von Eloppenburg führt, einschlagen, also einen Umweg 
machen müssen. Es liegt nahe an eine Fortsetzung nach Löningen 
zu denken und anzunehmen, dafs dieser Weg, der die nächste Ver- 
bindung zwischen der unteren Ems und der mittleren Weser dar- 
stellen würde, ganz oder teilweise von Germanicus im Jahre 15 er- 
baut wurde, um für den Feldzug des folgenden Jahres einen kurzen 
und bequemen Weg ins Land der Cherusker oder auch Rückweg 
von dort zu haben. Einstweilen fehlen freilich für eine solche An- 
nahme die Voraussetzungen. 

Von Löningen habe ich die gut erhaltene Römerstrafse nord- 
wärts bis Marren begangen. Nicht weit von diesem Ort liegt Oster- 
lindem, das wir als Endpunkt vom „Kriegerpad" bereits kennen. 

Wir kehren nun zu den Wegen in der Osnabrücker Gegend 
zurück. Die Verbindimg zwischen Hunteburg und dem Wege Oster- 
kappeln-Kalbsiek wird nur vermutet, es sei denn, dafs der breite 
grade Weg jenseits Herringhausen nach Horst alt sei. Als Ver- 



Das rOmiflohe Stra&eimetz in Norddeutsohland. 139 

längerung würde dann der alte Postweg Essen-MeUe gelten müssen, 
der sich an zwei Stellen auf längere Zeit westwärts der jetzigen 
Chaussee zeigt. Wie es scheint, lief der Bömerweg üher Oherholsten 
nach Ostenwalde und mufs südwärts von Melle die Osnabrück-Frank- 
furter Strafse getroffen haben. 

Geht man von Osnabrück südwärts die Chaussee nach ösede 
und Iburg, so zweigt bei Schumla ein Weg ab, der sich bald als 
breite Strafse den Berg hinaufzieht und noch jetzt die Frankfurter 
Strafse genannt wird. Auf der Höhe habe ich ihn nicht weiter ver- 
folgen können, auch scheinen sich weiter bis Bielefeld keine Spuren 
von ihm zu finden. Dagegen ist er nach den Karten von Brackwede 
an längs der Senne bis etwa fünf Kilometer nördlich von Neuhaus bei 
Paderborn wohl erhalten. Hier habe ich ihn eine weite Strecke be- 
sichtigt. Jenseits Paderborn geht er über Querturm nach der Domäne 
Dalheim, dann ein Stück mit der Chaussee und endlich südwärts nach 
Essentho, wo ich ihn gleichfalls untersucht habe. Hier senkt sich 
die Strafse, wie oben erwähnt, % Stunden durch den Fels getrieben, 
ins Thal der Diemel hinab. Sie weiter südwärts zu verfolgen schien ' 
fttr meine Zwecke unnötig. 

Etwa zwei Kilometer nördlich von Osnabrück zeigt sich auf der 
Doodesheide ein Römerweg, der in geringer Entfernung östlich an der 
Witlekindsburg vorbei in der Richtung auf Icker läuft. Hier ist er 
unterbrochen, erscheint aber noch einmal auf eine kurze Strecke west- 
lich von Borgwedde. Er mufs über Yenne nach Hunteburg gegangen 
sein. Ich vermute, dafs sich jenseits Yenne noch Spuren finden. Fast 
ganz erhalten hat sich bis auf eine geringe Unterbrechung bei Barenau 
die Strafse Hunteburg-Bramsche, von der etwas östlich von Bramsche 
eine andere gleichfalls gut erhaltene in nordöstlicher Richtung ab- 
zweigt, die sich bis dicht vor Yörden erstreckt, wo sie in die Chaussee 
einläuft. Ob sie, wie wahrscheinlich ist, nach Damme weiter lief, 
läfst sich wegen der Chausseeanlage zwischen diesen Orten nicht 
feststellen. Yon Damme, das mit Hunteburg durch Bohlwege ver- 
bunden ist, geht ein Weg nordwärts über Yechta nach Wildeshausen. 
Er ist gut erkennbar östlich von Lohne auf der Strecke von Nord- 
lohne nach Südlohne und über Südlohne noch hinaus bis Ehren dorf. 
Nordwärts von Yechta kenne ich ihn bis zum Reuterweg. Er schlägt 
hier die Richtung nach Yisbeck ein. Yon dort bis Wildeshausen ist 
er infolge des Chausseebaues untergegangen. Yon Wildeshausen geht 
er über Dötlingen, Ostrittrum, Sandhatten nach Oldenburg. Hier 
bin ich nur die Strecke Schneiderkrug - Sandhatten gegangen, die 
teilweise durch Sandwehen ganz unkenntlich geworden ist Nördlich 
von Oldenburg kenne ich den Weg westlich von Yarel, wo er von 
Dringenberg her nach Bockhorn zieht. Ob er von hier nach Jever 
lief, mufs sich durch weitere Untersuchungen herausstellen.^) Süd- 

1) Die Strafee von Jever nach Oldenburg wird schon im 12. Jahrh. 
erwähnt. S. Eichthofen, Friesische Rechtsgescbichte, B. I, S. 886. 



140 ^- Dünzelmann: 

westlich von Sandkrug (Station an der Oldenburg-Osnabrücker Bahn) 
zweigte der alte Postweg von Bremen nach Oldenburg ab. Die ältere 
Reymannsche Karte verzeichnet ihn noch. Jetzt ist er bis auf eine 
kurze Strecke bei Falkenburg fast völlig aufgehoben. Von Falkenburg 
mufs er in derselben Richtung nach Bremen weitergelaufen sein, 
doch fehlt hier jede Spur. 

Nach Bremen zog auch ein anderer Weg, der von Nienburg 
kam. Ein wohlerhaltener Rest nimmt westwärts von Syke bei Col. 
Schorlingkamp seinen Anfang und geht nordwestlich bis Fahrenhorst. 
Eine Fortsetzung in derselben Richtung etwa bis Delmenhorst ist 
nicht nachzuweisen, auch nicht wahrscheinlich. Ich nehme also an, 
dafs von Fahrenhorst die Römerstrafse mit der Chaussee über Brin- 
kum, dem am weitesten vorspringenden Geestrücken, lief. Südwärts 
von Syke verzeichnet die Reymannsche Karte als Fortsetzung des 
eben besprochenen einen Weg, der an Heiligenfelde vorbei parallel 
mit der Chaussee zieht. Von ihm sind spärliche Überreste erhalten, 
im allgemeinen ist er durch Verkoppelung zu Grunde gegangen. 
Doch genügen die Spuren wenigstens, um bestimmen zu können, dafs 
der Weg die Richtung nach Nienburg einschlug. 

Zwischen ünterweser und ünterelbe, wo der Name Karlsweg ^) 
begegnet, habe ich an zwei Stellen alte Wege untersucht. Von der 
Station Freschluneburg aus gelangt man nach Westerbeverstedt, 
von wo eine Römerstrafse nach Osten zieht und in der Nähe von 
Beverstedt die Chaussee erreicht. Nach den Karten scheint er über 
Kirchwistedt, Gnarrenburg in die Gegend von Heslingen (Zeven) 
gelaufen zu sein, während er nordwestlich nach Loxstedt ging. Von 
Loxstedt beginnt auch ein anderer Weg, den ich nur bis etwas über 
Bexhövede hinaus kenne, den ich aber für einen römischen halten 
möchte. Er lief ehemals — jetzt scheint er vielfach unterbrochen 
zu sein — in östlicher Richtung nach Bremervörde. 

In betreff der Conrebberswege verweise ich auf Arends , Erd- 
beschreibung des Fürstentums Ostfriesland, Emden 1824, S. 587 ff., 
650 ff. Das Werk von Houtrouw, Ostfriesland, eine geschichtlich- 
ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeii, Aurich 1889, 
beimft sich S. 391 in seinen Angaben über die Conrebberswege 
ausschliefslich auf Arends. Neuere Forschungen über diese schon 
durch ihren Namen interessanten Wege sind nach den Erkundigungen, 
die ich eingezogen habe, nicht angestellt worden. Gut erhalten ist 
nur ein einziger, der von Doodshöm in östlicher Richtung nördlich 
an Emden vorbei bis zum Hintertief läuft, und den ich aus eigener 
Anschauung kenne und als Römerweg in Anspruch nehme. Im 
Ganzen soll es fünf solcher Heerstrafsen gegeben haben, die bei 
Völlen, Leer, Nesserland, Knock und Abelitz ihren Anfang nahmen. 
Dazu kommt der von Papenburg nordwärts ziehende Lüdeweg. 



1) Zeitschrift des bist. Vereins für Niedersachsen 1870, S. 428. 



Das römische Strafflexmeix in Norddeutsohland. ' 141 

Schon zu Arends^ Zeiten waren ihre Spuren aber derart verwischt, 
dafs es für einen Fremden nicht der Mühe lohnt ihnen nachzugehen. 
Ich habe sie deshalb auch nicht in die Karte eingetragen. Arends 
nimmt an, dafs sie alle die Bichtung nach üpstalsboom bei Aurich 
eingeschlagen hätten. Es wird Sache der Lokalforschnng sein auf 
Grund der noch vorhandenen Reste und älterer Nachrichten ihren 
Lauf festzustellen. 

Wie man sieht, gilt es noch viele Lücken in den bereits ge- 
fundenen Wegen auszufüllen, vieles Unsichere zu beseitigen, vor 
allem die noch nicht durchforschten Gebiete näher zu untersuchen. 
Man wird dabei namentlich die alten Poststrafsen ins Auge fassen 
müssen. Sind die Wege festgestellt, so handelt es sich darum die 
in der Nähe liegenden alten Befestigungen darauf hin zu prüfen, ob 
sie römischen Ursprungsr sind. Es scheint, dafs wir in Norddeutsch- 
land viel mehr römische Rastelle haben, als bisher angenommen ist. 
Es eröffnet sich hier den Lokalvereinen ein Arbeitsfeld, auf dem sie 
mit Erfolg thätig sein können, und das zugleich von grofsem histo- 
rischem Literesse ist. Ich hebe hier nur einen Gesichtspunkt hervor. 
Wie die Bömerstädte am Bhein ihre Bedeutung in letzter Instanz 
dem Zusammentreffen mehrerer Militärstrafsen verdanken, wie sie 
aus der Zerstörung der Yölkerwandeiung rasch wieder emporblühten, 
weil sie im Mittelpunkt der grofsen Yerkehrsstrafsen lagen, so ist 
auch das Entstehen der ältesten Städte Norddeutschlands, der Bischofs- 
städte, ihrer günstigen Lage an dem Ereuzungspunkt alter römischer 
Strafsen zuzuschreiben. Ehe aber das städtische Leben erwuchs, 
dienten die OHe, wo die alten Wege zusammentrafen, den germa- 
nischen Völkerschaften als Yersammlungsplätze und Eultusstätten. 

Sind die Strafsen ermittelt, so lassen sich Schlüsse ziehen auf den 
Anbau in Deutschland zur Römerzeit — denn sie werden nicht durch 
Kulturland gelaufen sein, sondern durch die Heiden und Wälder — , 
auf die Höhenlage des Landes — sie liegen in Ostfriesland zum Teil 
so tief^ dafs sie, wenn es keine Deiche gäbe, den Überflutungen des 
Meeres ausgesetzt sein würden — , auf den ehemaligen Lauf der 
Flüsse, xmd was sonst noch in Betracht kommen mag. Kurz die 
Erforschung der Römerstrafsen wird nicht nur dem Zwecke dienen, 
um dessentwillen sie zuerst unternommen wurde, der Feststellung 
der Kriegsschauplätze in dem Kampf der Römer und Germanen, 
sondern sie wird sich für manche andere, zum Teil entlegene Ge- 
biete verwerten lassen und fruchtbringend erweisen. 



EUSTATHIOS 



ALS 



KRITISCHE QUELLE FÜR DEN ILUSTEXT. 



MIT EINEM 



VERZEICHNIS DER LESARTEN DES EüSTATfflOS. 



VON 



MAX NEUMANN. 



Zu einer Überschätzung des Eustathios dürfte seit der Ent- 
deckung und Ausbeutung der so wertvollen Scholien des Venetus A 
wohl niemand geneigt sein; vielmehr ist allseitig anerkannt, dafs 
die in seinem weitschweifigen Commentar verstreuten textkritischen 
Bemerkungen Beachtung erst nächst dem gewichtigeren Zeugnis 
der Scholien verdienen, das durch dieselben häufig bestätigt, bis- 
weilen ergänzt, nur selten berichtigt wird. Somit bleibt, falls nicht 
neue glückliche Scholienfunde gemacht werden, diesen textkritischen 
Angaben immerhin ein gewisses Mafs von Bedeutung; und es wäre 
daher keine ganz unnütze Arbeit, dieselben aus den von Eustathios 
planlos aufgehäuften Excerpten aller Art auszuscheiden und zu- 
sammenzustellen. Mit dieser Sammlung müfste sich auch ein Ver- 
zeichnis der wichtigsten Lesarten der von Eustathios benutzten 
Handschrift verbinden. Zwar findet man beides in der Varia lectio 
und der Adnotatio critica der Homerausgabe von La Roche, doch 
sind die dort gemachten Angaben unvollständig und nicht immer 
richtig. Es mufste daher unabhängig von denselben ein Verzeichnis 
der Lesarten und textkritischen Excerpte des Eustathios — zunächst 
nur für die llias — angelegt werden, um auf Grund desselben ein- 
mal eine Vorstellung von der Beschaffenheit der Iliashandschrift des 
Eustathios zu erhalten, und andrerseits die von diesem gegebenen 
Varianten, soweit dies angänglich , auf ihre Quellen zurückzufUhren 
und nach denselben zu beurteilen. 



Erster Teil. 
Die Handschrift des Eustathios. 

Die von Eustathios benutzte Iliashandschrift läfst sich bis auf 
einige geringfügige Lücken vollständig wiederherstellen und be- 
urteilen, um ein Bild von ihr zu gewinnen, wird man dieselbe 
von drei Gesichtspunkten aus betrachten müssen. Es sind die Spuren 
Aristarchischen Einflusses nachzuweisen, die Beziehungen zu der 
übrigen handschriftlichen Überlieferung festzustellen und etwaige 
Besonderheiten hervorzuheben. 

Jahrb. f. claii. Philol. SnppL Bd. XX. 10 



146 ^aoc Nenmann: 

I. Die Sparen des Aristarchischen Einflnsses. 

Eine Nachwirkung der Athetesen Aristarchs ist nirgends er- 
kennbar. Wenn einige der von Aristarch mit dem Obelos bezeich- 
neten Verse von Eustathios nicht erwähnt werden, so ist dies natür- 
lich kein Beweis dafür, dafs sie in seiner Handschrift nicht standen. 
Es sind dies: A 96, 110, 222; B 164; K 397—99; M 363. Die 
erstgenannten vier Verse gehören dem Anfang der Ilias an, für den 
bei Eustathios weniger ausführliche Citate vorliegen als für die 
übrigen Teile des Gedichts; B164 ist zudem gleichlautend mit B180, 
und dieser Vers ist nachzuweisen. Was K 397 — 99 betrifft, so sind 
diese Verse eine Wiederholung von K 310 — 12 und deshalb wohl 
nicht ein zweites Mal erwähnt worden. M 363 endlich fällt in eine 
gleichfalls durch eine Wiederholung veranlafste gröüsere Lücke; 
obendrein ist der gleichlautende, von Aristarch ebenfalls athetierte 
Vers 350 nachweisbar. — So stimmt in dieser Hinsicht die Hand- 
schrift des Eustathios mit unsrer übrigen handschriftlichen Über- 
lieferung völlig überein, auf die bekanntlich die Athetesen Aristarchs 
so gut wie keinen Einflufs ausgeübt haben. — Diese Überein- 
stimmung läfst sich auch auf dem Gebiet der Aristarchischen Les- 
arten verfolgen. Es gilt als Kegel, dafs, wo alle Handschriften einig 
sind in der Annahme oder Verwerfung einer Lesart Aristarchs, die 
Handschrift des Eustathios mit ihnen stimmt. Ausnahmen sind sehr 
selten. Dafs Eustathios gegen die Gesamtüberlieferung sich dem 
Aristarch anschliefst, kommt eigentlich nirgends vor, man müfste 
denn zwei sehr zweifelhafte Fälle gelten lassen. Wäre es gewifs, 
dafs Aristarch K 53 ATavTC, nicht Atavra, las, so hätte uns aller- 
dings in diesem einen Fall Eustathios eine Aristarchische Lesart be- 
wahrt, welche der gesamten Überlieferung unbekannt ist. Das gleiche 
würde auch noch für TT 636 zutreffen, wenn der Wortlaut des 
Scholions A* zu dieser Stelle sich dahin deuten liefse, als bStte 
Aristarch wirklich ßoaiv eÖTTOiTiTduJV statt ßoiüv t' eÖTTOiTitdiuv ge- 
lesen; ßoiüv euTTOiTiTäuJV stand nämlich in der Handschrift des 
Eustathios, wenn dieser auch die andre Lesart kennt. Doch hat 
man nach der Form jenes Scholions: fijueivov [äv] elx€, 9liclv 6 
'Apiciapxoc, el ifefpamo „ßoujv euTroiTiTdujv" Su) toO t^ cuv- 
becjLiOu gerade ßouJV t' euTTOiTiTduJV als Aristarchs Lesart anzu- 
nehmen. — Weit eher tritt der umgekehrte Fall ein, nämlich dafs 
Eustathios im Widerspruch mit der ganzen Überlieferung an einer 
nichtaristarchischen Lesart festhält. B 626 liest er allein mit Ze- 
nodot o'i vaiouci (die Handschriften di vaiouci); I 226 elji^v, 
was er mit dcjudv erklärt (die Handschriften T^fiidv, und ebenso 
offenbar auch Aristarch); 584 KaciTVTiTOi (Aristarch und die Hand- 
schriften KaciYvriTai); 605 vielleicht TijLir|c (Aristarch und die Hand- 
Schriften TijLific); N 27 ijtt' auTi|i (die Handschriften Ott* aÖToO); 
z: 276 vermutlich mit Zenodot und Aristophanes fjc airröc (die 



EastathioB als kritische Quelle für den Iliastezt. 147 

Handschriften f)C t' auröc). — Überall, wo unsre Handschriften 
einer Lesart Aristarchs gegenüber nicht einig sind, sondern sich teils 
ftlr, teils gegen dieselbe erklären, bietet der codex Eustathii weit öfter 
die nichtaristarchische als die Aristarchische Lesart, unter ungefähr 
260 Fällen hat Eustathios über 160 mal die von Aristarch ver- 
worfene und noch nicht 100 mal die von ihm gebilligte Lesart.^) 
Ich zähle diese 100 Fälle auf, indem ich einige besonders bemerkens- 
werte hervorhebe und voranstelle. Bemerkenswert nenne ich die- 
selben insofern^ als es sich um Lesarten Aristarchs handelt, welche 
sich aufser bei Eustathios nur in sehr wenigen — ein bis höchstens 
drei — Handschriften vorfinden. I 88 liest Eustathios mit Aristarch 
böpira, die Handschriften aufser L böpTiov; 324 b* fipa oi, die Hand- 
schriften aufser GL bl li o\; K 161 öXiTOC hl xe, die Handschriften 
aufser Vrat. b b' fxi, bi Ti, bi Tic; 44ö t^^ kqt' alcav, die Hand- 
schriften aufser L fj ^a; M 11 firXev, die Handschriften aufser H 
firXe; N 423 CTevdxovxe, die Handschriften aufser A (Lips. cxeva- 
Xovrec) CTevdxovra; 114 b' firoc riöba, die Handschriften aufser A 
Lips. bk TipoCTiuba; X118 (iTrob(ic[c]ec9ai, die Handschriften aufser C 
Ven. B dTTobdccacGai. Sonst hat Eustathios die Aristarchische Les- 
art noch an folgenden Stellen: B 196 biOTpeqpdoc ßaciXfioc, nicht 
bioxpeqp^ujv ßaciXr|UJv; 448 i^epeOovTai, nicht i^epd9ovTo; f 436 
ba)Lieir|C, d. i. bajurirjc, nicht bajaacGfic; A 245 Tic cqpi, nicht xi cqpi; 
527 direccuiLievov, nicht ^TreccOjaevov; € 227 d7roßr|COjLiai, nicht 
^TTißricoiLiai ; 231 eiiüOöxi, nicht elujOöxe; 757 Kapxepd fpTCi, nicht 
fpT' dibriXa; Z 187 dv€pxo)Lidviu, nicht d7Tepxo)Li^viu; 250 aiboiric, 
nicht liviicx^c; 266 dvi7rroici[v], nicht dviuxriciv; 478 ßir|V x' d^a- 
6ÖV, nicht ßiTiv dTttOöv xe; H 5 direi k€ Kdiniüciv, nicht ^tttiv Ke 
Kd|Liu)civ oder ^7rf|V K€Kd|LiiJüciv ; 32 dGavdxijci, nicht dGavdxoici; 149 
buJK€ b\ nicht bujKev; 238 ßoiv, nicht ßoöv; 103 öirdZei, nicht 
^ireiTei oder kdvei; 109 KOfieixtuv, nicht KO)LieiXTiv; 157 qpuTab' 
?xpa7T€, d. i. qpufabe xpdire, nicht qpuTab' ^xperre; 191 öcppa Xd- 
ßu))Li€V, nicht ai k€ Xdßujfiev; 290 ittttouc, nicht ittttu); 340 dXiccö- 
|Li€VOV, nicht dXiccöjLievoc; 377 vOüi, nicht viliiv; 423 cu t , alvoxdxri, 
nicht col, alvoxdxri; 526 eöxojLiai dXTrö|Lievoc, nicht ?X7T0|Liai euxö- 
p€V0c; I 153 vdaxai, nicht xdaxai; 198 qpiXxaxoi, nicht cpiXxdxu); 
203 Kdpaie, nicht K^paipe; 317 briioiciv dir' dvbpdci, nicht briioici 
jLiex' dvbpdci; 639 dirl xrici, nicht im xoTci; K 79 iir^xpeTre, nicht 
^TT^xpaTre; 129 oö xic ol, nicht oö xic xoi; 225 ei irdp xe, nicht 
€? TT^p xi; 413 KttxaX^Eu), nicht dTopeiJCUj; A 622 cxdvxe, nicht cxdv 
bd; 672 ßoTiXaciri, nicht ßoriXaciric; M46 dYnvopiTl» nicht dTnvopiri; 
407 fXTTexo, d. i. d^Xirexo, nicht ddXbexo; N 179 Kopuqprj, nicht ko- 
pixpflc; 287 xeöv ye, nicht xeöv X€; 289 oök fiv, nicht oö k€v; 446 



1) Zur Vergleichang sei hier bemerkt, dafs von diesen 260 Fällen 
der cod. G ebenfalls rund 100, L etwa 180, A dagegen etwa 160 mal 
dem Aristarch gefolgt ist. 

10* 



148 Max Nenmann: 

br\ Ti diCKO)Liev, nicht br| t( c' dcKOfiev; 613 icpiKOVTO, nicht dqpi- 
KOVTo; 786 b' d|Li|ie)LiaOüTec, nicht bk )Lie|LiaiüT€C ; E 40 TiTfiHe, nicht 
TTfi^e; 114 KdXuvpe, nicht KaXuTTxei; 148 8c[c]ov t*, nicht öccov b'; 
202 jLi' dv cqpoici, nicht fie ccpoici; 249 lef] . . . ^qpeT|ir|, nicht xe^ 
. . . dqpeTjLifi; 310 jaeidTreixa, nicht iLiexÖTricOe ; 437 (iTrd|i€CC€[vl, 
nicht direiLiaccev; 64 dvcxrjcij, d. i. dvcxricei, öv, nicht dvcxriceiev; 
82 eiTiv, nicht etri; 187 x' ^k Kpövou, nicht xe Kpövou; TT 104 
beivr|V, nicht beivr|; 175 5v xdxe, nicht xöv x^kc; 261 fxovxac, 
nicht ?xovxec; 842 ujc ttou ce, nicht ujc ttoO coi; P 136 KaXüiixuiv, 
nicht KttXuTTXOv; 171 u) ttöttoi, nicht i5 tt^ttov; 292 kfidvujv, nicht 
lejLi^vuj; 302 9pd7rrpa, nicht Opeirxd; 607 xoi b' ^ßöiicav, nicht 
xoi b' dqp6ßTi9€v; 637 oK ttou beOp', nicht oi ttou vuv; T 75 direi- 
TTÖvxoc, nicht dTToemövxoc; 92 xq fiev, nicht xf^c |idv; 393 ZeuTVuov, 
nicht JleuYVUcav; Y 138 fipxwci, nicht fipxi;ici; 263 sehr wahr- 
scheinlich ßeia (d. i. ßda) oder vielleicht auch ßda bieXeucecOai, 
nicht peia b' dXeucecGai; 332 dx^ovxa, nicht xaxdovxa; 385 Tbiic, 
nicht "YXr|c; <t> 111 beiXr) (Aristarch beiXri), nicht beiXric; 185 ^kt€- 
Yaaixi, nicht dKYeTCiaixa; 249 ttövoio, nicht q)6 voio; 492 ^vxpoTiaXi- 
2o|Li^vriv, nicht ^vxpoTTaXi2Io|Li^vri; X 198 tt^xcx' aiei, nicht Ti^xax* 
alei; 411 c)liuxoixo, nicht Cjarjxoixo; 416KTibö|Lievoi, nicht Kr|bö|i€VOV; 
V 48 vuv jLiev, nicht )li^v vuv; 548 qpiXoc, nicht qpiXov; 622 ^cbü(c)- 
ceai, nicht dvbuceai; 640 TTap' auxöcpi, nicht Trap' aöxöOi; Q 215 
TTpö Tpüüujv, nicht irpöc Tpüüuüv; 344 iÖ^Xei, nicht ^O^Xrj; 546 xujv 
ce, nicht XOI ce. — Von den etwa 1 60 Fällen, in welchen die Hand- 
schrift des Enstathios sich der die Aristarchische Lesart ver* 
schmähenden Handschiiftengmppe zugesellt, erwähne ich nur einige 
ausführlicher, die dadurch auffallen , dafs Enstathios so ziemlich 
allein dasteht. B 769 liest er mit 8 Cant. Vrat. b qpdpxepoc, Aristarch 
mit den übrigen Handschriften q)dpxaxoc; H 393 mit DS fj |iiv, die 
übrigen Handschriften f\ [if\v; 108 mit LS |Lir|CXU)pa, Axistarch 
und die übrigen Handschriften firjcxiupe; I 399 mit Mor. YrjjnaVTa, 
Aristarch mit den anderen Handschriften Yrjiiiavxi; M 343 mit L Syr. 
ATavxe, die übrigen Handschriften Atavxa; £112 mit L veilixepcc, 
die übiigen Handschriften veüüxaxoc; 301 mit L Cant. Townl. 
Aiavxe, die übrigen Handschriften Aiavxa; vgl. oben M 343; TT 633 
mit DG öpujpev, Aristarch und die übrigen Handschriften öpuüpei; 
P 365 mit G ttÖvov, die anderen Handschriften cpövov; <t> 127 mit 
L Lips UJC K€(v), die übrigen Handschriften 8c K€; V 679 mit D 
Gnßac fjXGe, die übrigen Handschriften 0r|ßac b' fjXOe; 721 mit 
D Syr. duKvr||Liib€C 'Axaioi, die anderen Handschriften ^UKV/jjLiibac 
'Axaiouc. — Aufserdem finden wir in der Handschrift des EostathioB 
die nichtaristarchische Lesart noch an folgenden Stellen: A 268, 
519 (falls Aristarch wirklich selber *'Hpri, nicht "HpiJ, las); B 179, 
192, 300, 436, 462, 516, 798; T 126, 295 (vergl. K 579), 348 
(vergl. H 259, P 44); A 117, 400, 478; € 104, 293, 531 (vergl. 
563), 560, 656, 703, 787, 791, 874; Z 128, 226, 286, 476; 



EastathioB als kritische Quelle für den Iliastext. 149 

H 12, 64, 146, 171, 197, 259 (vergl. T 348, P 44), 272, 451 
(=458); 35, 206/7 (vergl. E 265/66, Q 331/32), 270, 378 
(falls Aristarch wirklich TTpocpav^vre las), 408, 538, 539, 559; 
I 112, 128, 167, 383, 401, 472, 488, 509, 564, 602, 698; K 48, 
332, 408, 431, 463, 579 (vergl. T 295); A 38, 368, 439, 686, 
757, 799; M 68, 171, 404, 465; N 29, 443, 485, 499, 594; E 48, 
72, 92, 181, 235, 265/66 (vergl. 206/7, Q 331/32), 295, 322, 
382, 418, 427, 24/25, 72, 139, 179, 240 (vergl. 417), 394, 
459, 563 (vergl. £ 531), 626, 737; TT 120, 188, 227, 467, 507, 
668, 707, 775, 810, P 42, 44 (vergl. T 348, H 259), 202, 214, 
231, 681; C 14, 34; T 376; Y 11, 35, 57, 77, 195, 255, 414, 
426, 471; <t> 122, 172, 194/95, 279, 303, 363, 417 (vergl. 240), 
530, 542; X 69, 85, 388, 468, 491; V 39, 244, 307, 463, 483, 
635, 879; Q 110, 331/32 (vergl. 206/7, = 265/66), 347, 486, 
566, 636, 663. 

Es bleibt noch zu erörtern, wie sich die Handschrift des Eusta- 
thios zu gewissen noch nicht berücksichtigten Aristarchischen Les- 
arten stellt, bei denen es sich um orthographische, dialektische, syn- 
taktische und ähnliche Fragen handelt. Auch hier sollen nur solche 
Fälle behandelt werden, bei welchen sich ein Schwanken unsrer 
Handschriften gegenüber der Aristarchischen Lesart beobachten iSfst. 
— Aristarch schrieb I 299, sicher auch 157 und 261, fieTaXi^EavTi, 
K 258 fiXoqpov, 31 dTroXi^Erjc mit einem X; die Handschrift des 
Eustathios zeigt die nämliche Schreibung, abgesehen von dem nicht 
nachweisbaren Vers 1-299 und von I 261, wo )LieTaXXr|EavTi steht. 
Auch TT 228 ist dieselbe Aristarch gefolgt in der Schreibung von 
TÖ ßct, nicht TÖßßa. Aber <t> 600 steht bei Eustathios aÖTip f&Q p* 
^KaepYÖc und Q 456 dTriß^rjcecKe [so!] mit zwei p; B 646 Kviwccöv 
und C 591 Kvujccip mit zwei c; 423 dbbedc und V 417 ÖTTobbei- 
cavT€C mit zwei b, während Aristarch hier überall nur einen Con- 
sonanten setzte. — Aristarch schrieb Travcubiij, nicht iraccubiri; 
Eustathios hat die gleiche Orthographie B 12, aber A 709 und 729 
liest er doch iraccubirj. — Aristarch hatte sich für die Form irdp- 
baXic entschieden und iröpbaXic verworfen; Eustathios liest an den 
drei Stellen, wo das Wort vorkommt: N 103, P 20, <t> 573, rröp- 
baXic. — Entsprechend der in der grofsen Masse der Handschriften 
eingebürgerten Orthographie schreibt Eustathios stets KttTaTeOveiiliTa, 
KaTaT€6v€iu)TUJVu. s.w., während KaxareOvritÜTa, KaTaT€0VTiu)TU)Vu. s.f. 
Aristarchisch ist. — Eustathios bietet überall öveibiov, öveibioic u.s. w. 
mit langem i; aber Aristarch schrieb mit €i öveibeiov, öveibeioic. 
VergL Herod. zu <t> 471 und Schol. L zu <t> 393. — 'ATrjpuJv B 447 und 
d'rtpujc 639 ist die Aristarchische Schreibung; in der Handschrift 
des Eustathios steht df^pacv und dTrjpaoc. — Z 416 ist als Aristarchs 
Lesart angegeben eö vaiexöujcav; Eustathios liest eö vaieidoucav. — 
Wir wissen, dafs Aristarch Z 482 und sicher auch TT 96 Oi^rjc; X 73 
und sicher auch T 375, Q 417 9av/|ij; T 27 cam^ij und ohne Zweifel 



150 ^^^^ Neomann: 

auch Y 464 (i(pr|r), X 346 dvfirj; T 436 ba|ir|ric, deegleichen P 95 
7T€piCTr|UJCi las, während unsre Handschriften zwischen Formen wie 
6r|r)c und BeiTic, cpavr|r| und qpaveiri, 7r€piCTr|U)Ci und Trepicxeiujci be- 
ständig schwanken. Eustathios, der die Aristarchischen Wortformen 
— allerdings ohne den Namen des Aristarch und in einer etwas 
andern Gestalt z. B. X 346 dvrjii oder &Yi\r\, nicht 6vr|r), und Q 417 
q)avr|Ti oder qpavriri, nicht q)av/|q — häufig erwähnt, fand in seiner 
Handschrift allenthalben die Formen mit €i: 6€ir|C, qpaveiTi, caTreiri 
u. s. w. — Y 12 liest er wie Aristarch TTOiTicev ibuiijci Trpambecciv, 
ebenso C 482 TToXXd ibuirjci, aber A 608 TToiricev, d. i. 7roiT]c', 
eibuirjci und 1 128 fpTOt, d. i. fpx', elbuiac, ganz entsprechend unarer 
handschriftlichen Überlieferung, die auch an den beiden ersten Stellen 
die Aristarchische, an den beiden letzten die nichtaristarchische Les- 
art bevorzugt. — f 388 finden wir bei Eustathios fjcKeiv mit V, wie 
Aristarch las; aber Z 170 schreibt er T^vuüfei (Aristarch i^vvf)T€iv). 
Was er £ 661, wo Aristarch ßeßXrjKeiv hatte, las, ist nicht aus- 
zumachen. — r 262 liest er mit Aristarch ßrjcaTO (Z 229 dßficaTo) 
und Z 288, N 17 KaxeßriceTo; K 513 jedoch dneßricaTO, ebenso 
€ 352 diTTeßricaTO, B 48 und E 292 Trpoceßr|caTO, während Aristarch 
sich für l7T€ßr|C€T0 mit € entschieden hatte. — Kai kcTvoc Z 200, 
179, Ktti KeTvov TT 648, Kai KeTBi M 348, X 390 und wohl auch 
Kai K6T66V <t> 62 bietet der codex Eustathii gemäfs der Aristarchischen 
Vorschrift; aber «uch KÄKeiviü 45 und KÄKeiGi f 402 gegen die- 
selbe. — Aristarch unterschied genau zwischen oÖTUic und oiiriiüc; 
N 810 hatte er auTUJC, N 447, <t> 106 aber oÖTiuc bevorzugt Eusta- 
thios hat an allen drei Stellen aÖTiuc. — TTcXuiriboKOC ^ibr]C, nicht 
TToXuTTibdKOu, Schrieb Aristarch durchweg; Enstathios ist seinem 
Beispiel nur einmal V 117 gefolgt, an den anderen Stellen H 307, 
Y 59, 218 liest er TrcXuiribaKOU. — Mit Zenodot schreibt Eustathios 
ibr]c r 163, N 449, 32; aber A 203 fand er das AristarchiBche 
Xbx] in seiner Handschrift — In unsern Handschriften läTst sich ein 
fortwährendes Schwanken zwischen dvTioc, beziehungsweise dvrioi, 
und ävTiov wahrnehmen. Mit Aristarch liest Eustathios ävrioc Z 54, 
A 94, 694, ebenso fand sich wohl auch A 219 das hier von 
Aristarch beliebte dvTiov in seiner Handschrift. Aber A 663 liest 
er dvTioi und T 70 dvTioc, während Aristarch an beiden SieUen 
sich fUr ävTiov erklärt hatte. M 44 hat Eustathios beide Lesarten 
dvTioi und dvTiov, ohne dem Aristarchischen dvTiov den Vorzog zu 
geben; vermutlich las er auch hier dvrloi, was die Handschriften 
bieten. — Die Aristarchische Verbalform bi^T|iaT€V, nicht bi^TjiaTOV, 
weist die Handschrift des Eustathios an allen Stellen auf, vergl. 
A 531, H 302, M 461, TT 354; dagegen steht A 273 Suviov, wofür 
Aristarch Eiiviev las. — • Yfoc, beziehungsweise dvbpöc, if^oc, nicht 
doTo, schrieb Aristarch; Eustathios (vergl. A 393, T 342, Q 660) 
ist ihm überall gefolgt und bietet sogar Z 9 uToc if\oc, wo sämt- 
liche Handschriften (und ganz gewifs auch Aristarch) idio lesen. — 



Eastathios als kriidsche Quelle für den Iliastezt. 151 

A 106 und 108 treffen wir bei Eustathios die Aristai'chische Form 
elirac an; aber Q 744 liest er mit der Mehrzahl der Handschriften 
elrrec. — Es ist bekannt, dafs Aristarch im ganzen die augment- 
losen, von ihm als ionisch bezeichneten Verbalformen bevorzugte. 
Wie unsre Handschriften, so schwankte auch diejenige des Eusta> 
thios zwischen den Aristarchischen und den nichtaristarchischen Les- 
arten. Auf augmentlose Formen stofsen wir im codex Eustathii an 
folgenden Stellen: € 42ö, E 171, P 234, 279, C 100, 549, V 455, 
aber öfter noch auf die von Arittarch verworfenen augmentierten: 
A 15, B 751, r 415, 163, I 492, K 359, = 412, TT 290, 379, 
P 270, Y 84, 156. Im besonderen sei noch auf das Schwanken 
zwischen den Aristarchischen Formen ?\Ke, dcTr|K€i einerseits und 
den nichtaristarchischen €iXk€, €tCTr|Kei andrerseits aufmerksam ge- 
macht. ?XKe las Eustathios TT 406, aber A 457, TT 409, 504 etXKe; 
^CTrJKei M 446, P 139 (auch wohl 133), wahrscheinlich auch dcpecTrjKei 

V 106, aber mit Augment €kTr|K€i X 36 (ebenso wohl C 557, viel- 
leicht auch V 691) und ^q)€iCTr]Kei Z 373. Manchmal freilich hatte 
sich Aristarch gerade für die augmentierte Form erklärt; er las 
K 354, V 418, 433 ^TrebpafieTTiv und A 686 OücpeiXcT' ^v. Eusta- 
thios ist ihm an der ersten und möglicherweise auch an der letzten 
Stelle gefolgt, aber ¥418, 433 las er ^TTibpafi^TTiv. — Aristarch 
schrieb A 298, f 290, I 32 |Liaxrico)Liai, A 304 jLiaxr|caM^viu u. s. w. 
durchweg mit r\ ; die Handschrift des Eustathios schliefst sich aufser 
an den drei zuerst genannten Stellen auch noch £ 833, Z 32, <t> 498, 

V 621 dieser Schreibweise an, bietet aber auch die von Aristarch 
zurückgewiesenen Formen: |iax€Cca)Lidviu A 304, pax€c[c]djLievov 
r 393, )Liaxeccöpe9a H 377. — Aristarch pflegte hinter einem Sub- 
ject im Neutr. plur. das Prädieat im Plural zu bevorzugen. Ihm 
folgt Eustathios B 36 und 714, aber 137 liest er vermutlich 
qpuTev, N 28 ^Tvoiricev, TT 774 kruqpdXiHe, T 17 ^HecpadvOn, wo 
Aristarch 9UTOV, i^TVOiricav, ^CTuq)dXiHav, ileqi&avQev schrieb. 

II. Die Beziehimgen zn den übrigen Handscliriften. 

Wir lesen jetzt in unsem Iliasausgaben eine kleine Anzahl 
Verse, welche unsrer ganzen handschriftlichen Überlieferung völlig 
unbekannt sind. Es sind dies: 548 und 560 — 52; I 458 — 61; 
A 543; C 604/5 (von juetd bis qpopiLiiZuJV einschl.), zu denen man 
auch A 265 rechnen kann, da dieser Vers gleichfalls fast jeder hand- 
schriftlichen Beglaubigung entbehrt. Die Handschrift des Eustathios 
verleugnet ihre Verwandtschaft mit den übrigen SLandschriften nicht; 
auch in ihr fehlen diese Verse sämtlich, bis auf A 265 , den Eusta- 
thios möglicherweise kannte. — In betreff mancher Verse, die sich 
nicht in allen Handschriften vorfinden, schwankt unsre Überlieferung. 
Im codex des Eustathios stand der gröfsere Teil dieser zweifelhaften 
Verse, nämlich: 6 42, 67, 901; H 380; 6, 183, 224— 26; K 531; 



152 ^ftx Neamann: 

M219; N 255,316; 562; ü 381, 689/90; T 177; 0158; X 121; 
V 565, 804, 864; vermutlich auch B 558; K 191; P 685. Ob auch 
B 168; H 368/9; 277; Z 70; 481; P 219; 434; Q 693 
darin ßtanden, ist nicht auszumachen. Es fehlen dagegen bestimmt 
folgende Verse: B 206; 9 466 — 68; A 662; N 731; = 269; 
TT 614/15; Y 135, 312; 480, 510; Q 558, 790 und vielleicht 
auch N 749; Y 447. Zieht man die Handschriften ACDGHLS zur 
Vergleichung heran, so ergiebt sich nach den Angaben bei La Roche, 
dafs unter den eben aufgeführten 32 sicheren Fällen der codex 
Eustathii mit L 24, mit S 23, mit GHC je 19, mit D 14 und mit 
A 13 mal übereinstimmt. — Zu ähnlichen Ergebnissen gelangt man 
bei Betrachtung der etwa 80 Iliasstellen, an welchen zwei völlig 
von einander verschiedene Lesarten überliefert sind. Ich stelle die- 
jenige Lesart, welche Eustathios in seiner Handschrift hatte, voran 
und füge die andre in Klammem bei: 
B 82 dvi CTpaTUJ ('Axaiiüv). 

- 421 TTpoßdXovTO (dvdXovToY 
r 126 |iap)Liap^r|V (7rop9up^Tiv). 
A395 AuKoq)övTr|C (TToXuq)övTric). 

- 456 qpößoc (ttövoc). 
£492 Kpatepriv (xaXeiTTiv). 
Z 61 fxpeipev (TTap^ireicev). 

- 187 böXov (Xöxov). 

- 237 cpriTÖv (ttuptov). 
H 370 cxpaxöv (tttöXiv). 

35 el cij (Obc cü). 

- 50 KttTd (TTcpi). 

- 103 ÖTidZei (kdvei). 

- 116 ciYaXöevra (cpoiviKÖevTa). 

- 339 7T€7TOl6u)C (blU>KU)v). 

- 408 vorjcuj (kcv etiru)). 

- 463 diTieiKTÖv (dXaTTabvöv). 

1 317 briioiciv dn* (bri'oici ^ej*). 

- 324 b' dpa Ol (hl Ti ol). 

- 601 KÖKiov (xciXeiTÖv). 

- 674 d|iuv^|i€vai (dXei^iievai). 
K 88 etceai (rvibceai). 

- 159 ?TP€0 (öpceo). 

- 418 öccai Ydp (öccai judv). 
A 263 fbuv (fßav). 

- 459 ineX Xbov (öttuüc tbov). 

- 519 ik&aV (iTTTTOUC). 

- 733 biairpaO^eiv (biaß^aicai). 

M 90 ßri2d|i€V0i [KOiXrjc] iid vt]ucI MdxecOai (t€ {>f\U\v Kai 
dviTrprjceiv irupl vf^ac). 

- 131 TTuXdiwv (Oupdiüv). 



Eastathios als kritische Qaelle für den Iliasiext. 153 

N 42 'Axaioijc (dpicTOuc). 

- 331 baibaXdoici (XeuTaX^oici oder )Liap)LiaipovTac). 
= 222 (OTnOnc€[v] (jaeibncev). 

- 295 TipUÜTlCTOV (TTptÜTÖV Tiep). 

- 310 )Li€TdTr€iTa (fieTÖTTicOe). 

- 440 vöcqpi Kiövra (vöcqpiv Wvxa). 

- 453 iLiaxpöv ducac (inaKpd ßißdc6u)vj. 

- 485 TCV^cOai (Xm^cBai). 

114 b' fiTOC rfiba {bk 7rpocT|0ba). 

- 567 gpxei (fTX^O- 

- 681 biu)K€i (biTixai). 
TT 127 dpiD^jv (lujriv). 

- 706 TTpocdqpri [^KaepTÖc] 'AttöXXiüv (firea TTiepöevia irpoc- 

Tiuba). 

- 840 vfiac im [lies fm] (vf^ac dvd). 

P 42 out' dXKnC OÖT€ (fi t' dXKflC fi T€)- 

- 171 S) TTÖTTOl (l5 TT^TTOV). 

- 423 diaipou (^KdcTOu). 

- 607 b' dßöncav (b' ^qpößrieev). 

- 630 auTÖc dpr|T€i (Kuboc öndZei). 
C 86 djc ß(peX€C (atO' öcpeXec). 

- 431 fetiKCV (fbujKev). 

- 617 xeuxea KaXd qp^pouca irap' 'H9aicTOio fivaKTOc (xeOxea 

|Liap)LiaipovTa rrap' 'HqpaicTOio qp^pouca). 
T 102 CTrjBecci KeXeuei (cTr|9€cciv dviÖY^i)' 

- 390 TTÖpe (xdiLie). 

Y 185 KaXöv (keXöv). 

- 272 fieiXivov (xdXKeov). 

- 333 dvTi[a] TTtiXeiiDVOc u7Tep9u|iOio fidxecOai (dvxi 'AxiX- 

Xfioc TToXeiiiZeiv f\bi |idx€c9ai). 

- 486 vribiji (7rv€U|iOVi). 
<t> 11 Kaxd (irepi). 

- 73 Xiccöfievoc (q)ujvi^cac). 

- 246 Xi|ivric (bivTic). 

- 548 Kf^pac (xeTpac). 

- 610 dcTTaciiwc (dccuju^vuüc). 
X 195 dm (uTTÖ). 

- 201 uLic ßa (ac ö). 

- 357 fvboOi (dvl qppeci). 

- 441 TTopcpupdriv (papiLiap^Tiv). 

- 468 xie (ßdXe). 

y 27 Xijov b' uiprix^ac (Xuovro bk iniövuxac). 

- 84 dTpdqpTiiLiev (dTpd9Tiv irep). 

- 156 coi |Lidv (coi T<ip)- 

- 467 Kaid (cüv). 

- 605 beiirepov (ß^Xxepov). 



154 Max Neumann: 

V 662 ve^cGuj (qpep^cBu)). 

- 856 KXicinvbe (oIkov bi), 

Q 109 düTpuvecKOV (ÖTpiJVOuciv). 

- 231 KttXd (XeuKCt). 

- 322 Y^P^v HecTOÖ (Tcpaiöc iov), 

- 492 TpoiTiOev lövta (TpoiriOev jHoXövTa). 

- 636 TapTTOüfieGa (7rauciö|i€8a). 

- 760 öpive (?T€ip€). 

Nach den Angaben bei La Koche würde auch hier der codex 
Eustathii dem cod. L besonders nahe stehn, dessen Lesart er 50 mal 
unter 81 Fällen aufweist; dann würde G mit 46, C mit 43, S und 
D mit je 40, H mit 39 und A mit nur 26 Fällen folgen. Giebt 
man sich die Mühe, diese Untersuchung auf alle einigermafsen 
wichtigen Fälle, wo die Lesart schwankt, auszudehnen, so ist das 
Eesultat ziemlich dasselbe. Wieder stehen L und G mit ungefähr 
310 unter 620 Fällen voran, es folgen CD mit etwa 290, H mit 
280, S mit 270, und den Beschlufs macht wiederum A mit etwa 
200 Fällen der Übereinstimmung. — Damit wäre erwiesen, dafs 
der codex des Eustathios von dem Schlage unsrer gewöhnlichen 
Handschriften ist und mit dem eine Ausnahmestellung einnehmenden 
Yenetus A nur sehr geringe Ähnlichkeit zeigt. 

nL Besonderheiten der Handsclurift des Eustathios. 

Nicht alles Eigentümliche, was uns in den von Eustathios ge- 
gebenen Citaten auffällt, wird man der Handschrift desselben zur 
Last legen dürfen, sondern für vieles trägt sicher der sehr un- 
genaue und zur Paraphrase neigende Berichterstatter selber die 
Verantwortung. Diese Bemerkung gilt für alle Abschnitte dieses 
Teils, namentlich aber für den ersten. — Als Besonderheiten der 
Handschrift verdienen erwähnt zu werden: 

1. Das Vorkommen prosaischer Wortformen statt der 

dichterischen. 

Wir stofsen oft auf Formen des Relativpronomens, wo die an- 
dern Handschriften die entsprechende, ein Relativpronomen ver- 
tretende, Form des Artikels aufweisen, z. B.: oii für ToO A 249, 
dj für TUJ y 334 (zweifelhaft £ 746), 8v fUr töv K 404, 496 (viel- 
leicht auch B 820, = 490), Ol für toi A 8, M 251, V 241 (viel- 
leicht auch T 255), iLv für tujv N 634, oöc für xouc TT 547 (viel- 
leicht auch e 423); 6 für TÖ N 360, & für xd I 400, Y 180; fjc 
für Tnc B 448, f^v für Tr|v N 430, V 296, a\ für xai Z 287. Ebenso 
finden wir coi statt xo( A 541, H 52, I 98; Kai für \bi und t\bd 
B 511, 634, 635, 683; f[ für M K 481, Z 22, TT 591, Q 47; äv 
für Kd A 549, A 306, € 273, 484, Z 228, 196, 217, A 367, 
P 398; i\ für dvi T 63, € 612, H 241, I 423, 637, A 139, TT 461, 



EuBtathioB als kritische Quelle f9r den Iliastext. 155 

Q 84; elc für de 6 737, Z 338, 13, I 180, A 22, 706, Y 197, 
254, Q 97; dTPnTÖpaci für dTPnTÖpGaci K 419; K€K|iTiKÖTac für 
K€K|LiriÖTac TT 44; T€ IbeTv für t' Ibdeiv 453; fivbpa öpuu für 
&\^ 6p6uj Q 355 u. 8. w. ungemein httufig ist der Gebrauch des 
Fliffills statt des Duals, bisweilen (was übrigens auch in einzelnen 
der oben angeführten Fälle vorkommt) gegen das Metrum des Verses : 
ouc für TU) r 238; auToi für auTU) A 287; TipujTOi für rrpiÖTU) 
A 343; ot für TU) € 224; ävbp€C für fivbpe 6 303; dKC7Tac[c]d|i€V0i 
für dKCTiaccajLievuj H 255; ßXeqpdpoiciv für ßXeqxSpouv K 187, ^x]- 
poOc für iLiTipU) TT 125; vergl. noch: 6 487; 109; A 104, 782; 
M 131, 135, 400; N 48; E 208; V 492. Zahlreich sind auch In- 
finitivformen wie: boOvai statt böfievai A 380; biaßaiveiv statt 
biaßaivdfiev M 50; bajuf^vai statt ba|Lir|)Li€vai P 77; d|iuv€iv statt 
d|iuvd|Liev P 703 und Genitivformen wie TüpOT^pou statt TTpOTdpoio 
r 140, iT^pou statt iT^poio, 7ToXd)Liou statt ttoX^ilioio u. s. w. 

2. Verweolisltingen ähnlich lautender Wörtohen 

sind eine sehr häufige Erscheinung. So bietet die Handschrift: bi 
statt Ti A 20, I 242, A 254, 580, P 572, Y 203, * 288 und 
umgekehrt Te für W A 81, Z 115, K 439, M 452, N 42; ferner 
li für Ti Y 133, y 520; t^ für Td A 87, TT 28, 162; ti für Toi 
A 303, r 54, I 43, Q 172 und umgekehrt Toi für Ti 39; einmal 
auch Txji für Toi A 524; br] für hi I 511 (vergl. T 156) und um- 
gekehrt be für bf\ N 145, TT 81, 538; auch br\ für er)V K 104, 
ct> 568; fiv für fip' TT 305, C 252; ouk für oiib' I 372, N 104; Kai 
für Ki B 440; u. s. w. Auch hier kommen hin und wieder Verstöfse 
gegen das Metrum des Verses vor; und für manches wird man nicht 
die Handschrift, sondern Eustathios selber verantwortlich machen 
müssen. 

8. Anslassungen und Einsohiebtingen 

sind nicht selten, aber wohl zum gröfsten Teil durch Eustathios ver- 
schuldet. Besonders häufig fehlt tI B 459, T 287, A 487, € 332, 
545, H 30, I 41, K 146, 438, A 838, £ 276, TT 636, C 55, T 166, 
V 517; demnächst das apostrophierte p' 487, K 338, A 8, 619, 
N 85, P 728, 732, <t> 93, 115, 171 und fip* A 115, T 381, £ 748, 
Z 2, 392, M 305, N 584, TT 300; dann k^ A 792, TT 246, <t> 687, 
X 382, Q 664 und U A 251, 273, € 456, 492, N 1; auch fi 
T 327, X 266; selbst dv f 306, E 237; vii T 95 u. a. m. Nicht 
so häufig sind Einschiebungen: bi B 805, H 30, 324, <t> 147, V 729, 
841; T€ H 437, I 481, 489, K 542; offenbar auf Eustathios sind 
zurückzuführen: o\ 6 310, [ii\ Z 414, t^ H 456, Kai I 155, iv 
n 151, dH <t) 109, TÖ X 174. 

4. Umstelltingen von Worten 

lassen sich öfter beobachten: ttAvtiuv 7r€pU|Li|i€vai statt irepi irdvTUJV 
IjLi^evai A 287; S)c tu) statt tüü t* «Sc A 531; 9p^vac ?pu)c (falls 



156 Max Nenmann: 

EuBtathios dies wirklich in seiner Handschrift fand) statt ^pu)C qppe- 
vac r 442; Toccdb* dir' fiinaTi ludpiuepa statt Toccdbe ju^pjaep' in* 
f\\xaT\ K 48; ?Xr) vfiac statt vfiac Ür] A 315; vöv böc jiioi statt böc 
vöv jLioi Z 198; GepdTTOVTec "Aprioc statt "Apeoc GepaTTOVie 1(|47; 
dv TTpuüTiu 6|aiXiü statt ttpuütiu dv 6|aiXijJ Y 173; vielleicht ^uch 
jLieciu CToic ?pKei statt cxac indciu ?pK€i Q 306. Ein Beispiel ftir 
eine Versumstellung findet sich A 53/54; Eustathios las Vers 54 
vor 53. Eine zweite Versumstellung — H 241 vor 240 — ist auTser 
bei Eustathios auch noch im cod. D nachzuweisen. 

5. Eigentümliche Wortabteilungen 

sind nicht allzu selten, so: \xr\bi Ti statt |nr]b' It\ f 407; dXXd ye 
statt dXX' ä^e A 100; TeipaqpejLiev statt t€ Tpaqpdjuev H 199; 
T€Tevoi|Lie0a statt ye Tevoi|ae0a N 485; duKpivac statt iv Kpivac 
TT 199; hk &xr] statt b' dd^ri P 607; jxe ti qprmi richtig statt des 
von den codd. gebotenen falschen jii' It\ q>r]\xi Y 361; |bi€TaTTcXoc 
statt jli€t' fiTT^Xoc u. s. f. 

6. Eigenartige Lesarten 

sind in Menge vorhanden. Es sollen hier nur die merkwürdigsten 
aufgezählt werden. A 207 T€Öv jiidvoc (statt TÖ cöv ji^voc), 449 
ouXoxwTac TTpoßdXovTO (statt dvdXovTo), 533 ?7tovto (statt dvdcTavV 
593 bd luoi GujLiöc (statt b* fii Gujaöc); B 375 f0r|K€V (statt dbu)K€v\ 
486 diO|aev (statt dKO\JO|Liev); f 16 ToTciv jiidv (statt Tpuiciv jiidv), 
241 7TÖV0V (statt jLidxnv), 302 fi)c fcpar' (statt &c fcpav), 400 Ttpo- 
Tdpwv (statt TTpoTdpu)); A 48 Gujiiöc (statt ßuijLiöc), 230 KataKOi- 
pavdovTa (statt biaKOipavdovTa); 6 8 iLce (statt lipce), 263 ittttoic 
(statt iTTTTUiv), 406 Kttl Kttid GujLiöv (statt Tubdoc ulöc), 749 aÖTÖ- 
jLiaTOi (statt auTÖjLiaTai); Z 91 jiieTdpoici (statt jbieTdpip), 106 
jLiaxdecGai (statt jiiaxdcacGai), 520 vermutlich i^jueißet* fireita juidTac 
(statt dTTttjLieißöjLievoc TTpocdqpri); H 391 bOuceiv (statt böjbievai); 
6 144 qpdpTaroc (statt q)dpTepoc), 1837Tepi Kairvifi (statt uttö Kairvoö), 
319 fx^iv (statt dXeiv); I 187 dpTupeoc Cu^öc (statt dpTupeov £u- 
TÖv), 226 eljLidv (statt ^jiidv), 313 ßdZei (statt cTinj), 514 cpp^vac 
(statt vöov), 584 KaciTvriTOi (statt KaciTvr|Tai), 703 öpivij (statt 
dviJüTri); K 53 Atavie (statt Atavra), 182 ?KacToc (statt TidvTcc); 
A 76 dv ccpoTciv jueidpoic dKdGriVTO, f vGa (statt ccpoTciv dvi |i€Tdpoici 
KttGriaTO, fjxO, 229 TTepKUüTrn (statt TTepKtüTijl 402 7Tapd|ii|LiV€ (statt 
TrapdjLieive), 502 auTÖc jiidv (statt "Gktujp judv), 781 ö|i|i' ä|ui|biiv ?it€- 
cGai (statt ömn' Sjli' girecGai), 785 b' 6 Traxrip (statt b' aöG' iLb'); 
M 143 wohl Teix€i (statt leixoc), 353 b' dp' dir' AldvTCCCi (statt 
b€ Ttap' AldvT€CCi); N 79 |Liai|au)uj (statt luevoivtüU)), 202 'OiXiidbiic 
(statt 'OiXidbric), 238 iroXeiuiCeiv (statt jLidxecGai); E 9 dfioc (statt 
doTo), 234 dMeO fTtoc (statt d|Li6v), 314 vOv b' dyc (statt v&i b' 
St')» ^^7 TtpÖTcpov (statt Ttpoidpri); 68 TraucajLidviii (statt iraucd- 



Eastathios als kritische Quelle für den Iliastext. 157 

jLievov), 616 vermutlich TiXeiov' 8|aiXov (statt tiXcTctov), 645 utt* 
dcTTiboc (statt dv dcmboc), 660 ciriGeci (statt cirjOei), 745 6H\ 
boupi (statt ÖH\ x^Xkä oder ^yxei luaKpip); TT 84 fipoio (statt 
öpriai), 150 T€K€TO (statt ?T€K€), 240 ?T€pov(?) 7T€|aiiiUj (statt ^la- 
pov jr^luTTUi); C 596 elxov (statt eiai'); T 30 tOüv (statt tuj), 339 
^XeiTTOV (statt ^Xeme); Y 168 öb6vTU)v(?) (statt öböviac), 196 k^ 
XojLiai (statt KeXeüiü), 302 jLi6pi|aov (statt des falschen jLiöpci|nov\ 
488 Tp^ipavTa (statt CTpeipavTa); O 138 djniivr) (statt dXdXKOi), 
224 TOiJC b' Oll (statt TpOüac b' oii), 229 ßouXr|V (statt ßouXdc), 
280 d^aGöv |a€V . . ., dToGöc bi (statt dToGöc jnfev . . ., d^aGöv b^), 
446 TTÖXiv Kai (statt ttoXiv tt^pi), 479 Kubpri (statt alboiri); X 101 
flTnc^cötti (statt fiTncacGai), 235 TiinrjcecGai (statt Ti|nr|cac0ai); 
¥ 197 vielleicht TTUpfj (statt TTUpi), 345 oÖTOi (statt o\)b€), 390 itt- 
7T0UV (statt iTTTTOiciv), 583 ^x^v (statt ^x^)» 621 jLie|naxr|ceai (statt 
T€ |Liaxr|ceai) ; Q 48 6bupö|Li€voc (statt 6bupd|aevoc), 238 dviirrujv 
(statt dviccuiv), 328 öXoqpupdjuevoi (statt öXoqpupöjiievoi), 361 |H€t^- 
eiTte (statt Ttpocdeme). 

Das Ergebnis dieses ersten Teils wäre demnach folgendes: 
Eustathios benutzte eine Iliashandschrift, welche trotz mancher Be- 
sonderheiten unsem noch heute vorhandenen Handschriften mit Aus- 
nahme des Yenetus A, namentlich aber den codd. LG, im wesent- 
lichen glich und durch die kritische Thätigkeit Aristarchs nicht mehr, 
eher sogar weniger, berührt war, als die andern Handschriften. 



Zweiter Teil. 
Die Varianten. 

Da Eustathios bei Abfassung seines Commentars, wie sich von 
selbst versteht, zahlreiche Quellen und Hülfsmittel, von denen weiter 
unten die Rede sein wird, benutzte, so kann die auüserordentlich 
grofse Zahl der von ihm gegebenen Varianten nicht befremden. 
Man wird freilich nicht überall, wo sich zwei Lesarten neben einander 
vorfinden, das Vorhandensein einer Variante annehmen. Häufig sieht 
sich Eustathios bei Erläuterung einer Stelle genötigt, dieselbe mehr- 
mals zu erwähnen; und die dabei mit unterlaufenden, oft recht ge- 
ringfügigen Textunterschiede sind in der Regel ihm zur Last zu 
legen. Ebenso wenig ist jede Besonderheit der bei Eustathios so 
häufigen Citate und jede Abweichung derselben von dem Text seiner 
Handschrift ohne weiteres als Variante zu stempeln, da Eustathios 
doch wohl aus dem Gedächtnis, jedenfalls aber ungenau citiert. An- 
ders wollen freilich Abweichungen in solchen Citaten beurteilt werden, 
welche Eustathios in den von ihm benutzten Quellen vorfand. 

Bevor wir uns mit den eigentlichen Varianten beschäftigen, 
sollen erst die doppelten Lesarten, die keine Varianten zu sein 



158 Ma2 Neumann: 

brauchen and es nur in seltenen Fällen wirklich sind, Berücksichtigung 
finden. 

Doppelte Lesarten, welche nahe bei einander stehn und durch 
keine Bemerkung des Eustathios als Varianten ausdrücklich gekenn- 
zeichnet werden, sind fast immer nur Erscheinungsformen ein and 
derselben Lesart, die sich aus ihnen meist mit Bestimmtheit fest- 
stellen läfst. Wenn B 180 q)iJüTa and fivbpa, A 309 Xaiöv und dv- 
bpOüV, 483 ?7T0V und ?7T0VT0 (gegen das Metrum!), TT 43 dvd7TV€DCic 
und dvdTTaucic (gegen das Metrum!) neben einander erscheinen, so 
wird es nicht schwer sein zu entscheiden, was Lesart und was Para- 
phrase dieser Lesart ist. Ähnlich sind Fälle wie: H 302 dpGjLir|CaVT€ 
und dp0jLir|cavTec, 289 toi and coi, I 97 C€0 und coO, 387 bö- 
jLievai und boOvai, K 185 bi' öpecqpi und iv öpecqpi, A 44 dir' aö- 
TÖqpiv und dir' aurOüV, 515 dKTdjiiveiv und dKidjuveiv, E 6 Xoetpd 
und Xouipd, 168 Tfjv b' und f^v, 32 t^v ti [lies xoi] und e! coi, 
TT 64 uj)Lioiiv and ujjlioici, 218 GuiprjccecGov und 6ujpr|CC0VT0, 556 
vOv cqpoiiv und vOv ujuiv, O 59 ttoXcTc und ttoXXouc, 563 ttöXioc 
und TTÖXeuJC und viele andere zu beurteilen. Aufser solchen ab- 
sichtlichen Textänderungen, welche zur Entstehung scheinbarer Va- 
rianten Veranlassung gegeben haben, giebt es zahlreiche andere, die 
den Eindruck der ünabsichtlichkeit und Zufälligkeit machen; ja 
nicht selten wird man versucht sein zu glauben, dafs nichts die Nach- 
lässigkeit und üngenaaigkeit des Eustathios, sondern die Überliefe- 
rung des Textes seiner TTapcKßoXaC dieselben verschuldet habe. 
Solche Fälle sind z. B.: B 804, wo neben dXXiüV auch dXXq) als 
Lesart auftritt, H 285 auTÖc, daneben auch outoc, 6 223 djiiqpo- 
idpujce, daneben d|nq)OTdpuj0€V, 507 cTtöv t', daneben ciTOV b', 509 
iKr], daneben koi (und ähnliche Schwankungen öfter), I 39 cii TOi, 
daneben oö Ti, 131 f^v tot', daneben f^v ttot', K 385 Tiq b', daneben 
TTrj br| gegen das Metrum, A 305 CTuqpeXiHei, daneben CTuq)€Xi2l€i, 
392 TteXeTai, daneben iT^T€Tai, M 150 dK 0u|aöv ?Xr|Tai, daneben 
diTÖ 9u|növ ^XriTtti, E 95 bd C€u, daneben bi. ce, P 170 femec, da- 
neben ^eiTtac, 270 fjxöcxipe, daneben TJxOnP^, O 24 jiidXa youp T€, 
daneben ydp Ti, 76 TipOuTOV, daneben irptüTiiJ, 482 CTiicecGai, da- 
neben CTr|cac9ai, 492 Tax^ec, daneben Tax^uic, X 351 dpücacGai, 
daneben dpiicecGai, V 231 ^T^pujce, daneben ^Tdpu)0i a. a. m. Oft 
wird auch durch die von Eustathios so sehr beliebte AuslassuBg 
kleiner Wörtchen der Schein hervorgerufen, als lägen zwei Lesarten 
vor. Dies trifft z. B. an folgenden Stellen zu: 6 238 TÖvbe b' und 
Tövb', Z 260 bk [so! nicht bi] k auTÖc und bk auTÖc, H 101 v^be 
b' dytüv und Ttu bk i-^by/, 117 dbeirjc t' dcTi und dbeirjc dcTi, 
504 XücaG' utt' dH und XiicacG' ih, K 362 6 be T€ irpoG^ijci und 
6 bk TTpoG^rjci, A 838 ttuic t' dp' und ttiüc dp', TT 40 böc bi jLioi 
und böc jioi, C 260 vfidc y* aipTidjuev und vf^ac alpiid|Li€V u. s. w. 
Auch durch Wortumstellungen und Wortabteilangen wird die gleiche 
Vorstellung erzeugt, so: TT 203 XÖXiu dpa c' fTpccpe und daneb^ 



Eiutathios als kritiacbe Quelle för den IHastert 159 

X6>kv ^€ ^P^ Q ^öö v^oc XWTO und x^TO v6oc; Beispiele für Wort- 
abteilungen: 6 634 ivQab' dövri und dvOdbe övri, A 169 [bi] Tta- 
Xdcc€TO und b' diraXdicceTO, 178 b' dqp^ßovro und bi qp^ßovTO (und 
Shnlich öfter), 622 crdvTe und cidv re, Y 471 öcce KaXuipe und 
Äcc* dxdXuiiie, Q 137 dXX' &fe brj und dXXd fe brj u. s. w. In 
solchen Fällen ist es natürlich kaum auszumachen, was Eustatbios 
eigentlich in seiner Handschrift las; auch sonst wird man bisweilen 
darttber im Zweifel bleiben, so: 137, wo q)ÜT€v und qpuTOV, A 724, 
wo inipt>€€.v und dTT^ß^eov, V 61, wo KXuCecKev und KXuCecKOV 
überliefert ist. — Wirkliche Varianten liegen möglicherweise an 
folgenden Stellen vor, so auffällig es auch ist, dafs Eustatbios dies 
mit keiner Silbe andeutet: F 434 irauecGai (mit Aristarch), aber 
auch TraucacGai, I 493 Geöc (das bedeutet: Geoi) tövov dHei^Xeiev 
(d. i. dEer^Xeiov) und [6€0i Tdvov] dH€T^Xec[c]av, K 59 dTTeTpdiTO- 
lUv T€ M^i^iCTtt und T€ qpuXdcceiv, 115 e? tt^p }X0\ (mit Aristarch) 
und €l Ktti jbioi, 694 ömc[c]u) und (mit Aristarch) ömcGev, P 105 
q)^pT€pov und qp^praTOV, vielleicbt auch Q 418 GeioTo und GtioTo 
(so Aristarch). — Eine weit gröfsere Ausbeute an Varianten ergeben 
die vielen Citate, die aber, wie schon oben bemerkt, sehr ungenau 
sind und unzählige beabsichtigte oder unbeabsichtigte Textänderungen 
aufweisen. Charakteristisch sind auch hier der Gebrauch prosaischer 
Wörter und Wortformen statt der dichterischen, Auslassungen und 
EinSchiebungen von kleinen Wörtern, Umstellungen und viele andre, 
manchmal geringfügige, aber oft auch recht bedeutende Umgestal- 
tungen des Textes. — Beispiele des Gebrauchs prosaischer Wörter 
und Wortformen statt der dichterischen: 

Es steht im Text: dafür im Citat: 

B 684 hk KaXeOvTO b' ^KaXoOvTO 

r 279 8 TIC k' ^TTiopKOv öjLiöccr) 8c Tic dTTiopKOV öjnöccei 

H 238 ßiijv ' ßoöv 

A 431 'iTTiracibqci 'liTTracibaici 

- 438 jLiixGr||Lievai jiiiTnvai (gegen d. Metr.!) 
M 213 dTopeud|Li€V dTopeiieiv 

- 338 duTT) ßori (gegen d. Metr.!) 
£261 dZicTo aTbcTO 

567 gpK€i T€iX€i 

P 547 f\me ibc b' 8t€ 

T 261 ^TTeveiKai ^TreveTKeTv 

Y 234 TÖv Ktti öv Kai. 

Auslassungen. 

Es steht im Text: dafür im Citat: 

A 460 jLiripoiJC t' dH€Ta|aov jiiTipouc iHia\xoy/ 

H 117 dbeirjc t' dcTi dbeiric dcTi 

- 364 Ktti Jt' oTKoeev Ka\ oTkoG€V 



160 



Max Nemnann: 



203 'GXiKnv T€ Ktti AlTcic 
E 255 Kötüv b' eö vaiOjLi^vriv 
TT 40 böc bi jLioi 
Q 546 ttXoutuj tc Kot 



'6X1KTIV Ktti AlToic 
Köujv €Ö vaiojLi^vriv 

böc JLIOI 

ttXoutuj Kai. 



EinSchiebungen. 

Eß steht im Text: dafür im Citat: 

K 39 MH oö TIC jLiri ttotc oö Tic (gegen d. Metr.!) 

E 168 ou Geöc öXXoc oö Tic Geöc äXXoc (geg. d. Metr. 1) 

T 166 bfe TOuvaT* lövTi bi, o\ ToOvaT' lövTi (g. d. Metr.!). 



Umstellungen: 
Es steht im Text: dafür 



im Citat: 



vöv br\ 

oltüGri bk jLidxr] 

(ip0|LiricavT€ bÜTjuaTev 

TTOXXOI ?7T€C0V 7Tpr|V€Tc T€ KOl 



ÖTTTIOI 



B 330 br\ vOv 

Z 1 TptüUiv b' oiiuGri . . . qpuXoTTic 
H 302 bi^TjuttTCv (ip9|Lir|cavT€ 
A 179 TToXXoi bk TtpriveTc t€ Kai 

ÖTTTlOl fK7T€C0V 

452 iiTTepObricav [bi, o\] ittttoi Tttttoi b' uireptüricav. 

Sonstige Umgestaltungen des Textes in den Citaten. 

Aufser verhältnismäfsig geringen Abänderungen, wie: 

im Text: 
A 486 dirl iiia|Li(ieoic(iv) 



529 d7Tۧ^ilicavT0 
B 138 aÖTtüc 

- 198 8v b' aö 

- 426 (i|H7T€ipavT€C 

- 494 TTrivdXeuic Kai ArjiTOc 

fjpxov 

r 1 ?KaCTOl 

- 83 Top Ti 

A 142 ITTTTUiV 

6 408 TTOTi Touvaci 

Z 470 dir' ÄKpoTdTTic 

I 529 t' djLidxovTO 

K 187 &nö ßX€q)dpoiciv öXtüXei 

A 385 K^pa drXad 

M 38 icxavöuiVTO 

- 208 ÖTTUÜC 

- 258 KOI ^peiTTov 
N 745 dTTOCTricujVTai 
£229 "AGou) 

80 8t' fiv diEfl oder 6t' 
dvaiHr) 



dafür im Citat: 

dv ipajLidGoic 
direß^iJüovTo 

OÖTUJC 

8v b' öv und 8v dv 

d|Ll7T€ipaVT€C 

TTriv^Xeoc Kai Ai^itoc fjpxc 



?KaCTOC 

ydp TOI 

tlTTTOU 

dv TOiivaci 

dir' dKpOTdTTlC 

T€ jLidxovTO (und ähnlich öfter) 

U7TÖ ßXeqpdpoiciv ÖXuiXc 

Kdp' dyXad 

IcxavöujvTai 

ujc (gegen das Metrum) 

KttTripeiTTOv (gegen das Metrum) 

diTOCTricovTai 

''AGuio (so! gegen das Metrum) 

6t' dvaXi^Hei (so! Sicher Text- 

Verderbnis und in öt' dva(E€i 

zu bessern.) 



Emtathioi als kritische Quelle fflr den lUastexi 



161 



137 ouKi 


oöxi 


TT 28 djbicpiTT^vovTai 


d|Liq)€Tr^vovTO 


- 453 Xiinj 


Xi7T€ 


- 753 ir\ T€ 


Ik T€ 


C 352 KdXui|iav 


KdXui|iev 


Y 166 dTpöjLievoi 


dTp6|H€voc 


V 318 7T€piTiveTai 


TTapaTiveTai (sicher liegt auch 




hier eine Textverderbnis vor), 



finden sich oft vollständige Umgestaltungen und förmliche ümdich- 
tungen des Textes, denen man es anmerkt, dafs sie auf Gedächtnis- 
fehlem des Citierenden beruhn, z. B.: 



im Text: 



dafür 



im Citat: 



A 186 

- 301 
B 231 
r 197 

- 408 
G359 

H241 

- 364 

282 



CTv^ivi bk Ktti fiXXoc 
oiJK fiv Ti q)epoic dveXtüv 
8v Kev iy\h brjcac &^&fU) 

dpV€H|l |HIV 

dXX' aiei 

KÖ|LllCai T^ |Ll€, böc hi. |HOl 
17T7TOUC 

oiba b' dv [so!] CTttbiTi 
briiiu |aeX7T€C0ai "Aprii 

Kttl ?t' OIKO0€V fiXX' eTTl- 

GeTvai 

(vgl. A 797) ai k^v ti 

q)6u)c AavaoTci T€vr|ai 



I 433 (vgl. A 557) irepi Tdp öie 
VTiuciv 

A 162 Ti'^ccci [so!] TToXu qpiX- 
T€poi f\ dXöxoiciv 

- 653 €Ö bk cu okea 
O 137 jndpipei b' ^Heiric 
TT 250 ftiüKe Trairip 

- 418 TidvTac diTaccuT^pouc 

Y 371 Kttl ei TTupi 

X 45 ^TTi TTiXebaTrdtüv 

- 431 T^KVOV, ^Y^ beiXr) ti vu 

V 712 kXutöc ^pap€ t^ktujv 

Q 232 fqpepev biKa TrdvTa Td- 
XavTa 



Sqppa TIC CTUT^rjCi Kai dXXoc 

ouK dv Ti 2Xoic 

8v K€V ifOj d^dTOiiuii 

Kpilf) JLIIV 

dXX' &ye bf] 

k6|HIC0V bi JLIOI 17T7TOUC 

oiba b* ^Tiwv dvi CTttbir] jli^X- 

TiecGai "April 
Kttl oTkoGcv dXX' ^TTiboOvai 

aX K^v Ti q)6ujc (oder qpdoc) Aa- 
vaoTci T^voio, auch ai k^v ti 
(oder TOi!) qxSiüC ^Tdpoici yi- 
vr\a\ (oder t^voio) 

Ttapd Tdp bie vauciv, was aus- 
drücklich mit dbebiei Ttapd 
TaTc vauci erklärt wird. 

olujvoic [ttoXu fehlt] qpiXTepoi 
^k TuvaiHi 

oIcGa Ka\ auTÖc 

jndpiiTiüv ^Heir|C 

bUJKe 0€ÖC 

TToXXoijc diraccuT^pouc 
oub' ei TTupi 
in' dXXobaTrdtüV 

T^KVOV djLlÖV, TI VU 

coqpöc f^pape t^ktiuv 
[?q)ep' fehlt] ^vv^a TidvTa Td- 
XavTa. 



So mifstrauisch man im Hinblick auf derartig verstümmelte 
und entstellte Citate sein mag, so wird man sich doch auch der 

Jahrb. f. claM. PhiloL Suppl. Bd. XX. 1 1 



162 



Max Neamann: 



Einsicht nicht verschliefsen können, dafs in manchen Fällen, nament- 
lich wo Eustathios die Citate ofifenbar seinen Quellen entnommen hat, 
wirkliche Varianten darin enthalten sind. Manchmal bezeugt dies 
Eustathios selber, indem er die abweichende Lesart des fraglichen 
Citats am gehörigen Ort als Variante verzeichnet; so finden wir: 



im Citat: 
B 64 TTuXr]T€v^oc 

r 301 jiiTeTev 

E 168 Töv Cd. i. Töv b') ou 0€Öc 

TT 636 ßoujv T* euTTOiTiTdtüv 



- 660 ßeßXrm^vov 
P 570 feriKCV 

C 576 ^obaXöv [so! lies ^aba- 

Xöv] 
O 387 6|idbuj 
X 100 TTpOüToc dXeTX^ilv Ava- 

0r|C€i 
Q 367 fxovTQ 

- 546 Till 



im Text: 

TTuXoiT€V^oc mit TTuXiiT€vr|C als 
Variante. 

ba|Ll€T€V f\ |LllT€l€V 

TfjV b' oü 0€ÖC mit TÖV b* oö 

Geöc als Variante 
ßOUJV €Ö TTOlTlTdUiV f\ €UTroirjTdu)V 

mit ßoüüv t' €Ö 7T0ir]Tdu)v als 
Variante. 
bebaiTji^vov f\ ßeßXr]jLi^vov 

dvflKeV f\ f0r|K€V 

^obavö V mit ^abaXö v als Variante. 

TTttTdTlU f\ ÖjLldbl}) 

7TpU)T0C f\ TipiüTOV dX€TX€i»lV KQ- 

Tax€U€i f\ dva0r)C€i 
ÄTOVTa f\ fxovTtt 
„Tüjv" . . . {^ Kttl £XXu)c bfxa ToO 



V „TUJ 



tc 



AaCser diesen durch das ausdrückliche Zeugnis des Eustathios 
beglaubigten Varianten sind auch noch folgende den Citaten ent- 
nommene Lesarten als unzweifelhafte Varianten zu bezeichnen: 



A 281 ö Te 


im 


Text: öb€ 


- 324 btüujciv 




,, bOüijciv 


- 533 dv€CTav 




„ ?7rOVTO 


r 183 bebjLiriaTo 




„ bebjLiTiaTai 


6 228 TÖvb€ 




„ TÖV T€ 


111 f\ Kttl 




„ ei Kai 


K 55 a! Ke 7T(0r|Tai 




„ a! K* d0dXi3Civ 


E 475 0UJLIÖV 




„ 0U|Lllij 


203 CTpCTTTttl bi TOI 




„ CTpeiTTai jLl^V T€ 


X 59 iXiviCoy f\ dXdaipe 




„ dX^r]cov 


V 180 TeTcXecjLi^va &c irep utt- 




„ TeX^U) S 7TdpOl0€V UTT- 


icTr\y 




dcTrjv 


Q 697 v^Kuv ÄTOV 




„ V^KUV (p^pOV 


Von Lesarten, welche Citaten entstammen, dürften auDserdem 


noch Varianten sein: 






A 298 jiax^ccojLiai 


im 


Text: jLiaxrico|Liai 


B 198 brjjLiou dvbpa 




„ brjjLiou t' ävbpa 



Enetathios als kritische Quelle fSr den Diaatext. 



163 



r 51 bucjLiev^ci [so!] ju^v 




im Text 


: buC|bl€Vd€CCl jLldv 


- 158 dibK€i 




n 


f0lK€V 


-193 K€(paXr|V? 




»1 


Ketpakfji 


A444 |n^c[c]ov 




»» 


jndcciu 


H 324 Möeov 




'j 


jLlflTlV 


- 474 auToTci 




11 


auTTici 


87 dt7r^T€|LlV€ 




11 


dirdraiLive 


- 163 dvTiT^TuHo? 




9} 


dVT€TdTuH0 


K 211 TttOrd T€ 




tt 


TaÖTd K€ 


- 298 dvd t' fvTca (sonst 


; frei- 


iy 


bid t' fvTca 


lieh als Lesart 


nicht 






nachweisbar) 








A 103 iövre 




77 


dÖVTttC 


- 597 NnXnioi 




11 


NnXriiai 


- 688 öcpeiXov 




11 


öqpeXXov 


M 243 djLiuveceai 




11 


djLiuvacGai 


N 288 T<ip K€ 




11 


Tdp Kai 


z: 141 b€pKO)Ll^VlU 




11 


bepKOjLl^VGU 


- 229 4bucaTOod.dbuc€To( 


[sonst 


11 


dßt^caio 


als Lesart nicht 


nach- 






weisbar) 








TT 28 Touc |niv IriTpoi 




11 


TOUC ixiv T* InTpoi 


C 612 d^pT€i 




11 


fepTev 


Y 250 dTiaKOucijc 




11 


dTTttKOUCaiC 


V 362 Vttttoici 




11 


tTTTlOUV. 



Die eigentlichen Varianten. 

Gegenüber der grofsen Masse der eigentlichen Varianten ver- 
schwinden die wenigen bis jetzt erwähnten vollständig. Unter eigent- 
lichen Varianten verstehe ich solche, welche Eustathios bewufst und 
ausdrticklich als von seinem Text abweichende, oder unter Umständen 
auch mit demselben übereinstimmende, Lesarten kenntlich macht. 
Dieselben entstammen sämtlich den zahlreichen Quellenschriften, die 
Eustathios zur Verfügung standen und zum gröfsten Teil auch uns 
noch zur Verfügung stehn. Damach würde sich eine Einteilung 
empfehlen in L Varianten, deren Quellen wir noch besitzen, und 11. 
Varianten, deren Quellen wir nicht mehr besitzen. Eine III. Gruppe 
würden die eine Sonderstellung einnehmenden Varianten mit rj bilden. 



L Varianten, deren Quellen wir nocli besitzen. 

Zum Glück sind wir für die meisten und wichtigsten der auf 
Textkritik bezüglichen Angaben des Eustathios nicht auf diesen allein 
angewiesen, sondern in der Lage, die von ihm benutzten Quellen 
noch heute einzusehn und nach denselben seine Excerpte zu con- 

11* 



164 Max Neamann: 

trolieren. Die meisten derselben sind aus Scholien geflossen; aus 
andern Quellen rühren nur wenige her. Von diesen soll zuerst die 
Rede sein. 

1. Die nicht aus Soholien stammenden Varianten. 

Die in textkritischer Beziehung wichtigsten Quellen des Eusta- 
thios sind, von den Scholien abgesehn, Strabo, Herodian und Ste- 
phanos Byzantios. Den Geographica des Strabo verdankt Eustathios 
eine nicht unbeträchtliche Zahl Varianten, deren Wert — vergl. das 
von Ludwich Aristarch I p. 67 ff. über derartige Lesarten gefällte 
Urteil — allerdings ein sehr geringer ist. Höher im Werte steht, 
was Eustathios aus Herodian entlehnt hat. Nach Lentz praef. p.CCXV 
besafs Eustathios noch einige Schriften Herodians, namentlich irepl 
xaGoXiKTic TTpociubiac, Tiepi 6vo|adTUJV, nepi prmdTUJV, so dafs er 
nicht allein auf die Angaben des fleifsig von ihm benutzten Choiro- 
boskos und des Stephanos angewiesen war. ^) Des letzteren Ethnica 
(vergl. Westermann praef. ad Steph. p. XVff.) benutzte Eustathios 
nicht nur in dem noch heute vorhandenen Auszug des Hermolaos, 
sondern auch in ihrer für uns verlornen umfangreicheren ursprüng- 
lichen Gestalt. Aufser Strabo, Herodian nebst Choiroboskos und 
Stephanos verdient als Quelle des Eustathios eigentlich nur noch 
Athenaios erwähnt zu werden, der (vergl. Kaibel praef. ad Athen, 
p. XIV und Schrader Porphyrii quaest. Hom. ad IL p. 378) ihm auch 
nur in einem Auszuge vorlag, welcher der uns erhaltenen Epitome 
sehr ähnlich war. Neben den genannten kommen einige andre Quellen, 
denen Eustathios gelegentlich einmal eine Variante oder textkritische 
Notiz entnahm, kaum noch in Betracht; es sind dies Plutarch, das 
Etymologicum magnum, ein Lexicon rhetoricum und wohl kaum 
Longinos. 

a. Strabo. 

Aus Strabo, der zumeist als 6 tcuJTpäcpoc citiert, doch bis- 
weilen (vergl. B 507, 508, 562, 581, 592, 677) auch ohne Quellen- 
angabe von ihm ausgeschrieben wird, hat Eustathios namentlich zum 
Schiffskatalog, aber vereinzelt auch zu andern Teilen der Ilias, zahl- 
reiche Excerpte gemacht, von denen folgende textkritische Fragen 
behandeln : 

B 507 (Tdpvnv statt "ApVTiv) = Strabo (edd. Mueller-Duebner) 
p. 355, 2 ff. 

B 508 ('Icov etc. statt NTcav) = Str. p. 348, 3 ff. Zu bemerken 
ist, dafs Eustathios mit einem Teil unsrer Strabohandschriften Orj- 
pdc, nicht Oapdc, las. 

B 532 (Bnccav, nicht Bf^cav) = Str. p. 366, 5 ff. 

1) Von dem dritten wichtigsten Hülfsmittel, dem Eustathios seine 
Kenntnis Herodianeischer Lesarten hauptsächlich verdankt, den Scholien, 
wird weiter unten die Bede sein. 



Eustathios als kritische Quelle für den Iliastext. 165 

B 558 (betreffend den von Solon und den als Erwiderung darauf 
von den Megarensem hinter 557 angeblich eingeschobenen Vers) = 
Str. p. 338, 33 ff. und p. 339, 4 ff. Eustathios scheint den Vers 557 
auch an der zweiten Stelle (Str. p. 339, 6) ATac 5' ^k CaXajuTvoc 
äfev buGKaibcKa vfiac (ebenso die Aldina, vergl. auch Plethon) ge- 
lesen zu haben, während unsre Strabohandschriften öy^v veac, ^k T€ 
TToXixvTic bieten. Statt Tpmöbujv T€ in dem Vers der Megarenser 
(Str. p. 339, 7) schreibt Eust. TpiTToböc le. 

B 562 (vf^cöv T* AiTivav statt oi t' fxov AiTivav) = Str. 
p. 322, 27 ff. 

B 581 (Kr]TU)eccav, Kaietdeccav) = Str. p. 315, 22 ff. 

B 592 (duKTiTOV AiTTU oder 'GOktitov aiTTii?) = Str. p. 300, 19 ff. 

B 677 (KaXiifAvac statt KaXubvac) = Str. p. 420, 14 ff. 

B 682 fAXov und 'AXiouvra statt ''AXov) = Str. p. 371, 37 ff. 
Die Schreibung der Strabohandschriften "AXov mit Spiritus asper 
wird durch Eustathios ausdrücklich für Strabo bezeugt. Ein Mifs- 
verständnis dagegen ist es, wenn Eustathios ^AXioGvTa als Variante 
zu "AXov anführt; nicht für "AXov (oder "AXov), wo es metrisch 
unmöglich ist, sondern für 'AXötttiv wurde nach Strabo von einigen 
'AXioöVTa gelesen, so dafs Vers 682 lautete: 

Ol e' ''AXov o\' 0' 'AXioövG' oi t€ TpnxiV dv^jiovTo. 

Andre Mifsverständnisse des Eustathios B 783, 857, I 447, O 87, 
334; vergl. aufserdem B 856. 

B 783 (betreffend einen hinter 783 eingeschobenen Vers) = 
Str. p. 535, 35 ff. Eustathios berichtet zweimal über den fraglichen 
Vers, das erste Mal in Übereinst inmiung mit Strabo richtig, an 
der zweiten Stelle aber unrichtig infolge einer Verwechslung dieses 
Verses: 

XU)piiJ iv\ bpuöevTi, "Ybrjc dv ttiovi brjjLiiij 

mit einem andern ähnlichen: 

TmuiXi}) iiTTÖ viqpöevTi, "Ybric dv iriovi br))Litu, 

den manche hinter B 866 lasen. Vergl. B 866 = Str. p. 535, 25 ff. 
B 850 (i]j . . . ATnc statt oi5 . . . aTav) = Str. p. 278, 14 ff. 
Obschon Eustathios hier offenbar noch einen vollständigeren Bericht 
ies Strabo, als der uns heute zu Gebote stehende ist, besafs, so 
ist aus seinen ^Vorten doch nicht zu entnehmen, dafs man nach 
Strabo für: 

'AHioö, DU KdXXiCTOv öbujp dTTiKibvaTai alav, 

indem man unter Ala eine Quelle verstand, las: 

'AEioO, i]j KÖtXXicTov ybuip diTiKibvaTai Airic. 

B 852 (i^ *6v€Tnc statt dH *6v€Tt&v) = Str. p. 465, 49 f. 
B 855 (Kpujfivav KuißiaXöv t€ statt KpiJüjuivdv t' AlyiaXöv re) 
= Str. p. 467, 4 f. 



166 Max Nenmann: 

B 855 (betreffend den hinter 855 eingeschobenen Kaukonen- 
katalog) = Str. p. 464, 45 ff. Aufser Strabo lag Eustathios hier 
noch eine andre dem Schol. VTownl. zu Y 329 verwandte Quelle vor. 
Darauf deutet das jenem Scholion entlehnte unbestimmte: Tivfec (pe- 
pouciv Iv TU» KaiaXÖTiu raÖTa toi firri hin; Strabo nennt an Stelle 
der Tiv^c den von Eustathios unterdrückten Namen des Eallisthenes. 
Auch die Variante "AjueißüC neben Strabos d|uiu)LiU)V (Eust. 'AjLiujbiuJv) 
und wohl auch die Lesart KttTOi [so! im Schol. freilich kXutci] bui- 
inaia vaTov neben Strabos kXutoi bu))LiaT' fvaiov entstammen dieser 
zweiten Quelle. 

B 856 ('AXa£tüVU)V etc. statt 'AXiCuivuiv) = Str. p. 471, 19 ff. 
Die Angaben des Eustathios stimmen nicht ganz nut den Worten 
Strabos überein. Eustathios behauptet aufser der Variante 'AXa- 
Z^iüvujv auch noch die Form 'OXiCiuvwv für 'AXiCuiVUiV bei Strabo 
gefunden zu haben; doch dieser kennt aufser 'AXoZiidvuJV nur eine 
von Eustathios nicht genannte Lesart 'A)Lia2^U)VU)V. 

B 857 (dH 'AXÖTinc etc. statt ii 'AXiißnc) = Str. p.470,öOff.; 
471, 12 ff., 20 f., 31 u. 472, 31 f. u. 53 ff. Auch hier decken sich 
die Angaben des Eustathios nicht völlig mit der Darstellung der von 
ihm benutzten Quelle. Ausdrücklich nennt Strabo nur drei Varianten 
zu dH 'AXvjßric, nämlich dH 'AXÖTiric, dH 'AXößr|c, ohne aber, wie es 
Eustathios thut, diese Lesart bestimmt anf Menekrates zurückzu- 
führen, und ^K XaXußrjC; zwei andre von Eustathios aufserdem an- 
geführte Lesarten: ii 'AXußuiV und dK XaXiißuiV verdanken ihren 
Ursprung sicher nur einem Mifsverständnis. Vergl. Str. p. 470, 51 f. 
und p. 471, 12 ff., wo Strabo nur die Vermutung ausspricht, die spä- 
teren XdXußec hätten früher den Namen ^AXußec geführt. 

B 866 (betreffend einen von manchen hinter 866 gelesenen 
Vers) = Str. p. 535, 25 ff. Bestimmt hatte hier Eustathios neben 
Strabo noch eine andre Quelle, der er die Nachricht, der hinter 866 
von manchen gelesene Vers: 

TjLiiwXiu UTTÖ viqpöevTi, "Ybrjc dv ttiovi hf\^i\i 

habe in der Iliasausgabe des Euripides gestanden, verdankte. 

A 171 (7ToXuti|iiov oder ttoXu b' iipiov statt 7ToXub(i|iiov) «= 
Str. p. 318, 34 ff. 

6 708 (nrXij, nicht *Tbr|) = Str. p. 350, 17 ff. Vergl. H 221. 

Z 34 (CacpviöevToc statt CarviöevTCc) = Str. p. 518, 28. 

H 135 (Xdac statt Oeiäc) -= Str. p. 299, 17 ff. und 294, 42 f. 

H 221 fYXr], nicht "Ybr)) = Str. p. 350, 34 ff. und 535, 31 ff. 

I 447 ('OpiLidviov TToXuiLiTiXov statt 'GXXdba KaXXiTuvaiKa) = 
Str. p. 376, 51 ff. Eustathios hat den Namen des Demetrios von 
Skepsis, dem Strabo die in Rede stehende Textänderung zuschreibt, 
unterdrückt (vergl. B 855, wo das gleiche mit dem Namen des Kalli- 
sthenes geschehn ist). Von seinen beiden Berichten enthftlt der eine 
wohl infolge eines Gedächtnisfehlers eine unrichtige Angabe (statt 



Enstathios als kritische Quelle für den Iliastezt. 167 

'OpiLi^viov TToXu)Lir|Xov — 'OpM^viov TToXÜTTUpov). Etwas Ähnliches 
war Eustathios auch schon B 783 begegnet. 

I 539 (betrefPend die Lesart Gp^Hiev statt iLpcev und einen mit 
Änderung des letzten Wortes dpifiöbovra in oub^ dijiKei eingescho- 
benen Vers) = Aristot. Hist. anim. VI 28. Die von Eustathios an- 
geführte Variante zu iLpcev — Gp^ipev — und der hinter 539 ein- 
geschobne Vers: 

oubi diiiKei (statt dpYiöbovTa) 

0Tipi Te ciToqpdTiu, dXXa piiu uXrjevTi (vergl. i 190, 191) 

sind zwar bei Aristoteles, nicht aber auch bei Strabo nachweisbar, 
bei dem Eustathios sie — vermutlich in einem Citat aus Aristoteles — 
gefunden zu haben behauptet. Dafs Eustathios die Geographica noch 
vollständiger kannte als wir, zeigte sich auch schon B 850. 
N 6 (dßiuiv, 'Aßiujv) = Str. p. 246, 14 ff. u. 30 ff. 
TT 234 (bi c' 'GXXoi, bk CeXXoi) = Str. p. 272, 34 ff. 
Y 307 (t^voc 7TdvT€CCiv statt ßii] Tpuiecciv) = Str. p. 520, 33 ff., 
bei dem der nächste Vers 308 anhebt Kai Ttaibec TiaibuiV statt Kai 
TTaibuJV Ttaibec; bei Eustathios ist die Stellung dieser Worte die 
gewöhnliche. 

O 87 (uTTOcaTViöevTa [so!] statt uttö Carviöevri) = Str. 
p. 518, 16 ff. Eustathios, der selber die von Strabo verworfne Lesart 
UTTÖ CaiviöevTi im Text hatte, hat seine Quelle offenbar ganz mifs- 
verstanden, da er TTr|bacov . . . iiTTOcaTViöevTa [so!] als Variante zu 
TTrjbacov . . . uttö Carviöevri anführt, statt mit Strabo uttö neben 
^TTi, oder von seinem Standpunkt aus eigentlich umgekehrt ^tti neben 
UTTÖ, CaiviöevTi als Variante zu nennen. 

O 334 ('ApT^crao Nötoio statt dptecTäo Nötoio) = Str. 
p. 23, 44 ff. Auch hier scheint Eustathios seine Quelle nicht recht 
verstanden zu haben. Zum wenigsten bekennt sich Strabo durchaus 
nicht zu der Lesart, die Eustathios ihm zuschreiben möchte, nämlich 
statt dpT€CTdo Nötoio — 'ApT^crao Nötoio, was 'ApT^CTao Kai 
NÖTOIO bedeuten soll. 

Zu B 855 und 866 ist schon bemerkt worden, dafs Eustathios 
neben Strabo noch eine andre Quelle verarbeitete; dies trifft aufser- 
dem an folgenden Stellen zu: B 507, 532, 558, 692, N 6, TT 234 
sind nebenbei Scholieu, B 532, 592, H 135 ist noch Stephanos , und 
B 855 Herodian (oder Stephanos) benutzt worden. 

b. Herodian. 

Die nachstehend aufgeführten Excerpte scheinen direct aus He- 
rodian geflossen zu sein, wenn auch der Name desselben von Eusta- 
thios nur ziemlich selten genannt wird (vergL A576, B316, 561,697, 
r 26, A 49, 6 903, TT 390). Am häufigsten läfst sich die Benutzung 
der KaOoXiKf) iTpociubia nachweisen, nftmlich: 

B 316 (irrepuTOC, nicht Trr^puTOc). Von Lentz aufgenommen 
Herod. I p. 45, 16 ff. 



168 ^^^ Neumann: 

B 537 (Accent von 'IcTiaiav) = Herod. I p. 271, 28 ff. 

B 561 (Tpoi2fiva, TpoiZ^riva) = Herod. I Anm. zu p. 83, 13. 
Die Angabe, dafs auch Herodian TpoiZriva statt TpoiZfiva betont 
habe, ist irrig. Siehe Lentz a. a. 0. und in der praef. p. CCXV. 
Ein andrer Fall, in dem Eustathios die Meinung Herodians mifsver- 
standen hat, ist: B 814; vergl. noch: B 855, 515, V 346. 

B 655 (biarpixa, nicht bidipixct) = Herod. I p. 496, 8 ff. Nach 
Herodian wäre allerdings bia Tpix« in zwei Worten (Eust. biaipixa) 
zu schreiben. 

B 696 ("iTUJva, 'liOuva) = Herod. I p. 39, 10 (vergl. l) u. 15ff. 

B 697 CAvTpOüva, "Avipiüva) = Herod. I p. 35, 1 f. (vergl. 18) 
nebst Anm. 

B 816 TAccent von KopuGaiöXoc) = Herod. I p. 228, 10 ff. 

B 855 (AlTiaXöv, AiriaXov) = Herod. I p. 159, 26 ff., vergl. 
p. 355, 7. Neben Herodian benutzte hier Eustathios noch Stephanos, 
vielleicht war sogar Stephanos allein sein Gewährsmann. Darüber, 
dafs manche zum Unterschied von dem Appellativum aiTiaXöc — 
AiTicxXoc betonten, schweigen in ihrer heutigen Gestalt allerdings 
beide Quellen. 

r 26 (aiCrioi, nicht alZrioi) = Herod. I p. 115, 9 ff. nebst Anin. 

A 49 (kvicctic, kvictic), vergl. O 363 = Herod. I p. 266, 13 ff. 
nebst Anm. 

H 100 (dKXe^c, dKX^ec), vergl. A 142, TT 395 = Herod. I Anm. 
zu p. 422, 10. 

I 33 (f) e^Mic, fi e^jiic), vergl. V 581 = Herod. I p. 492, 11 ff. 
Hier, wie auch H 100, mag Eustathios wohl eher durch Vermittlung 
der Scholien indirect aus der 'IXiaKfj Trpocujbia, als direct aus der 
KaOoXiKf) TTpocifjbia geschöpft haben. 

515 (Cx€biov, Cx€biov) = Herod. I p. 125, 19 f., vergL 1 1 ff., 
p. 116, 7 ff., der allerdings nichts davon sagt, dafs man auch Cx^- 
bioc (üüc TÖ CTpöqpioc Eust.) betonte. Auch hier liegt es wohl näher, 
an eine Benutzung der ^IXiOKr) Trpociijbia zu denken. Vergl. Herodian 
zu B 495. 

Q 453 (^mßXrjC, nicht dmßXric). Dies Excerpt ist von Lentz 
aufgenommen worden Herod. I p. 80, 5 ff. 

Aus der Schrift irepi KXiceujc övo)LidTU)V, die Eustathios gleich- 
falls noch in Händen hatte, ist hier nur ein Excerpt zu verzeichnen: 

e 633 (CapTrfjbov, nicht Cap7Tr|bu)v) = Herod. II p. 721, 8 ff. 

Desto zahlreicher sind Anklänge an die Schrift irepl öpGo- 
Tpoicpiac: 

B 766 (TTnpeir), TTeipir)) = Herod. II p. 568, 21 nebst Anm. 

B 814 (MupivvTic, nicht MupivTic)= Herod. II p. 456, 5 (vergl. 9). 
Die Behauptung des Eustathios, dAfs man Mupivvr|C wie "Hpivva 
und Köpivva mit zwei v zu schreiben habe, beruht auf einem Irrtum, 
rodian schrieb Muptvr|C mit einem v. 



Eastathios als kritische Quelle fdr den Iliastext. 169 

6 525 (2axpeiüüV oder Z[axpr|iüv, und CaxprjUJv) = Herod. II 
p. 514, 26 f. 

6 903 (7T€piTp^q)eTai statt TrepiCTpeqperai) — Herod, n p. 567, 
15 nebst Anm. 

\i 166 (dvbpeiqpövTi], dvbpiqpövTq) = Herod. H p. 476, 6 ff., 
der sich für die Schreibung mit Diphthong entscheidet. 

I 381 (TroTiveicceiai [so! Soll TTOTiveicerai bedeuten] und ttoti- 
vicceiai), vergl. V 76 = Herod. II p. 554, 9 f. nebst Anm. 

I 457 (Tlepcecpöveia, OepceqpövT], d. i. Oepceqpöveia) = He- 
rod. II p. 598, 20 nebst Anm. 

TT 390 (kXitOc, kX€itöc) = Herod. II p. 416, 16ff. nebst Anm. 

O 126 (GpdiCKUJV, nicht GpuüCKUJv) = Herod. II p. 522, 17 ff. 
nebst Anm. 

V 346 CApeiova, 'Apiova) = Herod. II p. 434, 3 ff. u. p. 478, 
14 f., der 'Apiujv, nicht 'Apeiujv, vorschreibt trotz Eustathios, nach 
dessen Versicherung gerade 'Apeiova die Schreibung der TrXeiouc 
Ktti ÄKpiß^CTcpoi war. 

Der Schrift Trepi iraGiuv, die Eustathios unter dem Titel eines 
TiaXaiöv Tiepi iraGÄv CK^)Li|Lia citiert (vergl. 586, 32), gehören folgende 
Bruchstücke an: 

A 70 (fibn) = Herod. U p. 326, 3 ff. 

A 120 rxeijcceie, Xeiicete) = Herod. H p. 270, 20 ff. 

Z 135 (Aiövucoc, Aitüvucoc) = Herod. II p. 364, 16 ff. nebst 
Anmerk. 

H 453 (f^piü, f^pu)) = Herod. II p. 215, Anm. zu fr. 126*. 

X 328 (dTT* dcqpdpaYOV, dirö ccpdpaTOv) = Herod. II p. 169, 2ff. 

Auch noch ein sechstes Excerpt scheint dem Buch TT€p\ iraOuJv 
zu entstammen, wenn schon nicht Herodian, sondern „iraXaiöc Tic 
T€XVIk6c** von Eustathios als Gewährsmann genannt wird (vergl. Lentz 
Herod. 11 p. 246, Anm. zu fr. 213^): 

B 393 (dcceiTai, f cceirai) = Herod. 11 p. 304, 4 ff. nebst Anm. 

Zweifelhaft ist es, ob folgende Angaben des Eustathios hierher 
gezogen werden dürfen: 

M 266 (q)oiTr|Tr|V, q)oiT€iTTiv) und K 376 (KixrJTriv, KixeiTriv) = 
Herod. II p. 315, 12 ff., nebst Anm.? 

Aus der cujuttÖciov betitelten Schrift endlich liihrt her: 

A 576 (nboc, fjboc) = Herod. II p. 904, 22 ff. 

Nicht alle Herodianeischen Excerpte des Eustathios haben bei 
Lentz Aufnahme, bezw. Erwähnung, gefunden; es fehlen folgende: 
A 70, 120, B 537, 655, 696, 814, 816, 855, A 49, 6 525, 633, 
Z 135, H 166, 453, I 33, 381, 457, M 266, 516, X 328, V 346. 

c. Choiroboskos. 

Aus Choiroboskos (und durch ihn mittelbar aus Herodian) hat 
nach seinem eignen Zeugnis Eustathios folgendes entlehnt: 



170 ^äx NeumaDD: 

B 833 (cpGeicnvopa, qpeicrjvopa), vergl. 6 429, I 246 = Choir. 
Orth. 273, 6 ff. Vergl. dazu die von Lentz Herod. II p. 599, 7 Anm. 
angeführten Stellen, wo aber Eustathios nicht berücksichtigt wird. 

B 864 (Mr|OCiv, Mr|OCiv). Hat an Stelle des nicht mehr vor- 
handenen Excerptes des Choiroboskos bei Lentz Herod. H p. 550, 
18 ff. Aufnahme gefunden; vergl. Anm. 

B 868 (OGeipuJv, OGipujv) = Choir. Orth. 274, 5 ff., dessen 
nicht mehr vollständig erhaltene Angaben von Lentz (vergl. Herod. 11 
p. 599, 20 Anm.) aus dem Etym. Magn. 792, 43 ff. ergänzt werden. 
Sehr ähnlich lautet das von Lentz nicht gegebene Excerpt des 
Eustathios. 

d. Stephanos Byzantios. 

Unter der Bezeichnung „6 dOviKÖc, 6 ra dOviKOi fp&\\iac oder 
cuXX^Hac" u. ähnl.^) wird Stephanos Byzantios sehr häufig, besonders 
zu II. B, von Eustathios angeführt nnd benutzt. Für uns kommen 
hier nur folgende Stellen in Betracht: 

B 532 (Bnccav, Bncav) = Steph. (ed. Meineke) p. 167, 22 ff. 
Die Behauptung des Eustathios, Herodian habe Bficca mit zwei c 
geschrieben, ist eine irrige, da Stephanos gerade Bf]ca für Herodian 
bezeugt. Vergl. zur Sache Lentz Herod. I Anm. zu p. 266, 26 und 
II Anm. zu p. 481,25. Eustathios macht nicht selten unrichtige 
Angaben über Herodian; vergl. B 712 und die unter b. Herodian 
zu B 561 angeführten Fälle. 

B 582 (Oäpiv) = Steph. p. 658, 16 ff. 

B 585 (OTtuXov, 6\ TuXov) = Steph. p. 487, 15 ff. 

B 592 (duKTiTOV ATttu) = Steph. p. 54, 4 ff. 

B 617 CAXriciov), vergl, A 757 = Steph. p. 72, 17 ff. 

B 656 TKaiuipov) «= Steph. p. 351, 16 ff. 

B 696 riTUiva, 'iTUJva) = Steph. p. 342, 5 ff. 

B 697 ('AvrpÄva) = Steph. p. 101, 14 ff. 

B 712 (rXaqpupdc, fXaqpijpac) = Steph. p. 209, 3 ff. nebst Anm. 
Der Vermerk des Eustathios „idc hk rXaqpiipac ßapuvouciv o\ dKpi- 
ß^CTCpoi Tipöc biacToXf|V ToO diTiG^TOu" fehlt in unserem heutigen 
Stephanos. Zu diesen dKpiß^CTCpoi, die FXaqpupac betonten, gehört« 
aber nicht Herodian, vergl. Lentz Herod. I p. 262, 8 ff. nebst Anm. 

B 749 (TTeß^aißoi) = Steph. p. 210, 18 ff. 

B 853 (KuTUipov, Kubuipov) = Steph. p. 399, 12 ff. nebst Anm. 

B 855 (AlTiaXöv, AlriaXov) = Steph. p. 40, 13 ff. Über die 
Betonung AltfaXoc steht jetzt bei Stephanos nichts mehr, ebenso 
wenig bei Herodian, den Eustathios vielleicht ebenfalls zu dieser 
Stelle einsah. Siehe oben unter b. Herodian zu B 855. 

H 135 (Oeiäc, Oiäc) = Steph. p. 661, 11 f. und p. 664 6 ff. 

1) Die Angabe der Qnelle ist nur selten nnterblieben, vergL B 582, 696. 



Enstathios als kritische Quelle ffir den Iliastext. 171 

Die erste dieser beiden Stephanosstellen las Eustathios anders als 
wir, nämlich "O^Tipoc )Li€Td [so! unsere Handschrr. bid] toO i f^dtpex 
„0€iäc [so! mit cod. Voss, und der Aid., aber cod. Rehdig., dem 
Meineke gefolgt ist, 0iäc] irdp T€ix€c[c]i". Man darf um so weniger 
daran zweifeln, dafs Eustathios wirklich diese Lesart vor Augen 
hatte, als er selber es als etwas Auffälliges erwähnt, dafs bei Ste- 
phanos da» Homercitat einmal „0€i6lc*\ und das andre Mal „Oiäc 
irdp T€iX€c[c]i" laute; er schliefst daraus auf ein Schwanken in der 
Schreibung des in Rede stehenden Namens: Oeiäc und Oidc. 

Nach seiner Gewohnheit benutzte Eustathios in einzelnen der 
eben angeführten Fälle neben Stephanos auch noch andre Quellen, 
und zwar: Strabo B 632, 692, H 135; Herodian aufser B 865 noch 
B 696, 697; das Etymologicum Magnum B 617 (= A 757); Scholien 
B 532, 592. 

e. Athenaios. 

Den AemvocoqpiCTai des Athenaios verdankt Enstathios nach- 
folgende textkritische Bemerkungen, von denen drei — A 5, A 636, 
T 137 — der Quellenangabe entbehren: 

A 6 (baiTtt statt irdci) = Ath. 1 12«'. 

B 409 (betreffend die Athetese dieses Verses) = Ath. V 177®-«. 

9 231 (betreffend die Athetese dieses Verses) = Ath. 11 39*®. 

A 635 (uTTOTTueM^vec, nicht uttö TruGM^vcc) = Ath. XI 492*. 

A 636 ffiXXoc, nicht dXX' 6c) = Ath. XI 493». 

T 137 (betreffend einen angeblich hinter T 137 eingeschobenen 
Vers) = Ath. I 11*. Hier hat Eustathios seine Quelle insofern 
falsch verstanden, als er das dort von Athenaios über I 119 Be- 
richtete auf die ähnlich lautende Stelle T 137 bezog, wo der nach 
Dioskurides einzuschiebende Vers: 

f| oTvqj ^eGuuJV, f\ |li' fßXavpav Geol auroi 

gar nicht hinpafst. Vergl. Ludwich Aristarch I p. 445, 19 ff. 

Aufser Athenaios wurden von Eustathios auch noch Scholien 
ezcerpiert zu A 635 und 636. 

f. Plntarch. 

Zu I 378 hat Eustathios aufser Scholien auch Plutarchs cujLi- 
TTOCiaKd TipoßXfiiLiaTa Vni 9 cap. III § 25 ausgeschrieben. Dafs er 
die Stelle selbst, an der die Lesart ^YKCxpoc (so schreibt Eustathios ; 
bei Plutarch steht dv Kapöc) afcij mit ^TKeqpdXou aTcr) erklärt wird, 
vor Augen hatte, beweist die wörtliche Übernahme derselben. 

g. Das Etjmologicnm Magnnm. 

B 617 und A 757 beruft sich Eastathios für die Schreibung 
'AXeiciov, bezw. 'AXeiciou, auf den dTUfioXÖTOC, d. L Et. Magn. 61, 37. 



172 Max Neumann: 

Auch sonst (vergl. namentlich die Excerpte zu A 142 über Kdeipa, 
Kdipa und zu C 531 über \pdajv, eipdojv mit Et. Magn. 483, 4 und 
303,38) wird er manchmal die gleiche Quelle zu Rate gezogen haben. 

h. Ein priTOpiKÖv iraXaiöv XeHiKÖv 

wird O 573 als Quelle für das dort über irdpbaXic, iröpbaXic Ge- 
sagte angeführt; die daraus gemachten Angaben stimmen mit Apol- 
lon. Soph. p. 133, 34 überein. Identisch mit diesem ßT]TopiKÖv ira- 
Xaiöv XeHiKOV ist das ßtixopiKÖv XeHiKÖv, das y 88 aus Anlafs der 
Lesart djnqp' dcTpaYdXijci, und gewifs auch das XeHiKÖv iraXaiöv 
Kaxd CTOixeTov ^kt€6€1|li^vov, das O 319 für die Variante iXucuj 
(statt eiXücuj) als Quelle citiert wird. 

i. Longinos. 

Mit Longinos bringt Eustathios zwei Athetesen — A 139 und 
296 — in Verbindung, stimmt aber im übrigen mit den Scholien A 
zu diesen Stellen ziemlich überein. Es ist wohl kaum anzunehmen, 
dafs Eustathios noch die fragliche Schrift des Longinos — nach 
Lehrs Ar. p. 223 war es eine rhetorische, nicht eine philologische — 
in Händen hatte. 

2. Die axLB Soholien stammenden Varianten. 

Den weitaus gröfsten Teil der Varianten, deren Quelle nach- 
weisbar ist, hat Eustathios Scholien entnommen, welche mit den 
noch vorhandenen grofse Ähnlichkeit gehabt haben müssen. Beson- 
ders häufig stimmen seine Angaben mit den Scholien des cod. Ve- 
netus A, seltner mit denjenigen der Handschriften V Townl. LB 
überein. Dies widerspricht allerdings der Ansicht Lud wichs, der 
Eustathios indessen wohl etwas ungünstig beurteilt, wenn er ihn 
(Aristarch I p. 1 70) gerade zu der Gruppe VLB rechnet und nähere 
Beziehungen zu A nur ausnahmsweise zugiebt. In 92 Fällen nämlich 
besteht eine sehr auffällige, oft geradezu wörtliche Übereinstimmung 
zwischen den Excerpten des Eustathios und den Scholien A; in wei- 
teren 83 Fällen tritt die Verwandtschaft zwar nicht so deutlich her- 
vor, ist aber auch unzweifelhaft vorhanden. Diesen 92 + 83 «=■ 
176 Fällen der Übereinstimmung zwischen A und Eustathios vermag 
ich nur 62 + 67 = 109 gegenüberzustellen, in denen dieser sich 
sehr deutlich oder weniger deutlich den geringeren Scholien V Townl. 
LB nähert. — Ich gebe im folgenden zunächst ein Verzeichnis jener 
erstgenannten 175 Stellen, an denen Eustathios Scholien benutzte, 
welche denjenigen des Venetus A mehr oder weniger glichen. Die 
von mir gesetzten Ausruf ungszeichen sollen andeuten, dafs zu der 
fraglichen Stelle ein ähnliches Scholion sich auch anderswo vorfindet, 
dafs aber gerade das Scholion A, oder ein demselben nahe ver- 



EastathioB als kritische Qaelle für den Iliastext. 173 

wandtes, die Quelle des Eustathios gewesen ist. Hier zunächst die 
92 Fälle au^Uiger Übereinstimmung zwischen A und Enstathios. 

A 116 (uJC, iLc)!, 271 (fjui' auTÖv, nicht diiiauTÖv), 404 (Text- 
änderung Zenodots), 567 (dctiTTOuc, d^irrouc)!, 676 (fjboc, nicht 
fiboc)!; B 2 (vnbujLioc, fibujLioc)!, 63 (ßouXr|V, ßouXrj)!, 60—70 (Text- 
änderung Zenodots), 314 (xeTpiTÄxac, TiTi2IovTac), 496 (G' Tpiriv, 
GupiTiv)!, 507 ("ApVTiv, "AcKpriv), 517 (OiUKrjUJV, OuiKeiuiv)!, 520 
(TTavoirna, TTavÖTieuiv), 529/30 (Athetese)l, 565 (eupudXoc, nicht 
eupudXoc; vergl. Schol. A zu 705), 717 ('OXiMva), 764 (iro- 
bijJKeac, TTobojK^ac); f 35 (irapeidc, irapeid)!, 54 (KiGapic, Kibapic), 
122 (YttXöqj), 126 (juapinap^riv, iropcpup^ri v) ! , 155 (fJKO, O&Ka); A 3 
(di|JVOx6ei,^viuvoxöei)!, 117(Athetese)!, 452(xei^aßßoi, X€i|Lid^poi) ; 
€ 9 (AdpTic, Aaprjc), 79 (eua!jLiovoc, nicht euaijLiovoc; vergl. Schol. A 
zu e 76), 158 (xnpwcTai, xnP^cxai)!, 203 (Sbriv, dbbriv)!, 219 
(vu), nicht V(Jü)!, 289 (raXaußivov, xaXaußivov)!, 333 ('evuu), nicht 
'evuiü), 678 ("AXiov, 'AXiov; vergl. Schol. A zu € 39 und 683)!, 
734 — 36 (betreffend die dcrepicKOi zu dieser Stelle; das sehr ähnliche 
Schol. L stammt aus Eust., vergl. die Anm. S. 180), 887 (2Iu)C, 2^ujc)!, 
Z 239 (frac, gxac)!, 422 (lijjjl, 506 (dKocxricac, dTocxt^cac)!, 511 
(pi)Licp' ^d, ßijLicpae statt pijuqpa d)!; 178 (dßXiixpd, dßXrixpa), 349 
(fopTÖvoc ö)Li)Liaxa, fopTOÖc oiVctxa [so!])!; I 147 (dirijuieiXia, im- 
ILieiXia, im jmeiXia)!, 212 (inei irupöc dvGoc direTTxaxo, Traucaxo 
be qpXöH statt direi Kaxd iröp iK&x] kqi cpXöH djuapdvGT])!, 463 (Con- 
jectur des Aristodemos 6 Nucaieiic), 516(2Iacp€Xujc, nicht Ziaqp^Xujc) ! , 
K 105 (irou vuv d^Trexai)!, 134 (oöXn, nicht ouXrij; A 239 (Xic, 
XTc)!, 257 (öiraxpov, nicht öiraxpov)!, 454 (djjLiTicxai, ujjuificxai), 
480 (XTv, Xiv), 495 (d(pucT€x6v, dqpucTexov); M 20 (Kdpncoc, Ka- 
pTicöc)!, 201 (uipiTT^xnc, uipiTiexfic)!; N 6 ('Aßiwv)!, 29 (rnöocuvr), 
TTiGocuvTi)!, 103 (GiOojv, Gu)ujv), 137 (öXooixpoxoc, öXooixpoxoc) ! , 
745 (dTTOCXTjCUJVxai)!, Z 37 (ou vpaiiovxec st. övpeiovxec)!, 40 (TrxfjHe, 
TTTiHe)!, 351 (gepcai, ^^pcai)!, 372(7ravaiGijci, rravaiGria)!; 265— 
68 (Athetese)!, 802 (M^Tnv, McTnv)!, 320 (Kaxevojira, xax^ vujTta) ! , 
365 (fjie, fiie)!, 619 (i^Xißaxoc, fjXißaxoc)!; TT 47 (Xix^cGai, Xixe- 
cGai)!, 234 (b^ CcXXoi, U c' 'GXXoi)!, 548 (KaxdKpnGcv, KaxaKpfl- 
Oev [so! eigentlich Kaxd KpflGev])!; P 688 (KuXlvbei); C 39—49 
(Athetese), 211 (d7Tr|xpi|Lioi, dirrixpiiLioi), 352 (Xixi, Xixi), 487 (ä)Lia- 
gav, fiinaHav); T 80 (üßßdXXeiv, ußßdXXeiv); Y 30 (ÜTT^pinopov, 
nicht UTifep MÖpov)!, 72 (cOükoc, cujköc); O 162, ähnlich € 656 
(d^apxfi, d|Liapxr|)!, 232 (öipfe buwv, nicht övpebuojv), 252 (ömuax' 
?XW)V statt oT)Liax' fx^v, vergl. Schol. A zu X 308^!, 331 (Athe- 
tese)!; X 393/94 (Athetese); V 160 (Krjbeoc, KTibeöc)!, 266 (^H^xe' 
dbMiixiiv, Ö€X^' dbjLiriXTiv)!; Q 8 (Treipujv, Treipujv)!, 130—32 (Athe- 
tese)!, 235 (dHdciriv, iHcxr]v)\, 316 (ttcpkvöv, tt^pkvov)!, 343 (^(ji- 
ßbov, ^(Jißbov [so!])!, 566 (cpuXdKOuc, cpuXaKOuc)! 

Weniger nahe stehen die Excerpte des Eustathios den Schollen 
des Venetus A in folgenden 83 Fällen: 



174 Max Neumann: 

A 5 (ßouXri, ßouXri), 8 (ric t* öp cqp&c, Tic t' fip ccpoje; vergl. 
Schol. A zu K 546)!, 85 (olc0a, nicht oTcGac), 129 (Tpotnv, Tpoinv), 
139 (Athetese), 260 (ujuTv, f))Liiv), 277 (TTriXeibf^eeXe)!, 296 (Athe- 
tese), 342 (öXorjci, öXoirjci), 518 (fj br\, f^bri; vergl. aufser Schol. A 
zu A 518 auch Schol. A zu B 272 uod zu O 583), 532 (5Xto, nicht 
dXTo)!, 573 (=518); B8 (ßdcK'!ei, ßdcKiGi)!, 137 (etaiai, etaxai; 
vergl. die Schol. zu 10)!, 439 (dGpöoi, dGpöoi), 495 (KXovioc, 
nicht KXövioc)!, 498 (0^C7riav, Ö^CTieiav), 532 (Bficcav, Bf^cav), 
672—74 (Athetese), 865 (fuTaiii . . . Xi)Livij und Tupaiii . . . Xi|Livii 
statt ruYCtiTi. . .Xi)Livii); f 40 (betreffend einen von Dionysios 6 cku- 
Toßpaxiu)V hinter f 40 gelesenen Vers), 102 (biaKpivÖeixe , nicht 
biaKpivenxe), 163 (Tbqc, ibri); A 141 (dX^qpavxa, dXeqpavxd), 235 
(ipeub^cci, ipeubecci)!, 346 (jLi€Xif)b^oc, nicht jueXir^b^oc); € 31 (xei- 
XeciTTXf]xa, xeiX€CißXf]xa), 100 (dvxikpii, nicht fivxiKpu), 104 (biiOd 
cxncecGai, br|6' dvcxr|cec9ai), 164 (d?Kovxac, nicht dfKOVxac), 178, 
vergl. Z 123 (firi |Lifivic, diri' )Lifivic) ! , 269 (GriXeac, GriX^ac)!; Z 201 
('AXniov, 'AXrilov)!, 285 (dx^pirou, fixep ttou)!, 319 (fx' ^vbexd- 
7TT1XU, fx^v beKdTTTixu)!, 465 (tipiv T* ?Ti, irpiv t^ xi); H 63 (im- 
qppiH, fTTi qppiH); 276 ('A)Lio7rdova, Sfi* ÖTidova)!; I 7 (irap^E, 
nicht TtdpeH)!, 73 (uTiobeEin), 150 ('Ipriv [so!], "Ipnv)!, 336 (Gu^a- 
p^a, GujLidpea), 378 (dv Kapöc und ftKapoc statt dv Kopöc)!, 383 
(dv' ^Kdcxriv, dv' ^Kdcxac)!, 605 (xi)li^c)!; K 332 (d7ru))Lioc€, diriü- 
jLioce); A 62 (oöXioc, aöXioc)!, 270 ()liotocx6koi, nicht |liot6cxokoi), 
754 (bi' dcmbeoc, bid CTrib^oc)!; M 33 (kv, tev)!, 49, vergl. A 16 
(dXicceG' dxaipouc, dXlcceG' ixaipouc)!, 157 {laf\c, lar\<^\, 382 
(xeipecc(iv) d^cpox^paic [d. i. pijcj oder x^ipl fe xrj dxdpr) fxoi oder 
qpdpoi)!, 446 (irpuinvöc, iraxuc und 7rpu)Livoc7raxuc [so!])!; N 694 
if\ t>* fxe, 5 t> fxO^ 712 (Lesart Zenodots); E 499 (6 bfe cpf^, 6 
bi cpri)!; 44 (x€ipo)Lidvouc, Kxeivo)Li^vouc), 678 (buujKaieiKOCiTnixu)!, 
741 (fieiXixiiJ, ineiXixln)!; H 149 (BaXlov, nicht BaXiöv), 416 ('A|li- 
qpoxepöv, nicht 'AjLicpöxepov)!, 636 (ßoujv eÖTTOiTixdujv, ßoiöv x' 
euTTOirixdujv)!; P 136 (KaXuTixujv, KaXuTrxov)!, 214 (juetaGu^ou 
TTTiXeiiüVGC, jueTctGüiLiij) TTiiXeiiüvi)!, 307 (0uJKr|UJV, OuJKeiuJv; vergl. 
Schol. A zu B 517), 689 (b' fipicxoc, b' ujpicxoc [so!]; vergl. Schol. A 
zu K 539); C 100 (bncev "Apric und bncev ''Apeiw statt bf^cev dpf^c)!, 
531 (IpdiüV, elpdujv); T 246 (Textftnderung Zenodots; vergl. Schol. A 
zu I 131), 365—68 (Athetese); Y 53 (Gediv, Gdu)v)l, 138 (dpxuici, 
äpxq<^0^ 254 (dTUidv, ÄTWiav; vergL Schol. A zu Z 422), 460 
(AaÖTOVOV, nicht AaoTÖvov; vergl. Schol. A zu TT 604)!; 323 
(xujüißoxof^c, öx€ und xujußoxof^c', öxe)!, 542 (ccpebavöv, ccpeba- 
vÄv)!; ^ 94 (r^Geiri, ü5 Gein)!, 287 (dTepGev, frepGev), 327 (aöov, 
aöov); Q 30 (f\ o\ K€xapic|Likva bujp* öv6)litiv€ statt f{ o\ iröpe 
jLiaxXocuvTiv dXeTeivriv), 293 (Kai €Ö Kpdxoc, kqi €u Kpdxoc; vergl. 
Schol. A zu 165)!, 318 (duKXrjic). 

Dagegen ist die Quelle des Eustathios nicht unter den Schollen 

frtes Venetus A, sondern im Bereich der Gruppe V Townl. LB zu 
dafs 



Eastathios als kritische Quelle für den Iliastext. 175 

suchen in folgenden 109 Fällen, von denen 52, die ganz besonders 
auffallen, voranstehen. Das Ausrufungszeichen bedeutet hier, dafs 
der Venetus A zwar ein ähnliches Scholion aufweist, dafs Eastathios 
aber nicht dieses, sondern ein zur Gruppe V Townl. LB gehöriges 
vor Augen gehabt hat. 

B 604 (rXiccavTO, rXiccävxa), 558 (betreffend die angebliche 
Einschiebung dieses Verses durch Solon; vergl. Schol. BL zu B 494), 
848 (betreffend einen hinter 848 eingeschobenen Vers; vergl. Schol. 
V Townl. zu 140), 855 (betreffend den hinter 855 eingefügten 
Kaukoneukatalog; vergl. Schol. V Townl. zu Y 329), 877 (ZävGou 
OTTO bivfievToc, Edv0ou dirö bivrjevTOc)!; A 155 = € 359 (qplXe, 
cpTXe; vergl. Schol. DV Townl. zu X 379); € 10 (Ipeüc), 860 = 
E 148 (dvvedxiXoi. . .beKdxiXoi, ^vvedxeiXoi. . .beKäxeiXoi; vergl. 
Schol. V Townl. zu E 148); K 275 (TieXXöv statt TTaXXdc); N 198 
(alTCt, cdfe\ 433 (betreffend drei hinter 433 eingeschaltete Verse), 
657 (Athetese), 730 (betreffend den von Zenodot von Mallos hinter 
730 eigeschobenen Vers)!, 824 (ßouTdie, ßouKdKie [so!], ßGUTnie)!; 
£ 255 (Köu)V, Köov)!; 279 (betreffend einen an 279 angefügten 
Vers); 22 (betreffend zwei einzuschaltende Verse), 23 (ßriXou, 
ßrjXou), 65 — 77 (Athetese)!, 497 (iraibec ötticcuj, nicht vrJTria 
T^Kva), 680 (cuvaTcipexai, cuvaeiperai); TT 97 — 100 (Athetese)!, 
161 (dpaiQci, dpairici), 233 (TTeXacTiK^, TTeXapTiK^), 407 (lepöv, 
biepöv)!, 748 (bucTi^^qpeXoc eiri, bucTr^|Liq)€Xoi elev)!; P 20 (trop- 
bdXioc), 54 (dvaß^ßpux€v, dvaß^ßpoxev)!; C 207 (trOp im ttövtov 
dpi7rp€7Ttc al9^p' kriTai statt KttTTVÖc liuv ii, dcxeoc alö^p' ktirai)!; 
551 (betreffend einen hinter 551 eingeschobenen Vers; vergl. Schol. 
V Townl. zu C 483), 570 (Xivov, Aivov)!, 576 (ßobavöv, ßaba- 
Xöv)!; T 79 (kiaÖTOC, dcraoiwc); Y 169 (Kpabirj, Kpabiri), 255 
(7roXX(d) dxed xe Kai ouki, iroXXd xe övxa [lies x* dövxaj koi ouki)!, 
259 (beiviu, bivuj)!; O 169 (iGuTrxiajva, iGuKXiojva)!, 172 (juecco- 
Trax^c, )Li€ccoTraX^c)!, 252 (jmeXavöcxou etc. statt ju^Xavoc xou)!, 
568 ('IXrjiov, 'lbr|iov)!, 575 (direi KuvnXaTiaöv [so!] statt ^Tiei Kev 
uXttTlLiöv)!; X 15 (öXoiüxaxe, boXou)xax€), 69 (TruXaujpouc, öupauj- 
pouc)!; V 88 (dcxpaTdXoici, dcxpaTdXT)Ci)!, 332/3 (angebliche Text- 
änderung des Aristarch), 757 (Athetese)!, 870/71 (Varianten der 
Massaliotica und des Antimachos) ! ; Q 20/21 (Athetese)!, 213 (dv- 
xixa)!, 214 {iTxe\ oö l, in€\ oöxi)!, 251 (ATov dtauöv, biov 
'Atauöv)!, 347 (aicurixflpi, aicujuviixfipi)!. 

An nachstehenden 57 Stellen ist die Abhängigkeit des Eusta- 
thios von den Schollen der Gruppe V Townl. LB nicht ganz so 
deutlich: 

A 168 (^TrfjV K€Kdjuiuj, ^irriv kc Kd)Liu))!, 574 (brj cqpuj, nicht 
ccpuj); B 11 (KapiiKOjLiöujvxac, Kdpri KO)Liöajvxac) , 85 (b' inavicix)- 
cav, bi. irav^cxTicav), 141 (Athetese), 266 (fKirece, fKqpuTc)!, 552 
(TTexeiöo, TTexeiiJo), 592 (Aliru, nicht AIttu)!, 626 (o*i vaiouci, d 
vaiouci)!, 864 (M^cöXtic, M^cxpric; vergl. Schol. L); f 42 (uTTÖipiov, 



176 Max Neomann: 

^TTÖvpiov), 318, vergl. H 177, I 219 (GeoTci U, Geoic IW)!, 400 
(irpoT^piüV, TipoTepu)); € 397 (iv ttüXuj, nicht TTuXiij)!, 416 (IxÄ, 
nicht ixiwp), 425 (dpair|V, dpairiv), 461 (Tptudc, Tpujac), 499 = 

Y 496 (dXujdc, nicht dXiudc), 609 (MevecGriv, MevecGriv [d. i. Me- 
vecGnv]); 108 (jLir|CTU)pa, juriciiüpe^, 111 = T 215 (el xai, fj 
KQi), 555 (qpaeivrjv, nicht qpdei vfiv)!; I 132 (Koupriv, KOupri)!; 
K 252 (irXeoJv, irX^iu), 268 (CKdvbeiav)!; A 636 (fiXXoc, nicht dXX' 
öc)!; M 25 (dvvfijLiap, gv fjjLiap)!, 208 (öqpiv, ötrcpiv)!, 283 (Xui- 
TeOvTtt, XiuToOvTa)!; N 389 (dxepujic, dxcXojic), 584 (öjLiapTTjTriv, 
öjLiapTrjbriv, djuapiribTiv)!, 613 (dqpiKOVio, dqpiKOvro)!, 643 (TTuXai- 
jueveoc, KuXaiju^veoc) , 734 (troXeic, iröXeic)!; Z 168 (ji\v b* ou, 
Töv b' ouV 229 ("AGoiJü, nicht 'AGou)), 234 = TT 236 (fj |ii^v br\, 
ei jLi^v brj), 249 (fiXXo ref). . .d(peT)Lir|)!, 259 (bjuriTeipa, |Lir|Teipa^!; 
24/25 (Gujmöc . . . öbOvTj, Gujmöv . . . öbiivri)!, 82 (ein, eXr\v etcH, 
144 = VK 199 (juerdTTeXoc, Mei' fiTTcXoc), 212 — 17 (Athetese)!; 
TT 470 (Kpixe, KpiTe, xpiTe); T 90 (Geöc bid, Geocbia)!, 148 (Trapd 
coi, Tidpa coi), 223 (djuriToc, djuriTÖc)!; O 25 (beivoio, bivoio), 259 
(djLidpric, djndpric), 363 (kviccij, kviccti)!; X 336 (deiKUJC, diKÄc), 
473 (YaXöuj, nicht TdXoiu)!; y 721 (^uKvrijuiibec *Axaioi, duKvrjjLiibac 
'Axaiovjc)!, 805/6 (Textänderung des Aristophanes) ; Q 110 (irpo- 
TidiTTOj, TTpoidTTTiü)!, 274 (f^va^vpav, ^Kajuvpav; vergl. Schol. B)?, 
425 (bibövai, nicht biboOvai). 

Noch moTs eine Anzahl Fälle erwähnt werden, in welchen 
Eustathios ein Scholion benutzte, das sich gleichlautend oder doch 
fast gleichlautend sowohl in A als auch unter den geringeren Scho- 
lien vorfindet. Es sind dies 35 Stellen: 

A 20 (Xöcai le . . . b^x^cGai statt Xucare [oder Xücaire] . . . 
b^XecGe), 136 (fipcavrec, apcavrec), 169 (^ireifi; vergl. Schol. AB 
zu Y 251), 365 (titi, nicht xirj; vergl. Schol. AB zu Y 251), 423 
(jueTct MeVvovac statt iLiei' d^ujucvac); B 87 (dbivdiüv, dbivdaiv), 
125 (Tpdiac, TpiJÜec), 316 (ttt^putoc, triepuTOc), 462 (dTaXXöfie- 
vai, dTaXXöjLieva), 484 (Textänderung Zenodots), 739 ("OpGnv 'HXai- 
vnv); r 84 (dvei|J, fiveuj; vergl. Schol. ABL zu B 323), 348, vergl. 
P 44 (xoiXköc, xa^KÖv); € 31 (^Apec "Apec, 'Apec dp^c), 99 (ipja- 
Xov, nicht Y^ctXöv), 256 (fa), 786 (Bemerkung, dafs dieser Vers in 
manchen Handschriften fehlte); H 15 (beHidbriv, AeHiäbT]V); I 106 
(bioTevk, biOYeveOc); K 409 (ficca, nicht Scca); A 132 (dcpvcioO 
[so !] TraTpöc statt 'AvTijudxoio bö)Lioic), 385 (TrapGevomTra, irapGe- 
voTTia); M 80 (fibe, äbe; vergl. Schol. ABL zu € 203); N 6 ('ATauiöv 
iTTTTTijLiGXYÄv, dfauüJV 'liTTniiLioXYUJv), 60 (KeKOTTiuc, KeKoq)iwc), 772 
(kqt' Skptic, Kttid Kpr|C [so! lies Kpfic]); Z 38 (dGpöoi, nicht dGpöoi), 
45 (üjc ttot', 6c ttot'), 382 (böcKe, böcKOv); C 213 ("Apeuüc, ''Apeiw); 

Y 484 (TTeipeu)); O 142 ('AKeccajmevoTo, nicht 'AKeccajLi^voio), 351 
(Kiiireipov, Kuiraipov); V 500 (judcriTi, jndcTi); Q 616 ('AxeXiiiiov, 
'AxeXriiov). 

Endlich ist ein Rest von 19 Stellen aufzuführen, an welchen 



Eastathios als kritische Quelle für den Iliastext. 177 

die Excerpte des Eustathios zwar im allgemeinen Ähnlichkeit mit 
unsem Scholien zeigen, sich aber weder denjenigen des Venetns A, 
noch denjenigen der Gmppe V Townl. LB besonders nähern: 

A 114 (ou 26ev, ou ^Gev), 368 (juerd cqpiciv, juieTd ccpiciv), 
608, vergl. Y 12 (TroiT]c' eibuiT)ci, TToiricev Ibuirjci); B 12 (Tiavcubiri, 
TTttccubir)); r 99 (ir^TrocGe, ireiracGe), 280 (jLidpTupoi dcre, jndprupoi 
?CTe); €39 CObioc, nicht "Obioc); Z432 (Geinc, Gr^c, Gnnc), vergl. 
TT 96, T 375, Y 464, X 346, Q 417; H 475 (Athetese; dvbpaTtö- 
boici statt dvbpaTTÖbccci); 206/7, vergl. E 265/6, Q 331/32 (Zfiv' || 
airroö, Zfi'|v' aurou), 209 (dTTTOCTrec, dTTToeirec); I 128 (djmujLiovac, 
djuiuiLiova), 203 (K^paie, K^paipe); 187 (t' ^k Kpövou, xe Kpövou); 
P 37 (dpriTÖv, dppnrov); O 111 (beiXri [so!], beiXnc), 127 (ujc kc, 
8c Ke), 246 (XijuvTic, biviic); Q 215 (irpö Tpu)iuv, Tipöc Tpu)iuv). 

Es entsteht nun die Frage, ob Eastathios seine Excerpte zu 
den soeben angeführten Stellen ein und derselben Scholiensammlung 
(etwa dem oft von ihm genannten Buch des Apion und Herodoros) 
entnahm, oder ob er aus mehr als 6iner Quelle schöpfen durfte. 
Für das erstere spräche vielleicht der Umstand, dafs sich Eustathios 
gleich häufig auf die Alten beruft, er mag nun Scholien des Vene- 
tus A oder solche aus der Gruppe V Townl. L B anführen. Die 
Ausdrücke oi iraXaioi (einmal dafür oi dpxaioi B 520), auch Tiv^c 
TOJV TTaXaiuJV (TT 97, O 363), ttoXXoi tujv traXaiuiv (I 383), iv 
TTaXaioTc UTTOjLivrijLiaci Q¥ 88) finden sich etwa 40 mal unter den 
175 Fällen, in denen wir oben eine Benutzung der Scholien A, und 
etwa 25 mal unter den 109 Fällen, in denen wir eine Benutzung der 
geringeren Scholien annahmen. OflFenbar sah also Eustathios die 
ihm von den Scholien gebotenen Angaben im allgemeinen als gleich- 
wertig an; aber dafs er nur eine einzige Scholiensammlung besessen 
babiBn sollte, wird man aus seinem ol iraXaioi, mit dem er Scholien 
jeder Herkunft ohne Unterschied zu stempeln pflegte, nicht schliefsen 
dürfen. Wir haben vielmehr einen sichern Anhalt für die Annahme, 
dafs dem Eustathios bei seiner Arbeit mindestens zwei Scholienwerke 
zur Verfügung Istanden. In einzelnen Fällen nämlich, deren bisher 
noch nicht Erwähnung geschehen ist, ist die Benutzung zweier 
Quellen, die gamicht oder nur sehr unvollkommen und roh mit ein- 
ander verarbeitet sind, ganz unverkennbar. Das Gesagte mag durch 
folgende Beispiele veranschaulicht werden. Ich führe die Worte des 
Eustathios an, in denen ich in eckige Klammern eingeschlossen habe, 
was aus einer dem Venetus A verwandten, in runde Klammern da- 
gegen, was aus einer andern der Gruppe V Townl. LB nahe stehen- 
den Quelle geflossen sein mufs. 

A 298. ÖTi Kaid touc TraXaioüc [x\ MaccaXiiUTiKf) Kai Civuj- 
TTiKT] fKbocic Tfic NXidboc To „jLiaxr|C0jLiai" bid Toö fj ?x^i.] ('Hpa- 
kX^ujv b^, qpaciv, ö TpajujLiaTiKÖc, xd jn^v prijuaTa bid toö e irpoqp^pei 
^dx€c8ai, jLiax^cacGai Kai tö jnaxecdjLievov xd bk övöjuaTa bid xoö 
f , olov iLiaxriTric, jnaxrmuJV.) 

Jahrl). f. class. PhiloL Suppl. B i XX. 12 



178 Max Neomann: 

Hier könnte man allenfalls annehmen, dafs Eustathios nar 6ine 
Quelle benutzt habe, die ihm das Scholion noch ungeteilt bot, von 
welchem uns dann im Venetus A nur die erste, in VTownl. BL nur 
die zweite Hälfte aufbewahrt wäre. Ganz unzweifelhaft aber sind 
folgende Fälle: 

K 335. Kai ÖTi ToO TroiiiTGÖ elirövroc „Kpaxi b* im ktiWiiv", 
dic dß^^ön, „Kuv^iiv", (qpaciv o\ u7ro|LiVTi)LiaTicTai öti Iktic icix Z&ov 
öjLioiov Kuvibiiu juieXiTaiijj, öpviGoqpdYOV, toTc cjuriveciv dTrripedZov, 
fxov TÖ aiboiov oTov öctoöv, kqI iärai cxpaTTOupuövrac. töv bfe 
"OjLiiipov dqpeXeiv cpaci xö i, b^ov eiireiv „kiib^riv kuv^iiv".) flcx^ov 
bk ÖTi eviaOGa jutv iv Tip „dm Kiibdiiv" (i^(plßoX6v dcxiv eTxe inexa 
cuvaXoi(pf]C xfic TrpoGdceojc ^iix^ov „kxib^iiv" xexpacuXXdßuüc, etxe 
xpicuXXdßojc „KXibdiiv" dcuvaXciTTTiüc. öx€ bfc dv xoTc ^Eiic (Vers 
458) dpei „Toö b' dTTÖ ju^v KXib^riv Kuvdiiv eiXexo [so!]", xfjv d|Liq>i- 
ßoXiav bi^Kpivev 6 7T0niTf|c, qpavepiijc YP^iH'otc „Kxib^iiv" dv xpid 
cuXXaßaTc, ujc fcpacav oi uTrojLivii)LiaTicxa(. oi b^ xal iravoOpTOV 
xfjv iKTiv xö Kbov icxopoöci, Km [xeiloy/ jüifcv xöXf^c Kai bacuxepov, 
äXXu)c bk. TTapairXriciGV. ol bi. dTpiav X^touciv eTvai Ya^^^v.] 

Hier haben wir deutlich zwei verschiedene Berichte über den- 
selben Gegenstand, die Eustathios zwei Quellen entnommen und un- 
verbunden neben einander gestellt hat. — Eine ähnliche Bewandtnis 
hat es mit folgenden Stellen: 

P 134 — 36 (Athetese Zenodots); X 199—201 (Athetese), 
490 — 98 (Athetese). Bisweilen ist wenigstens der Versuch gemacht, 
die aus den zwei Quellen entlehnten Angaben zn einem Ganzen zu 
verschmelzen, namentlich : 

• 

Q 24 — 30. Icx^ov bi öxi (xö „KX^ipai b' ibxpuvecKOv" Kai Öf\c 
xouc TT^vxe cxixouc — d. i. Vers 24—28 — dGexoöciv ol iräXaiol 
bid x€ fiXXa, Kai öxi dTTpeirfec xouc d|Liqpi xfjv 'AGtiväv Oujliöv ?X€iv 
xöv auxöv x(l) 'AxiXXci, Kai öxi Geoic ou ttp^ttov xö kX^tttciv) . . . 
[xiv^c bk dGexoOci Kai xoöxov xöv xöttov — nämlich Vers 29 u. 30 — . 
€l Tdp ^bei, cpacl, xfjV Tiepl xoO KdXXouc Kpiciv 6 TroiTixfjC, ttoX- 
Xaxoö dv i^Y[\cQr\ auxf^c] . . . ['Aplcxapxoc bk. bxä xfjv xfjc inaxXo- 
cuvTic X^Hiv dG€X€T xöv cxixov — nämlich Vers 30 — . veujx^pujv 
Tdp f) X^Eic Kai 'Hciöbeioc, dKeivou Tipujxou xpicain^vou aux^ lixi 
xujv TTpoixou GuTttx^pujv. Kai fxi ^axXocuvri, q)T]cl, koiväc icxiv f| 
iv Y^vaiHl jLiavia, im dvbpOüv bk ou xiGexai. b^bujKe bi 'Acppobtrn 
xuj TTdpibi ou xauxiiv, dXXd xf)V KaXXicxr^v *€X^vtiv. biö xivec xpd- 
qpouciv ouxujc „xf|v bk fjvecev [so!], f^ ol K€Xctpic)Li^va buip' övö- 
)LiT]ve".] Kai fiXXojc bi cppdcai (dGexouvxai Kaxd xouc TiaXaioOc O&c 
Trep ol dvuj auxiliv ir^vxe cxixoi — nämlich V. 24—28 — , oöxuic 
Kai ol pTiG^vxec buo — d. i. V. 29 u. 30 — . V€Uix^pu)v X€ tdp 
X^Hic f) jLiaxXocu vn , Kai oub^ im dvbpdiv xiGcxai). 

Hier folgte Eustathios dem Bericht der geringeren Scholieii 
B V Townl., von denen er auch hinsichtlich der Zahl der athetierten 



EnstathioB als kritische Quelle für den Iliastext. 179 

Verse nur scheinbar abweicht^), hatte aber noch eine dem Scholion A 
sehr ähnliche Darstellung vor Augen, die er für die Verse 29 u. 30 
benatzte und in die der ersten Quelle entnommenen Worte einfliefsen 
liefs. Dabei nahm er nicht im geringsten Anstofs daran, dafs er 
nach seinen beiden Quellen über jnaxXocuvii zweimal und zwar fast 
wörtlich dasselbe berichtete. In ähnlicher Weise sind auch TT 31 
und T 79/80 die aus zwei Quellen entlehnten Angaben durcheinander 
gemischt. Aufser den bereits genannten Stellen mögen noch folgende 
verglichen werden, denen man es gleichfalls anmerkt, dafs Eustathios 
seine Excerpte aus zwei Quellen zusammenschrieb: 

A 106 (kqk' öccö^evoc, KaKOCCÖ|Li€VOc), 400 (Textänderung 
Zenodots), 675 (koXujöv, koXiuöv); B 461 ('Aciiu, *Aciuj, dciiij), 527 
(*OiXf]OC, 6 *IXfioc); H 438 (eö dpapuiac, nicht diri* dpapuiac; zu 
yergleichen die Schollen zu H 339); 189 (Athetese); A 306 (dp- 
Tccräo, 'ApT^ciao), 635 (uttö TTuGfi^vec, UTroTruGin^vec); M 295 
(dg/jXaTov, dHriXaTov); 397 (Travövpiov, UTTOVöccpiov). 

Bisweilen haben wir sogar das ausdrückliche Zeugnis des Eusta- 
thios dafür, dafs er zwei Quellen benutzte. Wichtig ist in dieser 
Beziehung besonders: 

TT 558. ÖTi iv tiij „xeixai dvf|p, öc TrpOüxoc dcrjXaTO xeixoc 
'AxaiÄv Cap7TTibd)v" (tö „^criXaio" dvxi xoO ^cdXeuce xeixai Kaxd 
TTopcpupiov ibc &TXÖ xoö cdXiw, ii oö Kai xö caXeuiw Kai cdXoc). dv 
b€ xoTc 'Hpobiupou Kai 'Attiujvoc qp^pexai [u)c ou bei TieiGecGai 
Aucavicji xö „8c irpuixoc dc/jXaxo" X^xovxi „crjXaxo" Kai bid xoöxo 
qiiXoOvxi xö fj dbc dtrö xoö ci^XacGai, ö briXoT xö dTTOCTräv Kai ca- 
Xeueiv, fxi b^ X^tovxi Kai öxi 6 jmfcv caXeucac xö xeixoc TTpujxoc 
CapTTTibiwv kxiv, 6 bJ eiCTTiibricac "Gkxujp,] ujcxe ou ^övou TTop- 
q)upiou, dXXd Kai AucavCou kxiv f) piiGeica dHrjTTlcic, Kai oub^ 
Trdvu dTTobeKxda dcxi xoTc TraXaioTc. oi b' auxoi, 6 'Airiojv bT]Xabf| 
Kai 6 *Hpöbu)poc, diriKpivouci Kai 6xi [bei im xe CapTiTibövoc ini 
xe "eKXopoc xö „dcr|Xaxo" dtrö xoO SXXecGai Kavovi2^eiv Kai voeTv 
dvxi xou dqprjXaxo. oöxiu ydp, qpaci, boKcT 'Apicxdpxuj. biö Kai 
bacüvei dKcTvoc xö fi. ''€kxujp [xkv ydp irpuüxoc bifiXGe, Captrribujv 
bi Trparroc ujpjLiTicev im xö xeixoc] 

Nach seinem eignen Geständnis waren hier die Gewährsmänner 
des Eustathios Porphyrios (natürlich nicht eine Schrift desselben, 
sondern ein daraus geflossenes Scholion) und Apion und Herodoros. 
Die Angaben der erstgenannten Quelle stimmen mit den Scholien 
der Gruppe V To wnl. L B , die der zweiten mit den Scholien A fast 



1) Nach BVTownl. erstreckte sich die Athetese auf 8, nicht 
6 Verse, wie A angiebt. Wie Eustathios auf die von ihm beliebte Vers- 
£ahl 7 — er spricht erst Ton 5 Versen, zu denen er dann noch 2 hinzu- 
fögt — verfallen konnte, begi*eift man, wenn man folgende Worte in 
BVTownl. liest: ärtö toOtou (V. 23) öktüi decToOci, xal toOc ixiv klf\c 
[S V Townl.] oÖK dXÖTiüc. ö bi TrpWTOC i^o\ öokcI beövriwc KCXP^IcOai . . . 
ol ttnä oöv öeövTiüc deexoOvTai kt^. 

12* 



180 Max Neumann: 

wörtlich überein. — Ein ander Mal wird von den beiden Quellen 
nur die eine namhaft gemacht; dies geschieht 56 — 77, wo Eusta- 
thios nach Darlegung der Gründe der Athetese folgendermaCsen fort- 
fährt: Ktti TttÖTtt jLiev Ol ö߀\i2[ovTec. Ol bk iir\jr\TcA Trpöc laöra, 
(Lv Ta TrXeiuj eteiXtiTTTai tujv 'Attiiüvoc Kai 'Hpobu)pou, ^KTiGevrai 
Xuceic dHioXöfOUC kt^. Die neben dem Buch des Apion und Hero- 
doros benutzte Quelle war auch hier Porphyrios und zwar gleichfalls 
in einer den Scholien der Gruppe VTownl. LB sehr ähnlichen Ge- 
stalt, dem er die gegen die Athetese geltend gemachten, aber auch 
einige der für dieselbe angeführten Gründe entnahm. Die meisten 
der letzteren aber verdankt er dem Buch des Apion und Herodoros, 
das auch in diesem Fall mit den Scholien A sehr grofse Verwandt- 
schaft zeigt. In ähnlicher Weise sind auch zu 185 zwei Quellen 
ausgeschrieben, von denen aber nur eine, die mit Schol. A sich nahe 
berührende — auch diesmal ist es Apion und Herodoros — mit 
Namen angeführt wird, während die Bezeichnung der anderen den 
geringeren Scholien verwandten Quelle unterblieben ist. — Noch sind 
drei Stellen zu erwähnen, an welchen aus des Eustathios eignen Worten 
auf die Benutzung zweier Quellen geschlossen werden mufs, wenn 
auch nur die eine der beiden genannt wird. K 67 beginnt Eustathios 
mit folgenden Ausführungen, für die sich in unsem Scholien keine 
Vorlage findet^): iCT^ov bk. ÖTi TÖ ,,ifpr]fopQa\" tq TrXeiu) täv dv- 
TiTpotqpuJV TTpoTTapoEuvouciv ibc AioXiköv. öXXiwc faß irapoHiivccGai 
öqpeiXei ibc TiaGiiTiKÖc irapaKei^evoc. ibc t^P K^KOira fi^coc Tiapa- 
KeijLievoc . . . ?Tepoi bfc dx toö ^TpriTOpficGai irapaKeifi^vou auTÖ 
cufKeKÖqpGai qpaciv und fährt sodann fort: 'Attiiuv bk xai 'Hpobiupöc 
qpaciv ibc tö „eTprJTOpGai" ouk dxpnv 7rpo7rapoHüv€cGai kt^., sehr 
ähnlich wie Scholion A. — Y 496 giebt er in Übereinstimmung 
mit den Scholien VTownl. LB zu € 499 an, dafs man dXujrj von 
dXoiOü herzuleiten und daher mit i subscr. zu schreiben habe, um 
dann hinzuzufügen: iv jn^VTCi toTc *A7riiuvoc Kai 'HpobiJüpou Keirai 
. . . oTi dXuüf) el fifcv bacuverai, crunaivei Tf)V SXujva* ei bk i|iiXoö- 
xai, ifiv djUTieXocpuTOV ff]V. (Diese Bemerkung ist innerhalb unsrer 
Scholien nicht nachweisbar.) — Y 269 endlich schreibt Eustathios 
zuerst ein in VTonwl. B vorhandenes Scholion aus, um sich dann auf 
Porphyrios zu berufen: öxi bh TÖ „dXXa buo [so!] [ikv fXac[c]^" 
Tivec Tpdqpouciv „dXXd buo [so!] juev GXdc[c]e" koI 6ti dTrdTrjv 
ouToi alriiüVTai tu)v dXXiwc Ypctqpövxajv, ujc rfic fiviw irepicpepeiac 
TOÖ G KoXoßu)GeicTic €ic qpavraciav toö e TpdjLi)LiaToc, br]\o\ xai 6 
TTopqpüpioc. Auch dieses zweite Scholion, auf das Eustathios hier 
anspielt, findet sich in B. — 

Aus dem bisher Gesagten erhellt, dafs Eustathios bei seiner 



1) Das sehr ähnliche Schol. L ist hier offenbar nicht Quelle des 
Eustathios, sondern vielmehr umgekehrt Eustathios die Quelle des Scho- 
lions; ebenso € 487, 734--36, K 457, X 310. 



EoBtathioB als kritische Quelle för den Iliastezt. 181 

Arbeit mindestens zwei Scholiensammlungen zur Hand hatte: eine 
unter andern auch Schollen des Porphyrios enthaltende und eine, 
die den Namen des Apion und Herodoros trug. Diese letztere war 
entschieden die Hauptquelle des Eustathios. Unter dem Titel 'Attiujv 
Ktti *Hpöbu)poc, iLv ßißXiov eic xd toö '0^r\po\) cpepeiai (A 20), 
wofür sonst xd 'Attiujvoc xai 'Hpobu)pou oder 'Attiujv xai 'Hpö- 
bujpoc, bisweilen auch kürzer 'AirioJV (z. B. I 378) oder oi Tiepi 
'Hpöbüüpov (K 324) gesagt wird, citiert Eustathios diese Quelle 
häufiger als jede andre, nämlich 49 mal im Iliascommentar, von 
den Pollen, wo es sich nicht um Prägen der Kritik handelt, ab- 
gesehn, und noch viel öfter wird er sie stillschweigend benutzt 
haben.^) Dafs das Buch des Apion und Herodoros eine richtige 
Scholiensammlung war, zeigen folgende Citate: 'Hpöbajpoc bk. Kai 
'Amtüv ^v xoic eic xö m cxoXioic X^youciv (TT 648) und ^v jn^vxoi 
xoic 'AiTiiJüvoc Ktti 'Hpobuipou Keixai dv xiu „veoapb€(a) dXujfiv" 
Kaxd xrjv cp' ßavpujbiav (Y 496). Vielleicht sind auch Citate wie: 
Ol bk cxoXiacxai qpaciv (B 504; aber ganz anders ist das oi cxo- 
Xiacxai B 865 zu verstehen) und Ypdcpexai bk iv xoTc cxoXioic 
(B 865) auf die genannte Scholiensammlung zu beziehn. Eine nähere 
.Prüfung der von Eustathios aus derselben angeführten Bruchstücke 
ergiebt die Thatsache, dafs dieselben fast sämtlich mit Schollen des 
Yenetus A eine mehr oder weniger grofse Ähnlichkeit zeigen. Es 
trifft dies bei folgenden 35 unter den 49 Citaten zu: 

A 116, 129, 573; B 717, 764; A 452; € 219, 656, 887 {Idjc, 
Zilie); Z 239; 178, 185; I 7, 147, 378, 453, 516; K 67, 105, 
134; A 239, 257; N 103; E 351, 372; 56 — 77, 320, 678; 
TT 548, 558; P 307; O 232, 542; V 266, 327. 

Von den noch übrigen 14 Citaten stimmen weitere 5 mit Scho- 
llen überein, welche sich ebenfalls im Venetns A, aber freilich in 
gleicher Gestalt auch innerhalb der Gruppe VTownl. LB vorfinden: 
A 20, 365; B 87; € 31 f Apec "Apec, 'Apec dpec), 99; nur 4: € 10; 
555; TT 31^); X 473 führen uns auf die geringeren Schollen als 
Quelle. Diese vier Ausnahmen können indessen die Begel nicht um- 
stofsen, dafs die Citate aus Apion und Herodoros auf Schollen des 
Yenetus A hinweisen. Wir werden daher zu der Annahme berechtigt 



1) Nicht selten wird Eustathios beim Citieren für die beiden Namen 
des Apion und Herodoros sein einfaches, aber, wie wir gesehen haben, 
vieldeutiges oi TiaXaioi gesetzt haben, wenn er es nicht vorzog, ganz 
über seine Quelle zu schweigen. Dafs der Ausdruck oi TraXaioC jene 
Namen vertreten kann, beweist 282, wo es helfet tö 6^ „öi^^ bOujv" 
^v öucl )Li^p€ci XÖYOu bei fp&cpew Karä touc TroXaioOc kt^. und zum Schlufs 
des Scholl ons oiItiüc Attiujv xai 'Hpööujpoc. Siehe aufserdem B 517 (im 
Vergleich mit P 307), € 666, TT 668. 

2) Hier (TT 31) verarbeitete Eustathios aus zwei Quellen stammende 
Nachrichten mit einander, wobei für Apion und Herodoros gerade das 
bezeugt wird, was uns nicht Schol. A, sondern die Schollen VTownl. LB 
bieten. 



182 Max Neumann: 

sein, dafs die beiden Scholiensammlungen einander ziemlich nahe 
standen. Dafs sie sich freilich auch in manchem unterschieden, kann 
man, von jenen vier nicht in A, sondern innerhalb VTownl. LB 
nachweisbaren Citaten abgesehn, auch daraus entnehmen, dafs die 
letzten 5 der 49 aus Apion und Herodoros erhaltenen Bruchstücke 
dem Venetus A (und ebenso auch den andern Scholien) fremd sind. 
Es sind dies die Excerpte zu B 499; 197; K 324; P 320; Y 496. — 
Wie bekannt, stellte das Buch des Apion und Herodoros, ebenso 
wie die Scholiensammlung im Venetus A, eine Bearbeitung des 
Viermännercommentars dar. Das zeigen deutlich die von Eustathios 
gegebenen Citate, in denen sich Eigentum des Aristonikos, des Di- 
dymos und des Herodian nachweisen läfst. Nikanor fehlt wohl nur 
zufällig in den Citaten.^) Auf Aristonikos geht zurück, was zu A 20, 
185, 555; I 378; 56—77; O 542 von Eustathios aus Apion 
und Herodoros angeführt wird. Was Didymos anlangt, so hatte 
schon Lebrs auf das Citat TT 31 aufmerksam gemacht, zu dem von 
Lud wich noch 197 und P 307 als Didymeisch gefügt sind. Viel- 
leicht gehört auch P 320 (dvaXKeiijci, dvaXKiijci) hierher. Die Haupt- 
masse der Citate aber ist aus der 'IXiOKf) Tipocujbia Herodians ge- 
flossen: A 116, 129, 365 (vergl. Herod. zu Y 251),' 573 (vergl. Herod. 
zu A 518, B 272, 583); B 87, 717, 764; A 452; € 31, 99, 219, 
656, 887; Z 239; 178; I 7, 147, 516; K 67, 106, 134; A 239, 
257; N 103; Z 351, 372; 320, 678; TT 548, 558; 232; 
X 473; V 266, 327 = 34 von 49 Citaten. Dies ist kein ZufaU, son- 
dern findet eine natürliche Erklärung darin, dafs sich in dem Scholien- 
buche des Apion und Herodoros noch mehr als im Venetus A das 
für den Viermännercommentar ursprüngliche Verhältnis geändert 
hatte, nach welchem die Excerpte aus Aristonikos und Didymos 
gegenüber denjenigen aus Herodian und Nikanor in der Mehrzahl 
waren. Wie die Scholien A so mufs auch das Buch des Apion und 
Herodoros vieles Fremdartige, erst später in den Viermännercom- 
mentar Eingedrungene aufgewiesen haben. Namentlich hat manches 
aus andern Schriften Herodians Aufnahme gefunden, so aus der 
KoGoXiKf) irpocujbia (vergl. das Citat B 499 über '€pu9pdc, *€pu6pac 
mit Herod. I p. 265, 33 nebst Anm., wo allerdings nichts über die 
Betonung 'CpuGpac verlautet; femer K 324 über oiix' &Xioc, oüx 
äXioc mit Herod. I p. 506, 6 nebst Anm. und Y 496 über dXuii^, 
äXu)r) mit Herod. I p. 540, 18fif. nebst Anm.) und aus der Schrift 
Trepi iraGuiv (vergl. das Citat € 10 über Ipeiic, nicht ipeuc, mit 
Herod. II p. 333 fr. 518 nebst Anm.). — Interessant ist, dafs das 
von der Conjectur des Aristodemos 6 Nucaieuc zu I 453 handelnde, 
sicher nichtdidjmeische und daher dem Viermänuercommentar von 



1) Nach FriedliVnder Nikanor p. 19 steht, insofern es sich um 
Scholien des Nikanor handelt, Eustathios den Handschriften EL n&her 
als dem Venetus A. 



Enstathios als kritische Quelle for den Iliastexi 183 

Hause aus fremde Scholion A (yergl. Lndwich Aristarch I p. 70) sich 
in gleicher Gestalt auch im Commentar des Apion und Herodoros 
befand, wie das Citat des Eustathios beweist. 

Aufser dem Buch des Apion und Herodoros benutzte Eustathios 
noch eine andre Scholien Sammlung, die der Gruppe YTownl. LB 
verwandt war und wie diese unter dem EinfluTs des Porphyrios stand. 
Scholien des letzteren lagen dem Eustathios an folgenden 16 Stellen 
vor, wenn auch nur zweimal — TT 658 und Y 269 — Porphyrios 
ausdrücklich als Gewährsmann genannt wird: 

A 106, 400; 9 189; K 262; A 636; 66—77, 66—77, 
212—17, 680; H 668; T 223; Y 269; 126 (uTiaXuHei, öiratHei), 
262 (ineXavöcTOu etc. statt M^Xavoc toO), 363; X 490—98. 

Nach Schrader Porphyrios p. 467 ff. verfügte Eustathios nicht 
über eine, sondern über zwei Handschriften dieser Art, die neben 
andern Scholien auch solche des Porphyrios enthielten. Bei Eusta- 
thios selber findet man allerdings keine Andeutung darüber. 

Da uns die von Eustathios benutzten Scholien zum gröfsten 
Teil noch heute vorliegen, so ist der Wert der von ihm daraus ge- 
machten Auszüge begreiflicher Weise nur ein geringer. Überdies 
weifs man ja, wie wenig ausführlich trotz aller sonstigen Weit- 
schweifigkeit, und vor allem, wie ungenau und nicht selten fehler- 
haft seine Angaben sind. B 672—74 und 186 und 189 ist der 
Umfang der Athetesen nur ganz unbestimmt angegeben; X 490 — 98 
wird nur von 9 Versen behauptet, dafs sie athetiert worden seien, 
während es nach den übereinstimmenden Berichten der Scholien 13 
waren; Q 24-^30 erstreckte sich die Atheiese auf 6, oder nach den 
geringeren Scholien auf 8 Verse; nach Eustathios, der für seine 
Behauptung einen Anhalt in den Scholien fand (vergl. S. 179Anm.) 
dagegen auf 7 Verse. Andre Irrtümer finden sich: f 36, wo be- 
hauptet wird, Aristarch habe rrapela statt Trapeidc gelesen, während 
es in dem von Eustathios ausgeschriebenen Scholion des Herodian 
heifst: qpaci )li^vtoi *ApiCTapxov . . . TpAcpeiv „Tiapeiac" cuv cilp c kt^.; 
vergl. aber noch Ludwich Aristarch 1 p. 481; A 480, wo die Be- 
tonung Xiv (nicht XTv) dem Aristarch fälschlicher Weise zur Last 
gelegt wird; vergl. Lehrs Ar.* p. 267; Z 37, wo er gleichfalls seine 
Quelle mifs verstanden und entstellt hat, vergl. Lehrs bei Lud wich 
Aristarch I p. 367; Y 30, wo er eine Lesart des Aristophanes (uir^p- 
jLiopov statt uirtp inöpov) irrtümlicher Weise dem Aristarch zuschreibt. 
Sehr oft hat Eustathios Namen, die er in seinen Quellen vorfand, 
gänzlich oder doch teilweise unterdrückt; von den vielen Fällen 
seien nur einige hier genannt. B 63 ist aus dem Anfang des Schol. A 
ai TrXeiouc kqi xapi^cxaTai bixa toO v „ßouXifi"- xai f) 'Apicxocpd- 
vouc bei Eustathios xiva bfe tOjv dvTiTpÄcp^v „ßouXfj" Tpdqpouci 
bixa ToC V geworden und aufser dem Namen des Aristophanes auch 
derjenige Zenodots beseitigt, sodafs nur noch in den Worten Kai 
(paciv o\ TTaXoioi . . . ^Apicidpxeiov elvai Tf|V TOiaÜTTiv Tpaqpnv die 



184 ^&x Neumann: 

Erwähnung Aristarchs erhalten hlieb; Z 319 ist das im übrigen 
ziemlich unverändert übernommene Sohol. A seiner sämtlichen Namen 
beraubt: 



Schol. A. Ol jLi^v biaipoöciv 
„^X^v", eiia „beKCXTTriXw"' 

ol be 
evbeKcxTrTixvj. 6 ixkv ouv 'AcKa- 
Xuüvixric oubejLiiav irpOKpiver oi 
be Tiepi 'HpaKX^uJva Kai 'AXe- 
Hiujva TTiGavuJTepav fiTOuviai 
Tf]V Toö ?vbeKa dpiGjLiou biacTo- 
Xr|v, ^TieibriTrep TÖi vaujuaxa, la 
^K buo cujLißXnOevxa Kai koX- 
XtiGevia, XcTexai buojKaieiKOCi- 



Eust. TÖ „?TXOC fx' ^vbeKd- 
Tirix^" Ol )Litv dcuvaXeiTTTiüc Tpd- 
qpovrec vooOci „beKdinixvj" t6 

TOÖ ''CKTOpOC JtXOC, oi b^ |Ll€Td 

cuvaXoicpfic X^TOuciv „^vbeKd- 

Tirixu", 

iL Kai 
dpecKOViai oi traXaioi, 

X^YOvrec Kai öti tö vaü^a- 
Xov biTiXdciov TOUTOU djc iK buo 
cujußXriG^v, 6 irep buo [so!] Kai 
cIkocitttixu X^T^i 6 ironirric. 



44 berichtet Eustathios, dafs in der Massaliotica KTeivojüievouc 
statt TetpOjLievouc stand, verschweigt uns aber, dafs Aristophanes 
und die Argolica (vergl. SchoL A) ebenso lasen; und ähnliches un- 
gemein häufig. Doch kommt auch der umgekehrte Fall vor, nämlich 
dafs Eustathios uns Namen erhalten hat, von denen die Schollen 
nichts wissen. A 5 hören wir, dafs Nikanor ßouX^ (statt ßouXii) 
las (in Schol. A heifst es nur Tivfcc cuv ti^ i Kaid boTiKrjv Kxd.); 
B 529/30, dafs zu denjenigen, welche diese beiden Verse verwarfen, 
auch Zenodot gehörte, was durch die Nachricht des Aristonikos, 
dafs der mit 529/30 zusanmienhängende Vers 528 von Zenodot 
athetiert wurde, Bestätigung findet. Auch H 475 nennt Eustathios 
den Zenodot und aufserdem den Aristophanes als Urheber der Athe- 
tese, wo in A kein Name angegeben wird, und Schol. VTownl. nur 
Aristarch nennen. Vergl. Lehrs bei Lud wich Aristarch I p. 282, 
Noch dreimal hat uns Eustathios den Namen Zenodots nebst seiner 
Lesart aufbehalten; A 85 erscheint Zenodot als Vertreter der im 
Scholion des Aristonikos ohne Namensnennung zurückgewiesenen 
Lesart oIc9ac mit c statt oic9a; N 643 erfahren wir, dafs wiederum^ 
Zenodot KuXaiji^veoc für TTuXaijueveoc lesen wollte, und E 40, daCs 
nicht nur Dionysios Sidonios^ sondern auch Zenodot die Lesart m\ie 
statt TTTfjEe hatte. Auch Aristarchs Name taucht bei Eustathios bis- 
weilen an Stellen auf, wo unsre Schollen denselben nicht kennen. 
B 552 heifst es, dafs Aristarch den Genitiv TTeieuJO von n€T€Oio 
herleitete und daher TTereipo mit Jota schrieb; f 280 wird unter 
Berufung auf Herakleides versichert, dafs die im Scholion des Hero- 
dian nur andeutungsweise erwähnte Betonung judpiupoi dcxe (statt 
jLidpxupoi ?cxe) die Aristarchische war; H 438 (vergl. die Scholien 
zu H 339) wird ausdrücklich von Aristarch gesagt, dafs er die Lesart 
^TTx' dpapuiac verwarf, mithin eu dpapuiac las; 555 wird (paeivrjv 



Eastathios als kritische Quelle für den Iliastext. 185 

(nicht cpctei vfiv) als Aristarchisch bezeugt; M 80 (vergl. Schol. ABL 
zu € 203) wird die Lesart äbe (nicht fibe) und Y 484 die Lesart 
TTeipeuj (nicht TTeipeoJc) ausdrücklich dem Aristarch zugeschrieben. 
Andre Namen, die Eustathios aufbewahrt hat, und die sich in unsem 
Scholien nicht vorfinden, sind: Dionysios Sidonios A 3 (diuvoxöei, 
wie Herodian); Ptolemaios Askalonites € 31 mit der Lesart 'Apec 
''Apec (nicht 'Apec dp^c) und € 359 (vergl. A 155 und 308) 
mit der Schreibart cpiXe (statt qpiXe) KaciYvriT€; die Glossographen 
Amerias und Neoptolemos I 378 (^v Kapöc aicr) statt dv Kapöc); 
Krates von Mallos M 25 (tv fjfiap statt dvvfljLiap); Autochthon Y 269 
(0Xdc[c]e statt fXac[c]e). Dagegen liegt sicher nur eine Verwechs- 
lung vor, wenn Eustathios die Athetese der Verse 65 — 77 auf 
Zenodot von Mallos (unsre Scholien nennen den Zenodot schlechthin) 
statt auf den älteren Zenodot zurückführt.^) 

In einigen seltenen Fällen verdienen die von Eustathios ge- 
machten Angaben neben denjenigen der Scholien ganz besondre Be- 
achtung : 

A 404. Hier giebt Eustathios die Lesart Zenodots etwas anders 
als Schol. A (qp^pTepoc äTrdvrujv öttöcoi statt qp^pTaxoc dTrdvrujv [so!] 
ÖTTiröcoi), allerdings gleichfalls fehlerhaft; vergl. Lud wich Aristarch 
I p. 193 und 170. 

A 608 (TTOiTicev Ibuiijci, troiiic* eibuiijci); vergl. Ludwich Ar. I 
p. 201. 

B 314. Neben TiTi2IoVTac führt Eustathios als Lesart Zenodots 
für xeTpiYtüTac auch noch T€TTi2IoVTac an. Über den Wert dieser 
Notiz vergl. Ludvnch Ar. 11 p. 20. 

B 520. Nach Eustathios las Zenodot statt Kai TTavoTrfia nicht 
Kol TTavÖTTTcaJV, sondern noch unmetrischer Kai TlavÖTreujv. 

B 865 (fuTaiii. . .XijLivri und fupaiTi. . .Xijüivii statt fuTaiTi. . . 
Xi^vii). Hier flofs des Eustathios Quelle noch etwas reichlicher als 
die unsrige im Venetus A. Vergl. Ludwich Ar. I p. 228 und 169. 

B 866. Nach Eustathios stand der auch von Strabo p. 535, 25 ff. 
(edd. Mueller Duebner) citierte, von einigen hinter 866 gelesene Vers: 

T)Liu)Xiu UTTÖ viqpöevTi, "Ybric dv ttiovi br|)Litu 

in der Iliasausgabe des Euripides. 

r 40. Hier ist Eustathios ausführlicher als das Schol. A, das 
nur sagt: Aiovucioc cpriciv 6 CKUToßpaxiü)V Adpbavov dirö '€XevT]C 
Kai TTdpiboc T€V€c6ai. Dagegen weifs uns Eustathios einen Vers 
zu nennen, den dieser Dionysios angeblich hinter V. 40 las: 

[ir]bi Ti Youvaciv oiciv dqp^ccacGai qpiXov uiov (vergl. I 455) 
Adpbavov. 



1) Vergl. Daentzer, de Zenod. stud. Homer, p. 24 und Schrader Por- 
phyr, p. 438. 



186 Max Neumann: 

Wie der aus dem Vers herausfallende Name Adpbavov unterzubringen 
sei, sagt uns Eustathios freilich nicht. 

K 268. Zu CKcivbeiav führt Eustathios CKavbeicji (mit ^v Cnav- 
beic/. erklärt) als Variante an, indem er sich dabei auf Tivd tuuv 
veuJTdpujv dvTiYpacpiwv Kai ou Tidvu ÄKpißÄv beruft. 

A 132. Ohne den Namen Zenodots zu erwähnen giebt Eusta- 
thios die Variante zu dv 'Avrtjidxoio böjicic anders an als unsre 
Scholien; nämlich dv dqpvetoC Tiarpöc statt dv 'AvTi|idxou oder 'Av- 

TljidxOlO TTttTpÖC. 

A 480. Hier wird eine Lesart XTv' [so! aus XTva durch Elision 
entstanden] fiTCiT€ statt XTv i\fOife angeführt. Vergl. Schol. D. 

M 283 (XuJTeCvra, XujToCvra). Die Angaben des Eustathios 
sind wichtig, weil durch dieselben die teils unvollständigen, teils 
falschen Nachrichten der Scholien ergänzt und berichtigt werden« 
Vergl. Lud wich Ar. I p. 342 f. 

N 584. Das von Lehrs Ar.* p. 301 für öjuapTribTiv (so AVTownL) 
conjicierte d|iapTi]briv bietet Eustathios zusammen mit öfiapTrjbriv 
und öjLiapTriTTiv. 

E 382. Die Worte des Eustathios tö bk „xeipovi böcKe" „bö- 
CKOv" Tpdqpouciv o\ dKpißdcTcpoi, TourdcTiv dbibouv o\ ßaciXeic 
sind eine willkommene Bestätigung dessen, dafs böcKOV die Lesart 
Aristarchs war, was manche bezweifeln. Vergl. Lud wich Ar. I p. 378. 

22 (betreffend zwei hier angeblich von einigen eingeschobene 
Verse). Vergl. Ludwich Ar. I p. 384 f. 

82. Eustathios nennt aufser den aus den Scholien bekannten 
Lesarten eiTiv, eXr\ und ^€iv [so! L] auch noch fJTiv, was er mit Jjv 
erklärt. 

P 37. Zu dpT]TÖv TidvGoc wird die Variante S^ßT]TOV erwähnt. 

V 332/B (betreffend die angebliche Textänderung Aristarchs). 
Vergl. Ludwich Ar. I p. 487. 

V 805/6. Die Fassung der dem Aristophanes zugeschriebenen 
Verse ist bei Eustathios etwas anders als im Schol. VTownl. Statt 
7Tp6c9ev liest er TrpüüTOC und statt dvbpAv — dvbpöc, was Nauck 
in dvbpüüv gebessert hat. Vergl. Ludwich Ar. I p. 493 nebst Anm. 

Dies dürfte so ziemlich die ganze Ausbeute sein, die die Biz- 
cerpte des Eustathios liefern, soweit uns die Quellen derselben in 
den Scholien vorliegen. 

IL Varianten, deren Quellen wir niclit mehr besitzen. 

Von Wert sind die Excerpte des Eustathios vornehmlich da, 
wo wir die Quellen, aus denen er schöpfte, nicht mehr besitzen. Im 
besondem konnte er sicher noch manches Scholion benutzen, das wir 
in unsem Sammlungen vergebens suchen. Aus solchen verlornen 
Scholien werden folgende mehr oder weniger beachtenswerte An- 
gaben des Eustathios geflossen sein: 



EaBtathioB als kritische Quelle für den Iliastext. 187 

A 4 (b' dXuipia, bi dXü&pia, b' IXXüüpia). 

A 6*^) (bid CTTiTTiv dpicavTO statt biacTriTT]V dpicavre). 

A 102 (eupuKpeiujv, eupu Kpeiiüv). 

A 122* ((piXoKxeav^CTaTe statt (piXoKTeavwTaTc). Vergl. Lud- 
wich Ar. I p. 181. 

A 469 (av fpucav, au^pucav). 

A 473 fTTttiriova, nairjova). 

A 510 (rijLiriv statt Tijuq). 

B 44 = M 462, T 368, 12 (uttö, uTiai). 

B 54 = V 303 (nuXoiT€V^oc, nuXTiT€vdoc). 

B 95, vergl. Q 79 (cTovaxiCeTO, CTevaxtteto). 

B 342 wird yap ß* itiiecc' dpibaivojuev (nicht Tap dTi^ecc*) 
als Lesart der äfaQä dvriYpaqpa bezeichnet. Eher dürfte das Um- 
gekehrte zutreffen; man vergleiche 600, wo gerade fäp ^KttCpTÖc, 
nicht Y<ip ß' ^KaepTÖc als Aristarchisch verbürgt ist. 

B 350 Tjrannion betonte (pf\\x\ statt (pr]\xi 

B 520 (Kpiccav, KpTcav). Vergl. Ludwich Ar. I p. 222. 

B 544, vergl. M 425 (briiujv zweisilbig brjuüv zu lesen). 

B 557* (S.f€. xpiCKaibeKa statt äfev bucKaibcKa). 

B 633* ^alYiXiTTa Tprixeiav, nicht AlTiXma Tprixeiav). 

B 702* (ttcXu TTpiixiCTOV, TTcXuirpoiTiCTOV [so!]). Vergl. Fried- 
länder Nikanor p. 100, wo von den aus Mifs Verständnis des Aus- 
drucks u(p* Iv entstandenen Schreibungen ßdcKiOi (B 8), ^Miebuujv 
(0 232) etc. die Rede ist. 

B 738* TApTiccav, "ApTCiav). 

B 828* (b' 'Abpr)CT€iav, bk AprjCTeiav). Vielleicht war hier 
Steph. Byz., der in seiner heutigen Gestalt freilich nichts über diese 
Variante sagt, die Quelle des Eustathios. 

B 849 (eupu ß^ovToc, eupup^ovroc). 

B 867* (Naucrnc, NActtic). 

r 13 (KOviccaXoc, KovicaXoc). 

r 147. Accent von KXutIoc. Vergl. Herod. I p. 119, 31 f. u. sonst. 

r 272 (äujpTO, fiopTo). 

r 388 rfjcKeiv, nicht fjcKei). Vergl. Ludwich Ar. I p. 240. 

r 409 (Athetese). Vergl. die Schollen zu b 12. 

r 411. Das von Eustathios als Variante zu TTOpcuv^ouca an- 
geführte TTOpcav^ouca dürfte die Aristarchische Lesart sein. Vergl. 
Schol. P zu r) 347, das TTÖpcaivc für TTÖpcuve als Aristarchisch be- 
zeugt. 

r 442* (?pajc oder ?poc (pp^vac und qpp^vac fpoc). 

A 10 ((ptXo)i€tbiic, (ptXO|i]Ll€lb/jc). 

A 24 = 6 461 (ouK fxctbc, ou K^xctbe). 

1) In den meisten der hier aufgezählten Fälle lassen sich die von 
Eustathios angegebenen Textschwankungen noch io unsrer heutigen 
handschrifilichen Überlieferung wahrnehmen. Wo dies nicht zutrifft, ist 
zum Zeichen ein Sternchen * gesetzt. 



188 Max Neamann: 

A 363 (jaerajaiuXia, juexaiauivia). 

A 400 fx^'P^ci, nicht x^peiaY Vergl. Ludwich Ar. I p. 606. 

A 528 (TTveuiaovi, TrXeujiovi;. 

G 4* (baiev oi? und baie be oi [so!] statt baU oi). 

G 5, vergl. K 277, Q 707 (dcxep* ÖTTUjpivui, dcx^pi ÖTTUüpiviu). 

G 59* (t^ktovoc, TeKTOvoc). 

G 117 = K 280 (cpTXai 'AOrivTi, cpiXe* 'AOrivTi [so!]). 

G 148 = N 663 (TToXuibov, TToXOeibov); vergl. Gramer An. 
Par. IV p. 188, 25 und die von La Roche zu N 663 aus dem Et. 
Mg. u. Et. Gud. angeführten Stellen. 

G 158. Nach Eustathios hatte Herakleides die Lesart x^P^CTat 
(nicht xnP^C'^cti) vor Augen und nahm an dieser fehlerhaften Be- 
tonung (vergl. Herod. zu G 158 und zu N 382) Anstofs. Über die 
auf Grund dieser Stelle von Osann angenommene Homerausgabe des 
Herakleides vergl. La Roche, D. Homer. Textkr. p. 7 9 f. 

G 487* (dniici, äniici, vergl. Herod. I p. 86, 12 ff.; dniici, nicht 
dvjjici, im Widerspruch mit Herod. I p. 539, 7 f.). Das Schol. L zur 
Stelle stammt aus Eustathios. Vergl. Z 443. 

G 510* (dTeipai, dTeipai). Sollte dTcTpcii — dies boten nach 
Eustathios id TrXeiuj tujv dviiYpdcpuJV — vielleicht die Ari^tarchische 
Lesart sein? V 287 las Aristarch fx^PÖev, nicht dT^pOev. 

G 598 (uJKupöiü, nicht uJKußpöiu). 

G 838* (Trribivoc statt qpriYivoc). Vergl. Ludwich Ar. I p. 261. 

G 887 (fj Kev, nicht et Kev). 

G 899 (dvuJTev [so!], dvwTei). 

G 902 (^TTeiTÖjLievoc, ineifoixevov). 

Z 56. TTeTTOieaTai für TTeTroiTiTai schrieb Zenodot. 

Z 62. dTTÖ ^9ev, nicht dirai £9ev, lasen die dKpiß^CTepoi. 
Vergl. oben B 44 (öttö, UTiai). 

Z 155*. '6\\epo(pövTr|V für BeWepotpövTTiv las Zenodot 
Vergl. Ludwich Ar. I p. 268. 

Z 265. jidveoc (nicht |iev€OC b' oder jueveöc t*) dXxfic T€ las 
Aristarch. Vergl. Friedländer Nikanor p. 121 f. 

Z 380* (duTrXÖKaiioi, du7T\ÖKa|iov). 

Z 443* (kuköc $ statt KaKÖc ujc). Das gleichlautende (nur 
d [so !] statt $) Scholion L ist gewifs aus Eustathios geflossen. Andre 
Fälle in denen L von Eustathios abhängt: 6 487, K 457, X 310; 
vergl. auch S. 180 Anm. 1. 

Z 523 (|Lie9ieic, jueGiTic). 

H 238 (iib' dm beHid, nb' dir' dpicxepd statt olb* dm beHid, 
Gib' dir' dpiciepd). 

H 243 (Tuxoijii, Tuxujjii [so!]) = X 450 (Tbipjii [so!]). Vergl. 
Herod. im Schol. H zu tt 79. Irrtümlicher Weise werden die Formen 
TuxuijLii, tbu)jLii (so Herodian) von Eustathios nicht als Conjunetive, 
sondern als Optative angesehn und daher mit Iota subscr. geschriebexi. 

H 333. Hier wird KaTaKeiojiev, nicht KaTaKrjuj|üi€V [so!], als 



EuBtathios als kritische Quelle für den Iliastext. 189 

Lesart von rd TrXdiw tOüv TraXaiüüv dvTiYpotcpaJV angegeben. Vergl. 
I 88, wo es heifst: bid bicpGÖTTOu bfe Kai vöv tö „KciavTc" Trapd 
Toic TraXaioTc dvriYpdcpoic und I 234: tö bi „Keidjuevoi" bid bi- 
q)8ÖTT0W ^X€i TTiv dpxoucav. Dafs gerade die Schreibung mit x] 
(xaKKnat, nicht KttKKeTai, und Krjavrec, nicht K€iavT€c) die Aristar- 
chische war, lernen wir aus den Scholien zu \ 74 und v 26. 

e 197 (auTOVüXei, auTOVUxO- Vergl. Ludwich Ar. I p. 286. 
e 234 (oub' dvoc, nicht oubevöc). 

448* (m^vtcv statt ji^v Gtiv). Vergl. Ludwich Ar. I p. 294. 
e 488 (TpiWicToc, xpiXiCTOc). 

e 630 (uTT* T^oT statt utt' t^oToi [so!]). 

1 141 TAxaiiKÖv, nicht 'AxaiKÖv). 
I 377 (iK Ydp eö, ^k ydp ol). 

I 463* (cxpujqpdcöai, CTpocpdacGai). 

I 592. d\u)Ti [so!J wird als Optativ aufgefafst und von d\oir| 
hergeleitet, ebenso TT 88 biur|, von boir|. S. o. H 243. 

K 78 (ClJüVUTO, CUJVVUTO). 

K 98 (dbriKÖTCC, nicht dbbriKÖiec). 

K 159*. Hier (hinter 159) schiebt Eustathios in einem ge- 
legentlichen Citat einen auch von Diogenes Laertius VI 2, 6 ge- 
kannten Vers ein. 

K 274 (dptubiöv, dpiübiöv). 

K 344 (irap^H ^XGeTv, Trape^eXGeiv). 

K 457 (qpGeTTOM^VTi statt qpGeTTOjievou). Das wörtlich über- 
einstimmende Schol. L stammt aus Eustathios. Vergl. Z 443. 

K 461*. Durch Eustathios erfahren wir, dafs auch hier, wie 
A 585, T 443, 120, ein Schwanken zwischen x^ipi (für Aristarch 
bezeugt A 585, t 443) und X^pci stattfand. 

K 542* (beEir) xe [so!] ^C7Td2!ovxo, beEif) T^cirdZiovxo). 

A 27 (Tpiciv, Tpicciv). 
A 156* (cxp^qpei statt (p^pei). 
A 252* (uTrepGev statt fv€pGe[v]). 

A 345. Die zu ^IT11C€ angeführte Variante dvör|ce findet sich 
auch unter den Varianten A* mit Tpdqpexai. 
A 515* (x' fJTTia, nicht G' fima). 
A 573* (xaXKOV statt XeuKÖv). 
A 631* riepoö dKxrjV, lepöv dKxr|v). 
A 639* (Kvn, Kvde). Vergl. Ludwich Ar. I p. 334. 
A 640 (Kvr|cxi, Kvrjcxei). 

M 35* i^&xr] ivoTrrj x€ statt jiidxri dvoirri xe). 

M 157. Aus der Thatsache, dafs Aristarch den Accusativ laf]V 
mit Circumflex schrieb, schliefst Eustathios, A. habe auch den No- 
minativ nicht 2!ar|C als Oxytonon (so Herod. zu M 157 und zu e 368), 
sondern 2!afic als Perispomenon betonen müssen. Dieser Schlufs ist 
ebenso irrig wie der, dafs Aristarch Xiv (nicht Xiv) schrieb nur des- 



190 ^ftx Nenmann: 

halb, weil der Nominativ von ihm thatsächlich Xic betont wurde. 
Vergl. A 480 und Lehrs Ar.^ p. 257. 

M 211* (dei jidv TTüüC jioi, d€i \ikv ttijüc )lioi). 

M 281 (KOijLir)cac, KOi)iiccac). 

M 303. Nach Eustathios schrieben die dKpiß^CT€poi „bou- 
pecci", nicht „boüpaci". Stimmt mit Schol. A zu I 488 : oötujc biet 
ToO e „Touvecci". 

M 318* (dKXeieic, dKXneic). 

M 353* h" Sp in" Aldvxecci, bk Tiap' AldvTecci). 

M 464* (c|i€pbaX^oc statt cjuepbaX^uj). 

N 203* COiXndbTic, 'OiXidÖTic). 

N 477 (ßoQ eoöv, ßoneöov). 

Z 398* (IHoqpöpoiciv statt uniiKÖjiOiciv). Vergl. Ludwich Ar. I 
p. 69 Anm. 

Z 411* (?v deipac, nicht ?v' deipac). 

Z 485 ("Apeujc, "Apeoc). 

187* (r^Keio "Picf, t^k€ T^a, t^kc 'Pein statt t^kcto 'P^a). 

308* (dcTTiba statt alTiba). Vergl. 400. 

513* (TTaupOT^poiciv statt xcipox^poiciv). 

625* (Xaöpov statt Xdßpov) = TT 385 (XaupÖTaTOv, Xa- 
ßpöxaTov). 

639 r€upuc0fioc d^eXiwv, €upucef)oc dvaKTOc). 

646 (7T0briV€Kfec ?pKOC, 7T0br|V€K^', ?pKOC). 

666 (xpujTracGai, xpujTräcGe). 

704 (vea)c, veöc). 

TT 9* (lccu|i^VT]v, dccuji^vri). 

TT 151* CÖKeavoTo, 'HpibavoTo). 

TT 362. über yivuickuj, TiTViicKUj; Y'vojuai, TiTVOjiai. Vergl. 
Herod. II p. 179 fr. 39 nebst Anm. und II p. 486, 24 ff. nebst Anm. 

TT 689/90. Vermerk, dafs iv xici xuiv dvxixpdcpujv diese beiden 
Verse fehlten. 

P 83 (djLKpijieXaivac, djicpi jieXaivac). 

P 265* (i^iövoc statt i^iövec). 

P 415 = H 352 QU |idv rijuiv düKXe^c, nicht ou fidv f||LiTv 
euKXe^c, wird von Eustathios als die von den Alten beliebte Be- 
tonung bezeichnet. Diese Angabe geht ohne Zweifel auf ein ver- 
lorenes Scholion Herodians zurück, der indessen (vergl. Lentz Herod. 
I p. 559 Anm., wo die über fijiiv, fjjLiiv erhaltenen Schollen Herodians 
zusammengestellt sind) t^jliiv, nicht f|)Liiv schrieb. 

P 446 röi2!upu)X€pov, 6i2Iupöxepov). 

P 524 (vribuioici, VTibuoici). 

P 607* (b' ddTn, bfc firn). 

P 748 (xexuxn^c statt xexuXTiKiic). So las Herakleides. 

C 48 ('Aiideeia, 'Ajudeuia). 

C 412 (epiicac, nicht qpuccac). 

C 520* (eTK€, f]K€). 






Enstathios als kritische Quelle fflr den Iliastext. 191 

C 548 rdpTipoji^VTi , dpTip€ji^vij\ 

C 550 (ßaeü Xi^iov, ßaGuXtiiov). Vergl. B 702. 

C 575* (KÖTipOU, KOTTpoO). 

T 194 (bijüpa i\xf\Cj buipa b' djuflc). 
T 316* {iv\ KXiciT), dvi rXiciijci). 
T 401 (fivioxf^a, fivioxnac). 
T 402 (lo|Li€V, ^wixev), 

V 260 (dKUJKri, dKUJK^). 
112 CApei, "Apij). 

<t) 260* (iTpop^ovroc , Trpoßß^ovxoc). Vergl. Ludwich Ar. I 
p. 466. 

<t) 400. Die Variante alfiba statt öcTriba (s. o. 308) findet 
sich auch unter den Varianten A* mit Tpdcperai vor. 

<t) 450 (ttoXuttiG^oc statt TToXuTnÖ^cc). 

<t) 587* (cpiXujv TOK^uiV dXöxuJV t€ und (piXujv dXöxiwv to- 
Kdu)v Te). 

590 (iraxeiTic statt ßapeiiic). Auch diese Variante befindet 
sich unter den Varianten A* mit Ypdcpeiai. 

X 83* (dTtdcxov, nicht dvdcxov). 

X 310* (dpv* djiaXriv, fipva juaMv). Das Schol. L zu H 463, 
wo von dieser Variante die Rede ist, ist aus Eustathios ausgeschrieben. 
Vergl. Z 443. 

X 411 (Kai' ÄKpTic, KaxdKpric). 

V 83 (iiGeijuevai, Tiörniievai). 

V 120* (bia7T\r|CcovT€c, biaß^rjccoviec). 

V 264* (buujKaielKOCi|ieTpov,buu)KaieiKOCi|i€Tpov, vgl. 0678). 

V 295* (TTöbapTOV, iröbapTOv). 

V 319* (TTCTTOieiüc, Ttdiroiee). 

V 396 (epuxxixen, epuXixen). 

V 581 (m b' Are, el b* &fe). 

V 701* (iraXaiciiocuvTic, TraXaijuocuvTic). Vergl. Ludwich Ar. 
I p. 492. 

Q 238* (dviTTTUJV, dviccujv). 

Q 264 (dmeeiTe, dniefiTe). 

Q 428 (d7r€|LivricavT0 , d7T€|LivricavTo). 

Q 687 (iraTbec toi, naibdc toi). 

Die hier aufgeführten etwa 130 Excerpte verraten sich zumeist 
schon durch ihre äufsere Form — Tivfcc Ypdcpouci, ?T€poi bk Tpd- 
(pouci, 9^Xouci jidv Tivec Tpdqpeiv, el bk Tpd(p€Tai, -^Q&cpeTai bk Kai, 
TOI TiXeiuj Tuiv dvTiYpd(pu)v TP^i^o^civ (und viele andre Hinweise 
auf die dvriYpaqpa), einmal geradezu (päd bk Td cxöXia (G 487) — 
als aus Scholien und ähnlichen Quellen stammend und unterscheiden 
sich dadurch sehr deutlich von den noch zu erwähnenden Varianten 
mit f{ oder wenigstens der Mehrzahl derselben. 



192 ^^^ Neumann: 



m. Die Varianten mit fj. 

Eine besondre Besprechung erfordert eine ganze bisher noch 
nicht berücksichtigte Klasse von Varianten, deren Eigenheit darin 
liesteht, dafs sie entweder mit fj und einem Zusatz, wie z. B.: A 493 
„eKTtece x^ipöc" F| Kai äWujc Kard Tiva tuiv dvTiTpotcpuiV „fKcpuTC 
Xeipöc"; H 337 „dK Tiebiou" f\ jnaXicia „dv Ttebitu**; K 448 „X^ipac 
djueTo" f\ jLiäXXov „k djudc"; M 62 „dXauvojiiev uJKdac \'7T7rouc*' f\ 
Kaid Tivac, ou laevToi KaXuic, „dXaüvexe jiijüvuxac ittttouc"; E 81 
„n Tiep dXujri [so!]" f\ Kai fiXXwc „r^e dXuin"; 450 „\ejidvujv irep" 
f| Kaid boTiKf]v TTTUJCiv „k)Li^vijj TT€p"; 4 „'Axaioi" f| Kaxd Tivac 
„Ol dXXoi"; 533 „öiu" f| bicuXXdßuJC „oTu)*' u. s.w. oder weit häufiger 
in aller Kürze mit fj allein eingeführt werden. Diese Varianten, die 
sich eigentümlicher Weise in den ersten zehn Büchern der Ilias nur 
ganz vereinzelt finden^), deren Häufigkeit aber vom 11. Buche an 
merkbar zunimmt, stammen wohl nur zum Teil aus Scholien, die 
von Eustathios in der weitgehendsten und rücksichtslosesten Weise 
gekürzt sind. So schrumpfte z. B. A 277 das Schol. A TÖ „löVTi" 
'Apicrapxoc bid xoO e, ö bk ZrivöboTOC bid toö T oder ein dem- 
selben ähnliches bei ihm zu einem kurzen lövTi f\ dövTi zusammen 
oder es verwandelte sich € 797 ein Scholion wie 'Apicrapxoc „Tiu TCi- 
peio*', aXXoi bk „tiu Tpißeio" in ein blofses TeipcTO fj ipißeTO. Der 
gleiche Vorgang, dafs durch Kürzung aus einem Scholion eine mit 
fj angeführte Variante wurde, hat sich wohl auch an folgenden 
Stellen abgespielt: 

A 493 „^KTtece x^ipöc" f| Kai dXXwc Kaxd xiva tuiv dvTiYpd- 
qpujv „?Kq)UTe x^ipöc" (vgl. die Scholl, zu B 266); Z 31 TeuKpoc 
b* 'ApeTdova biov f\ TeÖKpoc b* ftp *€Tdova biov, 149 „i^M^v cpüei 
Tib* d7ToXr)Y€i", TouTecTi Kai qpüei Kai diroXriYei, f\ Kai fiXXiwc [„f] 
)Li^v qpüei, f] b' dTToXriTei"] ciuTri jbifev cpiiei, dKeivri bk diroXriTei; H 110 
dvd b* icxeo. . .f| dvd bk cx^o; 334 = TT 669 „fiiro Ttpö veÄv" f\ 
ILidXXov. . . „dTTÖTipo veOüv; 337 „dK Trebiou" f\ jiidXiCTa „dv irebiui" 
(vgl. die Scholl, zu H 436); I 215 fOriKev f\ h^ve; 310 „Kpavdu) 
Te" fj „q)pov€uj", bixu)c Tdp Tpdq)€Tai ; 612„öbup6|LievocKaidx€i5ujv" 
f\ KOLX dXXujc. . . „dv\ CTr|9ecciv dxeiiujv"; K 306 dpiCTeiiuiciv f\ dpi- 
CTOi ?ujci; A 40 djicpicTecp^ec . . .f| djiKpiCTpecp^ec; M 44 = P 662 
dvTioi f| dvTiov; 68 „TpiOecci [bk] ßouXeTO viK^v" f| jidXiCTa „Tptü- 
ecci bk ßoüXeT' dprJTeiv"; 286 elXÖTai f\ eIXuaTai; 340 „d7rd)X€To", 
ö KTUTTOC br|Xabf|, f| „d7Tiux«To", fJTOuv d7TeTrop€u9Ticav Ol Tpüuec, 



1) Eh entfallen von diesen Varianten mit i\ auf B 8, anf f 3, A 8, 
€ 5, Z 2, H 6, 4, I 8, K 4, A 9, M 16, N 6, = 10, 16, T\ 16, P 14, 
C 16, T 6, Y 7, 21, X 14, Y 19, Q 22. Insoweit sie verstümmelten 
iScholien entstammen, findet die steigende Häufigkeit dieser Varianten 
wohl darin ihre Erklärung, dafs Eustathios über seiner Arbeit ermüdete 
und gröfsere Kürze anstrebte. 



Eustathios als kritische Qaelle för den Iliastezt. 193 

f\ juaWov „dTTibxaTo", 8 den kt^.; N 384 fjXGev djniiviuip 1^ fjXO' 
dTTajLiiivTUJp; = 223 ji^cif) 1^ dui; 400 öcct] F| töccti; 412 CTflGoc 
d߀ßXriK€i f| CTfieoc ߀ß\r|K€i; 438 iib be oi öcce f| mb bd ol öcce; 
197 Kdpbiov f| ßd\T€pov; 307 ßißdc f\ ßißwv; 450 „lejudvuüv 7T€p" 
f| Kard boTiKf|V tttujciv „UjLieviu irep"; 621 „dKiriv" F| „dKTf)" f| jiäXXov 
. . . „au-rfiv"; 694 „iSpcev" f\ laäXXov „iScev"; TT 236 „ei jifev brJTTOTe^* f| 
jLidXXov „fj jifev briTTOT* diiöv^' (vergl. Schol. L und Eust. zu Z 234); 
440 feiTtac f| femec (vgl. Schol. B zu A 106); 450 cpiXov f| cpiXoc; 
488 dir* eiXiTTÖbecciv f| dv eiXiTTÖbecci; P 551 „dauTf|v" f| juäXXov 
biaXeXujidvuiC „? aurriv" (vergl. aufser Schol. V zu P 551 namentlich 
Schol. A zu I 342); C 71 „doTo" f| jiäXXov „dfioc" (vergl. die von 
Ludwich zu A 393 angeführten Stellen); 477 Kpaiepf^v f\ Kpaiepöv; 
Y 297 „Tif| vOv" f| Kard Tivac „titi vöv" (vergl. Schol. AB zu Y 251); 
464 €1 TTUJC ev f\ €i ttuüc eu; <t) 18 ^cGopev f\ fvGope; 126 ürra- 
Xu£€i...F| uTTtttHei; 394 „Kuvdjiuia" fj Kaid Tivac „Kuvöiama"^); 
583 fj brJTrou f\ ffix] ttou; X 59 irpöc bi jiie f| Ttpöc b' djid; 72 /Apni 
KTttjueviu" f\ cuv9dTiJüc ,/ApriiKTajLidviu'' (vergl. Schol. AB zu. 301); 
388 „CiJüöc dv 'ApTcioici qpiXoTTXoXdjioici juexeiui" f\ Ka9' dxepav 
Tpaepfjv „2!uJoTci[v] juerdu), Kai jlioi (piXa Touvax' öpiLprj"; 402 
TTijiiTrXavxo . . .f| TriXvavxo; V195 uTidcxexo f| umcxexo (vergl. Schol. 
A zu Y 84); 343 ?cc€xai f\ &ceai; 374 dcp' dXöc f] dcp' dXcc; 523 
bicKoupa. . .f| biCK' oflpa; 593 „dTiaixticeiac" f| jnaXXov cacpdcxepov 
„diTttixticeiac"; 691 eicxrjKei f| dcxriKeiv; Q 546 „xa»v"...f| Km 
dXXujc bixa xoO v „xuj"; 764 ujcpeXXov öXdc9ai f| öcpeXX' dTToXdcGai. 
In allen diesen Fällen besitzen wir noch die Schollen, die von 
Eustathios oder bisweilen vielleicht auch schon von seiner Quelle zu 
Varianten verstümmelt wurden. — Häufig ist zwar das Scholion, 
aus dem Eustathios seine Variante mit fj zurecht machte, nicht mehr 
vorhanden, aber ti'otzdem besteht kaum ein Zweifel daran, dafs er 
aus einer deraiügen Quelle schöpfte. Man vergleiche die Variante 
H 352 fijuiv f| fJiLiiv mit dem Excerpt P 415 JÖ „ou jidv fijiiv". . -TPd- 
cpouci jidv xivec „ou jidv fijiiTv" . . . dpdcKei bk xoTc TtaXaioTc i\ Trptüxri 
tpacpil, femer die Variante M 425 brjouv f\ briiouv mit dem Excerpt 
zu B 644 xö bk „bniujv" dvxa09a ol TiaXaioi dHioOci „b^ujv" dva- 
Yiva)CK€iv bicuXXdßuüc Kxd., oder die Variante M 462 (= T 358, 
<!> 12) ÖTTÖ ^iTTflc f\ uTtai ^mfic mit dem Excerpt zu B 44 xö „uttö 
XmapoTci" xiv€c „uirai XmapoTci" Tpa^ouciv, oder Q 79 direcxevd- 
Xnce bi. f\ dTrecxovdxnce mit B 96 „cxevaxiCexo", oij TToXXdKic i\ 
dpxouca Ktti bid xoö ö jiiKpoO irpotpdpexai. Wo, wie B 505, Eusta- 
thios zuerst die Variante — [uttö] ölißac f\ TTTOOrjßac — angiebt. 



1) üier (0 394), wo Eustathios nach Anführung der Variante mit 
f\ auf dieselbe weiter unten mit folgender Bemerkung zurückkommt: 
„Kuvdjiuia" bi yj dvaiöi^c. . .KOivörepov bi toO „Kuvd^uia" tö „Kuvöjiuia" 
und ^Tcpoi bi biä toO i fp&cpovcx . . . „Kivdjiuiav" kt^., sieht man deutlich, 
wie solche Varianten aus Schollen entstanden. Sehr ähnlich 126 
und sonst. 

Jahrb. f. oUfs. Philol. Sappl. Bd. XX. 13 



194 ^äx Neumann: 

um dann weiter unten mit den Worten o\ TtXeiouc ou vooOciv „uttö 
Grißac" dv buci ji^peci \6tou, dWd ucp' t\ „TTioerißac", X^TOvrec 
KTd. sich ausführlich über die eine Lesart (oder manchmal auch 
über beide) zu verbreiten, ist es gleichfalls gewifs, dafs er ein 
Scholion vor Augen hatte. In dieser Weise sind folgende Stellen 
aufzufassen: G 402, 553, I 503, A 381, M 70 = N 227, N 617, 
732, n 95, P 437, Y 62, 455, V 319, Q 263 (vergl. das Excerpt 
zu Q 264). Überhaupt jeder Zusatz, der, wie wir oben sahen, sich 
nicht selten an das die Variante einleitende f\ anschliefst, berechtigt 
zu der Vermutung, dafs wir es mit dem Rest eines Scholions zu 
thun haben; man vergleiche: 

B 850 „atri" f| „alav", öittuic fäp f] Tpctcpt^, äbnl. 621 
„Tpocp^ovTai" bk „KiifiiaTa" f\ „ipotpöevia", YP<i<P€Tai yäp bixujc; 
€ 253 „dXucKoZiGVTi" f| „dXucKdCovra jLidxecGai", fijicpuj ydp dcö- 
XciKtt; K 448 „X€ipac ijueio" F| jidXXov „k djudc", fJTOuv f|ii€T^pac, 
ähnl. P 269, T 423, Y 417, auch Q 221, wo statt f| jidXXov aus- 
nahmsweise jiäXXov bi steht: „oloi", ladXXov bi „fj o?*; P 661 
„leOvei" f| fudXicTtt „leüei", ebenso C 194, X 205; M 52 „xelXei" i^ 
bicuXXdßujc „xciXei, kiaötec", Kai dXXujc bk „x^iXei ^(pecTaÖTec", 
ähnl. = 81 „fi 7T€p dXuJTi [so!]" f\ Kai fiXXujc „r^fe &\\\)r\''; M 62 „dXau- 
vojaev ujK^ac Yttttguc" f| Kaxd iivac, ou ju^vroi KaXuic, „^Xaiivere 
jiuivuxac Ilttttouc", vgl. 17 656, 4, ¥117;X418 „Xlcccjuai dv^pa 
ToöTov" f\ Kaid Tiva tOüv dvTiYpdqpiüv „Xiccujjli' dv^pa toOtov"; 
X 281 „jLiu9oic" f| „jiOGifi" Kaxd boTiKf|V tttiöciv f\ „juuGujv" Kard 
TeviKf|V TTXTieuvTiKrjV, ähnl. ¥ 130; V 816 „fjcav" bid tou n f^ 
„Icav [so! lies IcavJ" bid toO ~, ö dcTiv dTiopeuGTicav; 70 „äfi- 
|Li€vai" f| bi* ^vöc jl „fijLievai"; <t) 533 = T 71 „öiw" f| bicuXXdßiwc 
„oTuj"; K 351 „[dm] oupa" f| TrpoTTapoEuTÖvujc „dirioupa". 

Auch sonst, wo jeder Anhalt zu einer derartigen Vermutung 
fehlt und die Variante nur durch ein einfaches i\ angeführt wird, ist 
immerhin im einzelnen jdie Möglichkeit zuzugeben, dafs Eustathios 
Schollen benutzte, die heute nicht mehr vorhanden sind. Doch wird 
man im Hinblick auf die sehr grofse Zahl dieser Fälle — es bleiben 
nach Abzug der schon behandelten noch immer gegen 130 übrig — 
Bedenken tragen, dieselben sämtlich aus verloren gegangenen 
Scholien herzuleiten. Mag Eustathios sich auch hin und wieder 
etwas besser unterrichtet zeigen, als wir es sind, so reichlich flössen 
ihm die Quellen gewifs auch nicht mehr. Da man ihm aber kaum 
zutrauen darf, dafs er nach Art der Alexandriner oder der heutigen 
Philologen selber Handschriften verglich, so wird man annehmen 
müssen, dafs er die meisten dieser Lesarten mit fj einer Handschrift 
verdankte, die, wie so viele andre, am Bande mit Varianten aas- 
gestattet war. Zu dieser Vermutung stimmt die Thatsache sehr 
gut, dafs wir nicht wenige dieser Lesarten unter den durch fpA- 
(pexai Kai, Ypdtpeiai und dv dXXijj eingeftthrten Varianten A* wieder- 
finden, und zwar unter den Varianten A* mit Ypdcperai Kai die Les- 



Eastathios als kritische Quelle fSr den Iliastezt. 195 

art 105 Kai irdviojv f\ cu|iTr<ivTUJV, unter denjenigen mit TpacpcTai 
die Lesarten A 470 dvi Tpiiecciv f\ juerd Tpüüecci, TT 660 bebaiY- 
ju^vov f| ߀ß\r|M€Vov, 688 dvbpöc f\ dvbpujv, Y 496 duKTiji^vri f\ 
duTpoxAXiü, 67 dv^cxcTO f| dv^cxeOe (vgl. die Variante A* mit 
TpAcpexai zu N 608), 387 TTaidYiü f\ b)i&bvj, 554 (poßdovrai f\ 
KXovdovTai, X 380 fppeHev f| fpb€CK€V, V 280 cGdvoc f| kX^oc; 
unter denjenigen mit dv fiXXiu die Lesarten A 770 TTOuXußöieipav 
f\ KaXXiTiivaiKtt, 409 oubfe vdecciv f\ ^bfe vdecciv, C 176 dviiüYei 
f\ fivuiT€, 376 bucaiax' dYÄva f\ bucoviai dY^va, <t> 411 Icoqpapi- 
Ceic f\ dvTiqpepKeic. Wie im Venetus A so konnten auch in der 
Handschrift des Eustathios diese und viele andre Varianten an den 
entsprechenden Stellen angemerkt sein. Das ist in denjenigen Fällen 
besonders wahrscheinlich, in welchen die Überlieferung thatsächlich 
zwischen den beiden in Rede stehenden Lesarten schwankt, nämlich : 
r 36, 301; H 299, 310; K 347; A 470, 568, 691; M 38, 58; 
N 728, 735 (= M 216); 80, 126, 642, 670; 17 169, 636, 660, 
688, 807; P 23, 365, 397, 440, 502, 570; C 128, 176, 197, 376, 
476; T 72, 95; Y 496; 67, 105, 251, 332, 343, 357, 387, 411, 
482, 554, 588; X 59 {i\ir]COV f\ dX^aipe), 380, 422; V 280, 623, 
628, 689, 843, 856, 875; Q 235, 290, 367 (ÄYOVxa f\ fxovxa), 
370, 413, 556, 557, 661, 704. Aber auch wo unsre Handschriften 
einhellig sind, finden sich solche Varianten mit fj bei Eustathios, 
der uns in allen diesen Fällen Lesarten aufbewahrt hat, welche — 
insoweit man sich auf die Angaben bei La Roche verlassen kann — 
von keiner einzigen unsrer Handschriften geboten werden: B 307 
öeev f\ öei; r 159 veeceiw fi cix^cew; A 27 Kaju^iTiv bi jlioi f\ 
?Ka|iov bi jLioi; € 528 TroXXd f| jiiaKpd; 797 €ukükXou f| d|i(pißpö- 
TT]c; e 137 (poiviKÖevTa f| ciYCtXoevra; 295 Traucjuai f| TTaücojuai; 
299 XuccTiTfjpa f\ XußriTf^pa; I 243 diuCoiidvouc f\ öpivo)Lidvouc; 
562 auTfj f| auTflc; 582 dTtejußeßadjc f| uTrepßeßadic; 588 dm n\)pf^> 
f\ im TTÜpYUJV; A 397 öHu F| u)ku; 770 TrouXußÖTeipav f\ kqXXiyu- 
vaiKa; 788 T^b' uTToe^c0ai f| f\b' diraKoOcai; 797 Y^voicGe f\ Y^vriai; 
M 287 djucpoTdpujee [so!] f| djLKpoTdpuJce; 369 dTriTeiXuj f| dTtajuuvuj; 
384 epaOce bl o\ f\ eXdcce; Hill kötuj f| XoXtu; 256 dTreYPÖM^voc 
fi dv€Ypö|i€Voc; 274 iSciv fvepGe 0eoi f\ öccoi fvepBe 0eo(; 298 ttoT 
Ii€jiauia f\ Tiirre [so!] juefiauTa; 610 fjpeTo fi fiparo; 109 fijUjLii f\ 
öjijLii; 124 iSpTO [ikv Ik 7rpo9upou f\ iSpTo bC Ik TTpoGiipou; 206 vt]- 
jLicpT^c f\ Kttid lioTpav; 409 oubfe vdecciv f| f\bk vdecci; 513 dv 
dvbpdciv f| utt' dvbpdci; 746 bu)b€Ka bfe f\ bi\; 17 411 irdiptu t\ 
TrdTpij; 702 dir' dYK&voc f| utt' dYKUJVOc; 864 dir' AuTCjudbovra f\ 
[ler' AuTOjudbovTa; P 68 dm YCtiq f| dir! falric; 67 bpijiuc xöXoc 
alpei. . .f| judXa Ydp x^^pöv bdoc aipei; 178 dTTOxpuvei )Liaxdcac9ai 
f\ diroTpuvijci jLidxecGai; C 102 cpöwc f| cpdoc; 215 dir' 'Axaiouc f| 
de 'Axaioiic; 303 npw\ f\ Tipdii; 397 tot' Sp f| tot' dv; 399 
dnio^ßöou f\ ßaGuß^ÖGu; 481 dv a\n(b f\ in" auTCj); 689 KCTTipecpdac 
T€ CTiKoöc f\ \bi cTiKOuc; T 262 cIt' euvfjc i^ oöt' eövfic. . .eXie lev 

18* 



196 Max Neamann: 

äWou f| oö T^ [so!] leu fiWou; Y 140 öpTixai f\ öpeirai; 147 dX^- 
caiTO f| dX^oiTo; 99 fiiri jioi Tauta f| |Lii^ |lioi fiiroiva; X 49 |i€Td 
CTpaiil» F| |Li€Td cxparöv; 70 mvovxec [so!] f| mövrec; 100 TTpoiioc 
f| TrpOüTOv; 100 Kaiaxeiiei f| dva0r)cei; 220 irdeoi f| Kd|ioi; 474 
dTToX^ceai f| öXdecGai; ¥ 767 ieju^vw f{ kji^vuiv; 781 övGov f\ 
övGou; Q 224 oux' fiXiov ?7roc ^ccexai f\ oöx' dXiT] 6böc fccexai; 
238 d7T^[e]pTev fj dvd[€]pT€v; 367 xoccabe f\ xoccdb' öveiax* 
drovxa (vergl. Herod. I p. 499, 2 ff.); 506 X^ipac öp^Eai. . .f\ xeTp* 
öp^TccGai-, 670 d)c cu fiviüYac f| öccov fivwTac; 721 oi bi f\ o\ xe; 
752 f^v xiva [so!] f\ 8v xiva [so!]. 

Hiermit schliefst der zweite (von den Varianten handelnde) 
Teil. — Wir sahen, dafs Eustathios im ganzen keine andern Hülfs- 
mittel hatte als die auch uns noch heute zur Verfügung stehenden; 
und daher konnte die Untersuchung auch nichts ergeben, was uns 
berechtigte, seinen textkritischen Excerpten eine höhere Bedeutung, 
als die zu Anfang angegebene, beizumessen. Zwar besaCs er Strabo, 
Herodian und Stephanos Byzantios im einzelnen voUstfindiger als 
wir, dafür aber auch gewifs kein so reichhaltiges und wertvolles 
Scholienmaterial wie das unsrige. Allerdings kann man nicht wissen, 
wie viele textkritische Notizen, die er hätte geben können, andern 
unwichtigeren und unnützen Angaben zu Liebe von ihm unterdrückt 
wurden. Denn da er aufser mindestens 6iner der Gruppe V Townl 
LB verwandten Scholiensammlung in dem Buch des Apion und 
Herodoros auch noch einen dem Venetus A nicht zu femstehenden 
Ausläufer des Viermännercommentars besafs, so können seine Quellen 
unmöglich ganz schlechte gewesen sein. 



Verzeichnis der Lesarten des Enstathios. 

Vorbemerkung. 

Um die Vergleichnng der in diesem Verzeichnis enthaltenen 
Angaben mit deiijenigen in der Varia lectio und Adnotatio eritica 
der Iliasausgabe von La Boche zu erleichtem, ist vor die Verszahl 
ein Kreuz (f) überall da gesetzt, wo eine Notiz bei La Roche fehlt 
oder nicht ganz richtig gegeben ist. Bemerkt sei noch, dafs 
Varianten, bei welchen es sich lediglich um den Accent, um Setsen 
oder Nichtsetzen des paragogischen v, um Verdoppelung oder Nicht- 
Verdoppelung gewisser Consonanten ('AxiXXeuc, 'AxiXeuc, *Obucc€uc, 
'Obuceuc u. s. w.) und ähnliche Kleinigkeiten handelt, falls nicht 
besondere Gründe die Erwähnung derselben veranlafsten, von diesem 
Verzeichnis ausgeschlossen sind, da dasselbe durch solche gewifis 
nicht sehr wichtige Angaben unnötigerweise noch mehr an umfang 
gewonnen hätte. 



Eastathios als kritische Quelle für den Iliastezt. 197 

lAIAAOC A. 

f 4. b' dXiiipia 19, 38; 936, 40. — el bk dcuvaXeiTTTUic TPa^ci 

TIC. . .„b^ ^Xuipia**. . . 19, 39. — bebiTrXiücGai bk tö X toO 
„^Xiipia" (d. i. „b' dXXiipia") ökvt]t^ov elireiv, el Kai SXXoic 

TCTÖXjLlTlTai 19, 40 f. 

5. oiujvoTci T€ TTäci 19, 42. — el bk ZrivoboToc dvTi toö 
„TTäci" TpAcpei „baiTa", ccpdXXexai, cprici 19, 45. Dazu: 6 
Zr|v6boToc . . . dHujce juev tö „Träciv", dvTev^YpaM^e be tö 
„baiTa", 'iva ^ „oliüvoici t€ baiTa" 256, 9 u. em jhövuüv 
dvGptüTTUiv f]. baic, kSv 6 ZrivöboTOC fiXXo ti ßouXTiTai kt^. 
1401, 64. 

ßouXii 20, 6. Vergl. tö be „Aiöc [b*] dTeXeieTO ßouXfj" 
(X 297), Ka9d xai dv'IXidbi, dvTi toO „dTtXripoÖTO tö Treirpiü- 
jLi^vov" 1686, 17 f. — TtepiecTTiüv Tivk tö „ßouXrj**, iv oic 
Ktti NiKttVcup ö CTiTMCiTiac ^TTiKXriOeic 20, 11. Dazu: tö bfe 
„iivbave ßouXf]" (9 506) biivaTai Ka\ kqt' euGeiav Kai KttTd 
boTiKTjV (d. i. „ßouXQ") cuvTdccecGai, KaOd Kai i\ 'IXidbi tö 
„Aiöc b' dTeXeieTO ßouXii" 1608, 18 f. 

6. biacTTJTiiv dpicavTe 21, 6. — irepi^pTUJC Tivk dTiißaXovTec 
GeoKpiTou CTrjTTiv Tfjv T^vaiKtt elTTÖVTOC Tpd(pouciv dvTaOOa 
„bid CTr|TTiv dpicavTo". . . 21, 43. Dazu: tö „biacTiiTTiv dpi- 
cavTe" . . . Tivfcc jueTaYpdniavTec Kai fiXXiwc ^p|ar|veucavTec 
Tixpeiuücav. eupriTai ydp ^KeTvo dv ouk dYa9oTc dvTiYpdcpoic 
Tpacpfev „bid CTfjTTiv dpicavTo", tout^cti bid YVJvaiKa fjpi- 
cav. . . 918, 54. 

8. ou juövov fp&(peTa\ „Tic t' Sp ccpuie", dXXd Kai fidXicTa 

dTKXiTiKoic „Tic t' dp cqpiwe", fJTOUV auTOuc 21, 9 f. 
11. oöveKa TÖv Xpücriv T^Ti|iT]C€V 6 ßaciXeüc 24, 11, vergl. 14 

(d. i. „T^TijiTic'"). 
15. dXlcceTo 26, 41. — tö „dXicceTo" dßidcavTÖ Tivec bacOvai, 
Yva ^, ibc dcTpetpcTO elc TidvTac bucujTTTiTiKtüc 26, 1. Vgl. 
M 49; <D 71. 
t20. bi \xo\ 24, 29; 28, 2 u. 4. 

XucaTe qpiXriv. . .b^x^cOe 24, 29; 28, 2. — 'Amiuv koi 
'Hpöbujpoc, iLv ßißXiov elc Td toö 'Ojuripou cp^peTOi, biböaci 
Ka\ dirapeiiqpdTiJüc YpdqpecGai „. . . XOcai T€ qpiXriv . . . b^xecGai" 
. . . 28, 3« 

Td b* ÖTTOiva 28, 2 u. 4. 
65. dv (ppeclv iQeio 45, 20 u. 30. (Also wohl „dvi cppeci", 
nicht „dTTi".) 
t63. f| öveipOTTÖXov 47, 34; 1410, 46. 
t6ö. e! Trep euxujXf^c? 49, 6. 

Ka\ dKaTÖfißnc? 49, 6; 1042, 15. 
1 70. TÖ „^bii" dvTi TOÖ i^iricTaTo bid täv böo f irapd xij) iroiriTrl 
Ypdqpexai 50, 18 f. Vergl. 1431, 50. 



198 Max Nenmann: 

82. &\\a Te 52, 39. 

85. TÖ be „oTc9a y^P o^oc eujiöc" (o 20) dX^TX^i ZrivöboTOV 

Ktti Toiic KttT* auTÖv KaKÜüC YPCi<povTac TÖ „oIc9ac" Tiapd 

Tiu ttoititQ kt^.- 1773, 27 f. 
89. KOiXaic 53, 5 u. 20. 
91. iv\ CTpaiiu 53, 6 u. ö. 

96. Nicht nachweisbar. 

97. XoijioTo [ßapeiac fehlt] X^ipac dcp^Hei 56, 24. Vergl. 66,31. 
102. Ol jLi^v äXXoi Tujv dv TT) Tpoicji f]T€jiövujv ßaciXeic X^YOVTai 

Kai Kpeiovxec* 'ATCijLi^liVuJV bk Kai „eupuKpeiiwv" cuvG^tujc 
f| „eupu Kpeiiüv" dv irapaOecei 57, 25. 

105. KaK' öccöjLievoc 58, 25 ; 1398, 29 f. Vergl. öti bi tö „KttKOCCÖ- 
jLievoc" Kai dv buci X^Heciv eüpiceKexai „kok* öccöjuevoc", 
dv dvTiTpa90ic briXoOiai TiaXaioTc 59, 35. — . . .KaKOi |iav- 
T€u6jLi€Vov Kai. . . KaKÖjLiavTiv, 6 7T€p dvuüT^puj dca(pdcT€pov 
dbrjXujcev dv tuj, Ka9d xivec Tpaqpeiv dG^Xouci, „KttKÖcco- 
jLievoc''. . . 59, 20, auch 59, 32. 

106. elTTac 60, 27. — femac 60, 31. 

f 108. ouie Ti 7TUJ elirac ^ttoc oub' dTdX€c[c]ac 59, 23. — . . .oöt(€) 
dTdXec[c]ac 60, 8. 
110. Nicht nachweisbar. 

114. TÖ bk „ou 26ev"...Td loiv dviiYpdqpuüv dKpißdcrepa „oö 
d9ev" TTpoTTapoHuTÖvujc fxo^civ. . . 61, 29. 
tll5. oure 9pdvac 61, 32. — oöx' Sp (ppdvac 568, 31; 1590,60; 
1821, 65. 

116. 8ti dv IUI „dXXd koi fi)c dGeXuü bö/ievai iraXiv" 7T€piC7räTai 
TTapd Toic TtaXaioTc tö „uic" (d. i. „05c"). 9dp€Tai fäp iy 
Toic 'Hpobijüpou KOI 'Attiiüvoc, ÖTl TÖ „iLc", 8t€ biiXoT TÖ 

ÖjaUJC, 7T€piC7TäTai 62, If. 

117. cöov 62, 11 u. 16; 1110, 17. 

120. ÖTl Xeuuj juiv Xeuciü tö XiOdcuü bi' dvöc Tpa^CTai c vöjiip 
jidXXovToc, „Xeuccuj" bk tö ßX^Ttu) dv bucl TTpo(pdp€Tai cc 
Kai TTpöc biacToXrjV dKCivou jcai d)C dvecTÜüc, ei Ka\ fiXXiwc 
o\)b4. 7roT€ Tipö Toiv büo CC eupicKCTai bi(p0OTYOC ktL 
64, 12 ff. 

122. (piXoKT€ava)TaT€ 64, 27. — CdXeuKOC bk irap' '0|iripi(i cpiici 
Tf| V 'ApiCTOcpdveiov Tpctqp^v ix^iy . . . „cpiXoKTeav^cTaTc" . . . 
1441, 18. 

123. TTUJC dv coi? 63, 37. 
tl24. Ti TTW 60,12; 71,1. 

129. fiXXoi bk „TTÖXiv Tpotriv" vooOci Tfjv Tpoiav auT#|V, oötu) 
XexGeicav KaTd bidXuciv. Kai jifiv ttoXXoTc iripoic tiöv 
TtaXaiuiv toOto oök fjpecev, ot X^touci ^r]bk XexOnvai ttou 
dXXaxoö TfjV Tpoiav TpicuXXdßuJC Tiapd tuj ttoit^t^, dXXd 
bicuXXdßujc oTov „djuqpl iröXiv Tpoiriv (ppaJoijbieGa ßouXf|v" 
(X 510) Kai „d^cpi TTÖXiv Tpoiriv juapvoijiieGa 'Axaioi" [so!] 



EnsiathioB als kritisqhe Qnelle für den üiastezt. 199 

(X 513). Tivk bi T€ tOüv iraXaiiüV cuyx^ovtcc tö ttSv Kai 

TttOxa bi^Xucav, ujc dv toic 'Amujvoc Kai 'Hpobüüpou cpd- 

peiai 65, 10 ff. 
136. (paci bk Ol TToXaiol öti 'Apicxapxoc ixk\ bacuvei tö „fipcav- 

Tec" (d. i. „fipcavTec'*) , \kfiJjy ii auToO rcvecGai tö äpjiia' 

'Hpuübiavöc bk i|iiXoT, ibc ättö tou fipuj, apcu) AIoXikoO 

67, 4 f. 
139. CTixoc de KcTrai boKuiv Kaict tov Aoytivov elvai irap^vBe- 

Toc. fcTi bk dKcTvoc TÖ „fi£ui dXiiv". . . 67, 28. 
142. de b' dpdTac dTtiTtibdc 67, 32. — tö bk „dTtiTTibk" tö dv- 

ToOGa öEuTovou|ievov övojiia ol TiaXaioi cpaciv elvai ttXti- 

GUVTIKÖV, OÖ 7T€p €u9€Td dCTlV Ö dTTlTTlbr|C KTd. 67, 37 f. u. 

„diriTTibfec" dvTi ToO dTiiTTibeTc dTToßoX^ TOU luJTa f| Kai 
cuTKOTTf) diTÖ ToO diTiTTibdac 1520, 53 f. Vergl. H 100. 
157. CKiöevTa 71, 17. 
tl62. TToXX* d^ÖTnca 967, 30; 1045, 58. 

dbocav 74, 32. — böcav 1045, 58. 

168. ÖTTOid elciv dXXa t€ Kai tö XeXaxu)V Kai tö XeXaßiiv. . . 
ToiouTÖv (paci Kai dvTaöGd Tivec elvai tö „dirfiv K€Kd|iU)" 
. . . ou 7TdvT€c dpdcKOVTai fp&tpew „KCKdjLiui", dXX' ot TrXei- 
ouc. . .„dirriv k€", fJTOuv direibdv, „Kdmw" (so auch 661,47) 
73, 8 ff. Dazu: 'ApiCTÖviKOC bk oi) CiKeXiKd TauTa (nftml. 
Formen wie TrdTrXriTOV 9 264), dXX' dvabiTiXtüceic "laKdc 
ßouXeTai elvai KaTd tö „K€KdjLiuj" KTd. 1596, 9 f. Vergl. H 5. 

169. dTieifi 73, 17. — TtepiCTiujVTec ol iraXaioi tö „dTieifi" cpaciv 

ÖTl TÖ fj U7T0TaCCÖ|i€V0V Tlji dTTcl TTepiCTOTai . . . 73, 18. 

Vgl. 118, 33. Dazu: ol iraXaioi tcxvikoI . . . tö „dTreif)" 

TrepiCTTUiciv 631, 8; auch 709, 10 f. 

1 186. CTUTdij bfe Kai fiXXoc 78, 11. — CTurdei 1123, 28; 1650, 59; 

1695, 28; 1937, 11. — Ö9pa Tic CTurdijci Kai fiXXoc 726, 52. 

191. dHevapiCoi gegen d. Metr. 80, 13; 22, 13; 98, 4. 

193. ?ajc ö gegen d. Metr. 80, 32 u. 42 (ndeoc fx€i Trepi Tf|v 

ToO ctIxou KaTapx^v 7rpOK€(pdXou. . .övtoc); auch 555,5. 

203. ibrj 86, 22. 

204. TCTcXdcGai 86, 25. 

205. öXdccij 86, 29. 
207. T€Öv judvoc 88, 5. 

t213. TTOTd TOI 89, 2. — irOTd coi 94, 27. 
222. Nicht nachweisbar. 
238. TtaXd^aic 94, 5. 

249. oi3 Kai 95, 33. Vgl. 96, 32; 1628, 32. 

258. ßouXfj 99, 16; 44, 31; 484, 11; 951, 30; 1226, 8; 1392, 15. 

260. i^direp ujiTv 99, 43. — f^Tv 102, 40. Dazu: tö bfe „T^direp 

fmiv" KdXXiov f\ „^direp u|iTv" 100, 9. 

f 265. Scheint im cod. Eustathii gestanden zu haben. Vgl. dvTaCGa 

TÖv T€ TT€ip(6oov Kai TÖv '6Edbiov irapeicobidlei (näml. 



200 ^^^ Neonjann: 

NecTUjp) Ktti Tov Kaiv^a xai iiva rToXüqpTijLiov . . . Ka i fiX Xo u c 
KT^. 100, 40 f. Aber 1910,13, wo es heifst: Kaiveuc Kai 
*GHdbioc Ktti Ol XoiTTOi AttTtOai 9r|pci toTc Kevraüpoic djid- 
XOVTO, fehlt jede Anspielung auf diesen Vers. 

271. ouK ?CTi Trapa tuj 7Toir|Tr| cuvreGeiju^vri dvTUivujiia, dXX* 
ÖTTriviKtt cuvOeiiüc dvrovojidcai ßoüXeiai, biio TauTocrjjiiouc 
Ik TiapaXXriXou dvTUJVU)Liiac tOticiv . . . outujc ouv Kai iv- 
laöGa TÖ kot' djuauTÖv „Kai' f^' auTÖv" elirev. oö WXouci 
ydp o\ TiaXaioi cuvOetuüc YPdipai „Kai' djuauiöv" 103, 22 ff. 
Dazu: ^K bk toö „^ auTÖv" tö dauTÖv ucrepov cuvO^tuüc 
Tiveiai, ibc ^k toö „Kai' f|Li* auiöv" tö djuauiöv 1202, 8 f. 
und TÖ „auTUJV C9eT^paic dTac9aXiaic" [so!] (a 7) dvTi 
cuv9^Tou KeiTai dvTUüvujiiac, Tfic dauTUJV, f\ dvTi toö ccpuiv 
auTU)v, ÖTTOiaic jiidXiCTa x^iip^i ö ttoitit^ic ota Tdc cuvG^touc 
m eibiuc 1383, 32 ff. 

273. Huviov 100, 1; 22, 3; 1217, 36. 
t277. nnXeibn, eeXe 104, 44. — oi TtaXaioi elc tö brj öHeiav 
Ti9eaci )Li€Td dirocTpöqpou, cuvaXeicpovTcc, übe av elri... 
„TTriXeibf^GeXe". . . ebenda. 
1281. öb€ 104, 7. — ö Te 734, 8; 758, 49. 

287. TidvTUJV 7T€pi^|Li|Li€vai 105, 19. Vergl. 105, 6, 

296. Tivfec be dp^CKOVTai, ibc Kai Aott^voc briXoi, vdGov eTvai 
TÖv beuTcpov cTixov, oö KOTdpxei tö „crjjLiaive", CTiCovTec 
elc TÖ „)Lif| Tdp f fnoiTe" TeXeiav . , . 106, 33. 
^TUJT^ Ti coi 129, 29. 

298. ouTi 107,2; 698, 9. 

jLiaxricojLiai 107, 2; 111, 13. Vergl. KaTd touc iraXaiouc f| 
MaccaXiujTiKr) Kai CivwiriKfi ^Kbocic Tflc 'IXidboc tö „MCtX'l- 
cojLiai" bid TOÖ f] ix^u 'HpaKX^uiv b^, cpaciv, ö Ypct|iMaTi- 
KÖc, Td ixiv prj^aTa bid toö e irpocpepei |Lidx€c9ai fiaxd- 
cacGai Kai tö jLiax€cdjLievov Td bfe övöjuaTa bid toö fi, olov 
jLiaxnTric, juaxniLiujv 106, 35. — jLiaxeccojiai 698, 9. 

301. 9epoic dveXiiv 107, 3. — ?Xoic 1315, 31. 

303. alipd Ti? 110, 21. 

304. jLiaxeccaji^vuj 107, 45. Vergl. 76, 10. 
314. XujLiaT' fßaXXov 108, 27. 

323. dX6vT€ dr^^ev 110, 32. 

324. biüriciv [so!] 111,4. — buiujciv 957,41. 

t342. öXovjci 114, 38. — Tivfec ju^VTOi dTÖXjLiTicav Tpdipai „öXoiqci 

cppeciv', iva ouTUj dTTaefjC e\r\ ö ctixoc 114, 42. 

365. Tiri 118, 34. — oi iraXaioi. . .ßapOvouciv dTKXivovTCC (d. i. 

„Tiri*0> ^c ev toTc 'Attiijüvoc Kai 'Hpobiwpou cpepeTai ebenda. 

dTopeucuj 118, 34. 

368. jLieTd C91CIV 119, 28. — ev Tici tuiv dvTiYpdqpiwv „M€Td 

ccpiciv" ^tkXitikuic TpdcpeTai ebenda. 
393. ^noc 121, 16. 



EastathioB als kritische Quelle für den Uiastext. 201 

400. Ktti TTaXXac 'AOtjvti 122, 25. — xiva bfe tijüv dvTiYp(iq)UJV 
dvTi Toö „Ktti TTaXX&c 'AÖiivt]" Tpa^ouci „kqI OoTßoc *Att6X- 
Xujv". äiOTTOV Ycip q)aciv. . . 122, 30. Dazu: fiXXoi bk Tri 
TOÖ ZrivobÖTou Tpctcpfl CToixoOvTCC, TT) XeYOuci;) . . . „Kai 
OoTßoc 'AttöXXuüv" . . . 123, 23 u. ZrivöboToc, 6 ävtI toö 
„TTaXXötc 'AOrjvTi" ineTaTP^M^ac „OoTßoc 'AttöXXujv". . . 
124, 38. 
404. djLieivova t^ ßiqi 122, 36 (er las also ßiq). 

q)aci bk Ol iraXaioi öti ZrivöboToc . . . dvTi toö „oij 
TTttTpöc d)Lieivujv" Tpdq)ei „ttoXü q)^pT€poc dTrdvTUJV, öttocoi 
vaiouciv U7TÖ TdpTapa eupiI)€VTa" 124, 38. Vergl. zu der 
Stelle Ludwich: Aristarch I p. 193. 
t406. oub^ t' fbncav 125, 2; 878, 27; 1070, 11; 1807,26. — 
oub' Jt' fbncav 723, 47. 

423. TÖv Aia. . .fpx€C0ai dm touc d|Liü|Liovac AlOioirfiac (d. i. 
„Ihct' d|Liu|Liovac") 128, 1. Vergl. 1385, 42. — dXXoi bk Tpd- 
q)ouci „lieTd Md|Livovac AlBioirfiac" X^toytcc. . . 128, 41. 

424. fiCTd baiTa 128, 45; 1475, 65. 
432. dvTÖc 130, 23. 

434. ucpdVTCC 130, 24; 1452, 58. 

435. Trpodpucav 1 30, 24. 
444. iXaciU|iieea 132, 1. 

449. „ouXoxÖTac irpoßdXovTo", fJTOuv 7Tpo^0evTO, irpod^^iipav 

132, 22. 
459. au ?pucav 134, 8. — dvepucav, dafür zu schreiben au^pucav 
131, 10. Vergl. 134, 17 : dX^ycTO . . . „aö dpueiv" dv TrapaO^cei 
büo XdHeuJv, f\ „auepueiv" dv cuv0^c€i KaTd uq)dv. 
1460. iLiTipouc T* dH^TajLiov 134, 8. — imipouc iüia^iov 710, 55. 

464. jLiflp' iKax] Kai cirXdTXV* dirdcavTO 134, 11. 
t473. „KaXöv deibovT€C Trair|Ova". fcTi bi. irairiiüv Ö|livoc tic. . . 
137,40. — Tiv^c . . . CTiZovTcc elc tö „KaXöv deibovTcc" 
dTOYOuci „TTair|ova luATTOVTec dKdepTOV" dvTi toö Ö|livov 
^bovTCc elc TÖV TTairjova 'ATröXXiuva 138, 3. 
1486. dm i|;a|Lideoiciv (d. i. ipa|ideoic) 140, 21. Vergl. 1131,40; 
1341, 20. — - dv nia|Lid0oic 140, 7. Dazu: unioö dv nia|Li)Lid- 
0OIC [so!], übe dv Tfj a' ßaniujbitjt KCiTai 968, 38. 
496. dvebucaTO 140, 46.' 
fölO. Ti|Lif| 142, 42, vergl. 44. — Tivfec bk Tpdcpouciv. . .„Ti)Lir|V** 
142, 45. 

518. ?! bri 143, 19. — tö „fj bf) XoiTid" Tivec |Lifev „fibn" iTpavpav 
TtapoEuTÖvuJC . . . 143, 25. Vergl. V. 573. 

519. TT) "Hp(ji 143, 19 (d. i. "Hprj). 

öveibioic 143, 27. 
522. \xr\ ce 144, 2. 
524. T^ KCcpaXq 144, 4. 
529. dTTcß^OicavTO 144, 37; 145, 8 u. 20. — dire^fiitiovTO 1885, 60. 



202 ^a^ Neumann: 

1531. &)C TU) 85, 19. 

bi^TjLiaYev 85, 19. 

532. TÖ „äXro" niiXoÖTai. TCtxa ixkv xai djc AioXiKÖv, inÄXicxa bk 
Kttid Touc TraXaiouc bid xfjv toö f imcpop&y/ ktL 145, 40f. 

533. ^TTOVTO 146, 3. — dvecxav 176, 18. 

534. ^betüv 146, 3. 
541. aiei coi 147, 4. 
543. vor|C€ic 147, 5. 
549. 5v b' av 147, 41. 

de^oiiLii 147, 41. 

552. feiTTttc 148, 26; 27 u. 33. 

567. ddiTTOuc 150, 12. elci bfe X^Tpec fiaTTTOi al beivai Kai 
dTTTÖrjToi Kttid 'Apiciapxov 150, 14. — 'ApiCToq)dvTic bk dv 
Tttic rXOüccaic, ujc cpacw oi iraXaioi, „d^irrouc" Ypdq)ei bid 
ToO €. . . 150, 16. 

573. f\ br\ 153, 14. Vergl. €l bi Tivec toOto (n&ml. „f^bn XoiTia") 
dXXujc Ypdq)ouciv „fj bf| XoiTia" . . . dvri toO övtujc bifi . . . 
100, 8. — i]br] 100, 8. Dazu: Tivfec bk tö „fj bf|", ibc 'Attiujv 
Ktti "Hpöbujpöc q)aciv, dv ivx jn^pei Xötou „^br]" q)acl, X^yov- 
T€C. . . 153, 16. 

oubd t' dv€KTd 153, 14. Vergl. V. 518. 

574. 'OjLiripou elTTÖvroc dvraööa „ei brj cq)U)". . .q)aciv o\ tcxvikoI 
ÖTi TC TÖ „vib" Ktti „cq)uj" dirö toö vuji Kai cq)üji YCtövaciv 
dTToßoXrj TOÖ T, Kai 6ti ou irepiCTraiVTai bid Tfjv dTroK07Tf|v 
KOTd TÖ IbpuiTa Ibpoi . . . , dXX' öHuvovTai dvaXÖYUJC die bm'Kd 
ktL 153, 41 ff. Vergl. € 219. 

575. „KoXujöc" 6 Gopußoc KaTd |Liev OiXöHcvov dirö toO kXüj flye- 
Tai. . .biö oub^ TTpocYCTpaTTTai, q)rici, tö T. . .KaTd bk iii- 
pouc diTÖ TOÖ KoXoiöc yivcTai KaTd fKTaciv toO ö ek üö, 
jLieivavToc brjXabf) toö T TTpocTeTpa|Li|Li^vou (d. i. „KoXtpöc") 
KT^. 154, 2 ff. 

576. ipiXoÖTai (näml. „fjboc", KaTd TfjV dpxoucav ibc TpoxaüKÖv 
. . .'Hpu)biavöc bk dv tiu auToO cuilittocIoi bacuvccOai auTÖ 
\lfe\ (d. L „fjboc") Trpöc TiviJüV>d)c dtrö toö f^biw Kai xfic 
f]bovfic. dKpiva|Liev bd, q)r]civ, (jüctc iiiaXXov i|iiXoOv aÖTÖ. 
q)^p€Tai bk Kavibv toioötoc kt^. 154,38 ff. Dazu: Kai „t^boc" 
bk, . .ipiXoOciv o\ TtXeiouc, übe jueTaTrXacOfev ^k tt^c f|bovfic 
elc Tpoxaiov 1417, 19 f. 

593. bi iLioi eu^oc gegen d. Metr. 157, 20; 1160, 17. 

608. TTOiTicev (d. i. ttoitic*) eibuirici 162, 20. — navTaxoö iv xiji 
„Ibuiaic TTpaTTibecci" bid toö T fp&cpex 6 7roiriTf|C Tf|V dpxou- 
cav TOÖ ibuiaic (d. i. „7roir]C€V Ibuiqci"), iva biaq)dpij Tf\c 
lncToxfic d)c incToxiKÖv . . . ouTU) Yoöv Kai dvTaöOa f x^i baKXU- 
XikOüc tö „Sc "Hq)aiCT0C troiiicev Ibuirjci TTpairibecci". el 
bi TIC q)iX€pic u)v alpoiTO dKOXiipac Tpaipai „ttoiiic* elbutaic 
(d. i. -qci) TTpaTTibecciv", iva oötuj CTrovbiaKoic tp^V^ auröc 



Eustathios als kritische Quelle für den Iliastezt. 203 

bid biq)96TYOu Tf|V Karapxriv toO „elbuiaic", dXX* ou VHCTJcei 
Touc iraXaiouc 'OjiiTipibac bia toO i tp^cpovrac 1193, 25 ff. 
Vergl. C 482; Y 12. 

lAIAAOC B. 

2. fx€ vr|bu|Lioc 163, 13; 1288, 2. — Tivk bfe Kai in\ '0|Lir|pou 
Tf|v XdHiv TttUTTiv (näml. fibu^oc) elc xauTÖ dßidcavTO, 
dvttYVÖvxec vOv outuj „Aia b* ouk Ix^v" elra „f^bu|Lioc 
ÖTTVOC". . . 163, 29. Vergl. 1288, 2. 
4. Ti^rjcrj 164, 3. 

öX^crj 164, 3. 
t8. ßdcK* tei 165, 38. — TOUC be TPOiq)ovTac ucp* ?v „ßdcKiGi" 
dvarp^TTOuciv ol iraXaioi 165, 41. 

fll. KapTlKO|LlÖUJVTaC 165, 1. — TÖ „KapTlK0|Ll6uJVTac" Ol [Xkv TlüV 

TTaXaiujv uq)' Sv dvaTiviucKOuciv, oi hk dv buci judpeci Xöyou 
„Kdpri" elia „KO|LiöujVTac" 165, 14. 
fl2. TTttVCubii;) 165,44. — tö hk „7ravcubir|" xai bid tujv buo 
c Tpdcpouciv o\ TiaXaioi. . .(d. i. „TTaccubiij") 166, 14. 
36. f|LieXXov 168, 39. 

44. UTTÖ 169, 33; 1783, 21. — tö „uttö XnrapoTd" Tivec „uirai 
XnrapoTci" Ypdcpouciv. . .170,26. Vergl. M 462; T358; 012. 
48. TrpoceßrjcaTo 170, 40. 
t50. K^eue 171, 19. — Ul\evce (d. i. xeXeuce) 172, 5. 

53. ßouXr|V 172, 6. — Tivd bfe tujv dvTiYpdq)UJV „ßouXf)'* Ypd- 
cpouci bixa ToO V. . .Ktti q)aciv ol iraXaioi dcTcioT^pav Kai 
'ApiCTdpxeiov elvai Tfjv ToiauTiiv Ypaq)riv 172, 12. 

54. TTuXoiYevdoc 172, 27. — TTuXriYevdoc 601, 32. Dazu: ei 
bfe YP^i^PCTai bid Toö fi „TTuXriYevric". . . 172,34. Vergl. 
V 303. 

60—70. ZrivöboTOC . . . IdcttTO Tf|V TpiTTiv TauToXoYiav, dmTe- 
^u)v Kttl jLieTttYpdipac outiüc „i^viuy^i ce TraTfjp öipiZuYoc, 
al0^pi vaiujv, Tpu)ci |Liaxr|cac9ai irpoTl ^'IXiov. &c 6 iiifev 
ei7TU)v CpxcT* dTro7TTd|Lievoc" Kai iif]c. cpaci bk irpöc toö- 
Tov o\ iraXaioi. . . 173, 9. 

73. f) ee'iiic 173, 25. 

82. dvi CTpaTijj 175, 22. 

84. dHfipxe, erklärt mit: dpxfjv auTÖc dvebiuKe toTc ßouXeuTaic 
Trpoidvai elc dYopdv 176, 13. 

85. ol b' dirav^CTTicav 176, 14 u. 17; 146, 5; 1007, 13. — Tivk 
lue'vToi „TTttve'cTTicav" (d. i. „ol bfe TTav^cTtjcav") YPO^o^civ, 
^Toi TTttVTec dp0oi fcTTicav. . . 176, 17. 

87. dbivdtüv 177, 9. — bacuvecOai aÖTÖ (näml. dbivdujv) Tivec 
ßouXovTtti, Ka0d dv toTc 'Attiujvoc Kai'Hpobtüpou biiXouTai... 
178, 23 (also: dbivdiuv). 
t95. UTTÖ b' dcTOvaxiZcTO 180, 4. — „CTevaxiZeTo", ou ttoXXqkic 



204 Max Neamann: 

fi öpxouca Ktti b\ä Tou ö mKpoO 7rpoq)epeTai . . . 180, 12. 
Vergl. Q 79. 

125. Tpoiac 190, 3 u. 20 — fv xiciv dvTiYp(iq)Oic eöpiirai, q)aci, 
„Tpujec \xW\ iva ö|Lioiujc diraYriTai tö „fmeic bd". 190, 22. 

127. eKttCTOV 190, 5. 

137. TÖ „eiaiai", el xai voeixai vöv dvTi tou K&Qr]Yra\, öjiujc 
7Tpocq)u^cT€pov Ktti oubfe fHu) dvaXoTiac dcTi XTiq)9fivai dvTi 
TOU eici (d. i. „etttTtti"), Ka0d dv tiu u' Tflc *Obucc€iac bt]- 
XoÖTai caq)iüc 192, 3flf. Dazu tö „etaTai iv [so!] ineYdpoic 
TTOTibcTiLievai" niiXujc xaTd 'HpaKXeibriv irpoeveKT^ov ou 
Tdp KdOriVTai, q)Ticiv, dXX* uirdpxouciv, fJYOuv clciv 1885, 
43 ff. etttTtti iv iLieTdpoic 1885, 49. 
1138. ttUTiüC 186, 31. — ouTU)C 192, 6. 

139. dTUJ eiTTiü 186, 33; 188, 8; 1583, 54. 

141. jLiövov bk diTÖ TrdvTiüv tö „ou Ydp Jti Tpoiriv a\pr)C0|Li€v 
euputtYuittv" TTttpacTijLieioövTtti ol TtttXttioi ibc TravreXujc Xüov 
TTiv f)biq)ttciv Ktti |Lif| voou|Lievov iv bmXÖTTiTi KttTtt dKoXou- 
0iav TOU „q)euYü)|Liev". q)acl bfe xai öti fv xici tujv dvri- 
Ypdq)ijüv oubfe iq)epeTo tö toioutov, ibc dq)aviCTiKÖv tou 
cxn|iAaTiC|Liou 188, 4 ff. 

144. ibc KU|LittTa 192, 29. 
tl47. Kivrjcei 192, 31. — Kivncij 194, 8. 

164 u. 168. Nicht nachweisbar. 

171. f^TTTCTO 197, 5. 

179. iLieTtt Xttöv 197, 43 u. 45. 
tl80. coTc b' dYttVoTc 197, 45; 195, 26. 

dvbptt 197, 45. — cpOüTtt 195, 26. 
192. 'ATpeibtto 199, 14. 
196. bioTpecp^oc ßttciXfloc 199, 16. 

198. Sv b' ttS 199, 23. — 8v b' dv 847, 40; 1119, 2; vergl. 
901, 8. — 8v Sv eupri 913, 42. 

briiLiou t' fivbpa 199, 23; 847, 40. — brjjiiou dvbpa 
1119, 2; vergL 901, 8; 913, 42. 

205. lbuJK€ 203, 17. 

206. Fehlt im cod. Eustathii. 203, 18. 

1219. direvrivoee 204,35; 1600,39; 1819, 45. — dvi^voGe [so!] 

geg. d. Metr. 843, 31. 
221. ttUTouc Ydp lidXiCTa dvelKCi 204,35. (Also las er tu), nicht tiJ>.) 
231. dYdYU) 209, 18. — öv kcv ifih dYdYOi|Lii 1072, 57. 
266. fKTTece 216, 15 u. 44. — Tivfec bi Ypdcpouciv „fxqpuYC bd- 

Kpu". . . 216, 45. 
269. dTrejiöpHaTO 216, 18; 218, 16. — diroiLiöpHttTO 218,9. Dazu: 

boKCi bk Ktti bixtt TOU ö TTpoq)dpec0ai tö ttpujtötuttov, die 

briXouciv Ol Ypdq)ovT€c tö „d7T€|Li6pHttVTo" Kai Td ToiaOra. 

1587, 2 f. 
286. oub^ Ti 221, 30. 



t y 



Eastathios als kritische Qaelle für den Iliasteit. 205 

293. f^v TT€p 222, 43. 
300. d dieöv 224, 42. 

t307. 80€V fi öei 224, 45. 
314. T€TpiTiWTac 225, 4; 229, 18. — ZrjVÖboTOC ^^vtoi, q)aciv, 
dvTi ToO „TeTpiYUJTac" „TiTiZovrac" fp&cpex . . . 229, 20. 
Vergl.: TiTi2Iouci (nämlich CTpouOdpia) Kaid ZiivöboTov 
1290, 39. Dazu: tö bk TeTTi2!u) fp&cpex ZrivöboTOC iv tuj 
„Touc dXeeivd KaTr|c0i€ TerriZovTac^ xaiTOi xard Tivac 
„TiTiZovrac" ^KeTvoc Tpdcpei bid toö i, oii |Lif|V bid toö € 
490, 41 ff. 

t316. TTT^puYoc 225, 4. — tö bfe „TTT^puTOC Xdßev" dp^CKCi toTc 
TiaXaioTc Kaid Tfjv 'Apicrdpxeiov dvdYvwciv, ibc b' dXXoi 
cpaci, KttTd Trapdbociv TrapoHuveiv (also „TTiepuTOc") . . . 
briXoi Ktti 'Hpiübiavöc, eiTiiLv 6ti. . .tö „ttt^puH" cecrjjLieiiJü- 
Ttti UTTÖ 'Apicxdpxou öHuvG^v . . . oötu) Tdp, cpriciv, dv^TVtu- 
|Li€V dv TT) ßfjTa paipujbi(jt 229, 38 ff. Dazu: tö b^ „tttc- 
puTOc" . . . KdvTttöGa (V 875^ iLc xai iv Tri ß' ^aniiwbitjt 
TiapoHuvei'ApicTapxoc, tujv aXXiüV TrpoTrapoHuvövTUüv 1334, 
27; öHuTÖviüC „TTTepuH'* KttTd 'ApiCTapxov 1352,46; „ttt^- 
puTec" f| „7TT€pvjTec" KttTd 'ApiCTttpxov 1439,4; i\ „TtrepuH" 

KttTd Tf]V 'ApiCTdpXeiOV fKboClV TTepiCKTlKT^C ^VVOittC dCTlV 

1698, 35 f. Vergl. V 875. 
t318. ujc Tiep 225, 5. — 8c jrep 228, 19. 
t320. oltt 225, 6. — olov 230, 27. 
t330. e' üjc 225, 33. 

bf) vöv 225, 11. — vOv bf| 176, 5. 
t342. T<ip' ^' inlecc' 232, 31. — ^v bfe Ttp „ttÜTiuc rap ^* ^tt^ 
ecci" bnTXd2[€Ttti tö p trapd toic dTtt0oTc dvTiYpdq)oic . . . 
235, 3. (Also lasen andre „fdp dTreccc'".) 
344. bi 0' u)c 232, 40. 

347. ßouXeuouciv (d. i. ßouXeuouc') 232, 42; vergl. 235, 18. 
f350. ßapüvujv 6 Tupttvviujv „q)fl^i" Ypdq)ei ßttpuTÖviüc AioXiKU)- 
Tepov, olov „q)fi|Lii Tdp ouv KttTttveOctti". 1613, 19 f. 
351. €7t' d)KU7röpoiav 233, 4. 
355. Tidp TpiJ[)uJV dXoxui 233, 25; vergl. 233, 11. 
370. fj \xr\v 240, 9. 
375. dXT€' f0TiKev 241, 15. 
377. |Liaxeccd|Lie0' eivcKtt 241, 12; vergl. 235, 29. 
388. CTr|0eciv (d. i. CTr|0ecciv) 242, 7. 
391. Sv b' dv 242, 9. 
t393. dcceiTtti 242, 10; 655, 15; 1019, 19. — AiuJV iiievTCii Jc- 
ceiTtti" 7rpo7TttpoHuTÖvu)c q)Tici, X^yujv. . . 655, 15. Vergl. 
Herodian 11 p. 304 Anm. zu Fragm. 455 und ebenda p. 246 
Anm. zu Fragm. 213 f. 
395. Kivncei 244, 23. 
398. ^ttI vf\ac geg, d. Metr. 244, 45. 



206 Max Nenmann: 

1399. beiTTVOv 245,4. — böpirov 1719,6. 

f 405. TrpiüTiCTa 246, 10. — irptüTiCTOV geg. d. Metr. 240, 24. 

1409. dvTaOGa bi q)aciv ol TraXaioi ibc bibäcKCi "0|LiTipoc, oBc ou 
bei KttXeiv dv cuiuttociiw, dXX' auTO|LiaTouc l^vai. bf^Xov Yoip 
ujc oöxe (ibeXq)öv ouie Yov^ac kXtit^ov . . . elTd q)Ticiv 6 
'A0r|vaioc öti xaiToi Tivfec crixov irpoc^Tpaiiiav Tf|v alxiav 
TTpocTiG^vrec „fjbec yctp (ibeXq)eöv die diroveiTo", uic irep 
b^ov öv Kai alxiav eiireiv, bi' f^v (ibeXq)dc aux6|Liaxoc Sv 
f^Koi Trpöc beiTTVov. Kai AriiLirixpioc b^, q)aciv, 6 OaXii- 
peuc, dirapicxepov xfjv xoO cxixou xoüxou TrapdXimiiv olbe 
247, 9 ff. 
410. irepicxrjcavxo 250, 8. 
415. TTpficai 248, 30. 

420. diLi^Tapxov 250, 1. 

421. TTpoßdXovxo 250, 9. 

1426. d|Li7Te(pavxec 250, 12. — djLiTreipavxec 136, 19. 
436. „dfT^aXiEei", xoux^cxiv elc x^ipac biücei 250, 35 u. 44; 251, 5. 

439. xö „depöoi". . .dbdcuvov o\ 'Axxikoi (d. i. „aGpöoi"). 251, 
39. Vergl. = 38. 

440. öcppa Kai geg. d. Metr. 251, 38. 
447. dTnpaov 252, 9. 

1448. fic 252, 9. 

i^epe'eovxai 252, 10. 
1459. ibc öpvieuüv 254, 13. 

461. 'Aciiu 254, 14. — xivfec b^ xö „Aciiw iv Xei|Liuivi" dvxi xoO 
'Aciou eliTOV Kaxd YeviKfiv ttxiüciv . . . f] euBeia 6 *Adac, f) 
YeviKf) 'Aciou, Kai 'IuüvikAc 'Acieu) ibc '€p|LieieiJü, €ujieXieu), 
Kai dv cuTKU)TTf) [lies cuYKOTrq] 'Aciuü ibc *€p|Lieiu), €ö|LieX{u). 
. . . fiXXoi bfe vooOciv „ficiov XeijLiujva" xöv IXuiibii (d. L 
„dciip iv XeiiLidivi") ktL 254, 16 ff. 

462. dTaXXö^evai 254, 14; 255, 5 u. 11; 44, 22; 531, 29; 1608, 
22. — q)aci hl xivec xiüv TraXaiuiv inro^vimaxicxüjv, 6xi 
'Apicxapxoc „dYaXXöjbieva" Ypdq)ei dKoXou0u)c xiu „fOvea" 
255, 15. 

1475. biaKpivouciv 257, 21. 
1481. dYpOfLi^vaic (d. i. dfpo^^vrjci) 258, 5. 
484. 'OXiJ|LiTria biü|Liax' Jxo^^ai 259, 29. — Ziivoböxou ßaöu- 
köXttouc, djc eiprixai, xdc Moucac jiexaTpdniavxoc, jif| dpe- 
CKÖ|Lievoi Ol iraXaioi q)aciv öxi oubfe fv^vaiKac *€XXiivlbac 
ßaGüKÖXTTOUc elTTCV 6 Troirixric 260, 46 ff. Dazu: a\ 'OXu^- 
. TTidbec, f\ Kaxd Zrjvöboxov ßaBuKoXiTOi, MoOcai 260, 27. 
1486. dio|iiev 261, 12. 

1494. TTriv^XeiüC Kai Ar|ixoc fjpxov 262, 26. — TTrivAeoc Kai A^ji- 
xoc fjpxe 1002, 8. 
495. „KXovioc". . . irapoHiivexai bfe Kaxd xouc TraXaioüc, KaGd Ka\ 
xö „Cxebloc", „'Obioc", ibc Kupiov xplßpaxu kx^. 264, 34 C 



EnstathioB als kritische Quelle für den Iliastext. 207 

496. e' TpiTiv 263^46; 265, 2. — Tivk ou cuvb€C|Liov dvöricav 
dvraOGa töv fe, dXXd „0upir|v" ttöXiv uir^Xaßov elvai. ouk 
eö be, oJc q)aciv o\ TiaXaioi. . . 265, 3. 

498. GecTTiav 263,41. — 'Hpiübiavöc bk dv Trj Ka96Xou Trpocuibiqt 
Tf|V ei biq)0OTTOV xapiZcTai auT^j (also „Gdcireiav") 265, 43. 

499. 'epuepdc 263, 41. — 'Attiujv iikv oöv kqi 'Hpöbujpoc öHu- 
vouci TfjV X^Hiv, X^TOvrec „'€pu9pdc" ibc KaXdc. ?Tepoi bi 
cpaciv ÖTi '€pu0pai |li^v ßapuTÖvujc ai xfic BoiuüTiac . . . 
267, 3 ff. 

504. rXiccavTtt 263, 43; 264, 1. — o\ bk. cxoXiacrai cpaciv 8ti 
i\ jLi^v cuvrjGeia TrpoTrepiCTrqi „rXiccdvra" X^youca, f] b^ 
IcTopia TrpoTrapoHuvei tö övojLia. ict^ov bk djc t^iv beuiepav 
TttuTTiv kXiciv ouk olbcv i\ dKpißeia, xfjv TtpoTrepiCTTiücav 
TÖV rXiccävra. . . 269, 20 ff. 

605. UTTÖ Grißac 269, 28. — oi TrXeiouc ou voouciv „uttö Grjßac" 
iv buci iLidpeci Xöyou, dXXd uq)fev „'YiToGi^ßac" X^YOvrec . . . 
ebenda. Dazu Grißac f| Tiroei^ßac 263, 43. 

507. "ApVTiv 263, 44. — ZnvöboTOC „''AcKpnv" tpAcpei 270, 36. 
— Touc bfe Ypdipaviac „Tdpvriv" dvri ''Apvric aiTiujvTai ol 
TraXaioi . . . 270, 40. 

508. Nicav [so!] 263,44. — Ypdq)ouci Tivec „''Icov"..., Tivk 
bk. „Kpeucav" . . . , dXXoi „Nucav"..., ?Tepoi bk dvTi tou 
„NTcdv Te Zae^nv" fTpciM^av „OnP^ic le Zaedac". . . 271, 6 ff. 

t511. 'AcTTXriböv' fvaiov 272, 12. 

Kai 'Opxo|Lievöv geg. d. Metr. 272, 13. 

516. Tdiv bi 276, 32 u. 37. 

517. OaiKrjuJV 273, 16. — tö bk „OuuKriiuv" bicpopeiiai Kaid 
Toüc iraXaiouc, oi q)aciv 8ti dv irj 'Apicidpxou bixOüc 9^- 
peiai, „OujKeiujv" bid bicp0ÖYTOu briXabfi Kai „0iJüKr|iJüv" 
bid TOU n 273, 42. Vergl. P 307. 

520. Kpiccav 273, 17. — xivfec irjv Kpiccav, oic irep Kai ir^v Trpö 
ILiiKpoO pr|0€Tcav Nicav, bi' ^vöc c Ypdcpouci, TTepiCTTtüvrec 
Tf|V fipxoucav (also „Kpicav") 273, 28 ff. 

TTavoTTfia 273, 17. — cpdiiievoi bk o\ dpxaioi 8ti Zt]- 
vöboToc iv TOI „Kai AauXiba Kai TTavoirfia" Ypdq)ei „Kai 
TTavÖTTeiuv" ibc MevdXeiuv, alTiujvxai xfiv Ypaqrfjv, biöii 
djLieTpöv xe iroiei xöv cxixov Kai oub^ cxinnaTiZei Ka0' *'0|Lir]- 

pov TÖ övo^a 274, 34 ff. 

t522. TTepi Kncpiccöv? 356, 38. 
527. 'OiXeuüc (d. i. 'OiXnoc) 275, 31. — xö bk 'OiXeuc i|;iXujxdov 
Kaxd xf]v dpxoucav, u)c Iv jndpoc Xöyou Kaxd xöv "Oiiiiipov. 
'Hcioboc bd, cpaci, Kai Cxr]cixopoc bixOüc auxö irpodYcr ou 
Ydp jLiövov xpicuXXdßujc 'OiXeuc, dXXd Kai bicuXXdßujc 
'IXeuc. xoöxo bk Kai dXXoi ttoXXoi xoiv veuüx^puüv, o'i Kai 
bacuvouciv dvxau0a xö „6 'IXfioc xaxuc A!ac", ibc äp0pou 
övxoc xou ö . . . 277, 2 ff. Vergl. N 712. 



208 Max Neumann: 

f 529/30. dGcToOci Tivec, ^v oTc Kai ZiivöboToc, tö „dXXd ttoXu 
jLieiujv" Ktti TOI ilf\c, ou fnovov biÖTi ... 276, 40. 

532. „Bfjcdv xe", bi' ^vöc c XeTO|Li^VTiv Kaid Tivac 276, 2. — 
'H bfe „Bficca" ÖTi |Li^v Kaxd rivac bi' Ivöc Ypdq)eTai c, 
eipHTai TTpö ßpax^ujv. 'Hpiübiavöc b^ bid buo cc Tpdq)ei 
(d. i. „Bflccav") . . . dp^CKCi bfe Kai toi T€U)Tpdq)tü i\ bid xuiv 
buo cc Tpa^Pi^ 277, 30 ff. Dazu: „ßfica" ^pacpoixivx] bi' ^vöc 
ciYiLia KttGd Ktti f\ '0)Lir|piKfi ttöXic f] . . . dv x(Ii KaxaXöyiu 
xojv veojv 1405, 15 f. ttöXic bi xic „Bfica" dv xri Boiiuxiqt 
Tpdcpexai kqi bi' ^vöc (nämlich c) 1871, 56. 

537. 'Icxiaiav 278, 29. — f] bfe 'Icxiaia irpoTTapoHuxövujc ^^v 
Kaxd xouc dKpißecxdpouc dvaYivtüCKexai ö|Lioiiüc xiD NiKaia, 
OiüKaia. . . 280, 13. (Also lasen andre „'Icxiaiav".) 

544. bniujv 282, 13. — xö bfe „bniujv" dvxaöOa oi TraXaioi dEioöci 
„briiuv" dvaTiviucKeiv bicuXXdßtüc bixa dKq)iJüvV]ceiJüC xoö i, 
Kai Yivexai oöxuj xö firoc öXocrrövbeiov 282, 29 ff. Dazu 
,,br|iüv d)Liq)i cxrjGecciv". oöxu) tdp o\ iraXaiol Ypdq)ouci 
cuvaipoOvxec xö „br|ia)v" eic bicuXXaßov 1923, 50 f. Vergl. 
M 425. 
1552. TTexeoio 283, 33. — xö bk „TTexeuio" f| dirö xoö TTexeibc 
TTexeÜJ Y'vexai 'Axxikuic, die XafUJC Xayu), xaibc xaib, Kai 
TrXeovacjLiuj xoO ö jniKpoO „TTexeoio" Kaxd xöv 'Hpu)biavöv, 
f| euöeid tcxi Koivf) Kaxd 'Apicxapxov TTexeöc, ibc kuXöc, 
ou YcviKf] TTexeoTo, ujc KaXoTo, Kai ^Kxdcei „TTexeiöo" 283, 
36 ff. Dazu: 'AxxiKÄc TTexcwc, TTexeib Kai nXeovacfLiix» „TTe- 
x€iüo" iv 'IXidbi 1830, 60 f. 

557. „ÄT^v buoKaibcKa vfjac", ?x€poi bfe Ypdq)ouciv. . .„dT^ Tpic- 
KaibeKa vfjac" 284, 40. 

558. Stand vielleicht im cod. Eustathii. Vergl. 285, 40, wo von 
den verschiedenen Bedeutungen des in diesem Verse vor- 
kommenden Wortes q)dXaYH die Rede ist. — CöXuJV bfe i^ 
TTeicicxpaxoc Trapev^Ypanicv dvxaOÖa ^exd xöv "Ojirjpou cxi- 
Xov xö „cxfjce b' dyiüv, iv' 'AGtivaiiuv icxavxo q)dXaTT€c". . . 
ibc 6 yeuJYpdcpoc icxopei, 6 Kai Xdyujv 8xi iroXXd int] dvxi- 
jLiapxupeT xtu xoioüxiu Xötiu Kai 8xi ouk dpdcKCi xoic Kpixi- 
Koic fi xoiauxri xoO Ittouc TiapevGecic ...ob' auxöc X^fci 
Kai 6x1 o\ MefapeTc aöGic juexairoiou^evoi xfic CaXa^lvoc 
dvxiTrapibbricav oöxu)c „Atac b' ^k CaXa^Tvoc büjbcKa äfe 
v^ac [so!], Jk x' AiTeipoOccric Nicairic x€ Tpitroböc xe" 
285, 4 ff. Dazu: Kai CöXiüv bi xfjv CaXa|LiTvd, q)aciv, *A9ii- 
vaioic d7T^vei)Lie, TipocGeic ^ttoc, 6 Tiep dv xoTc iif]C biiXui- 
Gricexai. . . 263, 23. 

561. TpoiZifiva 286, 8. — xivd xujv TraXaiujv dvxiYpdq)U)V „Tpot- 
2Ir|va" TTpoTTapoHuxovuüc ?TpctM^ctv, olc Kai 'Hpoibiavöc cuvir 
Yopei dv xai irepi xaxuxnxoc Kai bnioxfixoc cIttuiv die . . . 
287, 19. 



EnstathioB als kriüsobe Quelle für den Iliastezt. 209 

t562. oX T* fxov 286, 8. — Ypdcpouci Tiv€C Trctpd Tif» ttoitit^ dvTi 
Tou „oY t' fxov AiTivav" „vncöv t* AiTivav". . . 288, 6. 
665. eöpTivrai bk Xetoviec o\ TiaXaioi Kai öxi r\ dXöc Y€Viirf| im 
fifev Kupiujv dvoiidTUJV cuvOdriuv ipiXöv (i7Toq)^peTai TTveö|Lia, 
olov „€upu(iXoc", ,/AcTudXoc"* diri bk dTTiÖCTiKuiv tö Tbiov 
TTipei TTveöjia, olov „dv djLi^iSXtp lOdKij" (a 386 u. ö.), 
öq)dXoc, TtdpdXoc 524, 18 ff. 

578. ibvcaio 289, 30; 296, 2; 299, 19. 

579. ÖTi Ttaci 289, 30. 

581. KTiTiü€Ccav 293, 22; 865, 26. — tö bk „KiiTwecca" bnXoT. . . 
Ypdq)eTai bk Kai fiXXiuc irapd toic TraXaioic „Kaieidecca" 
i\fO\)V KaXa|Liiv0u)bTic, cpacx. . . 294, 8. 

582. ÖdprjV 292, 46. — Tf)V bk Odpriv 6 id dOviKd TP^M^otc bid 
TOU i elbdvai q)a(veTai ibc dtrö ttjc CTOixeiaKfjc dKoXouÖiac 
(d. i. „Odpiv")* Td bk TrXeiuü tuiv dvTiYpdq)UJV bid toö r\ 
Tpdq)ouci. . . 294, 19. 

585. OTtuXov 293, 1. — OTtuXoc bk TpicuXXdßiuc ibc bdKTuXoc 
... übe 6 Td d0viKd TP^Miac q)Ticiv. ^Tcpoi bk tö „OituXov 
djiicpevdjLiovTo" dv buci jLi^peci Xöyou dvaTiviwcKouciv, dpGpov 
jifev TieevTec TÖ „ot", ttöXiv bk Tf|v „TuXov", Yva Xifvi ötx 
„Kai oH Tf|v TuXov djiq)€V^|LiovTo". ouk dp^CKCi bk toöto 
ToTc dKpißdciv. . . 295, 41 ff. 

592. euKTiTov AIttu 296, 20. — dv bk Tiji „euKTiTOV Amu" oi 
li^v q)aciv ÖTi 2Ir|TeTTai irÖTcpov iroT^pou diriOeTov (also auch 
„€uKTiTov aliTu"). ol bk dTTiBeTov ixiv q)aci tö „cöktitov", 
TTÖXeiüc bk övojbia tö „AIttu" . . . Tivfec bk, iv olc Kai 6 Tiiuv 
dOviKiJJV Ypaq)euc, ßapuTÖvuuc ixkv Ypdq)ouciv „ATttu", tout- 

^CTl TTpOTTepiCTTUJjidviJÜC TtpÖC biaCTOXfjV TOU dTTlG^TOU . . . 

X^YCTai bk Kai 'Hpu)biaviu boKCiv dvaXoTWT^pav cTvai Tf|v 
ßapeiav Tdciv dv tijj „Kai €Öktitov AIttu". . . 297, 12. 
617. *AXeiciov 303, 2; 304, 10. — tö bk „'AXeiciov" iv iik\ toic 
TiaXaioTc tuiv dvTiTpdq)u)v bid biq)ÖÖTTO^ (pipejai ibc dTrö 
TOU dXdu) dX^coi KaTd töv dTUjioXÖTOV, 6 bk tuiv dGviKUJV 
dKG^Tnc bid TOU n Tp6q>ei auTÖ (d. i. „'AXrjciov") 304, 24 ff. 
Vergl. A 757. 

f 621. KT^aTov Kai €öpuTov, toüc KaTd ixkv töv Troi^Tfiv 'Akto- 
piujvac . . . 303, 4 und ''AKTopoc bk KT^aTOC Kai €öpuT0C . . . 
303, 13. Mithin las er wohl „€upUTOU 'AKTopiiwvoc", nicht 
„6upÜT0u, 'AKTopiuJve". 
626. di vaiouci 304, 45. — €i |li^v TP0i9€Tai „ot vaiouciv", ou- 
bkv fxci Kaivöv* TÖ bk cittciv „at vaiouci" cxTi|LiaTic)Liöv 
Tiva ixex ou TTdvu cuvr|0r|' keitoi ydp tö „vaiouciv a\ vf)- 
coi" dvTi TOU „vaiovTai". 306, 18. 

1633. AlTiXiTTa Tprixeiav 306,37. — dv bk tijj „alYiXiTra Tpr]- 
Xeiav" övo)ia juiv töttou f] Tpaxeia, dTTiGcTov bk tö „alTi- 
XiTTa" . . . 307, 23. Also „alTiXitra Tprixeiav". 

Jfthrb. f. oUgs. PhiloL Suppl. Bd. XX. 14 



210 Max Nenxnann: 

•634. fxov Kai 306,39. 
••635. fxov Ktti 306, 39. 
646. Kvu)ccöv 312, 31 u. 38. . 

655. biarpixa 314,27. — tö bk „biaipixa KOC^nO^vrec" oö ßoii- 
XovTtti o\ TTaXaioi 7Tpo7TapoEuvec0ai „biarpixa" .. . 316,4. 

656. Kd|Liipov 314, 27; 315, 8 u. 31. — Tf|V bfe Kdjiipov bid 
ToO i Kai auTÖc Yp(iq)ei (gemeint ist 6 xd dGviKd cuXX^Hac) 
Trpöc biacToXf|V toO Kupiou' tö tdp KÜpiov 6 Kd|Li6ipoc bid 
biq)9ÖYY0U Tpdcpeiai 315, 23 S. 

661. xpdcp' ^vi 315, 38. 
1672—74. ei Kai 6 TpamnaiiKÖc Znvöboxoc dOexeiv xd dTratö- 

^€va X^YCxai, 8xi „Nipeuc 'AYXatric ulöc . . . ji€X* djiiüjiova 

TTr|X€(u)va". (Unter „xd diraYÖibieva" ist wohl auch Vers 675 

mit einbegriflfen.) 317, 30. 
1677. KaXubvac 318, 22; 319, 3. — ?X€poi bid xoO Jx Ypdqpouci 

„KaXiijivac". 319, 4. 

682. *'AXov 319, 33. — xivfec bk otovxai bacuvecGai xf|V *AXov 
ibc diTÖ xf^c dX6c (d. i. „*'AXov") . . . dKoXoii0uJC xip Y€U)Ypdq)tp 
. . . xivfec ouv dvxl xoö „"AXov" „'AXioövxa" Ypd<pouci . . . 
320, 4 ff. 

Tpnxiv* dv^jiovxo 319, 33. 

683. Kal'eXXdba 319,34. 

684. bk KaXeOvxo 319, 34; 321, 13; 1059, 60; 1123, 17. — b* 
dKaXoOvxo 758, 56. 

694. ö y' fK€ix' 321, 37. 
1696. "Ixiüva 323, 17. — xfjv bk „''Ixujva" TTpoTrapoHiivccGai (paciv 
o\ traXaiol ibc My)KU)va. xivfec bk öEiivouci X^YOVxec . . . 
(also auch „*lxiüva") 324, 23. 

697. 'Avxpüjva 323, 19. — Kai xf|V „"Avxpwva" bi xivec \iky 
ßapuvouciv d)c xf|v „^'Ixujva", xivfec bk „'Avxpüjvd" qpaciv die 
TTuOüüva' 'Hpuibiavöc bi q)Ticiv ibc TTXeupüJva' ibvöiiacxai 
b^. . .6 b^ xd dOviKd cuXX^Sac. . .X^y^i kx£. 324, 34 ff. 
*AvxpüJva ibi 323, 19. 

702. TToXu Trpüjxicxov 325, 1. — xd bk „TroXuTrpu)xicxov" [sol] 
xivd xdiv dvxiYpdq)UJV „TroXuTrpiuxicxov" öcptv YP<Si90ua 

326, 13. 

t707. dpa 323,27; 326, 22. 
708. oibi XI 323, 34. 

t712. rXacpupdc 326,28. — xdc bk „TXacpupac" ßapuvouciv ol 
dKpiß^cxepoi Trpöc biacxoXf)v xou ^Tri0^xou, KXiiOeicac dird 
xou . . . rXaq)upa, ibc 6 auxöc d0viKOYpdq)oc \cxopei kt^. 

327, 34 ff. 

717. 'OXiZiüva 328, 24. Dazu: cpadv oöv ^Attiujv Kai "Hpöbuipoc 
„'OXiZiiliva" ibc Mebcdiva . . . öEuvexai bi cpaciv, f| 'OXiZüiV 
Trpöc biacxoXf|v xoö öXiZiuv fjxoi öXIyoc. . . 329, 12. 

729. KXui|LiaKÖeccav 330, 22. 



Eustatbios als kritiscbe Qaelle für den niastext. 211 

738. "ApYiccav 333, 1. — xfjv ßri0€icav „"ApTiccav" eöpTivrai 
CTTdvid Tiva Tujv dvTiYpdcpiüv „*'ApYeiav" fxovra irpoTrapo- 
HuTÖvujc bid biq)06TTOU' TrXeovdZei in^vroi f] bid toö i Kai 
TUJV buo cc TPCtcpri 333, 15. 

739. "OpGnv 333, 2; 1022, 64. Dazu: f] bk „"OpGn" ßapuvexai ibc 
i\ "kpixx] Kaid Touc TraXaiouc Trpöc biacToXfjv toö d7ri9eTou 
333, 28. 

'HXiuvnv 333, 2; 1022, 64. „'HXuivn" bk 7(\) iikv tövu) 
ujc Kopu)vri, KttGd q)aciv ol TraXaioi 333, 31. 
t749. TTe^ßaißoi geg. d. Metr^ 334, 43. — oi \xky xae' ''0|litiPOV 
Kai Ol veu)Tepoi dv ^vi p Ypdq)ouci touc TTe^^aißouc, ?Tepoi 
bd Tivec TraXaioi dbiTrXaZov tö d)Li€TdßoXov. Kai Xcyci ö Td 
deviKd Ypdi|iac ktL 335, 36 ff. 
751. fpYa dv^^ovTO [sei] geg, d. Metr. 334, 43. 
764. TÖ bk „7Tobu)K€ac" 'Attiujv Kai 'Hpöbujpoc ouk euXÖYU)c irpo- 
7TapoHüv€c9ai X^youci. Td Ydp eic üc öHuvöiiieva, q)uXdT- 
TovTtt iv Tri cuvGecei Tfjv auTfjV KaTdXr]Hiv, dvabibiuci töv 

TÖVOV, OIOV bpljLlUC, dbpi^UC . . . • jLlf| OUTU) bk f x^VTa, dXXd 

Tp^TTOVTa TÖ T^Xoc, iCTOTai, cpaciv, in\ öHeiac, olov f]buc, 
dr]br|c. . .' ouTüü yoOv Kai ajKiic, TTobujKfic, üjctc KaT* au- 
Touc Kai f] TrobajKfjC ittttoc öHutöviüc ujq)eiX€, Kai tö tiXt]- 
euvTiKÖv „TTobüüKeac" KT^. 340, 20 ff. 

766. TTnpeiri 339, 29. — tö bfe „dv TTTipeirj" dincpiß^ßXTiTar Tivd 
\xiv Ydp dvTiYpaq)a bid bicpGÖYYOU Tf)V dpxoucav fxo^ci, 
Tfjv bk TrapaXrjYOücav bid iiiövou bixpövou (d. i. „TTeipir]"). 
aiTia bi TIC ou irapab^boTai ttic ToiauTTic YPOtcpf]C. iv bk 
^T^poic fi jLifev dpx^ TÖ f f xci> ^v bi^eÖYYH* ^k f] TiapdXriHic 
YiveTai (d. i. „TTnpeirj") 341, 39 ff. 

769. cpdpTepoc 339, 30; 342, 30. 

782. i|iidcc€i 345, 23; 1716, 31. 
f 783. ol bk TaÖTd, cprici (nämlich 6 Y€U)Ypdq)oc), X^yovtcc direic- 
q)dpouciv elc tö „Tuq)U)^ujc elvai euvdc" Kai toöto tö firoc 
„XdJpijj i\\ bpuöevTi, ''Ybric dv ttiovi brjiiiiu" 346, 34. — 
Damit steht im Widerspruch: ol bk 7rpoc0d|Lievoi tö TrpocexÄc 
Trpö ßpax^ujv ßr]0fev diravaXiiTTTiKÖv Ittoc tö „T^iJuXtu uttö 
viq)6€VTi" Kai ilr{C (die zweite Hälfte des Verses lautet 
„"Tbric dv TTiovi brjiLiiu" siehe 366, 14) irapeiciiYCtYOV töv 
auTÖv CTixov (d. i. „T|liu)Xiu uttö viq)öevTi — nicht, wie 
vorhin „x^puJ dvi bpuöevTi" — "Ybric iv ttiovi br||Liuj"), ibc 
Kai auTÖ 7TpoebTiXu)9Ti, Kai incTd tö „elv 'Apiiioic, 69i q)aci 
Tuq)iüdoc f|Li|Li€vai euvdc". . . 366, 25 ff. 

784. CTevaxiZ€TO 345, 24 u. 22. 

791. eicajLi^vn . . . (p9oYYnv 348, 7. — Aber „eTcaTo" dvTi toö 
uj|Lioiu)0Ti f| oj^oiuicev „€icaTo Ydp", q)r|Ci, „cp9oYYilv" 349, 12. 

798. fi [xkv bx] 347, 41; 349, 19. 

801. TTcpi dcTu 347, 42. 

14* 



212 Max Neamann: 

"804. äXXiuv 347, 45; 494, 30. — fiXXijJ 349, 38. 

•■805. TOici b' ^KttCTOc 347, 45. — ToTciv ^KacTOC 349, 39. 

811. TTÖXnoc geg. d. Metr. 350, 39. 
1813. Tttuinv ävbpec ji€V? 350, 41. 
814. Mupivvric 350, 41 u. 44. Dazu: bitrXÖTiv hk ix^x toO v 
Kttia TÖ „"Hpivva" xai „Köpivva" 351, 41 und f] iv 'IXidbi 
TToXOcKttpeiLioc „Miipivva" 1663, 37. 

816. KopuOaiöXoc 352,22. Dazu: ,,Kopu8aiöXoc^^ bk TrapoSuverai 
likv UTTÖ tOüv iraXaioiv. . . 352, 29. 

820. Alveiac, öv 352, 38; vergl. 272, 2. 

828. 'Abpr|CT€iav 355, 1. — 'Abpr|CTeiav bfe GAouci |li^v xivec 
xpicuXXdßtJüc „Apr|CT€iav" Ypdq)€iv (also „ol bfe AprjcTeiav" 
statt „0^ b' 'AbpricTeiav"), ou Trpoc^xovrai bi. . . 366, 13. 

833. cpGeicrivopa 355, 10; 356,25. — tö bfe „cpeici^vwp" . . . 
Yivexai. . .dirö toO q)9iuj cpGicu)* inei bfe xö q)0iu) biq)op€T- 
xai, die Kttl 6 XoipoßocKÖc i\ xQ 6p9oYpaq)i(ji biiXoi, biqpo- 
peTxai Kttl f] fipxouca xoO „q)9icr|viJüp". troXXd youv xwv 
TraXaiOüV dvxiYpdqpiuv bid bi(p9ÖTT0u aöxf|V fxo^<^^ • • • 
356, 18. VergL 429; I 246. 

844. TTeipuJC 358, 24. Dazu: TTeipuJc bk übe Mivujc 359, 5 und 
xö „TTeipujc ^puüc". . . Kai auxö Ttaprjxi'icei foiKC 359, 6. 

848. xiv^c bk Kttl xöv 'AcxepoTraTov dv xiD KaxaXÖYiu xdccouciv, 
uTToxdccovxec cxixov Kai tpAcpovxec oöxu)c „auxdp TTu- 
paiXM^lc ä^e TTaiovac dYKuXoxöHouc, TTrjXeYÖvoc 0' ulöc 
TTCpibdHioc 'AcxepoTTaToc" 1228, 37 ff. 

849. eupu pdovxoc 359, 22. — xö bfe „eupu p^ovxoc" TpAcpoud 
xivec Kttl uq)* ^v „eupupdovxoc" 360, 4. 

850. dTTiKibvaxai atr) 359, 24. — „dTiiKibvaxai atr|" f\ „alav", 
bixxÄc TÄp f] 'xpa(pr\. . . 360, 11. Dazu: q)aOXTi ouv, qpiiciv, 
(nämlich 6 T€UJTpdq)Oc) i] q)epo|LievTi TP^cp^ „'AEiou KdXXi- 
cxov öbujp dTTiKibvaxai alij" djc brjXabf) ou xoö 'AEiou im- 
Kibvdvxoc xö öbujp xQ TTTiYfi, dXX' dvdiraXiv. (Es hielten 
nämlich einige Ala für einen Quellnamen. Siehe 360, 11.) elxa 
uTTobucKÖXiüc alxitü^evoc 6 T€U)Tpoicpoc Kai xö vofjcai xf|v 
alav iix\ xf)c ff]c foiK€ TtavxeXoic dB^Xeiv ^KßaXeiv xoO 
'OjLir]piKoO ^TTOUC xf|V xoiauxr]V XdEiv 360, 15 ff. 

852. '€vexiüv 360, 25. — Ziivöboxoc b^, ujc 6 aöxöc T€U)Ypd(poc 
XdT€i, xö „dH *evexiüv" „dH 'Gvexfic" TP^cpei. . . 361, 19. 

1853. Kuxujpov 360, 26. — f] bfe „Kuxwpoc" . . . djc 6 xd dGviKd 

Tpdipac (priciv. ^boHe bi xici Kai bid xoö b ypdqpeiv „Ku- 
bujpov" 361, 40 ff. 
855. Kpiü|iivdv x' AlTiaXöv xe 360,27; 362,28; 1210,48. — 
X^YCi bk 6 TeuJTpdq)oc Kai 8xi xö '0|LiT]piKÖv xö „Kpui^vdv 
x' AlyiaXöv xe" ypdcpouci xivec „Kpoi^vav KujßiaXöv xe"... 
362, 29. — bbk „AiYiaXöc" Kaxd |li^v xivac TrpoTTapo£i5v€Tai 



Eastathios als kritische Qaelle för den Diastext. 213 

(d. i. „AlxiaXöv xe") irpöc biacToXfjv xoO dtrXuJC altiaXoO . . . 
übe briXoT 6 iv toic dÖviKoTc elTTibv . . . ol bfe nXeiovec öEu- 
vouci Ka\ TOÖTo. . . 362, 18. 

Meid Touc TTaq)XaTÖvac eö9uc xivec KauKiwvuJv Kaxd- 
XoTOV xi9^aciv, 8v Ztixtix^ov ^v xri u' ßaniiijbicji 365, 32. 
Dazu: trepi Obv (gemeint sind die Kaukonen) xivec q)dpouciv 
iv xip KttxaXÖYijj xaOxa xd im] „KauKtüvac ai3x' t^Y€ TToXu- 
kX^oc ulöc *'A^€ißoc f\ 'A|Liu|LiuJv, 0*1 Tiepi TTapÖ^viov iroxa- 
jLiöv Kttxd buijLiaxa vaTov f| xXuxd biiiiiax' fvaiov". KcTxai 
be, cpaci, xaöxa dv xtu biaxöciiiiu ^exd xö „KpuOjivav x* [so!] 
AlTiaXöv x€ Kttl '6pu9ivouc". Xifex bk 6 Y€UJYpdq)oc Kai 
6x1... 1210, 46 ff. 

856. 'AXiZuüvujv 363, 1, vergl. 329, 16. — X^rei hk Kai (nämlich 
6 Y€UJYpdq)oc) öxi xö „^AXiZiiuviüv" oö |liövov „'OXiZiuvujv" 
xivfec jiexaYpdcpouciv, dXXd Kai „*AXaZ!uüvu)v" 363, 18 ff. 

857. il 'AXußnc 363, 2. — xö bfe „dH 'AXußnc" „« 'AXußwv" 
xivfec Ypdq)ouciv, ?x€poi bfe „^k XaXußiuv", fiXXoi bfe „dH 
*AXÖ7rTic" f\ Kaxd MeveKpdxrjv „dH *AXößTic", fxi bfe Kai „dK 
XaXußric". xd bfe xoiaOxa aixidxai 6 YC^Ypdcpoc. . . 363, 12 ff. 

864. Mifiociv 365, 15. — 'HpaKXeibric hl, q)aciv, fiveu xoO i 
Ypdq)€i xouc dTTÖ xoö Maiovoc KXr]Ödvxac „Mrjovac", X^y^^v 
Boiiüxiav elvai xfjv xoiauxriv inexaßoXrjv . . ., i&c ttou Kai 6 
XoipoßocKÖc TrapacTiiLieioöxai, dv ofc dEriYcTxai xöv 'Hpu)- 
biavöv Kxd. 365, 28 ff. 

MdceXnc 365, 16. — 6 „MeceXric", öv xivec Kai „Md- 
cxpriv" Ypdq)€C0ai q)aci. . . 366, 10. 

865. TuYaiT] x^kc Xi|Livr| 365, 16. — ol bfe cxoXiacxal xö }ikv 
„fuYaiTi" bdxovxai Kax' euOeiav ttxüjciv, xö hk „Xi^vq" 
Kaxd boxiKf|v, Kai q)d|Li€V0i xf|V TuYairiv 0UYaxdpa fuYou 
cuvxdccouciv oöxüü* „oOc f] TuYairi fxcKC napd xQ Xijivri" 
X^YOVxec Kai öxi ouk dKxOexai 6 7roiTixf|c Xi|Livaiv x^Kva. 
X^YOuci hk Kai cxixov XeXomdvai xöv ctiiiiaivovxa xö 8vo|Lia 
xfic jLiTixpöc xuiv ^TiB^vxujv cxpaxr]YUJV. XripoOci bd, q)aciv 
oö Ydp euprixai xoioöxoc cxixoc ouba|LioO. dp^CKCi ouv xoTc 
iraXaiox^poic eu0eTav elvai Kai xö „Xi|livii" Ka0d Kai xö 
„ruYalri". . . 366, 3 ff. Ferner: Ypdq)€xai bk iv xoTc cxo- 
Xloic Kai 8x1 f] MaccaXiujxiKf) ?Kbocic dvxi xoO „ruYaiT] 
X{|LiVTi" „PupaiTi" eixev. (Im Text y^P^'^jc, was Kayser ver- 
besserte. Siehe Ludwich, Aristarch I p. 228.) 366, 12. 

866. f] bk Kax' Gupmibiiv juexd xöv xpixov cxixov, oö dpxf| xö 
„o'i Kai M^ovac fJYOv" Ypdcpei xdxapxov xoöxov Kaxd cxfl^a 
diravaXrinieiuc „TjlhJüXüj uttö vicpöevxi, Tbric dv ttiovi bi^juiu", 
ov bf| cxixou Kai 6 Y€urrpdq)oc iuvricöeic q)r]civ. . . 366, 13. 

867. „NaücxTic", iiidXicxa bk Kaxd xd TrXefuü Kai dKpiß^cxepa xüjv 
dvxiYpdq)U)v „Ndcxric" bixa xoO ü 367, 1. Auch 367, 4 u. 5 
„NdcxTic". 



214 ^&^ Neumann: 

868. Oeeipujv 367, 2; 263, 22. — f] b^ Tpacpn Tnc TrapaXriTOÜCTic 
Tujv „09eipiüv" TOÜTujv bidq)opoc xara töv XoipoßocKÖv 
Ol jLiev Tctp TrXeiouc b\ä hicpQo^fov Ypacpouciv auxö, 6 bk 
t€XVik6c, q)Tici, bia toö i (d. i. „09ipujv"), tcxviköv X^t^JUV 
TÖV 'Hpiübiavöv. . . 368, 11. 

877. Edveou dTTÖ bivnevTOC 368, 43. — ol bk auTOi (nämlich 
Ol TiaXaioi) Ktti iv tuj „ZavGou dirö bivrievTÖc" q)aciv öti 
Kttid 'ApicTapxov TTclca 7rpö9ecic ineTaHu Keiin^VT] Kupiou xai 
TTpocTifopiKoO TU) Kupiuj ^TTCTai, aiCTC dviaOBtt oÖTU)c dva- 
YVIJÜCT60V „dTTÖ Edv9ou bivrievToc". Kaid bk TTToXeiiaTov 
fi TTpöGecic TOI TTpociiTOpiKUJ jn^pci ^TTCTai. ßouXeTtti ouv 
auTÖc oÖTUüc dvaTVoivai, ujc Tiap' '0|Lir|pai KeTiai. Kaid bk 
'AttoXXijüviöv, q)aci, TrdvTuuc dvacTp^cpeiai f] Trpö0ecic (also 
„EdvGou ÄTTO bivri€VT0c") 369, 30 ff. 

lAIAAOC r. 

1. CKttCTOi 370, 19; 878, 17. — ?KacT0C 1713, 35; 1840, 8. 

2. KXttTT^ dvoTTT) t' icav 370, 19. 

f 13. KOviccaXoc 373, 28. — „KOvicaXov'' be, cpriciv (wer?), övo- 
|Lid2Üouciv auTÖv fvioi tOüv Ttepi^pfUJC dTTiKi2IövTUJV 373,31. 
16. ToTciv \xlv 374, 3. 
18. 6 boöp€ 374, 5. 
22. ßißuiVTa 374, 6; 375, 32. 
j26. a\lr\o\ 376, 1. — öti bk eTteipdGTicdv Tivec 7TpocYpdq)€iv 
TÖ i iv TT] TTapaXriTOÜcri toO „alZiriöc" bid tö €upiCK€c6ai 
T€TpacuXXdßuJC „alZriioc", Kai öti ouk dxpißdic dböHacav 
dKcTvoi bid TÖ XP^vcti elvai „ai2ÜTiöc" bid inövou toö f\ öjioiujc 
TU) „7rr]öc" KQi ToTc ToiouToic . . . dv ToTc ToO *Hpiübiavoö 
fcTiv eiipeiv 376, 30 ff. Dazu: tö bk „aiZiriioc dvf|p" (^ 83) 
T€TpacuXXdßujc ßr]9fev briXoi, ibc iv tiu „aiZir|öc" irpocf^- 
YPCt^Tai TÖ i 1714, 28. 

35. dvp b' dvexuupncev 377, 27. 

Trapeidc 377, 27 u. 37. — 'ApicTapxoc bi, q)aciv, dvxl 
TOÖ „ifixpoc T^ |Liiv elXe Trapeidc" Ypdq)€i „Trapeid" oubex^- 
ptüc Ktti öEuTÖvujc, X^YUJV Kai Kavöva toioötov. . . 377,38. 

36. au9ic f| aÖTic 377, 11. 

40. XeYCToi Aiovuciov töv CKUToßpaxiova IcTopeiv Adpbavov 
TToTba '€XevTic Kai TTdpiboc, öc, cpaci, Kai Trpocp^pei juexÄ 
TÖ „dYCt)iiöc t' dTToXecGai" ctixov toötov ,,\xr]bi xi Youvaciv 
olciv dq)^ccac9ai q)iXov uiöv Adpbavov" [so! Der Vers 
steht ähnUch I 455]. 380, 30 ff. 

t42. UTTOHiiov 378, 43; vergl. 380, 36. — Tivk bk YP^i^POuciv 
„^TTÖvpiov", TÖV dv öipeci TTdvTUüv dcxTijiövuüc q)UYÖVTa 
380, 38. 

föl. büC|Li€V€€CCi iLidv 378,44; 379,15. — buc|iiev^ci[v] \xiv 466,30. 



Enstathios als kritische Quelle fOr den lUastext 215 

64. fiv Ti 379,9; 382,30. 

KiOapic 379,9; 382,30. — Tivk, jif| eöpövrec *AX^- 
Eavbpov Tiapä xtD ttoitit^ KieapfZovra, )i€TaYpdq)ouci „kI- 
bapic" dvTi ToO „Kieapic"' ?cti bk triXou y^voc. . . 381, 12. 

63. &c TOI dv ciVieecav 383, 29. 

64. Xpwcflc 383, 38. 
t78. Ibpüencav 386, 32. 

t83. Tcip Ti 387, 30; 1137, 51. — T^P toi 299, 14. 

dp^eiv 387, 30; 299, 14. — dp€iv geg. d. Metr. 1701, 
27. — eiTTcTv geg. d. Metr. 1137, 51. 

84. fiveiu 387, 35. — tö bi. „fiveiu" o\ ^^v övo^xä cpaciv eTvai 
öjioiov Tiji „o\ MevAeiji" . . . ?T€poi bk imp{)r]ixa tö „fiveijj" 
cpaci jLiribfe 7TpocYpdq)ovT€c tö i dv Tfl XriYOÜcri (d. i. „fiveu)") 
387, 43. 

99. „TT^TTOcOe", fJTOi TTCTrövricGe KaT& guykott/jv 388, 17, vgl. 20. 
— TÖ bk „TreiTOcBe" ol jbifev ^k toO TTt^Guu tö TravGdvu) Trapd- 
Youciv dKoXou9o0vTec 'Hpaibiaviji . . . *ApiCTapxoc bk tö 
„TToXXd KttKd [sol] TT^TTOcBe" „TT^TracBe" Ypdq)ei, 8 tt^p dcTi 

K^KTT1C0€. elc ^^VTOl TÖ bld TOÖ Ö YPCt<p6|Ll€V0V „TT^TTOCBc" 

KpeiTTov TTOioöciv ol guykötttoytcc auTÖ Ik toO Tr€7r6vTic9e 
1663, 12 ff. 
102. biaKpivOeiTC 388,22; 1756,17. — tö „biaKpivOeiTc" bid 
biq)9ÖYY0U dv toTc dKpißecT^poic tüjv dvTiYpdq)iJüv q)dpei 
Tf|V TrapaXriYOUcav (also andre „biaKpiv0fiT€") 388, 27. 

tl07. bTiXrjcuJVTai fiv (also las er wohl „briXiiCTiTai") 389, 11. — 
bTiXrjcaiTO 417, 15. 
112. Traucaceai 391, 1; 386, 29. 
tll4. im YOiq 391, 16. — in\ Yfic (also vielleicht „dm Yatnc"?) 
386, 33. 
122. YCt^^iiJ 391, 44. Dazu: bei bk tö toioOtov övo|Lia (näml. „Yd- 
Xu)c") ßapüveiv, dtreibf) . . . , Ka0d xai Tpuq)iJüv q>r\c\v iv t(?i 
Tiepi dpxalac dvaYVUiceiüc. kt^. 391, 41 ff. Vergl. X 473. 

126. iLiapjiapdTiv 392, 30; 393, 2; 1289, 24; vergl. 1863, 65. — 
dv bk TttTc 'ApiCTdpxou, q)ad, Kai ZrivobÖTOu kqi 'ApiCTo- 
q)dvouc dKböceci „biirXaKa TTOpq)updTiv" YpdcpcTai 393, 9. 

140. TipoTdpou 394, 8. 

147. 6 bk „KXuTioc" ibc Tpißpaxu KÜpiov TrapoEüvcTai, Ka0d xai 
TÖ „Tuxioc" Kai tö „'Obioc" Kai tö „AoXioc" Kai dXXa 
TToXXd 395, 23 f. 

165. fJKa 397, 9. — TTTaiouciv oöv kotä touc TiaXaiouc o\ jucTa- 

YpdcpovTCC „lÜKa" 397, 23. 
tl57. d|Li(pl Y^vaiKi . . . fiXYca irdcxeiv 397, 8. — djucpl y^^voikI 

ILidxeceai 1422, 43. 
158. eeaic 397, 9 u. 33; 1151, 26; 1369, 8; 1530, 32. - Oeflc 

148, 32. 



216 ^^^ Nemnann: 

foiKCV 397, 9 und 33; 148, 32. -- ^ijjKCi 1161, 26; 
1369, 8; 1630, 32. 
tl59. ve^ceu) (auch 398, 8) f\ Dix^cGu) (auch 397, 16), das letztere 

gegen das Metr. 397, 31. 
tl60. XiTTOiTO 397, 31. — XimiTai 398, 8. — t^voito 397, 16. 
163. tbr]C 398, 43. — TÖ bk „tbqc" TP<i<P€Tai Kai „Tbq" ^exct 

7TpocT€Tpa|Li|Li^vou Toö i. . . 398, 44. 
173. TÖ „dbeiv" ipiXoOTtti AIoXikOjc 1721, 62. Vergl. M 80. 
tl83. bebjLi/iaTai 401, 12; vergl. 401, 6 u. 11, wo b^bjiniVTai steht. 
— b€b|Li/|aTO 637, 21. 
185. dve' elboy 402, 26. 
tl93. KcqpaX^ 403, 29. — Tf|V jiifev K€(paXf)V jiieiiuv auToO (also 

vielleicht K€(paXiiv?) 399, 6. 
tl97. dpveiip 403,35; 404,12; 1386,46; vergl. 258,16. — Kpioi 
740,52; vergl. 1539,44. 
215. el Ktti 406, 30; 407, 16. — TÖ TOp ,A Kai t^V€1 öcxepoc 
fjv [sol]" oÖTiu biacaqpoOciv oi TraXaiol, u)c Kai tö „f| Kai 
d)Lidv böpu iLiaiveiai dv TiaXdjLiriciv" dvTi xcO „el Ka\ iyih 
alxiLiriTric eljui" 407, 17. Vergl. 111. 
t221. br\ önoL. . Ak CTrjeeoc ?€i 406, 31 f.; vergl. 407, 46. — dirö 
CTrjeeoc geg, d. Metr. 1640, 49. 
227. KecpaXfjV f\b' eup^ac 408, 40. 

238. oöc jnoi 410, 31; 1338, 41. 

239. ^TT^cenv geg. d. Metr. 410, 11. 

240. beöpo geg. d. Metr. 410, 12. 

241. TTÖvov KarabuiLievai 410, 12. 
262. ßncaio 412, 39. 

1265. dTToßdvrec de geg. d. Metr.? 413, 17. 
1272. fiiwpTO 413, 31. — €l bk cucTdXXerai Kaid xivac xö ö xfic 
TTapaXriTOucTic. . .(d. i. „fiopxo") 413, 32. 

279. 8 xic k' dmopKOV 416, 6. — 8c xic dmopKOV 849, 41. 

öjLAÖccij 416, 6. — öjLiöcc€i 849, 41. 

280. iLidpxiipoi dcxe 415, 5. Dazu: Kai 'Apicxapxoc djiapxdvci, 
qpridv (nämlich "HpaKXeiöiic), dyKXivac iv iXidöi xö „l&^€tc 
ILidpxiipoi dcxe". Kxd. (Also Herakleides „fcxe".) 1467, 48 f. 

286. Ti|Lir|V x' 'ApTCioic 415, 31. 

t287. f^ Kai dccojLidvoiciv iv 416, 15. 

290. |Liaxr|COjLiai 415, 46. 

295. d(piiCcd|Li€VOi 416, 42. 

301. bajLieiev f^ iniTeTev 417, 6. — jliit€T€V 713, 47. 

302. &c fcpax' 417, 16. 

306. xXrico^ai öqpeaXjLAoTciv 417, 34. 

308. Zeuc Tdp 417, 46. 

t313. TTOxi 418, 35. 

315. TTpiwxa geg. d. Metr. 418, 41. 

318. Geoici bi 419, 13. — etxe yäp etnoi xic „Ocoici" tpicuXXä- 



EnstathioB als kritische Quelle fflr den Iliastext. 217 

ßiuc etre bicuXXdßiwc „8€oTc" elra in&^ex „Ibfe X^xpac 
dv^cxov", f| auT^i ^CTiv fwoia (also auch „GeoTc IW") 
419, 15. Vergl. H 177; I 219. 

347. TTdvTOce Tcnv 422, 43. 
t348. x«Xk6v 422, 43. — Tivfec bi TP<i<pouciv „oöb* i(>t>r]H xaX- 

KÖc". . . 422, 44. Vergl. H 269; P 44. 
349. dcTiibi dvi 423, 2. 
362. 6d|Liaccov 423, 10. 
362. auTiD 424, 10. 
366. Ticaceai 424, 32. 
370. elXKe 425, 9. 
t381. dKdXuipe 6fe i^^pi 426, 9. 
388. f^CK€iv 427, 22 u. 46. Dazu: TÖ „fjcKCiv etpia" jueid toO v 

Ypdcpouciv Ol iraXaioi Kai ineid Tf|V cuvaipeciv toO fjcKce. 

8oK€i bi *lu)viKa)c oÖTU) X^YCcGai, dbc Kai ^T^piuGi fciai 

bnXov 428, 1. Vergl. 1892, 35. 

393. iiax€cd^€Vov (d. i. jiaxeccdiievov) 428, 14; 493, 18. 

TÖv6' dXeeiv 428, 14. 
400. TrpoT^pujv 429, 11. — YpdcpcTai Kai „f\ m\ [sol] irpoT^pip 
[so!]" bixa Toö v Kai bY]Kox tö iroßßiUT^puj ttou. . . 429, 12. 

t402. €T TIC TTOU 429, 12. — e! rtc toi 429, 20. 

KdKctei 429, 12. Vergl. 429, 20, wo KdK€T steht. 

406. dTTÖeme KeXeiieouc 429, 45; 430, 10 u. 12 u. 14. 

407. yi^bi Ti 429, 46. 

•408. dXX' alei 429, 46. — dXX' &fe bi\ 127, 12. 
t409. \xr\b4. TTore X^yeiv töv noiTiTfiv bouXac idc GepaTraivac, dXXd 
bjiiudc f\ bjLiiwibac. biö Kai tö „cIcökc c€ f\ fiXoxov Troii*|C€Tai 
f\ öye bouXnv" decTCiTai KaTd touc iraXaioiic 1479, 62 f. 

411. TTopcuv^ouca 430, 1 u. 18. — TpdcpcTai bk Kai „iropca- 
v^ouca X^xoc" . . . 430, 20. 
1415. fKTrayXa ^qpiXrica [so!] 429, 27. 
416. ?xÖea 429, 28. 
429. 7Tp6T€pov 431, 39. 
484. 7Ta\J€ceai 431, 41. — iraucacGai 431, 36. 
436. öajLieiric 431, 43. 

441. €ilVTie^VT€C 431, 45; 433, 4. 

442. (pp^vac Ipiüc [so!] 432, 1. — „?pujc qpp^vac". . .fibriXov b' 
^VTaöGa €iT€ bid toO ö TpdcpcTai 6 ?poc AIoXikAc . . . eXje 
Kai bid TOÖ üi 'Attikäc, et nrep ypdqpcTai „(Lb€ fpiwc qpp^vac 
djLicpeKdXuipe". el bk ypdqpCTai KaTd Tivac „d)b€ qpp^vac 
?piuc diLiqpeKdXiiipev", i\ TOiauTTi Tpa<pih C|LiiKpuv€i tö ?poc 
(also „(ppevac ?poc") 433, 7 ff. Dagegen: 6 „?poc" oi5 XPn^ic 
S7ra£ (nämUch =316) ^v IXidbi 1843, 60. Damach wäre 
hier fpuic zu lesen. Vergl. H 294. 

447. fipx€ 434, 1. 



218 Max Nenmann: 

1459. fiv Tiv' ^TreoiK€V gegen d. Metr. (also vielleicht „f^v tniox- 
K€v" oder „f^v t' dTt^oiKCv") 434, 34. — f^v Tiva [so!] ?oik6V 
1418, 35. 

lAIAAOC A. 

3. diuvoxöei 435, 27; 438, 6; 803, 47; 1189,33; 1205,61; 
1334,16; 1531,60; 1635,28. — „dipvoxöei". oötujc 'Hpw- 
biavöc. ZrivöboToc bfe „dvi})Vox6€i" TPa<P€i bia 7rpo6^C€iüC 
438, 11. Dazu: ji^jLiqpeTai (näml. 'HpaKXeibric) bk Kai töv 
Cibu)viov Aiovijciov, eliTÖvra biaXcKTU) 'AiGibi Tr€7TOiflc9ai 
öca TrXeovdZei tö e KarapxAc, iLv ^CTiKal tö „djbwpvoxöei" 
fso! lies „diijvoxöei"] 1410, 60 f. — dviwvoxöei 1715,42. 

10. q)iXo|Li€ibr|C 439,4. — tö bk „(piXo|ieibf|c" . . .bmXdCei tö ji 
bid jueipov KttTtt Tiva twv dvTiYpdqpuuv . . • 439, 35 ff. 

24. "Hpri 440, 45 u. öfter. — "Hpn 125, 8; 1345, 2. 

oÖK ixabe 441, 1 u. 3; 125, 8; 965, 52. — ^v T«lf» „"HpT) 
[so!] b' ou K^x«be CTfiGoc x^Xov" „?xab€" bei fp&(pexv, dbc 
beÜTcpov döpiCTOV. ... 1345,2. Dagegen: XQf\c\c bk toO 
„K^Xa^€v" dv Tif) „*'Hpij b' oö K^xa^€ xöXov Gujliöc" [so!], el 
ydp Ktti Tivec ßouXoviai ypdqpeiv „fxo^^" XöfU^ bevripov 
dopicTou, dXX* f| TrXeiiwv XP^cic tujv dvTiYpdqpuuv „k^xo^^v" 
auTÖ olbev 1487, 5. Vergl. überhaupt 461. 
t27. KajLi^TTiv bd jLioi f\ fKa^ov bi jiioi 441, 22. 

29. fpbe- drdp oö irdviec 441, 33. Aber TT 443 „fpbc [sei]* 
didp oö TOI TrdvTCC. Vergl. 1069, 60. 

41. dKT€Tdaci 443, 18 u. 31. 

43. dTU) TOI 443, 19 u. 34. 

48. eujLiöc db€iJ€T0 443, 22. 
t49. KViccTic 443,22. — t^v bfe KViccav iroXXd tOjv dKpißuiv 
dvTiYpdqpiuv bi' ivöc c ypdqpouciv CKTdcei Tfic irapaXiiTOUciic 
(also „KVicTic"), Kttl dp^CKCTai oÖTU) Kttl *Hpujbiav6c . . . 
444, 29. 
1 53/54. Eust. liest 54 vor 53: . . ,o\)bk jucTaipu) Tdc biairdpcat . • . 
443, 25; aber in der üblichen Reihenfolge: . . . oöb^ |1€- 
Taipu)' et Tr€p ydp (pGovdiu . . . 444, 42. Immerhin ist das 
Citat an der zweiten Stelle derart eingeführt und zugestutzt, 
dafs man sehr wohl annehmen kann, Eust. habe den Vers 63, 
den er zwischen „)Li€Taipu)" und „et irep ydp cpOcv^ui . . ." 
in seiner Handschrift las, beim Citieren absichtlich weg- 
gelassen. Vergl. 444, 40 ff.: IcT^ov bk ÖTi 6 jLif| buvd^€VOC 

^ifev dVTlCTf)va{ TlVl buVaTlfi d|Ll7T0biZ0VTl, buCUlTTUJV bk TUXCtV 

oij 6dX€i (der bestimmte Fall ist also ganz verallgemeinert), 
€ÖKaipiuc fiv Trapiwbricac etTroi tö „oö toi iyd) (das „Tduiv'* 
am Anfang des Verses fehlt natürlich) rrpöcGev tcro^iai oöbi 
)i€TOi(puu (hier hat man sich Vers 53, der nicht in das Citat 



Enstathiot als kritische Quelle für den Iliastezt. 219 

pafste, „Tcic biair^pcai, 6t' äv toi d7r^xÖu)VTai irepl Kflpi" 
als ausgefallen zu denken)' et irep faß (p6ov^u) (es fehlen 
hier wieder wegen ihrer Beziehung auf den bestimmten Fall 
die Worte „T€ Kai ouk eld) biarr^pcai"), ouk dv\5u) (p6o- 

vdUJV KT^. 

t54. oÖTi 443, 25. — oö toi 444, 41. 

58. U ^01 444, 45. 
t81. ix)U T€ 446, 37. 
100. dXXd T€ 447, 43. 
tll7. dOeToöci TTjv X^Eiv oi TraXaioi, qpdjiievoi \xi\ elu)6^vai töv 
TTOiTiTf]v TÖ ßdXXeiv dm toO otTTXOüc dqpidvai TiGdvai. 
alTiuiVTai hk Kai tö ?p|ia kt^. 451, 28. 
^eXaivduuv 451, 26. 
131. ddpT€i 453, 23. 
tl41. dXdcpavTa 455, 28; 583, 42. — Tivfec bk „dXecpavTd" dvari- 
vü&CKOiiciv 6Eut6vu)c, ibc Td KaXd, iva X^tij tä dXeqpdvTiva 
455, 45. 
142. Kdeipa 455, 28. — fcTi bfe irapd Tici tiöv iraXaiOjv eupeiv 
Kai ÖTi bid ToO i Tivfec TÖ „Kdipa" YpdqpovTCc, elTa Kai bi- 
ciiXXdßuuc „KaTpa" cuvaipoövTCC fXeTOV. . . 456, 11. Vergl. 
1160, 36. 

Yttttidv 455, 29; 1932, 25. — Kttttou 1051, 61. 

tl43. TToX^ec Td mv 455, 29. — ttoXXoi bd juiv 1382, 17. 

151. b' Xbe gegen d. Metr. 457, 29. 

155. qpiXe 458, 1. — dKdqpaXov CTixov oi iraXaioi qpaciv 6)lioiov 
Tuj „qpiXe KacifVTiTe", ujctc ouk dvatKaiov TTpoirepiCTTäv dKcT 
To „qpiXe", ibc Sv dTTOTcXecGeiii bdKTuXoc, dXX' öEuvo^dvric 
Tfic dpxoucTic )Li€TpTi0fivai KdKcTvov TÖV CTIXOV d)C dKdqpaXov 
1274, 51; vergl. 1540, 17 f. Ptolemaios 6 'AcKaXiwviTTic 
schrieb „qpTXe", vergl. € 359; siehe auch 308. 

170. ^oTpav 460, 21 u. 45. 

171. TToXiibiipiov 460,21; 461,2. — Tiu ^dvTOi T€U)Ypdqpi}) dpdcKCi 

„TToXmipiov" auTÖ (nämlich tö "ApTOc) voeTv x^P'ic toO b, 
Toö bdXTa bk dYKCi^dvou Xdyei öti tiv^c UTrepßaTWC aÖTÖ 

bdxovTai CUV TUJ b KaTd cuvaXiq)f|V [sei] cuvbdcjiou (d. i. 
„TToXu b' iipiov") . . . dvTi Tou „cic "ApTOc TToXubidqpGopov 
7ToXd|uoic" . . . fiXXuJc tdp, qpnciv, f] XibpoL tö "Apyoc euubpei, 
e\ Kai auTf) i\ ttöXic dv dvubpiu KeiTai 461, 7 ff. 
178. TeXdcoi 461, 36; vergl. 462, 10. 

t229. 7Tapicx€iv 465, 41. Also las er wohl „Trapicxd^ev", nicht 
„7Tapacxd|Li€v". 

1230. Xdßoi 466, 1. 

KaTaKOipavdovTa 466, 1. 

t234. jLiri 7T0T€? gegen d. Metr. 466, 23. — iir| Trii) Ti 467, 13; 
vergl. 16. 



220 ^az Kenmann: 

t236. ipeuWcci 466,23. -— t6 bk „ouk iiA ipeuWcci ira-rfip fc- 
cerai dpiuTÖc" oi jiifev TiapoEiJVOuciv, \'va Xivi ^t"* ^ök fcxm 
ßOTiGöc 6 Traifip toTc ipeüciaic Tpiüciv o\ bk irpoTrapoEu- 
vouci Ktttd Y^voc oub^repov (also „ipeubecci"), vooOvt€C öti 
oö ipeuceiai Tf|V ßorieeiav 467, 17 ff. 
238. fiMcTc b' aör' 466, 25. 
245. TIC cqpi 468, 19. 
1249. 6(ppa €lbfiT€ [so!] 469, 4. 
251. fjXeev im 469, 37; 179, 17. 
260. KpriTTipci 470, 1 u. 9. 
263. dvu)T€i 470, 2. 
273. fjXeev in' Aldviecci 469, 38. 
277. iövTi f\ i6vT\ 471, 28. 
t287. auToi 473, 19. 
t300. TToXeiLiiCij 475, 3. 
306. 8c b' fiv 475, 27; vergl. 702, 49. 
308. diTÖpecuv 476, 16. 
318. jLi^VTOi 476, 38; vergl. 477, 22. 
321. TT^pac k(iv€i 476, 40. 

343. TTpÄTOi 479, 41. 

344. dcpoTrXiZoijLiev 479, 42; 481, 25. 

346. €ÖpTiTai . . . baciiv6)Li€Vov xai tö „^eXif|bf)c olvoc" 524, 13. 
363. )Li€TajLiu)Xia 480, 21. — jueiajuiövia 483, 5. el bk Kai „inera- 
|Liu)Xia" Ypaqpeiai, . . . 483, 8. 

371. Ö7riTrr€\J€ic 483, 37 u. 41. 

372. TTTiüKCxZ^iiev 483, 45. 

380. boOvai 484, 33; vergl. 484, 28; 486, 10. 

382. CJJXOVTO \bi 486, 11. 

388. Kab)i€iujciv 486, 18. 

392. Sip dvepxojLi^vtfJ gegen d. Metr. 486, 20. 

395. AuKOcpövTTic 486, 21. 

400. x^9W ^^^1 3ö. — Ebenda: öcpeiXei jikv f| TTapaX/JTOUca ota 
cuTKOTreica ^k toO x^pelova YpdqpecGai Kard Tf|V rrapoXri- 
TOVJcav [so! Die drei Worte sind wohl zu tilgen.] bid ToO € 
Kai i (also „x^pcia")* viKqi bi öjliiuc Tf|V bid toO ff Kai i 
biqpGoYTOV ixexv Kaxd id n\e\\i) tujv dvTiTpdcpiuv . . . 488, 
36 ff. Dazu: tö bk „X^PV" ciiTKOTrf|v i^ei dK toO x^P^iuiv 

, . . X€P€10VI . . . X^P€U Kai TpOTTfl TOO € Tflc €1 biqpGÖTTOu 

elc r\ „X^piji", oij f| alTiaiiKf) „x^pqo" Kai TrXiiOuvTiKfi €Ö- 
Geia ol „x^pijec" 55, 24 ff. 
1412. bk TTueeo [so! lies ireieeo] gegen d. Metr. 490, 33. 
416. briiObcouciv 490, 46. 
423. „Zeqpijpou uTTOKivricavTcc" fJYOiiV i^p^iLia tö irpunov €lc 

cppiKa biacaXeücavToc 491, 39. 
426. döv 491, 41. 
t442. jLitv TTpOüTa 495, 17. — TaupiüTa 1684, 51. 



EnstailiioB als kritische Quelle ffir den Iliastext. 221 

t444. li^cci}) 496, 33. — jn^cov (d. i. fi^ccov) 477, 1. 
452. xciMO^^oi 496, 28. •— tö „xeijuaß^oi", ibc ^v toTc 'AttCidvoc 
Kai 'Hpobiwpou (paiv€Tai, TTToXejLiaToc iifev 6 'AcKaXiDvirric 
TTttpoEuvei u)c dTTÖ ToO x^iMÄ^ßouc (also „xeijLidß^oi") . . . 
NiKiac bk TrpoTrapoEiJvei TriÖavOÜTepov ^k toö xcijuAß^ooc . . . 
496, 36flF. 
t466. T^vex' laxn 496,30. 

cpößoc T€ 496, 31; 497, 37. 
t469. Töv bk fßaXe 803, 61. 

478. ep^TTTtt [so!] 501, 15, 16 u. 27. Vergl. P 302. 
1480. 7r€pl lioTöv? 499, 11. 
483. TiecpuKei 500, 28. 
487. f] iLi^v dZioiLi^vn 501, 37. 

493. „fKTr€ce x^ipöc" f| Kai fiXXiuc Kaxd Tiva tiöv dvriYpdqpuuv 
„fKcpuTe X€ipöc" 499, 37. Vergl. B 266. 
t502. ^Tepou? gegen d. Metr. 503, 3. 
t510. oö Ti 503, 11. 

512. jLiriv 503, 26. 
"517. jLioTpa dTT^bncev [so!] 504, 35. 
"521. öcT^a 504, 44. — öct^ov gegen d. Metr. 1895, 34. 
t527. fiXXoc bi TIC (nfiml. TriTTTCi) direccujuevoc t^toi dvairoMZiuv, 
b\ö Kai TÖ CT^pvov TrXriTTeTai 499, 27. Mithin las er „dir- 
eccüjLievov", nicht „^7T€ccujli€V0v". 
t528. ^v 7Tveu|Liovi 499, 15. — rrap' 'Oivf\p\\) „irdTn b' dv ttXcij- 
Movi xoXköc", KaGd Tic xpdcpei tujv TiaXaiuiv 1436, 62 f. 
542. iXoOca, dTdp 506, 5. 

lAIAAOC e. 

4. baxi o\ 512, 12. — tö „bai^ o\ Ik KÖpuGoc irOp" x^P'^c toO 
V i\ TToXXoTc dv.TiTpdq)oic (pepöjuevov alTiac dTiaiTei Zr|Triciv. 
(Aus den W orten X^P^c toO vdVTroXXoTc dvTiTpdqpoic könnte 
man auf eine Lesart „baidv ol" schliefsen) 514,4. — Tivfec 
ILidvTOi oÖTU) Ypdcpoiici „bai€ bi o\ dK KÖpuGoc" 514,. 8. 

5. dcT€p' ÖTTiJüpivijj 512, 14. — TÖ bk „dcT^p* ÖTriwpiviu", 
cuvaXT]Xi|Li)Li^viuc ?xov bid baKTiiXcii XP^lov, TpdcpcTai Kai 
fiXXüüc dvT€Xd)c „dcT^pi ÖTTiupivif)". Kai ix^vcx Kai toOto 
ol TTaXaiol TrapdbeiTjLia cuviZrjceujc, dv fj buo ßpaxeiai elc 
jLiiav XoTiZcvTar tö pi fäp Kai tö ö elc jniav cuveKqpuüvoOv- 
Tai ßpaxeiav cuXXaßrjV 514, 18 ff. — „dcTdpi ÖTTiwpivijj" auch 
12, 29; 1138, 2; 1776, 49. Vergl. überhaupt K 277; auch 
Q 707. 

t8. €lc jLidcov ibcG^VTa 512, 30. Also las er „tice", nicht „lüpce". 
Vgl. 694, wo er beide Lesarten bietet. 
9. KaTd Toüc TTaXaiouc tö „AdpT]c" Kiipiov, iav ö^ijtovov fjv, 
die Tivec oTovTai (d. i. „Aapric"), elc oüc fiv dx€ Tf|V t^vi- 



222 Max Neu mann: 

Krjv. Tci fctp eic f\c^ qpaci, bicOXXaßa öEuTOva, ?v fxovia 
TTpö Toö f\ cij)LiqpuJvov, ctc oüc TTepaToöTai KttTd Tfjv T€ViKriv 
caqpoöc. . . 515, 2. 
10. ipeuc 515, 13. Dazu: tö bk „ipeuc" ipiXoOiai, u)C ^v toTc 
'Attiuuvoc KeTxai Kai 'Hpobuüpou, cuvaXiqp^v ^k toö iepeuc. . . 
515, 35. 

12. 7TOlTlTlKUUT€pOV 06 TÖ „dTTOKplvGCVTe" ^6X6 TOÖ V. . .515, 18. 

Vergl. 515, 14. 
31. ''Apec, "Apec 517, 45; 1540, 18. — icxeov bfe, tbc iv toTc 
'Attiiüvoc Ktti 'HpobüJpou qpepetai, . . . öti 6 Ypa)Li)LiaTiKÖc 
'lEiujv TÖ beiitepov fipec öEuvei, tpa^^v „dpic", ö ^cti 

ßXttTTTlK^. OÖbe 7T0T€ T^p, CpilCl, KUplOU 6v6|LiaTOC KXr|TlKf) 

TTapaXXrjXujc Keirai Trapd tuj ttoitit^. TipöbriXov bd, (pr\ci, 
Ktti ^K TOÖ ßpOToXoif^ Ktti TOÖ )Liiai(p6ve ÖTI Ktti TÖ „fipec" 
dmGeTiKÖv dcTiv. 6 bk TTToXe^aioc Km f] irapdbocic bid 
)Li€i2!uj f iLicpaciv Kupiov Kai tö beuTcpov „"Apec" TrapaXa^ßdvei 
518, 18flF. 

TeixecnrXfiTa 5 1 7, 45. -— tö „TeixeciTrXfjTd" Tivec bid toö 
ß Tpaqpouciv (d. i. „T€iX€CißXfiTa") 518, 38. 
33. öpeHei 519, 9. — öp^Hoi 519, 21. 
39. TÖ „*Obioc" irapoHuveTai ibc Tpißpaxvj KÖpiov 619, 34. 
42 u. 57. Standen im cod. Eustathii 520, 10 u. 520, 1 f. 
59. TÖ „T^KTovoc uiöv" ol |Li^v dKpißdcT€poi dTTiGcTÖv qpociv 
(vergl. auch 521, 24). . .Tivfec bk Kupiov ^vÖTicav övojna Kai 
Töv T^KTova (d. i. „T^KTOvoc uiöv"). . . Ö21, 40 ff. 
75. ev Koviri 523, 10. 

79. ol dpxaioi Kai ^v ili^cuj X^Heiuv d7TV€U)LidTiZov Kai Td qpiüvrj- 
€VTa Kai TÖ p. eupTiTai ouv iv Ö7T0)Livr|)Liaci TraXaiuiv ToiaÖTd 
Tiva" ÖTi TOÖ „€ua!)Liujv" t^jv öü biqpGoTTOV, kSv ^k toö aljua 
TiveTai, 8)LiiJüc ipiXoT 6 'AcKaXiwviTTic, ?va Kiipiov y^VTiTai 
övo^a. . . 524, 3 ff. 
t86. f\ jLi€Td gegen d. Metr. 526, 8. 

6^iX^€i 626, 8. 
t87. dv TTCbiov 526, 20 u. 21. — djLiTrebiov 154, 17. 
89. ^epTM^vai 625, 26; 626, 5 tu 11. 
91. dTTißpicei 525, 27; 30 u. 36. 
96. Sv irebiov 626, 21. 
t99. T^aXov 626, 32 u. 49. — 'Amujv bk Kai 'Hpöbujpöc cpaci 
„TuaXov" jLi^v „6u)priK0c" TTpoirapoEuvecGai, „yuaXöv" bfe 
„X(6ov" öHuTÖviuc X^TCCÖai, olov „yuaXöv X(6ov dTKdc[c]a- 
ceai" 626, 41 f. 
100. oucrjc b^, (paciv, dvaXoyiac, übe outuuc oötu), M^XPic M^XPi» 
auöic au0i, oÖTiü Kai fivTiKpuc „dvriKpu", 8|liujc d)EiiTOV!^0Ti 
TOUTO dvaXÖYtwc KaTd tö jucctitö kt^. 627, 11 ff. 
104. „bTi6d cxnceceai". . .el bfe TP^cpeTai. . .„bnO* dvcxncecöai" 
. . . 628, 14. 



EnstathioB als kritische Qaelle ftir den Iliastexi 223 

106. (paT* dTreuxöjLxevoc 628, 19. 
tll3. dvTiKÖVTiZe bx& 528, 24. — dvT]K6vTiZ€V ättö 680, 24. 
117. aÖT^ ii€ 628, 44. 

cpiXai 628, 44; 522, 20; 1269, 10. — Ktti |Lif|V dKcTvo 
(näml. qpiXai) Tiv^c KOivörepov „qpiXe*" Tpdqpouciv dvri toö 
qpiXei, Tf)v TcXeuTttiav cuvaXeivpovTcc 528, 44. Damit stimmt 
„vöv au [so!] jue qpiXai, 'A6r|VTi". outuü t^p Tivec Tpd^pouci 
Tojv dKpißecT^puüV, ibc irpoebTiXuüGTi, Kai oii„qpiX€€" 1269, 10. 
Vergl. überhaupt K 280. 
128. TiviicKijc 629, 41. . 
138. xpaiJcei 530, 44; 1063, 30; 1314, 9. 
bajLidccei 530, 45. 

tl41. drxnCTnvai 630, 46; 631, 42 u. 46; 632, 1. — dTXncTivoi 
531, 32. Dazu: Ypdcpeiai bfe bid toö fi f] 7rpo7rapaX/|TOUca 
ToO „dTXUcnivai" . . . 531, 46. 

148. TToXuibov 532, 30. — 6 bfe TToXiiiboc biqpopeiiai rrapo toTc 
TtaXaioTc fv xe bixpövqj Kai bid biqpGÖTTOu bk (d. i. „TToXii- 
eibov") fx^v Tf)V TtapaXriTOUcav 533, 7. Vergl. N 663. 

150. olc 532, 31 u. 36. 

161. Kai tdp cqpeac 532, 38. 

153. 6 b' dT€ip€TO 533, 16. 
fl68. öEuveiai hk tö „xnpiAiCTai" ktL 633,26. Dazu: Xdyei hl 
(näml. 'HpaKXeibiic) toioOtov djndpiima elvai Kai ^v tiij 
„XTipuJCTai"' TOÖ Tdp ßrijLiaToc övioc TrepiCTTUjjLi^viuc XHP^J^» 
Toövo|Lia oÖK öHuToveiiai . . . Kai ciijLiaivei tö toioötov koivAc 
TiapaboOtv ÖTTÖ toö 'HpaKXeibou. 'H ydp lXidc, biopGiwöeica 
ibc ?oiK€V öcTcpov, ou Tpdqpci „xripÄCTai" 7rpoTr€piC7riu|Li^viuc, 
dXX' öEiivei, olov „xnpiJ^CTai bk bid KTticiv baT^ovTai" 
[so!] 1724, 38flF. 

161. dHei 534, 23. 
f 164. TÖ „d^Kiuv^* bacuvei tö e* CT^pncic xdp ^cti toO 4kövtoc 
624, 20 f. 

T€ÖX€a [so!] dciiXo 634, 13 u. 16. 

178. „fTTi jLifivic". fcTi bk TrXeovacjLiöc dvTaöGa ttJc im 7rpo6^- 
ceuüc, d)c Kai iv tiu „ßou)v dmßouKÖXoc dvf|p" Kai „^moupoc" 
636, 46. Also wohl „dm lifivic". Vergl. aber damit: i\ i\\ 
M^pei XÖTOii KaTd tö „6€oö drrijLifivic" [so!] Kai „ßouiv im- 
ßouKÖXoc". . . 564, 15, . Dazu: tö bk „jLieTdTT^Xoc" irepiTTTiv 
Kai auTÖ ?X€i Trp60€Civ, KaGd Kai tö „dirioupoc" Kai tö 
„XaXcTrtj bk eeoö ^TTijLiflvic" Kai „dmßouKÖXoc dvrjp"... 
1009, 49. Vgl. Z 123; 144. 

182. TivOüCKUJV 637, 3. 

185. ob' dveuee 536, 3. 

203. TÖ bk „dbriv" . . . (auch 639, 9 u. 1400,36) NiKiac |li4v 

^iiXot, biTiXocidZuiv TÖ b bid TÖ li^Tpov, ö^oiu)c rCji „kuov 



224 ^<^ Neumann: 

dbb€€c"(also: „fi^^nv")' 'Apiciapxoc bfe 6i' dvöc bKal ßpax^wc 
Ktti bac^iüc (d. i. „äbnv") 539, 1. Vgl. 178, 23 f. Dazu: TÖ 
„fibriv". . .KttXiüc öv bi' ^vöc biXia ^Kqp^poiTO 833, 15 und 

ÖTi bk o\ iLifev biTrXoOci tö b toö „fibriv" (d. i. „fibbr|v"), ol 
bk b\' i\öc auTÖ Tpdqpouci, Kai ol lifev ipiXoöciv, ol bfe bacii- 
vouciv, fi 'IXidc bnXoT 1394, 34 f. 
205. fiLieXXev 539, 33. 

219. TTapacTijLieioövTai 'Airiiuv Kai *Hp6bu)poc tö „vib" iiovocüX- 
Xaßov buiKÖv Kaxd tttuüciv alriaKfjV dvri toö f|iiäc SttoH ^v 
'IXidbi K€Tc6ai Kttl Stto^ iy 'Obucceicjt. 8 oubi irepiCTTäTai 
ibc buiKÖv, XfiTOV eic ü) 541, 10 ff. Vergl. A 574. 
1224. di Kai 541, 18. 
225. öp^Eei 542, 10. 

227. TÖ TreZeöcai toO dpinaTOC „ittttidv dTioßf^vai" X^T€i 542, 16. 
Dazu: dTToßaiveiv tö rreCeijeiv 646, 8. Also las er: „diro- 
ßr|CO^ai", nicht „d7Tißr|C0|Liai". 
1228. t6vt€ 542, 19. — TÖvbe 659, 17; 667, 31; 714, 2; 789,31. 
bi iLioi 542,19; 667,31. 
231. elweÖTi 542, 42. 
f234. 7TOÖ^ovT€ 542, 41. — buvdjuevoc ydp eltreiv buiKoic. . . 
TrXrjGuvTiKUJC efTrev. oötu) koi irpö toutu^v i(pr\ „jLif| tüj 
jLifev b€icavT€ jLiaTr|C€TOV, Teöv (pGÖTTOV ttoG^ovtcc". . . 
557, 29 ff. 
f 238. TÖvb* iyib dmovTa 542, 19. — TÖvbe b' ifibv ^mövra 

542, 44. 
f 240. djLi|Li€iiaarr€C im gegen d. Metr. 543, 30. — djLl^€jLlaarr' ^tti 
557, 32. 

245. IxoVTQC 544, 8; 557, 33. 
f253. dXucKoZiovTi 645,37. — tö bk „dXuocdZovTi" f| „dXucKd- 
ZovTa |Lidx€c6ai", fijuqpiü yop dcöXoiKa. . . 545, 45. 

255. ITTTTUiV dTTlß/||Ll€VOl 544, 29. 

t2ö6. dqi 644, 29. — tö bk „Tp€iv jn' ouk ia TTaXXdc 'Ae/jvn" 
oÖTiü cxTiMöTiZcTai Trapd toTc iraXaioic. iGoc 'OjLiifipip rb, 
Tfic beuT^pac cuZutiotc tujv 7r€piCTru)jLi^vu)v tii\\xaTa KaTd tö 

b€\JT€pOV Kai TpiTOV TTpÖCUJITOV TTOXXdKlC €lc buO ä biaXÜClV 

. . .olov. . .„OÖK dd<ji Kpovibric". toOto tö „Wcjt" l&v diro- 

KOTT^, TTOiei d)C ^V ji^Tpi}) baKTuXlKlj) TÖ „TpeiV \l* OUK fa", 

dvaßißacG^VToc toö tövou. . .el bi YpdcpeTai „TpcTv |li* oök 
^qi" 7r€piC7TU)jLi^vu)c, 8 trep f^Kicra ^v toTc iraXaioTc eöpT|Tai, 
9€pa7r€u8ric€TOi CTrovbeiaKÜöc tö ji^Tpov bid cuviJ^/jceuic 
546, 9 ff 
258. Toöv 546, 17; 1174, 2. 
t263. indXlax toTc Yttttoic toö Alveiou 642, 16 u. ^TratSai bi Toic 
TOÖ Alveiou Kttttoic iieiiviiii^voc . . . 646, 41. Also las er 
wohl: „tiHTOic", nicht „ittttujv". 



Eostathios als kritische Qaelle für den lUastext. 225 

269. GrjXeac Yttttouc 645, 1. — tö hi. „OriXeac" o\ jiitv TrpoTrapoEu- 
vouciv ibc diTÖ ToO f| GflXuc, oTov Ka\ tö „GfjXuc d^pcii" 
(e 467)* ol bi irapoEiJVOuciv dbc dirö toO WjXeia 0r|Xeiac 
Kttl dTreXeucci toO T „GriX^ac" 546, 42 ff. Dazu: dbc Kai irpö 
TouTOu Tivtc ^vöouv TÖ „uTTOCxibv GrjXcac ^TTTTOuc", Tpd- 
qpovrec „uirocxibv GiiX^ac ittttouc" dvri toO „GriXeiac" TiapoEu- 
TÖviüc, Ktti o\) TTpoTTapoEviTÖviwc „ötiXcttc" 558, 19. 

272. liricTUjpe 545, 2; vergl. 541, 39. 

273. dpotjLi€ea fiv 545, 12. 

289. (päd bk Kai (näml. ol iraXaioi) öti dv Ti!p „laXaiipivoc" . . . 
'ApicTapxoc jLifev ipiXoT tö p (d. i. „raXaijßivov"), X^yiüv, ov 
ciivGcTov eTvai cxTijLiaTicjLiöv, dXXd fvvoiov dTrXfjv Tpiiqpiuv 
bk dp^cK€Tai cuvG€TOV elvai TfjV \il\v Trapd tö TaXaöv 
Kai TÖ ßivöc* b\ö KOI dbdcuve tö p (d. i. „TaXaupivoc") 
524, 9 ff. 

t291. bi TT^pncev 547,31. 
293. dHeciiGn 547, 32. 
301. dvTiov 549, 18. 
1 303. fivbpec gegen d. Metr. 549, 23. Vergl. Y 286. 
310. bi o\ öcc€ gegen d. Metr. 550, 26. 
314. bi öv 551, 5. 
331. TiviJüCKUüv 552, 9; 611, 19. 
t332. a^ dvbpiüv 552,9. 
333. ÖTi KaKWC öacOvoüci Tivec toö „'€vud)" tö ü (d. i. „'€vuu)"). 
fijLieivov Tdp, qprici, ipiXoöv, biÖTi oök ?cti Kiipiov, dXXd Tf)V 
7roX€|LiiKf|V br]\o\ . , . f[ Kai biÖTi dirö toö dvaiieiv T^vcTai 
KaTd *A7roXX6biüpov . . . f\, ibc 6 "HpaKXduuv 9ticIv, dirö toö 
2vuj TÖ (poveOiü KiL 524, 14 ff. 

t338. tt^ttXou, t6v 552, 39. — öv 553, 6. 

346. ?XoiTO 551, 19. 

352. d7Tۧr|caT0 654, 55. 

359. TÖ „cpiXe" dKTeivei Kai dvTaOGa tö tt^c dpxoiicric bixpovov, 
ibc Kai dv T^ t' ßaipu)6i<ji. qpiicl fäp „cpiXe KOciTViiTe" . . . biö 
Kai 6 'AcKaXiüviTric, (päd, TiepUcTra tö 91 (d. i. „qpiXe") 
356, 33 ff. Vergl. A 155 (die Angabe „dv Tq t' ßaipi})bi(jt" 
beruht auf einem Irrtum des Eust.) u. 308. 

KÖjLiicai T€ ^€, böc bi jüioi [so, nicht ji |lioi] ittttouc 
556, 34. — Dafür: kojliicov bi jLioi ittttouc 881, 53. 

362. öc bri T€ 557, 11. 
t365. fivia fXaße? 557, 24. 

366. dKOVTC 557, 28. 

397. ouTU) TTÜXri „ttuXoc" dpceviKiüc, olov „dv TTuXifi ßaXiuv". ou 
Tdp iv jfji TTuXqj jf) ttöXci töv "Aibnv 6 'HpaKXf^c fßaXev, 
(iXXd kotuü i\ TT) Tujv vcKpOjv TTuXij. biö Kai ^pjLiriveuiuv 
dTTdrei „^v V€KU€CCi ßaXiüv" 563, 27. Dazu: „dv nüXi|i 

Jahrb. f. cImb. PhiloL Sappl. Bd. XX. 16 



226 ^1^^ Neumann: 

[lies TTuXiu], ^vv€KU€cci" [so!], TouT^CTiv iv T^ Kaio VCKpOÖC 
T\\)\r] [Hes ttijXi;)] 333,43. VergL auch 562, 11; 1760, 32 f. 
400. i\r]\aTO gegen d. Metr. 562, 13; 563, 43. 
f 402. „Ktttd evTiTOuc t' ^t^tukto" f{ jLidXiCTa „KaraGviiTÖc t* ^t^- 

TUKTO" i\ ^Vl JLI^P€1 XÖTOU KttTOt TÖ „GcoO ^TTljLlfjVlC" Kttl 

„ßoAv ^mßouKÖXoc" . . . 564, 14 ff. 
403. ößpijLioepTÖc 564, 19. — öjußpijLioepTÖc 564. 32. 

406. Kttia qpp^va Kai Kaiot Q\))x6y 564, 36. 

407. jLi(ix€Tai gegen d. Metr. 564, 36. — jLidxTlTai 534, 37. 
••408. TTOTi ToOvaci 564, 39; 565, 34. — dv TOÜvaci 1283, 36. 
••409. TToXdjLiou 564,39. 

416. Ixo» 566, 31. — tö hi Tpacpeiv „Ix^öp" ii€Td toO p Kaxd 
diroKOTTfiv jLiövou ToO TeXeuiaiou (puuvfievToc oö Trdvu dpdcK€t 
TOic TraXaioTc . . . 566, 32. Dazu: ibc Kai xöv IxOüpa dv xoTc 
irpö TOUTiuv „Ix^p" Tivec fTpaqpov, olov „dTi* Ixiwp X^ipöc 
öjLiöpTVii" 984, 21. 
t423. Sjii' dcTT^ceai, oöc 567, 11. 

425. XP^cQ . . . KaiajuijEaTO 567, 12. 

„XcTpa dpaifiv" Tfjv bixujc Trv€UjLlaTlZo^^V1^v (also auch 
„dpairiv") . . . 'Attiköv bk tö baciiveiv -rfjv „dpaii^v" 568, 10 ff. 
Vergl. TT 161. 

433. Tivu)CKUJV 569, 2. 

446. Iv l€pr| 569, 28. . 

455. Vergl. 31. 

456. TÖv fivbpa gegen d. Metr. 571, 12. 
458. TTpOüia 570, 36. 

461. '€v Tijj „TpÄac bk crixac oöXoc "Apric ujxpuve ii€T€X9uiv" 
biTifi (p^pexai TPO<P^ toO irpübioii Troböc f| ydp kttitikoic 
„Tpijidc" öEuTÖviüc \ife\ xdc TpiuiKdc, f\ judXXov rrpoTrepi- 
CTTüüjLidvuic „Tpujac CTixac", dvriTTTiüTiKÄc idc Tifiv Tpiliuiv 
571, 16 ff. 

466. TTuXaic 571, 31. 
t467. öv t' Icov 571, 33. — 8v Tcov gegen d. Metr. 580, 16. 

475. ifdjy 572, 14; 573, 43. 

484. oTov fiv 572, 25. — olov gegen d. Metr. 574, 1. 
t487. dipici 574, 13 u. 18; vergl. 1931, 32. — dipici 26, 40. 
Dazu: (paci bk xd cxöXia bio\ elvai ßapuvecGai Tf|v euOeiav 
ToO „dipiciv", iva X^KTjTai „fiipic" f[ ibc AIoXiköv . . .f{ xal 
dvaXÖTiA^c ibc dirö jla^XXovtoc 8v, KaGdirep tö |üi^)üii|iic xal 
öipic, UJCT€ elvai Tir|v boTiK^jv täv irXiiGuvTiKaiv „äniici" 
TTpoTTapoEuTÖviuc. X^TOuci bk Kai ÖTi ipiXoÖTai TÖ ä dvraOGa 
TrapaböEujc, KaiTOi ^k toO Stttiu yiv6jli€Vov kt^ 574, 21 ff. 
dXövTCC gegen d. Metr. 574, 13; 1931, 32. — dXövT€ 
26, 40. 

492. dx^jLiev, KpaTcpiiv 572, 41. 
t497. dvTioi 575, 24. 



EnstathioB ala kritische Quelle für den lliastext. 227 

499. dXiüic 575, 28 n. 42. — Ka\ TP^^ouciv ol iraXaiol Tf|V toü- 
Tou (d. i. dXiwifi) TrapaXyjTOucav ciiv tiö larra b\ä tö t^vecGai, 
cpaciv, dirö toO dXolui tö cuvrpißuj, f\ iK toO dXoio», Iktäcci 
ToO €lc lü 675, 42. Vergl. zu Y 496. 

501. KpiV€i 575, 28. 

510. eiijLiöv dT€ipai 577, 10. — dTcTpai 577, 13. Dazu: xd ttX€iu) 
Tuiv dvTiTpdcpiuv ouK „dteipai" Tpdqpouciv, dXXd „TpiBci 
eujLiöv dT€Tpai" 577, 17. 

514. Ol b" dxdpncav 577, 41. 
t525. Zaxpei&v 578, 23. — xai toutiu tiij Xöti}i (nSmlich weil — 
nach seiner Angabe — das Wort mit XP^I^^H^ zusammen- 
hängt) Ypd9€Tai f| TiapaX^TOuca bxa bicpGÖTTOu, ?xowca f\ 
TÖ e Kttl T f| TÖ fi ineTo toO T (also „Zaxpeiojv" oder 
„Zaxpijtiüv"). ^dv bi te biä jliövou toO fi (d. i. „Zaxpn^JLJV") 
Tpdqpexai, X^yoi fiv Zaxpiictc toijc äfav ßapeic dmö toO 
Xpdu) ToO ^TrmlTmu 579, 11 ff. 

528. TToXXd f^ jLxaKpd 579, 35. 

531. albojLi^viwv b' dvbpujv 579, 38. 

545. 8c €ilp\j gegen d. Metr. 580, 37. 

557. aÖToi 581, 39. 
t559. bajLi^VT€C 581, 40. 

560. doiKÖTCC 581, 40. 

567. Trdeij 582,44. 

bi ccpeac 582, 44. 

587. elcTfiKei 584, 12. 
t598. d)KUp6i}i 585, 26; 1047, 30. Dazu: TÖ bk „d)Kup6ai" ouk dbi- 
TrXaciace tö p xard cuvrjGeiav . . . xard qpüciv xe xal bid 
jüt^xpou bk, XP^iciv, ou iif|V 'AxxiKUJC 586, 5. — dÜKuß^öiw 
496, 40. 

609. Mev^cenv 596, 36. — 'Apicxapxoc bk „MevecGfiv" [so!] 
\lfe\, ibc ^ATreXXrjv [so!] ebenda. 
••612. ^v TTaiciIi 356, 3. 

t633. CapTriibov 589, 5. — xö „CapTrflbov, Aukiiuv ßouXTicpöpe", 
. . . buvaxai jLifev TpdcpecGai Kai „CapTtiiöuiv" öEuxöviwc, dp^- 
CK€i bk xoic TraXaioTc TTpoTrepiCTtäv auxö 590, 40. 
t634. dv6db€ övxi 589, 8. — dvGdb' dövxi 591, 8. 

656. „öjiapxq", xoux^cxiv öjlioO 592, 1. — Icx^ov bk öxi xö „djuapxri", 
6 T'v€xai dTTÖ xoO SjLxa xai xoO dpxA, f\ )xkv cuvrjGeia irepi- 
CTrqi ibc xö elicQ, TtoXXaxrj, Kai öca xoiaOxa . . . 'Apicxapxoc 
bk öEuv€i, ibc Iv xoTc 'Attiiuvoc Kai 'Hpobiupou cp^pexai, 
X^T^v dK xoO^ djLiapxriÖTiv cuTKOTriivai auxö (also „djuapxri"). 
Icx^ov bk dbc, €l Kai „öjiiapx^" xö {>r\Qky dTiiß^TijLia ypdcpexai 
xaxd xiva xujv dvxixpdqpiuv, fx^^ai Xötou bid xö Kai xö 
dKoXouGeTv djuapxeiv xe X^t^cGoi bid xoO ä xal öjuapxeiv 
bid xoO 5 ^K xnc auxfic IxujiioXoTiotc xip dm^^rijLioxi, dbc 
fcxi fVUJvai xal auxö Ik xwv iraXaiiöv 592, 16 ff. Dazu: 

15* 



228 Max Neumann: 

• 

„öiLiap-rf)" [sol], 8 irep öEuvei 'Apicrapxoc 752, 1. Vergl. 

162. 
678. "AXiov 593, 21. — tö bk "AXioc irpoTrapoEuvoiiCi (näml. o\ 

TtaXaioi) X^tovtcc . . . Tivfec bk xal tö "AXioc KÜpiov ^v- 

TttOGa TrapoEiivouci (also ,/AXiov") 593, 31 ff. 
686. fljLi€T^pr| 594, 11. 
697. auGic 595, 9. 

(i)Li7TVÜveri 595, 9. 

703. dEevdpiEev 596, 5; vergl. 614, 3. 
t708. ''YXij 597, 7. — X^T^i bk Kai (näml. 6 Tew)Tp(i<poc) ÖTi oö 
TpaTTT^ov „*Tbij", ujc TiV€C fxpaipav . . . 597, 11. Dazu 
ist 267, 18 atTiärai (näml. 6 CTpdßiwv) touc TP«<POVTac 
„*'Ybr] fvi olKia vaiiuv" Kid. und überhaupt H 221 zu ver- 
gleichen. 

720. fvTuev 599, 16; 597, 46. 
f 734 — 36. Kai TiG^aciv dvraöGa o\ iraXaioi dcrepicKOV, 8c dcriv 
dcT^poc crijLieTov xioctöv, ?x^v dv xaTc T^ccapci t^viaic 
cTiT^ac, oÖTUü* vj^ Kai TiG^aci im tuiv fipicxa ^x^ivrujv diruiv 
Kai dcTcpoeiöuic oiovei XajLnrövTUiv, tbc dv KaXijj töttiij kciili^- 
vujv. Kai XcTOViCiv 8ti dviaOGa jnfev KaXiöc Tauia X^yei Ka\ 
Karo Kaipöv 6 iroiriTfic, dv bk xq köXu) judxi), fifovy/ t^ 9' 
ßavpiubiqi (0 385 — 87), oö beövTUiC dpicieia tdp ^k€i 
Tfic 'A0T1VOC jLi€TdXri ou qpaiveiai 599, 34 ff. 

737. elc TTÖXejLiov 599, 34; 600, 5. 

739. dcT€qpdvu)Tai 600, 25. 

744. TTÖXeuiV 600, 33; 1860, 62. 
t746. ^ bdjLiVnci 603, 45: — to) 1050, 39. 

748. d7T€jLiaieT0 Tttttouc 604, 13. Vgl. 6 392. 

749. auTÖjLiaTOi 604, 30 u. 43; 1148, 30; 1901, 4. 

TTijXai 604, 30; 1148, 29; 1901, 4. — GOpai 1655, 55. 

756. dEeipexo 605, 21. 

^eT^el7r€V 605, 21. 

757. "Ap€i 605, 25. 

T&be KapT€pd fpTa 605, 25. 

763. „dEaTTobiiwjLioi" fifoxjv dKbiiöEu) 605, 30. 

768. fiKOvre 606, 9. 
t777. ToTci b' djLißpodriv Cijuöeic dv^ieiXe v^juecGai 606, 45. — 
TToXXfi djLißpociac xopryfioL, flv KalCKdjuavbpoc tiTTroic iiu- 
OiKoTc dv^T€iX^ TTOU v^juccOai 722, 1 ff. Hier bandelt es sich 
um einen offenbaren Oedächtnisfehler des Eust. 

786. fiXXoi bi (paciv iv ttoXXoTc täv dvTiTpd9U)v ^f| KeicGai rdv 
TcXeuTaTov ircpl Ci^VTopoc ctIxov töv irepi xfic qpuivftc bid 
-rfjv uTTcpßoXriv 607, 31. 

787. KdK' iXifX^a 608, 1. 
791. bk iK&c 608, 7. 



Enstathios als kritische Qaelle für den Iliastext 229 

797. cökukXou f\ djucpißpÖTTic 608, 33. 

T€ip€TO f\ TpißcTO ebenda. 

798. dTrejLiöpTVu 608, 3ö. 
802. TroXejLiiCeiv 609, 20. 
808. TOiTi TOI 609, 22. 

t813. TuWiwc gegen d. Metr. 609, 24. — Tubdoc 610, 8. 

815. TiviicKiü 609, 39. 
t822. T0UV€K€V ouTÖc t' gegen d. Metr.? 609,42. Es ist wohl 

für TOÖV€K€V „TOUvcKtt vOv" ZU Schreiben. 
824. TiviicKUü 609, 43. 
827. ''Apna TÖv fe gegen d. Metr. 611, 29. 
833. Maxnceceai 612, 12. 
838. (priTivoc 612, 46; 1071, 25; 1901, 9. — ol bk TraXaioi dvrl 

ToO „qpriTivoc" „Trr)bivoc" Tpdcpouciv, einövrec öxi m\boc 

€?öoc EiiXou . . . 613, 9. 

857. liiTpnv 614, 33; 615, 8; 1835, 56. 

858. fvea mv 614, 33. 

860. lw€dxiXoi dmaxov f\ bexdxiXoi 614, 35. — tö bk „dvved- 
XiXoi f\ b€K(ixiXoi" bid iLifev bixpövou Ypacpöjuevov i\ei xepa- 
T€iav TTOiTiTiKfjV Ktti jLi€TCtXo7Tp^TT€iav' ^dv bk b\ä bicpGötTOu 
Kaid Tivac TpdqpcTai (d. L „dvvedxciXoi" u. „bcKdxeiXoi"), 
ou jLiövov dbiavÖTiTÖv ^CTiv, dXXd Kai irdvu C|LiiKpo7Tp€Tr^c. 
Ti ydp M^TOi, ddv dvv^a x^iX^uuv f| biKa qpiwvfjv 6 toioötoc 
"ApTic dqpiTiciv . . . 614, 44 ff. Vergl. E 148, wo diese zweite 
Lesart aaf Aristarch zurückgefUhrt wird. 

861. fpiba cuvdTOVTCc gegen d. Metr. 614, 35; 615, 13. 
872. Tdb€ KttpTCpd fpya 616, 20. 

874. xÄpiv fivbpecci 616, 21. 

875. ^axöjLieOa gegen d. Metr. 616, 35. 

887. f\ K€V 618, 5. — TÖ rdp jA Kev" TpdqpeTai jiifev bid toO ti 
TTapd ToTc dKpißecT^poic dpjuriveijeTai bk dvrl toO „el" 
biciaKTiKOÖ, u)c Ktti TÖ „f^ Kttl djLiöv böpu |LiaiveTai ^v 
TraXdjLiijci" (6 111) . . . 618, 6 ff. Offenbar lasen andre „el 
K6v" für „fj K€V". 

2u)C 618, 6. — TÖ bk „Zibc" Ik toO Zujöc Tiveiai Kaid 
cuvaipeciv . . . biö Kai öHüveiai ibc iK ßapeiac Kd öEeiac 
cuvaipeOfev, ei Kai 6 'AcKaXiDvirric aöiö irepi^CTra (also 
„Z&c"), KaGd 9T1CIV 'Attiiuv Kai ^Hpöbiupoc . . . 618, 9 ff. 
t897. eT TT€p ti fiXXou? 619, 9. — el bi Kev ii fiXXou? 611, 11. 
Für „el bi Kev" dürfte „el bi leu" zu lesen sein. 
899. „avtürev IrjcacGai" (gegen d. Metr.), 8 Kai „dvu)T€i" TPdcpexai 
. . . 619, 21. 
t900. irdccuiv 619, 28. — tö bk „Trdccev" [so!] dpcpaivei ßiZiKÖv 
iorpöv elvai Kai töv TTair|ova ... 619, 30. 
901. Stand im cod. Eustathii. Vergl. 619, 28 : öbuvr|(paTa 9dpiLiaKa 
Tidccuiv T^K^caio. Die übrigen Worte des Verses sind zwar 



230 M<^ Nenmann: 

nicht nachzuweisen; doch brancht dies nicht zu befremden, 
da nicht selten halbe und ganze Verse ttberspmngen werden, 
wenn sie keinen Anlafs zu einer Bemerkung bieten. Las 
aber Eust. den Vers 901, so wird er im Vers 900 sicher 
„Trdccuiv" und nicht „Trdccev" gehabt haben; diese zweite 
auffallende Lesart h&tte er nicht mit Stillschweigen über- 
gehen können. Vergl. Vers 900. 

902. ^TreiTÖjLievoc 619, 34; 1241, 23. •— djcirep öttöc, T«XaKTi 
djLißXriGeic, xal dbc olov fiii|iiixöc Tic, auröc xarä CTroubfjV 
^TreiTÖjLievoc . . . uTpöv 5v tö YdXa cuv^miEev, f\ Kaid dx^pav 
Ypa(pf|V, ujc Trep uTpöv "x&Ka ^7r€iTÖjLi€V0V uttö toO kukO&v- 

TOC CUV^TTTlEeV 6 ÖTTÖC 619, 3öff. 

903. TrepiCTp^cpcTai 619, 34. -— 6 cocpöc 'Hpiwbiavöc tö „ircpi- 
CTp^cperai kuköwvti". „TrepiTp^cpexai" Tpdcpei, ttävü öpOOüC. 
iv ToOv Toic Trepi TpocpaXiöoc cpiici . . . xal iiap&fex XPflciv 
auTiKtt TÖ „u)c 6' 6t€ TIC tdXa" ?ujc toO „irepiTp^qpeTai", 
t6 f&ka ÖTiXabfi, „kuköujvti" dvTi toO TrrJTVUTai, cpiiciv 
620, 14 ff. Dazu: XPflcic bk toO €ipTijLi^vou Tp^cpecGai irapot 

TIÖ TTOlTlTfi dV Till „jLldXa b* lÜKa TT€piTp^96Tai KUKÖUJVTl" 

1339, 19. 
909. "Apnv 620, 32. 

lAIAAOC Z. 

f 1. Tpu)U)V b' olüjGn . . . (puXoTnc 621, 21. -— oliöön hk jüidxii 
852, 49. 
2. bk fvea 621, 21. 
t9. Töv bk fßaXe [so!] 803, 61. 
t24. bi i (was er mit auTÖv erklärt) dteCvaTO [so!] 622, 41. — 
bk ^TelvaTO 602, 29; 1697, 22. Wahrscheinlich in „W i 
T€ivaTo" zu ändern. 
31. TeuKpoc b' *ApeTdova biov f\ TeuKpoc b' fip '€Tdova biov 

623, 10. 
34. CaTViöevToc 623, 20. — rrepl jiifev CaTviöevroc 6 Tcurrpd- 
(poc (piiciv ÖTi Tivfec „CacpviöevTa" X^youciv . . . 623, 21. 
t38. iTTTTUj . . . dLTvloixiviX) 623, 34. — ittoi dTuZöjüicvoi 666, 10. 

54. dvTioc 624, 16. 

55. aÖTUJC 624, 20; 626, 7. 

t56. „fJTOi" [so!] fjTOuv övtuic cgi (d. i. „fj toi") „Spicra ireiToi- 
TiTtti" 624, 20 f. Dazu: 6 auTÖc (näml. ^HpaKXeCbnc) iirdtei 

Ka\ ÖTl ?V101 TUJV *|U)VU)V . . . JLIÖVOV TÖ f iv TOTc TOIOUTOIC 

TTapaKeijLievoic elc e xai ä T^jLivovTec tö ^ttöjüicvov v q)uXdT- 
Touci, TreTTGidavTai X^tcvtcc Kai yeTev^avTai . . . Ka\ ö t€ 
ZiivöbOTOc TToXXdKic, qpTici, Trapd tu) TTOiriTq oötuj tpdqpei 
Kai Td dviKd, bixa jli^vtoi toö vO, tö „TreTroiiiTai" Kai V€v6- 
TlTai „TTCTToitoTai" Tpdcpujv Kai vevodaTai. f| jüi^vtoi *Api- 



Eu8tathio8 als kritische Quelle ffir den Iliastezi 231 

crdpxeioc ^xboctc oihc olbev "OjLiiiPOv T^be t^ btaX^KTi() 
XptüjLievov KvL 1885, 51 ff. Las Zenodot also auch ßeßX^arat 
statt ßeßXriTat (€ 103 n. ö.), KCKX^arat statt K^KXr)Tat (K 259 
u. ö.), djLiqpibebiveaxai statt djLiqpibebivriTai (V 562) n. s. w.? 
Vergl. Aristonikos zu TT 243, der dTTiCT^aTai (statt iTricxriTai) 
als Lesart Zenodots bezeichnet. 

61. Jxpeiiiev 625, 7. 

62. ÄTTÖ ?e€V 625, 12. — Tivk bt öepaTreuovrec aurö jLieraTpd- 
q)ouciv „ÄTrai ?e€v" Kai outiü tö ji^xpov dvaTrXripoOciv. ol 
ji^VTOi dKpiß^cTepot ^icreivouciv . . . tö ö dvraOea xfic Trpo- 
e^ceiüc. .. 625, 12 ff. 

69. (bc dv 625, 34. 

71. djLiTreblov 625, 35. — Sv Trebiov 1019, 4. 

TeGveiiüTac 625, 35. 

86. |Li€TOiX€0 626, 50. 

90. 6c ol 626, 63; 627, 42. 

91. |i€Tdpoici 626, 64; 627, 1. 
96. al K€V 627, 30 u. 44. 

105. jiax^eceai 627, 50. 
115. UTTOcx^cem e' dKttTÖjLißac 628, 4. 
f 123. KttTd evTiTUJV 628, 51. — Ict^ov b^Sri tö „Kard evriTiüv 
dvepiÖTTiüv" fj Trepicc^iv ix^x Tf|V Kara Trpöeeciv (d. i. „Kara- 

eVTlTWV") f| dVTl Tf\Q dtTÖ KeiTttl (d. i. „KttTtt eVTlTlüV" in 

zwei Worten) 628, 57 ff. Dazu: dv dvl jLi^pei Xöyou Kard 
TÖ . . . „KttTaevriTUJV dvepiÜTriüv" ... 564, 16 ff. und: tö bfe 

„jLi€TdYT€^OC" TTCpiTT^IV Kttl ttUTÖ ixei TTpÖGcClV, KttGd Kttl 

TÖ . . . „TIC dv [so!] KttTaGviiTiüV dveptüTTUiv" . . . 1009, 49 ff. 
Vergl. 6 178; 144. 
128. KttT* oupavoO 629, 4. 

132. Atuüvuccoio 629, 33. 

133. Nuccrjiov 629, 33 u. 43. 

tl35. Aiövucoc 629, 34. — tö bfe „Aiöyucoc" dvTaOGa TroXXd 
TUJV dvTiTpdqptüv bid jiCTdXou tou üü Ypdqpouciv (d. i. „Aiif)- 
vucoc"), ou bi' dvdTKT]V ji^Tpou KttTd Tivac, buvaTtti Tdp 
Kttl jLiiKpöv öv bid Tflc öSeiac diaeivecöai, dXXd KUTd Tiva 
bidXcKTOV 629, 35 ff. 

1 145. Ti^i 630, 30; 631, 6. — TÖ „tIt]" . . . TrapoHüvouciv ol TraXmol 
T€XViKo( . . . 631, 8; ähnlich 907, 15 f. Vergl. die A 169 ftlr 
dTreifi angeführten Stellen und A365; auch M 310; Y 251 
u. 297. 
148. dTTiTiveTtti 630, 32 u. 60; 631, 5. 

üjpr) 630, 32. DaTs Eust. wirklich „(Jjpr)" und nicht 
„ujprj" las, beweisen folgende Worte: dvTaOea jifev tö „?apoc 
dTTiTiveTtti löpTj" dvTeXujc €ipT]Tai, iv bfe tiJi „öca [so!] 
cpüXXa Kttl dvGea TiveTai ujpij" (B 468) Xdirei tö „fapoc" 
631, 5 ff. 



232 ^^^ Neumann: 

f 149. „^jn^v (pü€i f\b' dTToXriTei", tout^cti Kai <pu€i xai d7roXr|T€i, 
fj Ktti fiXXujc, aÖTri jli^v cpuei, iKeivx] bk d7roXriT€i (d. i. „f] 
jLifev (piiei, fi b' dTToXriTei") 630, 39 fP. 
155. Ktti 6 BeXXepocpövTTic be, cpaciv, '€XX€po(pövTT]c dv toTc 

ZnvobÖTOu eöpHTai . . . 289, 38. 
157. käk' d|Lir|caTO 631, 61. 
170. nvu)Tei 632, 40. 
tl85. KapTiCTTiv bi gegen d. Metr. 635, 30. — bf) 635, 63. 
187. dvepxojLidvij) 635, 51. 

TTUKivöv böXov 635, 51. 

191. TivujCKe 636, 4. 
195. öcppa v^iLioiTO 636, 16. 
200. Ktti KeTvoc 636, 43. 
1 201 . 'AXrjiov 636, 34 ; 50 u. 52. — Tivfec bk dbdcuvav Tf|V fipxoucav 
Ttapd TÖv fiXa (also „'AXrjiov"), qpdjievoi SXa qp^peiv töv 
TÖTTOV dKcTvov 636, 53. 
f 223. Grißaic gegen d. Metr. 638, 26. 
226. iTXeci b* dXXriXuJv 638, 28. 
228. 8v fiv gegen d. Metr. 638, 29; 37 u. 38. 
TTÖpoi ebenda. 

t229. 8v K€ büvTiai 638, 30. — 8v fiv gegen d. Metr. 638, 88. 

233. Kai d7TicTiI)cavT0 638, 30. 

237. cpiiTÖv 639, 11. 

239. frac 639, 30. — tö Jttic . . . ipiXouTai. el fäp Kai 6 'AXeHiuiv, 
cpacl, bacuvei aöxd (also „?Tac") übe dirö toO dxaipoc cut- 
KOTT^v, dXX' dK Tf]c cuvaXoicpfic KpivöjLievov, ibc 'ATriiJJV q)iicl 
Kai 'Hpöbwpoc, TÖ ipiX6v 7rveu|Lia KeKXrjpwTai . . . cuYKara- 
Oerdov oijv, cpnci, tuj 'AcKaXtüviri] ipiXoOvri t6 ?ttic 641, 57 ff. 
Vergl. H 295. 

245. TTXndoi 639, 42 u. 50. 
250. alboiric 639, 48. 

252. elcdtouca gegen d. Metr. 640, 26; 684, 14; 889, 47. 
260. bfe K* aÖTÖc 640, 44; 1774, 47. — bd auTÖc 641, 14; 1765, 31. 
— Kai auTÖc 1077, 54. 

265. |Lidv€OC, dXKf^c 640, 41. Dazu : tö bk „judveoc" dKieivei jütCTpiKoic 
dvTaOOa Tf|v XrJYOucav bidxfiv dpdcKoucav 'ApicTdpxiVxeXektv 
CTifjLiriv . . . 641, 28. Dagegen: öpa tö „jidveoc" dKTcTvov 
Tfjv XrJYOucav Kai bixa ctitjutic, uicTe KaivoirpaToOciv ol iv 
TUJ „|Lir| |Li* dTTÖ [so!] fuüüCTjc [so!] jLieveoc" CTiZovTec ixict\v 
dv TUJ „iLidveoc". buvaTai fäp i] XdHic, kSv fiXXwc dvaYVUi- 
c0€ir| „iLidveoc dXKfic t€ Xdeujjiiai", dKTciveiv tö oc, Kaöd xal 
dvTaOea (näml. X 282) 1269, 51. 

266. dviTTTOici 640, 47. 
282. fTpacpe 642, 7. 

285. dTdpTTOU 642, 8; 1188, 9; 1697, 18; vergl. 864,31-, 1640,36. 



EastatbioB als kritische Quelle für den Iliastext. 233 

— Ol TPa^povrec „ärep ttou öiJuoc" fJTOuv bixa KaKOTraOeiac 
dvvoiac ouK dcTCiac TipotcTavTai 642, 15. 

287. a\ b' fip' 642, 22. 

288. KttTCßriceTO 642, 51. 

319. fx' ^vbeKdTTTiXw 644, 34. — tö „JtXOC fx' ^vbeKCXTTTiXw" oi 
jLifev dcuvaXeiTTTUJC Tpdcpovrec vooOci bcKdinixü tö toö "6kto- 
poc ?TXOC (d. i. „?X€V bcKdinixu")' ^^ ^^ ^^'^^ cuvaXoicpfic 
X^TOuciv dvb€Kd7rr|Xw, ^ Kai dpdcKOvrai o\ TraXaioi . • . 
644, 36 ff. 

323. |Li€Td pa 644, 58. 

324. fpTa K^X€U€ 644, 58. 
330. et Tiva 645, 37. 
335. vcjLi^ccei 645, 4. 

t338. elc TTÖXejLiov 645, 14. 

bOKei gegen d. Metr. 645, 15. 
351. 8c fibn 646, 37. 
353. K^v |iiv 646, 38. 
t356. iiLioio 646, 64; 647, 12. 

€\'v€k' drric gegen d. Metr. ebenda. 
362. djLioTo 647, 19. 
1 365. okövb' dXeucojLiai [so!] 647, 24. — ^Kcpaivei (nftml. *'6ktu)p) 
T^ '€X€Vij ibc elceXeuccTai oiKabc, öcppa tbritai . . . 648,65. 
Dies deutet auf die Lesart „okövb* ^ceXeiicojLiai". 
367. el äxi 647, 25. 
373. dcpeicxriKei 647, 43. 
1 380. euTTXÖKttjLioi 648, 9. — „euTiXÖKajLiov" b^ „b€ivf|V Geöv" rriv 
'AGtivöv X^T€i . . . Tiv^c bi fe ou Tfjv *AeT]väv dqpiäciv „eii- 
TrXÖKttjLiov" X^T€c8ai, dXXd Tpdcpouci „Tpwai euTrXÖKajiioi" 
649, 6 ff. 
396. TTTOTiXdKiu 649, 36. DaTs Eust. so und nicht etwa „uttö 
TTXdKiij" las, ergiebt sich aus folgender Stelle: 'HpaKX^a... 
Xaßeiv TfjV efjßTjv elc TUvaiKa Kai KTicai ttöXiv öjLiiövujLiov 
auT^, TTXaKiav xe dTriKaXoujii^VTiv Kai TTronXaKiav bid tö 
KeTcOai uttö öpoc tö TTXdKiov, dqp' oij öpouc Kai r\ x^pct 
„TTTÖTrXaKOC öXriecca" KaTd töv ttohitiiv. "Opa oöv 
ÖTi TÖ jLitv „TTtOTrXdKiji uXt]^ccij" toö öXou dCTl biqXWTlKÖV, 
TÖ be „örißri TTTOTiXaKiij" tö ji^poc briXoT, tout^cti Tf|V 
TTÖXiv 649, 48 ff, Vergl. V. 425 u. X 479. 
400. dvi köXttiu 650, 14. 

414. fJToi jLifev Tdp TTaT^pa ^jliöv dir^KTave bioc gegen d. Metr. 
652, 14. Wahrscheinlich ist jLi^v nur Einschiebsel des Eusta- 
thios und TiaT^pa djLiöv ist mit Entsis zu lesen. La Eoche 
(II. I p. 184) vermutet, dafs hinter den Worten des Eustathios 
die Lesart des cod. N steckt: „fiTOi ji^v tdp djnöv TraT^p' 
fKTave". 

415. eu vaieTdoucav 652, 14. 



234 Max Neumann: 

422. lip 652, 17 u. 48. — ^vraOGa „lijj *i|iaT{" cpriciv 6 TTOinific 
dvTi ToO jLiiqi f]jLi^p(f jLi€Ta TTcpiCTTUJjLi^vou tövou. 'ApiCTCipxeioc 
hiy cpaciv, f] TOiauTri dvdxvujcic 652, 51. Also lasen andre 

425. TTTOTTXdKii) 652, 20. Vergl. V. 396 u. X 479. 
432. Geinc 653, 10. — tö bk „Geinc", 8 bi\ koiviöc Tf| el bicpOÖTTH^ 
TrapaXrJYeTai, TToXXd tujv dvTiypdcpujv bid toö f\ Tpd<pouciv 
iv Tr| irapaXiiYOucij, xai auroO fj bixct toO T (d. i. „Griiic"), 
ujc ^K TOÖ Ofic TrXeovacjLiqj toö fj kot* dTT^vOeciv f| cuv tijj 
T (d. i. „OrjTic") ^k toö Geinc, TpaTT^VTOC toö e elc n 653, 42 fiF. 
Vergl. TT'96; T 375; Y 464; X 346; Q 417. 
t436. buo gegen d, Metr. 653, 12 u. 58. 

dxdKXeiTOV 'IbojLiev^a [so!] gegen d. Metr. 653, 12; 
vergl. 69. 
1437. Kttl djacp' 'ATpeibac 653, 12. — f\b" djicp' 653, 59. 
443. KttKÖc UJC 654, 33. — tö „KaKÖc ilic" YpdqpcTai Kai „koköc 

$" *iTOuv KöGd KQKÖc 654, 47. KttKÖc fi [so!] 1464, 66. 
446. Kttl i}iöy 654, 34. 
t454. ceTo, 8t€ (d. i. „cei' ötc") 653, 6. 

464. TeGveiurra 655, 19. 

465. TTpiv T* ^Ti 655, 19. — tö bi. „TTpCv t* ^ti", el jitv xaTa 
cuvaXoicpyiv dcTiv dvTl TOÖ TTpiv T€ ?Ti, TrepiTTeOov fx€i TÖ 
f Ti . . . el bi. TpeTc elci X^Heic tö Trpiv, tö t^ Kai tö fi (d. i. 
„TTpiv T^ Ti"), TTepiTTeuei tö fi . . . 655, 37 ff. 

dXKr)G|Lioio 655, 20. Dazu: dXKiiG|Liöc b^ . . . dTTÖ toö 
^Xkoi dXK/jcuj . . . dXKTJciü, ti oö dXiaiGjLiöc . . . 655, 38 ff. 
1470. dTr' dKpoTdTTic 655, 58. — i-n" dKpOTdTiqc 421, 40. 
475. elTrev dTreuHdjLievoc 656, 43. 

478. ßinv T* draGöv 656, 44. 

479. b' ö T€ 656, 44; 657, 8. 

t483. KTiuübei 657, 14. — Guilibei? vergl, 1767, 18. 

t493. „Toi*' fJTOuv otTivec 657, 36. — ot 657, 54. 
500. TÖUiV 657, 60. Dazu: tö bk „TÖov" (in Vers 499), 8 den 
Gpfjvov, Kai „TÖiüv" dvTl toö dGprjvouv Ixex ti ipeuboTrapri- 
Xrjceujc, ÖTioTai Kai ?Tepai Trpobebi^XiJJVTai TauTocpiüviav 
fxoucai dv dvojLioiÖTTiTi Tpa<PT^c 658, 3 ff. 

t506. dKOCTt^cac 668, 19; vergL 44. — Tivtc bk Tpdcpouciv „dTO- 
CTt^cac", 8 dcTi ßuiravGeic ... Kai cpaciv 8ti toTtoc XdtCTai 
6 ßuTTOC, 8Gev Kai tö „dYOCTi'icac" yiveTai 658, 49 f. 
507. Geiei 658, 19 u. 53. 

511. ßijLicpa d 658, 21; 659,3.— ?T€poi bd jiieTaTpdcpouci „^ijuip* 
dd Toöva cpdpei". ol bd toioötoi Xdxouciv oubdv . . . auTÖv 
Tdp jLidXXov (nämL ittttov) qpdpouci Td yövaTa cuvtöviüc 
GdovTa, übe 'OjLiiiptu dpdcKei. bei tdp elbdvai 8ti 6 7roiT)Tf|C 
etiüGe Td CTroubaiiüc GdovTa Xdyeiv uttö tujv Trobojv qpdpe- 
cGai, u>c dv dXXoic t€ biiXoT Kai juict* öXita dv T(ji „xax^ec 



Eastathios als kritische Quelle für den Iliastezi. 235 

bfe", übe ^pp^Gn, „TTÖbec Jcpepov [sol] töv 'AX^Havbpov" [so!] 
(Vers 514). Tiv^c bi q)aci töv toO *ApiCT(ipxou dvaYVui- 
CTr|V TToceibüüviov „ßijicpae" X^t^iv dv dvi xpicuXXdßiji 
jLi^pei XÖTOu, TrXeovdcavTÖc, qpnciv, dv TrapoXK^ xoO €, ibc 
dv Ti?» „i^fe eil TÖvbe bebeHo" (€ 228) 659, 12 ff. Dazu: 
dv iXi&bi 7rapacr||Li€ioOvTai xivec dv t(\i „ßifuqpa 1 [so!] ToOva 
cpdpei" jLif| biivacGai xö „?" voeTceai dvxi xoö elc dauxöv 
1933, 45 f. 
t520. "^KTijjpj 8v jLidTav dvxauGa 6 Troiiixric (pT]civ dv xiD „jndTac 
Kopu6aiöXoc "€ktujp" . . . dvxiKoXaK€\3u)v ipetibexai Kai auxöc 
... 660, 1. Daraus folgt, dafs Eust. diesen Vers anders las: 
nämlich statt: „xöv b' d7Ta|Li€iß6)ievoc irpocdqpii KopuOaiöXoc 
''6kxujp" wahrscheinlich „xöv b' i^jLielßex* ?7r€ixa jiidTac KOpu- 
GaiöXoc "6KTIÜP" (vergl. Vers 263 u. 359) oder vielleicht 
auch: „xöv b* aöxe Trpocdeme jndTCic KopuOaiöXoc "GKXwp" 
(vergl. Vers 440). 

523. jueeleic 660, 9 u. 13. — Tpdcpexm bk Kai vOv xö „jueGieic" 
dv x^ Xt]toüctj Kai bid xoO fj, übe xö xieiijLii xiOric (d. i. 
„|Li€0iT]c") Kaxd XÖTOV dvecxiöxoc, Kai bid bicpGÖTTOu bi 
(d.i. „jLi€0i€ic") übe TrapaxaxiKÖc öjiioiiüc X(|i dxiGeic 660, 14ff. 

528. cxrjcecGai 660, 39. 

lAIAAOC H. 

5. „dTTci K€", i\fOvv dTreibdv, „Kdjiuiciv" 661, 31; vergl. 47. 
VergL A 168. 
12. fXuce fma 661, 62. Also las er „XOce bi T^Ta", nicht 

„Xiivxo". 
15. dv xi|i „ßdXe boupl Icpivoov beHidbiiv" T| AeÖou xivöc ulöv 
briXci TraxptüvujLiiKuic (also: „AeHidbriv"), f\ dTrißßiijLid dcxi 
xö „beHidbnv" dvxi xoO Kaxd xd beHid f\ beHiwc 662, 2 f. 
t27. oöxoi 662,41. 
t30. öcxepov b* aö jLiaxrjcovxai gegen d. Metr. 662, 49. 

32. dGavdxqciv 662, 54. 
t52. CGI jLioTpa 663, 61. 

63. dmcppiS 664, 58. — dv bk xijj „dmcppig" nXeovdJei i\ Tipö- 
Gecic ... €1 \xi\ dpa Kax* dvacxpo(pf|v dvaTVtJi xic „xeuaxo 
TTÖvxov ^TTi cppiH" 665, 1 ff. 

64. TTÖvxoc U7T* auxfic 664, 58. 
172. bajLi€iT]X€ gegen d. Metr. 665, 42. 

73. üjLiTv ladv 665, 54. 

81. bibri 666, 6. Dazu: xoO „bijjTi" TrpoüTrdpxei xö bo\r\ 666, 36. 

82. irpoxi 666, 7. 

83. TTOxi 666, 7. 

89. Kaxaxeeveiurroc 666, 43; 1612, 36. 
95. bk cxovaxKexo 667, 57. 



236 Max Neumann: 

flOO. dKXe^c 667, 60. — tö bk „dKXefec" euGeTd Icti uXrieuvTiKfi 
dvTi TOö dKXeeic, dTieXeövroc tou T (vergl. 67, 38; 1066, 59) 
. . . fiXXoi bk TtapoHüvouciv . . . „dKX^ec" 669, 1 ff. Vergl. 
1520, 55. 

flOl. Tui bk. ifibv 667, 60. — „TUJÖe bt", fifovv dm toütij) . . . 
Jfiijv'' (d. i. „Tilibe b' eribv"') 668, 23. 

••103. KttTebiicaTO 670, 19. 

••110. dvd b' icxeo . . . f^ dvd b^ cx^o 668, 7 f. Dazu: dvdcxeo bl 
(d. i. „dvd bl cx^o") 668, 24. 
117. dbeirjc t* dcTi 669, 27 u. 35. — dbeirjc den 669, 36; 

721, 27. 
119. TToXdjLiou 669, 28; 43 u. 52. 

129. dKOÜcei 670, 53. 

130. cpiXac dvd 670,53. 

135. Öeiäc 671, 8. — raÜTTic Tf\c Oeidc i\ TrapaXrJTOuca biqpopei- 
Ttti. cpdperai ydp dv Tr| Kard CTOixeTov dvaTpaqp^ tujv 
deviKUJv ToiaOrd xiva* Oed ttöXic 'HXeiac, ^v "OjLiiipoc juterd 
TOU T Ypdcpei, „Oeiac Trdp Teix€c[c]i" . . . TrapaKaxiibv bk 6 
TaOxa dK€T TPdvpac Kai olov dKXaGöjiievöc q>r\ci xö auxö 
fiXXtüC <Pxä TTÖXic xuiv TrepijLidxujv Meccnvioic Kai AdKUiciv. 
"0|LiT]poc „0iäc TTdp x€ix€c[c]i" . . . 671, 16 ff. — Xdrei b* 6 
auxöc (näml. 6 YcuJYpdcpoc) . . . ÄKpa Oeid, fjv bk Kai ttoXCxvti, 
ibc 6 7roir|xf|C „<l>eiäc Trdp x€ix€c[c]i". xoOxo bd xivec „Xdac" 
cpaci beiv Tpdcpeiv . . . 671, 22 f. 
tl41. cibnprl gegen d. Metr.? 671, 27. 

146. xeüxea x' 671, 30. 

147. dTTCixa cpöpei 671, 31. 

149. „buiK€ bt", *iTOuv fbu)K€ bf\ (d. i. „buJK€ b'") 671, 32.. 
166. dvbpeicpövxq 673, 26. — xö bk „dvbpiq)övxT)c" bicpopetxai 

673, 52. 
171. TreirdXaxee 674, 1; 12; 17 u. 21; 809, 19. 
tl74. TToXdjLiou 674, 3. Vergl. Vers 119. 
177. GeoTci bi 674, 42. — xö „Geoici bfc" biaipeG^v Tpdpexxxi Kai 

oöxtüc „i^prjcavxo GeoTc", elxa „Ibfe x^ipoic dvdcxov"674,46f. 

Vergl. r 318; I 219. 
185. TivtüCKOVxec 675, 15. 
193. büuj 676, 1. 

197. dKiJüV 676, 6. 

198. oubd x' dibpeiri 676, 6. 

tl99. x€xpa<pdjLi€V 676, 7. — xe xpacpdjiev 676, 24. 

207. X€\jxn 676, 35. 
1212. ßXocupoTci TTpociImaci 676, 41; vergl. 677, 10; 866, 16. — 
ßXocupoic TrpocüLiTTOic? 850, 40. 

214. ladta dTnGeov [so!] 676, 50; vergl. 677, 56. 

215. ÜTTeiXticpe 676, 50. Dies ist sicher aus „uirriXuee" verdorben. 
Beide Wortformen hatten für das Ohr des EnstathioB bereits 



EostathioB ale kritische Quelle för den Iliasiezt. 237 

fast denselben Klang. Vergl. auch 677, 55 u. 61 u. 678, 2, 
wo er uirfiXOev (d. i. „UTrriXueev") als Lesart angiebt. 

221. TXri 678, 10. — Tivfec bk TpÄqpovrec „Tbnv" bid toO b 
cpaci . . . fcTi bfe KaXXiuJv f^ ttpOütt] tP«911 678, 13 ff. Dazu: 
aiTiäxai (näml. 6 Cxpaßtüv) Toiic Ypdcpovrac „"Ybi] ?vi ol- 
Kia vaiwv" 267, 18 f. Vergl. überhaupt € 708. 
1238. olb' im beHid, olb' ^tt' dpicrepd 678, 48. — el Kai Tivec 
TTeipujvrai tö „olb' im beHid, olb' irc^ dpicxcpd" /ncTa- 
Tpdiiiai „^b' im beEid, i^b' ^tt* dpicxepd" 678, 51 f. 

ßu)V 678, 49; 679, 14 u. 19 u. öfter. — ßoöv 1160, 8. 

240/41. Eust. liest Vers 241 vor 240 . . . ja^XTrecGai "Aprir olba 
b' dTraiHai... 678, 49 f. 

241. dv CTttbiij gegen d. Metr. 678, 49; 679, 27. — oiba b' ifibv 
i\i CTttbii] jLidXTreceai "Apiqi [so!] 1047, 26. 
bnitu 678, 49; 679, 27. 

243. dmiTTCucac 679, 11. 

Tuxoijui 679, 1 1. — TiixoijLii . . . fp6i(peTax bk Kai „xüxif^^i" 
^KTaGevTCC toö ö 679, 40 f Vergl. X 450. 

255. ^KCTTacdjLicvoi (d. i. „^KCTraccdjLievoi") 679, 55 u. 58. 
259. Iß^n^e xoXköv 680, 4. Vergl. f 378; P 44. 
272. dcmbi dTXPi^qpÖeic 680, 13. 
279. jLidxecGe 681, 19. 
t280. d|i(poT€puj be 681, 20. 

284. ^'eKTopi 680, 62; vergl. 681, 21. 
1285. auTÖc 680, 63. — oijTOC 681, 22. 
t286. fj Trep 681, 23 u. 26. 

t295. frac 681, 58 u. 61. — tö „ftnc" f] ttXciujv XPncic MiiXoi 
681, 59. Alexion schrieb „?Tac". Vergl. Z 239. 
299. „büjpa bi t^" f\ „buipa b' äf" dXXrjXoici" 682, 18. 
t302. bi^TjLiaTev 682, 20; 1065, 9. 

dp0jLiiicavT€ 682,20; dpGjLiricavTe bi^TjaaTev [so!] 1065,9. 
— dpejurjcavTec 682, 30. 

304. dubjLiriTi}) 682, 44 u. 49. 
t306. TUJ bk biaKpi0dvT€ 682, 28. — o\ b^ biaKpiG^vrec 682, 38. 
1310. Kai br\ gegen d. Metr.? 682, 24. 

deXTTdovrec f\ d^Xirovrcc 682, 24. 

324. ToTc b* 6 1275, 61; 1850, 20. 

flpHaTO 1275, 61. — Aber I 93 (auch 1850, 20) im 
gleichlautenden Verse „fjpxcTo", was wahrscheinlich auch 
hier in seiner Handschrift stand. 

MnTiv 1276, 61, ebenso I 93. — |iOeov 1850, 20. 

1333. KaTaK€iojLi€V 683, 31; 684, 1 u. 3. — ei bi Tic tö „KeiojLiev" 
iQi\ex Tpdcpeiv bid toO f\ koI jiieTdXou iU ibc dirö toO Kf\a\ 
. . . (d. i. „KaTaKrjUJjaev"), ou cqpdXXcTai ^kv dpeÖTT]Toc, 
äTiofi{>amlei bi tol TrXeiuj tuiv TraXaiujv dvTiYpdcpwv, iv olc 



238 Max Nenxnann: 

biet bicpOÖTTOu Ktti ö jLiiKpoO ^jLiqp^peTai i\ Tpocp^ toO „Keiojiiev'* 
684, 6flf. Vergl. I 88; 234. 
334. „ÄTTO TTpö vcujv" f\ |LiaXXov . . . „dirÖTTpo veujv" 683, 31 f. 
Vergl. TT 669. 

336. TÜ|Lißov b' djacpi 683, 33. 

337. „dK TTebiou" f\ jadXiCTa „dv Trebiui" 683, 34. — U Trebiou 

684, 14. 

342. 17T7TOUC 683, 36. 
1343. ^TTißpicri 683, 37. — ^mßpicei 684, 35. 

352. fmiv f| fijaiv 684, 51. Vgl. P 415. 
1353. iva jari 684, 51; 793, 56.. 

p^Hojaev 684, 51. — ß^EujjLiev gegen d. Metr. 793, 56. 
1364. Ktti fr' olKoGev fiXV dmeeivai 686, 34 u. („fri" statt „fr*") 

685, 3. — Ktti oiKoGev fiXX' imboOvai 1335, 51. 
368/69. Nicht nachweisbar; vergl. aber das Citat „TpuJ€C Ka\ Adpba- 

voi" 688, 23, das freilich aufser auf Vers 368 auch noch auf 
Vers 348 bezogen werden könnte. 
370. KttTd CTpttTÖv 685, 39; 686, 16 u. 17. 
i-377. KciojLiev 684, 3. — Über die Lesart „Krjujjiev" [so!] vergl. 
Vers 333. 

ILiaxeccöjLieea, elcÖKC [so!] 686, 11. 
380. Stand im cod. Enstathii. 686, 15. 
391. büüceiv 686, 34. 
393. fj jLiiv 686, 37. 

•396. Keiojaev 684, 3. Vergl. Vers 333 u. 377. 
•401. Tvurröv tdp gegen d. Metr.? 686, 59. 
408. KaTaK€i^jLi€V oöti 687, 39. 
t409. KaxaTeeveiixiTiüv 687, 40; 41 u. 61. 

410. Tiverai 687, 40. 
-415. öttttöt' dv . . . ?Xeij 688, 26 f. 
•420. v^Kudc T€ fiT€iV 688, 41; vergl. 43 u. 45. 
1434. TfiiLioc b" dMcpi 689, 17. 

437. TTupTOUc e* uiiiT]Xo\JC 689, 33 u. 36. 
1438. eö dpapuiac 689, 34. — ^v bk t^ „TruXac dveTToieov €Ö 
dpapuiac" Tpdq)oud Tivec „iruXac ^veTToieov ^ttt' dpapuiac", 
ibc dTTTd TTuXwv oucuüv dK€Tc€, iTTTTTiXdTijJV bTiXab#| Kaxd TÖV 
7roiT]Tf|v elTTÖVTa „öcppa bi' aurüiv [so!] iTTTTTiXacit) öböc elii" 
(Vers 439). 'Apicrapxoc jn^VTOi . . . dvavrioujiievoc xal boKUJV 
TrapaboHoXoTeTv, ^TraTUivlZerai beiEai TruXCbac jii^v troXXdc 
elvai Trpöc biacpöpouc xp^icic, iTnryiXaTov bk jiiiav itd xd 
dpiCTcpd ToO vaucTdejLiou . . . 689, 37 ff. Aristarchs Lesart 
war also „€Ö dpapuiac". Vergl. Ludwioh, Aristarch zu 
H 339. 
t440. ujpuHav gegen d. Metr. 689, 34. — dpuHav 689, 53. 
448. ÖTi b' auT€ 690, 36. 
461. öcov T* 690, 66. 



Enstathios als kritische Quelle för den Iliastezt. 239 

1453. fipi}) 691, 8. Dazu: tö bk „fipifi" T| dTroK^KOTrrai iK xfjc fipuii 
boTiKT^c (d. i. „fiptü"), fj dTTÖ IcocuXXdßou kX(c€iüc T^fovev 
691, 12 f. 

deXrjcavTec 691, 8 zweimal. 
1456. fiXXoc bf\ TIC TOUTÖ fe gegen d. Metr. 691, 19. 
458. bf\ TOI 691, 2 u. 19. 

8cov t' 691,2 u. 20. 
465. bucccTO [so!] t' ^^Xioc 690, 11; 691, 57. 

474. auT^ci 692, 4, vergl. 16 u. 19. — auToTci 1012, 34. 

475. fi bk Tujv dvbpaTTÖbtüv XdEic veuiTcpiirfi ^cti KaTd touc 
TraXaiouc* bi6 Kai 'ApiCToq)dvT)c Kai ZrivöboTOc t^G^touv tö 
firoc, dv iL KCiTai fi X^Eic aÖTTi 692, 22. 

dvbpaTTÖbecciv 692, 4, 22 u. 23. — Tivk bi. „dvbpa- 
TTÖboici^' Tpdcpouciv 692, 24. 
481. TTpiv m^eiv 692, 49. 

lAIAAOC e. 

6. Stand im cod. Enstathii. 694, 12 f. 

7. ai b' aÖTai (näml. ö^aivai) Kai „Oeol" X^TOVTai KaTd tö 
„juriTe TIC oöv erjXeia Oeöc" . . . *Attikujc Te Kai Iujvikwc, 
ÖTTOiöv Ti Kai f\ „dXiTTipöc <pp#|v" TTapd CoqpoKXei . . . 
694, 16 f. 

13. elc TdpTapov 694, 43; 983, 54. 
23. de^XoiMi 694, 56; 695, 50. 
t29. dTÖpeuev 696, 2. 

35. ei c\) KeXeüeic 696, 10. 
i-39. DU vu TOi geg. d. Metr. 696, 32. — Aber im gleichlautenden 
Verse X 183 „ou vu Ti". 
42. xP^ceiijciv gegen d. Metr. 696, 50. 
t44. xpwceiav 697, 7. 
50. KaTd b' T^^pa 697, 23. 
55. djTrXiJovTO 697, 53, 61 u. 62. 
t66. öcppa 698, 25. — Dafür „?ujc" gegen d. Metr. 693, 45. 
187. dTT^Taiave 699, 64; 700, 40; 702, 59. — dTrdTe|LiV€ 1071, 18; 
vergl. 1323, 40. 
94. TT^ 700, 4; 701, 48 u. 57. — ttoi 1664, 10. 
i-98. irapriie 700, 4. Ist wohl in „TiapiiiHe" zu verbessern. Vergl. 

701, 50 f. „^TTi vnac" ujc ^ß^^Gn, „7Tapr|iEev". 
103. ÖTrdZci 701, 62; 1354, 58. 
108. eiXöjanv gegen d. Metr. 702, 1 u. 2 u. 22. 

jarjcTUjpa 702, 22. — ol bi. fpdipavTec „jurjcTiüpe cpö- 
ßoio" fifovv jLirjcTUjpac, bid touc {ir\Qiynac ittttouc, iravu 
cq)dXXovTai toO dpOoO 702, 24 f. 
tl09. eepdTTOVTec [so!] KOjLieiTiüv geg. d. Metr. 702, 25; vergl. 28. 
HO. liriTobdiaoiciv 702, 30. 



240 Max Neumann: 

111. €l Ktti 702, 33; 1046, 18. — f\ Kai 612, 6. DazuiJcTi bk 
(gemeint ist 6 „f^" ciivbecjLioc) Ka\ icobuvajLioc Ttjj er oTov 
„f| Kai i\xöv böpu" ... 62, 33 und: tö yop ,f[ Ka\ T^vei 
öcTcpoc fjv [so!]" ouTUJ biacacpoOciv o\ TraXäiol, die Kai tö 
„f^ Kai ^jLiöv böpu jLiaivcTai ^v TTaXdjaijciv" dvTi toO „cl Kai 
dTÜJ aixMTiTric €i|Lii" 407, 18 f. Vergl. f 215, auch E 234. 
flie. x^pci gegen d. Metr. 702, 51. 

f]via ciYaXöevTa 702, 51. 
tl37. cpuTev 703, 27. — cpÜTOV 701, 23. 

cpoiviKÖevra f[ ciYaXöevra 703, 27. 
140. Tiva)CK€ic 703, 54. 
tl44. ^TTei [so!] TToXu cp^praTOC 703, 59 f. 

148. "Ektiüp bri? 704, 35. 

149. ütt' diLioTo 704, 36. 
157. (pvfab' iTpaTre 704, 40. 

tl58. aöGic 704,40. 

160. fiuc€ iLi^ya KopuGaiöXoc "Gktuip? 704, 60. Wahrscheinlich 
ist für „M^Ta" „jn^xac" herzustellen. 

162. T€ \bi 704, 61. 
tl63. dvTerdTuEo 704, 62; 705, 6, vergl. 11; 1261, 65. — T^vai- 
Kiac ouv fjv Tic (Subjekt ist 'A|Licpi|Liaxoc) Kai jiaXaKÖc, Kai 
'OjLiriPi^^^c elTTcTv „T^vaiKÖc äp' dvTiT^TUKTai" 367, 14 f. 
Das Perfekt dvTiT^TUKTai in Verbindung mit dem Imperfeot 
f\v ist so auffällig, dafs ich annehmen möchte, dem Eusta- 
thios habe beim Citieren die Lesart „dvTiT^TuHo" (so Ari- 
starch, nur in zwei Worten „dvTl t^tuEo") vorgeschwebt. 

175. TivtüCKU) 705, 32. 

178. dßXnXpd 705, 36 u. 59. — dv bi toTc 'Hpobiüpou Kai 'Amui- 
voc cpdpcTai ÖTi 'HpaKXeibric jiifev 6 MiXrjcioc ßapuvei Tf|V 
X^giv, \ifwv ibc ßXrixpöv dcTi tö Icxupöv, Kai iv cuvö^cei 
fißXnXPOV ibc ÄKaKOV (also „fißXriXP' oöbevöcuipa")- i\ bk 
Trapdbocic öEuvei .... irXeovdcav tö ä qpuXdccei töv aöröv 
tövov, ibc Kai dv Tqj XaXi^TÖc dXaXr|TÖc, CTepoTifi dcre- 
pOTTTi 705, 60 ff. 

183. Stand im cod. Eustathii. 705, 40 f. 

„Trepl KaTTViD" i\fOv\ uttö KaTtvoö. 705, 41. VergL 
Y 424; 217. 
tl85. ZdvOe t€ Kai cü, TTöbapTC, Kai AtOujv, Adjaire t€ bie 706, 
29 f. — Tujv TraXaitüv ol jn^v Tdc T^ccapac tujv imruiv kXti- 
TiKdc jLiicTOVT€C clc büo cuvaXcicpouci cuCutictc . . ., Wo 
vooövT€C övöjLiaTa ^TTiOeTa, Keijueva buclv övöjiaciv linruiv 
Kupioic, olov XÖTOU xctpiv* EdvOe t€ Kai cu XdjiiiTC, TTö- 
bapYe [so! wohl umzustellen „7röbapT€, AdjUTie"] Kai aYöuiv, 

TOUT^CTl TaXUTaT€ Kai TTUfi^^ . . . ?T€pOl bt . . . KOl ?KaCTOV 

TUJV ivTaöOa övoindTtüv ibc Kupiov \'TT7rou TiG^aci, tö EdvO€, 
TÖ TTöbapT€, TÖ AtOujv, tö Adjuire . . . ol b' aÖTol <j)aa 



Eustathios als kritische Qaelle für den Iliastezi 241 

Ktti d)c ijiuxpöv dcTi voeiv ^TrCeera jitv t& büo, tä bk 
Xomd Kupia, itxeX Kard 'Hpöbiüpov Kai 'ATriiüva . . . äXXoi 
bfe . • . Kai öXiüc TToXXfi CTTOubf) ToTc TOiouTOic dGcxficai xd 
*0|LinpiKd ^TTii TaOra, ibc Kai iif]C (6 188—90) elpricexai 
706, 43 fP. 

188—90. 8Xu)c oöv djLiq)ißoXoc Kai i\ ?vvoia aÖTT] bid t6 ^ttI 
jLi^v Yttttiüv vorjGfivai tö TrupocpaTcTv Kai oIvottotcTv dTrejii- 
q)aivov boKeiv elvai Kai t^XoTov, biö Kai i^eexoOvTO ol 
CTixoi Trapd tivuüv, ^ttI bk "Gktopoc auxd ouk €Ö ?X€iv 
bid xö xf]C cuvxdHeuic dtKuXov Kai oök eöcuvGexov 707, 
22 ff. Es scheint darnach, als hätte Eustathios die Athetese 
mehrerer Verse, mindestens doch zweier, nSmlich 188 und 
189, im Sinne gehabt, ohne sich darüber klar zu werden, 
dafs sich dann auch 186 und 187 sowie 190 nicht halten 
lassen. Anch sonst zeigt sich Eustathios über den umfang 
der Athetesen schlecht unterrichtet oder drückt sich sehr 
unbestimmt darüber aus; vergl. B 672—74; X 490—98; 
Q 24—30. 

189. dvi()T€i 706, 33; 707, 9 u. 21. 

191. öcppa XdßiüjLiev 706, 35, vergl. 43. 
tl96. deXTTOiianv dv 706, 40. 

197. aöxovuxei 706, 40. — xö bk „auxovuxel" dv xoic 'Attiiüvoc 
jafcv Kai 'Hpobüüpou bid xoO i TPaq)€xai (d. i. „auxovuxi")» 
dXXoi bi bid biqpOÖYTOw oöxö ?Tpai[iav 708 , 2 f. — aö- 
xovuxi auch 691, 61. 
1203. 'eXiKTiv X€ Kai Alydc 708, 42; 1839, 21. — 'eXiKnv Kai 
AiTdc 392, 29. 

206/7. Zr]v\ \\ aöxoO 709, 2. — iv xui xötriw xouxii) elTrövxoc xoö 
7roiT]xoO xöv Aia „Zfiva" dv xdXei cxixou, Kaxd bk xöv 
i(pelr\c cxixov dpHajadvou dirö ^iwvrievxoc xoO ä, . . . Kai 
dKÖXiipavxoc xö a xoO „Zfiva", ol TpacpeTc xö xoö Zr|vöc v 
xö dvaTTOjLicTvav änö xf^c TraOoiicric xfjv fKOXiipiv alxiaxiKf^c 
xiu beuxdpuj cxixuJ TrpocxiGdaci. Kai boKei judv xici Kaivöv 
xouxo, ?X€Tai bi Kavövoc YPCtMMCtTiKoO, X^tovxoc . . . (also: 
„Znljv', auxoö") 709, 11 ff. Vergl. = 265/66 u. Q 331/32. 

209. d7rxo€7rdc 709 , 4. — xö bk „d7Txo€7rfec" f\ bacuvexai Kai 
biqXoT xfjv KaeaiTxojadvTiv iv liiecx , , , f\ iiiiXoOxai (d. i. 
„d7rxo€7Tdc") Kai crijLiaivei xfjv dirxÖTixov . . . 709, 8 ff. 

211. dTTCifi 709, 5. — xö bfe „iTTCifi" 8xi Trepicxdxai dv xQ dXcpa 
TdTpaTTxai 709, 10 f. Gemeint ist A 169. 

217. dvd7TpT]C€V dv 709,26. Wahrscheinlich so viel wie „k' dvd- 
TTprjcev", nicht gleich „dvdTTpiqc* dv". 
1223. f^ bf| dv gegen d. Metr.? 709, 27. 

T€TU)vd|Li€V djLicpoxdpuieev 709, 27. — T^T^veTv djucpo- 
xdpiüce 709, 41. 

224—26. Standen im cod. Eustathii. 709, 28 u. 49 f. 

Jahrb. f. cIms. Fhilol. Suppl. Bd. XX. 16 



242 Max Nenmann: 

230. Kcveaux^ec 709, 55; 710, 10; 1636, 38. — Keveauxedc 
1198, 12. 

231. „fcGovTec (im Text fGovrec [so!]) Kp^a" Kai iHnc, 8v br\ 
CTixov 6 'Apicxapxoc TrepiTpacpujv, ibc dirö Kp€Ujq)aTiac 
auxeiv TTOioOvTtt touc "GXXrivac, dGerei. ou Yctp ättö TrdcrjC 
€u9u|Liiac . . ., ujc ypdcpei 'AGrjvaioc kt^. 1198, 12 ff. 

234. oub' ^vöc 709, 56. Dazu: xö hl „oub' ^vöc dHioi kjLiev [so!]" 

dV buCl |Ll€p€Cl XÖYOU CUVeiXTlTTTttl dVTl TOÖ „OÖbfe KÖV fOXJV 

ivöc dvbpöc" 710, 28 f. 
237. fiacac 709, 59; 710, 39 u. 41. 
240. fKna 709, 62. 
246. cöov 710,61; 1110, 17. 

dTToX^ceai 710, 61 u. 62. 
254. ix^)xev gegen d. Metr. 711, 64. 
270. ߀ßXr)K€i 712, 33. 

löXecev gegen d. Metr. 712, 33. 

276. „'Ajaondova", 8v ol TpdcpovTec „Sjli* öndova" ^v buci iii- 
peci XÖYOu ccpdXXovrai Tf]C öpOörriTOC 712, 53 f. 

277. Nicht nachweisbar. 

1282. ai K^v Ti cpöujc AavaoTci T^vriai 712, 63. Desgl. ai k^v ti 
(pötüc T^VTiai [so!] 1133, 44. — Die übrigen noch anzufüh- 
renden Citate sind so gehalten, dafs sie ebenso gut auf 
A 797, wie auf diese Stelle, bezogen werden können: at k^v 
Ti cpöujc Aavaoici t^voio [so!] 1128, 53; at k^v ti q)doc 
[so!] AavaoTci y^voio [so!] 1060, 45; ai Kev ti qpöujc 
iTdpoici [so!] T^VTiai 1037, 8 f.; ai k^v toi [so!] q)öu)c 
^Tdpoici [so!] T€VOio [so!] 621, 62. 

283. öc fTpecpe 712, 63. Dazu: tö b^ „8c fTpecpe" XciTiCTai t^c 

c€ dvTtüvuiLiiac 713, 19. Also nicht: „ö c' fTpecpe". 
286. dTU)V gegen d. Metr. 712, 65. 

1289. TTpiJüTiu TOI 713, 1. — coi 713, 35. 

1290. biio [so!] ittttouc 713, 1. 
295. 7Tauo|Liai f\ 7Taüco|Liai 713, 54. 

299. XuccTiTfipa f| XtüßnTfipa 714, 9. — XuccriTripa 714, 25 u. 30; 
750, 26; 849, 29; 1250, 60. 

1319. ^VTaöOa bk xai tö „f]viox€ijeiv" dvaXuujv Trcpiqppacri- 
Kiüc „I'ttttujv f]via [so!] ?xtiv" cprici 715, 17 f. Also: „fivi* 
f X^iv", nicht „IXeiv" war seine Lesart. 

322. dviüTCV 715, 22 u. 42. 

325. a\) ipuovTa 715, 23 u. öfter. Dafs Eust. wirklich so in zwei 
Worten, und nicht etwa „aöepiJOVTa" las, beweist folgende 
Bemerkung: tö bt „au" bic dvTaOGa ^YT^TdTUi TeGfev bid- 
qpopov CTiiLiaciav fx^i. ^v jli^v ydp tuj „töv b' aö "Gktuip 
[so!]" (Vers 324) TrcTrXripujciv [so! lies dTTiTrXrjpijJCiv] ixei 
acriiLiov dv bt Ttu „aö dpuovTa" tö fjiiTraXiv Kai öttCcu) bT|- 



' --..j 



Enstathios als kritische Quelle für den lliastezt. 243 

XoT, ii oö Ktti t6 cuvOeTov „auepüeiv" TrpobcbrjXuüTai (näml. 
A 459) 715, 45 ff. 
1327. ÖKpuöcvTi 715, 25, vergl. 49. 
328. X€ip ^TTi 715, 25, vergl. 27. 
337. "eKTUJp b' iv TTpüJTOici 716, 21. 
339. xax^ecci TreiTOieiüC 716, 24. 
t340. IXiccÖM€VOV 716, 25. 

342. b' dcpdßoVTO 716, 26 u. 40. 
1345. vauciv 716, 45. 
349. TopTOÖc öjLijLiaT' exujv 716, 48 u. 56. — tö bi. „fopToOc" 
KXiv€Tai u)c i] Ca7Tq)ib rfic CaTTcpoOc . . . ZrivöboTOC bk 
„fopTÖvoc öjLijLiaTa fx^v" fpd^er 'Apicrapxoc bk „ropfoOc 
oijLiaTa [so!] ix^^'\ ß ^ctiv öpjarjjaaTa. 716, 53 ff. Dazu: 
„ropTÖvoc" i]TO\ „fopTOÖc"' birrti Toip airrfic f^ kXicic 1704, 
30 f. Vergl. 252. 

i\bi. ßpoToXoiYOu 716, 49, vergl. 56. 
t352. OÖK ?8* f||Li€Tc gegen d. Metr. 717, 7. Soll wohl „ouk ?ti 

viüi" bedeuten. 
1371. Touvar' ^Kucce 717, 41 und 718, 47 (?KUce). — KÖce TOiJ- 
vaxa (= „TOiivaia kOc€ oder loicce"?) 718, 44. 

377. vuji 718, 61 u. 62. 

378. irpocpaveCca 718, 61 u. 62; 1115, 59 cpaveTca [so!]. 

385 — 87. Dafs Eust. die Athetese dieser Verse kannte, zeigen 
seine Bemerkungen zu € 734 — 36. Vergl. diese Stelle. 

392. dTr€jLiai€TO ittttouc 719, 39. Vergl. € 748. 

393. Vergl. € 749. 

400. cuvotc6jae6a TröXejuövbe gegen d. Metr. 719, 64. 
408. 8,TTi vof|CUi 720, 5; 934, 61. 
1410. bk Kttx' Ibaitüv öp^tüv elc 720, 50. — k "OXujLiTTOV [so!] 
720, 59. 
415. €1 reXki 721,16 u. 17. 
t422. aUi f&p o\ i\XK\ß.y 5 vorjcei 721,31. Also las er wohl 
„ÖTTi voi^cei", nicht „vorjcij". 
423. dXXa cu 721, 14 u. 19 u. 23. 

äbbeic 721, 14 u. 24; 539, 2. Dazu: f] bk bmUx] TOÖ 
b dv Ti|i „dbbek" öjaoia t^ toO „fbbeicev b* 6 T^pujv" 
(A 33). 721, 26. 
428. ?V€Ka TToXejaiCeiv gegen d. Metr. 721, 34. 
1429. dTToqpGeicOuj 721, 35. — tö „dirocpOeicGuj" bicpopeirai Trapd 
ToTc TTaXaioTc 721,37. Also auch „dTTOcpekeuj". Vergl. 
B 833; I 246. 
439. "OXujaTTÖvb' [so!] dbiujK€V 722, 21. 
t441. djaßuijaoici [so!] 722, 28. — dv ßu)|LioTci 1142, 60. 
448. jLidv Gnv 722, 61. — tö bk „oö jn^v Onv KdjacTÖv t«", oötuj 
jLi^v T€TpaMM^vov, caqpuic äx^i, fcri bk Kai ^Tepoiac dxbö- 
c€U)c TPacp^ tjnoböcKoXoc Ka8* 'HpaKXeibT]V aÖTTi „oö jn^v- 

16* 



244 Max Neumann: 

TOV K(4|Ll€TÖV T€", dVTl TOU „OÖ jLidVTOl". Kttl fCTl KttT* ttÖTÖV 

TÖ „ou jLi^VTOv" 'ApTeituv kqI KpnTUJV tXu)CCT]C . . . 722, 57 ff. 
Dazu: f) bk bidXeKTÖc, cpriciv (nämlich *HpaKX€(bT]c), aöiri 
€Ti Ktti vöv cu)2l€Tai TTttpoi ToTc (ivTiTpa<poic. TÖ TÄp „atel" 
„aWv" qpaci (nfimlich 'ApTcToi Kai Kpfirec) Kai tö „oö ji^v- 
Toi" „ou ^i^VTov", olov „oö M^VTOV K<ijLi€TÖv [so!] fe jLidxnv 
dvd [so!] Kubidveipav" 1726, 26 f. 
449. TOiciv 722, 52. 

452. u^iOüV bi? 723, 13. 

453. T€ ibeTv 723, 13. 

461. "Hpr) b' ouK fxa^e 723, 39. — "Hpr| b' ou K^xabe 723,46. 
„OU K^xct^c xö^ov [so!]" . . . f| b^ „Kdxabe" jucrd tou k, Tva 
ijl iLidcoc 7TapaK€i|Li€Voc, . . . f| „f xa^t" beurepoc döpicxoc . . . 
723, 47 ff. „ou K^xabe" auch noch 723,51. Die übrigen 
Stellen können sich ebenso gut auf A 24 beziehen, wo sie 
zu vergleichen sind. 

463. OUK ^TTieiKTÖv 723, 54. 

466—68. Fehlen im cod. Eustathii. Vergl. 723, 57 ff. Iboü fäp 
x] *'Hpa cpO^YY^Tai |li^v auid ^KcTva 8ca Kai i\ *A8r|vä dv 
dpxr| TauTTic Tflc ^aipiubiac (0 32 ff.), tö jli^v cG^voc öjlio- 
XoTOuca TOU Aiöc (V. 463 = 32), öXo(püpec6ai bk ÖTrfep 
'AxaiiüV XcTOuca (V. 464 = 33), ei KaKÄc öXwvTai (V. 465 
= 34), dXX' ÖTi *A8rivd jli^v ^kci TrpooijLiidcaTO KoXaKtKUü- 
Tepov (näml. „iL TidTep f]|Li^T€p€ Kpovibri, ÖTiaTe KpciövTUiv" 
V. 31), "Hpa bk vuv Tpaxuvaca tö 7Tpooi|Liiov (nSml. „alvö- 
TaT€ Kpovibri, ttoiov töv |liu6ov femec" V. 462) dXdXr|C€, 
bid TOUTO KT^. Hätte Eust. die Verse 466 — 68 in seiner 
Handschrift gehabt, so würde er sicher ausgeführt haben, 
wie sich die Übereinstimmung der Rede der Athene mit den 
Worten Heras auch anf diese drei Verse erstrecke. 

474. öpGai 724, 3. 

487. ^i^v d^KOuciv 725, 3. __ 

1488. TpiXXiCTOC 725, 3. Dazu: „TpiXXiCToc" bl iv bucl X KaTd 
Tiva tOüv dvTiYpdqpuJV . . . 725, 10 f. Also las man auch 
„TpiXiCTOc" mit einem X. 

489. b' aijT' 725, 48. 

492. 17T7TUJV d7T0ßdvT€C 725, 56 f. 

499. TTOTi 725, 65; 726, 24. 

503. dcpoTTXicöjaecGa. aÖTdp [so!] 726, 2. 
1504. Xucae' utt' ii 726, 2, vergl. 28. — XiicacG' ii 721, 61. 

505. dHacGe 726, 3 u. 24 u. 32. 
1507. cTtöv t' Ik 726, 4. — b' ^k 726, 38. 
1509. iKij 726, 4. — koi 727, 36. 

511. öpjLiyjcujvTai 726, 5 u. 45. 

512. dcTTOubei 726, 5 u. 45; 862, 63; 1468, 27; 1916, 26. — 
ixr\ dcTTOubel cpeuYOiev [so!] 181, 8 f. 






EufltathioB als kritisohe Quelle für den Iliastezt. 245 

513. TOUTUiV T€ 726, 7. 
TTCCCij 726, 7. 

515. imöpuiCKUJV 726, 7, vergl. 51. 

519. irepi öctu 727, 3. 

526. eöxoMCti dX7TÖ|Lievoc 727, 45 u. 51. 
1530. OTT* i^oToi 727, 54, vergl. 53 u. 55; 1504,48. — CTtdvia 
Tiüv dvTiTpdcpuiv Tpdq)Ouciv „Trptüi b* utt* i^oT'*, iva Ik 
TrapaXXrjXou TauroXoffiTai tö irpiüi Kai tö i^oT 727, 57. 

532. at K€ 727, 63. 

535. at k' 728, 1. 

538. a1 TCtP 728, 11. 

539. dTnpctoc 728, 11 u. 16; 750, 21. 
545. ÄHavTO 728, 30. 

548. Fehlt im cod. Enstathii. 728, 31. 
550—52. Fehlen im cod. Eustathii. 728, 31. 

553. T€<pupiJ f| T^cpOpaic 728, 63. Dazu yiifa q)povoOci Tpujec 
„^ttI Y€q)iipaic", Sc olov ßujLiaTOjLiiac Tivdc Kai dYuidc ijvoiHav 
dauToic, ßrjHavT€C xdc tujv 'Axaiuiv qpdXaTTac. tctüc bi. 
cppovoOci jLi^Ta „dm Y€q)upij" t^ Kaxd TfjV 'Apicxdpxeiov 
jaiav liTTTTiXaTov ttijXtiv, bi' fjc Oaßßoöciv aöpiov elc rd iv- 
bÖTcpov biaßrjcecOai, f[ Kai Kard Tpcwp^v öXXr|v „dm fe- 
qpupaic", raic TroXXaic iTTTrriXdTOic Kaid touc dXXouc dEri- 
iniTdc miXaic, bi' iLv . . . 729, 1 ff. 

555. qpaeiWiv 729, 6 u. 27 u. 28. — dv Tif» „qpaeivfjv djucpl ceXrj- 
VT]v" QU Tf)V TtXriciqpafi votit^ov Kai TrXripocdXrivov, dv auTfj 
tdp djLiaupd €ici rd ficipa . • . dXXd „q)a€ivfiv" X^t^i Kaid 
*ApiCTapxov Tfjv qpijcei TOiaüxriv, kSv jaf| TrXrjOouca eXr\ q)ui- 
xöc. . . . xiv^c bfe, d)c dv xoic 'Attiujvoc Kai "Hpobuipou q)d- 
pexai, bixoxo|Liricavx€C x#|v ccXrjvTiv dv xfji „cpaeivfiv" xö 
jLifev „cpdei" TiapuüHuvav, xö bk „vfiv" TrepidcTracav, eiTrövxec 
xfjv Tip „(pdei vfiv", 8 dcxi vdriv, fJTOuv fipxi qpujxi^IecOai 
dpHajLidvnv ... 729, 20 ff. 

557. fq)avov 729, 7. Dazu: xö bi. „fqpavov" 6 beüxepoc dvepfn- 
xiKÖc döpicxöc dcxiv . . . 729, 36 f. 

559. bi t" eTbexai 729, 8. 

563. ceXcy 729, 12. 

lAIAAOC I. 

•2. €lx€ gegen d. Metr. 731, 26. 

••3. TrdvGei b' dxXrjxiw 731, 40. — ixivm xö [so! lies x'] dxXrjxq) 
1405, 4. 
5. Boplr\c 731, 62. Dazu: xoiouxou bk TrdOouc (gemeint ist 
das TrdOoc dKdq)aXov) ?xüX€ Kai xö „BopdT]c Kai Zdqpupoc". . . 
554, 45 f. und: 6 b^ „BopdT]c", 8c dKdcpaXov, ibc Kai Trpoe- 
bTiXüjGTi, TTOiei xöv cxixov dvxaOOa, . . . 732, 12. 



246 Max Neumann: 

7. fi)Li€Tc |Litv Ol öcTcpov „iTOipeE" &ei (pa|Li€V ßapuxöviüc Kaxa 
KOivfiv bidXeKTOV . . ., ''OjLiTipoc bfe „irapfeH" X^t^i öEutöviwc 
. . . *AiTiuJV bt Ktti 'Hpöbujpöc (paciv kt^. 732, 40 ff. 
IX^uav 732, 1. 
tl9. 7Tpoq)^p€i (näml. *ATa|Lie)LivuJv) dirapairoifJTiwcKal dvraOGa 
iToXXd, (Lv ?(pTi Ktti iv Tf] ß' (B 111 ff.), dpSdjiievoc Ik toO 
„Zeijc )ie OTT) [so!] dv^bnce ßapeiij" ... 732, 66 ff. Aus 
dem dTTapa7T0ir|TU)C darf man schliefsen, dafs Eust. auch hier 
„Sc irpiv^^ mit unsern Handschriften las, nicht, wie Aristarch 
wollte, „8c töte". 
26. Vergl. B 139. 
28. Vergl. B 141. 

32. )iaxrico)iai 733, 12, 45, 48, 49, 56 u. 61; 734, 14. 
t33. f) GejLiic 733, 12,49; vergL 45 u. 48, wo es mit „d)C G^jnic" 
wiedergegeben wird. — TÖ bk „f) G^jnic dcxlv" . . . dvTi toO 

„UJC VÖ)L10C dCTlV" . . . f\ Kttl Kttld ^TepOlOV TÖVlWjLia ToO „{^ 

e^liic" dvrl ToO „T^Tic e^iiic kxiv"... 733, 62 ff. Dazu: 
TÖ „iLiaxncojLiai 8 G^iiiic dcTiv" öXXuic dcxn^cxTicGii Kaxd GfjXu 
T^voc „fi [so! doch wohl „f^"] Gd^iic dcTi". 734, 14 f. und tö 
ixkv „fj" dvTi ToO öiTOu CUV Tiu i Ypdq)0uciv ol xexviKOi . . . 
TÖ bi „f] [so!] GdjLiic dcTi" bixa iTpocYpaq)fic toö i TiG^aci 
173, 46 ff. Vgl. Y 581. 

139. oö Ti gegen d. Metr. 733, 14 und oÖTi 734, 45. — ou toi 
734, 4. 

t41. dTTToXdiLiouc fjLievai 733, 15 u. 59 f. 

42. be Ti auTiu 733, 16. Offenbar ist „ti" aus „toi" verdorben. 
Vergl. „et coi Gujiiöc dirdccuTai" 734, 45. 

43. bi Ti 733, 16. Vergl. V. 42. 
t44. ai Toi 733, 17. — ai coi 734, 28. 

t53. KpaTcpöc gegen d. Metr. 736, 6. — KapTcpöc 735, 29. 

57. fi ixr\v 735, 13 u. 32. 

58. ÖTiXÖTcpoc 735, 13. 
66. cpuXttKTf^pec 736, 11. 

t73. Tidcd Toi fcG' vnobeÜX] 736,27. — Tidcd coi dcTiv [so!] 
UTTobeHiii 736, 62. — tö „uTrobeEiri" bid tö iiieTpov fKTaciv 
Tf\c irapaXiiYOiJCiic firaGev 736, 54. 
iToX^ecci b' dvdcceic 736, 27. 
175. ßouXeucri 736, 65 u. 64. — ßouXeiiei 1667, 32. 
76. ÖTi 736, 28. 
78. biaßMcei 736, 28. 
86. djii' fcTeixov 737, 25. 

88. bid bicpGÖYTOu bi xai vOv tö „KeiavTo" rrapa Toic iraXaioTc 
dvTiTpdcpoic 737, 14 f. Andre „KrjavTO". Vergl. H 333; 
I 234. 

böpTia 737, 14. 

89. doXX^ac 737, 31. 



EastathioB als kritische Quelle fOr den Iliastext 247 

93. TJpxeTO MT^Tiv 737, 40, vergl. 56. Im übrigen ist H 324 zu 
vergleichen. 

t97. c^o 737, 41; 1164, 23. — coO 737, 66; 738, 3. 

98. Ktti coi 737, 41. 
106. biOTev^c 738, 27. — tö „8t€ biOT€vk" Kai ilf]C Tp6<p€Tai 

KQl „ÖT€ blOT€V€UC" . . . 738, 45. 

tl09. cf^ jLi€TaXriTopi 0u)lh|» e!Hac 738,39. — & [so!] Gujliw jieTa- 
XiiTOpi [so!] eßac 1628, 31. 
112. 7r€7ri0oi|i€V 738, 50. 
117. (piXncr) 739, 9 u. 43. 

128. „YuvaiKac, d)LiiijLiova fpya elbuiac [so!]" . . . Kaxa bk lilpav 
Ypaq)f|V . . . „Tuvakac djaujucvac, fpT* [so! lies „fpTCt"] b' 
elbuiac [so!]", ö kxiv ^TCtTiKdc 740, 59 ff. 

tl31. ^v tot' 741, 4. — T^v ttot' 741, 35. 
132. Koupriv 741, 4. — tö bk „Koupriv Bpicfloc", xai bix« toO v 
Tpa(p^v KttT'euGeTav (also „Koupri"), öpGuic Sv eixev 741,36. 

134. f) 741, 38, 39 u. 44; 1178, 58. 

136. 0€Öc bibr] (0€ÖC, wie so oft bei Enst., = 0eoi; also hier: 
„0€O\ biiiwc'" oder vielleicht „bOüc'") iidkanalax 741, 53. 

tl37. Ktti xciXkoö 741, 54. — Kai dpYupou geg. d. Metr. 1919,4. 

141. 'AxaiKÖv 741, 55. — *AxaiiKÖv 742, 14. Dazu: tö bk 
„'AxauKÖv" bid biq)0ÖTTOVi 6 7T0iTiTf|C Ypaq)ei dv t^I rrpo- 
TiapaXiiYOiici) . . . tö y^P bid toö ä „Axa'iKÖv" tujv ucT^puiv 
dcTi 742, 16 f. 

142. ix) 741, 55. TÖ bk „fri" dviKÖv dcTi toO „fuiciv"... 742,25. 
145. Kttl AaobiKTi 741, 56 u. öfter. — Kai ''HXeKTpa 1483, 29. 

Sicher ein Versehen des Eust. 

147. dm|LX€(Xia 741, 57; 742, 9. — 'ApicTapxoc jLxfev ?v |Li€poc 
XÖYOU XajLißdvei tö „dTTijLxeiXia" ibc tö d7Tiq)dpvia, 'AttoXXö- 
bwpoc bk biaXuei X^ywv „dTiiboJcuj jueiXia" (d. i. „dm jueiXia 
biwcuj"), ibc Kai KaTUJTdpuj €u0iic dtrdYei „öca [so!] oÖTrui 
TIC ifji dirdbiüKe 0UYaTpi". Tpiiq)ujv bk rrepl toö tövou Iryzei 
TTÖTcpov dvaYVUJCTdov ujc Troi|Lxvia TTpoTrapoSuTÖvuic (d. i. 
„dmiLieiXia" oder „dm fiieiXia") f\ TrapoEuTÖvuic d)c rrebia 
(also „dm|LX€iXia" oder „dm fiieiXia"). 'Airiiüv bk Kai 'Hpö- 
bujpöc q)aciv 8ti fiiiiiv boKCi TrpoiTapoHüv€c0ai. KTd. 742,60ff. 
Dazu: q)epvfi . . ., fiv "OjLXTipoc Kai „fiieiXia" f\ „dmiiieiXia" 
XdY€i . . . 742, 56. 

150. 'Ipriv 743, 13. — ei bk Kai ßapuveTai fi iröXic, "Ipa Xcyo- 
ILidvTi KaTd TToXXd TUJV dvTiYpdq)UJV (d. i. „''Ipriv"), ouk 
dvdYKTi CriTeTv 743, 20 f. 

153. vdaTai 743, 34 u. 40. 

154. TToXuß^Tivec 743, 34 u. 43. 

tl5ö. Ol Kev Kai i 743, 34 f. Wahrscheinlich ist Kai von Eust. 



248 ^^z Nenmann: 

eingeschoben; doch wäre es auch denkbar, dafs er mit an- 
dern Handschrr. „o1 Kai I" gelesen hätte. 
Ti)Lir|COuci 743, 35. 

157. ^eTaXriHavTl 743, 48. 

165. KXriTOuc 744, 29, wo es mit „dEovojLiaKXr|bTiv dmX^KTOUc" 
erklärt wird; 744, 33, 45 u. 49. 

167. ifdjv 744, 30 u. 35. 
1180. elc ^KacTOV gegen d. Metr. 745, 37. 

187. dpTUpeoc Ivföc 745, 43. Vergl. TT 470. 

198. cpiXTaTOi 746, 7. 

203. CiwpÖTepöv T€ K^pme 746, 8; 1775, 21. -— tOüv Tiva dvri- 
Ypdq)UJV TÖ „K^paie" „K^paip^" q)aciv, öXi^a jli^vtoi Ka\ oubfe 
Td dKpiß^CTepa 746, 47 f. Dazu „bfe K^paie" f\ „K^pmpe" 
1398, 1. 

210. jLiiCTuXXe 747, 61. 

212. Kttid TrOp dxdTi xai q)XöH diLiapdvGri 748, 40. — Tivtc tö 
„auxdp direi Kaxd TiOp ^Kdri Kai (pXöS djuapdvOii" ^€TaTpd- 
q)ouciv ouTUJC „auxdp dTiei Trupöc övGoc dTr^TTTOTO, iraucaTO 
bk q)XöH". boKei bk Y^Xcia toic rraXaioic f| xciauTTi Tpct<P^ 
748, 41 f. 

214. diraeipac 748, 2. 

215. feriKev f\ fx^ue 748, 2. — ix^vav [so! liesfxtwev) 1874,34. 
t217. auxdp gegen d. Metr. 748, 9. 

219. dx^pou gegen d. Metr. 749, 16. 

jiia )Li^v Tnämlich d)Liq)ißoXia) xö „0€oTci hk GOcai dvoi- 
Tei", f^ Trep, ujc Kai öXXoGi briXoOxai, dbidq)Opöc dcxiv etxe 
„GeoTci' xpicuXXdßiwc voTiGeiri etxe bicuXXdßiwc „GeoTc", elxa 
Jbk GOcai"... 749, 22flf. — GeoTci bl 1767, 19. Vergl. 
r 318; H 177. 

225. dmbeueTc 749, 32; 750, 12. 

226. „€i^dv", fiTOUV ic^iv 749, 33. 

234. KTid)Lievoi 749, 43. — xö bk „KeidjLxevoi" bid bKpGÖTTOu Ix^i 
xf|V fipxoucav . . . 750, 15. Keidfuevoi auch 36, 13; 1905, 
29. Vergl. H 333; I 88. 

ovbi XI 749, 44; 750, 16. 
1242. auxdc b* ^MTipriceiv 749, 49; vergl. 750, 38. 
243. dxuCojLxdvouc f\ 6plvo^^vouc uttö Karrviu 749, 50. — öpivo- 

jLx^vouc UTTÖ Karrvuj 750, 38. 
246. cpGicGai 749, 52. — xö „(pGeTcGai" bicpopeixai Kai bid bi- 
q)GÖYYOu Tpaq)öjLievov Kai bid )liövou bixpövou... 750, 43 £ 
Dazu: xivtc xö „q)GicGai" Kai xö „q)Gicrivujp" Kai xd xoiaOra 
biq)opeTv fjGeXov, ibc xou q)Giu) iroxfe )li^v dv bixpövifi juiövifi, 
TTOxfe bk iv bicpGcfTH^ YpacpoiLX^vou 969, 14 f. und: „(p8i- 
cGai" ... ei Kai dXXuJC biq)opeTxai Tiapd xiciv dv bi^öötT*!* 
Tpacpöiicvov Kxd. 1152, 59 f. Vergl. B 833; 429. 
1251. dXeHrjcrjc 749, 56; 750, 48; 755, 45. — dXeHnceic 761, 44 



Eastathios als kritische Quelle für den Uiastext. 249 

254. KpdTOC gegen d. Metr. 749, 59. 

261. |Li€TaXXr|HavTi 750, 1. 

264—99. eiTtt oötu) raöroXoTiKWC, ibc irpo^KKeixai (V. 122— 57), 
^TiTuic dTrapiG|iTicd)Li€Voc xä ptiG^vra bdipa xoö ßaciX^iuc . . . 
dHioT (näml. 'Obucceuc) . . . 749, 64 ff. Es sind also zu ver- 
gleichen Vers 270 mit 128; 273 mit 131; 274 mit 132; 276 
mit 134; 278 mit 136; 283 mit 141; 284 mit 142; 287 
mit 145; 289 mit 147; 292 mit 150; 295 mit 153; 296 
mit 154; 297 mit 155; 299 mit 157. 

304. fXGij 750, 8. 

310. „Kpaveuj xe" f| „q)pov^u)", bixujc fäp Ypa^cxai 751, 5. 

311. TpuCoiTe 751, 9. 

313. KeuGei 751, 30; 752, 29; 1381, 38. 

fiXXo bfe ßdJei 751, 30; 752, 29, vergl. 30; 1381, 38; 
vergl. 1574, 18. 
315. oÖT€ ixif' 752,41. 

317. bnioiciv ^tt' dvbpdci 752, 46. 

318. iToXeiiiZei 752, 58; 753, 23. 
322. aiei 753, 38. 

324. b' dpa ol 753, 44. 
328. ECiv vnuci 754, 31. — cuv 753, 21. 
t336. Gü)Liap^a 754, 57. — ZrrrrjT^ov hk irepl xoö xövou, jLxr|Troxe 
öq)eiXr) rrpoiTapoEuvecGai xö „Gv)Liap^a" (d. i. „Guiiidpea"). 
754, 63. 
356. TToXeiiiCeiv 755, 51. 
362. et Tiep? 756, 17. 
367. uic Tiep 756, 41 u. 44, vergl. 47. 
t372. ouK dv 756, 50. — oub' dv 1940, 50. 

377. ^K Tdp ol 756, 55. — bmXfi hk dvxaöGa Tpctq>r|' „^k ydp 
ol q)p^vac eiXexo" Kai „dx fdp eij", TJfouv auxoö, „q)p^vac 
eiXexo" 757, 14 f. 

378. ^v Kapöc 756, 55; 1625, 58. — xö bk „xiu) U jiiiv ^v 
Kapöc aTcij", ibc 'AfLiepiac xai NeoTixöXejLioc ol y^^cco- 
Tpdq)oi q)aciv, dvxi xoO „dv jLiicGoq)öpou xiGejuai xdSei 
Ktti Tcov auxöv ix^ Kapi dvbpi" (also: „dv Kapöc"). . . . 
Kai )Li?|v, UIC (priciv 'Attiujv, ov KaXoPc fiv 6 *ATajLxd|iVU)V 
Kapi doiKdvai XdTOixo. . . . Xefei ö auxöc (nftml. *AiTiuJv) öxi 
xivfec ev jLxepoc Xöyou dKOÖcavxec Kai TrpoTrapoEövavxec 
„^YKapoc" ^Tpavpav . . . iva XifVi ö 'AxiXXeuc öxi dv atcij 
€TKapoc, fJYOuv q)Geipöc, xiGe^iai xöv 'AfaiiieiLxvova . . . dXXoi 
bk Tpdq)ouci |li€V xai auxoi TrpoTrapoHuxövuic „ffKapoc" . . . 
xfiv be XdHiv dm dTKeq)dXou vooOciv . . . dv olc Kai ö TTXou- 
xapxoc icxopOüv Kai auxöc dv cujiTrociaKoTc öxi, direl dfKe- 
(paXov ouK JjcGiov ol TraXaioi, bid xoöxo elirev "Ojlxtipoc xö 
„xiuj be jiiv ?YKapoc atcr]", xöv dfKdcpaXov oöxu) irpocemibv 
bid xö ^iTTxeiv, cprici, Kai drroßdXXeiv Mucaxxojiievouc auxöv... 



250 ^ax Nenmann: 

Ol bk dKpiß^ciepoi TÖ „Kapöc" dvri toO Ktipöc Ka\ OavÄTou 
q)aci cucToXq toö rf elc a 757, 18 ff. 
381. oub' öca de [so!] 757, 61; 758, 34 (6c'). — o\)b" öca erj- 
ßac 757, 62. 

TTOTiveicceTtti 757, 61. — tö hk „iroTiveiccexai" . . . 
biq)opeTTai Kaxd rriv Tpaq)f|V tuj xe XÖY4J tOüv bid toö iccu) 
pTijLxdxuJv, Kai ibc dirö toö v^oj veiuü tö '^ropeuo^al . . . 
758, 4 f. Also auch „iTOTivicceTai". — iroTivelceTai 1288, 
59. Vergl. Y 76. 
383. Sv [so!] dKdcTTiv 758,6. — „dvd (d. i. dv*) ^KdcTac". oötu) 
fdp ttXtiGuvtikujc, xai ouxi „^KdcTi^v" dviKoic, ttoXXoi tpd- 
q)ouci TUJV TraXaiuiv, TrapacTiiLieioujLievoi ibc oübdiroTC triiXiiv 
IvikOüc X^T^i ö TroiT]Tf|c dXXd rrOXac 758, 10 ff. 
386. TTeicij 757, 58. — Tieicei 758, 35; vergl. 755, 61. 
1387. böiLievai 757, 59. — boOvai 755, 61. 
389. XP^crj gegen d. Metr. 758, 37. 
394. bf\ ^()l 758, 54. 

Ta|Li^cc€Tai 758, 54. 
1395. TToXXai b" 'Axaiibec 758, 57. 
t397. Iiv Sv ieaox 758, 62. Also las er „dO^XoiMi". 
t399. TrmctVTa 758, 62. 
t400. a T^puiV 758, 63. 

401. d^f^c ipuxfic 759, 8; 1039, 46. 
t412. ixkv auTÖei? gegen d. Metr. 760, 15. 

414. iKUijLiai gegen d. Metr. 760, 16. 
t415. uiXcTO jii^v 760, 16. 
-417. öXXoic? gegen d. Metr. 760, 23. 
••423. dv (ppeci gegen d. Metr. 760, 43. 

424. cÖTi [so!] 758, 53. 
t427. aiiTÖGi? gegen d. Metr. 761, 12. Vergl. Vers 412. 
1433. irepi [so!] tdp bie vriuciv 761, 13. — „Tiapd fdp bk vauciv 
*Axaia»v", fjtouv dbebiei Trapd TaTc vauci 672, 38. Dies 
Citat kann sich auch auf A 557 beziehen. 
t439. 6t' Ik? geg. d. Metr. 761, 52. — 6ti [so! mufs ÖTe heifsen] 
c' dK 761, 64. 
441. dfopeujv 761, 53. 

447. '€XXdba xaXXiTuvaiKa 762, 34. — b bi. T€U)Tpd(poc dK xoO 
0€TTaXiKOö 'OpiLieviou . . . IcTopeT boxeiv tici töv 0o(viKa 
(puYeTv elc 09iav. biö, q)Tici, Tivfec dvTi toö „olov 8t€ rrpoi- 
Tov XiTTOV 'GXXdba xaXXiYuvaiKa" Ypdq)ouciv „olov öt€ 
TTpuiTOV XiTTOV 'OpjLidviov 7ToXu)LiTiXov " 762, 34 ff. Damit 
steht in teil weisem Widerspruch: tö Trepi auTOÖ (n&mlich 
<t>oiviKOc) '0)LiTipiKÖv ?7T0C, ujc TTOu eiprjceTai, OÖTU) Tivtc 
i'Xpoapoy „oiov 6Te rrpoiTov Xiirov 'OpjLidviov TToXuTrupov** 
332, 6 f. 
453. Tq meöjLiTiv m\ fpcEa 762, 47 f., 62. — 'Amwv bi vtjciv 






EnstathioB als kriÜBche Quelle für den Iliasiexi 251 

6ti 'ApiCTÖbTiiioc 6 Nuccacuc [so!] ^iiTUJp t€ xai YPOMMa- 
TiKÖc jLieT^YPCtvpev dvri toO „t^ itiGÖ)liiiv Kai fpeEa" „Tf| ou 
TTiGöjLiTiv oiibfe JpeHa" [so! Ist nach dem Schol. d. Ven. A zu 
ändern in „oub' ?pHa"], xai eubOKi)Liricac dTi)LiriGTi, übe euceßf^ 
Ti)Liticac [so! Nach derselben Quelle in „inP^lccic" zu ändern] 
TÖv f^pu)a. Tipö bk auToO Cujciq)dvric tt?|v ToiauTT]V eupe 
Tpaq)r|V. xai GupmibTic bk tv OoiviKi ÖTiTaiCTOv töv f^pwa 
cuvrrjpei 763, 9 ff. Vergl. über diese Conjectur des Aristo- 
demos Ludwich, Aristarch I p. 70. 

455. d(p^Z€ceai 762, 51; 763,43. 

456. Oeöc b' ^T^Xciev 762, 52. Absichtliche ümdichtnng des £ust., 
um das ihm anstöfsige „0€oi" zu vermeiden. Vergl. V. 136 
u. sonst öfter. In der Handschr. stand „Geoi b* dr^Xeiov" 
518, 11. 

t457. TT€pce(pöveia 763, 47 u. 52. — dv TroXXoTc tujv iraXaiwv 
dvTiYp(iq)UJV „<t>€pc€q)övTi" (d. i. „0€pceq)öv€ia") (p^pexai, 
ujc dTTÖ Toö eipriiLi^vou q)Gdpcai, toO 6 dXXeiipavTOc 763, 60f. 
458—61. Fehlen im cod. Eustathii. Vergl. 762, 62; 764, 1. 

462. fvG' djnoi 764, 1. 

463. „CTpujq)äcGai". dviaOGa bk CTi|i€iu)cai d)c, et rrep xard Tiva 
Tuiv dvTiYpdq)uJV Tpdq)€Tai „Kard jndtcxpa cxpocpdacGai" bid 
mKpoO ö, f xoi dv jLi€TdXT]V dTTopiav xai bucXuTOV fi TOiauTT] 
Tpacpri. 764, 2 ff. 

472. utt' alGoiicri 764, 36, 47 u. 59. 

478. q)ۆTU)v gegen d. Metr. 765, 10 u. 11. 

481. (piXncd t' ibc ehe 765, 31. 

(piXricri 765, 31; 766, 10. 

488. TOÜvaci gegen d. Metr. 765, 36; 766, 60; vergL 1283, 37. 

489. öv|;ou t* öcaijui 765, 36. 

492. 7TÖXX* firaGov xai ttöXX' dinötnca 765, 40. 
t493. Geöc tövov dEerdXeiev 765,40. Vergl. V. 456. — dEex^- 
Xecav 767, 26. Es ist denmach nicht auszumachen, was in 
der Handschr. des Eusi stand: „Geol tövov dEereXeiov" od. 
„dEex^Xeccav". 

495. djLiüvric 765, 42. — djLiuvoic 767, 30. 
1497. CTpeiTTOi bd xe 767, 33. — CTpeTrrol tdp 1460, 51. 

501. UTrepßriri 767, 35. 

503. ö(pGaX|LxiüV f\ 6(pGaX|iU) 768, 17. Dazu: „TrapaßXwTrac tiöv 
öq)GaXjLxüjv" f\ „tuj öq)GaXjLiu)" biaTpdq)ei (näml. 6 TroiTiTf|c) 
xdc Aiidc 768, 5 und xö bk „TrapaßXujTrec [so!] 6(pGaXjLiib", 
fJTOuv dcpGaXjLiouc, xdxpiTrxai iikv irXdov xoö „ö(pGaXjLiu)v" 
xaxd TTxOüciv T^viKrjv . . . 768, 46. 

509. eöSajLidvoio 768, 60; 769, 4. 

511. bi\ dpa gegen d. Metr. 768, 62. 

514. (ppdvac dcGXiöv 769, 12; 779, 38. 

516. xö bk „CatpeXiöc" Kaivöxepov TTepiciräxai ... Kai (paciv 



252 ^a.x Nenmann: 

'Attiujv Kai 'Hpöbujpoc Sri tö 2I<iq)eXoc Trp07TapoHuv€Tai . . . 
TÖ bk „ZatpeXuic" TrepiCTraxai kjL 769, 22 flf. 

621. 'AxaiiKÖv 769, 40. 

526. t' dTT^XovTO 769, 66. 

529. t' i^äxovTO 771, 33; 282, 8; vergl. 515, 11. — xe Mdxovro 
305, 31. 

539. löpcev 770, 24 u. 49. — tö hk „iBpce" xal Hf\c eöpTiiai 
irapd Till Y€UJYpdq)Ui „0p^i|i€v in\ xXoüviiv cöv"' irap* iji 
Ktti CTixoc eöpTiTai oijToc inryi^ivoc „oubfe ^(|ik£i 9iipi fe 

ciToqxiTUJ, dXXd ßiuj uXrjevTi" 'ApicroT^Xric bk KttTd töv 

Yeu)Tpdq)ov x^o^viiv cOv töv TO|iiav voei, bexÖMCVOC tö 
„Gp^ipev dm x^o^vriv cOv ÖTPWv" xal töv dEfjc Tpa<P^VTa 
CTixov Trpöc TTiCTUüciv ... 772, 46 ff. 

544. TToXXuiv 770, 25; 773, 56; 774, 4. 

545. ou ixkv Top ib&\xr\ 770, 27. — f&p k€ bd^n 773, 58. 
547. eOriKe 770,27; 774,8. 

551. o\)bk buvavTO 770, 30; 774, 44. 
557. MapTikcnc 776, 58; vergl. 776, 3, 11 u. 14. 
562. avTjji f\ auTfic 775, 63. 
564. KXar, ÖT€ jiiiv 776, 63. 
1565. TttUTij TTapKttTAeKTO? 774, 52. 
572. 'Gp^ßeuccpiv 770, 56; vergl. 775, 16. 
574. b' dXiccovTO 770, 58. 
580. v|;iXr|V 776, 58. 

582. dTr€)ißeßaibc f\ ÖTiepßeßauic 770, 60. 
1584. TÖV T€ 770, 62. 

KttCiTViiTOi 770, 62; 775, 32. 
585. dXiccovTO [sol] 770, 62. 
588. TTVK dßdXXeTO 770, 36. 

im TTUpTil^ f\ im TTiipTUiV 770, 36 f.; 777, 2, 
592. dXibr] 777, 4. tö bk „dXiüii" iK toö . . . dXoiTi T^veTai Kaxd 
fKTaciv cuvi^Gt] . . . irXeiiwv bk Trapd toic öcTcpov fi XP^t^^^^ 
ToO dXoiTi ujc irep xai toO bolr\ 777, 17 f. Vergl. 1047, 18; 
1268, 27. Vergl. TT 88, auch H 243. 
596. dbuccttTO 770, 38. 

598. biöpa TdXecav (d. i. „TeXeccav") 770, 38; 777, 23. 

599. auTiiüc 775, 34; 770, 39. 

600. ixr\ jiioi 771, 22; 775, 36. 

601. KdKiov bi 771, 23; 775, 36 u. 41. 

602. 67TI biipoic 771, 24. 

1605. Ti|Lific 771, 29. Wird vielleicht in „TijLxric" zu ändern sein. 
Vergl.: tö bk „ti|lx^|c fcceai [so!]" briXoi ixkv tö Tijuiieic, ii 
ou Ktti dKpdGiT fx^i b^ TrpocTeTpct)LijLidvov lurra . . . 775, 46 f. 
Die Lesart „Tifific" wird nicht erklärt. 
612. „öbupöjLievoc Kai dxeüiüv" f\ Kai fiXXiwc . . . „dvl cxifi6€cciv, 
dxeüwv" 778, 12 f. 



EostatiiioB als kriÜBche Qaelle für den IliaBtezt. 253 

61Ö. 8c K^ iLie 778, 14 n. 31. 

632. ixiv TIC xe 779, 40. 

(pövoio 779, 40; 780, 2. 

633. T€0veiaiTOC 779, 40; vergl. 780, 3. 
f 636. beHajLi^vou 779, 42 u. 66. 

äXXtiktov 779, 42. — äXtiktov 780, 6. 
637. dv CTT|0€CCi gegen d. Metr. 779, 43. 
639. „dm T^civ" fjTOuv cuv Tauiaic 779, 44. 

645. deicao 780, 52; 781, 5. 

646. öiTTTÖTe Kcivojv 780, 55; 781, 7. 

f 653. KTeivovT* 'Apfeiouc 780, 61. — iv tiij „Kaid xe c)Ln32ai trupi 
vfiac" ^x^\ Ti Trp6cK0)Li)Lia f) . . . q)pdcic. fjv fäp tö rravTri 
öpGöv elrreiv „Katd t€ c)LiüHavTa" rrpöc dKoXouGiav toO 
„KTeivavTtt", 8 irpocexÄc ötticGcv xeiTai . . . 781, 29flF. 
Sollte das auf eine sonst nicht bekannte Lesart „KTeivaVT* 
'ApYciouc" hindeuten? 

658. K^Xeue 781, 50 u. 60. 

660. dKdXeuev 781, 51 u. 61 (dKdXeue). 

674. d)iuvd)i€vai 782, 65. 

675. b' fr' 783, 3. 
694. dTÖpeucev 783, 61. 

t696. öv|;e viv [so!] jueTeeme 783,40. Ist offenbar verdorben. Der 

Vers kann aach in der Handschr. des Eust. kaum anders 

gelautet haben, als: ö\\fk be bf\ jueTeeme ktL Vgl. I 31,432. 

698. )Lif) öcpeXec 783, 40 u. 62. — )Lif| uicpeXec gegen das Metr. 

1044, 2; 1046, 17. 
703. öpivij 784, 2. 
f 710. dTTrjvTicav 784, 29. — „dTrqvTicav", ou KOivöiepov tö „dirri- 
vecav". biq)opeiTai ydp 784, 30. 
712. KXiciiivb' [so!] ?KacTOC gegen d. Metr. 784, 42. 

lAIAAOC K. 

9. dvecTovdxiZ' 786, 1 u. 43 (dvecTOvdxiZe). 
22. UTim 787, 2. 

39. |Lif| QU TIC 788, 32. — m ttgtc oö tic geg. d. Metr. 798,61. 
41. jidXa Kev GpacuKdpbioc eiri 788,20. — jiidXa fiv GpacuKdp- 
bioc eiTi 798, 61. 
f 48. Toccdb' ^TT* fj^QTi jLiepjLiepa [so! in dieser Reihenfolge] 788, 
49 u. 56, vergl, 60 u. 64. 
53. AtavTC 789, 7. 
t55. aT k' dG^Xijciv 789, 8. — at xe mGriTai 792, 63. 
f59. dTreTpdTTOjLidv fe jiidXiCTa 789,19. — t^ q)uXdcceiv 790,48. 
67. ^TP^lTopGai 789, 58. — tö „dYprJTOpGai" Td TrXeitü tujv 
dvTiYpdqpuJV Trp07Tapo£i3vouciv ibc AIoXikov. fiXXuüC Ydp 
TTttpoHiivecGai öq)€iX€i (d. i. „dYpriT^ipöai") . . . 'Attiiüv bk 



254 Max Neumann: 

KQi 'Hpobuüpoc (paciv ujc tö „dfprJTopGai" ouk dxpiiv itpo- 
TTapoHuvecGai kt^. 790, 2 ff. 

70. fmiv 790,43; 791,42. 

71. Yeivo|Li^voiciv 790, 43. 
75. TTOiKiX' fKCiTO 790, 45. 

178. Z:iüVUTO 790, 46, 56,_vergl. 58. — tö bk „CiwvuTo" o\ jifev 
bi' ^vöc YPO^ovTec V q)uciv TPCtq>fic xripoOciv, ol hk budZov- 
Tec TÖ d)Li€TdßoXov (d. i. „Cuivvuto") TidGoc ttoioOci biTiXa- 
ciacjLioö. 790, 59 f. 

ÖT€ €ic [so!] 790,46. 

79. dTT^Tpetre 790, 47. 

|84. r^^ Tiva [so!] dTaipuüV gegen d. Metr. 791, 18 u. 26. 

88. „elceai", tout^cti yviiceai 791, 35. 

98. dbbriKÖTec 792, 36. — dbriKÖTec 792^37. Dazu: tö bt 

„öboc" . . . v|;iXoÖTai . . . kqi . . . dv i\\ b YpdcpeTai Kai . . . 
cucTeXXcTai tö xaTdpxov ä, ei Kai dv t(\) „Ka^dT^l dbiiKÖ- 
Tec", f^Toi KopecGdvTec, dKTCiveTai tö dv dpx^ Tf\c jiieTOXtlc 
bixpovov. UJCT€ TÖ „öbriv" . . . KaXujc öv 5i* iwbc biXxa 
dKq)dpoiTO, lixei toi Kai tö „dbriKÖTCc" outu) TpdqpcTai 
833, 13 ff. 

104. oii bx] 791, 51. Vgl. I 394, wo Eust. gleichfalls „br|" statt 
„Grjv" bietet. 

105. vöv [so!] ddXTieTai 791, 52. Dazu: tv bi Ttu „öca iTOU vuv 
ddXTTCTai" cucT^XXcTai TÖ vöv KaTd TÖv 'ATTiuüva bid tö 
ILidTpov 792, 15. Also las er sicher „d^XireTai", nicht „?X- 

ITCTai". 

tll5. ei Tidp lioi 793, 6. — ei Kai ^0l 793, 15. 

tll6. iiiiTp€\\ie 793, 8. — irciipene gegen d. Metr. 790, 49. 

tll7. ujcpeXe gegen d. Metr. 792, 58; 793, 8 u. 17. 

127. i^T€pdecGai 793, 60 u. 61. 

tl29. oÖTic ol 794,2. 

134. TÖ bk „oöXti" ßapuvcTai dirö toö oöXoc Xötiw TOitube KaTOt 
'ATriujva Kai 'Hpöbuipov kt^. 794, 25 f. 

146. 8v dirdoiKC gegen d. Metr. 794, 59. 

154. UJCT€ CTepoTTii 795, 26. 

159. fTp€0 795, 62 u. 65. — 6 NdcTUJp Tip Aioinribri [so!] Kei|ui^vi|i 
7T0U q)Ticiv „^TP^Oj I^Tj Tic TOI KaGeübovTi [sol] MeTaq)p^vni 
dv böpu TTriEij" 519, 31 f. Dieser Vers findet sich auch b« 
Diog. Laert. VI, 2. 6, nur „coi eöbovTi" statt des anmög- 
lichen „TOi KaGeubovTi". La Roche hat darnach „toi eö- 
bovTi" hergestellt. Vergl. II. I p. 280. 

161. bi T€ 796, 36. 

162. dE ÖTTVOu gegen d. Metr. 795, 63. 

tl82. „eiaTo" fJTOuv dKdGnvTO „?KacTOc" 797, 14. 
183. bucujprjcovTai 797, 19. 



EostathioB als kritische Qaelle für den Iliastezt. 255 

tl85. bi* Äpcccpi 797, 20. — ^v öp€C(pi 797, 35 u. 36. 
tl87. dirö ßXecpdpoiciv öXiwXei 797,21. — dirö ßXetpdpoiiv öXiwXe 
1628, 15. — UTTÖ [so!] ßXecpdpoiciv öXiuXe 1073, 59. 

191. Es ist zweifelhaft, ob der Vers im cod. Eustathii stand. Vergl. 
797, 39 ff. 

1211. TttOrd Ke 798, 33. — Taurd t€ 806, 64. 

t216. UTTÖß^nvov 798,37. 

221. ^ÖVTUÜV 798, 44. 

224. ^pxoiLi^vuü 798, 46. 

225. eX iT^p T€ 798, 47. 

t240. ibbexce 800, 55; 801, 5. — Ibeice 1008, 51. 
1246. fe ^TTOjLxevoio gegen d. Metr. 801, 11, vergl. 40. 

252. TiapibxnKev bfe ttX^iüv vOE 802, 8. — tö bk „tiX^uü" ^i ^xiv 
bxxoL ToO V YPdq)eTai, br]\ox öv . . . ei bfe )Li€Td toö v Tpd- 
(pexai, X^TOi (im Text Xerei) Sv öti . . . 802, 20 ff. 

258. äXo(pov 803, 15 u. 55. 

268. Cxdvbeiav b" dpa 803, 28. — tö bk „CKdvbeiav" XeiireTai 
irpoG^ceiwc, iva f{ Kaxd Cndvöeiav. Tivd bk tüjv veiuT^piuv 
dvTiYpdq)UJV xai ou Trdvu dxpißuiv „CKavbei(jt" Ypdq)ouciv 
dvTi TOÖ iv CKavbei(jt 804, 31 ff. 

274. ttTTÖ TOÖ ?Xoc YivcTtti dXoibiöc, Ktti dKTdcei toö ö eic üj 

|i^Ya Kai TpoTtf] TOÖ X elc p . . . „ipiubiöc" )Li€Td rrpocYe- 
Tpa|Li)Li^vou TOÖ i . . ., ei kqi KXaubiavöc, q)aciv, 6 q)iX6co- 
q)oc dvTiX^fei dv oic KaTaX^yei Tf|C öp9oYpaq)iac 995, 12ff. 

275. TTaXXdc 804,55. — ZuiTiupoc bk dvfi tou „TTaXXdc" „ttcX- 
Xöv" Tpdq)€i . . . Tpia ydp q)Tici y^vti dpuübiÄv, TieXXöc, 8c 
Kai dcTiv SpTraH . . . 804, 62 ff. 

277. TÖ bfe „xaipe bk toi öpviGi 'Obucceuc [sol]" (auch 804, 56; 
12, 29) ol iLifev KaT* fK0Xiipiv Ypdcpouci „xaTpe bk Tqj öpviG' 
'Obüceuc" iTpöc dtrapTiciLiöv dTiaGfi baKTuXou. o\ bk Tia- 
Xaioi dvTcXujc, ibc Tipo^KKCiTai (vergl. zu 6 5), YpdvpavTcc 
TiapdYOuciv auTÖ ... elc fvbeiEiv cuviZr|ceu)c böo ßpaxciujv 
cuXXaßuiv Tfic ei Kai Tfjc ö eic jniav ßpaxeiav, 8 bi\ ctrdviov 
|Li^v, q)aciv, €Öpr]Tai b' öjlxujc . . . 805, 18 ff. Dazu: toioötov 
b' Iv ToTc klf]C Kai TÖ „X^Tpe bk tiu öpviGi 'Obucceuc [so!]" 
. . . f] Ydp TcXeuTaia toö „öpviGi" Kai i] öpxouca toö „*Obuc- 
ceuc" elc ?va ßpaxöv Tiöba cuviZdvouci Kai ttoioöci ^€Td 

Tfjc bu ßpaxeiac Kai outtic cuXXaßfjc bdKTuXov 514, 20 ff. 
Vergl. überhaupt € 5; auch Q 707. 

280. cpiXai 805, 25. — tö bk „cpiXai" dvTi toö dYdiTTicov xpdvou 

ILldcOU doplCTOU TipUlTOU KaTO TTOXXd TUlV TiaXaiujv dvTiYpd- 

q)UJV ujc dirö toö q)iXTi)Lii ßrjiLiaToc . . . troXXd jlx^vtoi tuiv 
dvTiYpdq)U)v v|;iXoYpaq)Oöciv auTÖ dtrö toö „q)iXee" KaTd 
fKGXiv|;iv Tfic Xtiyouctic elc tö dTraYÖ|Lxevov 'OjLiTipiKtöc ä dv 



256 Max Neumann: 

tCü „vOv auT€ ^dXlCTd ixe (piXe' 'AGiivri" 805, 31 flf. Vergl. 

überhaupt € 117. 
291. TiapicTaco 805, 26. 
298. djLiq)6vov, dvv^Kuac 805, 60. — Sv cpövov, fiv v^Kuac 810, 

11; 860,51. 

bid t' fvTea 805, 60; 860, 51. — dvd x' ?VT€a 25, 20; 

82,42; 641,49. Diese drei letzten Citate können allerdings 

auch auf K 469 u. Y 806 bezogen werden. 
.306. dpiCT€i5uJciv fj öpiCTOi fojci 806, 19. Auf die erste Lesart 

deutet auch „ittttoi, o*i dpiCTeuouciv . . ." 808, 26. 
308. aei^ev 806, 20. — dXGeiv 806, 36; 807, 23. 
1312. dbbriKÖTec 806, 22. — dbriKÖiec 807, 25. Vergl. V. 98. 
324. oux' [so!] dXioc 808,34. — dv bk Tip „oux' [so!] fiXioc ckottöc 

fcco)Liai" Tpdcpouciv oi irepl 'Hpöbujpov Sri eöpojLiev dv ttoX- 

XoTc €IC TÖ X d7T6CTpoq)OV, TOÖTO bk Trap€Cll|Ll€lU)Cd|Ll€0a, U)C 

öv q)av6iTi 8ti iv tuj „oux* SXic" xai „oux' oötwc" xai xoic 
öjLioioic d)Liq)ißöXujc eixov ol rraXaioi, ol jufcv juerd diroCTpö- 
q)ou Ktti baceiac T^olou^evol ttjv Tpa^Pn^, ol bk xö jiifev rrdöoc, 
T^YOuv xf|v dtröcxpocpov, \xi\ Tipoci^iLievoi, jidvov bk TTveu^a- 
xiCovxec 809, 4 ff. Dazu: cuvaXeiq)€xai xöi xouxou (gemeint 
ist „ouxi") iv T^) „oux' oöxujc" KQi „oux' fiXic" Kttl xoic 
öjLioioic, ei Kai xivec dTrap^CKOVxai ouk fiveu Xöyou 211, 33 ff. 

332. dTrüü)Lioc€ 808, 36. — xö bk „dmopKOV dTriwjLioce" Ypdq)Ouci 
XIV6C „dT^lü^ocev" . . . 809, 31. Dazu: fvOa öpa xö „Kax^- 
v€ucev"(V.393), dE oö cuvrifopeixai xö Trpoß^TiGfcv „dmopKOV 
dTrüü)Lioc€v" ujc KdXXiov öv ouxu) Ypdcpeiv fj rrep „dTriwjLiocev"* 
ö)Lioiov fdp XI xuj „eTTuiiLioce" xai xö „xaxdveuce" 814, 9 f. 

335. im KTiblr]v 809, 50. — xou ttoitixou elirövxoc „Kpaxi b' 
im Kxibdriv", ujc ^ppdOri, „Kuvdriv" q)aciv oi UTro|LiVTi|LiaTiCTai 
öxi Tkxic dcxi ICbov . . . xöv bk "OjLiripov dcpeXeiv cpaci xö i, 
biov elrreiv „kxibdnv Kuvdriv". Icxdov bk 8xi dvxaOOa juifev 
• iv xui „dm KXibdiiv" d|Liq)ißoXöv dcxiv etxe |Liexd cuvaXoi(pT)c 
xfic TTpoGdceujc prixdov „iKxiberiv" xexpacuXXdßujc (d. i. „dir* 
Uxibenv", vergl. 1960, 33) €ixe xpicuXXdßuJC „KXibdnv" 
dcuvaXeiTTTUJC (d. i. „dm Kxibdriv"). öxe bk dv xoTc iSffi. 
dpei „xou b' dtrö jLxev KXibdriv Kuvdriv el'Xexo [so!]" (V. 468), 
xf]V djLxq)ißoXiav bidxpivev 6 TroiTixf|C, q)av€pu)C tpdipac „kti- 
bdT]v" dv xpici cuXXaßaTc, ibc fq)acav ol ÖTto^viijLictxicxaC 
809, 56 ff 

338. bf| Kttttujv 810, 9. 

341. oijxöc xoi 810, 13; 1409, 29. 

343. KaxaxeGveiüüxujv 810, 14 u. 36. 

344. irapeEeXeeiv 810, 15. — xö bk „TrapeHeXGeiv Tiebioio" 'Ojuiti- 
piKiixepöv dcxi TpacpöiLxevov „irapfeH dXGeiv" dv bucl ^dp€a 
XÖTOu, 6|LioiiJüc xtp „Tiap^E 6bou" (V. 349) 810, 41 f. 

346. irapacpeairici 810, 17; vergl. 43. 



Enstathiofi als kritiflche Qaelle für den Iliastext. 257 

347. TTpOTi vnac f\ ttoti vfiac 810, 18 u. 47. 

TTpOTieiXeTv 810, 19 u. 48. 

348. irpOTi 810, 19 u. 48. 

351. ^TTi oöpa 811,8. — eici bk „oflpa" f| TTpoirapoEuTÖviüc 

„dmoupa" ... 811, 10. 
354. dTTebpajLieTiiv 811, 9 u. 29. 
359. ibpiLirjencav 811, 33 u. 47; 812, 4. 
1362. ö hi Te TTpoG^rici 811, 34. — 6 bfe TTpoG^ijci 812, 5. 
368. fXGij 812, 16 u. 34. 
373. ivUov 812, 19. 
375. Tiver' öbövTUüV 812, 20. 
t376. KixrJTrjV 812, 21; 703, 52. — tö bk „KixnTTjv" dx toö Kixn- 

cdxTiv cuYK€KOTTTai. Tivfec bk bxä bKpGÖYTOW Tfiv Tflc XdSeuüC 

TttUTiic fYpaipav TTapaXrJTOUcav KaTct tö ttoicittiv (also: 

„KJxeiTnv") 812, 61 f. Vergl. M 266. 
383. ixr]bi coi gegen d. Metr. 813, 9. 
1385. TT^ b" ouTUJC dm vfjac 813, 25. — irfi bf| dm geg. d. Metr. 

810, 31. 
397—99. Nicht nachweisbar. 814, 25. 
404. öv 814, 30 u. 32. 

408. bk a\ [so!] 815, 2. — b' a\ 813, 35. 

409. öcca 813,35; 815,2; 820,52. v|;iXoOTai tö „äcca" KaTci 
Touc TiaXaiouc 813, 36. 

413. KaTaXdHiü 814, 47. 

1416. (pXoicßoio gegen d. Metr. 814, 62. 

418. öccai TÄP 815, 7 u. 15. 

t419. dTpTlTÖpaci 815, 15. 

431. iTTTTÖbaiiOi 816, 2. 

1438. XPV^ciiJ Kai 817, 7. 

1439. Tcüxed Te 817, 8. 
445. ^e KttT' alcav 817, 34. 

448. „xeTpac d|LieTo" F| laäXXov „de d)Liac", f^fouv fmeTdpac 817, 
35. — de d^dc 819, 19. 

449. dTToXucojiev ^k |ieGai|LX€V 817, 36. 

451. dvTißiov 817, 36 u. 54. 

452. öXdccijc 817, 37. 

457. q)GeTTOjLxdvou 818, 3. — Ypciq)eTai ixkv „q)G€TTOMdvTi b' dpa 
ToO fe KdpT]". oöx *0|LiiipiKf| bi dcTiv f] q)pdcic* ou ^dp 
fcTi GtiXukuic f| mpr\ rrap' 'Ojiiyipiw 818, 4 ff. Dazu: „(pGet- 
TOjLidvou KdpTi . . ." f| Kttl dXXu)C „q)G€TTO|LAdVTl KdpTi . . .", 
Tiepl (Lv fi IXidc bnXoT 1929, 7 f. 
1461. X€ipi 818, 14 u. 36. — ei bk Tpd(p€Tai „X€pciv", . . . 818, 37, 

463. dmßuJCÖjLieGa [so!] 818, 16, vergl. 44. 
t466. cfiiid t' fGriKC 818, 17. — cf^jLia iQr\Ke 1613, 33. 

469. Vergl. 298. 

471. dbbriKÖTec 819, 2. 

Jahrb. f. oImb. PhUoL SnppL Bd. XX. 17 



258 ^^x Nenmann: 

473. TpiCTOixei 819, 3. 
481. f\ cu T€ 819, 27 u. 50. 

bl jLioi 819, 27 u. 50. 
1495. öv 823, 52. 

t501. bicppou voncaTO geg. d. Metr. 821, 8; 1922, 33 (dvöiicev). 
503. iva Ti KuvTepov fpbr) 821, 18 und 8 bf\ xai Kiivrepov fjv 

821, 31. Offenbar las er „Kiivrepov", nicht „Kuvrarov". 
505. uipöce [so!] deipac 821, 30. 
513. dTreßriCttTO 820, 60; 821, 2 u. 4. 

KÖipe 821, 11. 
531. Stand irf! cod. Eustathii. 822, 15. 

538. Kaxd cpp^va 822, 42 u. 62. 

539. ol äpiCTOi 822, 42 u. 62. 

542. behfji T€ [solj T^CTid^ovio 823, 2. — Ict^ov bk ÖTi tö „beSiQ 
t' i^cTrdZovTo" cuvKticiv fTiaGe X6yi|) TrpoKeqwiXou cxixou. 
€1 bk YpcwpcTai „beHi^ r^CTrdZovro", dtraGiic dcTiv ibc bdKTu- 

XOC Ö TTpUJTOC TTOUC TOU ^TTOUC 823, 5 ff. 

t544. eiTtfe [so!] ä-fe [so!], iL 823, 9. 

546. u)LiTv 823, 10. Also Ö)li|lxi, oder vielleicht auch cq)UJi. 

557. buüpricoiTO [so!], ^Treifi 823, 17. 

1571. lepöv gegen d. Metr. 824, 13. 

573. Te IW 824, 22. 

579. d(puccd|LX€VOi 824, 23. — d(pucd|i€VOi 824, 57. 

lAIAAOC A. 

2. cp^pri 825,39; 826, 22. 
8. rfi fcxaia 826, 48 u. 60. 
tl2. Kpabir) gegen d. Metr. 826, 62. 

16. dbucaio 827, 20 u. 21. 
tl7. TrpuiTOV gegen d. Metr. 827, 21 — Tiptüia 131, 14. 
t22. eic 827, 51. 

26. TTOTi gegen d. Metr. 827, 56. 
127. ipiciv 827, 58. — dv Ttu „fpiciv doiKÖxec" f| )Lifev dpxouca 
cuv^cTaXiai, f| bk |li€t' auTf|v beux^pa dKieivexai . . . rivfec 
jLx^VToi Tf|v irapaXrJTOucav toO „tpici" Gecei jLxaKpdv ttoioOci, 
biTrXdZ:ovT€c dvraOea tö c (also: „ipicciv") 828, 27 ff. 
38. in' aurqj 829, 7. 
40. „d)Li(picTe(p^ec", fJYouv Kaxd kukXov Ka)Li7rrö|i€vai, f\ „d|Licpi- 

CTp€(p^€c", ö dcTiv dXXfjXaic cufütTreTrXeYin^vai 829, 10 f. 
43. boOpa 829, 15 u. 33. — boöpe 1921, 13. 
144. auTÖcpiv 829, 16. — auTÄv 829, 18. 
161. TrpiüTOic fcpepev [so!] 830, 42 f 
TrdvTOce icriv 830, 45. 
62. oöXioc 830, 59; vergl. 514, 28. — Ol bfe tö „oöXiov" „aöXiov" 
Ypdq)ouciv, ö ^ciiv ?CTrepov 831, 9 f. 



EnstathioB als kriÜBche Qaelle für den Uiastext. 259 

68. dXaüvouciv 831, 47. 

69. KpiGÄv 831, 47. 

72. Tcac b" \JC^ivr| Ke(paXdc fxov 831,52; vergl. 832, 1 u. 4. 

Auch 935,18; 1124,34; vergl. 847,54; 911,54; 1181,43. 
76. iv ccpoiciv jLieTdpoic ^Kdenvio, ?v0a 832, 31; vergl. 35 u. 36. 
87. direi t' ^Kop^ccato 832, 54. 
92. eki bk oöc vuv dvaipei (Subject ist 'Atcim^|ixvujv) . . . Bir|vujp 

KOI Kxd. 833, 54 f. Also las er „Birjvopa", nicht „Bidvopa*'. 
94. dvTioc 833, 31. 

103. dövrac 834, 5; vergl. 14. — elv iv\ biq)piw dövie, woran 
gleich die zweite Hälfte von Vers 102: vöGov Kai Tv/jciov 
S)Liq)UJ angeschlossen wird. 502, 28 f. 

104. oöc ttot' 834, 14. 
128. (puTOV 835, 30. 

132. 'AvTl^dxolo böjLioic 835, 32. — tö bk „TroXXd b' iv *AvTi- 
judxoio böjLxoic Kei|LiriXia KeTiai" Ypa^^Tai Kai „TioXXd b* iv 
dcpveioö Ttaxpöc KeijLxrjXia KCixai" 836, 26 f. 
139. TTOTe dv 835, 40. 
146. TMrjHac 835, 45. 

156. q)dp€i 837, 10. — tö bk „öv€)lioc q)dpei" TPa^^Tai Kai 
„öve)Lioc cTp€q)ei". Kai dcxiv fi Tpaq)f|!auTTi 7Tpocq)uecTdpa 
Tqj „eiXucpöuüv" 838, 1 f. 
tl62. fvixeccx [so!] ttoXu cpiXTcpoi f| dXöxoiciv 837, 18 f.; vergl. 
838, 27. — olujvoTc [so!] cpiXTepoi ^fe T^vaiHi [so!] 855, 37. 
168. TTÖXeuüc 838, 30. 
tl69. b" d7raXdcc€T0 838, 37. — iraXdcceTO 838, 50. 
178. b' dcpeßovTO 838, 38. — bk cpeßovTO 838, 43. 
tl79. TToXXoi bk TrpnveTc xe Kai ötttioi fKTrecov 838, 38. — ttoXXoi 
ftrecov [so!] rrpriveTc le Kai ötttioi 643, 53. 
184. ?X€i CT€pOTrr|V 839, 10. Also las er „bfe CTepOTrrjv", nicht 
„b' dcTepoTTrjv". 
•■219. dvTiov 839, 61. — dvTioc 845, 54. 
•-229. fi bk TTepKiJüTTTi aÖTti dtepa dcTi Tiapd xfiv bid toO t, ujc 
dXXaxoO KeiTai, YPCtq)0)Lidviiv TTepKUiTiiv (B 835; 548) 
840, 47; vergl. 14. Mithin las er „dv TTepKUiTrr)", nicht „TTep- 

KlWIlj". 

239. Xic 841, 1. - TÖ bk „Xic" Kaxd |Lifev 'Apicxapxov, die (paciv 
ol Ttepi *A7Tiujva Kai 'Hpöbiwpov, öHOvexai, cuveHojLxoioujLxevov 

TIU XapaKTTlpi TOÖ KIC KlÖC* fxi bk Kai TtD TIC Kai 0ic Kai pic, 

ei Kai biaq)6pajc toöto KXiveiai irpöc tö „Xic". 6 Alcxpiuiv 
b^, q)aci, irepiCTrqi bid tö Kai Tf|V alTiaTiKfjV TrepiCTidcGai . . . 
(d. i. „XTc")- dXX' f| Trapdbocic, q)aci, tuj 'ApiCTdpxiu Ttei- 
GeTai 841, 23 ff. Dazu TtepiCTTUJCi Tivec dKeivo (näml. Xic == 
Xeujv) TTpöc biacpopdv (also „XTc") 1713, 27. Vergl. Vers 480. 

t252. „fvepee", Kord bi Tivac, „ÖTrepGev" 842, 20. 

t254. ^iTnce b' dp' fTieiTa 842, 20. 

17* 



260 Max Neamann: 

257. fcTi bk „ÖTtaipoc" 6 öjLiÖTraTpoc . . . ei bfe djcpeiXev oötu) 
bacOvecGai fj fipxouca dx toö 6fio0, dXXd v|;iXoOTai äXXuic . . . 
oÖTUüc 'AiTiujv KQi 'Hpöbujpoc 843, 8 ff. 

263. ?buv boixov 842, 32. 

270. TÖ bk „jLiOTOCTÖKOi €lXeiGuiai" TrapoEüverai 6|ioiu)C tiu irpui- 
TOTÖKOi YuvaiKec djc dv^pTCiav bT]Xoöv xf^v Kaxd tujv tiktou- 
cOüv. TCi ydp ToiaÖTa t&v cuv9^tu)v, ujc cpacxv o\ TtaXaoi, 
dv^PYCiav ÖTricxvoü)Li€va TTapoHiJVOvrai, el |Lif| Kavibv äXXoc 
KiüXuei, x^f\c ToO iTTTTÖbaiLioi KT^. 843, 55 ff. 

290. UTt^piepov 844, 55. 

305. CTuq)€XiHei 845, 55 n. 59. — CTuq)€Xi2€i 845, 51. 
t306. dpYecTdo 845, 55. — tö bk „dpTecxao" el M^v icri KÜpiov 
dv^lLiou, Trpo7TapoHuv€Tai, ibc tö 'Arpeibao . . . (d. i. „*ApT^- 
ciao")* el bk dTriGeiov Nötou dcTi, TTpoTrepiaräTai . . . 
TrapacTi)LieioövTai bk o\ TiaXaiol, ibc oö buvaxai Ttap* 'Ojuripui 
TÖ dpT^CTTic dv^iLiou Kupiov elvai . . . 845, 61 f. Vergl. 
<t>334. 

309. Xa&v 845, 56. — dvbpujv 846, 28. 

315. ai K€V ?Xri vfiac 846, 40. 

319. ßouXeTai 846, 60; 847, 14 u. 15. 

330. o\)bk [so!] iovc 847, 43. 

339. ou Tdp Ol 847, 65. 

345. ßiTTlce 848, 11. — tö „IbiLv ^lynce" tpdcpovr^c Tivec „Ibibv 
ivÖTic^" (paciv KT^. 848, 23. 

348. CT^o)Li€V 848, 12 u. 41. 
1367. 8v Sv Kixeiu) gegen d. Metr. 849, 40. 

368. ^HevdpiHe 848, 8. 

381. „öX^cai" [so!] f\ ^aXXov „^X^cGai" 850, 11. — tö bk JUXl- 
cGai [so!] Gu)Liöv" f| dvTi toO drcXwc dxßaXeTv . . . f^ . . . el 
bk Tpdq)eTai „dx Gujliöv öX^ccai", . . . 850, 51 ff. 

385. K^pa dfXae 851, 2; 39; 41 u. 45. — K^p' dyXa^ gegen d. 
Metr. 401,41; 1340,36. 

TrapGevoTTiTra 851, 2 u. sonst. — ?Tepoi bk „TrapGevorria" 
Ypdq)ouciv, 6 dcTi irapG^voic doiKÜJC Tfjv öipiv . . . 851, 56 f. 
t392. TT^XeTtti 851, 9. — TT^TCTai [so!] 852, 35. 
aTvpa 851, 9; 852, 35. 

393. ixkv djLxcpibpucpoi 851, 10. 

397. öHu f| düKii 852, 43. 

398. elXKev [so!] 852, 45 u. 47. 
402. 7Tap^)ii|Lxve 852, 47. 

411. ?ujc 852,57. 

417. djLxq)i t' diccovTai gegen d. Metr. 853, 21; 854, 10. 

1431. 'iTTTracibrici 854, 31. — 'iTTTiacibaici 924, 13. 

1438. |LiixGr|)ievai 854, 35. — )iiTfivai gegen d. Metr. 812, 13. 

439. ßdXoc 854, 36. 

442. ixlv p' d|ie 854, 37. 



JM 



EiistathioB als kritische Quelle für den Iliastext. 261 

443. druiv gegen d. Metr. 854, 38. 

454. uijüiTiCTai 854, 43; 855, 36. — xö bfe „uj|LiTiCTai" 6 ^kv Tupav- 
viujv dßdpuvev (d. i. „uj|LifiCTai") ibc ciivGerov dK xoö iLjüid 
dcGieiv, 'Apicxapxoc be öHuvei Kavövi toioutiu. toi elc cxffc 
TijJ f TrapaXriTÖiLieva kt^. 855, 38 f. 

455. direi k€ 854, 44. 

KTepioöci )Li€ 854, 44. 
457. elXKC 854, 56; 855, 46. 
459. dTrei ibov 855, 60. 
466. iKCTO (pujvri 856, 19. 
470. ivx Tpuiecciv f| iLierd Tpuiecci 856, 21. 
t480. Xiv 856, 32. — xö bfe „Xiv" oi )li6V irepi 'Apicxapxov öHü- 
vouciv. ibc Ktti xfjv öp0r|V (d. i. „Xiv"). f[hr] foip bebrjXujxai 
öxi xö „Xic" dbHuvexo irap' auxoic (vergl. Vers 239). exepoi 
bk TrepiCTTUJCi, KavoviZovxec . . , xivfec be dxöX|LiTicav dvxaOBa 
xö „Xiv" bicuXXdßuJC eiireTv (d. i. „Xiv* rJTCXTc"), XcTOVxec 
6x1 xö irXfipec „Xivd" dcxi AujpiKiuc . . . 857, 38 ff. Vergl. 
Vers 239. 
t483. ?7rovxo gegen d. Metr. 856, 34. — „d)Liq)' *Obuccfia [so!] 
Tpiuec ?Trov" f^-fow d)Liq)€i7rov dKcTvov 857, 19 f.; vergl. 
859, 3 u. 4. 
495. dqpucxexöv 858, 22. — xö bk „dqpucfexöv" Tupavviujv )li€V 
ßapuvei ibc xö dxpuTCxoc (d. i. „dqpucTCTOv"), 'Apicxapxoc 
bk ögüvei übe xö Nairexöc 858, 59 f. 
499. ivQa jidXicxa 859, 8. 
-502. auxöc M^v 859, 10. 
••508. TTV^ovxec gegen d. Metr. 859, 23 u. 25. 
••515. dKxdjiveiv 859, 34. — dKxe'iLiveiv 859, 54. 

x' f\ma 859, 34. — xö bk „TJTria" . . . ipiXoöxai, ibc Kai 
f| cuvaXoiqpf) briXoi xö „diri x' f\iiia qpdpiLiaKa" . . . ei be xic 
(piXoveiKOiTi Tpa^P^v „em 0' fiiria", iva bacuvij xö fJTrioc, 
Tcxiü TTpöc xfjv Tiliv TraXaiüüv dvxifpd^uiv dKpißeiav diro- 
|Liaxö|üievoc . . . 859, 56 ff. 
519. jidcxiHe [so!] b' dXdav 860, 16 u. 22. 
1532. o\ be 860, 41. 
539. boupöc 860, 60. 
543. Fehlt im cod. Eustathii. 861, 22. 
t545. ÖTTicGe gegen, d. Metr. 861, 33. — ömGe 861, 61. Dazu: 
bixct bfe xoö ciTiLia KdvxaöBa ibc Kai iv aXXoic xö „öiriBe" 
ebenda. 
553. dvxioi 861, 38. 

557. Ttepi Tdp bie vriuciv 861, 39. Vergl. I 433. 
562. CTTOub^ X* dHnXacav [so!] 861, 53. 
568. qpeüteiv f\ qpeuTUJV 863, 6. 
1573. XeuKÖv 863, 14 u. 27. — el bk TP<iq>eTai „xpöa x^^köv 
diraupeiv", Kxi 863, 32. 



Jl 

262 ^^1^ Nenmann: 

t583. „eiXKCTo" dvTi tou „cIXkcv", oiov „auxiKa t6£ov cäkct' dtr* 

eupuTTiiXili" ... 864, 22. 
1597. NnXniai 864, 60. — NnXnioi 483,31. Vergl. NecTopoc iinrouc 
„NriXiiiouc" ?9Ti (näml. 6 7roiTiTf|c) . . . 865, 5. 
600. eicxriKei 865, 17. 

606. Ti W T€ [so!] xpetb ^)Lieio 865, 48. Soll offenbar heifsen „xi 
U ce". 
t614. auxdp gegen d. Metr. 866, 8. 
619. nkv direßricav gegen d. Metr. 866, 13. 
621. Ol bk [so!] ibpuj 866, 15. 
1622. cxdv X€ 866, 15. — cxdvxe 866, 18. 

TTVorjV gegen d. Metr. 866, 16 u. 18. 
625. 8x€ Trdpcev 866, 42. 
629. in" aöxQ 867, 9. 
631. lepoO ÄKxriv 867, 10. — o\ )Lifev „dXqpixou Upoö" Tpaqpouciv 

„ÄKXfjV", 0\ hk „UpOV ÄKXflv" 'AXXIKÄC KttG' 6|Lioiöxiixa xou 

„kXuxöc 'iTTTTobdiLieia" (B 742) Kxi 868, 29 f. 

635. buo gegen d. Metr. 867, 12; 869, 4. 

ÖTTÖ 7ruO|Li^V€C 867, 12. — "OfiTipöc qpTici „büo [so!] b* 
UTTÖ 7ru0|Li^V€c fjcttv", iva Xepj iv bucl jLi^peci Xö^ou 8xi 
UTTÖ xiu cuvOexiu TTOXTipiqj buo fjcav TruGjüi^vec, 6 q)uc€i xai 
6 TTpöcOexoc. Ktti |Lif)V fiXXoi ibc tv jn^poc Xötou xö „liiro- 
Tru0|Lidv€c" dvaTivtüCKOuci, X^tovxec öxi „büo treXeidbcc 

UTTOTTUOlLl^Vec", Ö dCXlV UTTÖ XÖV TWQ\xiva, „fjcav", xö TTOXlfi- 

piov uTravexoucai. ?bei bfe kiwc dv xfi xoiaiixij dvatviöcci 
TTpOTrapoHuvecOai bid xfjv ciivOeciv xö „uiroTruGiLievec", die 
xö dpiaiixevec, el Kai dXXujc TrdXiv i\ aihrf| ^vvoia dv bud 
XÖYOu |Lidp6ci cuüZexai, \va XdtiJ, öxi buo Trepicxepal „öirö 
7ru0|Lidv€c' fjcav", tJtouv Tru0|Lidv€Civ, dKÖXißoiidvou xoO T xf)c 
boxiKfjc . . . Icxdov bfe 8x1 'AOrjvaioc xf)v Tiepi xf^c bi7nj9fi€- 
voc KuXiKOC fvvoiav ouxuj qppd^ei . . . oi b^ trepi *Apicrapxov 
auxö xö TTOxrjpiov üJ ixlfa elvai (paciv . . . bebmXacji^vov 
Tdp fjv, qpaci, xö iroxtipiov Kai oiovei dK buo oivGexov Kai 
bid xouxo buo Tru9|Lidvac ?xov Kai iDxa xdccapa 869, 4 ff. 

636. fiXXoc 867, 13; 1319, 44. — dv hk xtp „fiXXoc \iiv ^Ofim 
dTTOKivrjcacKe" Kai dHfic, ol iifev xf)v xou Tioxiipiou öXxfjv 
aixiujvxai Kai xö xfic uXtic ßdpoc auxfjc KaG* aöxf|v . . . 
xivk bfe elTTÖvxec „dXX' öc infev", fJTOuv ouxoc 6 Maxduiv, 
„IHOTUJV dTTCKivei xö bdirac" Kai ouxuj Kaivoxo|Lirjc<^vx€C ifiv 
Tpaq)f|V ou boKOuciv dirobcKxdoi Kxd. 870, 31 ff. 

639. Kvn 867, 16; 871, 62; 1575, 55. — „Kvn" ... 8 irep 8x1 
xivfec xuiv 'Apicxapxeiujv dKböceujv „Kvde xupöv" X^touci 
Kaxd bidXuciv xou „Kvfi", 6 'AXeHavbpeüc ^HpaKXeibiic (piidv 
Kxi 872, 18 f. Dazu: Xdrei 6 auxöc (näml. 'HpaKXcibric)... 
„Kvde xupöv" . » . eic xö fjxa cuvaipeGtv, olov „Kvf^ rupdv" bf 
*IXidbi 1892, 37. 



ösXÄil 



EastatbioB als kritische Quelle für den Iliastezf. 263 

640. KVricTi 867, 16; 871, 62; 872, 1. — Tivtc bk mx bid bicpOönou 
TpÄqpouciv iK ToO kvtictic Kvrjcxeuüc 'Attikujc . . . (d. i. „Kvrj- 
CT€i") 872, 1 f. 
t653. €Ö bk c\) olcOa 873, 6, vergl. 22. — oicGa Kai auröc 1007,30. 
t654. K€V Ktti 873, 6. — Kai k€V 1886, 20. 
t656. Ti TTOTC Oüb' 873, 39; vergl. 876, 34 u. 37. 
1657. ßeX^ecci 873, 40; 876, 41. 
662. Fehlt im cod. Eustathii. 873, 42. 
670. ßiTi T€ 873, 53; 877, 22; 885, 33; 1767, 62. 
672. ßonXacir) 873, 56. 
t679. cußöcia 873, 61; 874, 2 u. 3; 877, 46. Dazu: tö „cußöcia" 
dKxeivei bia iLi^xpov xfjv TrapaXrJTOucav, iva baKTuXicBrj 6 
Tpißpaxuc TTOIJC ... 874, 9. Andre lasen „cußöceia". 
682. 6 N^CTUJp X6T€i Kai übe „t& iikv n^acd|Li€C0a" . . . 874, 10 f. 
Eust. las wohl „Kai xd indv", nicht „fi)c xd ^^v". 

685. bfe XiTaivov 874, 13. 

686. XP^oc ujqpeiXexo [so!] gegen d. Metr. 874, 16. — öq)€iX€XO 
878, 44 u. 48. 

1688. XpeToc öqpeXXov 874, 19; 878, 44. — XPtioc öcpeiXov 
878,-47. 

691. ?Kxa0€V f| ^Kxavev 874, 24; 879, 26. 
t692. d|Li\j|üiov€C 874, 24. 

707. Upd gegen d. Metr. 874, 60; 880, 16. Vergl. K 571. 

709. Traccubiq 874, 61; 880, 18. Vergl. Vers 725. 

1724. inli^peev 875, 11; 880, 62; 881, 2 u. 4; vergl. 1704, 36. — 
iixifipeov 881, 3. 

1725. Traccubii;) 875, 11. — iracubiTi [so!] 880, 19. Dazu: Sxi bi 
xiv€c dv buci cc Ypa^pouci xd „Traccubiij", Kai irpö öXitujv 
dbnXuüen 880, 20. Gemeint ist folgende Stelle: ouk dOdXei 
Trpö cu|Li(pu)Vou Kei|Li€Vov bmXoucOai xö c, dXXd irpö qpujvri- 
€Vxoc, ibc briXci xö cuccixoc Kai cuccu)|lioc, Kaxd bi xivac 
Kai xö „Traccubiij" . . . 880, 10 f. Vergl. Vers 709 u. B 12. 

1726. ^vbeioi gegen d. Metr. 875, 11. — €vbioi 881, 6; 1463, 2. 
733. dcxu biaTTpaG^eiv 875, 20. 

754. bi' dcTTibeoc 876, 41. — dv bfe xtu „bi* dcmbdoc Trebioio" 
f\ dcTTibfec xpicuXXdßuic voTixdov Trebiov xö Trepicpepfec biKTiv 
dcTTiboc Tidvxoce Ictic, f\ cmbkc Kaxd xivac bicuXXdßuic (d. i. 
„bid CTTibdoc") xö dKX€xa|Lidvov Kai TrXaxii . . . iräv TrXaxu 
Trebiov . . . Kaxd xfjv xoö „dcmbeoc" Tpctqpriv irepicpepfec elvai 
boKcT . . . cuvTiTOpeT bfe xf) xoö „ciribdoc" TPO^PQ Kai xö irap * 
AkxüXiu CTtibiov Trebiov, 8 dcxi jüiaKpöv Kaxd xouc TraXaioiic 
882, 54 ff. 

757. 'AXnciou 875, 42; 883, 9 u. 10. — 'AXeiciou 304, 32 in 
einem aus Strabo entnommenen Citat. Dazu: f) bk TP^^^ 
xfic TrpOTrapaXriTOucric xoO „'AXriciou" bicpopeixai. 6 ^kv 
Tdp xd dGviKd fpOM^cic Kaxd cxoixcTov bid xoö f\ olbev 



264 ^äx Neumann: 

auTriv 6 be druinoXÖTOC bid.bi906TTOu, dirö toö äXeu), 

9T1CI, TÖ dXrieuj 883, 7 ff. Vergl. B 617. 
1758. dTrexpaTre 875, 43. — dTreTpeirev 880, 39. 
762. ?nv Te 875, 47; 883, 17 u. 23; 401, 19. 
767. „vOüi bt" [so!], fjTOUV fiineic, „fvbov" 875, 50. 
770. TTOuXußÖTCipav f\ KaXXiTuvaiKa 875, 52. — TrouXußöreipav 

883, 44. 
773. iLiTipi' ^KTie 875, 53; 1069, 54. 
779. T€ Trap^GriKev gegen d. Metr. 875, 58. 

781. TÖ bk „KcXeuuJV u|li|li' fi|Li|Liiv ?7r€C0ai" ckXtipöv den Kai jx) 
qppdcei Kai t^ cuvaXoiqp^ 884, 9 f. 

782. Ol b* d|Li(puj gegen d. Metr. 875, 58. 
785. coi bfe [so!] 6 Traxfip iniieWe 875, 59. 

788. f\h" UTroOdcBai fj ^b* diraKOUcai 875, 60. — UTroG^cGai 884, 36. 
1792. olbev el o\ gegen d. Metr. 875, 62. 
797. ai K^v Ti qpöujc AavaoTci f^voicGe f| T^vriai 876, 2. — ai 
Kcv Ti qpöuüc 884, 57 u. qpöujc f^VTiai 884, 56. Vergl. im 
übrigen 282. 

799. iCKOVrec 876, 3. 

f 802. KCKiHTiüüTac gegen d. Metr. 876, 4. — K€K|LiT]6Tac 885, 6. 

f 808. Texeuxaxo gegen d. Metr. 885, 45. 

t813. Te M6V 885, 50; 886, 1. -- f€, pif\v gegen d. Metr. 883, 19, 

827. aidv 886, 43. 

1828. vna M^aivav 886, 57. — vfiac 886, 18. Sollte dahinter 
die Lesart des cod. D „dm vfiac *AxaiuJv" zu suchen sein? 

1838. TTÄc dp 887, 9 u. 17; 883, 17. — ttujc t* dp 887, 15. 

lAIAAOC M. 

f 1. kXiciij gegen d. Metr. 1041, 25. 
2. b' dindxovTO 888, 23. 

11. „fTrXcv", 8 dcTiv fireXe 889, 12; vergl. 34. 

14. bk XiTTOvro 889, 13 u. 37. 

20. Kdpncöc T€ 889, 16. — töv bk „Kdpncov" . . . öHutövuic 
TTpocpdpouciv oi KuCiKTivoi • dKoXouGujc bi, cpaci, xoic Ku^ikt)- 
voic Tpdqpei Kai 6 Tupavviujv (also „Kapncöc"). ou irdvriuc 
bk dTriKpaxei fi xiÄv dGviuv XP^lcic. qpdpexai xdp Kavuiv xovi- 
KÖc xoioOxoc* xd 6ic cöc ... xö „Kdpricoc", \ii\ biccöv 
fxov xö c, dHTiXXdTn Kaxd 'Apicxapxov, el Kai 6 Tupawiuiv 
QU ßoiiXexai 890, 2 ff. 

25. dvyniaap b* de 889, 18. — xö bk „dvvniiidp" xivec bi' ivöc 
Tpd90uci vü Kai bacuvouciv (d. i. „Sv fjinap"), div Kai 6 
MaXXi£)XTic KpdxTic kxlv, f\fovv dirö MaXXoO ttöXcujc, die 
dxoTTOV öv, (pnciv, "eXXrivac pikv xö xeixoc fifi^pqi fii^ 
Kxicai, djc Ttpo icxöpT]xai , 'ATröXXujva bk Kai TToceibdiya Kcd 



£u8tathio8 als kritische Qaelle für den lliastext. 265 

Aia bi* ivvia fiiiiepujv dqpavicai aöro. dvarp^Trovrai bfe 
UTTÖ Tuiv TiaXaiiuv TToXXaxOLJC o\ outuj YpOM'ciVTec 890, 34 ff. 

26. cuvex^c 889, 18. 

33. lev 889, 22. — iv hl Ttu „öttou [so!] lev KaXXißßoov öbujp" 

TÖ |Lltv ubUJp . . ., TÖ bk „l€V" f\ ipiXoCxai (d. i. „l€V") KCl- 

|Li€Vov dvTi ToO dTTOpe\J€To öbujp, ^K ToO !ov . . . i] bacuvö- 
|Li€Vov dvTi Toö ?7r€|Li7rov Ol TTOxaiLioi voeirai. kt^. 891, 12ff. 

35. jüidxTl ^voTrri T€ 891, 16; 898, 39 f.; vergl. 179, 45. — xö bfe 
„ILidxTi beb^ei Ttepl xeTxoc" . . . ctijüieiuüxdov . . . ei Kai buvaxai 
Kaxd boxiKfjv TTXüüciv pTi9f\vai öxi bebqei xö xeTxoc xtj inaxn 
Kai xf) ivomji (d. i. „)idxr] ivoni} xe"), dXX* ouk dp^cKei öXuiC 
xoöxo xoic TtaXaioic 891, 20 ff. 

38. depTli^voi fi deXiLi^voi 891, 24 u. 29. — depTM^voi 891, 27; 
864, 10. 

kxavöuüvxo 891, 24; 27 u. 29. — icxavöujvxai 864, 10. 

44. dvxioi f\ dvxiov 891, 42. — dvxiov 1870, 11. Vergl. P 662. 

46. dTnvopiTi 891, 45. 

48. iGucei 891, 48. 

49. dXicc€0' ^xaipouc 891, 49. — xö bi „dXiccexo" d|Li(peßXr|en. 
xivfec iLifev fdp ^bdcuvav (d. i. „^XicceO*"), vooövxec dvxi 
xoO €iXicc6xo, dcxpdqpexo, xivfec bk dipiXujcav ibc im irapa- 
KXriceujc 892, 24 ff. Vergl. A 15; 71. 

50. biaßaiveiv 891, 49; 892, 26. 

52. „X^iXe'i" f| bicuXXdßujc „x^iXei, kxaöxec", Kai fiXXiwc bt, 

„XeiXei dqpecxaöxec" 892, 26. 
56. dprjpei 892, 35; 894, 59. 
58. iiioov f\ Wxpoxov 892, 37. 
62. „dXaüvo|ii€v ujK^ac Inirouc" f\ Kaxd xivac, ou in^vxoi KaXiuc, 

„dXauvexe iniwvuxac ittttouc" 892, 56. 

67. Tdp br\ 892, 63. 

68. ßoüXex* dprJTeiv 892, 64. — „Tpi£)€cci ßouXexo viktiv" f| 
jüidXicxa „Tpu)€cci bk ßoüXex' dprJTeiv" 893, 6 f. 

70. vuivu|Liouc f\ vuJvu|Livouc 892, 65 f. Dazu: „vu)VU|lioi" bk eixe 

„vu)VU|Livoi" 893, 7. Vergl. N 227. 
75. ifib 893, 28; 
180. fibe 893, 30. Dazu: xö bk „fibev" . . . ipiXoOxai Ttapd ttoXXoTc 
893, 45 f. — &b€ 1121, 55. Dazu: bacuvei bk 6 auxöc 
(näml. 'Apicxapxoc) Kai xö „dbe b* "GKXOpi inöOoc dTrrjiLiujv" 
539, 3. Vergl. N 748. 
90. xeixoc ^TiHd|Li€Voi [ko(Xijc ist ausgefallen] dm VTiuci |iidxec0ai 

893, 53. 
106. ou Tdp fqpavxo 894, 62. 
131. „Ol", q)Tici, „TTpoirdpoiGe" 895, 69. So las er wohl „oK" si „xiii". 

TTuXduJV 895, 60. 
135. „dpa xoi", fj-TOuv ouxoi 895, 61. 
tl40. 'AKdjiaVTa 895, 29; vergl. 896, 16. 



266 Max Neumann: 

142. ujpvuov 896, 21. 

d|Liuvac0ai 896, 21. 
1 143. ^7161 bfe TpÄac dvÖTicav direccuiLicvouc xij/ xeixei 896, 22. Also 
war seine Lesart wohl „reixei d7reccu|Li^vouc", nicht „reixoc". 

144. auTOtp gegen d. Metr. 896, 22. 

150. dK 0u|Liöv ^XriTtti 896, 31. — ättö 0u|liöv 896, 36. 

157. öHuvexai bk 6 „Zarjc" ... iL XÖTip Kai 6 (piXoipeu^c kt^. 
897, 12 f. Dazu: irepiCTrqi tö „Cafiv" (|li 313) 'Apicxapxoc, 
ibc xö '€p|Lif]v . . . cIköc bk auxöv Kai xf|v euGeiav Tciuc 
TrepiCTtav (also „Zanc") Kaxd xö 'Gpiific kx^. 1723, 37 ff. 

161. ßaXX6|Lievai 897, 15. 

168. TTOiricGVxai 897, 47; 1058, 66. 

171. „Ol Te", fJTOuv oijxoi 897, 48. 

201. \)\\fmi'ir\c 899, 31. — xö bk „uipm^XTic" ßapuvexai Kaxä 
'Apicxapxov TTpöc biacxoXfjv xoö uipiTrexric, 8 br]Ko\ xöv ii 
uipouc Trecövxo. oi bk. TrepiCTruJVxec auxö (d. i. „ui|ii7r€xf)c") 
dK xoö uipiTrexrieic ibc xi|Lir|eic xiinfic AIoXiküüc . . . TriGavdic 
)Litv TTOioOciv, diriKpaxei bk 8|liuüc fi xoO 'Apicxdpxou TPOKpri 
899, 54 ff. Dazu: xd infev ydp ^k xoO TrdxecGai Tivöjieva 
ßapuvovxai, olov „dexöc [so!] uipiTrexric" 1520, 60 f. 

208. öcpiv 899, 35; 900, 7; 1012, 35 (ibc [so! statt öttujc] töov 
aioXov öqpiv); 1114, 43; 1357, 21. — fiXXoi bk „ötrcpiv" 
|LiexdTpai|iav, ola ÖKVoOvxec biirXdcai xö qp bid xö oux 
'GXXtiviköv xfic Tpaqpnc . . . 900, 12 ff. Dazu: o\ Gepaixeü- 
ovxec xöv TTu^ßixiciaöv xoö „Tpuiec b' dß^iYncav, Stiijüc tbov 
aiöXov öqpiv^^ Kai dvaibecdjLievoi bmXdcai xö bacu 9 ouk 
dxöX|LiTicav oöxuj TrpoaTaTeiv xf|v 'GXXriviKfiv XdHiv, dXXd 
„ÖTrqpiv" fTpOM^ctv 1577, 53 ff. x^ bfe TPO^P^ toö dvuix^pui 

CTl|Ll€lU)GdVXOC CKUTTCpOU |Ll6Xd XOÖ TT CUVGCxdoV clc |lV€iaV 

Kai xöv TP^i^ctvxa „aiöXov ÖTrqpiv" bid xoö W Kai 9 dv t§ 

iXidbi 1775, 36 f. 
1211. dei |Lidv Trübe |lioi 900, 55. — dv xuj „dei indv ttiüc |lioi iizx- 

TtXricceic" el juiev dTKXivexai xö ttüöc, dirieiKÜüC dfi^dGiT €l bk 

TrepiCTtäxai (d. i. „dei |Litv ttujc"), Gau^acxiKoic ^x^i 901, 1 f. 
1 213. dTOp€ud|Li€V 900, 56. — dropeueiv 913, 47; 847, 42; 1119, 2. 
215. fipicxov fi fipicxa 900, 59. Vergl. N 735. 

218. MXGe 899, 43; 900, 60 u. 62; 901, 34; 902, 5. 

219. Stand im cod. Eustathii. 899, 43. 
•224. etHouci 899,45. 

••243. d|LiuvacGai 902, 19. — dfiuvecGai 1026, 35; 1099, 49. 
249. dTTOCXpdipeic 902, 30. 
251. Ol b' 902, 38. 
t258. Kai fpemov 903, 2. — KaxripeiTrov? geg. d. Metr. 1066,22. 
266. qpoixriXTiv 904, 8. — xö bk „qpoixrjxriv" dvaXÖTUüc ixkv koivö- 
xepov bid xoö f\ ?X€i Tf|V TrapaXrJTOucav ibc dK xoö (ponäw 
qpoixuj* €1 bk Kaxd xiva t»"V dvxiTpdqpuJV öid biq|>GÖYTOV 



Enstathios als kritische Quelle ftlr den üiastext. 267 

Tpaqpexai „q)oiTeiTT]v" ibc tö KOineiTiiv, Ctittit^ov kt^. 904, 27 ff. 
Vergl. K 376. 

1273. TTOTi 904, 25. 

ÄKOiiiDV 904, 25. 

1278. TTiTTTOuci 904, 51. 

1281. KOi|Liricac 904, 52; 905, 4 u. 7. — Tivct jn^vroi xaiv dvii- 
Tpaqpujv ÄKoXouBcüc xiu koivijj Kai ucxepoTevei „KOifiiccac" 
^Xouci bid ToO T iv feuci ciYiLiaciv ibc dx toO KOi|aiZu) 905, 6 f. 
283. XuJTeOvra 904, 53; 905, 16 u. 21. — (paci bk o\ iraXaioi 
ibc 'Apicrapxoc in^v „irebia" YP^qpei „XujToOvra", ö den 
XuiTÖevxa Kaxd Kpäciv KOivfjV toö e Kai ö eic Tr\v oö bi- 
cpGoTTOv, f] bfe MaccaXiuiTiKfj ?Kbocic „XujTeOvra", KpaGdvxoc 
ToO € Kai ö €ic Tf|V €ü bicpGoTTOV 905, 16 ff. 

286. eiXOxai fj elXiiarai 904, 54. — „fiXXa re TrdvTa elXOrai" . . . 
dK ToO „elXuaxai" Kaxd Kpdciv biö Kai irpoTrepiCTraTai 905, 25. 

diTißpicei 904, 54; 905, 26 u. 37. 

287. d|Li(poTdpu)0€ f| d)Li(poTdpujC€ 904, 54. — dinqpoTdpujOe 904, 55. 
295. dHnXarov 905, 49. — xö hk „dHnXaxov" oi ^kv dbdcuvav 

bid xöv SH dpiGjüiöv, iva briXoi xf|V d5a0dXu|Livov ... 6 ludvxoi 
NiKdvuüp, qpadv, dipiXuJcev (d. i. „dH/jXaxov") ibc ?xo^cav 
ßuüGev fXac|Lia xo^'^oO ßupcaic d7riK€i|Li€V0V, 8 Kai '0|Liripip 
dp^cKCiv q)aiv€xai, dxu)LioXoTiKUJC dTraTafövxi xö „f^v dpa 
XaXKCuc fjXacev" Kxd. 905, 60 ff. 

297. xpwceiaic 905, 50. 

303. boupaci 906, 9. — xö bk „boüpaci" „boupecci" TpAqpouciv 
o\ dKpißdcxepoi . . . 906, 18 f. 

305. ö T€ f| 906, 10. 
t310. XITT906, 25. — xö bfe „xifj" dvxi xoO bid xi öHuvouci |li6v 
o\ ucxepov . . ., o\ bfe iraXaioi ßapuvouci 7rapo5uvovx€C (d. i. 
„xin") 907, 15 f. Vergl. Z 145. 

311. X€ Ibd 906, 25. 

318. dKXeieic 906, 27; 907, 50. — ou inövov bfe bid biqpGÖTTOu 
Trapd xoic iraXaioic fi irapaXti'fouca xoO „dKXeieic" ttXc- 
ovac|LH|i xoö T, dXXd Kai bid xoö f] Kaxd xpoTrfiv xoO e xoö 
dv xtfi dKXeeic (d. i. „dKXrieic"), ibc iroXXd xüüv dKpißüüV 
dvxiTpdqpiüv fx^i 907, 52 ff. 

322. qpuTÖvxec 906, 31. 

330. fiTOVxe 908, 21. 
1334. d|Liuvij 908, 50. 
1338. duxrj 909, 13. — ßo/j gegen d. Metr. 829, 25. 

340. „Trdcac Tdp dTiijjxexo", 6 kxuttoc bTiXabfj, f\ „dTrijixaxo", 
fJTOuv d7T67rop€\jGTicav oi Tpüüec* f\ jüiäXXov „dTiijjxaxo", ö 
dcxi bi' öxdujv fjxoi juioxXüüV i^ccpaXicavxo KXeicavxec ol 
'Axaioi . . . Icxdov bk 8xi xö „dirijixaTo" oiinaivci TTOxfe dv 
dXXoic Kai xö dveiüYjüidvai flcav, dirö xoO ipKXO, die xdxuKXO 
xexeuxaxo 'Iuüvikoic, cpaci, Kai *Axxikwc . . . 909, 14 ff. 



268 Mfix Neumann: 

1841. eiceXe^iv gegen d. Metr. 909, 16; 900, 39; 902, 46. 

1343. aT€ bi€ 0oa)Ta, GecüV ATavie KOiXecov [so!] 908, 39. Mithin 
las Eust. sicher „Aiavxe" statt „ATavra" (die nämliche Les- 
art mufs er auch im Vers 342 gehabt haben) und vielleicht 
auch am Anfang des Verses „dXX' äte" statt „fpx€o". 

1344. „ö TOip", nTOUv TOUTO, „öx' äpiCTOv" 909, 19. 
1347. TcXeGouciv dvd 909, 20. 

348. Ktti K€i0i 909, 21. 

353. TÖ „CTTi b* Sp €71* Aidvrecci Kiuiv" ö {)r\Qe\c 0ou)ttic, koivö- 
T€pov ixex TfjV im irpöGeciv boTiKq cuvrexaTiLievriv eire 

|Ll€Td TOO „CTTl" CU|LlßlßdZ!€Tai eiT€ |Ll€Td TOÖ „AidvT€Cciv". 

Tivd be tOjv dvTifpd^uJv xdXXiov ?xouci xö „cttj bk irap* 
Aidvxecci" 909, 32 ff. 
363. Nicht nachweisbar. 
369. eirdv 909, 38. 

^mreiXu) f\ dTrainuvuj 909, 39. 
382. „xeipecciv d|Liq)OT^paic [so!, d. i. x^ipecc' dinqpoTepijc]" f\ 
Xeipi T€ T^ ^Tepij fxoi"» tgutccti KpaToiri, „i^ cpepoi" 910, 11 f. 
Dazu: xcipccciv d|Li(poT€paic auTÖv (näml. töv |üidp|Liapov) 
?Xei (Subject ist A!ac) xaid 'Apicxapxov, 8c |Li^|üiq>€Tai, 
qpaci, Touc xpdniaviac „x^ipi T^ t^ ^t^P!J"» J^c oub^v ti 
ixi^a eiTTÖvrac irepi toO ATavioc 910, 26 ff. 
384. epaOce bi oi f\ GXdcce 910, 15. 
f 400. ö|LiapTi*icavT€C gegen d. Metr. 911, 7. 
404. f] bfe biairpö 911,8. 
407. fXTreTO gegen d. Metr. 911, 17. 
412. d(po|LiapT€TTe 911, 33. 
416. ?vbo0€V gegen d. Metr. 911, 38. 
1421. btipidacGov 911, 46 u. 55. — bripiöuJVTai 1774, 35. 
425. briouv f\ bniouv 911, 59. Vergl. B 544. 
428. ÖTUJ 912, 4 u. 9. 

442. uic ^cparo [so!] diroxpuvuiv gegen d. Metr. 913, 12. 
1446. kTrJKei 913, 28. 

TTpuiLivöc, Traxuc 913, 28. — ?Tepoi bi ucptv dv^tvuiv 
„7rpu|LivocTraxüc", iva Xe'TiJ 6ti xd ^cxara Kai Kdiiw traxuc 
...913, 40. 
452. oXiTOV T€ 913, 53. 
401. bieT|LiaT€V 914, 8. 

462. UTTÖ ^mnc f\ UTTtti ^iTTfic 914, 9. Vergl. B 44; T 358; 12. 
1464. c|Li€pbaX^iu 914, 10. — (paibi|Li6v xe auxöv (näml. töv 
"GKTopa) eiTTUiv xal Xd|LiTreiv xcxXkiu Kai „cfiepbaX^ov" KaO* 
^T^pav fpa(pf\v ktL 914, 49. Eustathios kannte also noch 
eine Lesart „C)Li€pbaX^oc*\ 
465. OUK fiv TIC iniv dpuKdKOi 914, 10 f. u. 53. 
1468. TTeieoVTO gegen d. Metr. 914, 57. — TriGovTO 914, 61. 



.. j 



Enstathios als kritische Quelle für den Iliastext. 269 

lAIAAOC N. 

1. Zeüc inei 915, 22. 

5. „dYauujv 'IttttthhoXtäv", i(p^ uüv, aic (pacxv oi iraXaioi, fibriXov 
etxe TÖ „ttYauüJv" ?0vouc dcxiv 6vo|Lia (d. i. ,/ATauuJv"), xö 
hk „ItttttiilioXtOjv" dTriBdxuJC X^^exai, i^ Kai ^^iraXiv xö jui^v 
„ÄYauoiv" diriGexov, Tcov xtD eueibiliv, xö bk „iTrirrnLioXTÄv" 
kXticic d0viKf| (d. i. „dfauujv 'IttttthlioXtäv"), 8 Kai kciXXiov 
916, 9 ff. Die letztere Lesart ist diejenige des Eust. Vergl. 
916, 14. 

6. dßiujv X€ 916, 14. Dafs Eust. wirklich so, und nicht etwa 
„'Aßiujv" als Völkername, las, zeigt folgende Bemerkung: 
xö xiuv dtauoiv MttttthlioXtujv (ergänze f9voc), oöc Kai 
YaXaKXoqpdTOuc KaXei Kai dßiouc Kai biKaiouc, eliriuv . . . 
916, 13. Doch scheint Eust. auch die Lesart „'Aßiujv" zu 
kennen. Vergl. 916, 24 ff., namentlich das Excerpt aus 
Strabo, worin zwischen den "Aßioi und den 'l7r7rri|uioXYOi 
als zwei Völkerschaften unterschieden wird. Eust. sagt: 
6 bk TeuüTpdqpoc q)T]Civ öxi oi irap' '0|uiTipi|J "Aßioi oöxcü 
Xeyovxai bid xö X^P'^c elvai Y^vaiKUJv . . . Tiepi bk xOjv 
l7nTTi)LioXTUJV icxopei Kai öxi Kp^aci xP^vxai Ittttcioic Kxd. 
916, 28 ff. 

8. xivd ^Xirexo 916, 62. 

9. dpt^Heiv, d. i. aQr\U^ev 916, 62. 

11. TröXejuiov gegen d. Metr. 917, 1 n. 8. 

17. Kaxeßi^cexo 917, 23. 

21. fvOa bi 917, 28; 708, 51. 

27. UTT* am^) 918, 33. 

28. nTVOiTicev 918, 34. 

29. TnÖocuvi;! 918, 34 u. 54; 993, 20. — xö bk „Tnöociivij" 
dvxaOGd xivec cTttov dvxi xoO x^ipouca, ibc dirö dpceviKoO 
xoO 6 T^ööcuvoc (d. i. „ytiOocuvti"). o\ V dKpiß^cxepoi xAv 
TtaXaioiv qpaci |Lif| dvdtKTiv elvai xoOxo yev^cOai, X^YOvxec 
Kx^. 918, 46 ff. 

142. Kxeveeiv xe 919, 50. 

Trdvxac *Axaio\JC 919, 50. 
147. u|Li€Tc? 920, 2; 921,46. 

48. |LiVTicd|Li€V0i 920, 3; 921, 46. 

51. äTravxac 920, 13. 

53. Ik€Xoc 920, 14. 

60. KeKOTTCüc 920, 28. — etxe bk „k€K07tujc" fpa\\ie\ xic, eixe 
„K€K0(pibc", ibc xö KeKXoqpujc, fi|üi(pu) dvdXoxa. Kai 'Apicxapxoc 
dpdcKCxai xaTc buci TpaqpaTc 920, 36 ff. 

61. bk ef\Kev 920, 28. 
64. öpiurjcei 920, 42. 

f 79. d|Li(pox€poiciv • |Liai|iiu)U) 921, 6. 



270 ^^x Nenmann: 

85. „TÄv", rJTOuv iLv, „ä|Lia . . . X^uvro" 921, 31 u. 39. — \^- 
Xuvrai 1882, 45. 

86. ^Tivexo 921, 31. 

103. TÖ bk „GiüUJv" Ttap* fiiiiTv \xkv cecrmeiuixai übe dirö feicuWd- 

ßOU ^VIKTIC T€VlKf\C ÖHUTOVOU ßapuvö|Li€Vov. 9u)C TÄp GUJÖC 

„Bujujv", KaGdirep Kai Tpuiuiv, bjLiiuujv, Xdujv, b(jifeujv, irdv- 
Tujv. nd|a9iXoc bi Tic, ibc iv xoTc 'Attiuüvoc koi 'Hpobuipou 
(pdperai, TrepiCTtuüjüidvuic dvexivujCKe Kai xd TOiaOia (also 
„Gujaiv"). 922, 49 ff. 

TTpobaXicüV 922, 23. Vergl. P 20; <t> 573. 

tl04. oÜK ^TTi xdpHn 922, 23 u. 24. 

107. b" ?KaGev 922, 29 u. 65. 

118. |üiax€Ccai|LiTiv 922,40; 923, 12 (|Liax€cai|Liiiv). 
ILieGein 922, 40; 923, 5. 

137. öXooirpoxoc 924, 49. — xö bk „öXooixpoxoc" ... ei jifev 
HiiXoöxai Kaxd xivac, briXoi xöv öXoöv dv xtlfi xpdx€iv, el bk 
KaG' ^xdpouc bacuvexai (d. i. „öXooixpoxoc"), crunaivei xöv 
6Xov xpoxoeibn . . . 925, 2 ff. 
tl38. uJcij 924, 50. — löcei 925, 16; 661, 59. 

141. öqpp' dv 924, 51. — ?UJC gegen d. Metr. 925, 33. 

144. peia b' dXeucecGai 924, 52; 925, 47. Vergl. Y 263. 
f 145. öx€ bi gegeji d. Metr. 924, 54. 

151. oöxi 925, 54. 

175. ic *'IXiov gegen d. Metr. 926, 49. 

179. KOpuqp^ 926, 51. 

198. alTot 927, 31. — Zrivöboxoc be, qpaciv, alxidxai xf|v trapa- 
ßoXf|v, X^T^v ibc X^ovxec ou cu|Li)LiaxoOciv dXXrjXoic. bid 
oub^ Tpdqpei ^kcivoc „alta", dXXd „alTc" buiKUJC, die Sv 
^Kdxepoc xujv Xeövxuüv alT« cp^pij. icxdov bi öxi bid rfic 
xoiaüxTic |LiexaTpaq)f]c 6 Zrivöboxoc dxpeioT x^v Trepi ^vöc 
veKpoO UTTÖ buo qpepoiLi^vou TrapaßoXrjv kx^, 927, 33 ff. 

t203. 'OiXridbTic 927,42. — iv xijj „KÖipev 'OiXndbnc*!^. . ou irdvu 

TtpoceKxdov dvxiTpdqpoic iraXaioTc, xuttoöci xf)V Xt] cuXXaßf|v 
bid xoO i cxoixeiou (d. i. „'OiXidbric") ... 927, 63 f. 

222. vuv atxioc 928, 32; 904, 21. 

223. TivuiCKU) 928, 36. 

TroXejuiiZeiv gegen d. Metr. 928, 35; 904, 21. 

f 225. „dvbuexai", fjTOUv dvabuexai 928, 38. — dvabuexai gegen d. 
Metr. 904, 22. 
227. vu)vu|Livouc f\ vujvu|liouc 928, 39. — vujv\j|livouc 928,60. 
Vergl. M 70. 
t234. öc Kcv 929, 11. 

238. dmcxdiLieGa [so!] TroXejüiiCeiv [so!] 929, 23. 
1 242. Kpovibnc ? geg. d. Metr. 929,39. Gemeint ist wohl „Kpoviuiv". 
252. ovbl XI 929, 54. 



EuaiathioB als kritische Quelle für den Iliastext. 271 

255. Stand im cod. Enstathii. 929, 50. 

283. Tiveiai [so!] ööövtujv 931, 32. 

t285. iixeib&v 931, 32; 932, 11. — iixäv bi 932, 13. 

287. T€Öv T€ 931, 38. 

t288. TOip Kai 931, 39. — Tap Ke 1026, 20; 1907, 48. 

289. OÖK fiv 931, 39. 

293. Mn 7ru)C Tic 931, 44. 

316. Stand im cod. Eustathii. 934, 4. 

t331. CUV fvT€Ci baibaXdoiciv 934, 58. 

346. T€Te\JXaTOV 936, 40. 

356. diiqpabir] 936, 55 u. 64; 937, 1. 

360. 8 TToXXaiv 937, 5. 

368. UTT^cxeTO gegen d. Metr. 937, 42. 

383. €IXk€ [so!] Kaxd 938, 13. 

384. fjXeev djiüvTUip fj fjXO' diraiLiuvTUJp 938, 15. 

389. dxepuJic 938, 16. — dxepujiba bk Tf)v Xcuktiv KaXei ibc dirö 
ToO *Ax^pu)v . . . ?Tepoi bk dvxi toO „dxepuiic" „dxeXujic", 
WC fiv TIC etiTOi ubaroTpecpfic, ibc *Ax€Xijjou XefoiLi^VGu 
TravTÖc ubaroc kt^. 938, 61 ff. 

405. TrdvTOce icq 939, 44, vergl. 60. 

408. ^dXri 939, 44. Dazu: tö bi „^dXri" . . . Tivexai dirö toO 
eIXov . . . 939, 49. 

423. CT€vdxovTe 940, 25. 
1430. i^v Trepi 940,51. 

433. dviaOOa /Liexa tö „uJpiCTOc dvi Tpoiij eupeirj" (Vers 433) 
uTTOTdccouci Tiv€c TrpocTpd(povT€C CTixouc TouTOuc „irpiv 
'AvTT]vopibac Tpaq)e^ev Kai TTavOöou ulac, TTpia^ibac 9* oi 
Tpuici jüieTdirpeiTov iTTirobdiLiGiciv * ?u)c ?9* fißnv eixev, 
SqpeXXe bk Koupiov övOoc", iva fj 6 'AXKdGooc fipicxoc, irpiv 
T€V^c0ai Touc priGevrac 940, 61 ff. Vergl. Ludwich, Ari- 
starch I p. 360. 

t435. qpaeivuü gegen d. Metr. 941, 4. 

443. TreXdjLiiHev 941, 26. 

446. brj Ti diCKO|Liev 938, 26. 

447. aÖTUiC 938, 26. 

448. ^vavTioc 941, 36; 938, 29. 

449. tbijc 941, 36. 
456. f{ Tiva 941, 51. 

f 471. ujc T^ Tic cöc gegen d. Metr. 942, 36. — ibc öie cöc gegen 
d. Metr. 942, 60. 

1477. „ßof) Goöv" auTÖv (näml. Aiveiav) ibvöiiiacev (Subject ist 6 
TTOiTiTi^c)' el |Lir| Ti dpa „ßoTiGoov" dKcTvo cuvGctujc tic ij9^v 
dvafviuvai GeXrjcei . . . 943, 18 f. 

f 481. Kai ^01 [so! gegen d. Metr.] oTiu d|auV€T€ 942, 31. — Kai 
|Li' oTip . . . dfLiuvaie 942, 61 f. 



272 Max Neumann: 

485. öiLiTi^iKiij [so!] T€T€VOi|Lie0a 942, 65. 
^vi GuiaiiJ 942, 65; 943, 16. 

499. Koxoi 944, 12. 

552. oub€ buvavTO 946, 21. 

565. TCtinc 946, 48. 

569. Tivexai [so!] "Apnc 946, 58. 

583. dveiXKCV 947, 36. 
1584. „Tib b^", 9nciv, fifovv oijTOi 947, 38. 

ö|LiapTr|TTiv 947, 38. — tö hl „öinapr/iTiiv" o\ \ikv diriß- 
priiLia vooöciv dvxi toO Ö)lioO, ?T€poi bk {>f\^a kp€ittövu)C 
9adv dvTi toO i^KoXouGricav Kaxd xfjv ßoXi^v. o\ hi <pac\ 
xpmXfiv dvTaöBa etvai ypaqpfiv, „d|LiapTrifeT]v" Kai „6)iapTfi- 
briv" Kai bid ToO xaO „ö|LiapxrixTiv", iv Traci bk hr\kovcQai 
xö ö|aoO. el bk Kai icri ^fjjüia xö „6|LiapxrixT]v" TrapaXiiTÖ- 
)Li€Vov xuj fixa, ^K xoO 6|LiapXT]cdxT]V cuTK^KOTTxai 947, 54ff 

589. GpuiCKUJCi 947, 40. 

594. „f^ ^' ?X€ xöHov". xoöxo bi dfLiqpißöXuiC ixei. f\ totp Kax' 
euGeiav votix^ov, f^ xic x^ip dxe xö xö5ov, f\ ^triß^TiiLiaxi- 
KÄc ibc Ik boxiKTic (d. i. „fi ß* ^X^")> fvö^ ^^X€ '^^ xöHov 6 
"eXevoc 948, 53 f. 

599. ducxpöcpuj 948, 58. 

608. fcxexo 949, 24. 

609. ?X7rexo 949, 28. 

t613. dcpiKOVXo 949, 31. — xö bk „dXXrjXuJv dqpiKOVXo" dvxl toO 
KaGiKOVxo Kai tipavxo ola xfic im TrpoG^ceuic dvxl xfic kotö 
dirl dvavxiuicei kciih^vtic Kai dvxaöGa. el bk xpdqpexai „dqpi- 
Kovxo", XeiTrei f| Kaxä irpöGecic, Kai br\\oi ibc 6|ioO kot* 
dXXi^Xujv ujpiLiTicav 949, 59 ff. 

1617. ixepl TTod gegen d. Metr.? 949, 38. Es dürfte für „7r€pi" 
„Trdp" zu schreiben sein. 

aliLiaxöevxe 949, 39. — ^v bk xiji „öcce al|Liax6€VTa" f{ 
„ai|LiaxÖ€Vxe" (im Text ^inaxöevxe!), fp^i^pcxai fäp ä|iq>o- 
xe'pujc, el ixkv „alfiaxöevxa" dpei xic, dpibrjXujc oöber^pou 
Yevouc etvai irapicxqi xö öcce. el bk b\ä xoO e „al)LiaTÖ€VT€", 
d|Li(pißoXov auGic fidvei xö t^voc 950, 14 ff. 
634. iLv iLidvoc 950, 35. 

1643. '0)Liripou elTTÖvxoc übe nuXai|LidvT]c d|Li(pe7T^V€X0 xal aöröc 
xöv ulöv 'ApTtaXiujva irecövxa bdKpua Xeißuiv ... (V. 658 f.), 
XI vk ITuXaiiLidvea vor|cavxec xöv dv xrj e' ^aipiubiqi (G 576) 
TreqpoveuiLi^VGV dpxöv TTaqpXaTÖvujv eTixov ^vxaOOa XP^vai 
voeiv xfjV MiuxfjV xoö iraxpöc ITuXaiiLi^vouc xiö v\t^ ^TrecGai... 
Zrivöboxoc bk ou TTuXaiiLi^VTiv, dXXd „KuXaiin^VTiv" fpötxpei 
xivd (d. i. „KuXai|a^veoc ßaciXfioc"), xQ XuGeicij Xucei fifj 
dpeck6|Lievoc. fiXXoi bk ö)Liujvu|aiav KdvxaOGa alxwövxai, die 
^x^pou xouxou TTuXai|Lidvouc övxoc irap' dKeivov töv drvai- 
peG^vxa, 7rapacri|Lieiou|Lievoi Kai fiXXac ttoXX&c ö|iuivu)üi{ac 



Enstaihios als kritische Qnelle für den üiastexi 273 

irapd Tip iroiTiT^» ^^^^ CxcWouc buo (B 517, P 306 und 
Ö15), eöpujirtoVTac biio (0 114, A 620 und A 228), 
'AbpdcTOUc Tp€ic (B 830 u. öfter; B 572 u. öfter; TT 694), 
*09€X^CTac Wo (0 274 und 210), Ka\ ?T€pa Toiaöia 
952, 65 ff. 

644. IcTTCTO gegen d. Metr. 952, 22. 
t657. aöxdv (näml. *ApTTaXiu)va) de biq)pov dv^cavrec . . . ätttitov 
elc Tpoiav (ixv\j)i€Vou oibiva bd, qpaci, xiliv dTToGavövxujv 
oÖTUJC liäfei 6 TroiTirfic, biö Kai dGeioöci xivec xöv cxixov 
oihc €Ö TTOioOvxec. ktL 952, 60 ff. 

659. drivexo 952, 66. 

663. TToXutbou 953, 14. — IToXiiiboc . . . biqpopeixai hk f| xou- 
Tou TrapaXriTOUca bid lifixa infev juaKpoO TpaqpoiiidvTi Trapd xö 
lb€iv, bid bicpOöfTOu bk Trapd xö elboc . . . (d. i. „IToXuei- 
bou") 953, 27 ff. Dazu: elboc . . . Ö0€V, qpaci, Kai 6 . . . TTo- 
Xuiboc 6 Kaxd xf|v Ypocp^v xfic TrapaXriTOucTic bicpopoO- 
jievoc . . . 937, 49f. Vergl. € 148. 

670. irdeq 953, 17 u. 46. 
684. dT^vovxo 954, 10. 

686. Alireioi [so!] gegen d. Metr. 954, 21. 

687. oubfe buvavxo 954, 64. 

688. IkcXov 954, 64. 

705. TToXuc dvaKTiKiei 955, 25 u. 60. 

707. x^jivei gegen d. Metr. 955, 28. 

708. dXXrjXoiiv 955, 28. 

711. iK€XO [so!] 955, 49. Soll offenbar „ikoixo" heifsen. 

t712. 'OiXidbi;) 956,18. — 'OiXriidbr] 277, 5; 1018,60. Vergl. 
Vers 203. 

xö 'OiXeuc bixa xoö dv dpx^ ö Trpoqpdpouci xivec . . . 
olc dKoXouOuJV Kai Zrivöboxoc ßidZiexai iravxaxoO xfjv 'O^ti- 
piKfjV Tpcwpriv biö Kai dv xiu „oub' Sp ^OiXriidbr] iLieyaXri- 
xopi AoKpoi ?7rovxo" Kai xoic xoloijxoic KaKOuptei )Liexa- 
Tpdq)ujv, Kai bixa xoO ö dKcpdpei xd Kaxd xöv 'OiXda 1018, 
68 ff. Vergl. B 527. 

1713. cqpi 955, 34. — cqpiv 956, 19. 
728. TTepi^jLi|ii€vai dXXujv f\ Trepiibiiievai 956, 36. 

731. Fehlt im cod. Eustathii. 956, 54. — dv xuj „fiXXiu )li^v fäp 
ibuJKe Oeöc TToXeiariia fpya" (V. 730) TrpocTpd9ei Kaxd xouc 
iraXaiouc 6 MaXXibxric Zrivöboxoc Kai xoöxov xöv cxixov 
„dXXiu b* öpxncxuv, dxdpiu KiBapiv Kai doibrjv". bflXov b' ibc 
dxpeioT xö fiTOc xoöxo xf|v 'OimipiKfiv fvvoiav, Kxd. 957, lOff. 

732. xiOei f\ xi06i 956,54. — xö bi „xieei", ö dcxi xiBnci, . . . €i 
bk Kai ßapuxövujc „xi9ei" Tpa^^xai, CTHiiaivei ^ev xö aöxö, 
dXriTTxai bk xpövoc dvxi Xpövou, dvxi dvecxiüxoc br|Xabf) 
irapaxaxiKÖc 957, 51 ff. 

Jabrb. f. cUis. Phil. Sappl. Bd. XX. 18 



274 ^a<x Neumann: 

734. „TToXeTc dcdujcev", t^toi ttoXXouc dvepunrouc, f| Ka\ fiXXujc 
„TTÖXeic dcdujcev", djLicpoT^puJc t^P Tpdqpexai 956, 55. 

bl K auTÖc 956, 57. — bk auröc 1382, 9. 

735. äpiCTOv f\ apicra 956, 62. Vergl. M 215. 
742. Tidcoiiaev 957, 4; 958, 11. 

744. aeoiiLiev 957, 4. 
1745. dirocTriccüVTai 957,5; 1729, 40f. — dTTOCTrjcovrai 459,27; 
1347, 46. — TÖ bk „dirocTricuJVTai tö xÖiCöv xpcoc [so!]" 
Tiv^c )Li^v Tpdcpouciv „diroTicuiVTai", oök dp^CKOvrai bk o\ 
coqpoi, dXXd O^Xouciv elvai „dirocTricuiVTai" dvxl toO ötto- 
CTa0|Lir|cuJciv Kxi 958, 20 f. 

748. öbe 957, 8. — xoO bk „fibev" . . . cucx^XXexai ^kv f\ TrapaXri- 
youca, xö bk auxfic Trveö|Lia ou irdvu bfJXov* Wvaxai tdp 
Ktti baciivecGai dirö xoö fibuj (d. i. „dbe") . . . Kai i|iiXoGcGai 
bk (d. i. „dbe") ibc dirö xoö dbeiv, ö dcxiv dp^CKeiv . . . 
958, 31 ff. Vergl. überhaupt M 80. 

749. Ktti 6 ''Gkxujp im xouxoic, €i Kai qpBdcac dGpacuvGr] Kaxd 
xoö TToXubd|Liavxoc, dXXd vöv dvacKaiujc auxiu ireiGexau 
9T1CI fdp 6 TTOiTixric* „uic qpdxo IToXubdiLiac [so!], äbe b' 
"GKXopi )LiöGoc dirriiLiuJv". Kai bibdcKCi dvxeöGev ibc bei xoüc 
dx^cppovac ^auxouc ^vbibövai xoTc KaipoTc 957, 7 ff. Bs 
scheint, als ob Vers 749 im cod. Eustathii fehlte. 

1772. Kax' fiKpnc 959, 10; 164,22; 1538,48; vergl. 1075,20. — 
dv bk T\^ „Kax* ÄKpric" XeiTieiv xivec qpaci xö ttöXciüc, Tva 
Xi-fx) „Kax' fiKpT]c TTÖXeujc" . . . ?x€poi bk . , . vooöci Kai dv- 
xaöGa )LiovocuXXdßuJc xö Kpfjc (also „Kaxd Kprjc" oder wohl 
„Kaxd Kpfic"), otoveT [so!] Kaxd Kdpric, ibc dKCiGev cuYKOixfev, 
fjTOVJV Kaxd KCcpaXfic 959, 34 ff. Vergl. TT 548. 
t775. direi coi 959, 19. — inei xoi 959, 47. 

785. b' d|Li|üie|LiaujX€C 959, 64. 

807. TTpoßißüüVXi 961, 5 u. 8. 

810. aöxujc 961, 14. 

824. ßouTdie 961,47; vergl. 505,33. — fiXXoi bk „ßouKdKie" 
[so!] Ypdqpouciv, ö dcxiv fitpoiKe, Trapaqpdpovxec Kai XP^Jciv 
ßoÖKOV Kai ßouKaiov xöv fi^poiKOV X^TOucav , . . Kai dv 
'Obucceiqt 6 "^Ipoc ßouTdioc uttö xAv iuvricxripujv TTpocefi^dGr] 
CKCüTTXiKCüC (c 79), Kai . . . 'Apicxdpxou YPd^povxöc, qpaci, 
„ßoutdie" Zrivöboxoc „ßouTrjie" (im Text „ßouirtic"!) tpd- 
qpei 962, 11 ff. 

olov femec 961, 47; 962, 34. 

825. al Tdp 961, 58. 

t828. (pdpoi 961, 58. - qpdpei 961, 48. 



Eusiathios ab kritische Quelle für den Iliastext. 275 

lAIAAOC =. 

fe. XouTpd 963, 60. — Xoexpd 964, 12. 
9. if\oc 964, 20 u. 21. 
16. iropqpupq 964, 44. 
t22. f^ gegen d. Metr. 965, 8; 964, 43. 

fse. Euve^pTttOov 965, 26. — HuvdpTaOov geg. d. Metr. 965, 58. 
37. d\ji€iovT€C 966, 3. — TTToXeiuaToc bk 6 diriKXTiv diriGexoc 
[so!], ouK ÄTTobexöiLievoc tö „önieiovTcc", l-fpacpev „ou ipaO- 
ovxec TToX^iioio". Kai dpecKCi toic TraXaioTc ?xciv Xöyov 
Kttl "rtiv TOiauTT]V TPCtcpilv 966, 5 f. Vergl. dazu Ludwich, 
Aristarch I p. 367. 
t38. ?K10V gegen d. Metr. 966, 9. 

dGpöoi. Dazu: tö bfe „dOpöoi" bacuvei 'Apicxapxoc 
966, 10. Vergl. B 439. 
t40. „TTTflHe bk 0u)Liöv ivx CTrjGecciv 'AxaiOöv", tout^ctiv dGpÖT]- 
C€V, dH€(pößT]C€V, i^ ibc 6 Cibcüvioc Kai 6 Ztivööotoc Tpa^pei, 
„TrfiHe", TOUT^CTi TreirriT^vai olov xiD blex diroiTice 966, 16 f. 
45. &c Trox' 966, 19. — xö „ujc ttoxc" büvaxai Kai bid xoö ö 
^iKpoC Tpaqpfivai ibc fipGpov uiroxaKXiKÖv (d. i. „öc ttox'") 
966, 26 f. 

diTTiTTeiXTic' ivi gegen d. Metr. 966, 19. 
48. e' &c 966, 31. 

70. Ist nebst 69 nicht nachzuweisen. 967, 28 ff. 
72. öxi 967, 35. 

74. ifw 967, 49. 

75. vfiac 967,49; 965,34. 

81. „ri Trep dXijjri [so!]", f[ m\ fiXXuüc, „i^fe dXibn" 967, 55. 
t86. eic rnpac 968, 11. — de Tnpac 969, 12. 
t89. f\c ?V€Ka [sei] gegen d. Metr. 968, 13; 969, 15. 
90. xic fiXXoc gegen d. Metr. 968, 14; 969, 10. 
92. diricxaxai gegen d. Metr. 968, 15; 969, 23 u. 25. Dahinter 
dürfte die Lesart „diricxrixai" stecken. Vergl. Ludwich, 
Aristarch I p. 369 u. TT 243. 
195. bi C€u 968, 19. — bi ce 969, 11. 
t96. cuvecxaöxoc 968, 19; 969, 29. — cuvecxoixoc 960, 10. 
101. dTroTTxaveouciv geg. d. Metr. 968, 21. Dazu: xö bk „diroTrxa- 
vdouciv" f\ dirö xoö öttxmj ÖTrxaivu) dvxi xoö dTToßXdipouciv, 
f\ am xoö TTXuj Trxaivuj xö (poßoöfLiai, i'va briXoT xö irxri- 
Houciv Kxd. 969, 34 f. 
107. dviCTrij 969, 44. 

111. KÖxu) f\ xöXu) 970, 40. — XÖXiw 971, 16. 

112. veu)xepoc 970, 40. 
114. KdXui|i€ 970, 46. 

118. djieio 970, 51. — d|LioTo 971, 23. 
125. ibc dxeöv irep 970, 56; 971, 60. 

18* 



276 Max Nemnann: 

127. öv K€V efl 970, 57; 972, 2. 

133. i^öfe 7T10OVTO 970, 61. 

141. bepKOjLievou 972, 27. -— „öepKOjn^ viu" • uicpeiXe t&P „bepKO- 
jLievou" eiireTv 1628, 18. bepKOjn^vui auch 1073, 58. 

145. auTOUc 972, 46. 

148. öcov t', d. i. öccov t* 972, 52. 

dvvedxiXoi diTiaxov, f^ bcKdxiXoi 972,55. — 'Apicxopxoc 
be q)Ticiv ÖTi TToceibdiv jnfev ola Geöc ßo^ öcov Svbpec dw^a 
f| b^KQ, üjc TTOu Ktti 7TpO€TpdcpTi (nftmlich € 860), ivvia f\ 
biKa x^iXti fxovrec, 8 den cTÖ^aia (d. i. „dvvedxeiXoi . . . 
beKdxeiXoi") . . . oubfev bk irdvTUJC jh^tci 6 toö 'Apicxdpxou 
XÖYOC Tui TToceibuivi irpocjuapTupeT* dxpnv tdp dic Cxdv- 
Topa youv q)Uivflcai auxöv, „8c aubr|cacK€V [so!], öcov SXXoi 
TTevTriKOvia" (€ 786). KpeiTTOV ouv tö irpiIiTOV 972, 61 flf. 
Vergl. € 860. 
tl52. Kpabiij [so!], fiXriKTOV 973, 9 n. 15. 

168. TÖ „Tfiv b' ou Oeöc (dafür „t^v ou Oeöc" 974, 34 u. 37) 
fiXXoc dvLUTt" xd TrXeiuü toiv dvTiTpdqpuJv „töv b' ou 0€Öc 
dXXoc" Tpdqpouciv, iva fj ö Xöyoc irepi toö KttTd Tf|V ''Hpav 
GaXd^ou 974, 38 ff. Diese zweite Lesart findet sich auch 
438,8 „TÖV [so! gegen d. Metr. statt „töv ö'"] ou G€Öc SXXoc 
dva>T€". Vgl. noch 619,22 „oö Tic [so!] 0eöc fiXXoc dviDrev". 

171. TidvTa KdGripev 974, 47. 

173. TTOTi xctXKoßttTdc 975, 8. 

181. CuüVTiv . . . dpapmav 975, 18. 

186. UTtai 975, 21. 

198. vOv ööc ^01 977, 8. 

202. „Ol", qpnciv, „d^fe [so!] dv cqpoTci" 977, 51. 

„duTpecpov", f^TOuv €u fTpecpov 977, 52; 978,54. Daus 
Eust. so in einem Wort „duTpeqpov", und nicht „du Tpdqpov" 
las, zeigt folgende Bemerkung: Odjua bfe dvTcXdc toO „du- 
Tpeqpov" TÖ duTpeqpui, öjlioiov öv Tip euXoTo» Kai toTc 
ö^oloic ... 978, 57. 

203. 'Peine 977, 52. 

205. Kai cqpiv gegen d. Metr. 977, 53. 
208. Keivouc dirdecci 977, 54. 
1210. alel auToTc [so!] gegen d. Metr. 977, 55. 
215. dv0a bd Ol 977,56. 
219. T€(ji bd [so!] dTKdT0€O 977, 58. 

222, 8 Kai dKOucaca ''Hpa dTnOnce 977,60 und T^vcTai bk auTij 
(näml. T^ ''Hpcji) TÖ TnÖflcai Kai ^eibficai KTd. 977, 60 f. 
Eust. las also „TrjOncev bk ßoujTtic", nicht „ineibricev". 

223. ^dcui f^ dip dTKdT0eTO 977, 60. 

229. "AGouj 980, 26; 391,45; 1484,61. — 'AGöui 1830,62. 
Dazu: TÖ bd „"Aöouj" irpoirapoHuvouciv oi rroXaioi KTd. 
980, 49. — "AGuio [so!] 479, 6. 



EnstathioB als kritische Quelle fdr den Iliastext. 277 

ißi^caro 980,26. — dbucaro 479,6; 1484,61; 1830,62. 
ibvcero 391, 45. 

234. fi litv br\ 981, 20. — tö be „fi |Liev" fpacpejax Kai „ei jnfev 
br\ iTore", 8 Kai KpeiXTOv 981, 30. Vergl. TT 236. 

i^ev firoc 981, 20. 

235. ireieeo 981, 21. 

eibiw xopiv [so!] gegen d. Metr. 981, 21. 
237. irapaX^HuijLiai q)iX6TTiTi 981,42. 
241. dmcxoinc 981, 53. 
1248. KeXeuei 981, 61; 982, 42; 983, 15. — KeXeuoi 984, 35. 

249. äXXo T€f| dirivuccev dcpeTjurj 981,62. Dazu: ^v bk tiu ,,f[br] 
Top ^e Kai fiXXo" o\ dKpiß^crepoi diriß^riiLia vooöci tö 
„fiXXo" il diTOKOTHic AloXiKf^c Toö fiXXoie. fcri bi Kai dvr- 
uiVuiLiiav auTÖ voriGfivoi, Yvo X^tfl» ^c „f^öri fap )Lie Kai 
KOTd fiXXo fpTOV f| d| ^VToXfj dirivuccev", ^touv diraibeu- 
C€V.. . 983, 18 ff. 

250. öt' dK€ivoc 981, 62. 

1255. Köuiv V 981, 65. Dafür Köujv bi [so!] 622, 2. — Köujv 
[so!] €u vaiojLi^VTiv 318, 38. — ^repoi bk „Köov" ^TpOM^av 
(d. i. „Köov b'") ^v cucToXr) TravreXeT bid bijo jniKpuDv ö 
KT^. 983, 32. 

256. d7r€Tpö|Lievoc f^ dveTpöjLievoc 982, 1. — ^TreTpöjLievoc 983, 
51 u. 52, 

259. b)LiriT€ipa 982, 2; 983, 55; 1671, 58. — tö bk „b)LiriT€ipa" 

Tpdqpouci TIV6C „)LiriT€ipa", 6 den MrJTTip. dp^CKOvrai bi oi 

TtXeiouc Tfji 7rpoT^p(ji TP«9fl 983, 56 f. 
261. fixere tdp, M^ • • • fpboi 982, 3; vergl. 989, 54. — SZeTO 

tdp, )Lif| ... ^^Hij [so!] 984, 37 f. — atbexo [so!] t«P Zeuc 

[so!], |if| ... gpboi [so!] 680, 55. 

265. dpTiT^lLiev 982, 12; 984, 13. 

Zf\v\ II ibc 982, 12. — dv bk Tifi „eupuÖTta Zf\v\ *c 
[so!] 'HpaKXfioc irepixiwcoTo" KOTaXrJTCi M^v 6 irpOTiTOu- 

jLievoc CTixoc de -rfiv Cti cuXXaßfjV Kard touc iraXaiouc, ibc 
Koi dXXaxoö KeTiai iropd tuj TtoniTr) (nftmlich 206 und 
Q 331), 6 bi. cuvexnc fipxerai dirö toö v cuvaqpG^vxoc elc 

TÖ ÜJC. Kai bOK€l )LlfeV KaiVr| TIC f) TOiaUTT] CUVTOHlC f^TOUV 

dKoXouGia Tf\c Tpctqpfic, ?cti be dXXuJC ou EeviCouca, ibc ?cti 

voficai dirö tujv ilf\c toioötöv ti Kai töv iroiiiTfiv qpaciv 

dvTaöGa TraGeTv iv toi „f^ (pf|c &c Tpiiecciv dpiix^juev eu- 
puÖTta Zf\v\ ibc 'HpaKXfioc irepixiicaTo". ttic tdp alTiaTiKfjc 
TOÖ eupuÖTTa Zfiva dKGXiipdcTic tö ä, tö vö TtdvTUic Ttu qpuü- 
vrievTi TTic dpxf|c toö beuTepou ctixou irpocv^iLieTai, üicTe 
auTÖv jLifev diTÖ TOÖ vö KaTdpxecOai, töv bk irpoiTov ctixov 

KaTaXrJTeiv elc iliövtiv Tf)V lr\ cuXXaßrjv . . . el jli^vtoi tic 
töv irpurrov ctixov ouk elc tö fj jnövov, dXX' elc tö vö drrap- 



278 ^82 Nenmann: 

TiZei, „Zfiv*" X^T^v, elxa fp&cpiuv „ibc *HpaKXiioc" Kai 
^Hfic, Oepaireijei jLifev Tf)V Kaivörpoirov xoO TipiuTOu ctixou 
KaidXTiHiv Ktti -rfiv 6)Lioiav toö öeuxepou dpxf|V, KaivoTOjLieT 
be öjLiuüc TTiv f KGXiipiv, |Lif) dcpeic tö vö tiij ^TraTOjn^vijJ cxixiw 
eTraKoXouGeiv. xö be t^ äTiOKOTrfiv TrapeicdT€iv dvxaOÖa 

(d. i. „Zfiv, II üjc") TTapdboSov ixlv dcxiv, ouk dcuvriöec bi 

öXuüc ouv 6 pTiGeic '0)liiiP*koc cxixoc xö „f| cp^c" Kai Öf\c 
OUK dyaGfiv ix^x KoxdXriHiv, öttuüc dv xic ouxöv Kai juiexa- 
Xeipicnxai 984, 3 ff. Vergl. 206; Q 331. 
f 269. Fehlt im cod. Eustathii. 981, 58. Das Citat 36, 40 f\c Ik- 
beai [so!] rJjLiaxa irdvxa mag sich wohl eher auf € 210 be- 
ziehen. 

274. iLciv fvepGe 0€Oi f^ öccoi fvepGe Geoi 984, 53. 

276. fjc auxöc ^^Xbexai 984, 50. Somit las Eust. wahrscheinlich 
„fjc, nicht „fic x'", auxöc d^Xbojuai". 

279. dv bk xiu „o'i Tixfivec KaX^ovxai" Tipoctdcpouci xivec Kai 
?x€pov cxixov xouxov „ujjLivue b* ^K TT^xpric Kaxeißöjievov 
[so! lies „KaxaeißöjLievov") Cxuyöc ubujp"Kxd. 986,34. Vergl. 
Ludwich, Aristarch I p. 376. 

285. uTieceiexo 985, 63; 986, 2. 
• 292. Trpoceßncaxo 986, 7. 

294. 2poc 986, 59. — 6 „fpoc", ou xPt\cic, SttoiH (näml. E 315) 
iv 'IXidbi 1843, 60. Darnach wäre hier fpwc zu lesen. Veigl. 
r 442. 

295. TTpOüXicxov djLiiT^c0Tiv [so!] 986, 60. 

298. TToT |Li€)LiauTa f\ xiTixe [so!] |üi€)LiauTa 987, 38. 

303. Siehe Vers 202. 

304. Siehe Vers 205. 

307. TToXuTribdKOu 987, 50. Dazu: öpa bk ibc irpö öXitiwv yiiv 
TtcXumbaE TrcXumbaKOC ^KXivexo (gemeint ist sicher V. 283 
„"Ibnv b' kkGiiv TTcXumbaKa" 985, 59, nicht Vers 157, wo 
es nur heifst: xöv bi Aia ibouca iv KOpuq)aTc "Ibiic {))i€vov... 
973, 26, und wo Eust. wahrscheinlich „TtoXuTTibdKOu" liatto; 
vergl. aufser Z 307 noch Y 59 u. 218; aber V 117 hat er 
allerdings „TicXuiribaKOc"), dvxauGa bk xfic xoiauxT]C T€ViKf|c 
dvaxOeiciic €il euOeiav xö „TroXuTiibdKOu "Ibiic" iTpoif)veKTai 
987, 50 ff. 

310. ^ex^Tteixa 988, 1. 
1314. vuv b* dte 988, 3. 

euvTiG^vxec 988, 9; 989, 5. 

322. „Mivuja" Kai d7roKOTrr| „Mivuj" 988, 51 f. Also las Ensi 
„Mivu)**, nicht „Mivu)v". 

342. GeÄv 990, 43. 

346. fiLiapTixe 990, 51; 558, 24. — ^^aplpev 1683, 11. 

351. gepcai 990,64. — „gepcai" bfe 'Iwvikäc drrö eöGciac xfic 
iipcT] . . . 'Attiwv bk Kai 'Hpöbiwpoc TTpoTrapoSuvouct rflpf 



EnstathioB als kritische Qaelle für den Iliastext. 279 

Xßiv ibc dTiö Tflc ?€pca irpoTtapoHirrövou euöeioc, ol koi 
TÖv 'AcKaXiDviniv i^Xiöiiwc Ttdvu q)ad fpaq>e\v irapoHuTÖ- 
viwc „^^pcoi" ibc ^X^vai. el t^P koi eöpTirai, qpaciv, ^viköv 
Upct], dXX' dTid Toö ?€pca t^tovcv, ibc fieXXa deXXn 991, 24 ff, 

357. ^Trdjiuve 991, 41. 

359. K(jü|Lia KdXuipa 991, 52. — jnaXoKÖv irepi K(Jü)Lia ^KdXuipe [so!] 
987, 30. 

371. dcmboc 992, 28. 

372. iravoiörjci 992, 29. — tö b^ „Travaien KÖpuc" ßopiiverai f\ 

ibc CUVÖCTOV . . . f^ Kttl fiXXlüC KQVÖVl TOlOUTlü . . . OUTUÜC 6 

€uqppdvijüp. oi irXeiouc bi öHuvouci Tf)v ToiauTTiv XdHiv (d. i. 
„TiovaiOrici"), ibc iv toTc 'Attiijüvoc Kai 'Hpoöibpou ötiXoö- 
TOi . . . 992, 55 flf. 

373. X€pcW bi 992, 30. 

374. ovbl Ti 992, 30. 

382. böcK€ 992, 44. — tö bk „xeipovi ööckc" „ööckov" Tpdqpouciv 

ol dKpiß^CTCpoi, TOUT^CTiv ebibouv o\ ßaciXeic 992, 44 f. 
386. Tk€Xov 993, 4. 

389. TioX^iLioio gegen d. Metr. 993, 6 u. 18. 
t395. 7rdvTO0ov [so!], d. i. „irdvioOev"? 993, 31. — 7t6vto0€V 

994, 35. 

396. 7roT\ ßpö)LiOC 993, 34; 994, 39. 

398. TiOTi bpuclv ui|;iKÖ^oiciv 993, 35. — tö be „bpuciv uipiKÖ- 
lioiciv" 'AtoOoKXfic, ibc oi iraXaioi qpaci, „bpuciv lEo- 
q)öpoici" Tpdqpei 994, 40 f. Dazu: ^v bfe UTrojuvri^aci tto- 
XaioTc ToTc elc tö £' ttic 'IXidboc . . . X^T^Tai . . . biö koI 
TÖ „bpuciv uipiKÖjLioiciv" iv TT) *IXidbi „lEo(pöpoic[i]'* Tpdcpei 
'AtoöokXt^c. Ktti TOUTtt iLifev ol TiaXaioi 1524, 24 ff. 

400. Seen f| TÖccTi 993, 39. •— öccn 994, 28. 
407. ÖTTi bf\ 995, 42. 
1411. Iv deipac 995,45. — „toiv Iv deipac CTfi0oc ßeßXrJKCi", ti|i 

TOiouTiu bnXabfi X€p|LlOblUJ . . . OUbCT^pOU bk T^VOUC TÖ x^p- 

jLidbiov. . . . biö Kttl „?v deipac" fpawclow, ovy} KOTd tivoc 
„?va" iv cuvoXoi(pr| (d. i. „?v' deipac") 995, 51 ff. 

412. CTfiOoc ^ßeßXViKei f| CTflGoc ßeßXrJKei 995, 45. — ßeßXriKCi 

995, 19, 51 u. 56. 

414. U7TÖ ^iTtf^c 996, 2 u. 11. 

415. TivcTai 996, 6. 

f 416. OUK fx^i gegen d. Metr. 996, 4. 
t418. Sic TT^cev 996, 4, vergl. 11. 

lÜKa 996,4 n. 11. 
f 427. dicribncev 996, 21 und dKrjbnce 996, 26. Also las Eust. 
„dKrjbTic', dXXd", nicht „dKiibecev, dXXd". 

437. dir^iLiecce 996, 35. 

438. Tib bi o\ öcc€ f^ Kdb bi o\ öcce 996, 35. 



280 ^^^ Neumann: 

440. vöcqpi Kiövra 996, 50 u. 52. 

1447. oÖTttce Kaxct Xairdpriv, d. i. „oöiace KaXXairdpnv" 997, 4. 
Vergl. Vers 517. 

448. HuvaTOV 997, 9. 

453. jLiaKpöv dijcac 997, 11. 

467. TTpöiepov 997, 49. 

470. gviCTie 997, 56. 

471. fj bf| oux gegen d. Metr. 997, 56. 
1475. TiviüCKiüV 997, 62. 

eujLitjJ 998, 2 u. 5. — 0u^6v 93, 41. 

t484. Kttl TIC gegen d. Metr. 998, 41. 

1485. iLiCTapoic "Apeoc 998, 42, u. 50. — tö bk, „"Apeoc" el jutv 
bid ToO üj jLieToXou TP^qpeiai (d. i. „"Apeiwc"), • • . ÄTraBuJC 
oÖTUiC fx€i TÖ iLi^Tpov, €1 hl ibc äiiö ToO "ApHC „"Apeoc", 
^KTeiverai f] XrjTOuca Kaid Tpoirfiv Koivf^c cuXXaßnc bid xfiv 
KaTaTtepaiiüciv Kai tö dqpeSnc Kardpxov qpiüvfiev 998, 51 ff. 
dXKTt^po TCvecOai 998, 42. 

489. TTnveX^oio 999, 8; 1686, 26; 1956, 61. 
t490. 6v {>a 998, 54. 

491. ujTiocev gegen d. Metr. 998, 55. 

496. TTnv^Xeoc 998, 56. 

499. 6 bk cpn 998, 58; vergl. 715, 8. — dv bk t^ „cpn KiObeiav 
dvocxuJV, Tt^cppob^ T€" 'Apicrapxoc jLifev pf{}ia tKbixejai tö 
„(pf\", ola ToO ibc ÖiüGev irpocvooujidvou, tva Xdinj ön , 
„6 bk fcpn ibc Kiübeiav dvacxuiv, nicppabi xe Kai ?Troc nöba" 
Kai eXx] Kaxd irapaXXriXiav xauxoXoTia dv xCj> qpf^ Ka\ ni- 
qppabe Kai iiöba . . . Kai ouxiw ixkv *Apicxapxoc iT€p\ toO 
„(pf\ Kiübeiav dvacxuiv". ol bk veübxepoi Kai Zrivöboxoc tö 
„qpfi" im(i{)r][x& cpaci TiapaßoXiKÖv, oub^iroxe uqp* 'Ojüifjpou 
{>r]Qiv 999, 25, ff. 

507. öiTOi 998, 63. 

510. f^pexo f\ f\paxo 999, 41. — fjpaxo f\ rjpexo 999, 69. 

517. oöxace KaXXaTidpriv 1000, 4. 

522. c5pc€ 1000, 11 u. 12. 

lAIAAOC 0. 

fll. ^Ttei oö )iiv 1002, 31. — oö t^P miv 111, 23; 1491, 41; 
1826, 38. 

22. eic bk xöv xöttov xoöxov irpocTpdqpouci xivec Kai toötouc 
xouc cxixouc „Ttpiv t' oxe br\ c* dirAuca rrobÄv, fiObpouc 
x' iVi Tpoiij KdßßaXov, öqppa ir^Xoixo Kai dcco)i^voict mi- 
G^cOai" 1003, 13 ff. Über diese Verse vergl. Ludwid^ 
Aristarch I p. 384 f. 

23. ßnXoO 1002, 54. — 6 Kpdxrjc, üjc (paciv ol iraXaioli td 



EasiaUiioB als kritische Quelle für den Iliastext. 281 

„ßnXoö", ö ^CTi ßaGjioO . . ., ßapuröviüc dvaYividcKei „ßii- 
Xou" ibc fjXou [so!] 1003, 38 f. 

t24/5. eu^öc dviei dZnx^c ööuvij 'HpaKXeToc [so!] 1002,56. 
Dazu: TÖ bfe „6u)idc dviei" dvTi toO dqpiei . . . 1003, 44 und: 
dXXeiTTTiKUJC bk, TT^qppacTOi bid x^Xou KOT^ireiSiv tö „öbüvij 
*HpaKXfioc"- TÖ Tdp dvreXfec „^v öbvyn] rq uirip 'Hpa- 
KXfouc" 1003, 49 f. — TÖ J^k b" o\)b" &c GujLiöc dviei" Kai 
Öflc . . , qp^pCTai KOI fiXXiüc fv xiciv dvxiTpdqpoic" „d)Lit b* 
oub* fiic GujLiöv dvi€i" Kttl iif\c, Ktti el toöö* oötu) Tiopa- 
beKT^ov, dXXoioOTai Kaxd ti tö TipoeipTijLievov vÖTijLia' cuxe 
TOp „6u)Lidv" ?CTi voficai xöv X^^^ov» ^^^^ br\\abi\ Tf)v 
ipux^v, Kai TÖ „dZTixnc" be tiu „öbuvri" KoXXciTai, koi tö 
„öbuvTi" oö boTiKrj dcTiv u)c Ttpiv, dXXd euGeia, iva Xerq 
8ti ouk dviei Tf|V ipuxrjv |liou öbuvri dZTixr)C i] uir^p toö 'Hpa- 
kX^ouc Kai fx€i oub' aÖTT] qpauXiwc f| fvvoio ktI 1003, 50 ff. 
31. dTioXriSric 1002, 59. 

t32. rbrjc 1002, 59; 1004, 2. 

f\v Ti 1002, 59. Soll wohl „rjv toi** bedeuten. Vergl. 
1004, 29 „e! coi". 

44. T€ipO|Li^vouc 1004,42. — tö bfe „Teipo^^vouc ibdjv i^X^ncev" 
[so!], 6 Tiep i] MaccoXiu)TiKri, q)aci, TPa^^ „KTeivojLievouc" 
fX€i, Kxd. 1005, 18 f. 

45. KdK€iviu 1005, 26. 

46. fiT€MOveuric 1005, 28. 
50. KaeiZeic 1005, 29. 

t52. vöov diTi gegen d. Metr. 1005, 28. 
56 — 77. ^K TOÖ TÖ7T0U TOUTOu dGcTOuvTai übe Tiepiccoi CTIXOI 
Kß', XirJYOVTCC elc tö „Xiccoji^VTi Tifuficai töv *AxiXX^a [so!]'*. 
7raXiXXoT€iTai ydp, cpaci, irepi toiv iq>€if\c ouk dvatKaiuic. 
Kai o\ CTixoi biy qpociv, euTcXiöc ?xo^ci Kaxd cuvGeciv. Jti 
bi qpaciv, ibc ^TTtirav dv TaTc cuvTiMln^vaic cuvrd^eci irpöc 
TÖ beuTepov 6 ttoitit^ic diravTUJV vOv Tf\v *lpiv TtpiÖTTiv 
eiTtibv, cTto t6v 'AiröXXujva, Tipöc tö TTparrov diravTä emd)\ 
„öcpp' f^ )Litv TTOirjcri xöbe, 6 bi xöbe". (V. 56 ff.) ipeOboc 
bi qpaci Kai tö „qpeÜTOVTec iv yn\üc\\ 'AxiXX^iwc [so!] tt^- 
ciüciv** (V. 63)' ou tdp TrapaYeTÖvaciv ol 'Axaio\ 2ujc dKei. 
?Ti, qpadv, oubfe töv TTdTpoKXov dv^CTr|C€V ^AxiXXeuc inX 
TTÖXe^ov (V. 64), dXX' dKeivoc TrapeKXrJTeuce. Kai Capirri- 
böva be, q)aci, Kpivac vOv 6 Zeuc dTToX^cai (V. 67), bid ti 
^KcT (TT 433 ff.) olKTiZeTai; dcuvriGec bi, qpaci, Kai tö ou- 
bcTdpujc elireTv „"IXiov alirü^* (V. 71)' GiiXukiöc ydp de\ 
X^T€i. Kai „'Aenvac [so!]** bk „bid ßouXdc** dXaivai Tfjv "IXiov 
X^T€i (V. 71), q)aciv, ouk dirpocKÖTriJüc* bid ti xdp )i^ *'Hpac 
ßouXaic fqpri 6 Zeuc Kai judXXov, ÖTi Kai irapfiv toTc Xö- 
TOic; KOI 'AxiXX^a bk oubaiiiou, cpaci, TiToXiTtopOov elirev 
(V. 77), dXXd TTObdpKT] Kai TiobOüKri Kai iröbac liiKUV, ibc 



282 Max Neumann: 

TÖv 'Obucc^a eiiwöibc oötuj KaXeTv bid Tf|V Tpoiac äXuiciv. 
Ktti TttuTa )Li^v Ol 6ßeXiZovT€c. oi bfe ^HriTilTai Tipöc ToOra, 
uüv TOI TiXeiai dHeiXtiTtTai tuiv 'Attiujvoc koi 'Hpobiüpou, dx- 
TiOeviai Xuceic dHioXÖTOuc kt^. 1005, 53 ff. 
58. TTaucajLieviJU 1005, 36; 1006, 13. 
64. dvcxricr) 6v 1005, 39. 
1 65—77. 6 MaXXi&TTic ZrivöbOTOc rd ^k toö „TTdrpOKXov Kxevei 
[so!] q)aiöijLioc "€ktijüp" Kai ilY\c ?ijüc toö „Xiccojli^vti Tijiificai 
'AxiXXda [so!]" €upi7ribeiiu X^t^i ^oiK^vai rrpoXÖTiji, dcpeXiwc 
TTpoaxO^VTa Kai elc ovbkv biov dqpriTTmct'ri'^^JÖc 1006, 4 ff. 
66. TToXeTc 1005, 39. 
72. Tiauciü 1005, 43. 
t80. „übe b' 6t' dv diEri [so auch 1381, 61]" f\ „ibc öt' dvatHij" 
1006,45. — uic b' 6t' dvaXn&i [so!] vöoc dv^poc 690,47. 
Aus „dvaXr|Hei" ist „dvatHei" herzustellen. 
81. voricei 1006, 48. _ 

t82. eiTiv 1006, 48. — tö bk „einv", el jnfev t^ €i bicpOörfV 
irapaXriTtTai Kai eic f\ \r\f^i (d. i. „eiriv") f\ bxä büo f\ ypd- 
cpcTai (d. i. „rJTiv") briXoöv tö fjv, TrXeovacjLiöv rf\c ii bi- 
qpGÖTTOu f\ ToO f boKei iraGeTv, ivo XexiJ, öti dvTaOGa fjv 
f\ dvTaOöa ... €1 bi dvairaXiv tu) fj }ikv 7rapaXriT€Tai, X/JTei 
bfe elc biqpOoTTOV (d. i. „^eiv"), iva b^XoT tö fjpxCTO, rrXeo- 
vacjLiöv fx€i TOÖ vö Ka0' öjnoiÖTTiTd Tiva TOÖ „f^CKCiv ctpia 
KttXd" (r 388). ei bfe fp&(peTa\ „ein" X^p'^c toö vO bid 
biqpOÖTTOw Kai ff, CTi)Liaivoi 5v Fj tö uirdpxoi f^ tö rropeuoiTO 
ktL 1007, 2 ff. 

ji€VOivric€i€ 1006, 49; 1007, 8. 
94. oloc dKeCvou 1007, 26. 
109. fimiii f| ö|LiMi 1008, 16. 
114. b' frroc nö^cx 1008, 26. 
•119. k^kXcto gegen d. Metr. 1008, 28 u. 45; 932, 63. 
f 120. CeuTVUjLiev' 1008, 28, vergl. 45. — Ceuyvövai [solj gegen 
d. Metr. 932, 64. 

dbuccaTO [so!] 1008, 28. 
121. k^ TIC jLieiCuüV 1008, 29. 

123. Tiepibbeicaca 1008, 30. 

124. iLpTO iLifev ^K TTpoGöpou fi iLpTO bi' ^K TTpoGupou 1008, 31. 
126. dirö X€ipöc Fj Ik X^ipöc 1008, 54. 

tl37. jidpipei b' ^Seinc 1008, 58. — jndpirriüv ^£einc 720, 26. 
ouKi 1008, 58. — oöxi 720, 26. 
139. Toöbe 1009, 32. 

144. )ieTdTT€Xoc 1009, 41. — tö bk „ineTd^TeXoc" Tiepirrtiv Kai 
auTÖ kx^i TTpöGeciv, Ka0d Kai tö dirioupoc Kai tö „xoXeiTfl 
bk Geoö diTijLifivic" (€ 178) ... el bk tpÄqpcTai Kai „eeoTci 
^eT* dTTcXoc", ouK Sv e!r| diripböv, iva \ivi öti iy Ocoic 
ÄTTcXoc f| ^Ipic 1009, 49 ff. Vergl. V 199. 



EnstathioB als kritische Quelle för den Iliastext. 283 

tl46. ujiac? gegen d. Metr, 1009, 58. 
^XGeTv 1009, 58. 
165. ^Ttei ?o 1010, 44. 
171. uTiai 1010, 58. 
176. ce KeXeuce 1011,4. 

TToX^ILioio gegen d. Metr. 1011, 4. 
179. Ktti KcTvoc 1011, 5. 

7roX€|Lii2!uJV ebenda. 
tl87. t' dK Kpövou 1011, 20. — tö be „rpeic fäp t' ^k Kpövou" 
Tpaq)eTai Km bixo TipoG^ceujc „TpeTc f&p t€ Kpövou", koi 
dHaKOueim tö u\oi. 1012, 25 f. 

oOc T^K€TO Tia 1011, 21; 1012, 28 u. 29. — €i bi 

bOTlKrj dCTl TÖ 'P^O (d. i. „T^KCTO 'P^Cjl"), fxi KttXXlUÜV dCTlV 

T] TrpocörJKTi, iva X^yr) . . . oOc xeKCV uttö Tf| 'Piq, 6 briXiü- 
0eic Kpövoc. 'IcT^ov bk öti 6 ctixoc, ou dv xui i^Xei Keiiai 
TÖ „oöc T^KCTO Teo", el Kai eic Tpißpaxuv iröba bOKei 
KaTaXrJYeiv, dXX' ouv eic bdKxuXov XoTiZerai, ola xoO {>(b 
^Kxeivovxoc xf|V TTpö auxoö cuXXaßf|V . . . koi t^vexai oöxuüc 
6 cxixoc jLiaKpocKcXfic . . . el bk ypdqpexai „oöc x^Ke 'Pea" 
Kttxd xiva xujv dvxiTpdqpiüV, iiiuoupiCexai xö iizoc ... ei b* 
tciüc eöpTixai Ttou „oöc x^kc Teiri", dTToGiöc Ixei 6 cxixoc 

1012, 30 ff. 

197. K^pbiov Fi ßdXxepov 1011, 31. 

203. cxpeTtxoi ^Iv xe 1011,38. — cxpCTixai bi. xoi 625, 10; 
1338, 16. 

206. VTiiLiepxk f^ Kaxd iiioTpav 1011, 45. 

212 — 17. Koi öpo ÖTTiüc 6 TToceibaiv im xocoOxov xp^nei xöv 
XÖTov eic xö iLiaXoKiuxepov . . . uicxe koi dOexeicGoi bi' ouxö 
cxixouc ?£ dirö xoO „fiXXo bi xoi ipiix) koi direiXricuj" ?iüc 
xoö „dvr|Kecxoc xöXoc fcxoi". f^ xe tdp dTTeiXrj, qpoci, xoö 
TToceibujvoc dvTi0O7TOir|xoc, dTroixoöco xöv Aio xö il ovo^ktic 
köjLievov, xf|V xnc iXiou briXobf] äXiwciv, icp* fj oubeic irdv- 
xuüc dvr|K€Cxoc fcxai xöXoc. koi öXXijüc bi, q)OCi, Tipöc xi xd 
xfic direiXtic xuj ffix] KOxoTreicO^vxi koi eiirövxi öxi „veinec- 
cnOeic UTToeiHiü" (Vers 211) 1011, 52 ff. 
t215. dOeXiicri 1011,51. 

224. Tttp Ke 1013, 46. 

225. „dv^pxepoi" dvxeXujc, ii ou Koxd dqpoipeciv xö ve'pxepoi 

1013, 63 u. 64. 

230. „xf|v", rjTOuv f^vxivo, „jLiaX' dmceiiüv" 1014, 1. 

232. öqpp* fiv 1014. 9. 

233. kovxai 1014, 10. 
235. ujcxe 1014, 12. 

240. kaxeipoxo 1014, 32 u. 42. 

241. TivuüCKiüV 1014, 45. 
252. öiiiecGoi 1014, 55. 



284 Max Neumann: 

1256. irdpoc 7T€p 1014, 65. 

263 — 68. Siehe Z 506—11. 1015, 9 f. 

265—68. fx€i ö' ^KcT (Z 508—11) TCi ttic TiapoßoXf^c irpoccpu- 
eciepov fi Trep iLbe. . . . oöie toöv tö „Kubiöiüv" oöre tö 
„uipoö KdpTi fx^v" [sol] (V. 266) dpjnöCei Ti?i fipxi iK Xei- 
TToGujLiiac lauTÖv dvaXaßövii. koi fj toO ^ttitou bk cxdcic 
ouxi Ttfj TrecövTi "Gktopi, dXX' 'AXeEdvbpifi okeia xij) iy 
0aXdjLii|j bioTCTpiqpÖTi Kai otov dKOCTrjcovTi, 8 icti Kpi0i- 
dcavTi . . . bid TouTO o\ iraXaioi buo cxixouc dvraOOa fiö- 
vouc ^K Tt^c TiapoßoXfic b^xovrai, touc dv rq dpxfl, touc 
bfe T^ccopoc ößeXKouci, TrapoTiO^vrec riji ößeXtj) Kai dcxe- 
piCKOV, ibc dXXaxoö KdXXicia kci^^viüv tOjv toioutiwv ^ttuiv, 
Kai )Lif| dvraOea 1015, lOflf. Über den dcxepicKOC vergl. 
noch e 734—36. 

272. ecceuovTO 1015, 35. 

291. "€KTOpa, 8c 1016, 25. 

297. e! K€V 1016, 47. 

301. AtavT€ 1016, 52. 

302. M^Tnv 1016, 62. — *ApiCTapxoc ixkv ßapuvei tö „M^rnv", 
iD Kai ireiGerai f\ Trapdbocic. ol bk Tiepl TTroXeiLiaiov töv 
*AcKaXuJViTTiv TiepicTTiJüciv ibc '€p|Lifiv (d. i. „McTilv"), fpaci 
Tdp djc KT^. 1016, 62 f. 

1305. TTOTi vf^ac 1016, 56; 1017, 24. 

307. ßißdc f^ ßißujv 1016, 59. — ßißdc 1017, 25. 
1308. dJ^OlCl 1016, 61; vergl. 1017, 25. 

„fX€ b* altiba öoOpiv", f^v „dcmba" Tivfec TP<i<POuci 
1017, 29. — alriba 1017, 32. Vergl. <t> 400. 

320. KaievOüTta 1017, 54; 1939, 30. — tö bk „KarevÄTra" 'AXe- 
Hiiüv Kai ol TiXeiouc irpoTrapoSuvouciv (d. i. „Kar^vuiira"), 
olc Kai beiv ireiGecOai qpiiciv 'Attiujv Kai *Hpöbu)poc. . . . 
'Apicrapxoc bk „dvoJTrd" qpriciv ibc Kaxd bOü)ia (d. i. „kotc- 
viüTia"). Kai fcTi ßoiiGilcai Kai auitp Kard touc iraXaiouc 
oÖTiüc. fcTiv dviüTTf) f| TTpöcoipic . . ., ou alxiaTiK^ dvunrf|v, 
Kai Oüc irep Iiük^v luJKa, oötu) jieTairXacjLUJi iviwtrt|V dvunra 
1017, 60 ff. 

324. kXov^ouci 1018, 9. 

353. ^TTi CTixac 1019, 29. 
1358. jLiaKpdv [so!] 1019, 36, 

359. f^cei 1019, 39. 

363. TTOirjcei 1019, 49. 

365. nie 1019, 52. — tö bk „fjie" *ApicTapxoc ^kv bacuvei (d. i. 
„fjie") dTTÖ Toö Xr\^\ ficu) bid -rfiv ?civ tujv ßeXÜJV, 'Hpuibiavöc 
bk Kai Ol irepl KpdiTiia i|;iXoOciv (d.i. „f^ie") dirö rflc idceuic 
. . . Kai jLifiv 'ApicidpxuJ |Lidx€Tai Kai 6 Kavibv 6 tö fi irpd 
q)iüvri€VTOC öv i|iiXoöc0ai dTraiTUJV kt^. 1020, 18 ff. 

382. dTieiTei 1021, 9. 



Enstathios als kriidsche Quelle für den Iliastext. 285 

394. dKrijiaTO [so!] 1021, 59; 1022, 29. 

t400. iTapa)Liev^|Liev [so!] gegen d. Metr. 1022, 8. 

406. öüvavTO 1022, 39. 

408. ouT€ TTOT^ 1022, 39. 

409. oubfe vdecciv f^ i^bfe vdecci 1022, 40. 

416. ovbk buvaVTO 1023, 20. 

417. vnac 1023, 21. 

1426. x<iZec0ai gegen d. Metr. 1023, 40. 

444. ßdXea 1025, 3 u. 12. 
1448. fvOa TToXu 1025, 4. 

450. „\€)LieviüV irep" f^ Kaiot boTiK^v tttujciv „Uji^vuj irep" 1025, 9. 
f 452. irecövTOC b^, «pnciv, auToO u7r€pu)T]cov, 6 dciiv dvexii^pncoiv, 
o\ Yttttoi 1025, 8. Sicher las Eust. auch hier wie 122 
„u7T€pu)ncav bi o\ ViTTroi". Vergl. 703, 2. — Folgende Citate 
können sich aufser auf 452 auch noch auf 6 122 u. 314 
beziehen: ittttoi b' UTrepuüTicav 197, 42; 1126,60 und ittttoi 
b* direpiUTicav [so!] 717, 16, wo ohne Zweifel auch uirepiUTi- 
cav herzustellen ist. 

459. Mdxnc 1025, 14. 
t469. f^v 1025, 30. — Trjv gegen d. Metr. 1905, 36. 

476. dcTTOubei 1025, 51 u. 52. 

481. ö TeÖKpoc elc dfx^MOXOv ÖTiXiZeioi 7rpö)Liaxov, cdKOc jnfev 
. . . djLiqp' ujjLioici Ö^jLievoc (V. 479), Kpaii b' iit* IqpGijuiu ku- 
v^nv eÖTUKTOV Oeic (V. 480), Kai ilf\Q 1025, 56 f. Der 
nächste Vers, der erwähnt wird, ist V. 484; vergl. 1025, 60. 
Es ist somit nicht auszumachen, ob Y. 481, der übrigens 
1921, 13 citiert wird, in der Handschrift des Eust. stand 
oder nicht. 

490. Tiverai 1026, 6. 

491. „^TTiJaXiHei", ö kii biücei 1026, 4. 

492. ^lvu0€l 1026, 9. 

497. Ktti iraibec ötticcuj 1026, 15. — bid bi. täv Tiaibujv, ujc 
qpaciv ol TraXaioi, cejuvöiepov -rfiv Tictcav br\\oi feveäv 
^7T€\ Toi fe dXXuJC ^Hnv elireiv „fiXoxöc re c6ri Kai vrJTtia 
T^Kva" 1028, 56 f. 

499. otxovTOi 1026, 18. 

508. dXe^jLiev 1029, 10. — ^XGeTv 1029, 25 u. 61; 1030, 2. 

513. iv dvbpdciv f^ ütt' dvbpdci 1029, 18. 

XeipOT^poiciv 1029, 18. — el bk Tpdqperai „dvbpdci 
TiaupoT^poici", . . . 1029, 21. 

515. TTiTTTei dvTaöOa Cxcbioc . . . öv rivec jutv TTpoirapoSuvouciv 
ibc TÖ CTpöqpioc (d. i. „Cx^biov"), ol irXeiouc bk TtapoHu- 
vouciv ibc TÖ AoXCoc (d, i. „Cxebiov") . . ., 8 Ka\ dvbdx^Tai 
lidXiCTa TTpöc biacToXf|V toö cx^bioc, 8 briXoi töv ^tT^c 
1030, 10 flf. 

546. ivivxcne 1030, 54. 



286 Max Neumann: 

r)50. fiip "IXiov [solj gegen d. Meir. 1030, 58. 
5G2. Stand im cod. Eustathii. 1031, 10 f. 
bC)X aibo^ivDJV b' 1031, 11. 
tr>G7. ?pKei xttXKeiiü 1031, 14. — reixei xa^Kciiu 1107, 1. 
bia be Zeuc 1031, 18. 

571. ßdXricOa 1031, 31. 
1580. diHei 1030, 61; 1031, 49. 

Töv bk. [solj il 1030, 61. 

y595. dTT^xivuToV 1032, 34. Soll sicher „dTToivuTo" heifsen. 

5 JH. ^jLißdXij 1032, 25. 
y602. öpdHai 1032,40. 

607. TiveTO 1032, 52. 

609. ^apvaiLidvoio 1032, 54. 

616. TrXeTov [sol] öjliiXov 1033,22. Mufs „irXeiov' öjiiXov" heifsen, 
falls man nicht vorzieht „TtXeTcTOv" zu lesen. 

619. T^Xißaioc 1033, 26. — tö bfe „i^Xißaioc" ou |li6vov ^ipiXouv 
ol TiaXaioi . . . djTÖ toö dXiieiv . . ., dXXd Tivec Kai ^bdcuvov 
(d. i. „f^Xißaioc'') djTÖ toö elc id uipriXa irpiöia töv f^Xiov 
ßaiveiv. toutoic be ou ireiGeTai f^ irapdbocic 1033, 34 ff. 

621. TpocpöevTtt 1033, 26. — „TpocpdovTai" bk „KUjLiOTa" f| „Tpo- 
q)6€VTa", Tpdq)€Tai ydp bix^c 1033, 41. 

„dKTf]v" fj „dKTfj", fi iLioXXov „Tci T€ TTpocepeu^eTai au- 
Triv" 1033, 27. 

625. Xdßpov 1033, 50. — „Xdßpov" bfe Ka\ vöv cuvf|0iüc bid xoO ß 
TÖ Xiav ßapu. oötu) bfe koi Xdßpoc Svejioc . . . el koi tiv€C 
dTTiGujLioöci Tpdqpeiv auTÖv bid Tfic öU biqpGÖYTOu Ttapd t#|V 
aöpav (d. i. „Xaöpov") 1033, 58 f. Vergl. TT 385. 

UTTtti 1033, 50 u. 63. 

626. driTTic 1033, 51. 

63:i. )Liax^ccac0ai 1034, 30. 

639. 6 KoTTpeuc Tdc dtT^Xioc toiv SGXiüv ^k toO EupucO^uic 
dKÖ|Lii2^€ Tui 'HpaKXei. 1035, 35. Dies deutet auf die Lesart 
„€upuc9fioc d^GXiüv". — töv €öpuc6^a |Lif| ^öeXrjcoc koko- 
XoTncoi 6 7roiTiTf|c „fivttKTa" eTire. biTTf] tdp dvTaöGa 
Tpaq)f| „öc €upuc6f^oc d^GXiüv" fixTcXoc fjv briXabf) Tii) jue- 
tdXiw 'HpaKXeT, Kai „öc €upucenoc fivaKTOc" 1035, 49 ff. 

642. TtavTOiiiv dpeTrjv 1035, 37. — TravToiriv dp€Tf|V f| TiavTciac 
dp€Tdc 1035, 53. 
1645. UTi' dciriboc 1035, 39 u. 58. 

646. TiobriveK^c 1035, 39. Dazu: tö bk „TrobT]V€Kfec ?pKOC" bid 
|Li€TpiKÖv bdKTuXov ixiOx]^ jictXXov jLltV oöv bii KaiVÖTTlTa 
(ppdceujc. fiXXiwc tdp TTpöc Tf|v dcrriba fjv Sv, \va ?(pii „f^v 
^qpöpei iTobriV€Kfi" 1035, 61 f. In diesen Worten liegt wohl 
eine Andeutung der Lesart „irobriveK^ ', £pK0c". 

650. CTi^eeci 1035, 39. 



EostathioB als kritische Qaelle für den Iliasiezt. 287 

666. Tiporepiüv 1036, 8 u. 19. 
f)LiijiVOV 1036, 9. 

657. oubfe Kdbaceev 1036, 11. 

666. TpiJüTräceai gegen d. Metr. 1036, 25, vergl. 40; 1040, 2. — 
TÖ be „jLif) [so!] TpiüTTäcGai", el )Lifev bid biqpOÖYTOu ^xex Tf)V 
XriTOucav, cucidXXei auTf|V KOivöiepov bixa inKpopäc q)Ui- 
vf|€VToc' el bk biet ToO e ipiXoö (d. i. „ipiüTracGe"), bOvaiai 
)Li^v Ktti oÖTU) cuvxdccecGai, öjuIuüc bfe Kaivöiepov dvaXXdccei 
Tf]V cuvTaHiv (gemeint ist die Construction: „TOUväZojLiai 
(V. 665) . . . kid^evai KpoiepÄc iix]bk TpuiirdcGe kt^.") 
öXov bk TÖ „jLiTibe TpuüTTdcGe q)ößovbe" ktL 1036, 40 flf. 

670. TTpdc VTiiDv f^ Tidp vtiujv 1036, 55. — Auf die Lesart „irdp 
vn&v" deutet: toO be „djuiqpoT^puüOev" (V. 669) biacacpriTi- 



KÖv TÖ „Trapd Te 
671. b' dqppdcavTO [soT 



so!] VTiOüV Ktti 7roXd)LioiJ [so!]" 1037, 18. 
1036, 59. 

675. dqp^CTttcav 1037, 1 u. 31. 

678. buiJüKaieiKOCiTTTixu 1037, 29. Dazu: tö bk „ buiüKaieiKOCi- 
TTTixu" uqp' 'ev dvaYVUüCTeov, uüc ^v toTc 'Attiiüvoc kqi 'Hpo- 
buipou KeiTtti 1037,43. Damit zu vergleichen: öXixojLieTpiav, 
f\ GeuipeiTai i.v CTix4J il öXitu)V jLiepuJV Xöyou cuTKeiin^vtu, 
010 V „koXXtitöv ßXrJTpoici, buuüKaieiKOCiTtTixu"- (Im Text 
falsch in drei Worten buiu Kai elKOciiTTixu.) 353 , 40 f. — 
biiui KQi eiKOCiTrnXU 1021,44; 1299,38; 1585, 5 (buo). 
Vergl. überhaupt V 264. 

680. cuvaTeipeTai f| cuvaeipeTai 1037,46. Dazu: „cuvaYeipeTai" 
ToiouTOuc iTTTTOuc ^K TToXXÜJV, rjYOUv dTTiX^T^HV cuvdyei. el 
bk Tpoi^ti [so! soll doch wohl ypdqpeTai heifaen) „cuvaeipe- 
Tai", TÖ cuZeuTVÜeiv Kai 6^o0 eipeiv f| X^Hic briXci, ibc Kai 
TÖ „CUV b' rjeipev ijuidciv" (K 499) 1037, 54 ff. Femer: ibc 
b' öt' dvfjp . . . ^Tiei cuvaTeipr] 1^ cuvaeipij [sol] 1038, 15. — 
cuvaTeipCTtti 1038, 12. 

681. biiüKei 1037, 45; vergl. 1038, 18. 

693. veuüc 1038, 21 u. 26. 

694. dvTioc diHac 1038, 22 u. 24. 

„iLpcev" fj iLidXXov „Acev ötticuj" 1038, 27. Dazu: 

lipcev ÖTTicuj f| iLce 1035, 12 und: aicGdveTai t^P (näml. 

"€ktu)p) toö Aiöc uicavToc aiiTÖv ÖTiicGev f^ öpcavToc 

1039, 34. 

704. veöc 1038,54. — dv tuj „TrpujLiVTic veuic" Tiva tOüv TiaXaioiv 

dvTiTpdqpujv bid toö ö jniKpoö Tpdqpouci tö „veöc" ei Kai 

bid TOÖ ÜJ juietdXou iv toTc dvTiTpdqpoic dqpdpeTO, elxev dv 
Gepaireiav tö in^Tpov cirovbeiaKfjV bid cuviCrjceuJC 1039, 10 ff. 
1706. eic 1038,54. 
714. TT^cov 1039, 4, vergl. 27. 
717. b' kAeuev 1039,30. 
1730. IvQ' öt' [so!] eiCTiiKei gegen d. Metr. 1039, 62. 



288 Max Nenmanii: 

1731. cpdpei 1040, 1. — qpdpoi 1040, 16 u. 18. 

737. juidv TIC 1040, 22. 

741. TÖ „dv xepci q)6iüc, ov ineiXixir) TToXejuioio" TVU))iiKUJC ^i^O^v 
'Apiciapxoc )Lifev oötuüc ^KXa)Lißdvei ibc ^v Tip bpäv dcTiv f| 
viKH Kai ouK ^v T^ jLieiXixiiJ tou ttoX^iliou. 6 bk Qpqi Aio- 
vucioc euGeiav voeT tö „jueiXixin"» X^t^v öti dv x^pclv fiiiiiv 
f) cujiripia, Tipocriveia bk ouk fcTi ttoX^iliou 1040, 36 ff. — 
juieiXixin 1078, 55. 

745. beöeTM^voc 6H\ öoupi 1040, 40 u. 13. 

746. biüÖ€KO bk f\ br\ 1040, 41. 

lAIAAOC n. 

5. l|lKT€lp€V 1041, 55. 

t9. dccujLi^VTiv 1041,48. — tö bk „kcuju^vn KaiepuKCi" tpA- 
qpcTai KOiXXiov „dccij)LidvTiv" kotöi TTTUJCiv alTiaTiKf|V, iva 5 
^ryripa kcu)LidvTiv 1042, 9 f. 
11. iKcXoc [so!] 1041, 48. 
14. iLifev fxi gegen d, Metr. 1042, 28. 
16. TeOveiuiTUiv 1042, 24. 
121. TTtiX^iüc 1042,40. — irpOKOiXiou bi irapdbeiTlia tö „t5 
'AxiXeö, TTtiX^oc v\C 6 Yctp Tpiioc ttouc rerpacijXXaßoc 
(uüv i&TKUüTai olov Tf^v KoiXiav koi b^eiai cucToXf\c |i€TpiKtic 
641, 36 ff. Vergl. T 216. 
128. juidv t' InTpoi 1043, 58. — ^^v inipoi 887, 3. 

d)Li(pi7rdvovTai 1043,58. — d^qpeir^vovTO 887,3; 928,18. 
31. alvap^TTi 1042,54. — i\ bk toö „olvap^TTi" dvdtvuicic Kord 
'Hpöbiwpov Ktti 'Airiiüva 'Apicidpxeiöc icTiv, ix^i b^, q>aciv, 
f^ XdHic Jttoivov öjuioO Kai ipötov, ibc Ka\ TTpoebriXiIiGhi» ^i 
djiqpoTv K€Kpa)LidvTi. öti ixkv ydp fx^i dp€Tf|V, öjLioXoTet' öti 
b' OUK dir' dTaGiö tujv qpiXiüv, biaßdXXei. . . . outuj koI aiva- 
p^Tric 6 im KaKtjj t^v dpcTfjV fx^v, f^TOi Tf|V dvbpiav KttT* 
^Hoxr|v. ?T€poi bk TÖ „alv^" cuvaX€iq)ouci Kai TP<i<pouciv 
„alv', dpcTfic TIC C€\j fiXXoc övrjccTai;" Vva X^pj öti „iB 
alvfe, TIC dXXoc Tf]c cfic dvbpiac övrjccTai;" mOaviUT^pa b^, 
qpaciv, f) 'ApiCTdpxeioc Tpaqprj. öXXoi bk „alvap^Tnc" TpA- 
q)ouci KaT* euGeiav tttuiciv, Vva fj x^^^oc alvap^TT)c 6 Ka- 
Kuvuüv Tdc dp€Tdc 1043, 47 ff. 

TIC C€U 1042, 54; 1043, 52; vergl. 53. 
34. c' fTiKTC 1042, 59; 1044, 18; 1392, 51, vergl. 1622, 43. 
•■35. TT^Tpai t' i^XißaToi 1042, 59; vergl. 1044, 18. 
•*37. Tivd TOI 1044, 21. — Tivd coi 1042, 16. 

40. böc bi ^01 1044,22. — böc )LiOi 1044,7; 206,41; 977,10. 

41. ai K^ jLie 1044, 22. 

43. dvdTtveucic 1044, 24. — dvdTiaucic 1044, 38. 

44. KeKjiiiKÖTac 1044, 24. 



j 



Enstathios ah kritische Quelle für den Iliastext. 289 

t45. dicai)Liev 1044, 24. — TTdrpOKXoc ^v toTc iif]C xd toO N^- 
CTOpoc TTpöc 'AxiXX^a XaXaiv Kai Trapiubiuv ibc dv imera- 
TTOi/jcei TÖ „ujcaicGe" (A 803) elc tö irpOüxov auToO tö 
„uicaijLieGa". 885, 12 fif. Es liegt hier ein Irrtum seitens des 
Eustathios vor. 
TTOTi 1044, 24. 
47. XiT^cöm 1044, 58. — tö bk „XiT^cöai" Trapo5uv6)Li€Vov 
öjLioiiJüc Tuj XoßdcOai 6 *AcKaXuiviTTic d£ioT, q)aci, irpoirapo- 
^uveiv (d. i. „XiTCcGai") ibc ^tti dvecTorroc dirö toö Xiio^ai. 
T^ ILievToi irapaböcei dp^CKCi irapoEuveiv, ouk diriGdviüc kt^. 
1044, 62 ff. 

53. ÖTTTTÖTC brj 1045, 29. 

54. TtpoßeßriKei 1045, 30 u. 42. 

63. TröXejLioc gegen d. Metr. 1046, 3. 
"64. ujjioici 1044, 42. — üjjiouv 1046, 8. 
••67. vauciv 1046,8. 
181. lx^bl [so!] TTupöc 1046, 5. 

84. fipoio 1046, 57; 1047, 10 u. 24. 

88. bwr\ 1046, 61. Dazu: TÖ bk „öibr]" fKTaciv firaGev ^k toO 
boin 1047, 18. Vergl. I 592. 

92. TTOTi 1046, 63. 

95. TrdXiv TpujTräcGai f^ TTaXivipoirdacöai 1046, 64. — tö bk 
„TidXiv TpiüTtäcGai" i\ dpxn den toO TtaXivipoTTOc, dqp' ou 
Tiu ö jLiiKptu TrapaXTiYO)Lidvou tiverai tö „TtaXivipOTidacGai", 
Tpaqpfjv öjioiav Ixov Kai aurö Kai ou jLieTeOuvöjLievov Kaid 
•rfiv dKoXouGiav toO ipiüTracOai, 6 irep bid toö üj iiieTdXou 
Tpdqperoi dvaXoTUJC tuj CTpiücpuj kt^. 1047, 33 ff. Dazu: 
dv 'IXidbi TÖ „TraXiVTpOTidacöai" . . . bid jniKpoO ö Ypdq)eTai 
ola cOvOeTov 1639, 42 f. 

96. Geinc 1046, 64; 1044,37; 1047,37. — dcxn^OTiCTOi bk tö 
„djißfiii" (V. 94) KaTd tö „ct^ti in' dÜKupöiw TroTajiifi" (€598) 
. . . oÖTiw bi KaTiwTdpuJ iv TtaXoioic dvTiTpdqpoic Kai tö 
„qpdoc dv vnecci Gqnc" 1047, 29 ff. Vergl. Z 432; T 375; 
Y 464; X 346; Q 417. 

97 — 100. Tivfec jLidvTOi TUJV TraXaiujv . . . dKßdXXouci toüc ctIxouc 
TÄv dpujv toOtujv TiavTeXujc, bid Te fiXXa Kai bid tö uTiep- 
ßoXiKÖv, qpaci, Kai Traibapii&bec Tfjc vpuxfjc [so! lies euxfic] 
Kai TÖ dbuvaTOV Kai tö toö fjGouc cpGovepöv 1047, 45 ff. 
104. beivnv 1048, 15. 
107. o\)bi buvavTO 1048, 22 u. 36. 
120. Kcipei 1049, 2, 23 u. 24; 1085, 3. 
tl25. Mnpouc 1049, 42. 
127. bnioio dpiwiiv 1049,46. 

143. TTÖpe 1050, 22. Vergl. T 390. 

144. U KOpuqpnc 1050, 24. 

149. 6 „BaXioc" ittttoc rrapoHiJveTai ibc ola Kupiov övo|ua Yttttou 

Jahrb. f. oUis. Fhilol. Snppl. Bd. XX. 19 



290 ^&x Nenmann: 

Kaict Tct Tpißpdxea im dvöpdiTTUJV Kupio, iva biacT^XXoiTO 
Tou ßaXiöc, ö Trep öHutövujc . . . br{ko\ ktI, 1051, 16 f. 

150. T^Kexo 1050,58. 

151. ^v XeijLiiüVi gegen d. Metr. 1050, 59. 

'QKeavoTo 1050, 59. — ol Tpdqpovrec dvraöOa ou „rrapd 
{iöov 'Hpibavoio", KttGd iroXXd toiv dvriTpdqpiüV ?X€i, dXXd 
„pöov 'QKeavoio", dEiwKeaviCecGai ^riöeiev Sv t^ Kaxd Tf|V 
ToiauTTiv TpaqJnv dTroTtXovrjcei 1050, 63 jff. 

161. dpcurjci 1051, 46. — idc bk tXiüccoc dpaidc toTc Xükoic 
q)Tidv f^ jueid baceiac (d, i. „dpai^ci") dvrl tou cxepedc Kai 
e7Ti|Lir|Keic, f| jueid i|;iXfic (d. i. „dpai^ci") dvrl tou ßXairxiKdc 
1052, 4 ff. Vergl. € 425. 

162. bi T€ 1051,46. 

169. iv b" Sp iKäcTVi f\ iv bfe kdcTrj 1052, 21. 

175. öv liKe 1052, 59. 

177. uli 1052, 60. 

188. TTpocpöuJcbe 1053, 36; 1054, 5 u. 6. 

109. „^uKpivac", fJTOuv eö Kpivac 1054, 28. Dazu: tö €u Kpivac 
ILiCT* öXiTa „duKpivac" qpnci 1054, 13; auch 961, 6; 1056, 54. 
Vergl. E 202. 
y203. xo^4^ fip« c' Ixpeqpe 1054,35. — X0^4' ce [so!] dpa ?Tp€q)€ 
1054, 48; 1055, 5. 

207. ed^' dßdZieTe 1054, 40. 
f 214. Ä)c Ydp dpov 1055,36. Ist sicher „üic t' dpopov" zu lesen. 
Vergl. 1055, 59, wo ausdrücklich die Form „dpapov" ge- 
nannt wird. 
1218. 0uipr|CCOVTO 1055, 61. — Gujprjcceceov 1056, 15. So war 
gewifs die Lesart des Eust. 

223. ^UTrXrjcaca 1056, 19. Dazu: tö bk „duTtXricaco x^TiOviuv" 
^XiAiv ''OiLiTipoc eu TrXrjcaca t{ d)Li7TXricoca elireiv . . . ttoititi- 
KU)T€pov fqppace irpöc öjnoiÖTTiTa tou „duKpivac" (V. 199) 
1056, 54 ff., auch 1054, 14. Vergl. V. 199 u. H 502. 

227. 6t€ )Lir| 1056, 21; 1057, 15 u. 18. 

228. TÖ ^a 1056, 21. 

229. b' ?viiii* 1056, 21; vergl. 1057, 25. 

233. TTeXacTiK^ 1056, 24. — tö bk „TTeXacTiKc" TpdqpcToi Ka\ 
„TTeXapTiKt", biÖTi dv tuj tcjh^vci, qpaci, tou Auibuivaiou 
Aiöc XeuKÖc Xöq)oc fjv outuj KaXou)Li€Voc 1057, 54 f. 

2.^ l. be CeXXoi 1056, 24. — „CeXXöc" dGviKÖv f^ „'€XXöc" KaTd 
TTivbapov, djnqpißdXXcTai tdp i\ Tpaq^n* biö Kai 6 T^uiYpd- 
qpoc q)r|cl irepi toutou öti ouk fcTi bucx^picacOai bid Tf|v 
d^qpißoXlav, Kai CTijLieiujcai öti öcoi infev '€XXouc olbaci bixa 
TOU c, cuvaXeiqpovTec tpdqpouciv „dfucpl bi c' 'GXXol col 
vaiouciv [so!] UTroq)f^Tai" . . . öcoi bk „CeXXoüc" TP<i<POuci 
bixa cuvaXoiq)fic, outuj vooOciv . . . irXeiouc bk o\ „CeXXouc" 
TpdqpovT€C |Li€Td ToO dv dpx^ c 1057, 57 ff. 



Enstathios als kritische Qnelle für den Iliastext. 291 

236. „d ixkv brJTTOTe" f\ jiiäXXov „fj m^v b/JTTOT* i|Liöv" 1056, 25. 
Vergl. E 234. 

240. ?T€pov [so!] TT^MMiUi 1066, 28. 

243. dTTiCTttTai gegen d. Metr. 1056, 30. Vergl. E 92. 
t246. direi dirö 1056, 31. 

250. fbuiK€ TTttTrip 1056,34; 1586,5 (b(JÜK€). — buJK€ 0eöc644,9. 
t260. dpib|Liaivouciv 1058, 39; 773, 28. — ^pib|Liaivujciv 1059, 4. 

261. ?X0VTac 1058, 40; 1059, 3 u. 11. 

264. Kivricei 1058, 41. 
t281. Trapd vtjujv gegen d. Metr. 1060, 1 u. 4. — irapa vaOqpiv 
255, 13. 

283. ÖTTOi (puTTJ 1060, 8. 

290. d|ii(p€(pößTi0€V 1060, 20. 

298. Kivricei 1060, 41 u. 54. — KiWjcri 1060, 50. 

299. ?(pavov 1060, 41. Vergl. 6 557. 

300. oupavöGev b' UTreßpdTn geg. d. Metr. 1060,42; 1188,49. — 
oupavöeev UTreß^aTn [so!] 1060, 51; 1061, 6; 254, 3. Die 
leiztgenannte Stelle und 1188, 49 könnten auch auf 6 558 
Bezug haben, wo Eust. „oupavöGev b' äp uireß^d-fTi" liest; 
vergl. 729, 8. Jedenfalls war dies auch hier die Lesart des 
Eustathios. 

302. Tiver' dpuirj 1060, 43. 
305. ?t' fiv 1061, 11. 
310. Tttinc 1061, 36. 
316. öcc' ^KdXuipe 1062, 8. 
t325. TÖv bi CKÖTOC öcc' ^KaXuipe 1062, 8. 
1338. KttuXöv 1063, 5. 
348. bi TivaxOev 1063, 9. 
351. ?KacTov 1061, 25. 
354. bi^TjutttTev 1063, 24. 

362. TivuJCKe 1064, 1. — tö bfe „TWUJCKe" Kai diiXaic tö „Twd)- 
CKeiv" ol juiev licTepov 'Attikoi juerd Kai beux^pou Tdjuijia 
„TiTVoiCKCiv" qpaciv . . . Kaöd Kai tö „TwecÖai" „xiTvecÖai". 
"OjiTipoc jidvTOi dpxaiKüüTepov dTVoei Kai iv diaqpoiv tö beu- 

TCpOV TdjUtjLia. ?CTl bt ÖjLlUiC dKpiß^CTepOV TÖ TOIV öcTepov, 

ei Kai euqpujvÖTepov tö toö 'Ojuripou. ibc f&p cpriav *Hpa- 
KXeibric, KaGd tcXüü TcXicKUi iaKUJC . . . oötu) Kai ^k toO vouj 
YivcTai voicKUj Kai KaTd cuvaipcciv vuickuü Kai irpocö^cei 
ToO T AloXiKUJC fviucKUi . . . ^K b^ ToO TVtüCKUi TidvTujc Kaxd 
dvabmXaciacjLiöv tö „titviwckw" 1064, 2 ff. Sehr ähnlich 
1722,35ff.u.55ff. Vgl. auch- 145, 32ff.; 537, 3f.; 1587,40. 
365. Teivei 1064, 20 u. 42. 
f371. d£avT€C? gegen d. Metr. 1064,48. Eust. kann wohl nur 
„fiEavT*" gelesen haben. 

374. d^XXn 1064, 51. 

375. uirai 1064, 51; 1065, 12. 

19* 



292 Max Nenmann: 

379. dv€KU)LißaXiarov 1064, 54; 1065, 15 u. 18. 
381. Stand im cod. Eustathii. 1064, 55. 

385. XaupÖTttTov 1065, 44. — „XaupÖTarov" bk bid toO u fpa- 

TTT^ov . . . Xaßpoc jj^VToi bia toO ß 6 Xiav ßopöc i^ ßapuc. 

ÖTl b^ Kttl biet ToO ßflTtt TPCtCpflVai TÖ „XttßpÖTttTOV ÖbUüp" 

öpGoic fxei, TrpobebriXuüTai. ktL 1065, 64 ff. VergL 625. 

386. brj p' fivbpecci 1065,44. 

1390. kXitöc 1065, 46. — ibc bk Kai bid Tflc ei bicpOÖTTOu Tpd- 
qpouci Tivec Tf|V kXituv (d. i. „KXeiTöc") dirö toO kX^tqc 
7rXeovac|LiCu toö lujra, briXoOciv oi töv 'Hpuübiavöv dfiq)iTr€- 
vöjLievoi T€XViKoi. KX^Tttc b^, oö xp^cic TToXXaxoO, Öp€lVf| 
Tpaxeia dEoxn 1066, 18 ff. 

t395. TraXijiTreT^c 1066, 48. — ?T€poi bi „7raXi|Li7T€Tfec'* cIttov 
^TTiß^TiiLiaTiKUJC . . . buvaTtti bk KOi alTittTiKfi elvai OiiXuKfi 
tiXtiÖuvtikti Kttxd diroßoXfjV toö i Ik toO 7TaXifi7T€T€ic, f[ 
cuTKOTTti ToO a dirö toö 7raXi|Li7T€T^ac kt^. 1066, 52 ff. Vergl. 
H 100;' A 142. 

402. beÜTepoc 1067, 8. Vergl. V. 467. 

406. ?Xk€ 1067, 16. 
t407. Upöv 1067, 16; 556, 38. — eici bk di „biepöv" jUCTttTpä- 
qpouciv 1067, 48, 

409. €IXk€V [soI] ^k 1067, 17. 

411. TT^Tpiw f| TT^Tpri 1067, 66. — - ir^Tpu) 1076, 18. 

415. „'AjLKpOTepÖc" KUplOV ÖHuTÖVUiC TipÖC biaCTOXfjV TTIC dvTUJ- 

vu)Liiac 1068, 3 f. Vergl. tö „*A|LKpoT€pöc'' Kupiov Tipöc bia- 
CToXfjV öHüv€Tai 109, 44. 
t418. TidvTac 1068, 10. — ttoXXoüc 1062, 14. 
429. jLidxovTtti 1068, 46. 
[440. feiirac f\ feiirec 1069, 58. — femec 1070, 6. 

444. dv cppeci gegen d. Metr. 1069, 61. 

445. aX Kev Iwyna gegen d. Metr. 1069, 61. 

1450. fjTOi [so!] qpiXov f\ cpiXoc 1070,1. — tö bt „eT Toi cpiXov icrt" 
Kol TÖ „fJToi )Li^v liiv facov** (V. 451) ipeuboTiapi^xnciv xal 
auTd TTOioöci TfjV Kttl 7rpo€TVUJC)Li^VT]V iv T& ,,£bb€icav oöb^ 
t' fbncav" (A 406) 1070, 10 f. 

1451. dv KpaTep^ gegen d. Metr. 1070, 2 u. 12. 
t453. auTdp direibri 1070, 2. 

XiTTij 1070, 3. — Xiire 1062, 13. 

463. ßdXXcTd Tic dvraöOa OpacujuiiXoc 1071, 11. Eust. las also 

„0pacu|uiTiXov", nicht „0pacubri|Liov". 
467. beÜT€poc 1071, 48. Vergl. V. 402. 
1470. KpiK€ 1071, 15. — TÖ bt „Kpke Cutöv" dvrl toO ^xpiEe 

KttTd ÖVOjittTOTTOliaV. blÖ Kttl „TplT€" Tivfec O&TÖ ^TP^^tMIOV 

ujc beÜTepov döpiCTOv 1071, 34f. Damit ist zu vergleichen: 
„KpiKe tuTÖc" f| „KpiT€v", ö irpö öXitou t^TPa^rrtti 1119, 



.L..i^ 



Eustathios als kritische Quelle für den Iliastext. 293 

60 f. und: Kpiteiv . . ., il ou Kai tö „KpCtev" dv t^ IXidöi 
1734, 21. 

. CuTÖv 1071, 15 u. 34. Dazu: bflXov bk ÖTi KdvraOea 
oubeTepujc Iqpri tö lvfö\ Kara cuvtiGt] t^vouc MeraiiXaciLiöv 
1071, 35 f. — CuTÖc 1119, 61. Vergl. I 187. 
1488. eir' eiXiTiöbecciv f\ ev elXmöbecci 1072, 4. — dir' elXmö- 

b€cci 1072, 12. 
1504. eTXKe 1071, 56. 

TTOTi gegen d. Metr. 1071, 56. 
Jttovto 1071, 56. 
507. XiTTOV 1073, 13 u. 18. 
1517. Kparepöv gegen d. Metr. 1073, 30. — Kaprepöv 1074, 10. 
518. öEeiaic öbuvaic gegen d. Metr. 1073, 31; 1074, 12. 
522. & iraibi 1073, 35; 1074, 18. 
1523. Kparepöv gegen d. Metr. 1073, 35. — Kaprepöv 1074, 10. 
524. KOijiTicov 1073, 39; 1074, 21. 
526. KarareGveiuiri 1073, 40; 1074, 23 u. 30. 
1538. vöv be gegen d. Metr. 1074, 38. 

547. oöc im 1075, 7. 

548. „KardKpTiÖev", i\fOV\ KardKpric, ibc dXXaxoö Keirai (N 772), 
f\ „KaraKpfjÖev" TrpoirepiCTruiiLidviwc dvrl roö KaraKdpriGev . . . 
1075, 20 f. — 'Hpöbujpoc bfe Kai 'Airiuiv dv roic elc rö m 
cxoXioic XdTouciv Kai öHurövuic eupicKecGai „Kapfj" Kai Gri- 
XuKoic* öGev YivecGai Kai rö „Tp^JLiac bfe KaraKpfJGev Xd߀ 
TidvGoc" Krd. 1257, 54 ff. Vergl. N 772. 

t556. vöv ujiiv geg. d. Metr. 1075, 3 u. 4. — vOv ccpujiv 1075, 42. 

558. dcrjXaro 1075, 44. — rö „dcrjXaro" dvri roO dcdXeuce Kard 
TTopcpupiov . . . iv bk roTc 'Hpoboipou Kai 'Amiüvoc qpdperai 
ujc ou bei ireiGecGai Aucaviqi rö „8c irpiliroc dcfiXaro" Xd- 
Tovri „cfjXaro" koI bid roOro ipiXoOvri rö f\ ibc dirö roö 
crjXacGai (d. i, „dcfJXaro") . . . uicre ou jnövou TTopqpupiou 
dXXd KOI Aucaviou dcriv f) ^riGeica dHiiTncic, Kai oubd irdvu 
diTobeKrda dcri roTc iraXaioTc. ol b' aurol, 6 'Attiiwv bt]- 
Xabf| KOI 6 'Hpöbujpoc, diriKpivouci Kai öri bei . . . rö „dc/j- 
Xaro" dirö roö dXXecGai KavoviCeiv Kai voeiv dvri roö 
d(pr|Xaro. ouru) ydp, qpaci, boKei *Apicrdpxiji. biö Kai ba- 
ciivei dKeivoc rö f\ (d. i. „dcf^Xaro") 1075, 44 ff. 

591. f| Kai gegen d. Metr. 1076, 65. 

609. Tipoßißaivroc 1077, 63. 

614/15. Fehlen im cod. Eustathii. 1078, 3 ff. 

628. ouri 1078, 49. 

öveibioic 1078, 49. 

633. öpujpev 1079, 11, 19, 31 u. 35. 
1634. ßnccT] 1079, 11. — ßrjccaic [so!] 1079, 19. Es dürfte ftir 
„ßrjccri" „ßrjccijc" zu schreiben sein. 
Tiver' dKOuri 1079, 11. 



294 Max Neumann: 

636. ßoujv eö TTOiTiTduiV fj euiroiTiTduiv 1079, 14. Dazu: eö ttoit]- 
Tdujv fi eiiTTOiTiTdujv 1079, 25. — ßoiliv €U7T0iT]Tdu)V 679,22. 
— e! TTOu TPa^cTtti „ßooiv t* eö iroiriTduiv", TTapauXripoT 6 
fi cOvbecjioc ^K irepiccoö irap^XKiuv. ou Tdp icrxv ÄXXo 
voeTv pivöv ^vraööa Kai äXXo ßöac, dXX' fcTiv öjioö ßivöc 
ßoaiv ßOpca f] ^TTi Tttic dciriciv 1079, 29 ff. Damit ist zu 
vergleichen: ?CTi bk cxnMa ^K 7rapaXXr|Xou , 8t€ buo \{iexc 
öjioö KeTvTtti TrapdXXriXoi, irpoqpopqi juiövri biacpdpoucai, cri- 
juiaivoucai bk tö auTÖ* olov . . . „iroGdecKe b' duxiiv t€ ttö- 
Xejiöv T€ [so!]" (A492) Kai „^ivoO t€ ßouüv t' €U7roiT]Tdujv"* 
pivöc Tdp dvTaOGa koi ßöec xauTÖv bTiXoOciv 98, 34 ff. 

638. CapTTTiböva biov 1079, 42. 
648. Kai KcTvov 1079, 59. 

656. „dvdXKiba cpuCav ^vf]K€v", f\ KOid Tivac, „dvdXKiba Oujliöv 
dviöpcev" 1079, 64 f. 

660. beböiTM^vov fj ßeßXri)Li^vov 1080, 28. — ßeßXnfi^vov 1071, 
50; vergl. 1080, 30. 

668. CapTTTiböva 1080, 39. 

669. TToXXöv fiiro irpocp^pUDV fi dirÖTTpo qp^pujv 1080, 39 f. Vergl. 
H 334. 

t685. ji€TaKia0€ 1081, 21. — jueTeKiaOev 1081, 40. 

688. dvbpöc f\ dvbpujv 1081, 30. — dvbpujv 1081, 36. 

689/90. Standen im cod. Eustathii. 1081, 30 f. — Iv Tici tuiv 
dvTiTpdcpuiv |Li€Td TÖ „KpeiccuDV vöoc f\4, TTcp dvbpiöv" ou 
Keivrai öl dvareTpaMiLi^voi ^cpeHfic buo TVUJfiiKOi ctixoi, dXXd 
jiövoc elc oijTOC „6c ol Kai röie Öujuiöv ivx CTTjeecciv dviiKe" 
(V. 691) 1081, 35 ff. 

702. in" dTKÜüVOC f\ utt' drKUivoc 1082, 11. 
t706. TÖT€ bi] ö ^AttöXXudv beivd öjnoKXrjcac Tipoc^qpTi kt4. 
1082, 16. Somit war die Lesart des Eustathios „beivd V 
öjiOKXricac irpocecpTi ^KdepToc 'AttöXXuüv", nicht „firea nre- 
pöevTO TipocTiuba". 

707. QU vü TOI 1082, 19. 
1709. „6 Tiep", fiTOUv 8c Ttep gegen d. Metr. 1082, 20. 

719. poaic 1083, 8. 

726. dv TTÖvov 1083, 22. 
t735. ÖKpiöevTO, töv 1083, 35; vergl. 1084, 18. — 8v Trcpl [so!] 
Xeip dKdXuipe 1084, 16. Daraus darf wohl kaum auf eine 
Lesart „ÖKpiöevÖ*, öv o\ irepi . . ." geschlossen werden. 

736. xaZeTO 1084, 19. 

748. bucTT^iLKpeXoc eXr\ 1083, 50. — „bucir^iiKpeXoc" bk irövioc 6 
bucx€i)Liepoc . . . ö0€v Kai 'Hcioboc bucirdiiKpeXov Tf|V vaun- 
Xiav cpnci (0eoTOVia 440). ZrivöboToc b^, cpaci, irXiieiiVTi- 
Kilic fp&(pex „€i Kai bucTT^iLKpeXoi elev*', o\ iroXXol briXaÜi 
^Keivoi, olc Td TTjeea irapaTiÖevTai, 6 icvx bucdpecTOi| die 



EasiathioB als kritische Qnelle für den Iliastezi. 295 

KOI 'Hcioboc „MTibfe TToXuHeivoio baiTÖc bucTr^incpeXoc elvai" 
(^6pTa 720), ö dcTi öuckoXoc, bucfieTdirefiTtroc 1084, 39flf. 

1753. if\ ri jiiv 1084, 59; 1085, 9. — ?k t^ miv uiXecev dXKrj 
892, 21. Es wird wohl Ik aus ir\ verdorhen sein. 
756. irapaßoXfjv cuvciirrei (näml. 6 ttoitittic) . . . \i-xujv irepi Ke- 
ßpiövou auTOUc (gemeint sind TTdrpoKXoc und "£ktu)p) bx]- 
pivGfivai Kttid Tivac, jLidXicra bk bripiOfivai bixa toO vö 
ibc dirö Toö bripiu) . . . 1085, 11 ff. Also „bripiverJTTiv" und 
„bTipiGrJTTiv". 

1772. boOpa TreTTrJTei 1086, 6. 

774. dcTucpdXiEe 1086, 9. 

775. 6 bfe CTpocpdXiTTi 1086, 10. 

778. TÖcppa )Li^v 1086, 20. — Aber „TÖqppa juidX' d|LKpoT^pujv" 
im gleichlautenden Verse 67 (vergl. 698, 26) und 319 
(vergl. 1017, 53). Über die Lesart A 85 läfst sich nichts 
Gewisses sagen. 
787. TTdTpoKX' dqpdvn 1086, 48. — TTdrpOKXe cpdvn 1081, 50. 
807. fieccriTUC f\ |ui€CCTiTvi 1087, 49. 
810. br\ TTOTe 1087, 52. 
813. oub' dbdjuiacc' 6 1087, 53. 
1814. dpirdcac [sol] 1087, 53. — dpirdSac 1088, 44 u. 45. 
836. ftuJVTai 1089, 14. — fbovrai 1839, 64. 
840. vfiac ini 1089, 16. 

Tipiv ^'GKTopoc 1089, 16. 
1842. ujc TTOÜ ce 1089, 17 u. 22. 
t848. 7TdvT€C fiv 1089,52. 
854. boji^VTi 'AxiXXfjoc [so!] 1089, 59. 

857. dvbpoTTiTa 1090, 11 u. 33. Dazu: i\ dvbpoTf|C dji(pi)LiaKpoc 
ouca ouK öv TTOTe diraOfi ctixov baKTuXiKÖv eivai dcpricei, 
Sttou TiapejiTrecri 1090, 35. Vergl. X 363 u. bes. Q 6. 

858. TeGveiujTa 1090, 16. 

861. „cpe^Ti", flrouv (p0airi 1090, 20. 
864. dir' AuTOjidbovTa f\ juex' AuTOjLidbovra 1090, 40. 
866. l^Mevoc ßaXeiv [so!] 1090, 40. Bedeutet dies wirklich eine 
Lesart „W|Lievoc ßaXdeiv"? 

lAIAAOC P. 

20. TTopbdXioc 1092, 29. Dazu: fcTi bk Kard touc TraXaiouc 
„TTÖpbaXic" ji^v 6 dp^Tiv irapd tö irpodXXecGai, TiXeovd- 

cavToc TOÖ b, d)c dv iroXXoic. „irdpbaXic" bt bid toö ä i] 
erjXeia Tiapd tö TrapdXXecOai 1092, 38 ff. Vergl. N 103; 
573. 

23. qppovdouciv fj cpopdouciv 1092, 31. 

27. oub^ i 1092, 44. 
t31. €ic 1093, 19. — ec 1093, 27. 



296 ^^ Neumann: 

34. fj jidXa 1093, 31. 

37. dpriTÖv 1093,40; 1117, 1; 1474,47; 1567,54. — 6ti bk 
TÖ „dpTiTÖv TievÖoc" „fippriTÖv" Tivec Tpdqpouci, bflXov Kai 
ibc ouK euapecToövTai o\ TiaXaioi rfl TOiauTij Tpocpfl. . . . 
dpriTÖc 6 direuKTaioc Kai ibc eiireiv dirdpaTOC 1093, 60ff. 

42. out' dXKnc oöie cpößoio 1094, 8. 

44. „oub* IppriHe x«^köv", töv ^TimoXdZovTa biiXabfj dv t^ 
dcTTibi ... €1 hk Tpacperai „oub' fß^iiHe xo^köc", cpdpCTai 
Tdp Kai ToiauTTi Tpci9^» ^Tti Sv xciXköc i\ toö €u(p6pßou aixjuri 
1094, 11 ff. Vergl. T 348; H 259. 
t52. XPWcCu Te Kai 1094, 39; 1645, 47. — XP^cijj Kai 851, 52; 
1393, 34. 

54. dvaß^ßpuxev 1094, 41; 1095, 18; 939, 27. — tö bk „ctva- 
ßdßpux€v", ö irep övojuiaTOTroiriÖ^v tö dvairTiToZeiv briXoi, 
Tpdqperai Kai „dvaß^ßpoxev", 8 dcTi irivetai 1095, 7 f. 

58. im rair) f\ im fairic 1094, 43. — toioOtov (nÄml. ffxoc) 
olov Sv „dHa7TivT]c fivejioc ßöGpou t' dKCTp^ipi) Kai ravuaj 
in\ TTIV" [so!] 843, 4. Scheint auf die Lesart „dm TCtiri" 
zu deuten. 

62. dpirdcei 1095, 44. 

66. oub^ edXouciv 1095, 49. 

67. „bpifiuc xö^oc alpei" töv XdovTa bT]Xabri* f| „|uidXa fap 
xXujpöv bdoc alpei" Toiic vojudac briXovÖTi 1095, 49 1 

77. bajifivai 1096, 9. 

82. dv 7TÖV0V 1096, 30. 

83. d|Li(pi)LieXaivac 1096, 30. — tö bfe „djucpijieXaivac" Tivi tuiv 
dvTiTpdcpujv ou jiiav cuv9eTov otbaci XdHiv dXXd büo, Iva 
XdriJ „djLiqpi qppdvac iiieXaivac" (d. i. „cppdvac dficpl füieXai- 
vac") 1096, 31 f. 

88. iKcXoc 1096, 39 u. 43. 
95. TiepiCTeiuJciv [so!] 1096, 53 u. öfter. 
98. dedXei 1096, 56. 
105. (pdpTcpov 1097, 24 u. 27. — cpdpTaTOV 1097, 28. 

133. dcTriKei 1098, 41 u. 52; 1091, 41. — €kTr|K€i 1098, 54. 
134—36. XdovTa xdp vöv oi TraXaiol Tf|v GriXeiav XdT€c9ai (paav, 

ola ToO TToiTiToO |Lif) clbÖTOc elTTCiv Xdaivav . . . ol bt toOto 
Xe'TOVTec IcTopoOci Kai öti Xduiv fiß^riv ou CKUjivaTurret. 
biö ZrivöboToc ou TiapebdxcTo touc dvTaOea ctixouc, X^ovra 
)Litv auTÖc TÖV fiß^eva voujv, Xdxiwv bk iii\ CKUjivaTuiTeiv 
TÖV fiß^eva. Kai ^i\\ 'AvTijuaxoc Kai dXXoi CKUjivaTurreiv 
icTopouci Kai TÖV dppeva XdovTa 1098, 47 ff. 

134. cuvavTricovTai 1098, 42. 

136. KaXÜTTTUiv 1098, 43. — tö bk „KaXuirruiv", ei jifcv naOTiTi- 
Kujc voTiOeiTi TÖ „gXKCTai", oubdTepöv dcTiv (d. L ,yKaXi}- 
TtTOv"), l'va diriCKuviov XdrnTai KaXuTiTov touc öcpOodljyunic' 
el bk TÖ „gXKCTai" dvTl tou „SXkci" dcTlv dv€pTnTix<ac, ö 



Eustaihios als kritische Quelle för den Iliastext. 297 

Ktti ßeXriov, äß^eviKUJC XeTCtai „KaXÜTiTUJv" TUi öcce 6 

Xeuiv . . . 1098, 65 flf. 
139. icvf\Kex 1099, 3. 

144. caa»cr|C 1099, 11 u. 42. — cawceic 1099, 65; 1100, 3. 
148. bnioici ji€T' dvbpdciv 1099, 12. 
157. elc^pxexai gegen d. Metr. 1099, 29, vergl. 48. 
tl70. femec 1100, 60. — femac 1101, 36. 

171. Uü TTÖTTOl 1100, 60. 

175. oÖTi 1101, 28. 

178. ÖT^ h* auTÖc diroTpüvei juiax^cacöai f\ ^iroTpüvrici juidxecöai 
1101,29. — TÖ bfe „6t^ b' auTÖc diroTpiivei" tci TrXeiuü toiv 

dVTlTpdcpUJV Kttl VOV TTapoHuTÖVUDC fX€l ,,ÖT€ b' aUTÖC ^7T0- 

Tpüvei". dpxaiZouca bi f^ TPCtcpfj Tf|V auTfjV ^piutriveiav 
Ixer bnXoT rdp tö „TTOife b' auTÖc diroTpuvei" 1101, 39 ff. 

192. TToXubttKpuTOU 1101,48, vergl. 58. 

202. cxeböv den 1102, 11 u. 30. 

214. |LieTa6u)Liou TTriXeiujvoc 1102, 65. — Srepoi bi cpaciv öti „)Lie- 
YaGujiiu TTriXeiujvi" ivbdXXero, dTiö koivoO rfjv roiauxriv 
Xaßövrec boriKriv. Kai icviv dcieia juiäXXov f| Trepmeieia 
OUTUiC. .. 1103, If. 

219. Nicht nachweisbar. 1103, 20. 

229. Teeveiwra 1103, 44; 1104, 21. 

231. Toiv dvdpuDV 1103,45; 1104, 22. 

234. fX7T€T0 1104, 28. 

241. KOp^cei 1104, 36. 

242. dfioi [so!] K€(paX^ 1104, 36. — dfi^ 1104, 58. 
t260. TIC fiv 1105, 9, vergl. 53. 

cTttoi 1105, 10 u. 53. — Tic Sv TrdvTUJV [so!] dvö)LiaT' 

[so!] eiTTT) [so!] 410, 5. 
265. ^lövec 1105, 59; 1106, 30; 116, 1. — ou fiövov tiXtiOuvti- 

KUJC TP^i^^Ttti „T^iövec ßoöiwciv", dXXd Kai dv t^vik^ dviKq 

„ÄKpai T^iövoc" . . . 1106, 50. 
269. „T^dpa 7ToXXf|v" f| jiiäXXov „i^^pa ttouXuv" 1107, 13. — ttou- 

Xuv (im Text 7T0uXr|V [so!]) 1110, 7, vergl. 1107, 18. 
t270. fiX^axpe 1107, 13. — fixönpe 1107, 20. 
279. fpTCX T^TUKTO 1107, 24. 
281. !k€Xoc 1107, 28. 

289. elXKC 1107, 42. 

290. T^vovTac 1107, 42. 
292. ieji^vijüv 1107, 42. 

302. Gp^TTTpa 1107, 48. Vergl. A 478. 

307. dv Tifi „<t>ujKria)v öx* dpiCTÖc" cpriciv 'Amuiv Kai ^Hpöbujpoc 

Kai bid biqpeÖTTOu Tf|V TrapaXrjfoucav toO „OuDKrjuüv" TP<i- 

cpecGai (d. i. „OwKeiujv") 1108, 8 f. Vergl. B 517. 

1320. dvaXKeiqci 1108,28. — oi b' auroi (nämlich ^Attiüüv Kai 

*Hpöbuipoc) Kai TÖ „dvaXKciij" [sol] KaxiDT^pui KeijLievov 



298 ^Ax Neamann: 

bicpopeicOai cpaci Kara Tf|v Tpa^P^^v rfic TiapaXiiTOucTic 
1108, 9 f. Dazu: ujc bfe tö „dvaXKirici" biqpopeirai Kard tfjv 
TTttpaXrJTOUcav, irpö öXitujv ijpa(pr\ 1108, 35. 

331. ujiiv 1109, 2. 
359. cxeböGev T€ 1109, 50. 
361. dTXncTivoi 1109, 59. 
363. T€ jidxoVTO 1109, 60. 
365. dv' öjiiXov f\ KttG' öjuiiXov 1109, 61. 
TTÖvov aliTÜv 1109, 61. 

367. cöov 1110, 9 u. 18. 

368. jidxTic fm, Sccoi 1110, 9. 

387. |uiapva|Li^voiiv 1110, 49 u. 64; 1111, 52. 

392. kukXöcc [so!], ficpap 1111, 5. 

395. eiXK€OV 1111, 10 u. 49; 1110, 65. 

397. vfiac dvd ^Xacpupdc f| dm rXaqpupdc 1111, 10 f. 

398. oub' dv "Apnc . . . oub' dv 'AGrivTi 1111, 56. 
405. dvixpiMcp^via 1112,5. 

408. TÖ T€ 1112, 6. 
1413. dxpiMTTTOVTO 1112, 19. 

415. fjjiiv 1112, 21. — TÖ „ou jidv fjjiiv duKXeic" baxTuXiKUic 
TTobitöiLievov |Li€Td TÖ „OU jidv** Tpcitpouci ji^v Tivec „ou jidv 
fjjiTv eÖKXedc". dpdcKei hk toic TiaXaioTc f| TipiuTTi tP<K9^ kt^* 
1112, 33flF. Vergl. H 352. 

•423. öpcacKCV ^Taipou 1112, 34. 
••429. AÖTOM^buJV T€ 1112, 61. 

435. eicTTiKei 1113, 7. 

TeeVTlÖTOC 1113, 7. — T€0V€IÖTOC 1114, 13. 

436. fxovTCC 1113, 7. 

437. dviCKrjipavTe f\ dviCKi)LiipavT€ 1113, 9. — CKi|Lii|iai bk xal vöv 
jiieTd Tou )I . . . „oubei dvicKifiipavT€c [so!] KapriaTa" . . . el bfc 

Kttl KpeiTTOV TPÄCPCIV „IVlCKijiHiaVTe" . . . ÖjUlUiC OÜK d7Tl|jbÖV 

dcTiv oubfe TÖ „dviCKiipavTe" [so! lies „IviCKriipavTe''), ili cut- 
T€vdc Ti TÖ KaTacK^iniavTe 1114, 17 ff. 

iiO. djLicpoTepoiciv f| djUKpoT^puiOev 1113, 11. 
1416. öiCupuüTepov 1113, 31. — CTHLieiujcai bfe Kai die dv Tip „öiZu- 

pU)T€pOV" fl flCTpiKÖV TrdOoC dCTlV, f\ TpCtji|iaTlKO0 KttVÖVOC 

Tiapdßacic. el jifev ydp cucTaXeiri tö ö t^c 7rpo7rapaXTitoucT]c 
(d. i. „öiZupÖTepov") . . ., dqpuXdxOr] M^v 6 TPOMlnaTiKÖc xa- 
vuiv . . . , TT^TTovOe hk TÖ jidTpov bid TÖv dvT€u9ev Tpißpaxuv 
TTÖba XaTapÖTTiTtt eepaTieuoiLidviiv t^ öHeiqt, f^Tic Kai aörfi . . . 
dKT€iv€iv bebüvTiTai. . .Kai ouTUi )Litv ddv cucTdXXriTai cuvifj- 
0UJC f) TTpoTTapaXriTOuca tou „öiCupÖTepov". ddv hk dKrei- 
vriTai |Li€T€0ucjii|i, tö ^k\ |uidTpov dcTlv dTraOic..., 6 5i 
Tuiv TPO|ii|iaTiKUiv Kavdiv TraprivöjiTiTai [so!]. TOiauTd riva 
Kai dv 'Obucceiqi KCiTai..., dbv den Kttl tö „XopurraTOC 



Eustathios als kritische Quelle für den lliastext. 299 

olvoc [so!]" (ß350). . .Ktti TÖ „KttKoEeivoiTepoc" (u376) kt^. 

1114, 38flf. 
461. ^eia 1114,54. 
488. „Tüü Kev", fiTOUv oOc Äv 1115, 39. 
495. IXireTO 1116, 1. 
502. iLierdcppevov f| MCtacpp^viiJ 1116, 12. —• jueiacpp^viu 1116,14. 

505. qpoßncai t€ 1116, 18. 

506. aXibn 1116, 18. 

t524. VTjbutoici 1116,58. — vribuia ..., S TpicuXXdßiwc ^tepoi 
„vribua" TPÄcpo^ci (also auch „VT]buoici") 1117, 7 f. 
XOce gegen d. Metr. 1116, 58. 
1547. T^ÜTe 1117, 33. — Oüc b' öre 555, 43. 
Tavüccei 1117, 33. 
551. „^auTf|v" f\ MäXXov biaXeXufi^vuJc „g autriv" 1117, 39 f. 
t558. ^Xkücujciv 1118, 2. 
1564. kejiäccaTO 1117, 62. 
570. dvfiK€V fi eeriKev 1118, 30. — f0nK€V 511, 41. 

572. Xapöv U 1118, 31. 

573. edpcouc 1118,39. 

585. Stand vermutlich im cod. Eustathii. Vergl. 1119, 18. 
607. bi äTn 1120, 17. — tö bt „Wrn" büvaTtti Ktti bicuXXdßwc 
dvraOea Tpcicpfivai (d. i. „bt firn") 1120, 18. 
Tol b' dßöricav 1120, 17. 
623. Tivu)CK€ic 1120, 50- 

630. auTÖc dpr|T€i 1120, 52. 

631. dcpUi 1120, 56; 1121, 2. 

637. o\ 7T0U beOp* öpötuvrec 1121, 22. 

658. „d7T€i dp Kev", fjrouv ^Tieibdv, „Kd|Lir)ci" 1121, 60. 

660. irawuxioi gegen d. Metr. 1121, 61. 

661. „leüvei" f\ luidXiCTa „iGuei" 1121, 62. Dazu: tö bk „iGuvei^' 
öjiijL)VU|Lioc oöca X^£ic iroXXaxoO iöueiv X^T^iai bixa toö v 
(d. i. „iGiiei") 1122, 29 f. 

662. dvrioi fi dvTiov 1121, 62. Vergl. M 44. 
681. iboio 1122, 45 u. 64. 

688. TWa»CK€iv 1123,3. 

KuXivbei 1123, 3. — ßapuTÖvujc bk Kai vöv tö „kuXiv- 
bei" dvaTivu)CK€i 'ApiCTapxoc 1123,3. Also betonten andre 
„KuXivbei". 

689. dpiCTOC 1123, 4 u. 12; 1128, 26. — tö „TieqpaTai b' dpiCToc" 
TpdcpeTtti Ktti „TTecpaTtti b' ujpicToc" 1123, G. 

703. djLiuveiv 1122, 47; vergl. 1124, 5. 

714. (puTUJ)Liev 1124, 18. 

724. v^Kuv fipavTCC 1124, 34 u. 36. Also las er „v^kuv dpavTac", 

nicht „aTpovTac". 
728. bx] dv 1124,46. 
730. T^UJC? 1124,43. 



300 Max Neumann: 

1732. bf) ATavTe 1124,44. 

733. bfe TpeireTO 1124, 44; 1125, 5, vergl 9. 

734. bripicacGai 1124,45. 
743. ?Xkouciv [so!] 1125, 45. 

748. TexuxTiKiic 1125, 49; 1126, 2. — ^HpaKXeibric Tpotq>€i • . . 
Ik toö TeTuxTiKa TerOxTia X^t^i (näml. ö TroiriTric) „biairpii- 
ciov T€Tuxn^c" 1700, 32 ff. 

751. ovU Ti jiiv 1125, 52. 

752. dv^pTOV [so!] 1125, 53. Mufs offenbar dv^pTOV (= dv^ep- 
Tov) heifsen. 

1761. TiTVet' dpwri 1126, 24, vergl. 54. — twct' dpurfi 1126, 56. 

lAIAAOC C 

14. vnac dir* Sip Uvai 1127, 56; 1128, 11. 

15. ?ujc 1128, 3. 

18. TTnXduDC 1128,4 a. 28. 
1 26. Koviij gegen d. Metr. 1128, 41. — Koviaic, d. i. koviijc 1133,47. 

34. d7T0T)Lir|H€i€ 1129, 50. — dTTOTjiriceie [so! soll wohl „diro- 
TjuiriHeie" heifsen] 1129, 55. 

39—49. . . . oi TiaXaioi. irap' olc i^O^TtiTai 6 tujv fipuitbujv 
Xopöc. cpaci ydp öti "OjuiTipoc |Liiv Kaid tö koivöv ainäc 
eiuüöe X^Ttiv, tout^cti irpocriTopiKUJC Nripriibac, KaOd icai 
eiXeiÖuiac Kai Moücac* 6 bk Kar' övo|uia xctpcxKifip *Hciö- 
beioc fiXXuic T^, cpaci, Kai t^XoTov irpoG^iLievov irdcac eiireiv 
^TiaTaTeiv tö „dXXai re a*i Kaid ß^vGoc**, die Ttep diroKa- 
jiövTa Kai jif) euTTopoOvTa biTivcKoOc TrXdceujc övo|idT(uv 
1131, 20 ff. 

48. „'AjidGeia" Ttapd Tf|V fi|Liaeov, f)v ou KaXa»c tiv€C „*Afid- 
Öuiav" dröXfiTicav TP«9tiv Ttpöc öfioiöniTa toO 'QpeiOuiav 

1130, 57. 

55. i^ tnel 1130, 8. 
63. iboiMi 1130, 10. 

71. „doTo" fi fiäXXov „dfloc*', fiTouv i^doc, 6 dcxiv dTaÖoO •.. 
f| Kai Ibiou, biö Kai bacuveiai irapa iroXXoTc (d. i. „dfloc") 

1131, 45 f. 

86. djc öqpeXec 1132, 18; 1130, 17. 
90. ovbi |ie 1132, 24. 

dvuJT€ 1132, 24. 
93. MevoiTidbao gegen d. Metr. 1132, 25; 1623, 11. 
100. bfe bficev dpflc dXKTHpa 1132, 51. — tö bk „djiieio bi bf|c€V 
dpf]c dXKTfipa T€vdcÖai" crpeßXöv dcTi vÖTijia Ka\ bidcpopov 
T^ TPa9^ Kai bucqppabdc. Kai oi m^v oötui q)actv „djiioO 
bk bticev 6 "Apric", tout^ctiv ibr]ce Kai dKiiXucc tö „dXicriflpa 
TevdcÖai" (d. L „"Apiic dXKTfipa*') . . . (Diese Lesart wieh 

1139, 12.) ?T€pOl bk 7T€piC7TUJVT€C TÖ „dpflc" X^OUQV OÖ- 



Enstathios als kritische Quelle fSr den Iliastext. 301 

TUDC- „^Moö bk bfic€v", ö kriv ibir\ce Ttp TTaTpÖKXiu, elc tö 
dpac dKeivuj dXKTtipa rev^cGai. . . . töv bk 'Apicrapxöv cpaci 
Tpctcpeiv „"Apeuü öXKTfjpa", iva X^r^l öti djuioO ^b^ricev elc 
TÖ dXeHTiTTipa TevdcGai toö "'Apeuj ... 1132, 62 ff» 

102. cpöujc f{ qpdoc 1133, 28. — cpdoc 1133, 43. 

116. de^Xoi 1134,20. 

124. dbivöv 1134, 25. 

128. TttÖTd T€ f\ TOÖTO Te 1134, 32. — raOrd t€ 1135, 2. 

129. dxdpoic gegen d. Metr. 1134, 32; 1135, 3. 
171. TTttTpÖKXuj 1136, 40. 

176. dvu)T€i f\ fivuüTe 1136, 42. 
180. fXGoi 1136, 44; 1137, 2 u. 3. 
182. TIC Tdp 1137, 8; 125, 14. 
188. TTOic bf\ fXGuj? 1137, 21. 

Teiixe' ^KcTvoi 1137, 21. 
194. „ö t' IXTTOjiai [so!] ^vi Tpiuecciv" f\ jLidXiCTa „^XiroM* dvi 
7rpu)T0iciv" 1137,24.— ^vl irpiüTOiciv 1137,54; 1142,14. 
197. ÖTi f\ ö TOI 1137, 32. 

207. 6 b' auTÖc, cpaciv, 'ApicTapxoc Kai tö „ibc b' 8t€ Kairvöc 
lujv ii öcTcoc alGep' iKriTai ttiXöGcv ^k vrjcou" outu) ixeia- 
Tpdcpei, „ibc b* ötc irOp Im ttövtov dpiirpeTT^c alG^p* \kti- 
Ttti", X^T^v d)c ÄTOTTOV TÖ TTup ekdcai KttTTva». oÖK eö b^, 
cpaciv, dKcTvoc iroieT. kt^. 1139, 15 ff. 

208. djLwpijidxovTai 1138, 9. 

211. dTTrJTpijioi 1138, 10. — TÖ bk „dmiTpiiLioc*' ... 6 'AcKaXu)- 
viTT]c öHuTÖvuüc, qpaci, (d. 1. „drrTiTpiiLioi") Ttpo^qpepev, ouk 
€Ö XifUJV 1139, 4 f. 

212. TiveTtti 1138, 10. 

213. "'Apeoc dXKTflpec 1138, 11. — tö bk „"Apeuic dXKTfjpec" 
cri)Lieia)T^ov ... tu iraXaid tujv dvTifpdqpuüv ^KTeivouciv 
^VTttOGa TTjV XrJTOucav toO „"Apeuüc** . . . Tivfec b4. cpaci Kai 
djc al TOÖ 'ApicTdpxou ^Kböceic koi toOto bid fiövou toO üj 
fxo^ci, ToO „"Apeuü" Tdp ibc toO Mev^Xeuü Kai toO TTeipeu)... 
1139, 12 ff 

215. dir' 'Axaioüc f\ de 'Axaiouc 1139, 23. 

227. TÖ b' fbaie 1138, 15; vergl. 1139, 34; 1140, 13. 

228. utt' iK Tdqppou 1139, 34. 

229. bk KUKT)GTicav 1139, 34. 
238. elc TTÖXejiov 1140, 38. 
243. b* au 1140, 61. 

252. 6 luiiv öv 1141, 29. 

1260. vfjdc t' aipncdjLiev 1141, 34. — vflac alpncdjuiev 1142, 14. 

262. oToc dKcivou 1141, 35; 1142, 18. 

t297. Iffh dnix) 625,41. 

303. TTpuül f\ TTpuJi 1143, 48. — irpiül 1143, 47; 1144, 29. 

307. 7ToXd|uiou gegen d.-Metr. 1143,51; 1144, 40. 



302 Max Nenmann: 

319. dpTTdcai 1144, 61. 

335. ceTo 1145, 35 u. 18. 

341. Kajiöjuieea gegen d. Metr. 1145, 38; 1146, 5. 

347. ?X۟av gegen d. Metr. 1146, 20, ver^l. 32. 

1352. XiTi 1146, 26 u. 50; 1400, 6. — qpaci bfe oi iraXaioi ÖTi T€ 

TTpOTTepi^CTTUJV Tivk TO „XlTl" (d. i. „XlTl*'), Kttl UJC jiäXXoV 

KttXöv ecTiv öHOveiv aurö bid Kavöva ktI 1146, 50 f. 

KdXuipav 1146,26. — KdXuipev [so!] 722,33, was frei- 
lich auch auf V 254 bezogen werden kann. 
363. öc 7T0U 1147, 23. 

376. bucaiar' dTU»va f| bucovrai &fma 1148, 6. 
1379. TipoceKeiTO 1148,41. — TTpoc^KeiVTo 1271,47. 

394. ?i br\ ixox 1149,8. 
1397. tot' dp f\ tot' dv Tideov 1149, 22. 
t399. dviioßpöou f\ ßaGuß^öcu 1149, 29. 

405. fcav 1149, 31. 

406. XPn 1149,40. 

f 412. (pucac 1150, 50. Dazu: Tdc bt cpucac tu iraXaid Tiöv dvTi- 
•fpdqpuüv bi* ^vöc c Tpdqpouciv euXöfUJC 1151, 5. Also 
schrieben andre „cpuccac". 
1413. cuveX^HttTO 1150, 51; 1151, 16. 

414. dTTOjiöpTVU 1150, 52; 1151, 18. 

418. eoiKuTai gegen d. Metr. 1151, 23* 

431. fiXTe' f0TiK€V 1151,49. 

448. bk XiccovTO 1152, 32. 

450. T^vrivaTO 1152, 33. — i^vaivcTO 1153, 2. 

458. uli Iji' uJKUjLiöpuj 1152, 38. 

465. iKdvei 1153, 10. 
••467. Öau)Lidcai T€ 1153, 17. Wohl in Öau|Lidc[c]eTai zu bessern. 

•470. irdci [sol] dqpücuiv 1153,23. Dürfte wohl in „Tiäcai" zu 
ändern sein. 

473. t' deeXoi 1153, 29. 

476. in' dKjioe^TUi f| dv dK)LioedTiu 1153, 23. — dir* dK|iO0dTi{i 
1150, 57. 

477. KpaT€pf|v f\ KpaT€pöv 1153,54. — paiCTfipa bk OtiXuxuic 
„KpaTepf|v" \lfe\ . . . 'Iujvikujc bfe etpiiTai f) ßaiCTTjp 1154, 25. 

480. dK b' dpTupeov 1153, 55. 

481. dv auTtu f\ dTT* aurtu 1153, 56. 

482. TToXXd . . . Ibuirjci 1153, 58. — tö bfe „Ibuirjciv", 8ti öcpeiXov 
bid bicpOÖTTOW fx^iv dvaXÖTWc Tf|V dpxoucav (d. i. „elbut- 
ijci") . . . öjiujc bid Toö i TpdqpeTtti . . ., oi TraXaioi Tiapa- 
biböaci 1154, 54. Vergl. A 608. 

•|-483. fTCuHev (d. i. „?t€uH''0 1155, 3. — Teö£€V 1153, 61. 
1487. djuiaHav 1155, 9. — tö bt „ä|iia£a" oi fifev TiaXaiol i|iiXoOci 

(also dfia£av**) . . . oi judvTOi veuiTcpoi 'Attikoi dbdcuvav . . . 

ÜJC cpaciv oi TiaXaioi 1156, 19 f Dazu: tö bd „dir' d|iia£av" 



EnstathioB aU kritische Qnelle fär den Iliastezt. 303 

MiiXoGcOm CTi]LiaiV€i Tf|v „ä|LiaEav" 'Iiwvikujc . . . ibc bfe Kai 

dbacuvcTo 'AiTiKdic (d. i. „äjutoEa'*) kt^. 913, 48 f. 
t490. büo gegen d. Metr. 1157, 5; 1155, 12. — büui 1153, 59; 

802, 31. 
1501. b' i^cGTiv dm TcTopi 1157, 59; 1312, 23; 1900, 14. — bk 

UcOnv dm tcTopi 1155,2. 

506. dMOißnbic 1157, 61; vergl. 1158, 40. 

b' dbiKttZov 1157, 61; 1158, 40. 

507. bOo 1157,62. 

508. €17101 1157, 62. 

509. buo 1158, 48. 

512. feprev 1158,49; vergl. 1159,37: Ktficiv öcti Tic fjv fcu). 

— ddpT€i 1160, 10; 1261, 3; 1187, 32. Diese letzte Stelle 

könnte sich auch auf X 121 beziehen. 
520. €Ik€ 1158, 55. — tö bfe „eke Xoxficai" bid bicpÖÖTTOu fxo^ci 

TÖ Tujv dvTiTpacpuiv dKpißecxepa. Kai crijLiaivei tö duJKei 

Kai iTTpeirev. el bd ttou fpdqpeTai bid toO f\ (d. i. „fiKe"), 

TÖ Ka0nK€ CTl|LiaiV€l 1160, 19 f. 

523. buuj 1158, 59. 

531. Ipdujv 1159, 1; 1160,42. — TÖ bk „Ipdujv TTpoirdpoiGev" 
€iXr|7rTai )Liev dvTl tuiv dKKXriciujv . . . djLiqpißdXXeTai b' dv- 
CTOTiKiöc irapd toTc iraXaioic KaTd TfjV TpctqpfjV Tfjc dpxoucric. 
qpacl jap öti tö elpa (also auch „elpduiv"), ö crijuiaivei tx\v 
dKKXriciav . . ., Jti bl Kai . . . djiwpißdXXovTai. 6 bi toioOtoc 
XÖTOC TUJV iraXaiujv Kai dTiö ßapuTÖvou eöGeiacdviKtiCKXivei 
TÖ „Ipdujv". TivcTai bd, cpaci, f| dirö toO eTpui tö Xct^aj, f\ 
dTTÖ Toö Ipai elvai . . . biö Kai rrXeovdZeiv jiidXicTa dv tuj 
„ipdwv" Tf)V bid TOÖ i TPCicp^v, direl Kai kpöv dXTiGuic 
TTpdTjia fi ßouXrj 1160, 34 ff. 

537. TeOveiujTa 1160, 44. 
t540. KaTaT€0V€iu)TU)v? 1160,49. 

541. dv bfe TiGei 1161, 12; 1153, 60; 1155, 13. 

548. dpripojidvij 1161, 18. — tö bk „dpripojuidvTi" öpGa»c |Lifev oö- 
Tujc fxei, eöpriVTai b4^ Tiva tujv dvTiTpdcpujv Kai „dpripe|Lid- 
jiTiv" JxovTa bid ToO €, Kai kujc ouk öpGiöc 1161, 64 f. 

549. GaOjLia TdTUKTo 1161, 18. 

550. ßaGuXriiov 1162, 2. — „Tdjuevoc . . . ßaGu Xr|iov", 6 Tivec 
uqp* ?v „ßaGuXr|iov" dvativiüCKOUCiv 1162, 19 f. 

55 J. biö Tivec dvTaOGa juieTd tö „rjjuiujv öHeiac bpcTidvac dv x^pciv 
fXovTCc" (V. 551) TipocTpdqpouci ctixov toOtov „Kapiröv 
'GXeuciviric ArnuriTepoc dTXaobiwpou" 1156, 58 ff. 

557. eiCTiiKei 1162, 9. — dcTfiKei 1156, 57. 

561. b' dTiGei 1162, 53. — bk TiGei 1153, 60; 1155, 13. 

563. dcTTiKei 1162, 53. 

570: Xivov 1162,61; vergl. 1067,56. — TÖ bk „Xivov b' uttö 
KaXöv deibev" f\ dvTi toO töv KaXöv dKeivov i^pwa Aivov 



304 Max Neumano: 

Seibev (d. i. ^,Aivov"), f\ KaXöv dvri toO KaXwc Xivov äeibe. 
Xivoc bk elboc \hbf\c Kard 'Apicrapxov f{ ö|iivou, die kqi 6 
Tiaidv Ktti 6 biöüpajißoc 1163, 54 f. 
571. 6|LiapTri 1163, 1. 

575. KÖTTpou 1164,47. — KÖTipov bfe vOv ttiv t(jüv ßoujv ItrauXiv 

X^TCl . . . TXvkc bk TpdcpOUCl „KOTipOÖ" jUerd 7T€plC7TUi|Ll^VTlC, 

biacToXfic xdpiv, d)c Iv tuttiij TrepieKTiKif» 1165, 15 £F. 

576. pobavöv 1164,49; 1165,19. — oi bk Tpdcpouci „^abaXöv" 
Kai (paciv ouTUü X^T^cGai bid tö ^qlov &XXec8ai q>\nä dH 
auToö 1165, 20. Dazu: tö bk „bodccaro" diroßoXfiv firaOe 
ToO ic dK ToO boKUJ boKdZui, KttGd Ktti „pobaXöv" [so!] dpei 
TTOu „TTOTttiLiöv bovttKfia", f^Toi KpabaXöv, 8 dcTiv eÖKpdbav- 
Tov bid Toöc dKcT bövttKac. Kai auröOi fop Kard rivac tö k 
iKX^Xome 942, 1 ff. Der Zusammenhang zeigt, dafs man 
auch hier „^abaXöv^^ statt „^obaXöv*^ zu lesen hat. 

eld bl Tivec, oi cpaciv uqp^v „^abaXovbovKf\a", t^youv 

IcxvoKaXaiLiUjbri 1165, 22. — pobavovbovaKfia 1527, 62. 
579. buo [so!] iv 7rpuüTr|ci ßöecci 1164, 50. 
589. KaTTipeqp^ac T€ ctikouc f| \bk ctikoüc 1164, 60. 
591. Kvuiccuj 1165, 60. 
596. eixov €uvr|Touc 1166, 1 u. 64. 
1603. TToXXöc 1166,8; 1167,18. — ircXuc gegen d. Metr. 1480, 24. 
604/5. T€p7TÖjuievoi. boiib bk KußiCTiiTfipe ktI. Die Worte: fierd 

be cqpiv djn^XneTO OeToc doiböc (popfxi2[u)v fehlen im cod. 

Eust. 1166, 8; 1167, 19 f. 
G06. dHdpxovTec 1166, 9; 1167, 19; 1084, 46. 

dbiveov gegen das Metrum 1166, 9 u. 41. — £b(veuov 

1167,20; 1084,46. 
607. b' dTiGei 1167, 29 u. 47. — bk TiGei 1153, 60; 1155, 14, 
Gl 7. T€ux€ct KaXd qp^pouca irap' 'HcpaicTOio dvaKTOC 1167,52. 

lAIAAOC T. 

5. TToXXoi 1168, 30. 

17. dHecpadven 1169, 6 u. 18. 

19. fjciv iTipneTo 1169, 7. 

t24. |ui/i7T0Te? 1169,24. 

27. caTTcin 1169, 26. 

30. TUJV )Lidv 1169, 40. 

32. et Ttep ydp Kcirai 1169, 44. 

t33. TUJ T€ [so!] 1169,44. 

47. eepdiTOVTec "Apnoe 1170, 44. 

-70. dvTioc 1171,42. 

"71. öiu) fi oTu) 1171, 43. — öiui 1171, 48. VergL <D 633. 

72. ai K€V fi 8c K€ cpurrjci 1 171,43. — af k€ cpuTi) [so!] 1171,49. 

75. dTremövToc 1171, 39. 



Eostathios als kriidsche Quelle fOr den Tliastext. 305 

79. dcraÖTOC 1171, 56; 1172, 16. — Tivfec toO „kraÖTOc" ^k- 
T61V0UCI Tfiv XriTOucav, Kai ^Tiifißrijuia Xaßövrec aÖTÖ „Icraö- 
TUic" qHxcl TÖ eucTttGujc xai fjciixwic, Vva Xifx} öti bei |ui€Td 
fjcuxiac ttKOÜeiv 1172, 58 f. 

dKOueiv 1172, 16. — ÖKOuejuiev 1171, 56; 1176, 31. 
79/80. „oubi ?oiK€V ußßdXXeiv x^^cttöv yoip ^7riCTd)Li€VÖv irep 
dövra", TouT^CTiv ouk ^vWx^Tai töv brmriTopoOvTa utto- 
ßdXXciv, fijovy/ fiXXu) uiroTiG^vai ^p)Lnr]vei töv Xöyov, 8v 
auTÖc TIC X^Y€iv ßoiiXcTtti, kSv 8ti iiidXicTa ^kcTvoc ö fiXXoc 
^TriCTTjiLiujv eXr\. . , Taxna bk toTc xctpiecT^poic tujv IHriTriTuiv 
OUK fjpece bid tö jLifj eupicKccGai ttou irapd t(\> iroiriTig Tfjv 
bi' ÖTToßoX^uüc brijLiriTOpiav. . . . o^ Kai auTol uTToßdXXeiv 
(päd TÖ Ka)Xu€iv Kai uiroKpoueiv bid Kpautfic Kai iroieTv 
Oöpußov . . . 8ti bfe TÖ UTToßdXXeiv irepiKOTrfiv tCij XöyijJ ttoicT, 
briXoT 'AxiXXeuc ^v tQ a', iJ7ToßXr|br|v dfieiipdiievoc töv ßa- 
ciXda (A 292) 1171, 59 ff. 

vpiXoCci bt Kai TÖ „ußßdXXeiv", AloXiKfjv eTvai Tf|v X^Hiv 
X^TOVTec (d. i. „ußßdXXeiv") 1172, 60. 
90. Ti K€V {)iEa\)Jii 1173, 24. 

Ö€Öc bid TidvTa 1173, 24 u. 25. — ol bfe iraXaioi qpaciv 
ÖTi 'GXXdviKOC ucp' ^v dv€Tivu)CKe „Geöcbia", oötu) X^t^JV 
Td ÖeöcboTa, Kai voujv öti Td ÖeocboTa irdvTa TeXeiouTai 
1173, 25. 
92. Tfi ji^v 1173, 30. 

94. t' ^TT^bTice 1173, 31 n. 59. — Te TT^bncev 1174, 2. 
t95. br\ TTOTe Zflv' ddcaTO f| Znv' ficaTO 1173, 32. 
tl02. iV\ CTriGecci KeXeuei 1174, 13. 
117. eiCTriK€i 1174, 20; 1175, 38. 

135. öXdecKev [so!] 1174, 29. Dazu: tö bfe „öX^ecKov" irXco- 
vacjiöv fx€i Toö e ev t^ TrporrapaXriToiJcri 1176, 8. 

136. TTIV TTpOITOV 1174, 30. — f^V TTpUJTOV 1176, 8. 

137. KaTd Tfjv Tiapdbociv tujv TiaXaiüüV |Li€Td töv ctixov toö 
„^Tiei dacdjLiriv** Tiporiv^TKaTo AiocKOupibric, 6 *lcoKpdTouc 
jia0r|Tf|c, Kai ?Tepov ctixov toOtov „f| oTvo) juieGuiüv, f\ |a* 
eßXaipav Geoi aiiToi" 1176, 11 ff. Dazu: d)c bk m\ 'Aya- 
jLi^jiVujv „ddcaTO oivuj juteGiiiüv" KaTd töv AiocKOupibriv irpö 
öXiruJV ^KcTvoc (näml. 'AGr|vaioc) elirev 1198, 23. 
tl40. dribv öbe 1174, 34; 1176, 38. — ifü) 8be 1176, 20 u. 22. 

142. bk G^eic 1174, 36; 1176, 39. 
tl43. dirö vnöc 1174, 36. 

1 147. Trapecxe'iLiev [so!] 1176, 49. — opa bk Kai ^VTaöGa TdliüViKd 
cuvTOjLia Tidpica „TTapexejLiev" [so!] Kai „dx^juiev" 1176, 54. 

148. „Tiapd coi", fJTOi Tiapd tx] er) d2ouci()i KeiTai 1176, 49. — 
TÖ bk „Tiapd coi" TPO^CTai Kai „irdpa coi", iva Xe'TiJ 8ti 
TidpecTi Kai ßecTi coi 1176, 58. 

153. &)c bi TIC ij)Li^a)v 1177, 14. 

Jahrb. f. clmss. PhUol. Suppl. Bd. XX. 20 



306 Max Neumann: 

-155. jiin^' oÖTUJC 1177, 19. — |nf| öf| outujc [so!] 1177, 63. 

•163. qpaci t^P öti 'Apicxapxoc dviauGa |nfev (iji 191) dm xoO 

„0djLivoc dK|LiT]VÖc" . . . djHuTÖVT]cev, dv hk iXiäöi tiA xoO 

bT]XoövTOC TÖv vfiCTiv dßapuTOviicev (d. i. „Skilitivoc") 

1944, 38 ff. 

166. b^ Touvai' lövTi 1177, 35. — hi o\ Toüvai* lövTi gegen 

das Metr. 1410, 18. 
168. TToXeiniCei 1177,39; 1178,33. — TioXeiniCri 1180,18; 640,61. 
177. Stand im cod. Eustathii. 1178, 44 u. 58. 

f) e^jnic 1178, 44 u. 58. 
189. t^ujc't€ 1179, 18. 

194. bilipa djiific 1179, 26. — tö „bujpa imc Trapd vnöc . . ." 
fQÜcpejax Kai „bujpa b' i^f\c Trapd vtiöc" €lc OepaTretav 
Xacjiiujbiac 1179, 33 f. 

dvcTK^juev 1179, 26, 32 u. 33. 

195. dT^|ii€V bi 1179, 27. 

208. leuHecGai 1180, 15; 1179, 51. 

210. T€0V€idJTOC 1179, 56. 

216. i& 'AxiXXeö [so!], TTnX^uJC uW 1180, 36. Vergl. TT 21. 

218. Kev TrpoßaXoijLiiiv 1180, 39. 
1223. oijLiiiTOC 1181, 28. — el |n^v „äjniiToc" TipoTrapoHuTÖvuJc ypd- 
ipo|Li€v, X^YOi Sv 6 'Obucceuc öti . . . 7roXXf| jifev Treceitai 
KaXd|Liii . . . fijLiT]Toc bfe, ö dcTi Kaipöc Toö d)iäv . . ., öXi^oc 
f crai. . . . ddv bk 6 „djLiT]TÖc" öHutövujc Tpdcptirai Kai br\koi 
TÖV GepiCjLiöv Kid. 1181, 33 ff. Dazu boK€i bk Kpeirrov elvai 
beiTTvriTÖc Ypdcpeiv öjnoiujc rq!) „d|HT]TÖc" . . . bemviiTÖc öEu- 
Tövujc auTÖ cpaci tö beiTivov, ßapuTÖviwc bfe f| dipa toO 
beiTTVOu* 6 bfi Kai dm toö „d|HT]TÖc" Kai „djuriTOc" Tropare- 
TiipriTai 1814, 3 7 ff. 

246. ou Tdp ÖTbÖT]v dKcTvoc (näml. ZT]VÖboToc) iy/6r\ce Ti\y Bpi- 
cr\\ba ji€Td Tdc dirrd, dXXd Kai airrf|v Taic dirrd cuveiö^YöTC. 
TOÖ bk TTOiriTOö XiicavToc tö djicpißoXov dv toic dqpeSfic, 6t€ 
eTiTij „dYbodTT]v BpicT]iba KaXXmdpijov", ZiivöboToc ireipärat 
|Li€TaYpd(p€iv TÖV CTixov dK€ivov, iva cpuXdHq Tf|v okeiav 
Treicjiovriv 741, 5 ff. 

255. Ol b' dpa 1183, 23. 

260. öcTic dmopKOV öjnöccei 1183, 35; vergl. 36 u. 38; 1710, 7 
(8c [so!] . . . öjLiöcei). 

261. dTieveiKai 1183, 25, 28 n. 39; 1317, 6. — X^ipac [so! statt 
XeTp'] d7Tev€TK€iv 809, 22. 

262. cTt' euvfic f[ oöt' etivfic Trpöqpaciv Kexpimdvoc, etxe reu 
dXXou f[ oö Td Teu fiXXou 1183, 25. — out' euvfjc. . .oö 
Td Teu dXXou 1183, 34. 

1281. de dtdXriv gegen d. Metr. 1182, 41. 

288. ee dXemov 1184,42. 

289. vuv bi Te TeGveiuiTa 1184,42. Mufs bi ce heifoen. 



EoBtaihioB als kritische Quelle für den Iliastezt. 307 

300. T€ev€ianra gegen d. Metr. 1184, 56. Aber: 8pa ö' dv t^ 
i^rfieicr) )ioviubia tö „t€6v€iötoc" öi(popT]6^v ibc ?9oc Tf|V 
TrapaXrJYOUcav. TrpoeKTa0^v faß (näml. in V. 289) elia dv 
Tijj leXeuTaiiu ctixuj (V. 300) cucrdXXei auTrjv (d. i. „t€- 
ev€iÖTa") 1186, 32 f. 

301. dm ö' dcT€vdxovTO 1185,35; 1277,28. — dm b^ CTevd- 
XOVTO 1186,42. 

310. 'Arpdöa 1185, 57. 

316. dvl KXicir) 1186, 16. — tö bk „Xapöv", ei m^v Keirai Trpö 

aÖToO TÖ „dvi KXicirjci", cucTdXXei tö ä baKTuXiKÜJC* €l bk. 

Ypd(p€Tai „dvi KXicir)" KaTCt boTiKfjv dviKfjV, dKTeivei airrö. 

Ktti dcTi toOto KpeiTTOV 1186, 49 f. 

1327. Ciöei, NeoTTTÖXeiLioc gegen d. Metr. 1186, 28; 1187, 13. 

336. CTUT€piu 1187, 37 u. 38. — Wenn Eust. dafür 1186, 40 
„XuYptu" bietet, so ist dies wohl nur ein Versehen, veranlafst 
durch das „XuYprjV dYT€XiT]v" des folgenden Verses. 

337. TTuGnTai 1186,40; 1187,39. 

1 338. dm bk CT€vdxovTO 1186, 41. — dm b' dcTCvdxovTO 1277, 27. 

339. fXemov 1186,43. 

342. dnoc 1187, 41. 

354. iKiiTtti 1187, 61. 

358, UTTÖ ^iTTfic f\ UTrai ßiTrfic 1188, 12. Vgl. B 44; M 462; <t) 12. 

365—68. "Oti tö „toO Kai öbövTUJV \ikv Kavax^ TidXev" ^0eTT]Tai. 
TeXoiov top 9CICIV oötuj Tidcxeiv Kai oTov ßpuxac0ai töv 
'AxiXXda. TÖ iLidvToi dTraTÖjLievov „tu) bd o\ öcce Xa|LiTrdc6T]V 
ujcei [so!] TTUpöc cdXac" Kai Td dEflc dTraiveiTai ibc efl Trdvu 
dxov 1189, 2 ff. 

375. qpaveiT] 1189, 17. — tö „qpaveit]" dvTaöOd Tivec TpdipavTcc 
TÖ TiapaXfiTOV e dv buclv fi Ypoi^ouciv (d. i. „cpavr|T]") 
1189, 26. Vergl. Z 432; TT 96; Y 464; X 346; Q 417. 

376. TÖ bl 1189, 17. 

384. „?o auToö", nTOuv dauTOÖ 1189, 36. 
386. €UTe 1189, 37. 

TiTV€TO [so!] 1189, 38. 

390. TTÖpe. Vergl. TT 143. 

391. dK KOpuqpfic. Vergl. TT 144. 
393. CeuTVUOV 1189, 52. 

401. fivioxna 1190, 14. — el bk fpacpei [so!] „cauJcd|Liev f]Vio- 
Xnac", bfiXov 8ti Kai dauTÖv cuXXaXeT ibc oia fjvioxov (Sub- 
jeet ist 'AxiXXeiJC) 1190, 16. Für tP«9€1 wird man Tpa- 
(p€Tai lesen müssen. 

402. duj|Liev 1190, 14. — tö bd „?o|iiev" TP^i^^Tai jiidXicTa „dujjLiev" 
TTpoTTepiCTTUüjLievujc , Kai dirapTiCei cirovbeiov dv cuviZirjcei 
Toö e Kai Toö üj 1190, 17. 

403. aÖTÖGi TeGveiuiTa 1190, 15. 

20* 



308 ^Qx NeumaDn: 

406. 7T€pi Ivfov 1191,4. Wahrscheinlich ist „Tiapd" statt „Trepi" 

zu lesen. 
409. ovU TOI 1191, 5. 
412. TTdipOKXov 1191, 6. 
423. „dXdcuj", f| ladXXov „dXdcai" 1191,36. — ^dcai 1191,42. 

lAIAAOC Y. 

2. TTnXeujc 1192, 27. 
4. 0€|iiiCTa 1192, 51. 
8. Tai t' SXcea 1192, 57. 

11. ^(pi2[dvouci b^ TauTaic (nämlich TttTc alGoiicaic) KttTd töv 
TTOiTiTfiv ol vOv dY€p6^VT€C 1193,24. Mithin las Enstathios 
„dqpiCavov", nicht „^vi2!avov". 

12. TTOincev Ibuirjci 1193, 26. Vergl. A 608. 
16. Ti 7T0T€ [sol] au 1193, 36. 

30. „UTT^piaopov", f^TOuv UTrfep jLiöpov 1193, öO. Vergl. 194,44. 
Dazu: TÖ b^ „UTT^pjLiopov" . . . ev jn^poc Xötou 'AplcTapxoc 
b^X^Tai 6|Lioiujc Tijj uTT^pßiov, ujc dTTi^piijLia Xr)(p0^v dvrl toO 

U7T€p|Ll6pUJC. KTd. 1193, 58. 

35. K^KttCTO 1194, 37. 

42. ixifa Kijbavov 1194, 60. 

52. Tr6X€u)c 1195, 27. 

53. e^ujv f[ GeOüv 1195, 28. — tö bfe „Geoiv in\ KaXXiKoXiivij" 
YpdcpcTai Kai „0€UJv", f^Toi Tp^x^v 6 ''Apiic im rfji KaXXi- 
KoXd)vr| 1195, 39 f. 

56. b' ^ßpövTnce 1195,47. 

57. auTdp ^vepee 1195, 47. 

59. TToXuTTibdKOU 1195, 48; vgl. 64. Vgl. V. 218; = 307; Y 117. 
t()2. SXto Kai UTT^pGopev [so! gegen d. Metr.!] f{ Taxe 1195, 49. 
Die merkwürdige Lesart „uir^pGopev" (statt „Taxe") wird mit 
folgenden Worten ausdrücklich hezeugt: ^x^i bi Ti KXijiaKiU- 
Toö cxniLiaToc t6 „fbbeicev 'Aibujveuc, belcac b* Ik Gpövou 
SXto". ov biacacpriTiKÖv tö „uir^pGopev", f^youv Xiav infi- 
bricev. UTrepGopeTv fäp ou jiidvov tö tJTrepßfivai ti TrT]bT]Ti- 
Kuic, dXXd Kttl TÖ uTrepßoXiKÄc dvainibficai 1196, öflF. Da 
„dXTO Kai uTT^pGopev" gegen das Metrum des Verses ver- 
stöfst, so war die Lesai't vielleicht „SXto, uir^pGopev". 

(54. cpavetn 1195, 60. 

72. coiKOc 1197, 14. — tö hk „cuikoc" im *€pjioO 6 Tupawiuiv 
öEuvei Trpöc dirocpuYfiv Kupiou toO „ü5 Ca»K€ [so!], 'liTTrdcou 
uU" (A 460). dvTiX^T€Tai hi 1197, 40 f. 

77. iLidXiCTd Te 1197, 60. 

84. Tdc Tpiiwv 1198, 9. — Sc 1199, 3. 
UTT^cxeo 1198, 9; 1199, 3. 
100. bieXGcMev 1198,38. 



Eostathios als kritische Qaelle für den Iliasiext. 309 

104. dXX* fixe 1199,42. 

116. f|)i€T^pijciv 1199, 57. Mufs u|Li€T^pijciv heifsen. 

133. oub€ T^ C€ 1200, 29. 

136. Fehlt im cod. Eustathii. 1200, 35. 

136. Ka6€Z:a))i€ea gegen d. Metr. 1200, 35. 

138. äpxuDCi 1200, 42 u. 64; 1160, 3. — Tivk bl TPa^ovjciv 

„äpxqci", Ktti oÖTuüc dKqpeuTouci rfiv KaivoTpOTriav tou cxn- 

littTOC 1200, 56. 

f\ <t>oißoc 1200, 42 u. 54. — Kai <t>oTßoc 1160, 3. 

140. öpriTai f\ öpeiTai 1200, 47. 

141. öiaKpiG^vrac 1200, 49. — biaKpivGriiLievai ö(uj, was anf die 
Lesart „öiaKpivOeviac" deutet, 1200, 67. 

143. fmerepaic 1200, 50 u. 57. 

Icpi öaiLi^VTac 1200, 57. Offenbar las er „dvctTKr) Icpi". 
147. dX^caiTO f\ dX^oiTo 1200, 62. 
166. dXd|iTr€TO 1201, 30. 
166. dTp6ji€V0i 1201, 55. — dTpcjuevoc 28, 46. 
tl68. ööövTiuv? 1201,57. 
tl69. Tiveiai 1201,57. 

Kpaöir) 1201, 57. — tö be „^v be T€ o\ Kpabir) cievei 
äXKi)iov fJTop" f| euGeiav ix^x tö „Kpabit]", iva Xerr) öti 
CT^vei auTUJ f| Kapbict, briXabfi tö fiXKi|Liov ?iTOp, f^ boTiKrjV, 
iva vofiTai (im Text voeiTai) ^v Tr| Kapbicjt CT^vei tö fJTOp 
Ktti uTTOVofiTai dTT^Töv Ti elvai Tf\c ipuxflc f) Kapbia 1202, 4 ff. 
tl71. liax^caceai 1201, 58. — jnaxecGai gegen d. Metr. 103, 24; 

1480, 28. 
tl73. iv TTpiÜTUi 6|LiiXi|J 1201, 59. 

181. ^EevapiHeic 1202, 35 u. 62. 

182. X^pci gegen d. Metr. 1202, 36 u. 42. 
186. KttXöv cpuTaXinc 1202, 40. 

tl87. cpößnca 1203, 2 u. 20. — (poßncai 1412, 24. 

190. jueTttTpOTraXiCeo 1203, 3. 

195. vöv C€ ßu€C0ai 1203, 28 u. 29. 

196. K^Xojiai gegen d. Metr. 1203, 29. 
tl97. €lc TrXneüv 1203,29. 

1203. Tb^ev b' dXXriXuüv 1203, 44. 

212. biaKpie^VT€ 1204, 8. 

215. Adpbavov au 1204, 21. 

218. OiKOUv 1204, 22. 

TToXuTTibdKOU 1204, 22. Vergl. V. 59; = 307; V 117. 

228. 6t€ br\ 1205, 38. 

231. d|i\j|Liov€C 1204, 30. 

1234. TÖv Kai 1204, 31. — 8v 646, 30. 

235. oöv€Ka 1204, 31. 

1245. dcTaoTCC gegen d. Metr. 1206, 26. 

t247. dKaTÖCuTOC 1206,27, vgl. 28. — dKaTÖv2:uTOc49,17; 261,11. 



310 ^^^ Neamann: 

i 240. eTreuJV bk ttoXüc 1206, 29 u. 47. — ttoXuc 6* dTT^uJV gegen 
d. Metr. 1625, 10; vergl. 750, 27. 

250. eTTttKOucaic 1206, 32 u. 37. — dTraKOuci^c 1312, 43. 

251. „dXXd Tif]", Kaid bi Tiva tujv dvTiTpaqpujv Tpdqpeiai „dXXd 
Tin" 1206, 58. Vergl. Z 145. 

1254. €ic [so! gegen d. Metr.] dyuidv 1206, 54 u. 59. — Tf|V hk 
„dTUidv" TToXXoi TÄv TraXaiuJV . . . TipoTrapoEuvouciv (d. i. 
„fiTuiav'*), Ka\ ouk dvaincpiX^KTUJC öHuveiai del 1206, 63. 
Dazu: TÖv bk 'Apiciapxöv qpaci Kai fiXXa iroXXd Trapd rfjv 
dvaXoTiav Kaivox^poic tövoic uTroßaXeiv, 8c Ka\ „ih^ctiv ^c 
Stv^iov" TTpOTrapoHuTÖvujc dvaTiviicKiuv dv xoTc ^vikoTc tö 
„duKTijLi^vac Kar' d^uidc" (Z 391) ö£utövujc Tipo^cpepev ... 
652, 53 flF. 

255. TTÖXX* dred re Kai ouki 1206,59. — dv bk tuj „ttoXXä [so!] 
^led T€ Kai ouki" Ypdcpouciv oi TiaXaioi, öti lä toIv dvri- 
Tpdqpujv ekaioTepa fxo^ci Tf|V Toiauxriv tpctcp^v, xd bk 
dKpiß^cxepa oux oötujc, dXX' 8ti „TioXXd re övra [so!] Kai 
ouKi", ö dcTi TToXXd dXnOfi Kai ipeubn 1206, 64 ff. 

256. dTTOCTp^ipeic 1207, 1. 

259. beivifi 1207, 4. — Ict^ov be öti oibk Trapd toic TraXaiotc 
dirficav oi vpuxpOTpacpeiv f| ipuxpoXoT€iv G^Xovrec. tö youv 
„dv beivuj cdK€'i" dvTaö0d Tivec bid toO i -fpdcpouav (d. i. 

„blVLLl"), IVa XifXj blVÖV cdKOC TÖ blVUJTÖV, d)C TÖ „blVUJTf|V 

(popdecK€ Kav6v€cciv" (N 407) 1207, 5 ff. Dazu: bivöv cd- 
Koc eliTOV (Subject ist tiv^c) tö bivuJTOV 1221, 42. Vergl 
überhaupt 4> 25. 

cdKei f^Xacev 1207, 4. 
1 260. dKUJKfi 1207, 5. — tö „dKUJKf)" ou jiiövov öHuvcTai, dXXd xai 
jLidXiCTa TrepiCTTtuTO Sv (d. i. „dKUJK^"), iva X^t^J öti tö |üi^y« 
cdKOC fjLiuKev dv tQ dKUJKr) toO boupöc 1207, 18 ff. 
1263. (pdjLievoc ^eia tö ?tXoc bieXOeiv 1207, 23. Man darf daraus 
öchliefsen, dafs Eust hier „^da (oder auch ^eio, wie S Townl.) 
bieXeucecOai" las, während er N 144 die andere Lesart „߀ta 
b' dXeüceceai" hat. 
269. buo gegen d. Metr. 1207, 31 u. 50; 1208, 10. 

JXace [so!] 1207, 31. — 6 ^nöeic AötöxGuiv oö ßou- 
XeTai Tpdqpeiv „buo }xkv ?Xac€ [so!] TTTÜxac", dXXd „buo ntv 
0Xdc€ [so!]" 1207, 49 f. Dazu: ÖTi bk tö „dXXd biio M^v 
fXacd [so!]" Tivec Tpa<pouav „dXXd buo jnfev GXdce [so!]"* 
Kai ÖTI dTrdTT]V outoi alTiujVTai tujv dXXuüc TpaqnSvruiv, 
ujc Tfic avuj Trepiqpepeiac tou 9 KoXoßujöelciic elc (pavradov 
Tou € Tpd|Li|LiaT0C, briXoT koi ö TTop(pupioc 1208, 10 ff. 
272. iLieiXivov f^xoc 1208, 9. 
27 L irdvTOce icnv 1208. 21. 
t286. dvbpe 1208, 50 u. 52. — dvbpec gegen d. Metr. im gleich- 
lautenden Verse € 303. Vergl. 549, 23. 



Enatathios als kritische Quelle för den Iliasiext. 311 

297. „Tif| vOv" f\ Kaid rivac „tit] vOv" 1208,63. Vergl. V. 261 
und überhaupt Z 145. 

302. jiöpijiov 1209, 4. 

307. ßin Tpibecciv 1209, 6; 164, 23. — Tivfec be, cpnci (nämlich 
6 T€UiTpo<poc) , Tpd(pouci „vöv bk bi] Alveiao t€VOc ttcxv- 
T6CCIV dvdHei Kai Tiaibujv iraiöec", touc 'Puj|Liaiouc X^tov- 
xec, Tiap' ok tov Aiveiav Kai Kaiacrp^ipai töv ßiov qpaci 
TiV€C 1209, 16 f. 

311. ^dceic 1209, 39. 

312. Fehlt im cod. Eastathii. 1209, 39. 

313. TToXeic 1209, 40. 

317. öaiouci 1209, 41, 54 u. 55. 
319. ßfl b' tjiev 1210, 22. 
1321. X€Ö€V gegen d. Metr. 1208, 48. 

332. dr^ovia 1210, 54. 

333. dvTi [so! gegen d. Metr.] TTiiXeiuJvoc UTr€p9u|Lioio |Lidx€C0ai 
1210, 55. Statt „dvTi" wird man „dvTia" lesen müssen. 

+ 348. aurdp gegen d. Metr. 1211, 1. 

361. MC Ti cpTiliii 1211, 16. 
1363. fXGoi 1211, 17. 
t371. Toö b' ifib 1211, 40, 49, 53 u. 55. 

Kai €1 1211, 40, 49 u. 53. — oub' ei 1321, 43. Ist 
offenbar nur ein Versehen des Eust. 

379. dbüceio 1212, 8. 

385. "Ybnc 1212, 41; 597, 21. 

409. Ttaici 1214, 34. 

414. TrapaiccovTa 1213, 16; 1214, 36. 

417. „dTTCKdXuipev" [so! gegen d. Metr.] f| |LidXXov „djnqpeKdXuipe" 
1213, 29. 

422. dvavTioc gegen d. Metr. 1214, 39. 

'AxiXX^uJc, d. i. „'AxiXfioc" 1214, 39. 

424. „ibc Xbey/^\ f\fOvv ibc eXb\ „ibc [so!] dv^TiaXTo", tJtouv Xiav 
dveirribricev 1214, 40. Nach dem zwischen tJyouv und fj genau 
unterscheidenden Sprachgebrauch des Eust., wird man ibc 
eXb' als Erklärung, nicht als Variante, von d)c ibev zu ver- 
stehen haben. Vergl. 183; <t> 217. Zweifelhaft sind zwei 
andre Fälle, in denen möglicherweise fJTOUV statt f\ zur An- 
führung einer Variante dient: V 319; Q 274. 

426. oub' Sp fTi bnv 1215, 23. 

447. Scheint im cod. Eustathii zu fehlen. 1215, 51 f. Bezeugt ist 
erst wieder V. 449. 1216, 58. 

460. AaoYOVOV 1213, 20. Dazu: 6 bk AaÖTOVOC tö KiJpiov Trpo- 
TrapoHuveiai i\ toTc dKpißecT^poic tuiv dvriYpdcpujv Kaid 
TÖ 'AvTiYOVOC 1213, 42. Also betonten andre „AaoTÖvov". 

464. e! TTUJC ei5 f| eX ttiwc eu 1217, 13. — e! ttuic eu 1217, 34. 
Vergl. Q 293. 



312 ^t^x Neaiiiann: 

äcpeiY] 1217, 13. — tö bfe „d(pein" Tivd täv dvTiTpa- 
cpujv dv buciv fj ?xo^ci TpoTTf) ToO euKTiKOÖ bicpGÖTTOu eic f\ 
IxeTOL TTpocYpacpfic toö i (d. i. „dcpqri") 1217, 38 f. Vergl. 
Z 432; TT 96; T 375; X 346; Q 417. 
471. ev^TrXnce 1217,44. 

öcc€ KdXuipe 1213, 31. — öcc' ^KdXuijie 1213, 68, 
4S0. aixinr) xaXKeir) 1217, 50. 

184. TTeipeuj 1217,62. Dazu: Tivec hi (paci Kai ibc a\ toO 'Api- 
crdpxou ^Kb6c€ic Kai toöto bid jiovou toO üü fx^^^^ toö 
"Apeuj Tdp, ibc TOÖ MeveXeuj Kai toö „TTeipeiw"' olov „TTei- 
peuj uiöv" 1139, 14 f. 
1485. 6 bfe 'PiTMOC, ei jLifev ifpacpeio bid toö f\ (d. i. PfiT^oc), 
fjv Sv elb^vai ibc Ik toö ßrjccuj T^TveTai. 8ti hk t(\) i irapa- 
Xr|T€Tai Tiapd toTc dvTiTpdqpoic, piiTTeov auTÖ )ieTd t&v 
XoiTTUiv ßapßdpujv övojndTUJV . . . 1217, 62 ff. 
t48<i. dv vnbui 1213, 26. 
488. Tp^ijiavTa 1213, 27. 
t496. duKTi|nevT3 f| duTpoxdXiw 1218, 19 u. 25. — - Die erste der 
beiden Lesarten auch 1222, 24: Kai dX({rf|V hk duKTiji^vtiv 
TTpö öXiTUJV Te fqpT] ktL 

dXujQ 1218, 19 u. 25, — TfjV bfe dXu)f|V |i€Td toO i 
Tiapabiböaciv oi TiaXaioi (d. i. „dXifjQ") ibc dirö toö dXoiu) 

TÖ CUVTpißüü, UJCT€ ipiXoÖCGai OUTUJ Tf|V dXuJriV, iV ^l^VTOl 

ToTc 'Attiujvoc Kai 'Hpobibpou KeiTai iv tu!» „veoapbda [so!] 
dXujfiv" KaTd Tfiv q)' paipujbiav (<t> 346), ÖTi dXujf|, ei jitv 
bacuveToi (d. i. „dXuüri"), CT]|Liaivei Tf|v dXuJva* el bt iptXou- 
Tai (d. i. „dXuüri"), TfjV djUTreXöcpuTOV ^f\v 1218, 37ff. Vergl 
auch e 499. 

lAIAAOC <t>. 

3. Tiebiovbe [so!] ibiujKe 1219, 35. — irebiovbe bluJKe 1219, 
59 und 64. 

4. „'Axaioi" f| KaTd Tivac „o\ fiXXoi" 1219, 35. 

5. 8t' i|iiaiv€TO 1219, 39. 

t8. elXeövTO 1219, 41. — eiXeövra [so!] 496,40. Mufs ,,€l- 
XeövTo" heifsen, 

11. KaTd bivac 1219, 42. 

12. UTTÖ ßiTTfic f| UTiai piTTfic 1220, 35. Vgl. B 44; M 462; T 358. 
18. &0op€V f[ fvGope 1221, 4. — fvGope 1220, 28. 

20. öpvuT' 1221, 19. 
124. Tdp T€ 1221, 22. — tdp Ti? 1221, 37. 
25. beivoTo 1221, 22 u. 39. — Kai dvTaöOd Tivec tö „bcivoio" 
bi' iuiTa Tpd(pouci (d. i. „bivoio"), X^YOVTec bivöv iroTafidv 
TÖv bivac KOI cucTpo(pdc ?xovTa 1221, 40 f. Vergl. Y 269. 
29. Touc b' ^HfiTe 1221, 47. 
132. ^Tdpoici gegen d. Metr. 1221, 48. 



Eostathios als kritische Quelle für den Uiaaiezt. 313 

138. fjev 1221, 61. 
t48. de gegen d. Metr. 1222, 6. 
59. 6c [so! gegen d. Metr.] 1223, 2 u. 20. 

TToXeic 1223, 2 u, 19. — ttoXXouc? gegen das Metrum 
1223, 20. 
62. Kai KeiGev 1223, 6. — KdKeiGev 1223, 31. 
67. dvdcx€TO f| dvecxeGe 1223, 58. — dvdcxeTO 1224, 10. 

70. „ä|Li|Li€vai" ?| bi* ^vöc jx „djuevai" 1223, 60. Dazu: tö bfe 
„fi|H|Li€vai" . . . CKeuujpeiiai bfe oötujc fiu) tö Kopdvvuiiii, ou 
dTrap^jLiqpaTOv deiv . . . Kai d^jiievai, Kai dv cutKOTTtj „äjuevai", 
Kai icujc biTrXaciac|LiiD AioXiKtu „äjLi|Lievai" 1224, 14 ff. 

71. dXicc€TO 1223,61. Dazu: tö be „dXibv dXicc€To" n(xpf\xr\cxc 
dcTiv. . . 1224, 17. Vergl. A 15; M 49. 

t72. fcxev [sol gegen d. Metr.] 1223, 62. Ist sicher in „^X^v" 
zu ändern, das ausdrücklich bezeugt wird 1224, 17 u. 18. 

73. Kai Xicc6|Li€voc (.(pr\ 1223, 62. Also las Eust. „Kai |liiv Xic- 
c6|Li€Voc (nicht „q)U)vr|cac") fitea irrepöevTa TrpocTiuba". 

76. TTpuJTOV 1223, 63. — TTpuiTiu 1224, 33. 

84. ?buJK€ 1225, 8. 

86. dvdccei 1225, 13 u. 48. 

87. UTTÖ CaTvioevTi (im Text „caTViöevTi") 1225, 14. — Xerei 
(Subject ist 6 TeuJTpdqpoc) hk Kai 8ti Ypdqpouci Tivec „TTr|- 
bacov uTTOcaTviöevTa", ibc uttö öpei CaTVioevTi Keijueviic 
Tfic TToXeujc. oub^v bd, cpriciv, 6poc dcTiv oÖTUi KaXoujLievov, 
dXXd TroTajLiöc, ov övoiiidCei 6 ttoiiitiic 1225, 47 ff. 

92. dv0db€ iLioi 1225, 19; 1226, 38. 

t93. direi dTrdXacce 1226, 38. 

99. iif\ jioi TauTa f| |Lir| jlioi diroiva 1225,29. — diroiva 1224,2. 

103. 6c Kev 1225, 31. 

105. KOI TrdvTUüv i^ cujLnrdvTUJV 1225, 32. — Kai TrdvTuüv 1226, 2. 

106. auTUJC 1225, 33. 

tl07. 8 Tiep 1225,33; 1082,21. — 8c irep geg. d. Metr. 1009,34. 

108. KdTtu 1225, 34; 546, 12; 959, 29. 
tl09. cTji' [so!] dH dtaeoTo gegen d. Metr. 1225, 34. — iraTpöc 

eijLii dtaeou, d. i. etji* dTaeoTo 1226, 24. 
|Li€ TCivaTO 1225, 34. 
tili. „beiXt)", KOTd bi Tivac „beiXnc" 1225, 35. — tö bd „beiXnc", 

el Ti TTpoceKTdov Toic Kai ouTU) Ypd(pouciv, fXXeiipiv äv 

dxoi (im Text dx^O Tivd KTd. 1226, 29. — beiXn 802, 13; 

832, 50. 
112. "Apei 1225,36. — tö bd „''Apei dK 0u|iiöv dXriTai" briXoT 

|Lidv . . . biq)opoujLidvT]V bk TfjV Tpa<P^v dx^i toO öv6|LiaToc. 

Tpdq)€Tai fap Kai bid bicpGÖYTO^ iwc dirö toO "Ape'i (d. i. 

„"Apei"), Kai bid toO f\ bd jiCTd Trpocir€Tpa|LiMdvou toO i 

(d. i. „"Aprj") dK Toö "Apni 1226, 32 ff. 
fllö. ^ky dcpdriKev gegen d. Metr. 1226, 40. 



314 Max Neumann: 

122. uJT€iXfjc 1227, 3. 

12G. epuJCKUJV 1227, 4, 8 u. 18. Dazu: tö öfe „GpiVcKiDv", 8x1 iy 
Tf) irapaXiiTOucri tö i irpocTpdqpei, öt]XoOciv oi rexviKoi. 
Gopüj Ycip, cpaci, tö TTTiboi, oö irapdTtuTOV GopCcKUJ, Kai juexa- 
Öecei GpoiCKUj, Km dKidcei toö ö Kai Trpoctpaqpq fi|na toO i 
GpijjCKUJ. biö KOI 6 Gptuc|Li6c, cpaciv, 6 dK toutou Tivöjuevoc, 
7TpocT€TpaMvov (pepei tö i 1227, 27 ff. Ähnlich 326, 11 ff. 
uiraXuEei IxGuc f[ uTiaiHei 1227,4. Dazu: öirdSac f\ 
uTraXu£ac 1227, 5 und: Tivk . . . t^ Tpctcpfl bfe toO „uira- 
XiiHei" dp€CK6ji€Voi cpaciv 8ti. . .IxGuc, 8c (pd^q töv auxoO 
(näml. AuKdovoc) bT]|Liöv, uiraXuEei, tout^ctiv dKcpeuSexai, 
bid Tfjv Ik Tf\c XiTidvceuJc GepjiÖTTiTa tö GavaTTicpöpov ipO- 
Xoc, (bc q)piK6c, cpnci, Xctoili^vou toO ijiuxouc, 8 irep oök 
dcTiv *0|LiT]piK6v. fiXXoi bi ,,u7Tat£€i" Tpdcpovxec X^yöuciv 
8ti toO V€Kpoö öjioiujc dvabüvToc . . . IxGuc Tic U7rai£ei, 
TOUT^cTiv uTTobpajieTTai, Tfjv cppiKa TOÖ öbaxoc, fjxoi xf|v 
^TTicpdveiav, fic ävuj KCixai 6 v€Kpöc, 8c IxGüc Kai (pdinj xöv 
ToO V€KpoO biiiLiöv 1227, 9 ff. 

127. „ujc K€v", f^TOuv 87rujc 1227, 8. — fvia hi T€ tujv dvxi- 
Ypdq)UJV TÖ „UJC k€" bid toO ö jniKpoö TpAqpouciv (d. L „8c 
K€") dKoXouGuJC TU) „GpijiCKWV ixGiic" 1227, 8 f. 

131. TToXeic 1227, 38. 

138. XoiTÖv djLiuvri 1227, 59. 

142. TÖ bk „*AK€CcajLievöc" ibc Kupiov öHuvcTai Trpöc biacxoXfjV 
xflc |ii€TOxfic ktL 1228, 20. 
tl47. Touc b' 'AxiXeuc 1228, 51. 

156. €lc gegen d. Metr. 1228, 8. 

158. Stand im cod. Eustathii, und zwar in folgender Gestalt: 
„'AHiou [so!], 6c KdXXiCTOv öbujp im yaiav tnciv" 1228, 9. 

159. b€ }xe 1228, lOu. 41. 

162. djuapT^ 1228, 58. — tö bk „d^apTq", 8 cn|iiaiv€i tö fi^a 
Kai ö|LioO, 'ApicTapxoc dTroK07rt|v elvai ßoiiXcTai toO d)üiap- 
Tr|bT]V, Kttl ou TTpocTpdqpei tö i (d. i. „djuapTrj"), dX^TX^i bi, 
cpaciv, auTÖv f] Trapdbocic, TrepiCTruicd t€ auTÖ Kai cuv xiji i 
Tpdqpouca (d. i. „djuapTri") t(]j xctpaKTfipi twv elc frj dirißßr)- 
jLidTUiV 1229, 18 ff. Vergl. € 656. 

167. KcXaivecp^c 1229,31. — KeXaivöv gegen d. Metr. 1229,24. 
Ist sicher nur ein Versehen, 

169. iGuTTTiuJv' [so!] 'AcTepoiraitp 1229, 36 u. 40; vergl. 647, 19; 
1198, 64; 1262,53. — 'ApicTapxoc bi, cpaciv, „iGuKTiuiva" 
Tpdq)€i, TouT^CTiv ^tt' euGeiac fxo^cav täc KxU>6vac, fJTOuv 
xdc dv ToTc HiiXcic biaqpuceic, Sc oi Ibiunrai Ivdc q>aciv 
1229, 42 ff. 

171. judv dq)d|LiapT€V gegen d. Metr. 1229, 36. 

172. jieccoTraTdc 1229, 37 u. 50. — ei be tpatpcTai ;,|LieccoitaXic^ 



EaBiathios als kritische Quelle für den lliastexi. 315 

bid Toö X, hr\\o\ TÖ ?ujc ji^cou iTaXX6)i€vov Kai Kpabaivö- 
ILievov 1229, 51 f. 

176. ^pucecGai 1229,55. 

177. ßiq 1229, 56. 

185. kTeTaoJTi 1230, 9. 

186. (pncGai [so!] 1230, 9. MnTs „(pncGa" heifsen. 

190. dXi|LiupTi€VTUJV 1230, 15; vergl. 42 imd 1545, 61 f. 

191. Kpeiccuiv b' aöre 1230, 15. 

194/5. ouöfe Kpeiujv . . . oubfe ßaGußpeirao 1230, 61 f. 

199. CjuapaTncei 1230, 64. 

217. „ß^Zieiv", fJTOUv (iile 1232,10. plle ist nicht Variante, 
sondern Erklärung von ^eZieiv. Vergl. Y 424. — ei coi be- 
boTtti dvaipeiv, il ^|lioö dXdcac eic tö Trebiov |Liep|H€pa ^ite 
1233, 21. Auch hier ist fiile, bestimmt nur Umschreibung 
von {iilexy. 
+ 224. Touc b' QU gegen d. Metr. 1234, 60. 
t225. Kai TOÖ beivoc TreipTiGrivai 1234, 61. Sollte Eusi ''eKTopoc 
TTCipriGfivai gegen das Metrum gelesen haben? 

229. ßouXriv 1235, 1. 

232. öip^ buujv 1235, 2. Dazu: TÖ bk „öijife buujv" iv buci jii^peci 
XÖTOu bei Tpdcpeiv Kard touc TiaXaiouc, Kai ou cuvGctujc 
uqp' tv „öipebuujv"" bid toO i ydp av ifpacpeio, ibc tö öipi- 
juaGiic . . . oÖTUJC 'Amujv Kai 'Hpöbujpoc 1235, 4 ff. 
t234. dTiaiHac 1232, 20. 

236. fcav äXic 1232, 21. 

238. bfe cduj 1232, 22. 

242. eixe CTTipiEacGai 1232, 27; 1235, 13. 

246. ^K Xi|Livnc 1235, 18. — tö bfe „dK Xi|liviic" ?X€i dTiopiav, 
TTÜJC dpa XijLiVTi im TTOTaiiioO pT]Gr|C€Tai . . . o\ bfe iraXaiol 
dXXujc TÖ dTTOpov Xuouciv, €l7TÖVT€C 8ti TpdcpcTai Kai „dK 
bivnc dvopoucac" 1235, 24 ff. 

248. Geöc judrac 1235, 30. 

dir' auTÖv 1235, 30; 1232, 28. 

249. TTÖvoio 1232, 29; vergl. 1235, 30. 

251. dpuüfiv f\ dpujrj 1235, 31. — if>wf\ 1235, 34 u. 39. 

252. oT|LiaT' fx"Jv 1235, 32. — tö bfe „aleToO oT|LiaT' fx^wv" <t>i- 
Xr|Tac [so!] qpaci, Tpdqper „aieToO ö|Li|LiaT* fx^v". KpeiTTOv 
be tö „oi)LiaTa", (L dKÖXouGov Kai tö „otjiiice b' [so!] dXeic" 
(X 308) 1235, 39 f. Vergl. 349. 

ILieXavoc, toö 1235, 32. — tö bk „jiidXavoc, toö Giipri- 
Tfjpoc" XÖYOuc fcxe TToXXouc Trapd toic iraXaioic. *Api- 
CTapxoc jutv Tdp, qpaci, „jn^Xavöc tou" dvativiucKei, tout^cti 
jLidXavöc Tivoc. (L dvTiXeTOvrec ?T€poi cpaciv ibc ouk olbev 

6 7T0lT]TflC TÖ TÖÜ dtKXlTlKÖV, dXXd f\ T€0 Xif^i f\ T^o bia- 

XeXujLidvuüc. dXXoi bfe „jueXavöccou" Tpdqpouciv, i^youv ixi- 
Xavac f xovToc ö(pGaX|Liouc. ol bfe TP<i<povT€C „fieXavöcTOu", 



316 Max Neuinann: 

fiTOi jueXava fxovToc öciä, euGuvac iroXXdc biböact xoic 
TexviKoTc. npecev ouv dv fipGpqj TPo^P^iv „aleioö jii^Xavoc, 
TOÖ 6r]pT]Tf)poc" KT^. 1235, 40 ff. Dazu: Tivfec dv iXtdöt 
dv^TVUiv „deioö [so!] jueXavöcTou GiipriTf^poc", tout^ctiv 
öcTd jLieXava ^xovtoc önep dviiX^Y^Tai 1407, 20 f. 

t256. kTTCTO gegen d. Metr. 1232, 30. 

1258. ubaTi 1236, 49; 1236, 11. 

f]Te|Lioveur) 1235, 50. — f|T€|Liov€uei 1236, 11. 

•j-259. djLidpT]C 1235, 50. — djiidpa . . . ipiXoGiai Kaid TfjV äpxou- 
cav, Trapd tici be bacuverai (d. i. „djidpric"), ibc dnö toO 
djLia p€€iv 1235, 58 f. 
260. TTpopeovTOC 1235, 50. Dazu: tö bfe „Trpop^oVTOc" bid ^ii- 
xpov ou bmXacidZei tö p. ?via bk tujv dvTiYpdcpuüv 'Am- 
KÄc biTrXdCovTtt TOUTo (d. i. „Trpofi^dovTOc") cuviCrjCiv oöxiu 
TTOioOci TUJV |LieT* auTo buo cuXXaßOüV, toö pe Kai toO öv, 
eic dTTapTiCjiöv baKTuXou 1235, 63 ff. Vergl. V. 366. 

279. TCTpacp' dpiCTOC 1236, 24. 

280. dTaGöv jiifev fiTecpv', dTaGöc bi 1236, 25 u. 43. 
283. dTToepcei 1236, 26; 1238, 43. — diroepcij 1236, 65. 
288. |Lin^^ Ti 1237, 13. 

293. auTdp toi 1237, 14. 

303. ?cxev 1237, 42. 

308. qpiXe 1237, 52. Vergl. A 155; € 359. 

319. eiXucuj 1237,56. — Trepi hi toO eiXuuj IcTeov öti dv XeEiKifi 
TraXaiijj KaTd CTOixeTov dKT€6ei|Lievtu q)dp€Tai auTÖ dv xifi i 
CTOixeiiw oÖTUüc „IXucuü", tö TrepiKaXuipuü IXui. djpjLirjOT] bk 
icujc f| ToiauTT] Tpocpf) dK TOÖ boKcTv irapiixeiv dv toic {^x]- 
eeici TÖ „iXuoc" (V. 318) Kai tö „eiXuctü", KdvTeöOev b6iai 
TauTOTpacpeicGai tö iXiieiv Kai Tf|v IXüv 1238, 4 ff. 

321. dXXdHai 1237, 56. 

323. TUjLißoxofic 1237, 57. — TUjißoxofiv bk eine töv toö TUjißou 
dvaxuj|LiaTic|n6v. Tivfec iiidvTOi elTrövTcc öti „TU)ißoxÖT|c" 
ujcpeiXev elvai ßapuTÖvuüc ibc oivoxöiic, ou q)aciv 6vo^a 
dvTttöGa KeTcGai, dXXd cuvaXoiqpfev pf^jna tö TU)ißoxof)cai 
(d. i. „TU|Lißoxofic'"), iva XdtiJ öti oubd jiiv XP^t« &Tai 
TUjLißoxoficai, ÖT€ GdTTTCTai. Kai dcTi Kpelrriuv i\ Totouni 
Tpa(pr| 1238, 18 ff. 

GdTTTOUCiv 1237, 57. 

331. tö bk „öpceo, KuXXoTTÖbiov, djiöv t^koc" dGexeiTai bid tö 
ToO diriGdTou fiKaipov. f| tdp ^r\Tr\p ''Hpa fj TrpocqpGeTTO- 
^dvTl ouk ujcpeiXe irpocGeivai tö toö t^kvou dXdTTuijiia tö 
„i& KuXXoTTÖbiov". fcTi bk 6 Xötoc drrXoiKÖc die dnö \\r\' 
Tpöc...Kai fiXXujc bd, cpaci, bid tö elireiv „d^öv Tdxoc" 
XeaiveTai tö Tpaxu Tfic KXrjceuJc 1238, 42 ff. 

332. r^icKO|Liev f| dlcK0|Li€V 1238, 29. — diCKOMev 1238, 46 u. 60. 
334. dpT€CTäo 1238, 31 u. 64. — ujct€ KaTd töv T€U)Tpdq)OV 



Eustathios^als kritische Qaelle für den Iliastext. 317 

oÖT€ öHiiveiai 6 dpT^cxTic ^vraOGa, oöt€ N6tou krlv ^m- 
0€TOV Toövo|Lia, dXXa öüo dv^jiujv TrapdGecic, ibc kui iv 114) 
„Bop^nc Ktti Z^qpupoc" (I 5)* TrXfjV 8cov tö ^fev „'ApT^crao 
(im Text dpTecTäo) Notoio" dcuvb^Tuüc uapdKeiVTai, tö bk 
„Bopenc Ktti Z^cpupoc" cuvb^bevrai 1238, 59 ff. Vgl. A 306. 

1338. iv V auTÖv 1238, 34. Dafs Eust. wirklich auTÖv, nicht 
auTÖv, las, zeigt folgende Bemerkung: tö öfe „dv b' aiiTÖv 
tei TTUpi" dvTi ToO „IjLißaXe cauTÖv tuj öbaTi oux UJC dTiXujc 
''HqpaiCTOC, dXXd cuv Trupi, oö Kupieueic" kt^. 1239, 8 ff. 

1339. f| dpeiri 1238, 35. 

343. Kaie bi f\ boxe 1239, 46. 

344. KaT' auTÖv 1239,47. 

347. „av Hnpdvrj" [so!], f[fovv Taxu dva£npavT) 1240, 8. 
deeipei 1240, 9. 

351. Kttl ÖTl TÖ KUTreipOV „KUTiaipOV" lÄXTd bldXCKTOV X^T^Tttl, 

TTpobebrjXuJTai 1239, 62. 

t355. TTVorj gegen d. Metr. 1239, 52. 
357. dvTiqpepiCeiv f| icocpapiZieiv 1240,40. — dvTiq)€piC€iv 1240, 
50. Vergl. V. 411. 

t363. Kviccr) 1241, 10 u. 26; vergl. 1312, 28. — Tivk bfe TÖt 
„KviccT]" cpaciv oiibeT^piuc, X^tovtcc töv X^ßriTa TrjKeiv Td 
„KViccTi", TouT^cTi Td XiTTTi, dv TiD llexv. TOÖTO b^, cpaciv, 
oiiX '0^r^PlKÖv• Oll ydp eupiiTai irapd tuj ttoiiitQ Ka0d Trap* 
fiXXoic TÖ Kviccoc oub^TCpov 1241, 33 ff. Damit zu ver- 
gleichen: oiJTUJ bl Ktti f) vdTrri vdiroc . . . Kai f) kvicct] bk 
Kviccoc, Ka0d br\\o\ Kai 6 Ypdipac dvTi tou „kvicciiv [so!] 
|neXb6|nevoc" „Kviccri" bixa tou v, . . . el Kai Tivec tüjv Tia- 
Xaiujv dirapecKOVTai ibc ^fl dvTCTuxilKÖTec tQ XP^^^i tou 
KVICCOC 668, 33 ff. — - Öti bi, i\ KVicca Kai bi' ^vöc tpdcpcTai c 
(d.i. „Kvicrj", bezw. „KVicr]"), 6^0lUJC tuj Trica [so! lies TTica], 
bebrjXuJTai. . . 1241, 34 f. Vergl. A 49. 

1366. TTpopeeiv 1241, 12; 755,65. Dazu: Tipop^eiv. . .dbmXacTOV 
bi ?X€i TÖ p KaTd jLi^Tpou 0^Xt]Civ, 8 Tr€p ^uplaxoö Y^vcTai 
1241, 49 ff. — TTpofiß^eiv 673, 65. Vergl. V. 260. 

1367. ßiTi [so!] 1241,12. Soll doch wohl „ßirj" = „ßinqpi" beifsen. 
372. ifd) 1241, 59. 

376. KaiOM^vn, Kaiujci 1239, 56; 1240, 2 ff. 
t379. Tcx€0, TCKVOV 1238,45. Dazu: "Hpa Tipoccpujvei töv "H(pai- 
CTOV icx€C0ai 1239, 58. Also las Eust. „"HcpaiCT*, icxeo", 
nicht „''HcpaiCTC, cxco". 

387. TraTdTUJ f| 6|Lidbiu 1242, 16. — öjLidbqj 1195, 56. 

388. b' kdXTTiTEe 1242, 16; 1195, 56; vergl. 700,13; 1914,61. 

393. öveibiov 1242, 65. 

394. „KUvd|Liuia" (auch 1822,9) f[ KaTd Tivac „KUv6|Liuia" 1242, 65f. 
Dazu: „Kuvd)Liuia" bk f] dvaibrjc. . .KOivÖTCpov bh. toö „Kuvd- 
jiuia" TÖ „KuvÖMuia" 1243, 21 ff. — ?Tepoi bk bid toö i 



318 ^ax Neumann: 

Tpdqpouci Tr|v dpxnv iflc X^HeuJc (d. i. „Kivd|nuia"), xal 
vooOci Kivd|Liuiav Tfjv jLifi f xo^cav i^p€|LiaTov t6 ßX^|H|na, dXXd 
KivoOcav cuvexujc touc |Liuac tujv öqp0aX|LiuJV 1243, 25 ff. 
397. Travovpiov 1243, 3. — „Tiavöipiov" bk „?tXOc" tö iräciv 6pa- 
TÖv. . . 'AvTi|Liaxoc bfe „UTTOVÖcqpiov" Tpdcpei. Kai ti ^kv 
cT])Liaiv€i TOÖTO, oux ^p|LiT]veuouciv Ol TraXaioi* qpacl bfe ibc 
Kai, Ti e^ei bnXoöcGai, bfjXov 1243, 40 ff. 
400. dcTTiba 1243,48. — tö „ouxTice Kai' dciriba" „Kar' aitiba" 
Tivk Tpdqpouciv 1243, 50. Vergl. 308. 
1406. "Apnv gegen d. Metr. 1243, 59. 

411. icocpapiCeic f| dvTicpepiCeic 1244, 23. Vergl. V. 357. 

412. dHaTTOTicoic 1244, 28. 
415. Tp^TTCV 1244, 33. 

417. kaTeipaio 1244, 35 u. 53. 
426. dTTi xOovi 1244^, 38. 
f429. 8t€ T^po^axoiaTO 1244, 61. Las somit Eusi etwa: „6t' 

'ApY€ioic TTpoiLiaxoiaTo" statt „8t' 'Apteioici jiaxoiaTo"? 
432. dv inav^eQa [so! gegen d. Metr.] 7ToX^^OlO 1244,62. MoTs 

„fi|Ll^€C iTraucd^€0a" heifben. 
434. Nicht nachweisbar. 1244, 66. 
446. TTÖXiv Kai 1245, 26. 

450. TToXuTnO^ec 1245, 31; 1246,8. — Tivfec bfe „TroXutnö^oc" 
Tpd(pouciv, iva X^t^l „t^^oc toö TroXutnö^oc juicGoO" 1246, 8 f. 

451. eßidcaTO 1245, 31; 1246, 15. D. i. „vuj' dßidccaTo". — 
vÄi ßirjcaTO 1246, 17. 

455. dT^OKOlp^^€V f{ dTToXeip^MCV 1245, 36 f. Dazu: tö bfe „diro- 
KOip^jLiev oöaTa xo^k4J" Tivec „diroXeip^iiev" Tpdqpouciv 
1246, 26. — Kai götuü ^€V Tivec „dTroXeiji^jiev" ^TP^^M^av. 
fiXXoi bk „dTToXouc^Mev", f^TOi KoXoßiJüceiv 1246, 37. 

463. TTToXeiLiiEuü 1246, 47. 

466. b' au 1246, 48. 

467. TrauciJU|Li€6a gegen d. Metr. 1247, 5. 
471. öv€ibiov 1247, 25. 

479. Kubpfi TrapdKOiTic 1247,41. 

480. Fehlt im cod. Eustathii. ^VTaöGa KCiTai cxfjjia dXXetirriKÖv 
ev Ti|i „dXXd xoXujcajLi^VTi Aiöc Kubpf| irapdKOiTic' ttujc bt, 
c\j KTd." XeiTTCi Tdp ^v toutgic tö fcpt] . . . 1247, 40 ff. 
Dazu: icT^ov bfe ÖTi ^v tuj „dXXd xoXuücaji^vii Aiöc irapd- 
KOiTic [so!]" buvaTai Kai dTiö koivoO ^fijia XiiqpG^v Gepa- 
TTcOcai Tf)V ToO TroiT]Toö f XXeivpiv. . . . buvaTai tö „irpoc^qpri" 
(V. 478) Kai (Lbe cuveHaKOucGfivai änö koivoö, tva 5, uic 
ö ^iv Ooißoc oubev Ti Trpoc^(pn Tfjv "ApTeiniv, f| bi *'Hpa 
Trpoc^cpn Tdbe 1248, 1 ff. 

482. CTTicecGai 1247, 41. — CTricacGai 1248, 11. 

dvTiqp^pecGai f\ dvTKpepiZieiv 1247,43. — dvTiq>€p(£6iv 
1248, 11. 



Enstathios als kritische Quelle für den üiastext. 319 

487. ö' ieiXexc 1248, 26, 27 u. 28. — bk G^Xeic 1247, 59. 
1492. ^VTpOTraXiCoM^VTiv 1248, 35. 

Tax^ec 1248, 35. ~ laxeiwc? 1248, 38. Mufs sicher 
Tax^ec heifsen. 
493. b" ^TieiTa 1248, 49. 
498. |Liaxr|CO|Liai 1248, 63. 
503. „Tr€TrT€ÖTa" [so!], tJtouv TreTTTUJKOTa 1248, 41. 

dv CTpocpdXiTTi gegen d. Metr. 1248, 41. Eust. wird 
wohl auch „|Li€Td cipoqpdXiYTi" gelesen haben, da man an die 
Lesart „fiXXubic ctXXa iv\ CTpoq)aXiYTi" nicht gut denken kann. 

508. dvr|p€TO 1249, 27. 
f 509. TIC br\ ce gegen d. Metr. 1249, 28. 

510. Fehlt im cod. Eustathii. 1249, 28. 

513. veiKOC dcpfiTTTai 1W9, 29. 

522. eupuv Udvei 1249, 50. 

526. €iCTriK€i 1249, 60. 

530. ÖTpuveujv 1250, 7. 

533. „öiuj" f\ bicuXXdßujc „otiu" 1250, 34. Vergl. T 71. 

535. in" a\\t e^juevai 1250, 39. 

542. cq)ebavöv 1250, 55, — 'Hpööiupoc xai *ATriujv dKieivouci 
TÖ „cqpebaviüv" ibc jueiox^iv, X^YOvrec elXfiqpGai rfiv XeHiv 
dvTi Toö cqpobpujc biüüKUJv. Ol iLi^VTOi TrXeiovec ibc im{i{)r\^a 
XajLißdvovTCC auTÖ „cqpebavöv" X^touci tö CTreucTiKÖv Kai 
C(pobp6v 1250, 5 6 ff. 

547. epdcoc gegen d. Metr. 1250, 62. 

548. Kfipac dXdXKOi 1250, 63. 

554. qpoß^ovTai f\ KXoveoviai 1251, 5. 

558. 'IXr|iov 1251, 1 u. 8. — Tivfec bfe „'Ibrjiov Trebiov" Ypa<POUCi 
TÖ Tf) "Ibr) uTroK€i|Li€VOV bid TÖ €u9ijc dTraTateTv töv 7T0iiiTf|V 
„ö(pp' dv'VKUJiLiai "Ibnc [so!] Kvn|Lio\Jc" 1251, 2 f. 
561. TTpOTi 1251, 9. 
1562. dXXd Ti gegen d. Metr. 1251, 11 u. 24; 1261, 9 n. 12. — 
dXXd Tiri 1261, 4; 1274, 61. 
563. TTÖXioc 1251, 12. — TröXeuiC 1261, 10. 
1568. Kai ydp bi\ Kai [so!] 1251, 35. Das zweite Kai hat Eust. 

eingeschoben. Vergl. 1251, 38, wo er Kai fäp bf\ liest. 
1572. T^oXe^iC€lV gegen d. Metr. 1251, 42. 
573. TTÖpbaXic 1251,45. Dazu: iCT^ov bfe Sti ibc Td iroXXd f| 
TToirjCic „TTÖpbaXiv" X^t^i bid toO ö Trapd tö irpodXXecGai, 

TiXeovdcavTac toö b. dv bfe ^r|TopiKUJ iraXaitu XeHiKiu eö- 
pT]Tai ouTUJC. „TTÖpbaXiv" o\ fiXÄor *Attikoi bfe „TidpbaXiv". 
"Ojuripoc bfe TÖ jifev Cqjov bid toö ö, Tf|V bopdv bfe bid toö d 
1251, 51 flF. Vergl. N 103; P 20. 

575. direi k€V uXaTinöv 1251, 49. — tö bfe „^ttci k€V uXaTJUöv 
dKOUcij" Tivfec YP^i^Po^civ „^irei KuvriXatliöv [so!] dKOiicr)", 



320 Max Neumann: 

bid t6 TpöM^cti TTOu TÖv CxTicixopov „dTreipeciou KuvriXaTinoO". 
TtaXaiöc bi. Tic, )LiejLiqp6|Li€voc Tfjv Toiauxriv Tpctcpriv, q>r\civ 

ÖTl OUX 6pOü TtX^OV Tl dK TOÖ CUV0dTOU KlL 1251, 60 ff. 

5H3. fj br|TTOu r| fjbTi ttou 1252, 11. 

586. Tap Ol 1252, 12. 

587. Ol TtpocGev gegen d. Metr. 1252, 12. 

cpiXujv TOKduüv, dXöxuJV re 1252, 12. — tö hk „tok^uiv, 
dXöxtuv Te Kai uiOüv" ?v ticiv dvTiYpdq)oic ^eTd tö „dXöxuJv" 
fxei KCiVevov tö „tok^ujv*' (d. i. „cpiXuJV dXöxujv, tok^uüv 
Te Kai uiÄv") 1252, 18 f. 

588. €ipu6|Liec0a f| elpucöjiieea [so!] 1252, 12. 

590. ßap€ir|C 1252, 19. — Tivd bfe tujv dvTitpdcpuJV „Traxeiric 

Xeipöc" Ypdcpouciv 1252, 20. 

598. iline^ne gegen d. Metr. 1252, 40 u. 49. 

600. Top ß' dKdepTOC 1252, 49. 

602. ?ujc 1262, 50. 

609. TVUJvai 1253, 9. 

610. dXX' dcTTaciujc 1253, 9, vergl. 6. 

611. de TTÖXiv 1253, 9. — elc ttöXiv 1253, 7. 

cdüücav 1253, 10. 

lAIAAOC X. 

12. beöpo XidcGnc 1254, 36. 

15. öXouüTaTe 1254, 28, 32, vergl. 29. — Tivk bfe Ypdcpouci 
„boXoUüTaTe", biÖTi böXiu ifpö fiiKpoO töv 'AxiXX^a ^GeXTev 
1254, 31. 
30. ö t' ^CTi 1254, 56. 
86. €iCTrlK€i 1255,46. 
141/42. a!0e GeoTci cpiXoc Toccövbe t^voito, öccov d)ioi 1255,53. 
— a!G€ ouTUü [so! Tocövbe?] (piXoc Ai\ TiaTpi y^voito, die 
[so! öccov?] djiioi 1766, 60. 
42. fbovTai 1255, 53. 
143. fi |Lid [so!] jioi 1255, 53. Mufs fj k€ heifsen. 
145. dm TriXebaTiduJV 1255, 54. — dir* dXXobaTrdujv geg, d. Metr. 
1222, 28. Beruht sicher auf einem Irrtum des citierenden 
Eustathios. 

48. Touc 1255, 56. 

49. jLieTd CTpaTq!) f\ ixeiä CTpaTÖv 1255, 56. — jueid CTpaxqlp 
1256,41. 

t59. TTpöc bd M€ f| Trpöc b' i^xi 1265, 60.— irpöc bd |li€ 1256, 60; 
354, 1. 

dXdncov 1255,61; 1256,60. — dXdncov f^ dXdaipe 354,1. 
69. TTuXaujpouc 1255, 66. — tö bfe „TruXaujpouc" „Gupaujpouc" 
Ol 7rX€iov€C Tpdq)ouci, XdTOVTCC Gupac jidv diri oTkgu, TrüXac 
bd dm TTÖXeuüC XdTecGai 1257. 36. 



Eustathios als kritische Quelle für den Iliastext. 321 

70. TiivovTec (geg, d. Metr.) f\ mövrec 1256, 1. 

72. „"Apni KTa)advui" f| cuvG^tijüc „'ApniKTajLidviw" 1256, 2. 

73. cpavein 1256, 3; 1257, 43, 44 u. 50. 
t79. ujbup€TO gegen d. Metr. 1258, 19. 

83. drrecxov 1258, 21, vergl. 55. — tö bk „diidcxov", oötw 
Tap Ö€i Tp6(p€iv, ou )Lif|v „dvecxov", oic Tiva tujv dvri- 
Tpdcpuüv ßouXovTtti, eiXtiTTTai kt^. 1258, 61. 

85. lUJV 1258, 21; 1259,9. 

86. KaTaKTeivq gegen d. Metr. 1258, 22. 

cl t" if[X)fe 1258, 22. 

100. TToXubdiLiac gegen d. Metr. 1260, 25; 769, 44. So „TToXu- 
bdjLiac" statt '„TTouXubdjLiac" sehr häufig. 

TTpuüTOc f\ TTpdiTOV dXeTX^iTiv KttTaxeiiei f\ dvaOricei 
1260, 25. — KaTax€Ü€i 1260, 50. — dvaerjcei 1260, 46. — 
TipoiToc dXeTX^inv dvaerjcei 769, 44. 

101. fiTncecGai 1260, 29. 

109. KttTaKTeivavTi 1260, 32. 

110. auTO) 1260, 32. 

117. &^a t' djLicpic 1261, 1. 

118. dTTobdcecGai, d. i. dTtobdccecGai 1261, 2. 

öcca TTTÖXic 1261, 2. 
121. Stand im cod. Eustathii. 1261, 2; 416, 28. 
128. dXXriXoiciv 1262, 2; vergl. 500, 37. 
130. öpeHei 1260, 60; 1261, 8. 
tl32. 7ToX€|LiiCTq gegen d. Metr. 1262, 33; 1861, 15. 
134. iKeXoc 1262, 36. 
144. reixoc 1262, 47. 

147. fvGa hl 1263, 27. 

148. boiai diccouci 1263,27. Doch wohl aus „boiai dvatccouci*' 
verdorben. 

150. Tivetai 1263, 28. 
tl57. „Tri Tdp", fJTOuv ^vraOGa 1263,31. Mufs wohl „tq ^a" 
heifsen, da f dp gegen d. Metr. ist. 
160. Tiverai 1264, 3. 
164. KaTaTeGveiOüTOC 1264, 24 u. 28. 
f 174. Ktti TÖ jLiTiTidacGe geg. d. Metr. 1264, 50. tö ist Einschiebsel 

des Eust. 
tl83. QU vu Ti 1265, 12. — ou vü toi geg, d. Metr. 696, 32. 
195. ^TTi TTupTOUC 1265,40. 
198. tt^tct' aiei 1265,45. 

199 — 201. Tiv^c jLidvToi dGeTOÖciv, oic cpaciv o\ TtaXaioi, Td Inx] 
TauTtt ujc euTcXfi Te Tfj KaTacK€uQ Kai toi vori)aaTi Kai ujc 
dTTpaHiav bpöjLiou Kai CTdciv crmaivovTa im tujv oötuj cuv- 
TÖvuüC TpexövTUüv 1266, 14 f. 

201. UJC ^a Töv 1266, 5. 

202. U7T€H^cpuT€ 1266, 6. 

Jahrb. f. clase. PhiloL Snppl. Ed. XX. 21 



322 ^&x Neumann: 

205. „äXXoiciv" f{ lidXiCTa „XaoTci" 1266, 18. 

206. ?|Li€Vai geg. d. Metr. 1266, 19. Dazu: tö ßnötv „gjievai" 
f\fO\)v TidiLiTTeiv, dK Toö elvtti icTi Tou bacuvojüi^vou 1266, 48. 

219. ä^ixe 1267, 27, 30 u. 34. 

t220. TTdeoi f\ Kd)iOi 1267, 27. — iideoi 1267, 30. 

231. CTdu)|Li€V 1267, 47. 

dXeHiijLieea gegen d. Metr. 1267, 47. 

235. TijLiriceceai 1267, 49. 

236. S)c äT\r\c 1267, 50. 
243. ^r\V [so!] ?Ti 1267, 59. 

t250. TTnXdwc 1268,49. 

266. TTpiv f{ gegen d. Metr. 1269, 4. 

t272. ^Tttipuüv gegen d. Metr. 1269, 14. 

280. ^eib€ic 1269, 29 u. 31. 

281. „ILIUGOIC", f\ „JLIÜGUJ" KttTd bOTlKf|V TTTUJCIV, f| „jülÜ0U)V" KaTOl 

TeviKfjV TcXtiöuvTiKriv 1269, 33 f. — |liu0uüv 1269, 50. 

282. Xd0u)|Liai 1269, 50. 

285. fiXeuai 1270, 4 u. 6. 

304. ixi\ bn 1270, 26. 

dcTTOubei 1270, 26 u. 27. 
t310. dpv'd)aaXr|v 1270,35. — „d|LiaXf|v" bk \ife\ f\ Tf|v drraXfiv... 
f\ rfiv jLiaXXuüTfjV Kai rpixtübri Kaxd touc TiaXaiouc, div xivec 
Ktti „)LiaXf)v" bicuXXdßuJC fpd^ouciv (d. i. „dpva jiaXfjv") 
1270,55 flf. Dazu: dK€T0€V be Kai ^v *Obuccei<jt (Ist ein Irrtum 
des Eust. Nicht auf eine Stelle der Odyssee, sondern auf 
II. X 310 ist das Folgende zu beziehen.) tö „fipv* ä|iaX#|v" 
^v cuvaXoiq)r|, fjfouv Tfjv d^aXfjv fJTOi diraXfiY dpva. xivtc 
b^ dKcT „dpva" q)aci „jiiaXfiv" ^vtcXüüc dv bicuXXaß(<ji . . . 
691, 50 ff. 

312. 6p|Lir|6n 1271, 18. — \hp}Jir\Qr] 1270, 40. 

325. XauKaviac, d. i. XauKaviric 1271, 51. 

328. dir' dccpdpa-fov 1272, 3. — dpdcKCi täv tici 7TaXa\d^v mj| 
Tpdq)€iv „oub* dp dir' dcq)dpaTOV jueXiri tdjüiev", dXX* „dird 
ccpdpaf ov". Ypdq)ouci Tdp ^'x^ tou Kar* dpxdc ö xpicuX- 
Xdßujc ccpdpaTov, XeTOvrec oötiw ccpdpaTOC, Xaijüiöc . . . 
TÖv jLidvToi juetd ToO ä TCTpacuXXdßuuc dcqpdpaYOV xauXöv 
elvai cpaciv dKdv0u)V. . . 1272, 9 ff. 

336. deiKÄc 1272, 24. — tö „deiKujc" dvTaOea <p^p€Tai bid 
jLiövou TOU i KaTd Tf|V TrapaXrJTOucav (d. i. „diKi&c^') fv 
Ticiv dvTiYpdq)oic Xö^ui jiieTpiKOÖ baKTuXou, kqI ix^x jitv 
f| ToiaÜTTi TPacp^ dTToXoTiav Tivd . . . ?cti bk ö|iuic dcuvriOcc 
eic ToiaÜTTiv Tpacp^v, ibc bflXov Jk t€ toö deiKtZeiv koI 
TOU deiK^c KT^. 1272, 25 ff. 

346. dveiT] 1272, 51. — tö bk „dvetn" TpdqpeTai kqI btd toö fj 

Ttapd TlClV, f| TpOTTTJ TOU € TT^C €1 biqpöÖTTOu €lc fj (d. L 

„dvr|T|"), f\ Kai dK tou &vf\ iiXeovacjüiip toO f, Stc oÜbt 



Eustathios als kritische Quelle für den Uiastezt. 323 

7rpocTpaq)€Tai tö i Kaxd Tfjv TrapaXrJTOUcav (d. i. „(ivi|Ti") 
1273, 28 ff. Vergl. Z 432; TT 96; T 375; Y 464; Q 417. 
t351. dpücacGai 1273, 15. — dpucecGm 1273, 37. 

356. TiviüCKiüv 1273, 50 u. 54. 

357. fvboGi eu)iöc 1273, 51, 55, 60 u. 61. 

363. dvbpoTfiTa 1090, 11; vergl. 1335,66. Vergl. TT 857; Ö 6. 
t370. enncavTO 1274, 12. — denncavxo? 826, 31. 

380. fßßeHev f| fpbecKev 1274, 45. — fpbecKCV 1274, 53. 

382. öcppa fri 1274, 63. 

386. äKXauTOC 1274, 65; 1275, 10. 

388. „2ÜUJÖC dv 'ApYeioici q)iXo7TToX€|Lioici ^exeiu)", f\ KaG' ^rdpav 
fpaq)f|v „CuüoTci [so!] juereu), Kai jlioi q)iXa fOiivaT* öpoOpri" 
1275, 1 f. — Auf die erste Lesart bezieht sich folgende 
Bemerkung: TÖ hi „juetetuü" dvTi ToO cuv€i)uii. Die nächsten 
Worte gelten der zweiten Lesart: TipiüTÖTUTTOV hk auTOÖ 
TÖ „jueieuj". . . TÖ hi „öpiupij" 8)lioi6v ^cti Kai vOv ti|i 
öXuuXq ktL 1275, 11 ff. Auf die zweite Lesart kommt Eust. 
auch später einmal zurück: „CiuoTci juCTeiu)" QV 47). . . 8 
Trep dXXaxoö „jiieTdu)" elTtibv dvTaOea ixeTä TtpocGriKTic 
ToO i dE€q)U)vr]cev 1286, 57 f. 

390. Kai KeiGi 1275, 4. 

393/94. Tivk hl f\Qi\r\cay/ auTÖ (näml. tö jiieXoc) dGcTficai ujc 
Tiapd Tfjv dSiav toO 'AxiXX^uüc öv. 6 fäp dHeuTcXicai qpGd- 
cac dXXaxoö (TT 242 ff.) töv *'€KTopa €ic tocoOtov ujc 
boKeiv €UKaTa(ppövr]Tov elvai Kai Tqj TTaTpÖKXuj, ttOüc vöv 
ILidfa KÖboc dpdcGai cprici, töv toioOtov dveXOüv; fcTi hl 
TTpöc toOto elTteiv öti kt^. 1275, 21 ff. 

400. lidcTiHev b' dXdav 1276, 11 u. 24. 

402. „TTijLiTTXavTo" ToO TOioÜTOu Gepivoö KOViccdXou f\ „mX- 
vavTo", TouTecTiv dTT^XaCov, tiu KOviccdXtu 1276, 12. — 
TTiiiTTXavTO 1276, 26. 
t411. „c)LHJXOiTo KaTdKpr]c", tout^ctiv ibc iäv f| Ttdca Tpoia iiupi 
KaioiTo biöXou, iva fj jiidpoc ?v Xöfou tö „KaTaKpric", f| 
KaTd Tf\c dKpoTTÖXeiüC, dv bud Xö^ou jndpeciv (d. i. „KaT* 

fiKpnO 1276, 49 f. 

412. liöXic 1277, 13. 

416. KTibö)ievoi 1277,- 14. 

418. XiccojLiai dvdpa 1277, 15 u. 31, vergl. 17. — tö hk „Xic- 
cojLiai dvepa toOtov" f\ KaTd Tiva toiv dvTiTpdq)UJv „Xic- 
cwix dvepa toötov" Kai ^Hnc dpei kt^. 1277, 55. 

420. Till T€ 1277,22. 

422. dXTea GfiKev fi äXtc' ^Gtikc 1277,23. — ä\fe" fGriKCV 
1277, 31 u. 35. 

423. ^TT^KTave [so!] 1277, 23. Mufs „dii^KTave" heifsen. 
426. ÜJcpeXe gegen d. Metr. 1277, 25. 

429. dm b' kTevdxovTO 1277, 28. 

21* 



524 ^8^ Neumann: 

t431. T^KVOV, ifii) 1277,59; 1282,7. — tckvov ^jüiöv, Ti vu 
ßeiojLiai 1090, 8. 

432. d7TOT€0V€iujTOC 1277, 60; 1278, 20. 

441. biTtXaKa 7T0pq)up€Tiv 1278, 45 
t450. ibuj)i' 1279, 24. — tö be „ibu)|Lii" U toö iboijiii ^KT^Tatai 
Tfjv TrapaXriTOucav 1279, 48. Vergl. H 243. 

451. bi jLioi 1279, 24. 
t456. jiövov gegen d. Metr. 1279, 28. 

457. KttTaTTaucei 1279, 28. 

468. x^€ b^Cjnaxa 1280, 31. 

473. öpa TÖ „TaXöui" iipö jiiiäc ^xov töv tovov, u)C iv toic tou 
'HpobiOpou KcTrai xai 'Attiojvoc 1281, 8 f. Vergl. T 122. 

äXic ?cav gegen d. Metr. 1281, 10. 

474. dTToX^cGai f| öXdecGai 1281, 10. 

479. TTTOTTXdKUi 1281,29; 1282, 7. Vergl. Z 396 u. 425. 

487. fjv Tiep TQp 1281, 35. 

TTÖXejLiöv T€ 1281, 35. 

489. diTOupiccouciv 1281, 36; vergl. 1282, 15. 
1 490/98. Ktti iLi^XP* TouTUüv (näml. bis zu den Worten „jüterabaivu- 
rai fijLiTv" V. 498) dv CTixoic dvv^a (also von V. 490 ab) 
q)pdcac KaGoXiKiJUTepov 6 7T0ir|Tf|c bid rfjc jütTixpöc td rf^c 
öpcpaviac beivd, elia jiiepiKeüei dveXiiicTuic tö vörniia, b\ 
QU fVU))LiiKaic f\br] dxotpaKTTipic0T|, örroTa irdOoi öv Kaxä 
TTttTc TIC dTrX&c TTttTpöc öpcpavic0€ic, ou |Lif|V TOiouTOC, oloc 
vOv 6 ToO "GKTopoc, ßaciXiKÖc briXabfj Kai öttö jütriTpi uiv 
TOiauTT] Ktti TrdTpiüciv . . . öjioioic Kai irdirTTiij ßaciXei. bid 
Ktti nO^TTicdv Tiv€C Ttt ToiaÖTa ?7TTi KT^. 1281, 45 ff. Dazu: 
dvTeOeev bfc fipxeTai (näml. mit V. 490) 6 tvu>|üiiköc 
XapttKTfjp, 6 . . . 7T€pi Tf\c dTtXüüc öpq)aviac jueTpoiijüicvoc iy 
CTixoic. . .ivvia (d. i. bis V. 498 einschl.), oöc. . . dOcToOd 
Tivec, d)C dbiaG^Touc, qpaci, Kai koiviüc tiu tuxövti iravTl 
öpqpavo) Trp^TTOVTac, oö jur^v TOiipbe . . . f ti fe jüif|V diß^Xicav 

TOUC TOIOUTOUC CTIXOUC QU jLlÖVOV d)C dvapfiöcTouc TIJJI 

Kttipo), dXXd Ktti u)c €UT€XeTc Tri cuverJKri, KaGd ^Keivoi 
X^TOUCi, KT^. 1282, 18 ff. Eustatbios kennt also nur die 
Athetese der Verse 490 — 98 , während nach Aristonikos 
noch V. 487— 8J9 u. V. 499, im ganzen 13 Verse, nicht 9, 
mit dem Obelos bezeichnet waren. 

491. TTttpeiai 1281, 39; 1282, 25. 

497. öveibioic ([so!] d. i. „öveibioiciv") dvicctüv 1281,44; vergl. 
1283, 18 f. 

lAIAAOC V. 

26. ?KacTOC 1285, 38. 

27. Xüov b* UM^Tix^ac ittttouc 1285, 39. 
39. K^eucfv 1286,31. 



Ensiathios als kritische Quelle für den Iliastext. 325 

42. ujjüioccv gegen d. Metr. 1286, 54. 

48. vOv )idv 1287, 5. 

50. djc ^TTieiKdc 1287, 8. 

55. ecpoTtXicavTec [so!] 1287, 21.— depuüTiXicavTo [so!] 1285,42. 

61. KXürecKev 1287, 26. — KXüCecKOV 1287, 30. 

72. |Li€ eipTOUCi 1288, 25 u. 39. __ 

76. vicojLiai 1288, 34. — tö „vico)aai", ei jli^v biet böo cc fP^- 
q)eTai (d. i. „viccojLiai"), ttic dvaXoTicxc dcxi toö beibiccu) 
Ktti Tujv TOioÜTUJV, cl bt dv ^vi c (d. i. „vico)Liai"), fcTi )atv 
Xpövou jLidXXovTOC, abriXoc bt 6 dv€CTU)C auioO . . . öxi bd 
TTOu Kai bid biq)e6TTOU f pd^crai f| rou viccecGai äpxouca 
(d^i. „veicco)Liai" oder „veico)Liai") dv biaq)6poic Katd xivac, 
ujc imh ToO vdiü tö TTop€ÜO)Liai Kard xö 0^iu Geiui . . ., xö 
XÜjLia bnXoi xfjc TTOiriceiJüc 1288, 55 ff. Vergl. I 381. 
183. xiGeiiLievai 1288, 65. — xö bt „xieeijuevai" koivoic jifcv 
xiGdvai, TToiTixiKUJC bfc xie^)a€vai, TTpocXrju^ei bt xoO i bid 
bdKXuXov jLiexpiKÖv „xi0€i)Li€vai". Ypotcpfivai b^ bid xoö ff 
xf)V TrpoTTapaXriTOucav Kaxd xö ßrjiLievai . . . (d. i. „xiGri- 
)i€vai") OUK fjv dvdXoTOV 1289,41ff. — xieri|Lievai 1357,23. 

84. dxpdcpTiMev 1289, 1 u. 48. 
188. dcxpafdXoiciv [so!] 1289, 30. —- xö bfc „djLiq)' dcxpaTdXoi- 
civ" 'AxxiKoic ^TiGtv eöpTixai Kai y^vouc GtiXukou. dv ydp 
TraXaioTc u7T0)Livyi)aaci cpdpexai 8xi ot iiXeiouc „djiicp' dcxpa- 
fdXqci" Tpdqpouci. Kai ?cxiv 'Iiüviköv f| dcxpaYdXri, ibc 
Kai ^v ^TixopiKiu euprixai XeHiKUJ kx4. 1289, 48 ff. 
190. fxpecpe 1289, 30. 

94. Tiöeiri 1290, 13. — Xa^aiXeovxoc bd, cpaci, xoO fpam^axi- 
Koö, Ypdn^avxoc „iL GeiTi K€q)aXri", jn^jLicpovxai oi TraXaioi' 
ilGeTov jLi^v fdp övo)Lidcai db€Xq)iKUJC xöv irpOTev^cxepov 
q)iXov etri Sv KaXöv. xf]V bt xoö Geicu Tipöcpriciv . . . ou 
xtu xuxövxi bibövai XP^» ^ai judXicxa veKpijj, diiXaic 
1290, 29 ff. 

97. djLiqpißaXövxec 1290, 33. — djucpißaXövxe 1288, 19. 

98. X€ xapTTa))Lieea g^g. d. Metr. 1290, 33. — xexapTTUjjLieea [so!] 
1288, 20. 

106. dcpecxriKei 1290, 56. — d(peicxr|K€i 1288, 14. 
tl08. W [so!] i^epov 1290,59. Ist nach V. 153 (vergl. 1293, 
15) in „uq)' '{jiiepov" zu verbessern. 
112. KXicieuJV 1291, 10. 
1117. KVTi)Lioüc 1291, 19. — dv kvti)lioic \ Kaxd xivac „Kpriiiivoic" 
xoö Kttxd xfjv "Ibriv öpouc Tiovouvxai 1291, 34 f. Es lasen 
also manche „Kpimvouc" statt „kvtijliouc". 

TToXuTTibaKOC 1291, 19. Vergl. = 307; Y 59 u. 218. 
120. biaTrXrjCcovxec 1291, 20. — biauXricceiv bt xö elc jüiiKpd 
xdjLiveiv cpriciv . . . 2xepoi h\ dvxl xoö „biairXi^ccovxec" 
„biafi^rjccovxec" Ypdcpouciv 1291, 62 f. . 



326 ^^^ Noumann: 

130. „xa^KÖv Z;u)vvuc0ai" f\ „XCtXKip" Kaid boTiKnv 1292, 12f. — 

XaXKiu 1292, 18. 
135. Kttxaeivuov 1292, 14 u. 25; 1743, 34; 1871, 37. 
139. vrjveov 1292, 36. 
156. coi )iev xe 1293, 38. 
tl60. Kribeoc 1293, 41. — öHOvexai W, qpaci, xö „ktiöcöc" 
biöxi . . . , xivk bk TTpoTTapoHuvouci (d. i. „Krjbeoc"), X^tov- 
xec KX^. 1293, 43 ff. 

xttTOi 1294, 1. Dazu: Keivxai b' ^v xouxoic Ka\ „xaTOi" 
Ol f|Y€|Li6v€c, fjfouv Ol xdccovxec xd xou Xaoö 1293, 62. 
164. ^KaxöjLiTTobov 1294, 3. 
172. cxovaxKu)v 1294, 17. 
174. Ktti xouxuüV? 1294, 18. 
tl80. xeXdiü, fi 7Tdpoi0€v uTtdcxriv 1294, 39. — xexeXecjueva, ujc 

7T€p UTT^CXTIV 1285, 21. 

191. CKf\\ri 1295, 1 u. 35. 

192. Kttiexo 1295, 43. 

105. Bopdij 1295, 44. Vergl. I 5. 

UTT^cxexo f| umcxexo 1295, 44. — uir^cxexo 1295,47. 
tl97. ^X0€Tv 1295,45. 

TTupf) 1295,46. Doch scheinen die Worte: xö „TTUpij 
q)X€T€0oiaxo" cucxoixei ttiwc xtu „"Hcpaicxoc Tiupi qpXet^OuJv 
[so!]" (0 357f.) 1295,53 auf die Lesai-t „Tiupi" hinzudeuten. 
vcKpöv 1295, 46. Dazu: xö bfe „cpXeTeöolaxo" 'Axxi- 
Kujc Kttxd 7Td0oc dcxTiMCixic0n , x€0fcv dvxi xou qpX^YOi€V 
1295, 49. 
198. X€ ceuaixo 1295,46. 

109. )i€xdTT€Xoc 1295, 59. — „fuexdTTcXoc", ö kxiv dTTcXoc... 
xivd bi xujv dvxiTpdcpujv dv buci [lipecx Xö^ou Ix^x xö 
„|i€x' dTTcXoc", iva Xi^r} 8xi dfTcXoc jiex' dv^jüioiciv . . . 
tjX0€V i] >ic 1296, 8 ff. Vergl. 144. 
1204. elnl xe 1296,55. 
212. ot b' öpdovxo 1296, 31. 
219. ?xw)V b^TTttC 1296,40 u. 46. 
221. TTaxpÖKXoio gegen d. Metr. 1296, 39. 
225. cxovaxttuiv 1296, 52. 
231. dxdpuüce 1296, 61. — 4xdpu)0i 1296, 60. 

240. biafiTVoiCKOVxec 1297, 54. 

241. ot b' dXXoi 1294, 8; 1297, 55 (U). 
244. ifyb 1297, 61. 

Keü0iü)aai 1297, 61 u. 66. 
248. beiixepov? 1298, 2. — beüxepoi 1298, 9. 
254. kXiciij gegen d. Metr. 1298, 19 u. 39. 

263. ?pTa eibuiav [so!] 1299, 24 u. 30. 

264. buu) Ktti eiKOciiiexpov 1299, 25. — xö bfe „buuj Kai elKocfc' 
^expov" öjLioiov Kttxd TTpocpopdv xifi „buui Ktti elKOciTniX^ ** 



Enstathios als kritische Quelle für den Iliasiext. 327 

(0 678). . .TlVfcc bfe KttTtt TÖ bUOKa{b€Ka OUTU) TTpodYOUClV 

ucp* ?v djc jLiiav X^Hiv „buu)Kai€iKOci|Li€Tpov", ö Tiep ouk Sv 
dpdcKOi (im Text dpdcKCi) toTc TiapacTmeiiucaiLi^voic uic ti 
KQivöv TÖ „bucapiCTOTÖKCia" (C 54) ibc ^k rpiÄv X^HeuüV 
ciivGeTOV 1299, 38 ff. Vergl. 678. 
266. illje" äbixr\Tr]v 1299, 25. — tö hl „^H^tea" oi fifev Ttpo- 
TtapoEiivouciv, u)c 6 'AcKaXuüviTTic, . . . oi bi rrapoEüvouciv 
(d.i. „dHeid' dbjLiriTriv") . . ., olc, cpaciv, ?7T€Tai Kai f| Tiapd- 
Socic 1299, 41 ff. Dazu: 6 7T0iTTrf|c ßapuvei xd TOiaöta, ibc 

bflXoV KQl ^K TOO „^H^Xe' dbjLiriTTlv" ... Ol jLldVTOl TTpÖ ÖXl- 

f ou pTiGevrec yPOMMOitikoi (gemeint sind 'Attiuüv xai 'Hpö- 
bujpoc). . . dvaYivüüCKOuci . . . tö „^H^tc* dbinriTTiv" iiapoHu- 
Tövujc „^HeTca" u)c euceßda 340, 43 ff. Vergl. V. 655. 
t269. buo 1299, 27; 699, 19. — büu) 802, 32. 

280. cGevoc f\ kX^oc 1300, 31. — kX^oc 1300, 55. 

281. öc ccpÄiv 1300, 33. 

t284. xaiTtt [so!] 1300, 42. Mufs „xaiTtti" heifsen. 
287. ttTepGev 1301, 10; 1302, 30. — tö hk „ÄTepOev" buvaTai 
jLitv Ktti dTTÖ ToO dY€ipiü clvai, jLidXiCTtt bfc TÖ dvecTTicav 
briXoT dK toö i^dpw (d. i. „frepöev") 1302, 31 f. 
292. auTdp gegen d. Metr. 1301, 51. 
f 295. „TTöbapfOV", fJToi töv tbiov ittttov töv outuü KaXou^evov 
TTöbapTOV, 8 iiep dXXoi diriOeTOV ^ttttou ?TpaM;av (d. i. 
„TTÖbapTOV") 1301, 60 f. 
296. fiv [so!] 'ATajLiejLivovi ?bu)Kev [so!] 1301,62. 
t303. TTuXoiTevdec 1302, 26 u. 28. — fjv hl ouk ßu) Xötou Kai 
bid ToO f, Tpdq)ec0ai Tpoir^ toO ö eic f\ (d. i. „TTuXriTtvdec") 
1302, 29 f. Vergl. B 54. 
307. dbibaHav 1302, 38. 

318. 7T€piTiv€Tai 1302, 52; 1742, 35. — irapaTiveTai 348, 36. 
Ist aufi 7T€piYiv€Tai verdorben. 

319. jLiev iTTTTOici 1303, 15. 

„rreTTOiGujc" tJtouv „ii^TTOiGe" KaTd Tivac, f| )uidXiCTa 
7T€7TOi0uJC eiTi KOTd cxniLia dXXcin^eujC 1303, 15. Vergl. 
damit: TÖ hk „8c [so!] ittttoici Kai dpiiiaci TieTTOiGibc" cTcpoi 
Tpdq)0VT€C „TreTTOiGev" dq)ievTai irpaTliidTtüV bid tö koivöv 
Tfjc cuVTdEetüc 1303, 24 f. Hier dient ausnahmsweise f^fow 
zur Anführung einer Variante, falls nicht etwa „ii TT^TioiGe" 
für „TJTOUV TTeTTOiGe" zu lesen ist Vergl. Q 274; auch 
Y 424, 

324. Tavücei 1303, 19. 

327. aöov 1303, 48. — tö bfe „auov" KOivdic jüifcv ipiXoGTai, dv 
bt Toic 'Aniuivoc Kai "Hpobdipou (p^peTai öti bacuvr^ov 
TÖ „aöov*'. Kai dcTiv 'Attiköc 6 trveujüiaTicjüiöc outoc kt^. 
1304, 3 f. 

331. KaTaTeeveiujToc 1303, 51. 



328 M^ftx Neumann: 

332—3. ^v hk Tai „fj xöre vucca t^tukto" Kai Öflc cpaciv o\ 
rraXaioi 8ti 'Apicrapxoc fp&cpei „fj töt€ CKipoc friv, vöv 
au e^TO Tep)aaT' 'AxiXXeuc"* ^vöc toutou ctixou leGevroc 
utt' dKcivou dvTi tujv dvuüT^pu) YPOi^tVTiJüv buo. Kai qpaci 
CKipov xfiv piCav X^TCcGai ktL 1304, 25flF. 

331. «L cü 1304, 32. 

339. „biöcceiai" [so !]..., tout^ctiv . . . böHij 1304,36. Ans 
„bodccetai" verdorben. 

343. fccexai f\ fcceai 1304, 38. 
t345. oÖTOi ([so!] gegen d. Metr.) Trap^XGoi 1304,51. 

346. *Ap€iova 1304, 56. — fv Tici tOüv dvTiYpdqpwv xöv, die 
eipTitai „*Apeiova ittttov" bid toö i Kai ö iiiiKpoö tpdcpouciv 
(d. i. „'Apiova") öjLioiiJüc T(\i iHiuüv 'IHiovoc Ka\ toic äXXoic, 
öca jLiaKptu bixpövtu TrapaXrjfexai. ot jii^vxoi uXeiouc Kai 
dKpiß^cxepoi bid xnc ei bicpGÖTTOu töv xoioOxov „^Apeiova" 
xuTToOci 1304, 63 fF. 

348. x^xpaqpev 1304, 56. 

358. |Li€xacxoixei 1305, 22, 25, 26 u. 28. 

361. bpöjiou 1305, 23. 

362. \'7T7TOiiv 1305, 58. — ittttoici 878, 17; 1713, 36. 

t369. xoi b' ^Xaxf)p€C 1305, 61. Dazu: iv bl xip „xol b* ^Xaxf\- 
p€c" dpdcK€i jüidXicxa Ypdqpeiv „xoi b' dXaxflpec" AuipiKUiCf 
tJtouv o\ iXauvovxec 1306, 27. Also lasen andre „ol b' 
dXaxnpec"? 

374. dqp' dXöc f\ dcp' dXöc 1305, 46. — dqp* dXöc 1306, 2. 
390. Yttttouv 1307, 32. 

396. epuXXixOn 1307, 35 u. 38, vergl. 41. — xaOxa bfe (nÄml. 
GpuXXiccecOai u. die davon abgeleiteten Wörter) f) TiXeiuiv 

Xpf^cic bi* ^vöc X olbe TTpocp^peiv (d. i. „GpuXCxÖn") 
1307, 45. 

t408. Kaxaxeuq 1307, 58. — Kaxaxeuei 847, 10. 

t409. XiTiecGe [so!] geg. d. Metr. 1307, 58. — XeiTiecGe 1308, 21. 

412. KaxaKxevei 1307, 60. — KaxaKxavei 1308, 30. 

414. dqpojüiapxeTxov 1307, 61. 

417. UTTobbeicavxec 1307, 62. 

418. dmbpaii^XTiv 1308, 2; 1309, 30. 
422. xfi 1308, 48. 

433. ^TTibpajLi^XTiv 1309, 29. 

440. „?xujLi6v T€", fiTOUv dXnGuic „(pd|üi€v" [so!] 1309, 43. 

449. b' dTTdxovxo 1310, 2. 

455. cfi^a x^xuKXo 1310, 7. 

463. oö TTT] 1310, 38 u. 49. 

464. TTaTTxaivexov 1310, 39. 

465. oubfe buvdcGn 1310, 49. 

467. Kaxd G' apjLiaxa 1310, 50; vergl. 1311, 17. 



Eostathios als kritische Quelle für den Iliastext 329 

470. bittTiVoiCKU) 1310, 40 u. 52; vergl. 1311, 5. 

473. dvdvmev 1311,25. 

476. bievTai 1311, 29. 

480. h" auxe 1311, 41. 

483. veiKei 1311, 52 u. 61. 

487. Tvoinc 1311, 57; 1312, 24. 

492. d)Liei߀ce' ^ii^ecci gegen d. Metr. 1311, 34. 

500. jLidcTiTi geg. d. Metr. 1312, 48. — xö be „jndcxiTi" „jndcxi" 

xiv^c Tpdq)Ouci bicuXXdßiüC, dKxeivovxec xf|v XrJTOucav 

1312, 55. 

1505. Tivex' ^TTiccwxpuüV 1312, 50; vergl. 1313, 20. 

dp)aoxpoxiri [so!] 1312, 51. — dpiiiaxpoxiri 1313,20. 

1506. C7T€Übovx* d7Texec0Tiv 1312, 51. — TrexecGTiv 1313, 1. 
510. oub' djLidxTice 1313, 39. 

517. ^a fivttKxa 1313, 56. 
520. oihl X€ 1313, 57. 

523. de biCKOupa X^Xemxo f\ bicK oupa 1313, 65. Dazu: uqp^v 
cuve^xuüc dpei „biCKOupa". xivd jiidvxoi xujv dvxiTpdq)UJv 

Kttl dK€lVO „biCK* oupa" ?XO^ClV dV buCl jüldpeCl XÖTOU KttXd 

cuvaXoicpriv 1309, 36 f. 

533. TTpÖCClüe' 17T7TOUC 1314, 34. 

548. (piXoc 1315, 44. 

565. Stand im cod. Eustathii. 1315, 57. 

bk beHaxo 1315, 57. 
568. CKTiTTTpov dv X€pciv auxuj xiGtici 1316, 12. Also las Eust. 

„Xepd cxfiTTpov f0T]Ke", nicht „X€ipi". 
1580. iGeia f&p 1316, 33. — iGeia hi 1425, 31; 1573, 9. 
581. cü b' äfe 1316, 33 u. 40. — xö rdp „ai b' fire" xauxöv... 

xuj „el b' dT€". Ktti buvaxai ^^v Ypacpfivai xai auxö „'Av- 

xiXox', €l b' dT€"' xd bfe TiXeio) Kai dKpißdcxcpa xaiv dvxi- 

TpdcpuüV „oTi b' dre" cpaciv 1316, 40 ff. 

fj 1316, 33 u. 62. — djc bfe Kai irepiCTiäxai Kai afl 

rrdXiv öHiivexai dXXuüC xö „ii" Iv xifi „f^ Gdjüiic", bebfjXuJxai 

Kai iv fiXXoic 1316, 64. Vergl. I 33. 
583. fxwv 1316, 34; 1317, 1. 
593. „ djraixriceiac " f\ jnaXXov cacpdcxepov „dTraixrjceiac" 

1317, 29 f. 
605. b€UX€pov 1318, 42. 
614. buo 1319, 35. — buw 802, 32. 

621. jLi€|Liaxriceai 1319, 38. 

622. kbücceai [so!] 1319, 38. — eicbuceai 1320, 28. 
t623. d7T€iT€i f\ ineiciv 1319, 39. — direiTei 1320, 29 u. 61. 

627. o\)bi xe 1320, 39. 

628. diiatccovxai f| dTtaiccovxai 1320, 39 f. 
635. irdXij 1321, 1. 

640. irap' auxöqpi 1321, 4. 



330 Max Ncuinann: 

t(;48. )ie)iVTicai 1321, 56. — )id)avnai 1319,32. 

1655. ^Hdre' db)iriTriv 1322, 22. — tö be „dH^tea" bicpopeirai 

Kaxa Töv TÖvov kt^. (d. i. „^Hexe' u. ilEeii' dbjüiriTTiv") 1322, 

37. Vergl. V. 266. 

1659. buo gegen d. Metr. 1322, 27. 

662. KXiciTivbe ve^cGuj 1322,26. 

679. 0rißac 1323, 28 u. 41. 

G89. GeToc f| bioc 1324, 1. 

691. ekTrJKei f\ kiriKeiv 1324, 2. — tö bfe „^CTrJKeiv" buvatai 
.u^v Ktti bixa Tou V KOivuic fp6q)ec0ai (d. i. „&Tr|K€i" oder 
„eiCTrJKei"), f| bt dKpißeia rflc dvTiTpacpfic |ieTd toö v 
Ypdq)€i anö 'IuüvikoO toö ^CTrJKeev, d)c elvai öjüioiov xui 
„fjcKeiv etpia KaXd" (f 388) 1324, 40 ff. 

693. 0Tv' ^TTi 1324, 4. 

ji^av hl i 1324, 4. 
KUjLi' ^KdXun^ev 1324, 4. 

694. dv^TTaXTO, dTdp 1324, 4. 

701. TraXaiCjLiocuvr|C 1325, 5. — 8ti Tfjv „TraXaicjLiocuvTiv" &Tiv 
eupeiv Ktti „TTaXaijLiocuvTiv" bixa tou c Tpa^Oji^VTiv toTc 
TtaXaioTc Ka0' 6|LioiÖTr]Ta toö TTaXaijLiiJüv Kupiou öv6)LiaToc, 
8 Kai auTÖ boK€T Ik toö iraXaieiv TivecGai 1325, 1 ff. 
Dazu: Tf)V bt „7TaXaic)aocuvnv" üjcrrep dv 'IXidbi oötuj Kdv- 
TaöGa (e 103) bixa toö c „TraXaijiiocuvTiv*' Yp6<p€iv <pad 
Tov 'ApiCTapxov 1587, 40 ff. u. r\ „TTaXaiCjLiocuvTi" — „ttq- 
Xai)LiocuvT|" Tpa^oM^VT] eupicKCTai Tiapd toTc iraXaioic 
1543, 31 f. Siehe: Ludwich, Aristarch I p. 492. 

707. 7T€ipric€ce€ 1325, 51. 
712. djc b' 8t' 1326, 2 u. 21. 

kXutöc 1326, 2. — cocpöc gegen d. Metr. 1023, 14. 
Sicher nur ein Versehen des Eusi 

721. duKvriiiibec *Axaioi 1326, 7. — fcTi bi tö „dviojov 'Axaiol" 
dvTi TOÖ nvioivTo, dviav eixov. YP^i^^Tai bfe Kai „dXX* 8t€ 
br| p' dviaCov 'Axaiouc". Kai ?cti toöto caq)^cT€pov jifev, 
ouK ^v TToXXoTc bt dvTiTpdq)Oic Keijiievov 1326, 45ffl 

729. beuTepoc b* auT* gegen d. Metr. 1326, 10. VergL V. 841. 

751. XoicGni 1327, 58. Dazu: Kai 8pa tö „XoicGni" änö €Ö6€iac 
Tflc 6 XoicGeuc 1327, 58 f. 

757. cpaci b* dvTaOGa ot rraXaioi, ttujc KXrjpou pi[ ßXiiO^VTOC 

icTavTai jLieTacToixi o\ bpojLieTc, die iipö toütou o\ Ittttcic; 

Kai )Lif| ?xovTec Xüciv eiTteiv y€ waiav qpaciv dirö toO lirmKoO 

dTÄvoc (V. 358) ekfi outu) jucTfixGai töv ctixov 1328, 11 ff. 

)Li€TacToiX€i 1328, 9. 

761. xepci 1328, 35. 

767. xe\xlv{\) f\ lejudvujv 1328,40. Vergl. Taxov TidvTec 'Axaio' 
bid TÖV k^evov f| Touc lejudvouc viktic 1328, 62. 



Eustathios als kritische Quelle für den Iliastext. 331 

773. ^TiatHeceai 1329, 3. Dazu: tö hl „dTratSecGai" 'Attiköv. 

aXXuJC Top Ktti ^TTatHeiv XdT€Tai 1329, 22. 
781. ovGov f\ övGou 1329, 6. 
1791. ?)ijLi€vai 1329, 54. — elvai 1762, 17. 
804. Stand im cod. Eustathii. 1330, 64. 
805/6. dvTttOea bk Kaxd touc rraXaiouc 'ApiciocpdvTic 6 TP«|i- 

jLiaTlKÖC, CpopTlKOV f|TTlcd|Ll€VOC TÖ OUTUJC iTTlKlVbuVUJC ÖTtXo- 

)aaxeTv, jueiaTpoicpei töv töttov toutov oötuüc* „ÖTTTTÖiepoc 

Kev TipiüTOC imfpa\\fac xpöa xaXöv q)9r|Ti dTreuHd^evoc bid 

t' fvTea Ktti cpövov dvbpöc" 1331, 4 ff. 
810. Trapaer|CO)iai 1330, 61. 
814. djLicpoT^piJüv 1331, 18. 
816. „fjcav" bid ToO fy, f\ „icav" [so!J bid tou i, 8 kiiv eTTOptü- 

Gricav 1331, 19 f. 
818. TidvTOce Tcnv 1331, 21. 

821. „dKUüKfi", TOUT^CTiv. . .1^ Tou.boupöc ÖSUTTITI 1331, 22. 

822. 7T€pibb€icavTec 1331, 26'. — Trepibeicavrec 1331, 35. 
827. „töv", Atouv 8v, „Tipiv" 1331, 40. 

837. KapT€p6v geg. d. Metr. 1332, 29. — KpaTCpöv 1332, 39. 

1841. b€ÜT€poc b' aÖT' geg, d. Metr. 1332, 31. Vergl. V. 729. 

842. TpiTOV b' aij gegen d. Metr. 1332, 32. 

843. TrdvTtt f\ irdvTWV 1332, 32. — iidvTa 1332, 43 u. 50. 
856. KXiciTivbe q)ep€cGai fi cpep^cGiü 1333, 4. 

864. Stand im cod. Eustathii. 1333, 54. 

870/71. crmeiDücai hl mi öti ttoXXujv dKböcewv 'O^ripiKÜüv fevo- 
)Lidvu)v . . . f] MaccaXiwTiKf] ?Kbocic KttTd Toüc TiaXaiouc 
buci TÖHoic xP^M^'vouc dvTaöGa touc ^ywjvic^^vouc TToieT, 
|LieTaTpdq)Ouca oötuüc* „C7repxö)Li€V0C b' dpa Mripiövric Ine- 
GrJKaT' öicTÖv toSuj' ^v t^P X^pciv ^x^ [soJ] irdXai, ibc 
TGuv€V.*' 'AvTijLiaxoc bfe ouTUi fp&q>ev „CTTepxöjn^voc b' 
dpa MTipi6vr]c dHeipuce TeuKpou töHov x^pcl b' öictöv 
fX€V rrdXai, u)c iGuvev", cuvTp^x^^v jli^v auTÖc ti|i 'Ojütrjpuj, 
caq)^CT€pov hl jiieTaTpdMiac. iv\ xdp töSiu TiTU)vicavTO oi 
ToHÖTai, d)c Kai ol biCKeuTai cöXuj ^vi. biö ToHeucavToc 
TeuKpou dpiidJei töHov 6 Mripiövric KttTd ciioubriv kt^. 
1334, 5 ff. 

874. UTTtti 1333, 58; 1334, 25. 
1875. TTTcpuTOc 1333, 59. — TÖ bt „iiTepuTOc" . . . KdvTaOGa ibc 
Kai iv Tq ß'^aipi|)bi(jt (B 316) TrapoHuvei 'ApicTapxoc, tuiv 
dXXuüv TipoTrapoHuvövTUJV d)c tö öpTUTOc (d. i. „uTepuTOc") 
1334, 27 ff. Vergl. B 316. 

li^ccTic f\ jüieccnv 1333, 59. — jüi^cnc [so!] 1334, 26. 

879. u7T€Kpd|Liac€ 1333, 61. [Ist wohl verdorben aus dTiCKp^jüiacev, 
was 1334, 29 als Lesart angegeben wird. 
XiacGev 1333, 61. 

894. dGdXeic 1334, 42; 1335, 6. 



y/.i'J Max N'«amann: 



lAIAAOC Q. 



• ß. 



fXuKepoio 1335, 64. 
^'». av?ipOTf]Ta 1336, 1. Zu vergleichen sind folgende zwei 
Ht^Uen: Ktti KaXcirai tö toioötov llTr€p^€Tpia, ^ia oöca 
TiLv rrapa toic TtaXaioTc reOeujpTiM^vujv tt^vtc f| €£ xaKiuiv 

TOU ^TTOUC. fjC U^pOC KOI TÖ „TTttTpÖKXoU TTOGctüV dvbpO- 

TfiTfi Te Ktti ^i^voc Tili'*' Ktti auTÖ 'fap uTrepueTpiqi utto- 
Kf.kOai Xereiai bia t6 TrXeovdZeiv XP^vu) ouk fxovri Xöyov 
cuvi2[r|ceujc 353, 36 ff. und: iipoKOiXiou bk irapabeiTMOi tö 
„A 'AxiX€u, TTnX^oc uW" (TT 21; T 216). b fäp Tpixoc 
TTOuc TeTpacuXXaßoc luv iäykuitcii oIov ttjv KOiXiav. . .toioö- 
tov . . . Ktti TÖ „TTaTpÖKXou 7Toe€tüV dvbpoTfiTa" 641, 36 ff. 
Vorgl. noch TT 857 und X 363. 
H. TTtipujv 1336, 3 u. 23. — rTa^q)iXoc bij qpaci, TrepiCTi^ tö 
„TTtipuJv" (d. i. „7T€ipuiv";, TTapdfuJV elc öjLioiÖTTiTa TÖ „ire- 
pöwci" (e 176 u. sonst) xai tö „irepda [so!] ^xifa XaTTjua" 
(t= \ 323 dKTiepda juefa XaiTiiia? Wahrscheinlich ist nach 
Schol. A „TTepda" in „iiepdav" zu bessern, so dafs € 174 
gemeint ist), dq)* Jiv (priciv elvai Kai tö „Tieipuiv". Tf|V fop 
TOU i TtpöcGeciv ^r\ dHaXXdcceiv töv tövov. 'ApicTapxoc bk 
ßapüvei djc tö Keipuiv (d. i. „Tieipuüv"). dv 'Obucceicjt toöv 
X^TtTOti „TTavvuxin 7T€ip€ kAcuGov" (ß 434). ibc oöv £k€ip€ 
Keipiüv, ouTiüc fireipe 7T€ipuJV. biaiTÄciv oöv ot iraXaiol, 
ÖTi TÖ jLitv CUV TUJ i ßapuv9rjc€Tai (d. L „7T€ipu)v"), tö bk 
Xujpic Toö i TTCpiCTTacÖrjceTai (d. i. „iiepiüv) 1336, 25 ff. 

2()/2I. oÜTiü hi Kai buo dviüTepu) i^GeTOövTO dv TtD iiepl aiTiboc 
XüYifi. v^qpei Te ydp, q)aci, CK^rreTai, Tic Kuavdqj QV 188), 
Ktti x] aific bfe ouk fcTiv 'AttöXXwvoc. ibc b^ dvTiX^Y^Tai 
n ToiaÜTH d0dTr|Cic, bfjXov toic euqpuuic dmßdXXouciv 
1337, 38 ff. 

*J(). T€Ov€iÖTa 1336, 52, 61 u. 63. 

alTibi . . . Xpwceiri 1336, 52. 

1*1—30. TÖ „KXdn^ai b' diTpuvecKOv" Kai i&]C touc rrdvTe [so!] 
CTixouc (d. i. V. 24—28) dGcToOciv ol rraXaioi bid Te dXXa 
Kai ÖTi dTipeTttc touc djicpi TfjV 'AGrivdv 0u)aöv f x^iv töv 
auTÖv Ttu 'AxiXXeT, Kai öti GeoTc ou ttp^ttov tö KXdiTTeiv 
1337, 18 ff. Dazu: Tivtc bfe dGeTOuci Kai toOtov töv töttov 
(gemeint sind V. 29 u. 30). ei ^dp flbei, qpaci, Tf|V Tiepi toO 

KdXXoUC KpiciV 6 7T0lTlTf|C, TTOXXaXOU Sv d|LlVr|C6Tl aUTflC Ktti 

\xi\v fcTi Tipöc TouTo eiiTeiv KTd. 1337,30ff. und: 'ApicTapxoc 
bi bid Tfjv TT^c jLiaxXocuvTic XdHiv dGcTeT töv ctIxov (V. 30). 
vtuiTepwv Tdp f| XdHic Kai 'Hciöbeioc, dKeivou iipübTOU XPH" 
cajLit'vou auTTi diri t&v TTpoiTOu 0UYaTdpu)v. Kai in naxXo- 
cuvT], qprici, koivOüc dcTiv i\ dv Y^vaiEi jiiavia, diri dvbpujv 
bi ou TiSeTai. bdbuiKe bk 'AqppobiTTi Tifi TTdpibi ou Tauxnv, 



Eustathios als kritische Qaelle für den Iliastext. 33B 

dXXd Tf|V KaXXicTTiv '€X^vr]v. b\6 rivec fpoi<pouciv oÖTUic* 
„Tf|v hk fjvecev [so!], f^ ol Kexapic)Lidva büjp' övöjiTive". Kai 
fiXXujc b^ q)pdcai, dGeiouvTai Kaid touc TiaXaioüc ujc Ttep 
ol dvuu auTUJV irevre ctixoi (d. i. V. 24 — 28), oötuüc xai ot 
pnO^vrec büo (V. 29 u. 30). veuüieptüv le ydp XeHic f| )Lia- 
XXocüvT], Ktti oub^ ^m dvbptüv TiGerai 1337, 33 ff. Nach 
Eustathios erstreckte sich also die Athetese auf 7 Verse 
(V. 24—30), nicht auf 6 (V. 25—30), auch nicht auf 8 
(V. 23 — 30), wie die Angaben der Scholien lauten. Vergl. 
Friedländer, Aristonicus p. 340. 
24. uJTpuvecKOV 1337, 4 u. 19. 
t30. rjvecev [so!] gegen das Metr. 1337, 27 u. 36. — Über die 
Lesart „fi oi K€xapiC)Lidva boip' 6v6)Lir|V€" s. o. V. 24—30. 
45. Tivetai 1338, 13. 
t47. f\ Ktti gegen d. Metr. 1338, 28. 

öjLiÖYacTpov gegen d. Metr. 1338, 28. — ö^OfdcTpiov 
1338, 37. 
48. öbupöjLievoc 1338, 28. 
53. V€)ieccrieOüjLiev 1338, 43. 
t54. d€iKiZ:ei 1338, 45. — deiKiCeic 1429, 19. 
79. dTT€CT€vdxTice hk f\ ^7r€CT0vdxnC€ 1340, 23. Vergl. B 95. 
84. iv M^ccric 1340, 50. 
96. hl cqpi gegen d. Metr. 1341, 11. 
t97. elcavaßdcai 1341, 18. 

€ic oupavöv gegen d. Metr. 1341, 18. 
109. ujTpüvecKOV 1341, 39. 

110. TTpOTldTTTUJ 1341,40. — „TTpOTldTTTUj", TJTOUV TtpOCdTTTU) . . . 

€1 hl TPdcpeTai Kaxd xiva tujv dvrifpdcpuüv „TTpoidiTTUj", 
cr]|Lieiujcai dXXo touto t6 TTpoidirTeiv irapd td bebTiXuüjiieva 
f\br\ TTpö TOÜTWV 1341, 41 ff. 

129. oö Td Ti 1342,20. 

130 — 32. „dTOtOöv bd", cpr|ci, „ft^vaiKi rrep dv cpiXÖTT]Ti juicfc- 
c0ai . . . jLioTpa Kparaif)", dOeToöci touc ctixouc toutouc ol 
TtaXaioi bid T€ dXXa Kai judXiCTa bid TfjV euvfjv, 8 dcTi juTHiv. 
Toic Ydp 7ToXe)Lio0civ ou toioutuüv, dXX' euToviac XP^i«, qpaci, 
Ktti TTveujLiaToc, djc Ktti ToTc TU)Liva2üo)advoic. kt^. 1342, 26 ff. 

137. dXV äfe hr\ 1342, 40. — dXXd fe by\ 1341, 64. 

149. ieüvT) 1343, 2. 
tl72. Tdp Ti 1344, 12. 

198. dvu)T€i 1345, 14. 

202. fKXeo [so!] 1345, 16 u. 47. 
t211. du)V 1345, 21. — doiv 1345, 66. 

213. fivTiTa 1345, 22. Dazu: tö bt „fivTiTa fp^a rraiböc d)i0Ö" 
dvTl Toö dvTiTTOiva, dvTiTijüiiöpTiTa (im Text dvTi)Liu)pTiTa), 
dvTiCTiKa TOÖ "€KTopoc qpövou 1346, 3 f. und: tö „dvTiTa 
fpTa" Td dvTiTiTa 1066, 50 f. und 1538, 62. 



334 Max NeumaDn: 

21 1. ^Ttei ou i 1345, 22. — t6 bi „^irei ou d KaKi2üö)a€vov [so!] 
KttTeKTa" ai KOivai fifouv ai TiXeiouc ^Kböceic YP^cpouciv 
„dTtei oÖTi KttKiZiö.uevov" 1346, 6 f. 

215. TTpö Tpiiujv 1345, 22. — tö bk „Ttpö Tpiüujv" Km iEf\Cy ei 
Ypaqpeiai „Tipöc Tpuiiwv", q)€peTai fäp Kai ToiaÜTTi Tpot<pf|, 
briXoT TÖ f)Li7Tpoc0ev, ujc Kai iv fiXXoic 1346, 10 f. 

221. „oiV\ iLidXXov hk „f| oi" 1346, 31. 

224. oux äXiov ^ttoc eccexai f| oux aXiri 6böc ^cceiai 1346, 21f. 

231. cpdpea KaXd 1347, 17. 
t232. ^9€pev b^Ka Trdvra raXavia 1347, 18; 699, 19. — ^vv^a 
TtdvTa TdXavia 1012,41. Deutet dies etwa auf eine Lesart 
„?cpep' dvvea iidvia tdXavra"? Wahrscheinlicher freilich 
bleibt es, auch hier einen Irrtum des Eust. anzunehmen. 

235. ^Eecinv V dXGövTi f\ dHecinv dXeövri 1347, 18. — Aufser- 
dem: uic T^p Grjcu) Gecia Kai cuvOecia. . .oöru) Kai Trapd tö 
ficuj bacuvöjLievov jueXXovra, ibc [so ! doch wohl 8c] briXoT tö 
d(pr|ciü Kai 7Td|Lin;u), ibc tö „ticuj fäp Kai ^tuj" (P 615), ^cia 
Kai dHecia . . . biö, q)aci, Kai 'ApicTapxoc bacuvei ttjv X^Hiv, 
^v Tri M^cr) br|Xabf] cuXXaßrj (d.i. „dE^cinv"), KaTd iraXaidv 
cuvr|9eiav . . . NeoTTTÖXejLioc be, q)aciv, 6 TTaipiavöc, ipiXoT 
(d. i. „^Hecinv'O OLTTÖ Toö iHidvai 1347, 27 ff. 
t2;js. direpTev [so!] f| dvepTCV [so!] gegen das Metr. 1347, 51. 
Dazu: dveep^ev fi dirdepTev 1348, 11. 

dviTTTUJV 1347, 54; vergl. 1348, 28. — tö „?7T€Cc' al- 
cxpoTciv dviTTTiuv". . .TpacpcTai Kai „dviccujv" 1347, 57 f. 

241. „oövecGe [so!]", tout^tiv öveicGe 1347, 59; 1348, 5. 

214. TeGveiOüTOC 1347, 61. 

dTdp gegen d. Metr. 1348, 9. 

251. ^VTaöGa bk o\ ju^v tö „ATöc" q)aci Kupiov (d. i. „Aiov 
dTauöv"), o\ be tö „dTauöc" (d. i. „biov 'Afauöv"). vik^ 
be elvai Aiou dTtiGeTov tö dTauöc (d. i. „ATov dtaudv") 

1348, 18 f. Diese letzte Lesart war auch die des Eustathios. 
Vergl. 1348, 17. 

26:i. eqpoTTXicTiTe [so!] f| ecpoiiXicaiTe [so!] 1348, 39. Vgl. V. 264. 
2Ü1. eiTiGeiTe 1348,40. — tö bk „dTTiGeiTc" ^k toO dmOeinTe 

cuTK^KOTTTai, Kai dcTiv dKÖXouGov TUJ „dq)07TXlCCaiT€" €UKTIKIU. 
Ol bk TpttCpOVT€C „d7TlGf]Te" bld TOÖ f\ TTOIOOCIV OÖTUJ TipÖC 

dKoXouGiav toö „dqpoTrXiccTiTe" KaTd JtkXiciv uTroTaKTiKriv 

1349, 28 ff. 

267. TTpuJTOTTaT^a 1349, 36 u. 60. 

269. ö^cpaXöev 1349, 40; 1350, 1, 4 u. 6. 

274. „f*fva)Lin;av", fJTOUv „fKajiin^av" 1349,46. Dazu: „YXiwxTva 
bk KdjLiipai" q)r|ci tö jucTd b€C)aöv uTToßaXeTv Tri Ka|iTrQ toö 

b€C)Lioö TÖ TOÖ IjLidvToc ÄKpov Kai Y^^viuicai auTÖ Y^veTüi 

bk TÖ „YvdjüiTrTeiv" ^k toö fövu Kai ttic KaT* auTÖ TW)viac, öre 
Kd)Li7TT€Tai, ?va i) Y^vdiTTU) . . . TvdTTTUü . . . YvdjiTrTUJ 1360, 



Ensiathios als kritische Quelle für den Iliastext. 335 

21 ff. Es scheint also, als ob Eust. beide Lesarten „^yvocjüi- 
ipav" und „?Kajüin;av" kannte. Dann würde hier fl^o^v zur 
Anführung einer Variante, und nicht einer Erläuterung, 
dienen, was sonst kaum vorkommt. Vielleicht hat man des- 
halb für „nrouv" „n" zu lesen. Vergl. V 319; auch Y 424. 
t280. ^uHecTUJ 1349, 52; vergl. 1350, 37; 722, 2. 
290. €UX€U f) euxeo 1350, 52. 

292. Tttxuv äTTeXov 1350, 55; 1351, 22. 

293. Ktti €u KpdTOC 1350, 58. — tö he „Kai €Ö Kparoc dcrl ixi- 
YicTov". . .fpcicp€Tai Kai Kar' ^t^Xiciv „Kai eu" 1351, 47. 
Vergl. Y 464. 

f 306. jLi^ctu cidc ?pKei 1351, 5 f. Dazu: ixicw bh. icratai 6 fep^v 
^pK€i 1351,56. Es scheint, als ob Eust. die Stelle in dieser, 
und nicht in der üblichen („ctdc }iici\) ?pK€*i**), Wortfolge 
kannte. 

316. TtepKVÖv 1352, 1. — tö bt „rrepKVÖc" öHuvetai ibc tö ttu- 
Kvöc. . .6 jLidvToi *Ap(cTapxoc, ujc q)aciv, dßdpuve tö „irep- 
Kvöc" (d. i. „TT^pKVOc"), dXV f) TTapdbocic ^TreicGn toTc ölv- 
vouciv 1352, 21 f. 

318. duKXrjic dpapuTa 1352, 32. Dazu: tö bi „euKXrjic" KdvTaöGa 
cuvr|9ujc dKT€ivei Tfjv XriTOUcav 1352, 46. 

322. cpedcac jn^v „euTiXcK^a" (V 436) Kai „€Ö7tX€ktov" QV 335) 
biq)pov ?cpTi, dvTaOea bfe „HecTÖv'' 1352, 50. Also las Eust. 
„Y^pujv HecToö", nicht „T€paiöc 4oö". 
t328. öXo(pupd|Li€VOi 1352, 49. 

331/2. ÖTi Kai ^VTaOGa ?ctiv eupeiv u)c Kai Ttpö toutuüv Tf|v Zfiva 
aiTiaTiKTiv, KOuq)icacav jutv tö ä bi' dK0Xin;€UJC iv riXex 
CTixou, TÖ bk V TTpocGeicav tuj i(peir\c ctixiw (d. i. Zfi!|v' de 
TTebiov") iv Tip „ov XdGov eupuÖTia Zf^v* ^c rrebiov irpo- 
cpavevTe" 1352, 58 ff. Vergl. 206/7; E 265/66. 

343. ptjißbov [sol] 1353, 19. Dazu: ttjv bk „pcjißbov" [so!] oi ^xkv 
TTp07T€piC7Tuici (d. i. „ß^lßbov") Tiapd TÖ ^qlov ßabiCeiv iioieiv * 
^Tepoi bt, Tiapd TÖ ßaTriZeiv XdfoVTec auTf|V fivecGai, q)aci 

Kai 6ti tö ä lipo Toö ß cucT^XXecGai G^Xer dßpöc. . .outujc 
oflv, cpaci, Kai p(jißboc [so!] 1353, 39 ff. 

344. iQiXex 1353, 19. 

347, aicuTiTf)pi 1353, 43, 44, vergl. 52 u. 54; 349, 1. — fcTi bk 
„aicuTiTfip" \ikv ßaciXeuc f\ ßaciXiKÖc. . ., 8v dXXoi „alcujuvri- 
TTipa". . . cpaciv 1353, 50. Dazu: *ApiCTapxoc bk dpecKCTai 
ßaciXda X^YCiv. . .ßaciXeic ^dp, qpaci, tö aTci)Liov vdjLiGuciv, 
Ö0€V Kai 6 „aicujLiVTiTrip" 1353, 56 f. 

348. ToO Trep 1353, 44. — oö Tiep? 840, 39. 
355. dvbpa 6pui 1354, 10. 

1358. VÖGC x^TO 1354, 19. — X^TO vöoc gegen d. Metr. 1354, 26; 
1001, 41 (xÖTo!). 
361. ^€Td€nT€ 1354, 40. 



336 Max Neumann: 

f 364. TTV^ovxac gegen d. Metr. 1354, 49. 
367. TÖccabe fj Toccdb' öveiax' ÖYOVxa f^ ^xovxa 1354, 50. — 
Toccdb' öveiax' Ixovra 1403, 9. 

369. dTTajLiiivacGai 1354,52; 54,5; 343,36; 1179,10; 1315,37. 

370. KttKÖv 1354, 53 u. 65. 

f\bi K€V f| Kai U K€V 1354, 53. 

1382. €ic gegen d. Metr. 1355, 21. 

385. dTTebeuex' 1355, 31. 

388. ÜJC iLioi 1355, 41. 

398. ö T* ^cxi 1355, 54. 

399. ifih U xoi 1355, 55. 

400. xujv jLiexaTraUöjLievoc 1355, 55; 1356, 8. 
403. Ol T€ 1356, 11. 

411. qpdTOV Kuvec 1356, 16. 

413. ouxujc f| auxiüc 1356, 29. 

buiübeKdxTi bi o\ f\\l)c f\ buiübeKdxTi bi o\ ?\be 1356,29. 

417. qpaveiTi 1356, 31. — xö bk, „qpaveiri" ^v ttoWoTc xujv dvxi- 
Ypdqpujv bid xoO fj cuvfi9ujc ixei xf|V rrapaXi^TOucav nexd 
Ktti TTpocYpaqpfic xoO i Xotiu biqpOÖTTOU (d. i. „cpavrjii"). 
biivaxai bk Kai ^k xoO qpaviri bicuXXdßou elvai xö „(pavqri" 
bixa 7rpocYpaqpf]C xoö i (im Text e) bid xöv xoO r\ irXeo- 
vacjLiöv (d. i. „qpavrin") 1356, 43flf. Vergl. Z 432; TT 96; 
T375; Y464; X 346. 
1418. eeioio 1356, 31. — GnoTo 1356, 46 u. 48. 

419. ^pcrjeic gegen d. Metr. 1356, 32 n. 47. 

421. dir' auxiD 1356, 34. 

425. bibövai 1357, 10. — xö bk „bibövai", xeXeuxaioc fliv ttoüc 
dv xqj „bujpa bibövai", Kaivujc TtobiZei xö fipijjov ii^xpov, 
dKxaOf^vai jiifev t^P cc^tö Kaxd xö TVUJvai Kai ßiwvai o6 
Ttapabdboxai, „biboövai" bk TP^U^cti ouk eucuTX^wpiixov. Xci- 
Ttexai oöv dKxeivecOai xö jiiiKpöv ö xoO „bibövai" öjüioiuic 
xiD „dßßiTncav, öttuüc Tbov alöXov öcpiv" (M 208). xivd bl 
Y€ xiijv dvxiTpdqpujv dxöXjLiricav fp&y[fa\ „biboOvai" Trpöc 
öjLioiöxTixa iciüc xoö xiOevai kxI. 1357, 18flF. 

428. XLU Ol 1357, 12. 

dTteiLiviicavxo 1357, 12, woflir vielleicht „dTrenWjcavTo" 
zu schreiben ist. Vergl. folgende Angabe: xö bk ,)dTr€|Livifj- 
cavxo" Tpci^exai Kai „dTrejivricavxo". dKpißdcxepov bk xö 
„dTtejLivricavxo" 1357, 28 f. 

434. KeXrj 1355, 49. 

TtapfeH 'AxiXna bdxecOai 1353, 63; vergl. 1357, 44. 

436. Tevoixo 1357, 45. 
1437. coi b' Sv ifih TTOjLiTTÖc 1357, 52. — xoTöc xoi ifib irojLiiröc 
1509, 16. 

440. d7rat£ac 1357, 55; 1352, 57; 1354, 36. 

453. dTTißXyjc 1358, 24; 1944, 25. — öHuvcxai bk 6 „imßX*|c", 



Enstathios als kritische Quelle für den Iliastext. 337 

die TÖ TrpoßX/jc. . . ou KaXuJc ouv, (paa, tö „^irißXfjc" ßa- 
puvei (d. i. „dmßXTic") 'Apicxapxoc 1359, 8: 
456. dm^pficecKe [so!] 1358, 26. 

472. ?ve' 'AxiXXeuc [so!] 1359, 39. 

473. KttGriaTO 1359, 40. 

481. fiXXov gegen d. Metr. 1360, 17. 

486. ceTo 1360,41. 

492. TpoiTieev lövra 1360, 49; 1361, 5. 

506. „xeipac öp^Hai", f{fOvv dKxeivai, fi „xeTp' öp^recOai" 1360, 

57. — xeTpa [so!] öp^Eai 1360, 58. 
521. ulouc 1362, 30; 1345, 46. 
526. dxvujLi^vouc 1362, 39. 
529. KajLijLiiHac 1362, 44. 

bibn 1362,44; 1363,56. 
531. bibn 1362, 44; 1363, 56. 
1546. „Toiv", f^TOuv ^9' düv f| düv Trdvrujv TrX^ofv, fj Kai fiXXiüc bixa 
ToO V „Ttp", dvTi Toö biö 1362, 54. — tijj 866, 61. 

TrXouTif) Te Kai 1362,54; 1364,9. — ttXoutuj Kai 866,61. 
550. Ifibc 1362, 58. 
554. KeiTai 1364, 52. 

556. (p^pO|Liai f\ (p^pO|Liev 1364, 58. 

557. TTpuJTOc f| TrpÄTOV 1364, 59. — rrporroc 1365, 53. 

558. Fehlt im cod. Eustathü. Vergl. 1864, 59flF.: dvraöea bk 
8pa ÖTi Te TÖ „f acac" ÄXeiipiv f x^i liucTiKurr^pav, ouk ^x^i 
(Subject ist ITpiaiioc) T^p auOujpöv ^VTcXiöc (ppdcai, Ti 
kacev ö 'AxiXXeuc, )if| Kai Xuirficij ^k€ivov Tcuüc kt^. 

563. TWUiCKUJ 1365, 42. 

565. Kev TXain 1365, 42. 

566. q)uXdKOuc 1365,42. — „q)uXaKOi*', oöc 'ApicTapxoc X^T^Tai 
ou ßapUTÖviüc „qpuXdKOUc" rrpoqp^pciv, dXX* ö£utövu)c (d. i. 
„q)uXaKOuc") Kai Kavöva irapdTeiv übe Td elc köc virfep buo 
cuXXaßdc, TrapaXriTÖjLieva Tijj ä, dmOeTiKd övto, öHövovTar 
liaXaKÖc . . . Kai oötuj jiifev KaTd töv 'ApicTapxov. fiXXiüc bk tö 
ßapuToveicOai Tfjv X^Hiv mOavöv ^k toO cpuXaH <püXaKOC-KT^. 
1365, 44flF. 

öXflac 1365, 43, vergl. 48* 1358, 63. 
591. (piXov T* övöjinvev 1366, 33. 
599. ibc dK^euec 1367, 7. 
604. f|ßu)iJüVT€C 1367, 8. 
616. 'AxeXiiiov 1367, 14. — Tivfec bfe töv ^VTaOOa elpim^vov 

„'AxeXifjiov" „'AxeX(iiov<* Tp6q)ouci, X^tovtcc rroTaiidv elvai 

dirö CithjXou elc Tf|V t6jv C|iupva(u)V ^ovta fflv 1367, 62 £. 
619. KXaiijcGa 1367, 15. — t6 bk „KXaioicGa" bnXoT Kai Tok 

eÖKTiKOic ^yjjuiaa rrpoc^pxecOai Tf|V Ga ^tt^ktociv 1368, 29. 

Sicher ist „KXaiqcGa^* nur aus „xXaioicGa^ yerdorben. 
635. öqppa Kai 1368, 6&. 

Jahrb. £ oImb. PhUoL SappL Bd. XX. 22 



338 M^x Neumann: 

636. TapTTiu^eGa K0ijLiTi9evTec 1369, 1 u. 13. 

643. KeXeue 1369, 30. 

652. f) 1369, 55; vergl. 1370, 20, wo „f)" durch KoOd wieder- 
gegeben ist. 

655. T^voiTO 1369, 57. 

661. peHac fi peZiuv 1370, 31. 

663. jLidXa bi 1370, 39. 

664. iLiev auTÖv gegen d. Metr. 1370, 39. 
670. TÖccov TTÖXeiLiov xpövov 1370, 63. 

ibc cu fivuJYCtc f| öccov övuJTCtc 1370, 63. 

672. beicr] 1371, 1. 

673. KOi|Lir|cavTO 1371, 6. — KOi|LiicavTO [so!] 1369, 29. 

687. „TtaTbec toi jueTÖTTicOe XeXeijiijLi^voi", dvri toO oi fri ZÄvrec, 
Toö Toi AujpiKiJüc XexO^VToc dvri toö öi TTpOTaKTiKOÖ ttXti- 
0UVTIKOÖ öpGpou. ei |Lif] dpa dTKXiTiKUJC Ypdqpouci „Traib^c 
TOi" 1371, 29flf. — Ttaibec toi 1369, 62. 

688. Tvoiflci [so!] 1369, 62. Also las Eust. „Tvoirjc' 'ATpeibnc". 
693. Nicht nachweisbar. 1371, 38. 

1697. qpepov 1371,40 mit dem Vermerk: KeiTai b' dvraöOa Kai 
TÖ q)dp€iv KupioXeKTiKUJC im veKpoO. — öti KdvTaOOa tö 
d^eiv dm veKpoO toO ''Gktopoc dv tuj „öipeai auTÖc dyiuv" 
(V. 601)' dpei bk Ktti TTpo'iujv. . .„fjiiiiovoi v^kuv d^ov (im 
Text dTUJv)" 1366, 63 f. 

704. Tpujidbec f| Tpujdbec 1371, 51. 

707. dvi TTTÖXei XeiireTO [so!] dvrip gegen das Metr. 1371, 54; 
vergl. 1372,8. Dazu: tö bi „dvi TrröXei" cuviZriciv ix^i 
Tujv TeXeuTttiDüv biio qpuüVTidvriJüv toö 1 koi toO i elc niav 
ßpaxeiav kt^. 1372, 9 f. Über diese absonderliche Art von 
Sjnizese vergl. noch € 5; K 277. 

717. dTttTOilii 1371, 62; 1366, 65. 
1721. epnvujv 1372,21. 

Ol bk f\ Ol Te 1372, 21. 

722. b" dcTevdxovTO 1372, 21. 

726. b" fTi 1373, 3. 

730. pucKev [so!] 1373, 9. Mufs „pucKeu" heifsen. 

731. oixncovTai gegen d. Metr. 1373, 10. 

736. iL Tivi [so!] brJTrou gegen d. Metr. 1373,12. 

740. Xaoi öbupoVTai gegen d. Metr. 1373, 19. 

744. etTTec 1373, 21. 
1746. b' dcTevdxovTO 1372, 21. 

752. f\v Tiva [boI] f| 8v Tiva [so!] 1374, 4. 

760. öpive 1372, 25. 

764. jLi' dTe gegen d. Metr. 1374, 30. 

ujqpeXXov öX^cOai f| öqpeXX' [so!] diroX^ceai 1374,30.— 
ujqpeXXov öX^cOai 1375, 12. — tö bk „ibc rrpiv uicpeXXov 
öX^cOai" dKpi߀CT€pov ToO „ujqpeXX* dTioX^cGai". oö tdp Sv 



Eustathios als kritische Quelle for den Iliastext. 



339 



dTTaivexiKUJC „Oeoeibfi" töv ävbpa eliroOca (V. 763), elxa 

euGuc |LieTaßaX\ojLi^VTi itiapt^o ibc olov ^KXaGoii^vii kt^. 

1374,45flF. 
765. TÖb' deiKOCTÖv 137.4, 31. Dazu: „deiKOCTÖv" T€TpacuXXdßuJC 

1374, 47. 
768. dviTTTOi 1374, 32. 
790. Fehlt im cod. Eustathii. 1375, 50. 
793. KttciTVTiTOi ?Tapoi xe 1375, 51. 
f 795. xp^ceriv gegen d. Metr. 1375, 55. 
802. cuvaTeipö|Lievoi 1376, 36 u. 39. 



Verzeichnis der yorkommenden Namen. 



Agathokles =. 398. 

Aischrion A 239. 

Alexion Z 239, 320. 

Amerias ö YXujccofpdqpoc I 378. 

Antimachos P 134, 397, V 870. 

Apion und Herodoros A 20, 116, 
129, 365, 573, 674, B 87, 499, 717, 
764, A 452, € 10, 31, 99, 656, 887, 
Z 239, 178, 185, 197, 565, I 7, 
147, 378 CAmujv), 463 CAirfujv), 
616, K 67, 105 CATriujv), 134, 324 
(oi TTcpl 'Hpööujpov), A 239, 267, 
N 103, E 361, 372, 66, 320, 678, 
TT 31, 648, 668, P 307, 320, Y496, 
<D 232, 642, X 473, V 266, 327. 

Apollodoros € 333, I 147. 

ApoUonios B 877. 

Aristarch A 136, 567, B 53 (rpaqpi^ 
'Apicrdpxeioc), 316 (dvdfvujac, ^k- 
bocic 'Apicxdpxeioc) , 462, 617 {f\ 
•Apicxdpxou), 662, 877, T 36, 99, 
126, 280, e 203, 289, 609, 666, 
Z 66 {f\ 'Apicxdpxeioc ^köocic), 
266, 422 (dvdTvujcic 'Apicrdpxeioc), 
H 438, 231, 349, 666, I 147, 
A 239, 454, 480 (oi irepl 'Apicrap- 
Xov), 495, 635 (oi irepl 'Apicrap- 
Xov), 639 (tiv^c tuuv 'Apicrapxeiujv 
^Kööceujv!), M 20, 80, 167, 201, 
283, 382, N 60, 824, £ 38, 148, 
499, 302, 320, 365, 741, TT 31 
(dvdTviucic oder Tpci9^ 'Apicrdp- 
X€ioc) 558, P 688, C 100, 207, 213 
(al ToO 'Apicrdpxou ^KÖöceic), 670, 



T 163, Y 30, 264, 484 (al toO 

'Apicrdpxou ^k6öc€ic), 162, 169, 

262, Y 332, 701, 876, ß 8, 30, 

236, 316, 347, 463, 666. 
Aristodemos ö NucaieOc I 463. 
Anstonikos A 168. 
Aristophanes A 122 (Tpcwpi^ *ApicTO- 

qpdveioc), 667 (^ rate fXuüccaic), 

r 126, H 476, Y 806. 
Aristoteles I 539. 
AthenaioB B 409, 9 231, A 635. 
Autochthon Y 269. 
Chamaüeon V 94. 
Choiroboskos B 833, 864, 868. 
Demetrios ö MHCwv € 81. 
Demetrios ö OaXripcOc B 409. 
Dien B 393. 

Dionysios ö Gp^H 741. 
Dionysios ö Cibuüvioc A 3, £ 40. 
Dionysios ö CKuroßpaxCtwv f 40. 
Dioskorides ö 'IcoKpdTOuc fnaOriTi^c 

T 137. 
Euphranor H 372. 
Euripides B 866 (i^ kqt' €öpnri6Tiv). 
Hellanikos T 90. 
Herakleides B 137, 864, T 280, A 3, 

e 168, Z 66, 9 448, A 639, TT 362, 

P 748. 
Herakleides ö 'AXcHavöpcOc A 639. 
Herakleides ö MiX/|aoc 9 178. 
Herakleon A 298, 6 338. 
Herodian A 136, 676 (^v rCjJ aÖToO 

cuiLiirodip), B 316, 498 (^v Tf\ Ka- 

eöXou iTpoc4j6{qi), 532, 662, 661, 

22* 



340 Max Nenmann: Eustathios als krit. Quelle für den Uiastext. 



592, 697, 864, 868, f 26, 99, A 3, 
49, € 903, 365, TT 390 (oi töv 
'Hpiuöiavöv <i^iq)mevö|Li€voi t€xvi- 
Koi). 

Herodoros s. Apion und Herodoros. 

Ixion 8. DemetrioB 6 'IHiwv. 

Elaudianos K 274. 

Erates M 25, 23, 365. 

Longinos A 139, 296. 

Lysanias TT 558. 

Massaliotica A 298, B 865, M 283, 
44, Y 870. 

Megarer B 558. 

Menekrates B 857. 

Neoptolemos ö Y^iwccoYpdqpoc I 378. 

Neoptolemos 6 TTaipiavöc Q 235. 

Nikanor A 5, M 295. 

Nikias A 452, 6 203. 

Pamphilos N 103, Q 8. 

PeisistratoB B 558. 

Philetas 252. 

Philoxenos A 575. 

Plutarch I 378. 

Porphyrios TT 558, Y 269. 

Poseidonios ö toO 'Apicrdpxou dva- 
Yviiicnic Z 511. 

PtolemaioB B 877, 6 31. 



PtolemaioB ö 'AcKaXurvinic A 452, 
€ 79, 359, 887, Z 239, = 851, 
302, TT 47, C 211, Y 266. 

PtolemaioB ö *6in6dTiic H 37. 

SelenkoB A 122. 

Sinopica A 298. 

Solon B 558. 

Sosiphanes I 453. 

StephanoB ByzantioB B 582, 585, 
592, 617, 656, 697, 712, 749, 858, 
865, H 135, A 757. 

Strabo B 532, 558, 682, 783, 850, 
852, 855, 856, 857, 866, A 171, 
€ 708, Z 34, H 135, 221, I 447, 
539, N 6, TT 234, Y 807, 87, 384. 

Tryphon f 122 {tv Tif) irepl dpxa(ac 
dvttTvuüceujc), € 289, I 147. 

Tyrannion B 350, A 454, 495, M 20, 
Y 72. 

Zenodot A 5, 85, 400, 404, B 60, 
314, 484, 507, 520, 529, 672, 852, 
r 126, A 8, Z 56, 155 (rd toO 
ZnvobÖTOu), H 475, e 349, N 198, 
643, 712, 824, E 40, 499, TT 748, 
P 134, T 246. 

ZenodotoB ö MaXXuÜTric N 731, 66. 

ZopyroB K 275. 



S. 149 Z. 


15 


a 151 z. 


21 


S. 151 Z. 


20 


S. 151 Z. 


18 


S. 183 Z. 


17 


S. 200 Z. 


23 


S. 223 Z. 


1 


S. 231 Z. 


4 


S.242 Z. 


1 


S. 267 Z. 


1 


S. 308 Z. 


16 


S. 819 Z. 


6 



Berichtigungen. 

von unten lies: 725 Btatt 729. 

von unten tilge: Z 32. 

von unten lieB: V 621 und sonst. 

von unten lies: H 377, vgl. noch B 377; Z 184; N 118. 

von unten lies: irapeid stott irapeCa. 

von oben lies: oC statt oO. 

von oben lies: q>dT* statt (paT\ 

von oben lies: d)Liq[>i6€6iv^aTai statt d)Liq[>i6e6(v€aTau 

von oben lies: Kcveaux^ac statt K€v€aux€dc 

von untdn lies: qpao statt (päd. 

von oben lies: rd statt t6. 

von unten lies: irXeovdcavroc statt irXcovdcavrac. 



•i . 

ll 



De Flavü losephi elocutione observationes criticae. 347 

operam dedisse. etsi concedimas enm ita Graece scribere voluisse, 
ut illius aetatis rerum scriptores scribebant velut Philo alii, eum 
viros litteratos sequi, non sermone yulgari uti voluisse, tarnen 
nonne facile fieri poterat, praesertim in componendo tanto opere, 
ut imprudens scriberet, quod non virorum litteratorum, sed ser- 
monis popularis, quo loquebatur, proprium esset? nee solum loque- 
batur eo sermone, sed etiam eum in aliquot libris, quibus utebatur, 
iterum ac saepins legebat, velut non dubium est, quin plurimi libri 
sacri LXX interpretum ei ante oculos versati sint. etiamsi igitur 
voluisset Aitice scribere, minime suspicor fatnnim fuisse, ut id 
homini ludaeo contingeret, quod ne Atticistae quidem assecuti sunt, 
velut Lucianus, qui nihil antiquius habebat quam ut Atticos imita- 
retur, qui veterum scripta de industria eo consilio perlustrabat, ut, 
si quid scite atque eleganter dictum repperisset, hoc scriptis suis in- 
sereret.^) vides igitur, quam perversum sit omnia ad Atticorum 
uormam redigi velle. non Attica elegantia, sed recentioris aetatis 
genus dicendi inprimis respicieadum est, quare in bis quoque obser- 
vationibus, etsi veterum usum non prorsus negleximus, tamen potis- 
simum cum ceterorum scriptorum posteriorum elocutione losephi 
genus dicendi contulimus, nee solum cum sermone virorum littera- 
torum velut Polybii, Diodori, Philonis, Dionysii Hai., Plutarchi, 
Luciani, aliorum, sed etiam cum sermone vulgari, qualis exstat in 
libris sacris et in aliquot titulis illius aetatis. hac ex comparatione 
non solum intelleges, quid losepho cum ceteris commune sit, quid 
eius proprium, sed etiam saepe locis dubiis verum cognoscere 
poteris. 

Bellum ludaicum, quia emendatum est a viris doctis, elegantius 
scriptum videmus quam antiquitates. oratio ibi nitidior est, hie 
interdum impedita et durior. ut omittam hiatum in antiquitatibus 
liberius admissum, id laude dignum est, quod in libris de hello 
ludaico, quamquam constat eos ex liugua Hebraica (Aramaica) in 
Graecam esse versos (B. prooem. 1 [3, 11 — 14 Bekk.]), ne minimum 
quidem Hebraismi vestigium deprehenditur, cum inveniantur pauca 
vestigia in antiquitatibus. sed tamen ex bis observationibus efficitur 
hello ludaico multa propria, ne dicam, vitia cum antiquitatibus 
communia esse, quin etiam singula eo libro solo continerL 

Bestat, ut paucis de codicum ratione disseramus. Libri ms., 
quibus omnia losephi scripta una contineantur, nusquam exstant. 
sed alii antiquitatum libros priores, alii posteriores exhibent, alii 
libellnm de ludaeorum vetustate, alii bellum ludaicum. quare seor- 
sum de singulis codicum familiis dicendum est. ac primum quidem 
decem antiquitatum libri priores insunt in libris ROMS PL*), sicut 

1) cf. Gebet, var. lect. p. 19. 76. 76*. 

2) R = Parisinus 1421 a. XIV. — Bodleianus 186 8. XV. 
M = Marcianus 381 s. XlII. S => Vindobon. 2 s. XI. P =» Parisin. 
1419 8. XL L =. Laurent. 69, 20 s. XIV. 



348 Goilelmus Scliinidt: 

posteriores in codd. PFLAMVW*), ad quos omnes accedunt Rufini 
versio Latina, epitome (E), excerpta Peiresciana, Eusebius. ut ab 
illis initium faciamiis, non dubium est, quin duae familiae discer- 
nendae sint, altera codicum BO, altera SPL. medium locum inter 
has obtinet M. quaeritur, utra utri praestet. ad illorum fidem (BO) 
editionem snam redegit Niesius, ad horum Nabems. idem igitnr in 
Flavii losepbi libris recensendis observamus, quod ante triginta fere 
aiinos in Dionysii Halicarnassensis. ut tum viri docti in duas partes 
discedebant, cum alteri codicis Cbisiani virtutes summis laudibas 
efferrent, alteri codicem Urbinatem ceteris omnibus, in iis Chisiano 
praeferrent, ita idem certamen bis nostris diebus reviviscit. ut 
Niesius losepbi libris BO maximam tribuit auctoritatem, ita Naberas 
ceteris (MSP), postea viri docti apud Dionjsium eam rationem 
secuti sunt, ut ^coniunctum utriusque libri usum cautum' commen- 
darent. boc etiam in Flavii losepbi scriptis recensendis mazimnm 
fructum allaturum esse putem. sed tarnen comparanda inter se et 
aestimanda duplici lectionis memoria supersedere non possumus. 
ut afferamus eas causas, quas Niesius putat gravissimas, ei non 
credimus losepbum A. IX 284^) nomen Selampsae ante banc diem 
non auditom pro Salmanassare posuisse. näm si posuisset in eis» 
quae ex actis Tyriis excerpta sunt, nonne losepbns de industria nos 
admonuisset buius regis nomen, quod dicit exstare in bis actis, aliter 
conformatum esse atque vulgo? neque quicquam certi ex annorum 
computationibus mea quidem sententia colligi potest, cum in 
numeris tradendis librarii etiam codicum BO peccayerint. tarnen 
mibi persuasi libros BO lectionem magis integram habere quam 
ceteros. nee euim negari potest Codices MSP yalde esse inter- 
polatos. quod ut probemus, pauca exempla afferre liceat. A.E^206 
losepbus narrat Hierobamnm regem idololatriae se dedidisse et 
omnino impie et sceleste se gessisse. tum pergit: Tijj bk \aC^ T(&V 
IcpariXiTUJV jLiupiujv dTCtGuJV aTrioc urrfipxe. ita losepbi verba 
reddunt Codices BO, sed MSP Exe. Suid. KaKÜJV exhibeni. illos 
libros Niesius, hos Naberus sequitur. forta^se tu quoque miraberis, 
ut Naberus, qui fiat, ut rex maxime impius de populo mazime 
mereatur. sed hunc regem re vera de Israelitarum regno eo 
meritum esse, quod fines eius et in septentriones versus usqne ad 
Amatbum urbem et in meridiem usque ad lacum Aspbaltitem 
propagasset, non solum losepbus memoriae tradidit in eis, quae 
sequuntur (§ 206. 207), sed etiam libri sacri et Hebraice et Graeoe 

1) P = Palatiu. (Vatic.) 14 saec. IX/X. continet A. XI 9— XVÜ. 
Vit. 1—427. insunt permultae lacunae. F = Laurent. 69, 20 8. XIV. 
continet A. XI— XV. L = Leideng. F 13 8. XI/XIl c. A. XI— XV. A — Am- 
bros. F 128 s. XI. cont. A. XI— XX. Vit. M » Mediceus Laur. 69, 10 
8. XV. pars antiqnior c. A. XII199— XX. Vit. V — Vatican. 147 8. XIV. 
c. A. XI— XV. W — Vatican. 984 s. XIV. c. A. XI-XX et Bell. lud. 

2) cf. Nieue, praef. vol. I p. XXXIIL 



De Flavii losephi elocaüone observationes criticae. 349 

scripti (Reg. IV 14, 23 sq.). omnia populo sub hnius regia imperio 
bene cessisse et losephus monet, cum dicit § 215 eum fiieTd Trdcric 
eubaijioviac regnasse et confirmant libri sacri, cum dieunt Reg. IV 
14,27 Ktti fciucev aurouc biä x^ipöc 'kpoßodiii uloö 'lujdc== Reg. 
1114,27 (Hebraice) :tDgti-»-1|l DW^^ 1^3 D?*^tpi''5. iam nonne 
concedes KaKUJV a libraho quodam interpolatum esse, qui sibi per- 
Buadere non poterat regem ünpium beneficia in populum Israelitamm 
contulisse ? ^) buc accedunt aliae interpolationes velut A. VII 125 
TTapaxaXecac euipuxujc xai jjieTd 7rpo0u|Liiac dvbpdciv aicxuvriv 
qpoßou|Li^voic TTpeTTOucTic dYUüVicacGai leguntur in codicibus RÖ, 
sed MSP |Li€Td TTpoOu^iac dTravia bpdceiv aicxuvriv qpoßou|Li^voic 
TTpOTpeTTOiicTic (7Tp07Tecoücr|c M) dYUJVicacGai praebent. nemo non 
videt priorem lectionem unam esse veram eamque Naberus quoque 
recepit. (ceterum cf. etiam A. XIX 166 dXeuGepoic re xai y€V- 
vaioic dvbpdci TrpeTTÖVTUJC, ib. 181 fpYOV — dXeuG^poic dvbpdci 
7rp€7TOV, XVII 158 }ieT* dpexfic dvbpdci TTpeirujbecTdTTic). deinde 
A. I 317 Naberus quoque intei-polationem codicum SPL agnoscit, 
item A. VII 351. VIII 270. tum A. I 258 Codices S P soli referunt 
Esavo nomen Seiro quoque fuisse (elxe bk xai ?T€pov övo|Lia 
Crjeipov X€TÖjLi€VOV xfic Tpixwceujc). neque apud Hebraeos neque 
LXX interpretes usquam Esau Ciieip nominatur. suspicor ad vocem 
Tpixu)C€UiC vel TpixujfLia librarium quendam Hebraice doctum ad- 
scripsisse vocem Hebraicam ^"^ytö ^seir', quia radicis Htel?, unde 
'Hcau derivatur, non exstat substantivum, qaod ^crines' significet^ 
atque inde totum hoc additamentum ortum esse. cf. etiam A. I 336. 
Crieip qnidam Gen. 36, 21 (n'^^fe) commemoratur, sed non idem 
est atque Esau. denique A. VI 284, ubi RO dvaipei Tf|V xpoxuba 
legunt, in ceteris libris ex § 289 d7T0T^|LiV€i Tf|V TTT^puT« illata 
sunt, sed libris MSP, quamvis interpolati sint, tamen non facile 
caremus, cum in codicibus RO multae inyeniantur lacunae libra- 
riorum neglegentia plerumqne propter vocabulomm similes exitus 
oculis aberrantium ortae. in bac re libri RO Dionjsii codici Chi- 
siano similes sunt, quod Niesius dicit ea, quae RO omittant, plerum- 
que suspecta esse, mihi persuasi virum doctum interdum artias ad 
horum auctoritatem se applicavisse, velut facere non possum, quin 
A. VI 251. 302. VII 348. IX 82. 259, al. cum Nabero retinenda 
esse censeam, quae libri MSP addunt. porro in nominum vel ver- 
borum formis libris RO parum fidei est. sed quidquid de hac re 
iudicas, id minime committendum existimo, at ex manifestis libro- 
mm RO vitiis losepho formas inusitatas obtrudamus velut A. 11 170. 
X 218 Niesius ex lectione perversa U7rr)CXTlM^V0C coniecit losephum 
uneicxrmdvoc (similiter A. IV 168. V 93 urreicxTiTai) scripsisse, 
quam formam, etsi ex titulis innotuit, tamen apad losephum nnm- 
quam, ne in variae lectionis farragine quidem, me legere memini. 



1) cf. etiam Arnold, pbilol. anzeiger XVII 278 (1887). 



350 GuilelmuB Schmidt: 

idem valet in formam bieiX^XÖtlcctv A. VII 262 ex prava scriptura 
biTiXexOncctv elicitam vel KaTeicxncGai A. V 148. 

Transeo nunc ad alteram antiquitatum partem. in codidbus, 
quibus ea continetur, maxima lectiouis discrepantia invenitur, quam 
satis luculenter Niesius inde ortam esse demonstravit ^quod collaÜs 
iuter ae diversi generis codicibus modo hoc modo illud ex alio in 
alium translatum est', quare vir doctus nullum fere eese codicem, 
qui non aliquid probi retinuerit, affirmat. de codicum singulorom 
auetontate idem in praef. vol. HI p. LH ita refert: ^maximi aesti- 
mandum esse demonstravi Palatinum, cui plerumque FV aut FLV 
sc adiuugunt; sed ne alterum quidem genus AMW aut LAMW 
spernendum est. deinde FV aut FLV, nisi accedit P, minoris sunt 
auctoritatis longeque superantur ab AMW aut LAMW. et cum 
herum et antiquissimus et optimus sit Ambrosianas, hunc post Pa- 
latinum secundum dignitatis locum obtinere merito dizeris; qai in 
libris XVIII — XX, ubi deficit P, omnium optimus habendus est. 
quodsi cum AMW coniungitur P, horum auctoritas tanta est, ut 
raro ab ea discedere liceat/ 

Neminem arbitror, qui Niesii commentationem accuratissimam 
perlegerit, dubitatnrum esse, quin duae codicum familiae discemendae 
sint et codex Leidensis medium quendam locum obtineat. altera 
earum ex libris PFV, altera ex AMW constat. hoc Naberus quoque 
sine ulla diibitatione in praefatione voluminis tertii vere observatum 
esse concedit. sed ut iam in priore antiquitatum parte, ita in 
posteriore de familiainim pretio atque auetontate aliter iudicat ac 
Niesius. ut hie codici Palatino palmam dat, ita ille Ambrosiano. 
at Naberum re vera codicem P non tam parvi aestimare quam ex 
eins praefatione vol. ÜI colligitur, satis ex eo elucet, quod per- 
multis locis ab ea codicum familia, quam ^pressius se secutum esse' 
dicit, desciscit et codicis P lectiones praefert velut A. XI 108. XII 
()5. 68. XIII 173. 360. 371. 413. XIV 3. 4. 144. 234. 237. 470. 
XV 119. XVII 209. 262, alibi. inspiciamus aliquot locos, e quibus 
codicis Palatini bonitas cognosci possit. A. XIV 40 ^) losephus uarrat 
Pompeium Chalcide, ex oppido Sjriae sub imo monte Libano sito, 
Damascum iter fecisse: bi€X9uJV — Tf|V XaXxiba Kai tö bieTpYOV 
öpoc uTTcpßaXujv Tf|v KoiXriv 7rpocaTop€uo|Li^vriv Cupiav dirö Tfjc 
ITeXXric (ita FLAMV, tt^XXcic W) elc Aa|LiacKÖv fixev 'per oppi- 
dum Chalcidem profectus superato eo monte, qui Coelesyriam, 
quae proprie sie nominatur, a Pella dividit, Damascum pervenit.* 
cum Pella oppidum in Peraea prope lordanem flumen situm esset, 
losephus, si re vera ita scripsisset, diceret Pompeium Chalcide prius 
multa milia passuum in meridiem versus usque ad Pellam iter fecisse, 
tum revertisse Damascum. sed in eis, quae apnd losephum praecedunt^ 



1) cf. Niese, praef. vol. III p. XXII. Naberus iniuria ante dir6 inter- 
pungit. 



De Flavii losephi elocntione observationes criticae. 351 

neque Pellae neque Peraeae mentio fit, sed id tantum commemorator 
losephum in Coelesyriam invasisse. postea demum (A. XIV 47. 49 «= 
B. I 6, 5) ex oppido Dio Pellam praeteriens per Scythopolim, Coreas, 
Hierichuntem ad Hierosolyma Pompeius profectus esse dicitur (A. 
XrV 54 = B. I 6, 6). neque uUa causa intellegi potest, cur Pom- 
peius, postquam tarn longe in meridiem versus processit, subito 
in septentriones versus Damascum reverterit. sed re vera ad Pellam 
incursionem Pompeius non fecit, immo reeta ex Leontis fluvii valle, 
ubi Chalcis sita erat (inter montes Libanum et Antilibanum), quae 
proprie a Graecis Coelesyria nominabatur, per montem Antilibanum 
(= TÖ bieipTOV Öpoc) Damascum iter fecit. ea autem regio, quae ab 
hoc monte in oiientem et meridiem spectabat, quamquam ipsi nomen 
Coelesyriae erat (A. i 206. X 181. XIII 356. XIV 34), tamen, ut ab 
illa valle proprie sie dicta distiugueretur, interdum f| äXXrj Cupia 
nominabatur velut apud Philonem legat. ad Gaium 22 p. 297 ed. 
Dahl Cupiav Trjv T€ fiXXrjV kqi t^jv KoiXrjV 7TpocaTOp€uojLi^vr|v, apud 
losephum secundum Niesium A. XIV 79. (cf. etiam A. VII 104, 
ib. 101. XIV 48. AajLiacKOÖ kqI ttic fiXXric Cupiac). itaque quid 
verius esse potest quam codicis P lectio rflc äXXr]C pro TT^XXr]C? 

A. XIII 371^) legebatur AaobiKr] fäp dXGujv ciijLijLiaxoc (sc. 
Antiochus) t^ tu»v faXaabiivüüV ßaciXiccij secundum codicem V, 
codd. LW TCtXirjVUJV, AME ToXirivuiv, F TCt^i^o^^v exhibent.^) ubi 
terrarum illos Oalienos sive Gaminos (ita Eufin.) incoluisse putas? 
nusquam, opinor. sed populum Samenorum exstitisse nos docet 
Steph. Byz., quem constat aliquot populorum nomina ex losephi 
scriptis hausisse: CajLir]VOi, vojLidbujv 'Apaßicüv fGvoc. hos autem 
nobis praebet codex Palatinus CajLir]VÜüV pro faXirivoiv sim. exhibens. 

Porro A. XIV 4 Codices LAMVW dpHaju^vou Toivuv xfic 
dpxiepujciivric TpKavoö tradunt, sed PFE TrapaXaßövTOC t«P Tf|V 
ßaciXeiav 'VpKavoO. illorum lectionem redarguunt verba, quae 
leguntur A. XIII 408: f| bk (Alexandra) dpxiep^a jLiiv dTTcbeiKVuev 
*YpKav6v. hoc honore, quamdiu Alexandra regina post mariti 
mortem vivebat, fungitur Hyrcanus, per novem annos (A. XIII 430). 
ea demum mortua (XIII 430. XIV l) regno potitur, summo autem 
sacerdotio, ut diximus, iam novem annis ante praefectus erat, hoc 
loco (XIV 4) de regno, non de summo sacerdotio losephum dixisse 
vel ex eo intellegitur, quod ib. § 6 losephus narrat Hyrcanum 
Aristobulo regnum permisisse, ipsum autem maluisse frui eo honore, 
quo iam affectus erat (ttjv UTrdpxowcav auTijj ktiiciv).*) denique 
alterius familiae interpolationem aguosces A. XIV 143, ubi in P 



1) cf. Niese, praef. vol. in p. XXn. 

2) Galadenorum reginam cognitam non habemus. neque B 14, 2 sq. 
eins reginae mentio fit, ubi losephus tradit illis temporibas (Ptolomaei 
Lathnri, qui A. XIII 370 quoque memoratur) Alexandmm lannaeum (cf. 
etiam A. XIII 820 sq. 866) bis Galadenorum regionibus potitnm esse. 

3) cf. etiam Niese, III p. XXIV. 



352 Guilelmüs Schmidt: 

haec leguntur: (KaTcap) 'AvTiTTOiTpui b' dcpiTiciv buvacreiav, f^v 
auTÖc TTpoaipeiTai, quae quin sana sint, nemo dubitabit. sed pro b* 
dq)ir]Civ Codices LAMW hk bibujci exhibent, quod codex P supra- 
scriptum habet, hanc autem scripturam esse interpretamentum quis 
est, qui neget? 

Sed tarnen ab altera parte etiam codicem Ambrosianum 
bonitate excellere vel ex eo elucet, quod solus nobis eam Herodis 
nominis formam (Niese in p. YII) suppeditat, quam iterum 
ac saepius in titulis illius aetatis scriptam videmus: Hpujiblic C. 1. 6* 
3155. 4893, cf. Kaibel, inscr. Graec. Sicil. et Ital. no. 645, 15. 42. 
55. 87. 89. 114. 180, Hpuüibac Ditt. syll. 446, 12, Hpoiba ib. 463,19. 
C. I.A. n 3 no. 1672, alibi. adde Etymologici magni testimonium s. v. 
HpUülbTlC* ?X€i TÖ i 7TpocT€TpajLijLi^vov.^) 

Quae igitur ratio, quouiam duas codicum recensiones band 
spernendas habemus, critico sequenda est? ea, opinor, ut nou nimis 
arte ad unam recensionem se applicet, sed quae in utraque optima 
sint, ea toto losephi genere dicendi accurate observato eligat. medio 
igitur, ut poetae verbis utar, tutissimus ibit. 

In Universum omuium librorum archetjpum iam faisse cor- 
ruptum demonstrant A. VII 67 (cf. Ns. vol. I p. XXXII). XIV 99 
(ib. III p. XVn). manifestam archetypi interpolationem A. VI 3 
deprehendes (dHejLioGvTec). praecipue in posterioribus antiquitatum 
libris multi loci corrupti leguntur, quibus vix quisquam medebitur. 

Porro epitomen non parvi aestimandam esse cum alia (vide 
indicem s. v. epitome) docent tum A. XX 38/ubi sola exhibet, quae 
AMW Lat. omiserunt: toTc 'loubaiujv fGeciv <xoiip€iv -rfiv jHiiT^pa 
Tf]V dauTou> et A. XVII 312, ubi epitomes lectio dirövoiav pro 
bidvoiav non displicet. 

Versionem Latinam ne neglegamus, ipsa codicis optimi 
Ambrosiani vetustas impedit. accedit, quod interpres Latiniis 
plenimquo artissime exemplar Graecum sequitur verbum verbo 
reddens ita, ut etiam iis locis, quibus manifestum est eum losephi 
senteutiam prorsus pervertisse velut I 95. VIII 307. XVHI 86. 
XIX 148, alibi cerni possit, quae verba ante oculos habuerit. sont 
loci, quos ex sola versione Latina restituamus velut A. VI 9 Hud- 
öonus pro UTifj ex Lat. ^ei' elicuit auT^, A. VII 298 NieBius ex 
Lat. jLi€T* QU TToXuv xpövov edidit, A. X 111 pro oÖT€ dvaci/jcciev 
idem ex Lat. ouc dv. ^qnos demigraverat', A. X 119 idem pro 
dTTCiXei ex Lat. ^moneret' 7Tapr)V€i, alia. sed interpres Latinus 
quod alia non intellexit, alia omisit aut in brevius contraxit, alia 
de sno addidit, in Universum caute adhibendus est.^ 

1) cf. Schürer, geschichte des jüdischen Volkes im Zeitalter Jean 
Christi I 307* et theol. littcraturzeitung 1892 p. 616. vid. qnae ibidem 
de A. Xin 897 recte disputata sunt. 

2) magnopere laudamus, quod versionis Latinae editio a Carolo 
Boysen paratur. nee enim editio Basileensis (1524) vitiis vacat ei ex 



De Flavii losephi elocutione observationes criidcae. 



353 



Excei*ptorum auctoritas, quae modo cum hac modo cum illa 
codicum familia conspirare videmus, non ita magna est. Ensebium 

libroram detenorum familia fluxisse videtnr. ne qnis putet me magis 
temere quam vere dixisse, hoc paucis exempliß demonetrabo. (quas inüra 
afiPeram iectiones Ambrosianas et Vaticanas, excerpsi ex Beifferscheidi 
bibliotheca patrum Italica I 280. II 46, Guelpherbjtanas ipse contuli, Ber- 
nenees (no. 118) et Monacenses (11302. 15841) mihi summa humanitate 
sappeditaverunt viri doctissimi, bibliothecarum praefecti, Bloeschius Ber- 
nensis et Laubmannus Monacensis). 

Wiz. et Monte-Cass. (Reiff. 11404): 
'HebraeoB (-eos M.-C.) itaque vita 
deserti molesta atque diffi- 
cilis.' 



A. IV 1 init. '€ßpa(ooc b'ÖKaxä 
Ti\y ^priiJiiav ßioc dTibi?|C Kai 
xaXeiTÖc in omnibus libris, 
quod in 'Eßpaioic et in 
dT]6i?|C aÖTolc legitur. 



nisi 
SP 



A. V 343 Tf^c diraiöiac aÖT^iv 

dlXO(pOp€TO Kai Tf)C |JlOVliiC€UJC. 



A. VI 2 iTriTOTxdvouciv aörCfi 

(sc. Tljl ÖCCfl) TOOtO TTOIOOVTI T^IV 

Kißurröv. 



A. VIII 1 initio: ircpl |ui^ oOv 
Aao(5ou Kai tt^c dpcrf^c aö- 
ToO Kai öctüv dYClSOjv kt^. 



A. X 281 extr. cl bi Tic äXKwc 
boHdZciv ßooX/|C€Tai Trcpl aCiTiIrv, 

dv^TKXllTOV ^X^TUJ T1?|V ^T€pOTVU)- 
liOGJVllV. 



B. I 21, 6 (79, 28) ^ird b^ dv- 
€TrXnpii)eTi Tö ß d e c (sie M L V R C), 
at TÖ ()i|;iiXöv PA, nnde haud male 
de Destinon t6 (icpaXov elicuit. 

B. I 21, 9 (81, 9) iröXiv öJ^Xryv 
Kricac KaTd töv dirö 'IcpixoOc löv- 
TUJv aöXCüva irpöc ßop^av ^acarj- 
X(5a ijüv6)jiac€v. 



'invene- 
iacen- 



edit. Basil. ut cod. Vatic. 814, Bern., 
Monac. duo, Blankenburgensis (Guel- 
pherbyt.) 14: ^Hebraeos (-eos Vat.) 
itaque deserti molestia.' 

Ambros., Wizemb. : 'et eo, quod non 
haberet filios et (ea W.) soLitudine 
gemescebat' (similiter Bern., Monac. 
11302, Blankenb. 14). 

edit. Bas. : 'et eo, quod non haberet 
filios, ea solicitudine (soUicitudine 
Monac. 15841) gemiscebat.' 

codd. Wizemb., Bern., Mon. 11302, 
Blankenb. 14: 'invenerunt deum suum 
circa archam (arcam Bern.) hoc fa- 
cientem.' 

edit. Bas. ut Mon. 15841 : 
runt deum suum circa arcam 
tem.' 

codd. Ambros., Wiz., Monte-Cass.: 
'De David itaque eiusque virtute 
quantorumque.' 

edit. Bas. ut codd. Vatic, Bern., 
Monac. duo, Blankenb. 14: 'David 
itaque regis (om. Blank. 14, quot Mon. 
16841, eins Vat. Mon. 11302. Bern.) 
virtutem (-um Mon. 15841) quan- 
torumque.' 

codd. Wiz., Monte-Cass., Monac. duo : 
'si quie autem vult opinionem aliam 
sequi, crimen pro diversa sententia 
non habebit.' 

edit. Bas. ut Vatic , Bern., Blank. 14 
'non' omittunt. 

edit. Bas., Blankenb. 14: 'spatio, 
quod undam celabat.' 

Vatican. no. 992, Wizemb. 23: 'quod 
unda celabat.' 

edit. Bas., Blankenb. 14: 'aliamque 
civitatem in regione, quae (qua Blaoüc.) 
de hiericnnta in boream (borea Blank. 
14) mittitur, Phaselum (faselum 
Blank. 14) nominavit.' 



354 GnilelmuB Schmidt: 

proderit aliquotiens consuluisse velut de nomine NaßOKObpö- 
copoc. ^) 

lam ut accedamus ad libros, qui sunt de ludaeorum vetnstate 
yel contra Apionem, inter libros ms. anus codex Lanrentianns 69, 
22 (L) respiciendus est, uam manifestum est omnes ceteros ex aliqno 
Imius codi eis apograpbo esse descriptos. sed idem magnopere inter- 
polatus et multo inferior est excerptis, qnae Eusebius in ^chro- 
nicis et praeparatione euangelica' memoriae prodidit.*) nee versio 
Latina neglegenda est. eadem sola magnam illam lacunam libri II 
52 — 113 explet. denique ex excerptis Constantini Porph., quae Niese 
in addendis demum commemorat, apparet, ut Wilamowitzius me 
monuit, Latinum multo praestare codici Flor, libri ergo in Apionem 
longe corruptissimi sunt. 

Postremo paucis tangere liceat, quae lustus a Destinon ') de eis 
libris disputayit, quibus bellum Judaicum continetur. non solum ali- 
quot eorum librorum, quos iam Cardwellus adhibuerat (PL) denno 
excussi sunt, sed etiam alii(AMVRC) nunc primum coUati.*) ex 
borum codicum lectionibus nonnuUas de Destinon excerpsit, ut nos de 
eorum fide et auctoritate doceret. vir doctus aliquot locis velnt 



Vatican. (seeundum de DestiDOn), 
Wizemburg. 23: ^aliamque civitatem 
in regione, qua de hiericunte (-the 
Wiz. 23) in boream itur (itur corr. 
ex igitur Wiz. 23), fiisaelum nomi- 
navit.' 

ceterum codex Wizembnrgensis 28 fol. 146 membran., qui saeculo deeimo 
tribuendus est, nielioris notae esse videtur, ut Blankeuburgensifl 14 
deterioris. de Wizemburgensi do. 22 iam dixit Niesius I p. XXvIlI, sed 
iniuria affirmat eum esse saeculi undecimi vel duodecimL immo col- 
latis aliis codicibus, de quorum aetate satis constabat, mihi persoasi 
eum non esse inferiorem saeculo X consentiente Gastavo Milchsack 
Gueipberbytano, yiro doctissimo, cui hoc loco pro insigni in me homa- 
nitate ac benevolentia gratias liceat agere maximas. addam codice 
Blankenburgensi 14 (Guelpherbytano apud Ebertum no. 460 p. 98) non 
XIX autiquitatum libros contineri, sed tantum fol. 1 — 180 libros dao- 
decim priores autiquitatum. in foliis 131—228' leguntur de belle ludaico 
libri Septem, hie codex membranac. pulcherrime scriptus saeculo XII 
tribuendus videtur. f. 130'— 133^ et 216'— 223', id est unum quatemionem 
et dimidium, manus etiam recentior scripsit. 

1) cf. Niese, I p. XXXI. 

2) cf. Ap. II 166 sq., Niese, praef. p.' XTV sq. C. Frick, Berliner 
philol. Wochenschrift X (1890) p. 1328. 

3) de Flavii loscphi hello ludaico recensendo ad Benediotom Niese 
epistula critica. Kiliae 1889. progr. 

4) P «B codex Parisinus 1426 saec. XI. 

A s= „ Ambrosianus D. sup. 60 s. XI. 

M = „ Marcianus 383 s. XII. 

L SB ,, Laurentianus 69, 19 s. XI. 

V = „ Vaticanus 148 s. XI. 

R n= „ Palatinus 284 s. XI/XlI. 

C « „ ürbinas 84 s. XI. 



De Flavii losephi elocutione observationeB criticae. 355 

B. I 18, 1, 26,3 (cf. 1. 1. p. 9. 11)^) probare studet Codices PA boni- 
tate ceteris praestare et inter hos fortasse P esse meliorem. sed cum 
eis locis, quos affert gravissimos , coniectura opus sit, ut ex horum 
librorum lectionibus verum eliciatur, nondum fundamenta iecisse 
videtur, quibus nisi illorum pretium certa ratione aestimemus. utmm 
re Vera meliores habendi sint necnej non prius diiudicari poterit 
quam editionis Niesianae volumen sextum prodierit. nee enim 
Cardwelli editio in hanc rem sufficit, quod cum 'aliorum tum codicis 
A lectiones ab ea absunt. 



Materiam, quam tractaturi sumus, eo ordine disponere nobis utile 
videtur, ut primo loco ponamus gravissimum caput, id est de ver- 
borum structura, tum de verborum flexione agamus, postremo in 
verborum delectum inquiramus. 



I. DE STNTAXI. 

§ 1. De artdoiilo. 

A. Xin 320 in plurimis libris legimus 'lawaiov töv 
xal *AX^Havbpov, sed Kai in FW omittitur; A. XVIII 35 
apud unum Eusebium traditur 'liicTiTTOC 6 xal Kai(iq)ac parti- 
cula Kai in omnibus losephi ipsius libris manuscriptis (AMWE Lat.) 
omissa. quae nude sie post articulum posita utrum ferenda sit necne, 
ex libris, quippe qui sibi ipsi non constent, diiudicari nequit. quo- 
niam persaepe apud losephum participium nomini proprio additum 
est velut A. XII 43 Cijucüv 6 Kai biKaioc dTTiKXneeic, XII 385 "AX- 
KijLioc ö Kai IdKijLioc kX^Gcic, XIII 10 lujdvvriv töv Ka\ fabbiv Xe- 
t6|li€vöv, XIII 131 AiöboToc 6 Kai Tpuqpuüv dmKXriGeic, XIII 420 
CeXrjVTi r\ Kai (itaPV) KXeoTrctTpa KaXoujLi^vri, XX 240 loubcji tuj 
Kai 'ApiCTOßouXui KXriG^VTi, B. I 4, 7 (21, 17 Bekk.) 'AvTioxoc 6 Kai 
Aiövucoc dTTiKXr]6€ic, coniecerit quispiam etiam locis allatis tale quid 
intercidisse. sed illud dicendi genus losepho non ignotum fuisse 
docent ei loci, quibus Codices consentiunt ut A. I 240 KXeöbrijLioc 

1) B. I 4, 5 (20, 21), ubi oÖt€ . . öuijiOliv . . iiraOcvro legimus, de 
Destinon p. 9 lectionem vulgatam Oufjiuiv temptare non debebat öpTiIiv 
proponens, cum ea id ipsnm significet, qnod requiritur, ac losephi 
dictioDi respondeat: Vit. 143 Tißepidc toTc 6u)üio1c ^tt^ijicvov *in ira per- 
stabant.' at cf. ib. 147. 388 irauc€c9ai (iraucd|ui€voi) Tfjc öpYfjc, sed 
notaodum eat nnmeram singularem hie usurpari, ut solet praeter Vit. 
266. A. XVI 277 (öpy&c). 



356 GnilelmuB Schmidt: 

6 Ktti MdXxoc *), V 85 ''ApKn r\ kqi 'eKÖeiTTOuc, XH 285 'loubac 6 Ka\ 
MaKKttßaioc, XX 74 TTaKÖpui tuj kqi TipecßuTepqj. cf. etiam A. XX 150 
secunduni MW in Niesii editione maiore. hanc structuram losephum 
ex sermone vulgari hausisse efficias ex Act. apost. 13, 9 CaOXoc 
6 Kai TTaöXoc.^) ceterum Kai saepissime etiam post pmepositiones 
jueTCt et CUV et post coniunctionem \xiX9^ inseritur*) nee non 
post pronoraina relativa (A. XV 402) et interrogativa (A. IE 87) 
atque in aliis locutionibus (A. XVII 299 TÖ Kai 7rpÖT€pov kotq- 
XiTTUJV idYiLia, XX 4 touc TrpujTOuc touc Kai rfic cxdceiwc aiiiouc, 
item Vit. 137). adamat igitur losephus hmxC particulae Kai inseren- 
dae usiim. nee hoc losephi solias proprium est, sed etiam alio- 
rum communis dialecti scriptorum velut Dionysü Halle, Herodiani, 
Aeliani, Zosimi.^) iam nemo non concedet duobus illis locis Kai optimo 
iure retineri. nescio an etiam A. XII 157 Kai inserendum sit: C{- 
jLiujvoc Toö <Kai> biKaiou kXtiG^vtoc. cf. Xu 43 Cijliujv 5 xal b(- 
Kaioc eiTiKXriGeic. 

A. II 147 in omnibua libris haec traduntur: toutouc o^i XuiTi^i- 
coviai t€0vtikötujv ouk f x^vtec. hunc locum prior Coccejius tempta- 
vit TO uc o'i proponens, quam coniecturam Emestius*) iteravit. Niesins 
codicum scripturam retinet, Naberus touc o^ recepii fuit, cum mihi 
quoque haec lectio valde arrideret. nam haec loquendi forma prae- 
terquam quod usitata est apud veteres, Platonem Demosthenem Ly- 
siam alios^), etiam apud losephi aequalem, Philonem Alexandrinum ^, 
admodum saepe occurrit nee non apud alios posteriores velut Poly- 
bium (I 5, 1) et Sextum Empiricum (29, 13. 249, 25. 305, 16 Bekk.). 
non desunt apud losephum i2)8um loci, quibus hnno dicendi usnm 
probari putes: A. XI 258 toOt' fcxai TrapA toö ßaciX^uJC Tifi 5v 
(sie E, TU) omittunt ceteri libri, (L propoßuit Holwerda®) Sv CT^pEq, 
XIX 1 rdioc OUK €ic jLiövouc loubaiouc touc dv lepocoXujuoic xal 
TOUC ÖTTÖcoi T^b€ oIkouciv dTTebeiKVUTo TT^c ußp€u)c Tf|v |üiaviav, 
similiter IX 192. sed ex illo exemplo nihil certi colligi potesi, quia 
vereor ne ipsum non recte traditum sit. haec omnino huc referenda 
non sunt, quod touc vel oi ad nomen 'louöaiouc vel participiom 

1) haec verba, quam quam Alexandri Polyhistoris sunt, tarnen ad 
losephum ipsum referre non dubito, cum Paulus Viereck L 1. p. 112. 116 
luculenter demonstraverit, quanta losephi in aliorum verbis afferendis 
sit licentia. 

2) cf. Winer, grammatik des neutest. sprachidioms § 18, 1 p. lOt^ 

3) M€Tä Kai A. XI 89. XII 28. 89. XIII 91 passim, cOv xal A. H 810. 
X 4. XII 75, alÜB locis, iiixpx Kai A. XI 98. XII 2S0, al. 

4) cf. Fr. Krebs, die präpositionsadverbien in der späteren histo- 
riächen gräcitat. München 1884/85. I 22 et H. H., wochenscbrifb fOr 
klassische philoIogie V 556. 

5) observ. philologico-criticae p. 64. 

6) Krüger, gr. sprachl. 1 50, 1,20*^, Kühner, ausfuhr], gramm. d. griech. 
spr. § 469, 1 a p. 507*, Cobet, variae lectiones p. 551'. nov. lect p. 810. 798. 

7) L. Cohn, Phil. Alex, libellus de opificio mundi prolegom. p. LIY. 

8) emendat. Flavian. p. 23. 



De Flavii losephi elocutione obfierrationeB criticae. 357 

dTavaKTi^caVT€C pertinent, similiter conformata atqae A. XV 302 
Tujv öcoi TTpÖTepov dTT^KeiVTO bebaTravTiiLi^vtJüV quomodo autemdicat 
losephus, si nomen non accedat, nos docent A. IX 194 ei toütouc 
fiT€iTai Geouc, o'i touc Ibiouc ^rfikv uivricav, XIII 385 oöc 'Av- 
Tiox^ujv eTvai TToXirac cuv^ßaive, toutouc dTi^bcüKav, XIX 156 
eTvai TOUTOUC o'i dvijpriKaci fdiov, XIX 233 elvai toutouc ot 
av jLidxuiVTai. item VI 91. 230. 341. 354. VIII 121. IX 193. 261. 
282. XII 28. 392. itaque vir! docti coniecturam, quamvis speciosam, 
non sine causa repudiabimns. 

A. XVni 199 sie legimus: al Tdp dm TOioTcbe irpooTopeuceic 
ucTcpTiKOTOC Tou dTTobeiHovToc fpTOU xaXeTTiWT^pav TTpOCTlGcVTai 
Tf|V dxöriböva tou el iHTibi*) Tf|v dpx#|V dKpodcaiTO auTUJV *gra- 
viorem afferunt dolorem quam si nihil unquam de illis audiverit'. 
offendit toC, exspeetamus ij. sed solet losephus sicut Aristides et 
Philodemus *) tota enuntiata vi snbstantivorum instruere yelut A. IV 
32 Tf|V dHouciav tou tivi Trapdcxq, VI 345 KttTaXiTrcTv dir' dbriXiw 
TU» TTOTaTTOi T€vr|C0VTai t6v Tpöirov, XIV 171 tou ti xp^ ttoicTv 
diropia (sed cf. Vit. 22), XX 7 q)ößip tou jLif| . . dvayKdcij (sed 
cf. XVm 225. XIX 151. B. VII 6, 4 [143, 31]), XX 28 im Treipqi 
TOU Ti q)povoT€V, X 176. 205. 

A. XIII 23 in plurimis Hbris (PFLAMVW) exstat ol ^urd- 
becKaiofdceßeic. sola epitome ante dceßeic articulum oi omittit. 
A. Xm 121 in uno codice Vaticano legimus tujv dceßiuv Ktti tujv 
7r€q)€UT6TUJV, in ceteris (PFLAMW) t&v deest. Naberus utroque 
loco articulum posuit, Niesius priore loco toleravit, sed altero damna- 
vit. utri plus fidei est? apud Atticos duobus nominibus eiusdem 
generis particula Kai coniunctis consuetudo est, ut ante alterum 
Yocabulum articulus omittatur, si arte cohaerent atque unam notio- 
nem efficinnt, addatur, si quid diversi significent. quoniam o\ dce- 
ßeic plane eidem sunt, qui oi q)UTdb€C sive ol Tre^euYÖTec, non 
dubitabimus bis locis eos Codices sequi, qui articulum omiserunt, 
praesertim cum viderimus losephum (si modo fides est librorum con- 
sensui) ceteris locis in hac quidem locutione illud praeceptum ob- 
servasse velut A. Xu 289 touc q)UTdbac Kai dceßeic, ibidem 399 
Ik tujv dceßOüv Kai 7req)UTabeujLidvujv, XTTT 40 ol dceßeic Kai q)UTd- 
bec, ibid. 42 tiuv dceßujv xal 7req)euTÖTUJV, ibid. 133 touc 'loubaiujv 
q)UTdbac Kai dceßeic adde similes locutiones A. XII 284 touc bi- 
Kaiouc Kai GeoceßeTc, ib. 252 ol dceßeic Kai irovripoi, XIII 34 touc 
TTOVTipouc Kai dceßeic, ib. 2 tujv dceßdöv Kai TrapaßeßnKÖTUJV Tf|V 
TrdTpiov iToXiTeiav, Xn 364 täv öjlioIujv Kai dceßuiv.^) contra 



1) sie cam codice VoBsiano pro }xr\b ' el legendum esse censeo, qaam- 
quam niatus ita exsistit, sed hie post articulum nihil habet ofPeDsionis. 
et A. VI 180. 

2) cf. W. Schmid, Atticismus II 46 et Krue|fer 1. 1. I 50, 6, 10. 

3) haec yerba non sine causa Naberus in dnbium vocavit, tOliv öfjioiujc 
dccßuiv coniciens (cf. XVI 37), sed fortasse xal dceßOtiv secludenda sunt 

Jahrb. f. oIms. PfaUol. Suppi. Bd. XX. 24 



358 Gailelmns Schmidt: 

A.X 114 (o\ bfe fiT€)Liöv€C Ktti ol [ita plurim. codd.] dc€ß€ic) losephus 
duces ab improborum vulgo secemi vnlt. alii quoque posterioree 
illam regulam observarunt velut Dionysius Halle. XI 30 (132,27 
Eiessl.), Plutarcbus, Novi Testamenti scriptores^) neqne incognitam 
habet Polybius.^ ne Appianum quidem quidem iUud praeceptam 
detrectasse puto Mendelssohnio assentiens repugnante Godofredo 
Kratt.^) 

Idem valet in alias losephi locutiones, qoae huc spectant. yelut 
utrum losephus oi lepeic Kai o£ AeuTxai*) an simpliciter ol 
lepeic KaiAeuiTai dixerit, ex codidbus demonstrari non potest, 
cum mirum in modum fluctuent. hanc libromm inconstantiam se- 
quuntur editores. yideamus singula: 

A. IV 205. IX 165. 273 toIc lepeOa Kai Acu(Taic omnes libri exhibent. 
IV 222 oi iepelc xal oi Aeulrai codd. 
VII 78. IX 262 ToCic i€p€tc Kai Acuixac codd. 
VII 363. IX 144. 260. X 62 toOc iep€tc xal rode Acuirac codd. 
VIII 169. IX 274 Tuiv icp^uiv Kai Acuirdiv codd. 
ib. 248 oi iepelc Kai Aeutrai codd. 

IX 4 Tiöv iep^uiv Kai tüöv Acuitöjv RMSF, TfSrv om. 0. 
ib. 12 ToOc iepdc xal Aeuirac MSPEZon., (iiCTd) AeufnXrv R. 
ib. 161 ToOc Aculxac Kai iep^ac codd. cf. etiam V 69. 
ib. 274 Totc iepcOci Kai Acuixaic ROSP, toXc addit M. 
X 71 Toic iepcOciv — Kai rote Acufraic codd. 
XI 8 ot T€ Aeutxai xal oi iepetc PPLA, oi omittont VWE. 
ib. 74 oX xe iepelc xal oi Aeulxai PPL, oi om. AOVW. 
ib. 81 oi bi iep^c xal Aeulrai codd. 
ib. 107 ot Te iepelc xal Aeulrai PFLAWE, ol addit V. 
ib. 108 Ol' xe iepek xal oi Aeirtxai PW, oi om. FLA VE. 
ib. 140 xdiv iep^ujv xal Aeuixiwv PFLVWE, x«öv addit A. 
ib. 146 xaiv iep^iwv xal xuiv Aeuixiliv xal 'icpafiXixOhr PFLVW, 

xiXfv ante Aeuixüiiv omittant AE. 
ib. 151 TCi)y iep^ujv xal xCüv Aeuixdiv xal xiliv IcpaiiXinlhr PPL, 
nisi quod P iep^uuv xal xiliv omittit, xdiv ante AeuiTiXrv 
om. AVWExc, xiliv ante 'Icp. om. V. 
ib. 181 xoCic iepek xal Aeuixac codd. 
ib. 182 oi iepeic xal Aeuixai codd., nisi quod P oi ante iep^c om. 

lam id, opinor, libenter concedes librorum auetoritatem in hac 
re esse nuUam. qui qua de causa articulum modo omittant modo 

ut glosscma propter (puYdöuiv, quod praecedit, interpolatum. similiter 
A. VI 260 Niesius proponit öfjioiujc (-ouc codd.) a(mj[) irovr)poOc. etiam hie 
iroviipouc interpolationem sapit. 

1) Winer § 19, 4 p. 121 sq.^ 

2) Buettner -Wobst, Polyb. hiator. vol. I p. XLV. LXXXI et in Fleok- 
eiseni annalinm vol. 35, 139 (1889), praeterea de hac similibusque rebnt 
dixerunt Fr. Hultsch, quaestion. Polybian. p. 16. 17. Zwickaviae 1869 et 
in Polybii editionis alteriua praef. vol. I p. XLV atque Schenkl, jahres- 
l)ericbt über die späteren griechischen geschichtsschreiber in Bnniani 
annalium vol. 38, 244 (1884). 

3) de Appiani elocntione p. 21. disa. Heidelb. Baden- Baden 1886. 

4) nihil refert, utrum Aeulxai an Aiioutxai scribas. sed iUa forma 
mihi praeferenda videtur, cum in libris aacris quoque inveniatnr. 



De Flavii losephi elocutione observationes criticae. 359 

addant, neminem mihi ezplicaturnm ezistimo. redeamus nunc ad 
regalam illam. nemo, qui rebus sacris operam dedit, nescit Levitas 
esse templi ministros ac secemendos esse a sacerdotibus ipsis. eidem 
sunt, qui in N. T. nominantur UTTTip^xai. quoniam ibi quoque (lob. 
19,6)^) legimus oi dpxiepeic xai ol uiriip^Tai atque etiam apud 
LXX interpretes articulum insertum yidemus velut Paral. I 23, 2 
Touc lepeTc Kai touc Aeuirac, optimo iure omnibus locis, etiam con- 
tra codicum consensum, articulum rescribemus. 

Ne longus sim, A. XÜI 363 Tiuv t^kvujv Kai tu)V (ita cum P 
legit Niesius, cum ceteris libris tujv omittit Naberus) Y^vaiKUJV, 
XII 55 TTic dbeXqpfic Kai tujv t^kvuüv cum FLV, XI 316 ttic jLiTiTp6c 
Kai xfic (hoc tantum in A) T^vaiKÖc Kai tüüv t^kviüv scribendum 
esse colligitur ex locis similibus velut A. X 138 tujv t^kvujv koi tiuv 
TuvaiKÄv, Vm 365. XIII 141 Td T^Kva Kai Tdc T^vaiKac (cf. Lu- 
cian. Tox. 61 Td T^Kva Kai Tf|V TwvaTKa)^), VI 359. XI 136 Tdc 
TiJvaiKac Kai Td T^Kva, V 343. XIII 380 touc iraibac Kai Tdc t^- 
vaiKac, Xn 51 ttic ßaciXiccric Kai tuiv t^kvujv. huc non pertinent 
ei loci, ubi articulus omnino omittitur velut A. IV 170. 171. V 17. 
29. 47. 48. 110. X 230. B. II 16,4 (188, 6. 28). Vit. 25. 58. 61. 84. 
99. 166. 207. 210. 230. 328. 419, passim. 

Contra A. IV 305 cum EO AeuiTac T€ Kai Icp^ac legendum et 
XI 128 (toTc iepeOciv Kai Aeuhaic Kai kpoipdXTaic Kai GupujpoTc 
Kai iepoSouXoic Kai YpctmuaTeöciv) articulum toTc delendum esse 
facile sibi persuadebit, quisquis A. XIII 63 Kai AeuiTac Kai lepeic 
et VIII 228. Xni 73 Kai iepeic Kai Aeuhac (loh. 1, 19) atque XI 
134 iep^ujv Kai AeuiTÜJV Kai Gupujpuiv Kai iepoipaXTOüv Kai iepo- 
boiiXuJV contulerit. 

Aliquot locis libri in locutione de (xä) ^lepocöXujLia tra- 

denda fluctuant, cum alii articulum exhibeant, alii omittant: 

A. IX 244 €lc TÄ *l€pocöXu|jia RO, tä om. MSPE. 

X 16 €lc Td *l€pocöXu|jia RO, tä om. MSP. 

ib. 42 €lc TÄ M€pocöXu|uia ROMSP, tA om. LVE. 

ib. 77 €lc TÄ l€pocöXu|jia RO, xd om. MSPE. cf. etiam X 237. 

XI 67 €lc Td *l€pocöXu|jia PFLAOV, xd om. WE. 

ib. 122 €lc Td *l€pocöXu|jia PFLAVW, rd om. E. 

ib. 123 €lc Td l€pocöXu|Jia PPL VW, Td om. AE. 

ib. 132 elc Td MepocöXuiJia PFLAV, Td om. E. 

ib. 168 (p. 37, 2 Niese) €lc Td *l€pocöXo|jia AW, Td om. PF LVE. 

XIII 39 €lc Td McpocöXuiJia PFLAVW, Td om. ME. 

ib. 208 €lc Td 'lepoc6Xu|jia PLAMV, Td om. PWE. 

XVIIl 56 €lc Td 'kpocöXuMa AMW, Td om. E. 

XX 169 €lc Td 'lepocöXu|jia MW, Td om. AE. cf. etiam XII 4. 
Vit. 368. 

1) Winer § 19, 5 p. 122 ^ vid. etiam enang. Petri v. 25 ed. Hamack 
oi irp€cßOT€poi xal ol Updc. quare A. XI 83 xiliv irp€cßuT^puiv Kai lep^ujv 
(biatu quoque admisso) et XII 406 dubitationem movent. 

2) de Tetenim, inprimis Xenophontis, in hac locntione usu cf. 
C. P. Schulze, quaestiones grammaticae ad Xenophontem pertinentes. 
progr. Berolin. 1888. p. 16. de Appiano cf. Kratt 1. 1. p. 21. 

24* 



360 Guilelmas Schmidt: 

vides libros, vel optimos, inter se dissentire. quare primum qxiae- 
ramus, quomodo losephus ceteris locis, qui huc referendi snnt, dixerit. 
ex quindecim antiquitatum libris posterioribus vitaque congessi omnia 
exempla, ex libris, qui sunt de bello ludaico, permulta. ex bis satis 
elucet losepbum articulum omittere maluisse. additnr enim tantum 
A. VII 61. 65 (bis). VIII 100. X 4. 21. 38. 112. 113. 135.149. XHI 
401. XIV 74. XVm 60. XX 7. 136. Vit. 77. 320. 332. B. HI 3, 5 (231, 
18. 23). 9, 5 (272, 25. 273, 3). IV [3, 3 (300, 10)]. 11, 5 (359, 21), 
omittltur yero circiter centum et sedecim locis. si qnis etiamnunc 
dubitet in bac tanta oxemplomm copia, utrnm losepbi usni dicendi 
magis respondeat, ut non dicam articulo omisso hiatum yitari, addere 
liceat in libris sacris et Veteris (Paralip. 1 11, 4) et Novi Testament! 
(elc MepocöXujLia Marc. 11, 1. Gal. 1, 17. 2, 1. cf. euang. Petri v. 34 
ed. Harnack) banc dictionem occurrere, quin etiam in N. T. nnrnquam 
€ic xd *l€pocöXu)Lia legi.^) 

lam non dubium esse potest, utri Codices A. XII 7 meliorem 
lectionem exbibeant, PAWE (Trepi MepocöXujLia) an FLV (irepi xd 
l€poc6Xu|Lia), praesertim cum A. XIV 344 irepi ^l€pocöXu^a nnlla 
librorum discrepantia legeris. similiter A. V 139 Kaxd l€poc6Xu|ia. 
etiam A. VH 327 (bis). IX 171. X 116 im xd 'l€pocöXu|Lia dubita- 
tioni obnoxia sunt. cf. A. X 2. XIV 461 in\ 'kpocöXujLia, praeterea 
im NepocoXujiUüV A. XVII 59. 222. XVIII 90. 312. B. 1 10, 9 (42, 2). 
12, 6 (48, 5). 17, 9 (67, 5). II 2, 2 (132, 14). 14, 6 (173, 22). III 
7, 2 (241, 17). IV 2, 4 (296, 32). V 1, 6 (5, 26). quare nescio an 
etiam A. XIV 400 (ixpöc xd 'lepocoXujLia) articulus delendus sii. at 
cf. B. I 6, 6 (28, 8). 15, 4 (57, 21). 

In locutione ir^pav xoO 'lopbdvou Fr. Krebs*), ut biatus vitetar, 
articulum deleri iubet. concedo non solum in libris de bello Indaico 
articulum omitti solere velut B. 1 16, 3 (60, 5) ^wc 'lopbdvou, 1 24, 6 
(93, 7) TT^pav lopbdvou, II 4, 2 (138, 21) irXnciov 'lopbdvou, ib. 
9, 1 (154, 18) xaTc (sed xoö add. P) lopbdvou TTTiraic, III 3, 1 
(229, 22) xujv 'lopbdvou ßeiOptüv, ib. (230, l) K[b^r\c 'lopbdvou 
reixovoc, ib. 3, 3 (230, 27) juexpic 'lopbdvou, ib. 3, 5 (231, 16. 32) 
dTTÖ X xu»v 'I.»), ib. 10, 7 (281, 12) jiiv 'lopbdvou, cf. ib. (281, 11) 
xou 1., sed etiam in antiquitatibus aliquotiens desiderari velut A. 
V 178 dXdccovoc 'lopbdvou, V 82. 83 (bis) dirö 'lopbdvou, IX 169. 
XIV 277 TT^pav 'lopbdvou, VIII 36. 1X83. XIV 417 fixpi lopbdvou, 
[XVII 277 dir' 'lopbdvij, si quis Niesium sequitur, sedNabems oodicis 
Ambrosiani lectionem dirl xuj 'lopbdvij recepit], quibus adde A. 1 143. 
221. VITI 39. dir' euq)pdxou, IV 104. VDI 153. XX 87 dirö Cekpp., 
XIV 79 ?ujc €uq)p., B. I 16, 7 (62, 22) €uq)pdxou post conBonantem, 
TT^pav euq)p. A. VII 127. VÜI 189. 271. 363. X 183, ji^xpic &). XV 96, 

1) Winer § 18, 6b. adnot. p. 107^ 

2) wocbenschrift für klassische philologie 1886 p. 1095. cf. etiam 
Naberi vol. 11. praef. p. IX. 

3) sed notandum est hiatum in his libris omnino aocoratiiui TiftaiL 



De Flavii losephi elocntione observationes criticae. 361 

similiter A. XV 350 ir^pav *loviou. quoniam de hiafu agitur, dubito 
commemorare et apud LXX yiros et in N. T. lordanis fluminis nomen 
articulo instructum aflferri ut Gen. 13, 11, ir^pav ToO 'lopbdvou 
Matth. 4, 15. 25. 19, 1. Marc. 3, 8. 10, 1. lo. 1, 28. 3, 26. 10, 40. 
sed etiam losephus ipse saepius in antiquitatibus quidem articalum 
addit ut ToO lopbdvou A. I 177. V 74. 100. 196. 269. XIII 338. 
XV 364. XVm 28, Trepav toö 'lopbdvou A. IV 177. VI 68. 71. 99. 
373. VII 9. 59. 198. IX 235. XII 229. 233. Xm 9. 14. 398. Vit. 33. 
405, jLi^Xpi Tou lopbdvou A. VII 272, TrXriciov toO 'lopbdvou Vit. 
399, lopbdvou post vocales A. VIII 37. 226, tiij lopbdvij A. IV (100). 
176. xm 338, TTcpav toö 'loviou A. XIV 123, ir^pav toO Gucppd- 
Tou A. XI 134, Tifi €u(ppdTij A. VII 100. X 84. Ubri dissentiunt 
A. V 86. VII 23^) accedit, quod hiatus post articulum nihil habet 
offensionis. imprimis autem tenendum est losephum, etsi hiatum 
vitare studuit, hoc tarnen non tarn constanter fecisse quam Erebsius 
sibi persuasum habere videtur. qaare suo iure editores eum sequi 
veriti sunt. 

A. XVin 327 in omnibus codicibuß (AMW) habes: ijpeTO Tf|V 
alxiav toö xal töv 'Acivaiov ^q)UCT€pTiKÖT0C. sola epitome 
Kai omittit et dq)UCT€priKÖTa exbibet. ut nondum de participii ipsius 
usu insolenti dicam, non dubium est, quin hie lateat corruptela. quid- 
nam losephus dicere vult? hoc, inquam: ^quaesivit, cur Asinaeus 
sero veniret, quaesivit causam seri adventus Asinaei, adventus, qui 
quidem pertinet ad Asinaeum.' quare quid unquam verius fuit quam 
Holwerdae^) coniectura xaTd pro xal commendantis, quam iteravit 
Benedictus Niese (vol. IV p. 199). vix opus est demonstrare Ka\ et 
KOTd saepius a librariis inter se permutari velut A. XX 268 , ubi 
in AE recte legimus KQTd, in MW et in codice Laurentiano (vol. IV 
p. VII Nies.) perverse Kai. ne quid desideretur, restat, ut dissera- 
mus, num ipsum losephi genus dicendi haic coniecturae faveat. solet 
is genetivum circumscribere praepositione KttTd c. acc. non solum 
in substantivis (v. infra § 5), sed etiam in participiis insolenter sie 
usurpatis velut A. XVH 240 rCji Ka0' auTOUc ußplCovTi Upsorum 
iniuria, maleficio*, XVULl 66 t(^ tc (sie Hudsonus, Tuiv codd. Kai Tiü E) 
KaG* dauTf|V diriTiibeuovTi köc)liov dpeTfic 'ipsius studio decoris vir- 
tutis', ib. 201 TOÖ Ka6' f|jLiäc biaq)euHo^i^vou Tf|V bucTuxlav proprie 
'nostri eflfugii calamitatis', ib. 359 TÖ KaT* dKCivouc dKjific irXiiGui 
XpiwjLievov vel ut Nies, in editione minore correxit Tip — XP^M^vtjJ 



1) cf. ^v Tip Moviqj Lucian. Phalar. 11 4. Tozar. 19. licentia quadam 
etiam Strabonem et Pausaniam uti testatur H. Eallenberg, studien über 
den griechischen artikel. II. progr. Berol. 1891 p. 13 — 19. sed aeverius 
Polyb. II 14, 4 ö t' Mövioc iröpoc, V 70, 4 ö KaXcOfutevoc 'lopbdviic Troxa- 
ILiöc, VUI 23 (26), 1 lui^cov 6ö(ppdT0U, IX 43, 1 ö r^p 6ö(ppdTTjc et Plut. 
Luc. 24 (526, 26) ir^pav €ö<ppdTOu, Pomp. 35 (626, 26) irpöc "AßavTi iroraiutCp. 

2) emendation. Flav. p. 133 et observationes criticae in Flavii lo- 
sephi antiqu. lud. 1. XVIII. Mnemosyn. II (1853) p. 134. 



362 GnilelmuB Schmidt: 

*quod Uli iuventutis multitudine utimtur' (cf. XIX 135), XIX 77 TOU 
KttT* dKeivouc TTpoßeßouXeuKOTOC ^illonim consilii*, ib. 150 Mexä 
Toö KttG' auTOuc ÖTToXoujLi^vou *cum ipsonim interitu', ib. 164 Ti|i 
(sie Herw., tu)V codd.) Kax' auxöv iraibeiav jLl€^eX€Tl^KÖTl *eiu8 
studio litterarum'. bis addo pauca adiectiva cnm praepositione Karä 
coniuncta: A. I 296 toö kot* dKcivouc cuTTCVoOc, HI 5 TÖ Kar* 
dKeivouc T^vvaTov, XVin 218 xoO Kaxd xf|v oluiviciv TrpojLiTiGoOc, 
XIX 218 xoö Kax' auxöv dveTiaxÖoOc, ib. 240 xoO Kax* dKeCvnv 
euKXeoOc, ib. 269 xui Kax' auxöv öjLiexairxujxtfj. iam nemo, opinor, 
dubitabit, quin Holwerdae emendatio sit certissima optimoque iure 
ab editoribus recepta sit. 

A. XVII 1 omnes libri exhibent bid xö xuiv db€Xq)UJV |üif| im- 
KOivuüvficov. pro participio Emestius^) infinitivum diriKOiviwvriceiv 
sciibi iubet. ib. 60 TrapdbeiTMa — xou dpexfi iroXixeucovxoc dirt 
Tide IV ^exeniplum officii civilis in omnibus rebus cum virtute prae- 
standi* ex codicis Palatini lectione iroXixeucavxoc reposuit Niesius, 
ceterorum (AMW) lectionem TToXixeuecGai probat Naberus. ib. 171 
iv dXTTibi xoö dvacq)aXouvxoc *in spe convalescendi* cum P editores, 
dvacq)fiXai codd. AME exhibent. ib. 210 elc Kivbuvov xoO ÄTro- 
XoujLievou^) Sn capitis periculum' ex codicis Ambrosiani lectione 
aTToXojLidvou elicuit Niesius eumque secutus est Naberus« sed pro 
paiücipio Casaubonum testis est Emestius^ infinitivum diroX^cOai 
scribi voluisse. utrum magis losephi elocutioni respondet, parti- 
cipium an infinitivus? quamquam in talibus locutionibus infinitiyus 
losepho uon prorsus ignotus est velut A. II 326 iv iknibi xoö irdv- 
xujc dTToXeicGai^), V 176. 332. VI 23 dXiriba xou dTTiTTeceTcOai, 
B. II 15, 2 (176, 16) iXmba xou mbiv . . . 7rapavojLir|C€iv, A. XVII 
327 eXTTibi xoö dTToXaßeiv, XIX 13 Ikmbx xoö irapaXaßeiv, tarnen 
participium, praesertim in hoc ipso libro (vide infra p. 366), prae- 
ferendum esse pluiima exempla docent, e quibus elucet losephi pro- 
prium fuisse participia futura vi substantivorum abstractorum in* 
struere. singula nunc videamus, quae quidem in decem antiquitatum 
libriö posterioribus iuveniuntur: A. XI 247 xö cu|Llßr)CÖ^€VOV, ib. T(p 
Tevr|co)Lieviu, XIII 151 xö b' d)q)€Xflcov, XVil 50 xö elc xaöröv 
cuvecöjLievov ^conventus', ib. 102 xoö cuvairoXaucojLi^vou xt|üiuiv, ib. 
128 TÖ €TrijLiaTupficov, ib. 156 xoö övr|COVXoc %itilitati8*, ib. 169 tö 
eq)0)LiiXficov auxoö (xoö Gavdxou) *mors appropinquans', ib. 172 
jUTib' fivxiva d)Liq)i xoö cu)0ricojLi^vou dXTTiba ?x^v ^spem salutis' 



1) observat. phil.-crit. p. 146. 

2) ceterum cf. A. XIII 117 xWbuvov töv ircpl GavdTou, XVI 828. Vit 
272 Kivbuvoc dirujXclac, XX 84 töv iiir^p t^c mjuxt^c k(v6uvov, B. II 16, 1 
(17G, 5) t6v irepl Tod Zf\v kivöuvov. vid. etiam Goetzeler, qaaestionee in 
Appiaui et Polybii dicendi genas. Wirceb. 1890. p. 78. 

3) de losephi stilo. opuscnl. philol. ed. II. p. 400. 

4) sie Niese , diroX^cOai codd. ceterum cf. etiam Sext Empir. 6, 9 
Bekk. Ti^v dXiriöa toö dTapaKTr|C€iv. 



De FlaWi losephi elocntione obseryationes criticae. 363 

(cf. A. I 327. VI 24. XVI 389 iXmba cujTripiac), ib. 178 toO €Ö- 
q)pavoOvToc, ib. 203 dperflc toO djLieiipojLi^vou Tf|V eövoiav aurujv 
Virtutis pro benevolentia eorum gratiae referendae', ib. 243 ßouXfjV 
Toö lißpioOvTOC ^consilium iniuriae inferendae*, ib. 252 im TiauXij 
Toö jLifj ou cracidcovToc aurüüv *ad seditionem sedandam*, ib. 267 
djLiiTobiCTaTc TOÖ dTToXriipoiLi^vou dXeuGepiav, ib. 268 dir* diroxpOTT^ 
TOÖ KaTacTTico)Li^vou *ad deditionem prohibendam', ib. 277 cujq)po- 
viCTdc TOÖ jLifj cTacidcovTOC , ib. 336 jliicGöc toö jLif) kqi TTpöc iyik 
dirdTri xpncojLi^ vou , ib. tö )Lif| diroXouiLievov Tfic ciwTripfac, ib. 353 
TiavTÖc TOÖ öveibioövToc 'omnis coutumeliae', XVIII 9 ^OTrdc toö 
dTToXoujLievou, ib. 71 dirl tu) XrmJOjLi^viiJ Tf|v fivGpujTTOV, ib. 147 
diropicji TOÖ dKTicovTOC Td xp^a» ib. 147 dv irepivoicji toö ineTacTri- 
covToc auTÖv fjv 'de nece voluntaria cogitabat', ib. 158 dvdyKac 
TOÖ )Li€V0ÖVT0C * necessitatem remansionis ', ib. 176 dXTriba toö 
Taxeiwc dcpaipeÖTicojLidvou Tf|v f|bovf|V, ib. 201 toö koG' fijLiäc bia- 
cpeuHojLidvou TTjV bucTUxiav (vid. supra p. 361), ib. 211 toö 0€Oö 
tö dir' auToTc diroqpavoijjLievov, ib. 267 bid tc toö Geoö tö ctticö- 
jLievov jLieG' fijLiuiv, ib. 280 uir^p toö ujucT^pou jLifj diroXoujLidvou, ib. 
330 biavoi()i toö dTrocTrjcojLievou 'defectionis', XIX 72 7rpovoi()i toö 
dv auTOic €UiTp€TruJC dvacTpaq)rico)Lidvou 'id agens, ut omnia rite in 
iis (mysteriis) agerentur', ib. 144 ^ott^ toö cuvaiToXou)Lidvou ex 
editionis principis certa coniectura pro codicum lectione cuvarroXo- 
TOUjLidvou, ib. 146 irepi toö KepbricojLidvou t^jv cuüTTipiav, ib. 150 
(236,2) jLiCTd TOÖ KttG' auTouc diroXoujLidvou (vid. supra p. 362), 
ib. (236, 3) TÖ — TOcauTTj bucTuxi«? <)Lif|> cuvecöjLievov, ib. 157 
alTia TOÖ TTpoGujLiujc biaqpeuHojLievou, ib. 173 toö kot' Ibiav fjbovfjv 
auTui KOjLiioövToc, ib. 192 tö im Tr| T^vaiKi Gpdcei xPHCÖjLievov, 
ib. 217 TOÖ )Lifev dKpißujcojLidvou -rfjv öipiv.^) 

lam tibi non dubium erit, quid de bis locis iudicandum sit: 
A. XVn 241 Touc fdp ußpioövTac KUüXuTdc omnes libri praebent, 
nisi quod M XujiTobuTac pro KUüXuTdc tradit. cum ußpioöVTac sensu 
careat, Bekkerus toö ußpioöVTOC 'iniuriae inferendae' proposuit, 
quae coniectura confirmatur eo loco, quisubsequiturA. XVII 243 ßou- 
Xr^v TOÖ ußpioövToc (cf. etiam XVII 267). ita omnia plana sunt, hoc 
enim scriptor Nicolaum pro Archeiao dicentem facit: quod Archeiao 
probro yerteretur, quod in templo per dies festos tot homines occisi 
essent, re vera hunc culpa vacare, sed per hos ipsos homines nefarios 
caedem effectam esse, nam hos impetu facto eos, qui missi essent, ut 
horum iniurias sceleraque propulsarent, interfecisse. A.XVin 
163 in codicibus legitur Tfic im tüüv eicTrpaHo)Li^vuüv dHouciac. 
losephus dicere vult in litteris scriptum fuisse Agrippam fugientem 
ipsi (Herennio Capitoni) potestatem pecuniae exigendae ademisse, 
quare Bekkerus dm Tqi €ic7TpaHo)Lidviw commendat praeeunte Hol- 



1) hoc est ultimum id genus ezemplnm, non XIX 157, ut ait Na- 
berus Moemos. N. 8. XIII 379. 



364 Guilelmus Schmidt: 

werda^), qui tuj eiciTpoHaiLi^viu coniecerat. satiB nunc erit oom hac 
dictione contulisse A. XVm 71 im toi XTmJOjLi^vi|) -rfiv ävGpuiirov, 
nee iam quisquam, opinor, de Bekkeri emendationis fide dubitabit. 

A. XVin 201 TTpof viicei t€ auxuiv cuveciv -rfiv 7rapaT€V0|üi^vi]V 
dTTOcTepeiv C€ öbiKcTv fiTncaMTiv, öttuüc ^TncTdjLievoc dTaGoO n^X- 
XovTOc XuciieXeiv dv öXifiw Tf|v dxöriböva toO irapövroc tiOoTo. 
sie Codices, quos Niesius sequitur. iure offendit Emestias^ eiusque oon- 
iecturam xö XuciteXoOv iure recepit Naberus. A.XVin281 xmkp ToO 
KaG' f^jLiäc Tiapd f vüüjlitiv Tr€ico)LievTiv olc irpouGecGe dTaGoTc ita omnes 
libri. manifesta est loci corruptela, cui yiri docti alins aliter mederi 
conati sunt: Coccejius iT€icojLi^vou legi vult ei assentitur Holwerda^ 
particula jLif) ante Tiapd tvuüMiiv addita: uiT^p ToG KaG' äjnäc [ita 
in editionibus prioribus] <jLif|> Tiapd TVüüjLiiiv Treico|Li^vou <^q)*> olc 
ktL Niesins 7T€iGo|Lidvou proposuit. hoc mihi probatur, sed ita 
scripserim: uirep ToO kqG* u)Lidc [irapd tvi(i)litiv] ireiGon^vou olc 
TTpouGecGe dYaGoic. losephus Petronium haec fere dicentem facit: 
non patiar vos omnes, tarn ingentem multitudinem, propterea perire, 
quod non vultis imperatoris statuam in urbe vestra poni, id quod 
legibus vestris vetitum est. itaque litteras dabo ad Gaium et qnid 
sentiatis, nuntiabo et ipse quoque causam vestram idciroo defendam, 
quod paretis institutis bonis, quae vobis proposuistis, propter ipsam 
legum oboedientiam yestram. verbis igitur illis losephus idem ex- 
primi voluit, quod paulo supra (XVIII 280) inest in verbis biaKOVOU- 
juevuüv (ei verum est, quod Hudsonus et Coccejius*) proposuenint) tQ 
dpexr) ToO vöjliou. iam elucet verba Trapd TVi£)Milv vehementer offen- 
dere nee ullo modo suo loco stare, sed verisimile est ea librarii negle- 
gentia ex eis, quae sequuntur brevi intervallo (XVIII 281 extrem.), 
huc inveeta esse, quare secludenda esse censeo. haec postquam illata 
sunt, 7T€iGo|Li^vou propter TVtüjiilv in ireiGojLi^viiv abiit, quod facile 
in TT€ico|Li€vr]V depravari poterat. f)|Liäc, quod in libris inesse testis 
est Niesias, saepius cum Ujudc confunditur velut paulo in&a § 282 
lecte in AME ujLiac legitur, perverse in W f)jLioic. et, etiam A. 11 
330. VI 89. 133. 292. 317, alibi. de praepositione Kovä partioipio 
sie adiuncta vid. supra p. 361. restat, ut hunc participii praeaentifl 
usum loco substantivi abstracti usurpati exemplis illustrem: A. XI 
37 Tö boKOÖv auTiu, ib. 40. Xm 151 xö Xuirouv, XllieS TÖ KaGii- 
Kov, Xn 54. XIII 152. XIV 174. XV 22. 101. 204 xö cu|üiqH[pov, 
Xni 432 xu)v jLif) TTpocriKÖvxuiV, XV 58 x6 |Lifev dXToOv, ib. 246 xd 

1) emendat. Flav. p. 128 et observ. erit. Mnemos. II 127. de casanm 
permutatione cf. A. VI 197, ubi codex pro Ximiofuidvip perverse XT|i|fO- 
fji^vuiv tradit. 

2) de losephi stilo p. 401. 

3) emendat. Flav. p. 133 et observ. erit. Mnemos. II 18S. 

4) editores codicam lectionem 5laKovoO^€vov retinent, quae cum 
Holwerda (observ. erit. Mnemos. II 132) ad Petronium referenda est. at 
obstat A. XVIII 277 nayiq. tQ fatou ölaKovoO^€voc, quare non ditpUoefc 
illorum coniectura. 



De Flavii losephi elocntione obserratioiies criticae. 365 

ßiaZöjLievov ttic dppuiCTiac (cf. A. III 5 Tifi ßioZo^i^vifi Tflc ävAtkiic), 
ib. 255 TÖ TTpocTaxTÖjLievov, ib. 321 tö dir' ^Soudac xP^M^vov, 
XVI 60 TOI XuiTOÖVTa, ib. 64 tu»v dK€ivoic cu|i(p€p6vTUüV, ib. 246 
TÖ XavGövov, XIII 431. XV 116. XVI 338. 389. XVII 228 tö m^X- 
Xov, XVI 403 t6 xpovKov, XVII 231 tö Kaicapoc biafvoicji irepi 
auToö It\ xpiAijLievov, ib. 240 (115, 16) tijj Ka6' auTOuc ußpttovTi, 
ib. (115, 17) Tijj dvaTKoZovTi, ib. 329 tö f|bovfl b€XÖ^€VOV touc 
Xöfouc, XVm 7 böHa toO öp6ou|Li^vou tüüv koivoiv *pro8peri even- 
tus', ib. 13 Toö dvGpuüTreiou tö ßouXöjiievov, ib. 60 toö ^m toiou- 
TOic iTpoGujLioujLievou, ib. 70 Tfic fuvaiKÖc tö ^l^bajLnfic X9W&' 
Tujv dXicKÖjLievov, ib. 144 ttjc ^fvxr\c tö 6Aov, ib. 145 eic tOüv 
bcüpeujv TÖ jLifi jLi^Tpiw TTpoi^jLievov, ib. 171 toO im toioutoic öXk^ 
XpujjLi^vou, ib. 217 UTTÖ ToO ^TraXriGeuovTOC auTuiv, ib. 222 toO 
vöjLiou TÖ ^T^pujc iTpdcceiv irapQKaXoOv, ib. 267 Tf\c tux^c tö dir' 
djLiqpÖTcpa qpiXoöv toTc irpdTlLiaci irapaTUTXdveiv, ib. 269 auTuiv 
TÖ qppovoOv, ib. 289 toö elc f|bovf|V q)dpovTOC, ib. 295 toö 6pdc€i 
XpiWjLidvou ^) TÜJV dXTTibuüv, ib. 348 toö 'AviXaiou tö ußpiZov, ib. 349 
TÖ uiq)€Xoöv, ib. 359 TiD kct' dKCivouc dKjLific itXtiOui xp^M^vifi 
(vid. supra p. 361), XIX 19 tö in\ iräciv öprlXov Kai juicei XP^M^- 
jLiov, ib. 52 tCj im Trdciv diraivoujLi^vqj, ib. 77 tö Tf\c tuxtic cutx^- 
poöv uiT€pßoXdc, ib. 78 tö dmiLiÄXov, ib. 135 tiIij irpöc auTÖv oö- 
bttjLiöGev €uvoi(]i xp^M^viw, ib. 136 tö €ÖGu^oöv, ib. 159 tö ?ti 
XavGdvov, ib. 181 tö irpöc oubiv tujv dKeivij 0€Xo)li^vu)v dvTiXoTi? 
Xpu)|ii€Vov, ib. 203 tö dpcT^ cuv€pxö)Li€V0V, ib. 215 toö cujLiq)dpov- 
Toc, ib. 319 TÖ TrXeovdZov, XX 162 tö cuvex^c vouGctouv, ib. 212 
bid TÖ TiepiaipoOjLievov — kocjli€iv. (cf. etiam A. m 284 tö kvou- 
|Li€vov.) vides losephi in bis libris usum dicendi Ernestii Niesiique 
couiecturis magnopere favere. 

Paulisper nunc subsistamus. inter veteres iam Herodotns') et 
Thucydides^) adiectivonim et participiomm neutra loco substanii- 
vonim usnrpare solebant. ad banc dicendi consuetudinem ex poste- 
rioribus se applicaverunt Poljbius*), Plutarcbus*), Philo Alexan- 
drinus^), Appianus'), Polyaenus®), Polemo^), Dio Chrysostomus ^), 

1) hoc loco sola excerpta pro codicum dativo genetiynm praebent, 
qnem iam Holwerda Mnemos. 11 182 poposcerat. 2) Stein ad I 97. 

3) ClaBsen ad I 36, 1 p. 77*, Stahl, quaestiones grunmaticae ad Thn- 
cydidem pertinentes p. 28', Maxim. Eohn, de usn iMiectivomm et parti- 
cipiomm pro substantivis. Berolini 1891 p. 5 — 33. 

4) Eaelker, (^[uaestiones de elocntione Polybiana. diss. Lips. 1880 
(«» Leipziger Studien 111) p. 282. 

5) Wyttenbach Plntarchi moral. VIII sub XucireX^uj, cu^cp^pui, aliis 
vocibus. 

6) L. Treitel, de Philonis Indaei sermone. diss. Vratislav. p. 11, 
L. Gohn, Philonis AI. de opificio mundi prolegg. p. IjI, Fr. Cumont, Phi- 
lonis de aetemitate mundi prolegg. p. ^VIII. 

7) Kratt 1. 1. p. 1—8. 

8) Malina, de dictione Polyaena. diss. Berol. 1854. p. 68 sq. 

9) Schmid, Atticismus I 49. 86. 



366 Gailclmus Schmidt: 

Lucianus^), Aristides.^) nee desunt exempla in libris sacris Not! 
Testamenii^), quare tuo iure suspiceris ne sermonem vulgarem qui- 
dem ab hac dictione abhorruisse.^) quidnam interest inier ho8 et 
losephum? consentit hie cum Ulis in usurpandis neutris adiectiyo- 
rum et participiorum simplicibus, maxime vero ab eis differt, quod 
participiorum neutris non solum praesentis, sed etiam futuri, perfecti, 
aoristi tam frequenter positis multa additamenta persaepe adiungit» 
genetiyos, dativos, accusativos, praeposiiiones cum suis casibus, ad- 
yerbia, alia. sed hac in re losephus non solum ab aliis discrepat, sed 
etiam a semet ipso, ille enim tam insolens participiorum usus non 
in Omnibus losephi libris eodem modo inyenitnr, sed potissimum in 
antiquitatum libris XVII, XYIII, XIX. hoc primus animadvertit Hol- 
werda^), qui sie refert: ^tota haec de Caligulae morte narratio, qnae 
maxima libri XIX pai*te continetur, orationis genere perplezo ac 
tortuoso conscripta est. quod idem in libri XV parte extrema, tum 
iu libris XVI, XVII et XVlli animadvertere licet, quantnm ist! & 
prioribus libris differant, diei vix potest. lib. XX orationem habet 
facilem ac perspicuam, sed rursus tum ab bis, tum ab illis magnopere 
diversus est.' et profecto, qui illos losephi libros perlegerit, fädle 
intelleget, quam vere yir doctus rem observarit. at in antiquitatum 
libris quinque posterioribus permultae insunt corruptelae in codici- 
bus nostris omnibus. coneedo, sed in participiis tradendis libri 
magnopere sibi eonstant. iam ut ad rem propositam redeamus, ex 
eis, quae supra p. 362 — 365 attulimus fdturi et praesentis participiis 
neutri generis (sunt autem omnia, quaecumque in decem antiquita- 
tum libris posterioribus leguntur), satis, opinor, elucet, quibns 
haec tam insolens loquendi forma contineatur libris. ut res prorsos 
perspici posset, omnia id genus exempla exeussi. nunc ita proferam, 
ut ab usu participiorum perfecti incipiamus, tum aoristi addamns ex 
decem illis libris omnia. 

Haec sunt huius generis participia perfecti: A. XI 43 toi trpo- 
eipTiMeva, ib. 240 toö cujißeßnKÖTGC, ib. 259. Xm 433. XVI 126 
Tct cujLißeßr|KÖTa, XII 20 tö cgi KexopiCM^vov, XIII 61 tö cu)üißeßT|- 
KÖc Tiepi auTÖv, ib. 193 tüjv Trepi tov 1u)vä9Tiv cujiißeßTiKÖTUJV, ib. 
194 im ToTc cuja߀ßr|KÖciv, ib. 316 toö cuveibÖTOC, XFV 13 tö 
TTapeijLievov Tf\c biavoiac, XV 144 tö t^TOVÖc, ib. toTc tcTOVÖciv, 
XVI 75 TOÖ TrpocTreTTTUiKÖToc, ib. 100 Tifi cuveibÖTi, ib. 203 tö 

1) Schmid, Atticismus I 288. 11 84. 

2) Winer 1. 1. p. 220. 232». 

3) Schmid 1. 1. I 87. 

4) emendat. Fiavian. p. 101. cf. p. 128—184, tum observat. crit. 
Mnemos. II 113. 117. 121. 122. 127. 129. 130. 132, denique idem rem 
attigit iu annalibus, quibus nomen est ^verslagen en mededeelingeo, af- 
deeling letterkunde' II 106 (1872) in commentatione , quae inscribitiir 
'allerlei uit losephus'. ante Holwerdam rem paucis in libello de losephi 
stilo p. 400 Ernestius perstrinzerat, post illum eam obseryaTit S. A Naber 
Mnemos. N. S. XIII 282. 379. 



De Flavii losephi elocutione observationes criticae. 367 

vOv ^TrijueXk auT&v Kai Tupöc Tuaibeiav dcTroubacjLi^vov * Studium 
liiterarum', ib. 208 xd ^r|edvTa, ib. tö cuv akxuvri rfic biaßoXfic 
dipeucjadvov Hurpem calumniam emeutitam', ib. 244 tö vevocriKÖc, 
XVII 152 TUJ elc Gdvaxov dvaKeijiidvqj ^mortalibus' (Rufin.), ib. 153 
TÖ KaT€ipT]q)ic|Lidvov auToO — XVIII 214 KaToXoq)upd)Li€Voc auTÖv 
jLifev Toö dcp' oIc TrpoßouXeuceie Kupoöv dcpijpTnii^vou tö KpdTOC. hie 
locus saue notabilis est. sententia haec esse yidetur: ^semet ipsutn 
deplorans, quod sibi potestas adempta esset ea efficiendi, qnae ante 
constituerat'. quare Naberus dcpripTijudvov scripsit, quo recepto omnis 
difficultas tollitur. sed cf. infra XVIII 300, alia — XVm 249 tijj 
dveijLieviu ttic biaiTr|C, ib. 254 tö ^tti TaTc Tuxctic KaeecTa|Li^vov, ib. 
277 <^TÖ> |Lif| ^K TOÖ öH^oc bebiaKOvriiLidvov (-jn^vou codd. Niese) 
auTOÖ TttTc dmcToXaic ex certa Holwerdae ^) emendatione, quam suo 
iure Naberus recepit, ib. 286 tö elu)e6c, ib. 300 ^KeTvov — ^Trai- 
vuiv TOÖ Tupöc auTÖv TTCpi auTiIiv ^TTCCTaXKÖTOC 'illum (Petronium) 
laudans, quod de bis rebus ad se litteras dedisset', ib. 327 toö 
KOTd TÖv 'AcivaTov dq)UCTepr|K6T0C (vid. supra p. 361), XIX 77 toö 
kot' eKCivouc TTpoßeßouXeuKÖTOC (vid. supra p. 362), ib. 164 tuj 
kot' auTÖv Traibeiav jaejaeXcTTiKÖTi (vid. supra p. 362), ib. 324 dtrö 
TTOIOU cuveiboToc. 

Sequuntur participia aoristi haec: A. XIII 30 Tip Trap' dXTribac 
diToßdvTi Tfic TToXiopKiac *inopinato obsidionis successu', ib. 225 tüüv 
u7TTip€TTi0^VTUJV, XIII 413. XIV 379 Td cujLißdvTa, XVI 404 tö ixr]bk 
eKCivuiv q)€icdjLi€Vov, XVII 59 tö im TOioTcbe ^k€ivou fy\i)^r]V 
7Tpoa7Toq)r|vd|Lievov, ib. 110 ou toö dir' ^kcivoic dTKaXoöjiiev eujLiqj 
Xpficöai jaf) dXXiTTÖVTOc (dXXeiTTOVTOC P Naber), dXXd toö jaijaeiceai 
Tfjv dcdXTeiav auTÄv CTroubdcavTöc ^KTreTrXrJTMeGa *non hoc crimini 
tibi (sc. Antipatro) damus, quod illis succensere non desiisti, sed 
miramur te, quod eorum protervitatem imitari studuisti' (notandum 
videtur haec in oratione legi)^, XVIII 10 Tip KttT* auTÜüV*) cttou- 
bacedvTi, ib. 20 bid tö jaribajaüüc UTudpHav, ib. 122 Tflc yviwmtic tö 
em ToiouTOic TupoßouXeöcav, ib. 148 tö Te im toioütoic toö 
'Atpitttto TipoßouXeöcav, ib. 201 toö 0€oö tö dHaTuocTCiXav töv 
öpviv, ib. 225 TÖ dTToXrieeöcav tujv Xötiuv, ib. 239 toö jafj bia- 
luapTiqt xP^cttjaevou tüliv ^XiribtüV, ib. 246 auTfic tö im toioütoic 
ipr|cpicd|Li€Vov, ib. 286 tö ^Tepif) böHav, XIX 143 Td tuüv KivbuvuiV 
6jLiiXr|cavTa 'pericula irruentia'. 

Non operae pretium mihi esse videtur eos locos indicare, ubi 
adiectivorum neutra substantivorum instar usurpata inveniuntur. 
satis habeo commemorasse in solis libris XVII, XVIII, XIX totidem 
(centum et septendecim) occurrere exempla, quot in ceteris Septem 

1) observ. crit. Mnemos. II 130 8(}. 

2) alia quoque exempla in orationibns et rectis et obliquis sunt, 
sed tarnen maior pars in narrationis partibns. 

8) fortasse cum Holwerda obs. crit. Mnemos. II 118 aön^v (sc. <p\- 
Xocoq)(av) legendum est. 



368 Goilelmas Schmidt: 

(XI — XYI, XX) Omnibus, comparemns nunc etiam participionim 
numerum. habes participia futura in tribus illis libris quadraginta 
duo, in ceteris tria (quamquam hi Septem libri paginis Niesianae 
editionis minoris amplias altero tanto pluribos continentur), aoiisti 
participia in illis tredecim, in bis quinque, praesentis ibi triginta 
duo, hie quinque et viginti, perfecti totidem (undecim) bic, quot iUic 
vides etiam numero participionim id genus tres illoB libros longe 
differre a ceteris Septem antiqnitatum posterioribus. iure iam qnae- 
siverit quispiam, qui fiat, nt tantum discrimen inter ipsos antiqni- 
tatum libros intercedat. constat losepbum in posterioribus libris 
Nicolai Damasceni icTopiav Ka6oXiKf]V, ßiov Kaicapoc librumqae, 
qui erat TTcpi ToO Ibiou ßiou, fontes primarios adisse.^) qaodsi 
animadvertimus talem participiorum usnm in ea parte antiqaitatiun 
occurrere, quae non dnbium est, quin ex Nicoiao fluxerit (A. XVII 
99. 240), nonne tuo iure suspiceris losepbum hanc dictionem ex 
Nicolai scriptis sumpsisse?') 

§ 2. De pronominibiis. 

Pro pronominis reflexivi primae et secundae personarom plura- 
libus losepbus formas tertiae personae saepissime snbstitmt velut 
A. V 94 (^auTOuc = ujiac auTOuc). VI 42. 44. VII 29 (auT&v pro 
fjMÜüV auTÜüv). X 10 (cq>äc aurouc pro öjLiac auTOuc). XII 227. XVI 
50. B. m 8, 5, passim. etiam apud veteres buius dictionis exempla 
legimus, in iis saepius apud Isocratem et Demostbenem^), aliquotiens 
apud poetas ti^agicos^), semel apud Platonem^), permnlta autem 
apud recentiores ut Poljbium, qui pron. refl. primae secundaeqne 
personarum genetivos incognitos babet^), in N. T. libris^, in titolis 
illius aetatis^), apud Dionem Cbrjsostomum^), Lucianum.^) sed in 
numero singulari losepbus pronomen reflexiyum adbibere solet velut 
^jLiauToö VIII 113, cauToO A. XH 21. XIII 89. XVn 116. XVni 
254, ceauTfic (cauTfjc) XVH 352, cauxtp XIV 166, caurfl XVH 362, 



1) Niese, Herrn. XI 480, H. Bloch, die quellen des Flav. los. in 
seiner Archaeologie p. 106—116, A Schaefer, quellenkunde der griechischen 
und römischen gescbicbte II 88. 

2) cf. etiam Holwerda, 'allerlei uit losepbus' 1. 1. p. 107 et Nabenu 
MnemoB. N. 8. XIII 379. 

3) Krueger 1. 1. I 61, 1, 16 p. 126». 

4) Ad. Dyroff, gescbicbte des pronomen refleziynm I. Wiroeb. 189S. 
p. 111. 122. 133. (Schanz, beitrage zur historischen syntax der grieoluschen 
spräche III 3): apud Sophoclem novies, Enripidem bis, sed apud Aiisto- 
phanem, poetam comicnm, nnmquam. Herodoti exempla (dao) dubia sunt. 

6) Phaedo 78^», cf. Schanz vol. VII praef. p. XU. 

6) Stich, de Polybii dicendi genere. diss. Erlang. 1880. p. S4 (•» acta 
semin. Erlang. II 164), Eaelker 1. 1. p. 277, Viereck L 1. p. 61. 

7) Winer § 22, 6 p. 142^ 

8) Viereck 1. 1. p. 61. 

9) Schmid, Atticismus I 82. 228. 



De Flavii losephi elocatione obseryationeB criticae. 369 

cauTÖv Vn 168. 254 (bis). XTV 165. 166. XVI 382, cau-rtiv Vm 
269. quare cum A cauific XVIII 77 et ceauTOU Vit 340 legendum 
est sicut cum MSP cauToO A. VII 256, idem cum ßO IV 43, deni- 
que cauTUJ VM 107. 171. hac in re cum Aristide consentit^), 
differt a Dione et Luciano, qui dauTOU pro ^)LiauToG sive ccauTOu 
usurpare non dubitAnt.^) etiam in N. T. singularis perpaucis locis 
legitur.^) 

üt LXX interpretum (lob 2, 11), Dionysii Halic. (II 76, 1. m 
22, 5. IV 4, 4), Novi Testamenti»), Plutarchi (Cam. 41 [296, 25 
Sint.])*), Philonis Alexandrini (de opific. mundi 46, 21 Cohn), titu- 
lorum Atticorum inde ab anno 69 a. Chr.^), ita Flavii losephi pro- 
prium est pro pronomine reflexive adiectivum Ibtoc usurpare, quod 
ex sermone vulgari paulatim in virorum litteratomm scripta hoc 
sensu se insinuasse videtur. losephi exempla habes plurima ut 
A. II 25. 28. 195 (toTc ibioic Traiciv). IV 138. V 33. 114. VI 324. 
VII 23. 262. 315. VIH 355. IX 40. 99. X 75 (rnc Ibiac X^^pac). 
173. 235. XII 281. 285, passim. huc etiam olK€toc adiectivum eodem 
modo usurpatum pertinet: A. IV 86 (ÖTrXiZei töv olKeTov CTpaxöv). 
V 206. 257. VI 143. IX 30. 248. X 226. Xn 423. XIII 84. 202. 
XV 159. 218. 239. 264. 288. 330. XVI 27. 37. 60. 138. 147. 276. 
277, alibi. Winerus testis est hoc potissimum apud scriptores By- 
zantinos inveniri. 

Pronomen outoc semel pro vocativo usurpatur Vit. 209 iZ» oÖTOC 
ut saepe apud veteres, Sophoclem^, Aristophanem ') , Platonem.®) 
etiam apud Platarchum (Demetr. 23 [314, 7 Sint.]) legitur. 

Pronomen relativum persaepe apud losephum loco interrogativi 
in orationis obliquae interrogationibus ponitur. hoc apud veteres 
quoque occurrit ut apud Sophoclem®), Thncydidem, Xenophontem '°) 
neque minus apud ceteros scriptores recentioris aetatis velut Poly- 
bium^Oi Pltitarchum (Mar. 10 [337, 26 Sint.]), Philonem Alex, (de 
opif. m. 22, 3. 35, 10. 37, 10 Cohn), Lncianum (somn. 15), etiam 
in N. T. (lo. 13, 7).^^) Kaelkerus statuit Polybium post conso- 
uantes ponere öcoc f)XiKOC sim., post vocales ttöcoc sim. hanc re- 
gulam losephus (ut ne Lucianns quidem, ni fallor) non observavit. 
nee enim in iis est, qui hiatum severe quacumque ratione vitare stu- 
deant. quare saepius in bis enuntiatis interrogativis relativa post 



1) Schmid 1. 1. I 82. 228. 11 20. 2) Winer 1. 1. 
8) Winer § 22, 7 p. 146^ 
4) cf. etiam Wyttenbach sab hac voce. 

6) MeiBterhans, grammatik der attischen inschriften p. 194*, Viereck 
1. 1. p. 73. 

6) Lobeck ad Aiac. 89. 

7) Ban. 198. 622. Nnb. 728. Equit. 240. Lysistr. 437. 

8) Eräger I 61, 7, 8 p. 182^ 9) Oed. B. 1068. 

10) Kühner 11 § 262 p. 942. 943*. 

11) Stich, l ]. p. 24, Eaelker 1. 1. p. 249. 

12) Winer § 26, 1 p. 169^ 



370 Gnilelmas Schmidt: 

vocales exstant velut f^v A. I 225. XII 52. XIV 307. 384, 8v Vit. 
412, &c A. V 141, öcoc sim. A. VI 40. XIII 1. XIV 2. XVn 229, 
ujc A. XIV 379. XVI 53. 74. XVnil27. 269. Vit. 412, oKiwv A.XU 
409, alia. addere liceat ratione inversa ttococ ttujc sim. etiam post 
consonantes inveniri ut ttÖcoc sim. A. XQ 60. 409, TTuk A. XI 160. 
216. XII 110. XX 224. ne quid desideretnr, commemoro sane per- 
saepe etiam relativa post consonantes sicnt interrogativa (ric, ri, 
TTÖCOC, ttOüc) post Yocales occnrrere. sed exempla in hanc rem afferre 
snpersedeo. 

Attractio sive assimilatio inversa^), in qna id nomen, ad qnod 
pronomen relativum referendum est, in casu huius pronominis positom 
est, ne losepho quidem incognita erat, apud quem quattuor exempla 
leguntur: A. XIII 20 rfjv äXXTiv öcr| tötc eiTrexo Xeia xoTc dvOpdi- 
TTOic Xaßöviec uTu^CTpeipav et Vit. 60 rfjV 'Piwjiiaiiwv biTiTOUjüievoc 
ScTi TIC dcTi buvajiic (sed cf. A. VII 283. XH 289. XX 87), ubi sub- 
stantivi accusativus se ad nominativnm pronominis relativi applicavit, 
A. IV 48 xoivoi Trepi auroüc — ¥[v TraToöci t^v et A. VIII 42 xo- 
cauTTi b* f{v f\v 6 eeöc 7rap^cx€ CgXöjliiwvi q)pövr]civ kqi coq)iav, ubi 
accuäativus pro nominativo ponitur. etsi non ita saepe, tamen ex- 
stant aliquot huius dicendi generis exempla apud veteres, Homemm 
ril. 10, 416j^), Sophoclem (Electr. 653, Trach. 283), Aristophanem 
(Plut. 200), Euripidem (Bacch. 443—445 Kirchh.), Herodotiim»\ 
Lysiam (19, 47), Isocratem (6, 48), Xenophontem (Hellen. I 4, 2), 
Demosthenem.^) ex recentiorum scriptis affero Gen. 31, 16 irdvxa 
TÖv ttXgötov Ktti xfjv böHov f^v dq)€iX€xo 6 Seöc xoO Tiaxpdc fmujv 
f]|LiTv fciai KOI ToTc x^kvoic fiiLiuJV, Num. 19, 22, saepius in N. T. cui 
ignotum est illud (Cor. 1 10, 16) xöv äpxov öv kX(jü)li€V, oux^ koi- 
vtüvia xoö cu)|Liaxoc . . ^cxiv! cf. Mt. 21, 42. Luc. 12, 48. Marc. 6, 16.*) 
adiuDgo Pausan.lll 14, 3 T^TPaMM^vai elciv Sc dveiXexo viKac äXXac 
X€ Kai 'OXujLiTTiaci. hanc attractionem ex sermone ynlgari fluxisse 
yel ex eo intellegitur, quod usitata est Novi Testamenti scriptoribos. 
item sermonis comicorum Latinorum propria est.'^) carmina popularia 



1) cf. La Roche ad hunc locum, sed huc iam non pertinet ü. 9, 82, 
quem locum affert B. Foerster, de attractione enuntiationnm relativamm, 
qualis cum in aliis tum in Graeca lingua potissimumque apud Graecos 
poetae fuerit, quaestio grammatica et hiBtorica. diss. Vratislay. Berolini 
1868 p. 81. 

8) BeiBert, zur attraktion der relativsätze I 44 Bq. projzr. Nenstadt 
a. d. Haardt 1889. May, de attractionis usu Herodoteo. cf zeiteohr. f. 
gymu. 84 (1880). jahresb. p. 97. 

8) Behdantz, Demoeih. philipp. reden, indiccs p. bB\ ubi alia id 
genug ennmerantur. 

4) Winer § 24, 2 p. 166. 166^ 

6) de Plauto cf. Bach, de attractione qnae dicitur inversa apud 
scriptores Latinos. progr. Argentor. 1888. p. 22, alibi, de Terentio 
Foerater 1. L p. 22. praeterea Foerster 1. 1 p. 7 monet attractionem in- 
versam etiam in lingua Sanscritana ezstare. 



De Flavü losephi elooutione obseryationeB critioae. 371 

lingnae nostrae vemacxüae nonne ipsa quoque insignia qnaedam 
exempla^) snppeditant: 

den liebsten balen den ich han, 

der leit beim wirt im keller. (Pischart Garg. 85^.) 

den besten vogel den ich weisz, 

das ist ein gans. 

denique quis non audivit de carmine illo populari in memoriam Lo- 
visae, Borussorum reginae, sciipto: 

meinen tod den sie beklagen, 
ist für sie gerechter schmerz. 

§ 3. De duali. 

Numerus dualis nominum non addito numer. buo in omnibus 
losephi scriptis legitur: Tib x^Tpe B. m 5, 1 (233, 30). V 2, 4 (9, 20). 
VI 7, 1 (110, 26), TTapd toTv TToboTv A. XVin 187, x^poTv B. IV 
5, 3 (322, 29). vides haec exempla ad corporis membra tantum 
pertinere, quae nisi gemina non exstant. in Universum observamus 
numerum dualem usitatum in vetere sermone populari paulatim 
inde ab ineunte saeculo quarto emori. ultimum apud oratores Atticos 
legi exemplum anno 321 testis est Keckius p. 57. quare non mira- 
mur, quod apud ^Graeculos' dualis aut rarissime aut omnino non 
legitur velut in N. T.^) constat ex Graecorum nostrae aetatis lingua 
dualem prorsus evannisse.^) vides igitnr, quam non prospere ces- 
serit opera eorum, qui Atticae potissimum elocutionis studiosi dualem 
numerum reducere studebant, dico Dionem Chrysostomum, Lucianum, 
Aristidem.*) 

Numeri duales adiectivorum et participiorum, qui qnidem sae- 
pius sunt obvii apud poetas^) et Xenophontem*) et apud oratores Atti- 
cos^, aliquotiens apud Thucjdidem^), apud losephum omnino non 
occumint. 

lam accedamas ad eam dualis rationem, qua numerale buo cum 
substantivo iungitur. quem usum ut paucis illustrare possem, con- 



1) lac. Grimm, über einige fälle der attraktion. kleine Schriften III 
330 sq. cf. etiam des ksaben wunderhom von Birlinger-Crecelius. Wies- 
baden 1874. II 351. 

2) Winer § 27, 4 p. 167^ 

3) Mullach , gramm. der griech. vulgärsprache in hiator. entwick- 
lung p. 161. 

4) Schmid I 87. 283. addenda p. XVIII. II 86. 86. 

5) Hasse, über den dual bei attischen dramatikem. progr. Barten- 
stein. 1891. p. 12. 13. 

6) Hasse, über den dual bei Xenophon and Thacydides. progr. 
Bartenstein. 1889. p. 9. 

7) Keck, über den dual bei den griech. rednem mit berücksich- 
tignng der attischen Inschriften p. 16. 20. 23. 31. 

8) Hasse 1889 p. 8. 9. 



372 Guilelmus Schmidt: 

gessi exempla, quae in decem posterioribus antiquitatom libris le- 
guntur. buo (dat. buci) plurali adiongitur qninquagies qxdnqaies, 
duali numqnam; buoTv et cum duali et cum plurali binis locis con- 
iungitur. ne prorsus desint exempla, haec adscribam, nbi dualem 
invenies: A. XVII 112 buoTv driivoiv, XVIII 224 dviauToTv buoTv 
Kai eiKOCi. bis adde ex libris antiquitatum prioribus III 160 buoiv 
Ktübtüvoiv, IV 305 buoTv öpoTv (bis), plurali innctum habes buoTv: 
XVII 322 buoTv euraxpäciv (bud AMWE), XVIII 71 ^upläbulv 
buoTv (cf. XVIII 157 buo jaupiäbtüv), item A. III 161 buoTv irepiTjüiTi- 
jadTUJV, V 123, paulo saepius in libris, qui sunt de belle ludaico: B. I 
30, 1 (112, 2) buoTv fijLiepiJüV, ib. H 9, 1 (154, 17) fm^paic buoTv, 
m 7, 31 (258, 14) Tuiv buoTv TrepißöXiwv, ib. 8, 9 (269, 16) buoiv 
q)iXuJV, Vn 5, 1 (133, 32) buoiv TaTMÄTiwv. numeralis buo (genei 
buo, dat. buci) cum plurali coniuncti exempla afferre vix e re esse 
videtur praeter A. X 269. Vit 173 TOic buo XC^P^C. veteres in hac re 
eam consuetudiuem secuti sunt, ut buoTv aut cum solo duali con- 
iungerent ut Xenopbo et Thucydides ') aut dualem longe praeferrent 
ut poetae tragici^) vel oratores Attici. ^) numer. buo non declinatnm 
alii cum plurali, perraro cum duali nectebant^), alii mnlto saepius 
cum duali, rarius cum plurali.^) Poljbius dualem numqoam post 
bucTv ponit^), Plutarchus et dualem (Caes. 2 (365, 11 Sint) buoTv 
dKoXouGoiv) et pluralem (Lys. 24 (409, 25 Sint.) bueiv oIkuiv^ 
adbibet, Lucianus yero tantum dualem (buoTv ävbpoTv Amor. 5) 
cum buoTv iungere videtur. 

Et veteres, Euripides^ oratores Attici*), et recentiores, Poly- 
bius^) Lucianus (mort. dial. 15), in ea re consentiunt, quod cum 
voce &)aq)oTv numemm dualem nectere solent. sed differt ab eis 
losephus, quod tantum pluralem usurpat: Vit 8 &)aq)oTv T&v 
T0vdu)v et B. vn 7, 4 (148, 22) d)aq)oiv tüüv ßaciXeiwv (cf. äjuupui 
TCt ßderi A. XV 412) ut semel apud Demosthenem.^*^) 

Bestat, ut de pronomiue ä)aq)6T€poc paucis dicamos. hniuB 
pronominis dualis aliquotiens apnd veteres legitur velut Xenophon- 
tem^^), Isocratem ^^) , sed nescio an pinralis saepius occnrrat.^) 



1) Hasse 1889 p. 17—19. 

2) Hasse 1891 p. 17. 8) Keck p. 45 sq. 

4) Keck p. 42. 44. cf. Biemann, revue de philol. V p. 166; de 
Bamberg, ztschr. f. gymnasialwesen 1886. jabresber. p. 88. 

6) Hasse 1891 p. 19. Müller, der dual bei Earipides. progr. 8ig- 
maring. 1886. p. 25. 

6) Hasse, der dualis bei Polybios in Fleckeis. annal. 1898 p. 162 sq. 
etiam in eo losephus a Polybio differt, quod ille buoiv cum dativo pla- 
ralis aliquotieus iunxit, Polybius budv cum dativo pluralis numqnam 
usarpasse yidetur. Hasse 1. 1. p. 163. 

7) MüDer p. 27. 8) Keck p. 45. 

9) Hasse, der dual. b. Polyb. 1. 1. p. 164. 10) Keck p. 46. 

11) Krueger I § 44, 2, 2 p. ll^ 12) Keck p. 28. 

18) Hasse 1889 p. 12. 



De Flavii losephi elocntione obseryationes criticae. 373 

Platarchus et Lucianus tantum pluralem nsorpare videntiir, non 
ita losephns^ apud quem semel legi daalem A. XIV 425 TOiv^) 
(ita Nab. ToTv codd.) x^poTv djaqpoxdpaiv (-oiv Nab.), sed pluralem 
Vit. 172 djLiqpoTdpac xdc X^iP^ic, A. II 243 d|Liq)OT^pu)v tOüv ^Gvuüv, 
XIV 326 TouTOuc djacpoTdpouc xexpdpxac, item VIII 31. XII 155. 
XVI 152. XIX 234. 285. in libris sacris tantum plur. invenitur (Ex. 
12, 22. Luc. 5, 7. cf. etiam euang. Petri y. 37 ed. Hamack p. 11, 9 
djLiqpÖTepoi oi veavicKOi). 

Dualem verbi ap. los. semel observavi A. XVIII 168 jliövu) b* 
fjcTTiv, sed ap. eundem buo bk fjcav A. I 202. VI 357. VII 7, fijLicpu) 
b* fjcav A. XV 396, fijacpiw dbiKoOciv A. XVI 34. cf. Luc. Char. 3 
dxacedXu) y«P ^cttiv, sed &^(puj ^KÖjaiZov (Luc.) As. 46. Luc. mort. 
dial. 11, 2 (I 378). fjcav ßapeic d^(pÖT€pOl B. I 24, 5 (93, 4), A. 
XViil 248. apud Polybium nullum verbi dualis esse vestigium 
docuit Hassius, der dual b. Pol. p. 164. 

§ 4. De oasibus. 

A. IV 116 GaujuidZexe oSv, iZ» juiaKdpioc cxpaxöc, öxi 
xocoOxoc li ivöc Traxpöc T^T^vaxe. ita Niesius in editione maiore 
losephi verba edidit. sed BO 6au)Lid2^€xai ouv ö jLiaKdpiGC cxpaxöc 
exhibent, LE GaujudZecGe, a quibus vix differt lectio SP GaujLid- 
ZccGai, cum ai et € persaepe in libris confundantur velut A. IX 36. 
praeterea pro ouv in MLE xoivuv, in SP vOv legitur. in editione 
minore hxmc locum Niesius temptat, cum scribat: Gaujuid2[€X€ ouv, 
lö jaaKdpioi*), cxpaxöc 6xi xocouxoc ii ivöc Traxpöc T^T^vaxe. 
Naberus Niesii scripturam priorem retinet, nisi quod xoivuv pro oöv 
recipit. Niesium nominativo pro vocativo usurpato offendi snspicor. 
sed eo confirmari videtur, quod sermonis illius aetatis vulgaris hunc 
usnm dicendi proprium fuisse ex N. T. cognoscimus (Winer § 29, 2 
p. 172'). accedit, quod talis verborum collocatio, qualis est cxpaxöc 
8x1 xocouxoc, aliis locis apud losephum non observatur, nam verba, 
quae leguntur A. VIII 279 (f^KCxe cxpaxöc dqp' fiiuäc xocouxoc), 
aliter comparata sunt neqae A. IX 169 collocatio xi)au)piav öxi )a€- 
TdXr]V procul dubio est. iam ut ad rem gravissimam veniamus, Gau- 
ILidZexe ferri non potest, id quod optimo iure me monuit üdalricns 
de Wilamowita-Moellendorff, quoniam re vera nihil est, quod ludaei 
mirentur: ipsi enim sciunt sibi promissum a Deo, scilicet non ipsi 
mirantur, sed aliis admirationi sunt, quare totum locum sie legen- 
dum censeo: GaujuidZecGe vuv, iZ» )LiaKdpioc cxpaxöc, öxi 
xocouxoc ii ivöc Traxpöc Y^TÖvaxe. ita omnia plana sunt, haec 
enim scriptor Bileamum dicentem facit: olim totam terram et mare 



1) cf. Polyb. XII 10, 6. XVin 29, 4. 

2) *(b fiaKdpioi in laude (sine ironia Platonica) displicet' (dd Wila- 
mowitz). 

Jahrb. t clast. PhUoL SappL Bd. XX. 25 



374 Guilelmus Schmidt: 

incoletis. iam nunc homines vos mirantur, quod ex nno parente tanta 
multitudo facti estis, quamquam nunc nondum tarn molti estis (töv 
vOv ujLiuiv öXiYOv), ut Chananaeorum terra vos ezcipere non possit, 
(sed multo magis vos mirabuntur), cum totum orbem terrarum in- 
coletis, cum tam multi eritis, ut iam continens non sufficiat, sed 
etiam insulae vobis incolendae sint, tam multi, qnantus steUarnm 
caelestium numerus est. 

A. II 191 ToO TroTajLioO ttJc t^c dTrißdvToc ita ßO codd. 
quos sequitur Niesius, Tf|V yriv MSPL, quam scripturam com- 
mendante Krebsio*) Naberus recepit. utris libris, utri editori plus 
fidei est? mea quidem sententia nihil verius esse potest genetivo, 
nam hie losepho usitatissimus est.^) unum exstabat accusatlTi 
exemplum A. XIY 73, sed nunc snblatum est, quoniam libri x^ 
T€ix€i ^TTdßr]cav exhibent. accedit, quod ceteris sermonis communis 
scriptoribus accusativus post dirißaiveiv incognitus est velut Poly- 
bio^), Plutarcho^), Luciano.^) hi omnes saepissime usnrpant gene- 
tivum, uumquam accnsativiim , aliquotiens dativam^ ut losephns 
quoque (Raab p. 17). unum accusativum repperi: lerem. 18, 15 
^TTißfivat Tpißouc, quae structura mihi figurae etjmologicae , quam 
dicunt, speciem prae se ferro videtur, sed plurimis locis apud LXX 
interpretes im ti sequitur, quod habes apud losephum A. XI 258 
(^TTißdc im TÖV iTTTTOv) ut apud Plutarchum (Mar. 37 (370, 19)), 
Polybium (IV 45, 3, sed alio sensu), in N. T. (Matth. 21, 5), sed quod 
apud Lucianum nusquam occurrit. 

Verbum UTroKaTaKXtvo)Liai sensu translato a Flavio com 
dativo iungitur ut XIX 318, qua in re consentit cum yeteribus ut 
Piatone de rep. 336 e, recentioribus ut Dionysio Hai. VI 24, 3. 61,2 
et Plutarcho Ages. 27 (172, 23). sed notione primaria ab eo pendet 
genetivus: A. XII 210 UTroKaTaKXivexai TrdvTU)V *infimus omninm ac- 
cumbit', quia in eo vis est comparativa. hie usus respondet structurae 
verbi TTpOKaTaKXiveceai tüüv KeKXiHLi^vuiV A. VI 48 (Luc. deor. dial. 
13, 1. 2 7TpoKaTaKXiv€C0ai )LiOu (cou).*^) 

KXr|povo|Li€Tv apud veteres ^hereditatis participem esse' signi- 
ficat, apud recentiores non solum aliam notionem Indult, ut nunc 
latius pateat: ^aliquid adipisci', sed etiam aliam structuram assumit, 
id quod ex notione mutata facile explicatur, nam pro Atticorum 



1) zar rection der casus II 17. adnot. 2. cf. etiam Krebs, praepon- 
tionsadv. II 59 adn. 

2) vide exempla, quae Garolus Raab, de Flavii losephi elocu- 
tioDO etc. p. 16 diss. Erl. 1890, congeesit. 

3) c. genet. I 76, 6. III 20, 2. IV 16, 3. 71, 11. IX 8, 12. XXVI 6, 4. 

4) c. genet. Cim. 14 (487, 29), Ages. 17 (160, 21), paseim. vid. Wyi- 
tenbachii indicem s. v. ^irißaCvu). 

5) dial. mar. 15, 8. vid. lacobitzii iDdiccm s. y. ^mßafvuj. de Arriano 
cf. ßoehner, de Arriani dicendi genere. act. sem. Erl. IV 28. 

6) Polyb. I 6, 2. Luettge p. 13, N. T. (Act. 27, 2), de Appiano Kntt 
p. 66. 7) cf. de verbo vjttok. etiam Schmid I 139. II 162, 



De Flavii losephi elocutione observationeB criticae. 375 

genetivo^) nunc accusatiyum rei iunctum genetivo personae habet, 
hano dictionem losephus qnoque sequitur A. Vill 355 (T^iv, f^v 
dKXtipovöjLiTice ToO TTttTpöc), ib. 359. XI 120. consentit idem in 
hac re cum Polybio, Diodoro*), Philone'), nee non cum LXX 
viris*) et N. T.^) et cum Luciano.®) ceterum cum veteribns B. I 23, 1 
(86, 6) losephus congruit: KXripovo)LioOa xfic |LiTiTpi|)ac oi iratbec 
öpTf)C. praeterea sciendum est losephum hoc yerbo semel ita uti, ut 
sit, quod nos dicimus 'einen beerben': A. XX 241 kXtipovO|LI€T bk Kai 
toOtov db€Xq)öc 'AXdHavbpoc, quam structuram Gen. 15, 4 kXtipo- 
vo|Lirjc€i C€ deprehendimus, qnamquam ibidem 21, 10 habes KXripo- 
vo|Lir|cei TTic TuaibicKTic ut apnd Lucianum (diaL mort. 11, 3 'AvTi- 
cö^vouc dKXTipovö|Lir|cac). restat, ut addam Aristidem Atticorum 
genetivum rei reducere studuisse.^) 

A. U 329 in libris omnibns legimus T(ji Oeqj KaT€q)p6v€i. 
haec verba in dubium vocavit Emestius®), cum scriberet: *non se ex- 
pediunt interpretes. tu lege oöie toO öeou KaTeq)p6v€i.' hoc loco 
potissimum in participiorum insequentium genetivis^) offendisse 
videtur. idem 1. 1. p. 183 Cocceji coniecturam ad A. XX 91 (Kaxa- 
q)povir|cacav aiiToO xfic dTrobTiiLiiac) prolatam, qui t^ dTrobrnLiiqi 
scribi iubebat, prorsus damnavit. item eam Niesius aspematus 
est. sed tamen Cocceji emendatio mihi ut Nabero quoque probatur, 
illius displicet. nam duae verbi KaTaq)poV€Tv notiones discemendae 
sunt: altera, qua significat 'contemnere, despicere' ut apud ceteros 
scriptores omnes genetivo adiungitur a losepho velut A. I 43. 311. 
n 207. 286. m 85. XII 242. 292. 357. 425. XIH 122. 200. 274. 
XX 126. 175. B. II 16, 4 (185, 22). Ap. H 47. 255. 264. 294, passim, 
sed altera, quae est 'confidere', dativo velut A. II 256 t^ Kapxepicji 
Kaxacppovuiv, IX 55 Geöv ifi cu|Li|Liäx4' KaTaq)povüüV dbefic fjv 
'Deo confidens timoris expers erat', A. IV 285 KaTaq)povÜJV Tip 
^r|b€va elvai töv i^X^flovra, ib. VII 61 KaTaq)povoOvT€C t^ tüüv 
reix^v öxupÖTTiTi, VIII 371 tujv xeix^v olc KaTaq)poveT, Xni 92 
rrj iTTTTUJ KaxacppoviüV, item VIII 29. IX 82. haec autem 'confidendi' 
significatio duobus illis locis statuenda est. ab altera parte Moses Deo 
confidit, quippe qui ludaeis omnia suppeditaverit, sibique persuasum 
habet Deum ne tarn quidem ladaeos interire passurum, ab altera 
(XX 91) duae gentes (AaiüV Kai CaKOiv X^ipct) propterea in Par- 



1) Krueger I 47, 14. 

2) Krebs, zur rection d. casus II 16. 

3) de confus. ling. I 416, 11 ed. Mangey iDv kXtipgvojucI et de pro- 
fiig. I 548, 34 Mang. (Bv KXripovojiioOciv (icXiipovöjLioi clclv Mang.), illic 
non dabito, quin suo iure Mangeius & restitui iubeat frustra repugnante 
Treitelio p. 15. 

4) Gen. 15, 8. Num. 27, 11. Psahn. 86, 11. 22 Tisch.-Nestle'. 
6) Mtth. 6, 4. 19, 29. Gal. 6, 21. Winer § 30, 7 adnot. p. 188'. 
6) dial. mort. 11, 3, passim. 7) Schmid 11 123. 

8) observ. philol. crit. p. 66. 

9) de quibus vide in£ra § 13. 

26* 



376 Gnüelmas Schmidt: 

thonim ünes irrumpunt, quia confidnnt se hoc Volugesa rege absente 
impiine facturos; itaque non contemnunt eiuff absentiam, Bed in- 
primis ea coufidunt.^) ni fallor, haec verbi KttiacppoveTv significaiio 
apud unum losephum occurrit, qui eam applicavit ad verba iricreuciv, 
Gappeiv, alia: A. XIII 122 TremcTeuKÖTec xrj öx^p^Tryn toO X^P^ou, 
A. XX 175 TUJ ttXoütiü GappoOvxec, fortasse elocutionis yariandae 
studio, cum praepositione irA hoc verbum eadem notione invenitnr 
A. V 45 im viKr] KaTa9povoOvTac. cf. V 356 ivX. tQ Kißuirq) T€- 
6apcr|KÖTac. 

uTTcpricpaveiv a poetis (U. 11, 694) scriptores recentioreB 
mutuati sunt, sed cum prius intransitive usurparetur (^superbam 
esse, se iactare') nunc vim transitivam acdpit, ut significet *con- 
temuere'. plerumque cum accusativo iungitur, ut a Polybio V33, 8*), 
Diodoro^), Luciano Nigr. 31*), ita a losepho velut A. IV 269, si 
cum Nabero codicem S sequeris, VI 38 (oÖK dKeivov UTrepTiqpav/j- 
coviac), XVI 194. XX 142. B. I 17, 8 (67, 4). 19, 6 (74, 22). VI 
9, 4 (118, 31). sed genetivum idem posuit A. XX 56 juiTib' ÖTr€pTi- 
(pavr]Cf}c b€0|Li^vou et B. VI 2, 10 (88, 23) tuüv Tauxij irapa- 
T€TaT|Li^viüv o\ TroXXoi ^kv UTr€priq)dvouv, quae structura nescio an 
alibi obvia non sit. 

A. II 231 ibc Muiucfiv eeacdjLievoc jafj ^KTrXaffivai xflc 
eujLiopqpiac, quae verba praebent omnes libri, fiiit, cum temptare 
vellem. sed quamquam alibi ^KTiXi^TrecOai aut accusativum habet 
velut A. VIII 168. XII 110. 128. XVIH 296 aut dativum (A. n 270. 
XVIII 325, cf. etiam XVIII 40 KaxaTiXaTek Tilb iroXXiu xfic eufiop- 
cpiac) aut TTpöc cum accusativo B. 11 9; 2 (154, 26), tarnen similis 
locus exstat A. XVII 110 toö jüHjüieTcGai rfjv dc^Xfeiav aimöv cttou- 
bdcavTOC ^KTreTrXriTM^Ga ^propter studium illorum protervitatis imi- 
tandae te miramur' (vid. supra p. 367). similiter A. 11 231 Muiucflv 
nou solum ad GeacdfLievoc, sed etiam ad dKTrXaTfivai referendom 
est: nemo corporis pulchritudinis ita rationem non habebat, quin, 
si Mosern aspexisset, huuc miraretur propter corporis formam. liabes 
igitur genetivum, quem dicunt^) relationis vel, si mavis, cansae. 
quoniam huius verbi notio his locis paene eadem est, quae yerbi 
GaujLidZeiv (A. II 252. 262. V 317. Vni 168), etiam structura similis 
est. huc non referendum puto A. I 288 ^ktt^tiXtikto toO KdXXouc 
6pujv oÖTUJc ^xo^cav, ubi genetivus ex verbis oÖTU)C ?x« p«ndet, 
iiec magis conferam Pseudo-Luciani verba Dem. enc. 31 fin. T^ifrmj 
tiv ^XP^v Tfjc dYVUJjLiocuvTic (propter imprudentiam) dKT€)i€Tv vd 
Charid. 9 ^dXuj toö KdXXouc, et ib. 19.^ 

A. XIII 142 jaapxupijüv auxijj xflc cu|Li)üiax(oic fuit, cum 
ita defenderem, ut dicerem hoc loco inesse notionem ^laadaadi, 

1) ceterum cf. Holw. emend. Fl. p. 41. 

2) cf. ad hune locuin Krebs, zur rection der casus II 80. 

3) Krebs 1. 1. 4) Schmid I 377. 5) Krueger II 47, %1. 
6) Schmid I 285. 



De Flavü loeephi elocntione obserrationes criticae. 377 

gratias agendi': rez Demetrius ludaeos magna praeda donatos ad 
lonatham dimittit, cum huic pro societate, pro auxilio misso gratias 
agat. putabam euim eundem genetivum caosae statuendum esse^ 
quem supra obseryayimus. sed tamen Tf|V cu)Li)Liaxi(XV scribendum 
esse nos docent A. II 59 KOCjLiiÖTTiTa Kai ciuqppocuvTiv auTij juapTu- 
puiv, m 74 xdXriefi )LiapTup€Tv xoTc dHioic, IV 212 )LiapTUp€Tv Tip 
Öeiu TÖtc biüpedc, V 317 )LiapTupeTv bi dKcivip Tf|V elc xd fiXXa 
Trdvra rfic dpexfic Trepiouciav, VI 355 juapiupiö coi TToXXfjV Trepi 
iixk CTTOubfjv Ktti eövoiav, XII 237 jaapxupujv fijiiTv cucdßeidv xe 
KOI TTicxiv, xni 290 TUJV bk jLiapxupTicdvTiüv auxiD Trdcav dpexrjv. 
Ap. II 182 xoic xoX)aüjci — cocpiac beivöxrixa jLiapxupoOciv, ib. 1 104. 
Plut Mar. 6 (334, 1 1) xif) Mapiip Ktti cuüqppocuvTiv luapxupoOci Kai 
Kapxepiav. ^) 

Secundum Atticorum morem dicebant djLieißecOai xi vel xivd 
Tivi (aliqua re)*) vel xivd xi ut poetae*), posteriorum demum erat 
djLieißecöai xivd xivoc ^gratiam alicui referre pro aliqua re'. 
hac in re losephus A. XII 139 (xoüxiwv auxouc d)Lieii|;aceai), A. XV 
405 (auxoüc xfic eurroüac djueiipacGai), item VI 278 cum Plutarcho 
(C. Caes. 4 [366, 22]) et Luciano (somn. 15) consentit. genetivi 
autem xouxujv et xfic euiroiiac eodem modo quo supra explicandi 
sunt, ceterum structura djiieißecOai xivd xivi apud losephum satis 
saepe legitur velut A. II 195. IH 38. 264. 303. VH 341. VHI 57. 
300. XVn 234, alibi (Herod. I 5, 7).*) 

A. II 190 Naberus cum libris ßOMSPL xauxTiv irapex^w- 
pouv edidit, Niesius cum epitome Zonaraque xauxTic V 203 T^- 
vaiKi Trapaxuüpeic dHiu)|Lia ßONies., dHiiiiüiaxoc MSPLNab. 
quamquam nou desunt exempla, quae accusativo favent velut A. 1 229 
xili eeuj ce Trapaxwpo), IV 33 irapaxOüpTicov xf|v Kpiciv r^ 8eif>, 
Vin 219 TiapaxuüpeTv b' auxa» )Liövov xöv vaöv, XI 241 xd i\^icr] 
xfic ßaciXeiac 7rapaxuüpr|C0VT0C auxq, item VII 206, tamen saepius 
genetivus invenitur ut A. I 307 7rapaxu)pfic€iv auxfl xdvbpöc, II 3 
TuapaxwpeT xüjv Trpecßeiiwv auxip, HI 301 7rapaxu)pr|C0uciv f^juiiv 

xnc rnc, iv 69. 224. v 145. 334. vn 37. viii 9. 368. xii 154. 162. 

188. xm 145. XV 248. XVI 81 |Lif| TrapoxwpeTv x&v irpuixeiwv, 
XVIII 12 xijufic xoTc fjXiKicji 7rpor|KOuciv TrapaxiwpoOciv, ib. 287. XTX 
230, Ap. I 27, item A. V 261. 262. XI 51. quare etiara A. XIII 50 
aliter losephi verba restituenda censeo ac fecerunt editores. Niesius 
sie edidit: Kai vnkp K€9aXfic ^KdcxTic 8 fbei jnoi btbocGai xüüv dv 



1) cf. etiam E. Jahn, observationes criticae in Flavi losephi anti- 
qaitatibus. dies. Erlang. 1891 p. 22—24. 

2) cf. Kmeger I 46, 7. Kuehner IE § 409, 1. § 411, 8 adn. 4. 
8) Kuehner II § 411, 6 adnot. 9. 

4) cf. <i|H€(߀cea( Ti A. Xn 54. Ap. II 206, XVII 48. XVIH 221 (t( 
Tivoc). d|Li€(߀c6a{ Ttva omissa re, pro qua gratiae referuntor: A. VHI 826. 
XIX 184. B. IV 8, 8 (887, 16). elocutionis variandae causa ecriptor A. 
VI 341 dicit tmip €Ö€pT€c(ac dficißo^dvr) xivöc 



378 Grnilelmus Schmidt: 

Tr| loubaia KaxoiKOUVTUüv — toutouc napaxwpiö ujmiv. plerique 
Codices ö omittunt et pro Ktti substituunt Kai oOc. hanc lectionem 
Niesius recipere debebat, si accusativum toutouc (= touc qpöpouc) 
a scriptore profectum esse putabat. Naberus magis sibi constat, 
quod cum libris FV 8 scribit et pro toutouc Hudsoni coniecturam 
TOUTO recipit. sed quid opus est coniectura? nonne epitomes lectio 
TOUTOU satis losephi dictione commendatur? iam ut dicamus, utrum 
verum sit, aut Kai ouc fbei )aoi MbocGai — toutouc irapaxuipuj 
aut 8 — TOUTOU TrapaxujpOu legendum erat, sed genetivum prae- 
ferendum esse et losephi ipsins scripta et aliorum coDÜrmant yelut 
Polybii (m 90, 11. IV 5, 1. V 45, 2), Plutarchi (Luc. 35 [543, 11]. 
Dien. 44 [38, 19]), Luciani (Tim. 55 oubevi toiv 7rpu)Teiu)V Trapaxuj- 
pr|ceiev av, tyiann. 5 Tfjc jli^v TijLific Trapexuüpei KaG' fiXiKidv dK€ivi}i). 

A. VIII 175 in omnibus libris legitur: STuep dKcivri TUX€lV 
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